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Bergungsmanöver USS Guardian beginnt

01.02.2013

Bergungsversuch USS Guardian

Schlepper Vos Apollo vor der havarierten USS Guardian - US Navy, Geoffrey Trudell
Die USS Guardian wird zum Abpumpen des Treibstoffs
vorbereitet; im Vordergrund der malaysische Schlepper
Vos Appollo der bei der Stabilisierung hilft.


Die USS-Guardian, der vor den Philippinen auf ein geschütztes Korallenriff aufgelaufene US-Minenräumer, kann nicht am Stück geborgen werden und muss zerlegt werden. Es gebe keine andere Möglichkeit, das Schiff zu bergen, hieß es seitens der US-Navy. Das 68 Meter lange Schiff war am 17. Januar auf das Korallenriff in einem Naturschutzpark rund 600 Kilometer südlich von Manila gelaufen.

Sollte sich das Wetter beruhigen werden die Bergungsmannschaften nächste Woche mit der Arbeit beginnen. Bergunsspezialisten haben alle möglichen Alternativen unter die Lupe genommen, sagte der Sprecher der Pazifikflotte Anthony Falvo der Onlineausgabe des Militärmagazins „Stars and Stripes“.

Die einzige vertretbare Lösung sei, das immerhin 1.300 Tonnen schwere Schiff zu zerlegen und in Teilen abzutransportieren. Der ursprüngliche Plan, den Minenräumer mit Kränen zu heben und dann abzuschleppen, wurde verworfen, das Schiff hatte zu großen Schaden genommen.

Gefahrenstoffe entfernt
Gegenüber CNN sagte Falvo, ein vergleichbares Manöver habe zuletzt 1971 stattgefunden, als das Versorgungsschiff „USS Regulus“ nach einem Taifun in der Nähe von Hongkong auf Grund gelaufen sei. Damals habe das Zerlegen rund einen Monat gedauert. Ansonsten habe man zuvor nur 1916 ein Schiff auf offener See zerlegen müssen.

USS Guardian - US Navy
Keine idealen Wetterbedingungen; die Bergung
wird vermutlich nächste Woche durchgeführt.

Navy-Sprecher haben in dieser Woche verlautbart, dass umweltgefährdende Stoffe vom Schiff entfernt worden seien. Demnach wurden rund 57.000 Liter Diesel abgepumpt und durch Meereswasser ersetzt, um die Position des Schiffes stabil zu halten. Auch über 2.500 Liter Schmieröl, Farbe und Lösungsmittel seien vom Schiff gebracht worden.

Navigationskarten fehlerhaft?
Wieso das Schiff überhaupt in dem Gebiet war, ist nach wie vor unklar. Nach philippinischen Angaben ignorierte die Crew eine Warnung der Küstenwache, dass sie auf ein geschütztes Gebiet zusteuerte. Die Crew des Minenräumers habe die Kontaktversuche abgewehrt und empfohlen, stattdessen die US-Botschaft anzurufen. Die US-Marine entschuldigte sich, vermutet aber, dass die Navigationskarten ungenau waren. Das Riff sei neun Meilen entfernt eingezeichnet gewesen. Eine Untersuchung des Vorfalls laufe, hieß es vonseiten der Navy.

Das Tubbataha-Riff gilt als ein hervorragendes Tauchgebiet. Die beiden Korallenatolle sind wegen ihrer Artenvielfalt, darunter etwa 600 Fischarten, 360 Korallenarten, elf verschiedene Haiarten, 13 Delfin- und Walarten und mehr als 100 Vogelarten - bekannt. Durch das Unglück wurden mindestens 1.000 Quadratmeter des Korallenriffs beschädigt.

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