Aktuelle News aus der Taucherszene. Die Neuigkeiten, die Taucher wirklich interressieren - sind in dieser Übersicht aufgelistet. Die Nachrichten gibts auch als RSS-Feed.
Handel mit Fleisch streng geschützter Wale in Dänemark
11.12.2012
Dänemark: Illegaler Walsteak-Verkauf
Walfleisch aus Grönland wird in
Dänemark öffentlich zum Verkauf angeboten. Dies belegt eine
Undercover-Recherche der internationalen Wal- und
Delfinschutzorganisation WDC. Grönland droht zeitgleich, 2013 auf
illegale Waljagd zu gehen.
Im Rahmen einer Recherche konnten Mitarbeiter von WDC (ehemals WDCS) in der
dänischen Hauptstadt Kopenhagen problemlos Zwergwalsteaks und
Walspeck erwerben. Dieser Verkauf ist ein klarer Verstoß gegen
europäische Gesetze, die den EU-Mitgliedstaaten die Tötung
und den kommerziellen Handel mit Walprodukten verbieten. Der Verkauf
dieser Walprodukte steht ebenso im Widerspruch zum Walfangverbot der
Internationalen Walfangkommission (IWC) und dem internationalen
Handelsverbot mit Walprodukten durch das Washingtoner
Artenschutzabkommen CITES.
Zeitgleich droht Grönland der IWC, 2013 illegal Wale zu jagen. Bei
der Jahrestagung der IWC vergangenen Sommer wurde Grönland die
komplette Quote verwehrt. Der nun dokumentierte Verkauf des
Walfleisches in Dänemark macht deutlich, dass diese Form des
kommerziellen Walfangs die EU erreicht hat. Die Forderung
Grönlands nach mehr Walfleisch für seine indigene
Bevölkerung erscheint damit noch fragwürdiger.
„Die IWC erlaubt die Tötung von
Walen nur einigen indigenen Völkern und dies ausschließlich
für den lokalen Verbrauch. Unsere Recherche zeigt, dass die
Triebfeder hinter der Forderung Grönlands nach mehr Walfleisch
jedoch offenbar der gewinnbringende Verkauf ist. Mit der Notwendigkeit
zur Versorgung der eigenen indigenen Bevölkerung hat dies nichts
zu tun. Ein auf Gewinn ausgelegter Import und Handel von Walprodukten
kann und darf von der Europäischen Union nicht geduldet werden“,
fasst Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC Deutschland, die
Ergebnisse der Untersuchung zusammen.
WDC fordert die EU daher auf, Dänemark unverzüglich
anzuhalten, alle notwendigen Schritte einzuleiten, um einen solchen
Handel in Zukunft zu verhindern. Die Organisation mahnt zudem die
Delegationsleiter der IWC-Vertragsstaaten, Grönland keine Quoten
zu gewähren, solange keine gültige Bedarfsaufstellung
für Walfleisch eingereicht wurde und das Land weiterhin gegen die
Bestimmungen der IWC und CITES verstößt. WDC hat diese
Erkenntnisse nun in einem Bericht der EU-Kommission sowie den
zuständigen internationalen Behörden von CITES und der IWC
vorgelegt.
Weitere Informationen:
WDC, Whale and Dolphin Conservation GmbH
Altostraße 43, 81245 München
Tel: +49 89 6100 2393 / Fax: +49 89 6100 2394
Mail : kontakt@whales.org
Web: WDC - www.wdcs-de.org
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