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 | Tag des Ostsee-Schweinswals Eingestellt von Redaktion(hg) am 15.05.2008 |
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18. Mai: Tag des Ostsee-Schweinswals
Quickborn, 15. Mai 2008 – Leider ist sein Ehrentag kein Tag zum Feiern.
Dem Kleinen Tümmler, wie der nur 1,60 m lange schwarz-weiße
Wal mit der stumpfen Schnauze auch heißt, geht es schlecht. Um auf
seine Situation aufmerksam zu machen, veröffentlicht die GSM alljährlich
die Ergebnisse ihres Projektes „Wassersportler sichten Schweinswale“.
1100 Sichtungen lebender Wale von Behörden, Wassersportlern, Anglern
und Spaziergängern waren bei der GSM eingegangen, leider zusätzlich
auch 173 Totfunde entlang der deutschen Ostseeküste. "Allein an der
schleswig-holsteinischen Küste gab es 2007 mit über 109 Kadavern
mehr als doppelt so viele wie 2006", sagt Hans-Jürgen Schütte,
der das Projekt koordiniert.
Die Daten wurden vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in eine Ostsee-Seekarte
übertragen und werden in wenigen Wochen interaktiv sein: Durch Klicken
erscheinen dann weitere Einzeldaten. Die Sichtungen 2007 werden unter www.gsm-ev.de und www.habitatmarenatura2000.de
zu sehen sein.
Weiterhin stellt die GSM die Gewinner des Malwettbewerbs „Kinder malen Schweinswale“
vor. Das Logo für den Wettbewerb von 2007 stammt vom schleswig-holsteinischen
Karikaturisten Kim Schmidt. Bei der GSM sind 64 Zeichnungen eingegangen.
Den Sieger, Benedikt König, erwartet ein einwöchiger Opti-Segelkurs
im Piratencamp der Segelschule Ralph Bennewitz in Heiligenhafen. Weitere
Preise und ihre Gewinner sind im Internet unter www.gsm-ev.de nachzulesen.
Das Siegerbild von Benedikt König
Der Schweinswal ist der einzige heimische Wal in der Ostsee, von Besuchern
wie Finnwalen und Delfinen, die ab und zu für Schlagzeilen sorgen, abgesehen.
In jedem Jahr sterben mehr Schweinswale als geboren werden. Wenn nicht schleunigst
Schutzmassnahmen greifen, wird der „Braunfisch“ oder „Schweinsfisch“ wie
er früher auch genannt wurde, in wenigen Jahren ausgerottet sein. In
der östlichen und zentralen Ostsee leben nach Hochrechnungen nur noch
zwischen 100 und 460 Schweinswale, in der westlichen Ostsee um 5 000. Höhere,
aber auch rückläufige Bestände der Wale gibt es im Kattegat
und Skagerrak – außerhalb der eigentlichen Ostsee - und in der Nordsee.
Die Todesursachen sind fast immer von Menschen gemacht. Der sensible Lebensraum
Ostsee ist zu einer Wasserstraße mit starkem Schiffsverkehr verkommen,
von Schadstoffen aus Industrie und Landwirtschaft verschmutzt und überdüngt.
Kriegsaltlasten, schnell fahrende Schiffe, militärische Übungen
und die Ausbeutung von Bodenschätzen wie Kies und Sand, Öl und
Erdgas, machen das einzigartige Ökosystem lebensfeindlich.
Als Todesursache Nr. 1 hat 2002 das Kleinwale Abkommen
ASCOBANS in seinem Rettungsplan für den Ostsee-Schweinswal die Fischerei
identifiziert. Obwohl kein Fischer absichtlich Schweinswale fängt, sterben
viel zu viele in nicht für sie ausge¬brachten Netzen, im „Beifang“.
Die sich vorwiegend akustisch orientierenden Wale können die modernen
Netze aus dünnem Kunststoffgarn weder sehen noch mit ihrem Echolot orten.
Sie verheddern sich in den Netzen und ersticken elendig.
Die GSM bittet auch 2008, wie seit 2002, Wassersportler um Mithilfe: Melden
Sie der GSM Schweinswalsichtungen, bitte mit ausführlichen Angaben wie
z.B. GPS-Daten: Nähere Informationen für Sichter finden sich unter
www.gsm-ev.de .
Die Sichtungsdaten können helfen, Schutzgebiete auszuweisen. Die EU-Länder
sind verpflichtet, Schutzgebiete einzurichten, aus denen Brüssel hoffentlich
bald ein europaweites Netz zusammenfügen wird.
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Karte der Schweinswalsichtungen 2007
(Click öffnet große Karte im pdf-Format)
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Für Rückfragen:
Petra Deimer, Hans-Jürgen Schütte GSM, Tel. 04106- 4712 , pdeimer@gsm-ev.de, www.gsm-ev.de
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TIPP: | Du hast Fragen, Anregungen oder Kritik? Wir freuen uns drauf - schicke uns einfach eine Email! |
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09.07.2008 07:17 Taucher Online : 92 Heute 1583, ges. 27405636 Besucher
 
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