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 | Tankerunfall auf der Elbe Eingestellt von Redaktion(hg) am 20.07.2008 |
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Ölteppich auf der Elbe
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© Elbeschifffahrt / Hans Ulrich Roesner / WWF
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(Hamburg, 20.7.08/WWF): Auf der Elbe oberhalb von Hamburg sind in der Nacht vom 15. auf den 16.7. ein Frachter und ein Tankschiff kollidiert. Aus den vier
dabei aufgerissenen Tanks des Tankschiffs „Undine“ liefen nach Angaben der
Behörden 200.000 bis 400.000 Liter Diesel in den Fluss. Laut Behördenangaben
treibt derzeit ein fünf bis sechs Kilometer langer Ölteppich zwischen
Geesthacht und Hamburg und bedeckt auf diesem Abschnitt die gesamte Elbe.
„Wie groß die Belastung für die ohnehin stark geschädigte
Unterelbe ist, lässt sich im Moment nur schwer abschätzen“,
erklärt Beatrice Claus vom WWF. Auch wenn die Behörden alle nötigen
Schutzmaßnahmen ergreifen, sei es unmöglich, das gesamte Öl
abzupumpen. Ein Teil des Diesels und der darin enthaltenen Giftstoffe werde
nicht an der Oberfläche bleiben, sondern sich in die Wassersäule
gelangen. Wasservögel, Fische und Insekten seien gefährdet. Der
geschlossene Ölteppich nehme dem Fluss und den Tieren die Luft zu atmen,
der Sauerstoffhaushalt werde in Mitleidenschaft gezogen. „Eine Ölpest
von diesem Ausmaß hinterlässt auf jeden Fall Spuren im Lebensraum
Elbe“, so Claus. Die Unterelbe sei durch menschliche Eingriffe wie Flussvertiefungen,
Schadstoffeinträge und Kraftwerke ohnehin schon am Belastungslimit.
Unfallursache war offenbar menschliches Versagen. Das 82 Meter lange Tankschiff
„Undine“ hatte insgesamt 900.000 Liter Diesel geladen. Der havarierte Frachter
liegt an der Schleuse in Geesthacht, wo die Lecks abgedichtet und das restliche
Öl abgepumpt wurden.
Der WWF verweist auf die Risiken, die auch von kleineren Frachtschiffen
ausgehen. „Es muss nicht immer der große Öltanker sein, der eine
Katastrophe auslöst“, betont Claus. Es sei Glück im Unglück,
dass in diesem Fall nur vergleichsweise leicht abbaubares Dieselöl statt
des häufig als Schiffstreibstoff genutzten hochgiftigen und kaum
zu bekämpfenden Schweröls ausgelaufen sei.
Die Umweltstiftung fordert eine lückenlose Aufklärung des Unfalls
und eine umfassende Dokumentation aller Umweltschäden.
Weitere Informationen:
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WWF Deutschland
Rebstöcker Str. 55, 60326 Frankfurt
Tel.: 069 79144-0
Fax: 069 6172-2
Web: www.wwf.de
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14.10.2008 06:05 Taucher Online : 58 Heute 1236, ges. 29353354 Besucher
 
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