09.07.2008 13:23
Kategorie: News
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Tsunami Simulation geht an den Start
aus dem AWI Simulationssystem © AWI |
Bremerhaven, den 9. Juli 2008: Weltneuheit
für verbesserte Tsunami-Frühwarnung - Alfred-Wegener-Institut übergibt
Simulationsprogramm für deutsch-indonesisches Frühwarnsystem Mit Fertigstellung ihrer Simulationskomponente im Deutsch-Indonesischen Tsunami-Frühwarnsystem (GITEWS) hat die Arbeitsgruppe Tsunami-Modellierung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in der Helmholtz-Gemeinschaft das derzeit führende Softwaresystem zur schnellen Information über Tsunami-Ereignisse mit Katastrophenpotential vorgelegt. Es wird nun beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen in das Entscheidungs-Unterstützungs-System (“Decision Support System", DSS) integriert und soll im November in Indonesien in den Testbetrieb gehen. |
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im Tsunami-Simulations-System für Bali. |
“Bei den Schnittstellen zu anderen Programmen halten wir uns an die offenen Standards, die den Austausch von Daten in der Computerwelt regeln. Somit können Fremdszenarien nahtlos integriert werden und wir können das Simulationsmodell schnell an andere Meeresgebiete auf der Welt, zum Beispiel an das Mittelmeer, anpassen," so Behrens zu den Perspektiven für weitere Frühwarnsysteme. Die Arbeitsgruppe Tsunami-Modellierung besteht aus sieben Wissenschaftlern und Doktoranden, darunter ein Doktorand aus Indonesien. Sie wurde Anfang 2006 etabliert und hat neben dem jetzt vorgelegten Simulationssystem auch die Simulationssoftware TsunAWI entwickelt, die eine der Grundlagen für die Berechnung von Tsunami-Szenarien ist. Den Praxistest hat diese Software schon bestanden: Am 13. September 2007, als ein Erdbeben der Stärke 7,9 vor Bengkulu/West-Sumatra einen Tsunami auslöste, konnten die resultierenden Wellenhöhen präzise simuliert werden.
Das Ziel von GITEWS ist es, die Auswirkungen von Naturkatastrophen mit einem Frühwarnsystem zu minimieren. Trotzdem kann ein Naturereignis wie der Tsunami von 2004 nicht verhindert werden und solche Katastrophen werden auch bei einem perfekt arbeitenden Alarmsystem weiterhin ihre Opfer fordern.
Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.
Quelle: www.awi.de