Negatives über die verschiedensten Tauchreiseziele gibt es im Netz
schon genug (z.B. „Abgetaucht und überlebt“... oh ja, ich war auch
dabei). Deshalb ist es an der Zeit, auch mal positives zu berichten., was
man selbst im „taucherischen Neuland“ Myanmar (Burma) erleben kann.
Meine Reise (Ich war wie meistens alleine und individuell unterwegs)
begann in Patong auf der traumhaften thailändischen Urlaubsinsel Phuket.
Nach meiner schlechten Erahrung im Oktober entschloß ich mich
bereits im Vorfeld, diesmal nur bei einer der führenden Basen vor
Ort einzubuchen. Deshalb besuchte ich u.a. das in Patong relativ neue Büro
von „Dive Asia“.
Der örtliche Asprechpartner Sunny entpuppte sich als perfekt deutsch
sprechender und unheimlich netter Thai, der mir alles nötige an Vorbereitung
abnahm und mich perfekt betreute.
Am 16.12.2000 sollte es für fünf Tage losgehen. Sicher, der
Preis von 1100 USD zzgl. 140 USD Einreisegebühr bewegt sich im oberen
Bereich der Preisskala, ist aber aufgrund der gebotenen Leistungen absolut
gerechtfertigt.
Pünktlich um 15.00 Uhr wurde ich vom firmeneigenen Pickup im Hotel
abgeholt und zur Dive-Asia-Zentrale nach Kata gebracht.
Von dort ging es im klimatisierten Minibus nach Ranong an der burmesischen
Grenze.
Trotz fast fünfstündiger Fahrt war diese recht kurzweilig,
da die frequentierte Gegend hinter jeder Kurve neue, tlw. Atemberaubende
Ausblicke zu bieten hat.
In Ranong, am Jetty des „Club Andaman „ angekommen, mußten wir
die Reisepässe bei den örtlichen Behörden abgeben(keine
Angst bei Abreise kriegt Ihr sie wieder) und einen Mitarbeiter der burmesischen
Regierung an Bord nehmen.
In der Nacht ging es los!
Bei Nachtfahrten schlafen? Auf diesem Schiff kein Problem; überhaupt
war Komfort und Service über jeden Zweifel erhaben.
Die „Mare West“ ist ein 1600 PS starker ehemaliger Sonnenuntergangs-Vergnügungskreuzer“
mit allem Komfort (Klimaautomatik in jeder Kabine, fließend Warmwasser
etc.) und wurde nahezu perfekt zum Tauchschiff umgerüstet.
Platz ist hier mehr als genug vorhanden (Selbst Barbecue im Bugbereich
ist problemlos möglich und wurde auch durchgeführt); die Küche
ist vielseitig (europäisch u. asiatisch) und äußerst wohlschmeckend.
Hunger ist hier ein Fremdwort, das Büffet jederzeit reichlich gedeckt.
Und die Crew:
Die Jungs kümmern sich perfekt um die hochwertige Tauchausrüstung
und lesen ihren Gästen jeden Wunsch von den Augen ab.
Die Tourguides Hana (Japan) und Andreas (Deutschland) führen optimale
Briefings und Tauchgangsplanungen durch.
Die Tauchplätze in Burma sind äußerst vielseitig und
spektakulär. Großfische (Haie, Mantas, Thunas und, und, und...)
sind an der Tagesordnung und oftmals sieht man beim Abtauchen den Grund
vor Fischen nicht.
Die Sichtweiten mit teils über 30m sind als durchaus gut zu bezeichnen
und lediglich die örtlich enormen Strömungen machen diese Trips
für Anfänger ungeeignet.
Plätze wie Black Rock, Three Island oder Burma-Banks gehören
in meinen Augen zu den absoluten Top-Spots weltweit.
Jedoch wird das Tauchvergnügen derzeit noch durch die Anwesenheit
von vielen Dynamitfischern getrübt. Die Aussicht, diese Probleme in
den Griff zu bekommen, besteht durchaus; so kommt es immer wieder vor (wie
auch auf unserer Tour), daß Boote und „Arbeitsmittel“ von den mitreisenden
Beamten beschlagnahmt werden.
Die burmesische Regierung scheint also den Wert einer intakten Unterwasserwelt
für ihre tauchenden Gäste erkannt zu haben und versucht durchzugreifen.
Alles in allem war diese Reise ein voller Erfolg und ist jederzeit weiterzuempfehlen.
Wer also taucherisches Neuland betreten will und auf eine gute Portion
Komfort nicht verzichten möchte, ist mit der „Mare West“ und „Dive
Asia“ bestens bedient.
Viele gesunde und schöne Tauchgänge wünscht allen Lesern
Robert
(Bei Rückfragen gerne unter roberteckert@t-online.de)