Dieser Bericht spiegelt die Erfahrungen unseres Redakteurs Uli Mößlang
und seiner Tauchgruppe mit den Emperor Divers in Hurghada wieder. Stand
des Berichtes 22.02.2001
November 1998
Für unsere Tauchsafari buchten wir über B.Pöllmann das
Schiff Emperor One. Bei der verspäteten Ankunft war es schon dunkel.
Am nächsten Morgen stellten wir durch Zufall fest, dass das Schiff
Pegasus heißt. Den Schriftzug sah man nur von ausserhalb des Schiffes.
Das wurde uns bei der Abholung durch die Emperor Divers nicht mitgeteilt
und auch an Bord war keine Rede von einem Schiffswechsel. Es wurde uns
nur durch die Emperor Divers klargemacht, entweder das Schiff oder gar
keines.Der Dieselgeruch in den Kabinen war schier unerträglich, so
dass die meisten an Deck schliefen. Ein Sonnensegel fehlte und es konnte
auch keines besorgt werden. Das sei doch nicht so schlimm, im November
ist die Sonne sowieso nicht so stark und wegen der Sonne fährt man
doch nach Ägypten.Wir erfuhren in den nächsten Tagen, dass die
Pegasus zur Überholung fällig war.Unsere Buchung kam dazwischen,
so dass die Überholung im Trockendock anschließend an unsere
Belegung erfolgte. Kurz vorm Auslaufen stellten wir fest, dass nur INT-Flaschen
an Bord waren. Von den Emperor Divers kam der Bescheid wir sollen
doch einfach mit den INT-Flaschen tauchen. Wir hatten über Pöllmann
DIN-Flaschen für uns bestellt und dadurch auch keine Adapter dabei.
Der Basisleiter teilte uns mit, dass die Buchungsstelle Pöllmann nur
ein kleiner Partner in der internationalen Basis sei und keine Bestellung
für DIN-Flaschen zu finden ist. Es dauerte dann noch ein paar Stunden
bis 12 Flaschen zusammengesammelt wurden und jeder über eine DIN-Flasche
verfügte. Uns wurde noch folgender Spruch mit auf den Weg gegeben,
dass bei den Emperor Divers zu 90% Briten buchen und die seien nicht so
anspruchsvoll. Die Basis wird auch in Zukunft für die restlichen 10%
die Organisation nicht umstellen. Um 15 Uhr war es dann endlich möglich
die Safari anzutreten und in See zu stechen. .Dass es dennoch eine schöne
Safari wurde war alleine den Tauchguides und der Besatzung zu verdanken,
die unsere Tauchwünsche alle erfüllten ja sogar noch übertrafen.
Ein besonderes Lob muss auch der Küche ausgesprochen werden die uns
vor Montezumas Rache bewahrte.
November 1999
Nachdem uns die Buchungsstelle B. Pöllmann versichert hatte, dass
ihr Einfluss bei den Emperor Divers verstärkt und intensiver sei,
buchten wir wieder eine Safari auf der nun ja renovierten Pegasus. Auf
Grund der letztjährigen Erfahrungen fand ein intensiver Kontakt mit
den Emperor Divers in Hurghada statt, um die letztjährigen negativen
Vorkommnisse auszuschließen. Herr Pöllmann teilte mir mit, ich
sollte den direkten Kontakt mit den Emperor Divers unterlassen, denn er
ist die Buchungsstelle. Die Äusserungen wurden lauter, als ich feststellte,
dass die Firma von seiner Frau vertreten wird und nicht von ihm. Kurz vor
Reisebeginn wurde uns mitgeteilt, dass die Pegasus schon lange fest gebucht
ist, nur nicht von uns! Als Ausgleich stellten sie uns die El Wasem
und wir waren gespannt wie es weitergehen würde. Wir kamen natürlich
wieder zu spät und bei Dunkelheit an. Bei der Verladung unseres Gepäcks
teilten sie uns dann mit, dass die El Wasem noch nicht an der Jetty sei
und brachten uns für eine Nacht in einem Hotel unter. Unser Gepäck
wurde gleich zur Jetty gebracht. Wir freuten uns schon auf ein paar Bier
an der Bar zum Ausklingen des Tages, wurden aber enttäuscht. Nicht
dass es keine Alkoholika gab, es war gar keine Bar vorhanden. Es war auch
nicht möglich in das Hotel nebenan zu gehen,denn es gab auch kein
Hotel nebenan. Nur sternenklare Wüste und Sand. So gingen wir auf
unsere Zimmer und wurden von vielen heimischen Käfern begrüßt.
Nach ein paar gezielten Tritten mit meinen Schuhen Größe 48
hatte zumindest ich die Population stark gemindert. Das Handgepäck
wurde fest verschlossen und der letzte Gedanke galt den Sternen über
dem Hotel. Zum Frühstück trafen wir uns an einer großen
Tafel. Die Auswahl am Buffet war sehr einfach. Wir durchforsteten unser
Handgepäck nach Essbaren und begannen sofort mit Spülungen unserer
hochprozentigen Spirituosen. Im Laufe des Vormittags wurden wir abgeholt
und tatsächlich zur El Wasem gebracht. Das Gepäck lag immer noch
so auf der Jetty, wie es in der Nacht vom Busdach unsanft abgeladen wurde.
Dementsprechend schauten auch einige Koffer aus, manche Flaschen im Gepäck
gingen zu Bruch. Nun stellte sich heraus, ein Auslaufen war noch nicht
möglich, da noch Wasser gebunkert werden musste. Durch einen Wasserschlauch
fast ohne Druck dauert es natürlich etwas. Auf die Frage, wie es mit
der Salzwasseraufbereitung aussieht, erlebten wir nur ungläubiges
Kopfschütteln. Uns wurden, da ja genügend Zeit zur Verfügung
stand, die Vorschriften an Bord bis ins kleinste Detail erläutert.
Nachdem wir versichert hatten, dass wir nicht mehrmals täglich Duschen,
da sonst das Wasser nicht reichen würde, konnten wir schon um 15 Uhr
auslaufen. An diesem Tag machten wir sogar noch einen Tauchgang. Das Boot
war bis auf die Kabinen im Bug, die statt Nummern den Namen Kakerlaken-Highway
bekamen, soweit in Ordnung. Das Sonnendeck hatte wie versprochen ein Sonnensegel,
die Küche war einwandfrei und unsere privaten Getränke hatten
in den Kühltruhen Platz. Am zweiten Tag stellten wir fest, dass hinter
einer der 2 Antriebsschrauben ein Ruderblatt fehlt. Aber das stellte für
die Besatzung kein größeres Problem dar und uns wurde versichert,
es ist alles OK. Allah war mit uns, die Überfahrt zur Thistlegorm
klappte und wir kamen auch wieder zurück. Unsere zwei Tauchguides
ließen uns alle Unannehmlichkeiten vergessen denn sie lasen uns unsere
Tauchwünsche von den Augen ab.
Dann wurde uns überraschend mitgeteilt, dass unsere Safari einen
Tag früher zu Ende sei, weil das Boot schon für die nächste
Safari gebucht ist. Wir bekämen aber Gelegenheit mit einem Tagesboot
zum Tauchen oder Schnorcheln zu fahren und so legten wir bei den Emperor
Divers an. Da wurde uns erst bewußt, was die Gäste in
Hurghada für Badebuchten zum Schnorcheln haben. Die Schiffe dümpeln
in der Hotelbadebucht in einem trüben Wasser an der Jetty. Herzlich
wurden wir von den Emperor Divers begrüßt und sie teilten uns
mit dass unser Flieger pünktlich um 22 Uhr losgeht. Wir bedankten
uns recht herzlich für die blendende Organisation und die Bestätigung
der Flüge, und baten um die Tickets und die Pässe. TICKETS,
PÄSSE, BESTÄTIGUNG ?????? Von der Basisbelegschaft
der Emperor Divers wurde eine großangelegte Suche nach unseren überlassenen
Reiseunterlagen gestartet. Welch ein Glück, der Basisleiter hatte
sie vor seinem Urlaub in eine Schublade gelegt und nur vergessen unsere
Rückflüge bestätigen zu lassen.Wir wurden zum Flughafen
gebracht, verabschiedet und verlassen, nachdem uns versichert wurde, mit
unseren Flügen ist alles klar.Der ursprüngliche Flug war natürlich
durch die fehlende Flugbestätigung der Emperor Divers inzwischen ausgebucht.
Durch unsere Hartnäckigkeit erreichten wir, dass uns Tickets für
einen Flug nach Luxor ausgestellt wurden, der nach Kairo zu unserer Maschine
weiterging. Die Maschine stand seit drei Stunden auf dem Flugplatz, wegen
Gepäckproblemen. Da die Maschine schon auf dem Rollfeld war und speziell
für uns zurückkam, war Eile geboten. Der Leiter der Egypt Air
schleuste uns im Eiltempo durch den Zoll, was natürlich den Obersten
der Zollbehörde auf den Plan rief. Der äusserst lebhaften Diskussion
konnten wir nicht folgen, war uns aber auch im Text egal denn nur das Ergebnis
zählte. So erreichten wir das Flugzeug nach Luxor, das tatsächlich
nach einer kleinen Wartezeit nach Kairo weiterflog. In Kairo wartete ein
Bus auf dem Vorfeld auf uns und wir wurden zwischen den Landebahnen in
einen anderen Bus umgeladen. An unsere Gepäckstücke, die auf
einem Haufen in Hurgada zurückgelassen wurde, verschwendeten wir schon
lange keinen Gedanken mehr. Wir wurden auf verschlungenen Wegen in eine
Abfertigungshalle geleitet, die für unseren Rückflug sein sollte.
Nach dem Aufruf unserer Maschine ( Wieso nach Frankfurt, nicht nach
München?) teilten uns die Verantwortlichen mit, dass wir
jetzt ein größeres Problem hätten. Offiziell haben wir
in Hurgada Ägypten verlassen, bestätigt durch die Stempel im
Pass sind wir jetzt illegal auf ägyptischen Boden. Der Zuständige
in Hurgada war natürlich um 4 Uhr in der Früh schon weg
und es wurde ein Wissender gesucht und nach längerem Warten auch gefunden.
Hurra wir durften trotzdem Ägypten verlassen. Nach unserer Landung
in Frankfurt erhielten wir ein Ticket für den ICE nach München,
über die Hetzjagd zu dessen Abfahrt wollen wir hier gar nicht mehr
berichten.
November 2000
Aufgrund unserer Erfahrung und dass es nicht mehr schlimmer kommen kann,
buchten wieder über B. Pöllmann bei Emperor Divers. Wir verhandelten
jetzt nur noch mit Frau Pöllmann, lehnten jedes Gespräch mit
ihrem Mann ab. Uns wurde die überholte El Wasem angeboten, bestellt
und bestätigt. Kurz vor Reiseantritt wurde uns die MS Scuba Adventure
mit freien Softdrinks angeboten, da die El Wasem nicht mehr für die
Emperor Divers unter Vertrag steht. Für uns schon Routine, bestätigten
wir das neue größere und breitere Stahlrumpfschiff. Jetzt stellte
sich heraus, dass Fr. Pöllmann für zwei rechtzeitige Nachmeldungen
keine Flugplätze gebucht hatte. Unser Frühmaschine um 9 Uhr hatte
keinen Platz mehr und so wurden wir alle umgebucht für 16 Uhr. Inzwischen
meldete sich Herr Pöllman wieder zu Wort. Wir sollten doch in Zukunft
bei Neckermann buchen. Bei einem Preis von 1995.- DM pro Person auch verständlich.
Wir kamen natürlich wieder bei Dunkelheit an und waren erstaunt, dass
wir an einer anderen Jetty und einem anderen Hotel ausstiegen. Aber wenigstens
war unser Boot da. Wir wurden auch sehr freundlich von einem Agenten begrüßt
der, wie er versicherte, nichts mit Emperor Divers zu tun hatte und empfahl
in Zukunft auch gleich über ihn zu buchen ( Don Pierre Diving Safari).
Nur der Tauchguide kam von den Emperor Divers. Uns waren zwei deutschsprachige
Tauchguides zugesagt worden, es war aber nur einer und der sprach nicht
Deutsch. Er kam von der El Wasem, die im Süden kreuzte und musste
nach dieser Woche mit uns, wieder in den Süden auf die El Wasem zurück
da er dort Emperor Divers Tauchguide für eine Gruppe Russen war.
Das Schiff war sauber, schön und geräumig. Der Kühlschrank
ausreichend groß für die individuelle Verpflegung. Durch Unstimmigkeiten
zwischen dem Kapitän und dem Tauchguide war es uns leider nicht möglich
alle Tauchplätze anzufahren und zu betauchen. Leider machte sich unser
Tauchguide auch bei den übriggebliebenen Tauchgängen rar und
unser Aufenthalt auf dem Boot wurde dadurch getrübt. Durch die Organisation
unseres Agenten, der wie er nochmals versicherte, nichts mit den Emperor
Divers zur tun hatte, klappte vom Verladen des Gepäcks bis zum Abflug
alles perfekt.
Fazit: Emperor Divers kommen für uns nicht mehr in Frage und die
Fa. Pöllmann scheidet auf eigenen Wunsch für unsere Buchungen
aus.
Unsere Woche über Silvester im Hilton Fayrouz in Sharm el
Sheikh, beim Sinai Dive Club war wirklich Urlaub. Ich bekam von unseren
früheren Tauchguides Nachricht, dass sie jetzt in Sharm bei den Emperor
Divers arbeiten und sich über einen Besuch von uns freuen würden.
Kein Problem dachte ich, ging zum Hotel Rosetta zu den Emperor Divers und
erkundigte mich nach meinen Freunden. Als die am Counter Anwesenden merkten,
dass ich nur eine Auskunft möchte und nicht gewillt bin Geld dazulassen,
erlosch das Interesse sofort und sie wendeten sich anderen Arbeiten zu.
Ein Treffen mit meinen Freunden konnte leider nicht stattfinden.