Geschrieben am 17.09.2006 von Trudy Thalheimer & Harald Mielke

Liebeserklärung an eine schlafende Prinzessin

von Trudy Thalheimer & Harald Mielke

Burgen in Nordzypern
Stimmungsvoller Nachmittag am Hafeneingang mit Burg von Girne

Fast menschenleere Sandstrände, an schaurigen Abhängen erbaute Ritterburgen und im Frühjahr üppigste Blumenwiesen. Nordzypern ist für Naturliebhaber ein Traum unentdeckt vom internationalen Massentourismus.
Im Gegensatz zum weitaus bekannteren südlichen Nachbarn bietet der Norden Zyperns noch Natur und Beschaulichkeit und für Taucher Unterwasserhighlights vom feinsten.

Oktopus Eigelege am 

Ankerbojenseil  Tauchen mit mächtigen 

Mittelmeerschwämmen rund um die Karpaz-Halbinsel
Oktopus-Eigelege am Ankerbojenseil (li) und Tauchen mit mächtigen
Mittelmeerschwämmen rund um die Karpaz-Halbinsel (re)

HOŞGELDINIZ!

Herzlich Willkommen in Nordzypern!

Burgen in 

Nordzypern Was haben Flötenfisch, Diadem Husar, Drückerfisch und Rotmeer-Kaninchenfisch gemeinsam?
Allesamt leben im Roten Meer und – man mag es kaum glauben – auch vor Nordzypern. Jawohl, im Mittelmeer! Man schrieb das Jahr 1869 als mit dem letzten Spatenstich zur Vollendung des Suezkanals auch zeitgleich das Startsignal für alle Fische der Region gegeben war, das Artenspektrum am gegenüberliegenden Ende der 195 km langen Wasserstrasse ein wenig zu „ergänzen“. Allzu weit haben sich die genannten Arten zwar noch nicht ins Mare Nostrum vorgewagt, aber Nordzypern ist ja auch nur wenige Hundert Kilometer vom nördlichen Ende des Kanals entfernt. Und so rücken seither all die Brassen, Meerjunker und Goldstriemen ein wenig enger zusammen für die neuen Gäste aus dem Süden. Für die Alteingesessenen kein Problem, die beinahe legendäre Gastfreundschaft Brassen und 

Zackenbarsche vor Girne Nordzyperns scheint sich offenbar auch unter Wasser nahtlos fortzusetzen. Aber es ist nicht nur die exotische Note, die uns hier am Paradise Reef ein paar Kilometer westlich von Girne staunen lässt, es ist vor allem die abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft mit ihren prickelnden Steilabbrüchen, Sandflächen und Seegraswiesen gepaart mit einer erstaunlich guten Sichtweite von über 30 Metern. Angetan haben es uns auch die bis zu einem halben Meter langen leuchtend gelben Baumschwämme und die wenig scheuen Zackenbarsche, die hier überraschend zahlreich und teils in beeindruckender Größe herumlungern. Fast könnte man meinen, dass hier die Unsitte des Harpunierens nicht mehr gepflegt würde... Unter wirklich strengstem Schutz stehen dagegen die grünen „Loggerhead“ Schildkröten und die „Unechten Karettschildkröten“, die nirgendwo im Mittelmeerbereich häufiger vorkommen als hier vor Nordzypern. Vor allem in den Monaten Mai bis Juni nähern sie sich in beachtlicher Zahl der Küste, um dort an 88 Leoprdennacktschnecke gezählten Stränden bzw. Strandabschnitten für Nachwuchs zu sorgen. Einfach sensationell! Fast kommt man angesichts solcher Begegnungen in Versuchung, all den wunderschönen kleinen Lebewesen des Meeres gar keinen Blick mehr zu widmen. Hier naschen zierliche Leoparden- und Fadennacktschnecken an bunten Schwämmen, dort wiegen Schraubensabellen ihren Tentakelkranz in der kaum wahrnehmbaren Strömung. Hastig flüchtet eine Mittelmeermuräne in ihren Unterschlupf, während gleich nebenan ein kaum 5 cm großer Schleimfisch aus seiner winzigen Behausung heraus neugierig die Taucher beäugt.


Die besten Dive-Spots rund um Girne

Fred’s Place: Der Namengeber, ein beeindruckender Zacki von über 1,5 Metern lebt nicht mehr, aber seine mittlerweile ebenfalls sehr stattlichen Nachkommen tummeln sich hier in ganzen Heerscharen – wegen der gelegentlich stattfindenden Fütterungen ohne jegliche Scheu. Auch Brassenschwärme und sogar Drückerfische lassen sich in diesem nur maximal 18 Meter tiefen Flachriffzwischen Fels und Seegras gerne blicken.
Paradise: Schönster Spot am mächtigen Zephyros Riff mit scharfen Drop-Offs bis 40 Meter Tiefe und kleinen Seegraswiesen. Artenreiches Spektrum vom Papageien- und Kaninchenfisch bis hin zu Zackis und Muränen, dazu leuchtend gelbe Schwämme bis zu einem halben Meter Länge und winzig kleine Faden- und Leopardennacktschnecken.
Power Station: Spitze eines Unterwassergebirges, das bis 11 Meter unter die Oberfläche ragt. Großartige Felslandschaft mit scharfen Drop-Offs, schönen Fischschwärmen, großen Zackis und gelegentlich Schildkröten.
Wreck Site: Archäologische Ausgrabungsstätte in knapp 30 Metern Tiefe. Das dazugehörige antike Schiffswrack aus dem Jahr 300 v. Chr. gilt als das älteste jemals gefundene. Es wurde zwischen 1968 und 1975 geborgen und kann heute im Museum der Burg von Girne bestaunt werden. Vor Ort geblieben sind Arbeitsplattformen, in denen einige freundliche Muränen leben, kleinere Überreste nebst Amphorenscherben und ein bald 20 m breites Loch in Schiffsform inmitten einer ausgedehnten Seegraswiese.
The Wall: Multi-Level-Tauchgang bis auf 30 Meter mit vielfältiger Fauna und Flora und einem mächtigen Anker nebst Kette.


Amphoren bei "Wreck 

Site", Nordzypern

Die besten Dive-Spots rund um den Karpaz

Karpaz-Wrack: Seit der mächtige liberianische Frachter „Città de Alessandria“ 1972 den Klippen am Kap Andreas (am Lighthouse Harbour, am nordöstlichsten Ende Zyperns) zum Opfer gefallen ist, liegt er zur Seite geneigt auf Sand in einer taucherfreundlichen Tiefe von nur maximal 15 Metern. Die Sicht ist zumeist hervorragend, mit Strömung ist aber zeitweise zu rechnen.
Karpaz Arch: Spektakuläre Natursteinbrücke integriert in eine dramatisch abfallende Felsenwand. Frühmorgens in der aufgehenden Sonne beinahe mystische Lichtspiele. Neben einem schön bewachsenen uralten Anker finden sich Zackenbarsche, Soldaten-, Drücker- und Flötenfische(!!!) und in größeren Tiefen auch mächtige Becherschwämme.
St. Andreas Wall: Deep-Dive in einer abwechslungsreichen Szenerie mit einzigartigen bald mannsgroßen schwarzen Schwämmen, Felsen und Seegraswiesen aber auch spektakulären Steilabbrüchen hinab ins Unergründliche. Wasser zumeist glasklar.
Incirler Plateau: Canyonartige Bilderbuchlandschaft mit üppig bewachsenen Felsblöcken, scharfen Drop-Offs, kleinen Sandflächen und phantastischen Sichtweiten. Zackenbarsche, Drückerfische und gelegentlich auch Adlerrochen gehören zu den Begleitern. Bis über 40 Meter tief und damit weniger anfängertauglich.
Incirler Caves: Kaminähnlich sich später kathedralenartig erweiternde und vom Sonnenlicht in bunte Farben getauchte Höhle unmittelbar vor der Kirchenruine von Agois Filon. Einstieg am Fuß einer senkrechten Felswand in 12 Metern Tiefe. Spektakulär, aber nichts für klaustrophobe Naturen.

Wildesel auf der Karpaz-Hablinsel, 

Nordzypern
Zu hunderten durchziehen Wildesel die wunderschöne
Naturlandschaft der Karpaz-Halbinsel

AMPHORA DIVING

Zu Recht gilt das Paradise Reef als einer der Topspots im Großraum Girne, dem bedeutendsten Urlauber- und Wassersportzentrum Nordzyperns. Von massentouristisch überfüllten Stränden oder gar Rudeltauchern ist dennoch weit und breit nichts zu sehen. Nur eine handverlesene Anzahl Neptunsjünger hat bislang den Geheimtipp Nordzypern für sich entdeckt. Zumeist stammen sie aus Großbritannien, der einstigen Kolonialmacht, aber immer mehr auch aus Deutschland. Kein Wunder also, dass sich die vier örtlichen Tauchbasen schon auf diesen Kundenkreis eingestellt haben und entsprechend deutschsprachiges Personal angestellt haben. Wir entscheiden uns für das „Amphora Diving Center“ an der Escape Bucht nur wenige Kilometer westlich von Girne gleich hinter dem etwas martialisch anmutenden Luftlande-Denkmal. Dem Leiter der Basis Asim Uygur geht der Ruf voraus, als taucherisches Urgestein die meisten der Tauchspots im Umkreis von maximal 30 Minuten selbst entdeckt zu haben. Eine fast rundherum geschlossene natürliche Bucht mit gepflegtem und nur leicht abfallendem Sandstrand hat er sich für sein Center ausgesucht – geradezu ideal zum Baden und für die Tauchanfänger- und sogar Kinderausbildung. Mit tatkräftiger Unterstützung von Steve, Marcel, John und Osman, dem internationalen Staff, bereitet eine Handvoll Taucher ihre Ausrüstung vor. Von Hektik keine Spur, niemand wird angetrieben. Es ist schließlich Urlaub. Seelenruhig verstaut Asim das Equipment auf dem Schlauchboot. „Die See ist ruhig, da können wir uns am Tauchplatz fertig machen. Das ist bequemer!“.

Tauchen in Nordzypern

Wenige Minuten später ist das Ziel erreicht und das Boot an einer Boje befestigt. Wir liegen unmittelbar vor dem Hafenrund von Girne, hinter dem sich malerisch das Bespamak-Gebirge erhebt. „Hier unten habe ich etwas ganz Besonderes für Euch“, Asim grinst und geht mit einer Rolle rückwärts über Bord. Gemeinsam tauchen wir ab in das lichtdurchflutete Blau. Inmitten einer üppigen Seegraswiese tut sich vor uns eine markante Vertiefung von bald 20 Metern Länge auf. Unschwer erkennt man anhand des Umrisses den Abdruck eines Schiffes. Hier wurde von einem Schwammtaucher im Jahr 1965 das älteste Wrack der Erde entdeckt - nicht mehr und nicht weniger. Seit 300 v. Chr. lag es hier im Schlick, beladen mit 400 Weinamphoren und zahlreichen Behältnissen, die bei der Bergung immer noch 9000 Mandeln enthielten. Ein sensationeller Fund, der inzwischen im Museum der Hafenfestung von Girne bestaunt werden kann. Unter Wasser findet man – bald 30 Jahre nach der Bergung – immer noch zahlreiche Amphorenbruchstücke und Ausgrabungshilfsmittel. Ehrfurchtsvoll verlassen wir das Wasser, auch wenn wir natürlich geahnt hatten, dass die Jahrtausende lange Geschichte Zyperns auch unter Wasser deutlich ihre Spuren hinterlassen haben muss. Wracks neueren Datums finden sich rund um Girne nur wenige. Viele Jahre galt ein gesunkenes Flugzeug der Marke Tupolew als Highlight. Leider ist dieses aber seit einiger Zeit in zu tiefes Wasser abgedriftet. Fündig wird man erst wieder an der Nordostspitze der Karpaz-Halbinsel. Mit der „Città di Alessandria“ liegt dort ein mächtiges und schön bewachsenes Schiffswrack, das mehr als nur einen Tauchgang lohnt und mittlerweile nicht nur von den Tauchbasen Girnes sondern vor allem auch von der Tauchschule „Mephisto“ angefahren wird, die als einzige direkt auf der Halbinsel angesiedelt ist.

Hafen von Girne
Der Hafen von Girne

AUF ENTDECKERTOUR

Burgen in 

Nordzypern Nach Nordzypern nur zum Tauchen? Niemals! Dazu ist das Land viel zu schade! Vor allem im Frühling, wenn die Insel in einem Blumenmeer versinkt und zahlreiche endemische Tulpen- und Orchideenarten ihrer Entdeckung harren, dann ist Nordzypern für Naturliebhaber, Mountainbiker und Trekkingfreunde geradezu ein Muss. Die wildromantischen Berglandschaften mit ihren einsam-verlassenen Klöstern und an atemberaubenden Abgründen erbauten mittelalterlichen Kreuzritterburgen lassen auch vielgereiste Mittelmeer-Fans ins Schwärmen geraten. Eingebettet im östlichen Mittelmeer zwischen Orient und Okzident blieb der Norden Zyperns im Gegensatz zum südlichen Nachbarn bislang von Massentourismus und Bettenburgen verschont – trotz einer außergewöhnlichen Gastfreundschaft und mehr als 300 Sonnentagen im Jahr. Grund dafür war in den vergangenen Jahren die verlängerte Anreise mit Zwischenstopp in Istanbul, was andererseits aber auch den touristischen Andrang in wohltuenden Grenzen hielt und auch nach wie vor hält. Immer noch bietet Nordzypern eine geradezu bemerkenswerte Vielfalt und eine für die gesamte Mittelmeerregion einzigartige Ursprünglichkeit, die sich auch an den zahlreichen Wildeseln der Karpazhalbinsel und an den fast menschenleeren kilometerlangen Sandstränden zeigt, an denen jedes Jahr unzählige Babyschildkröten das Licht der Welt erblicken.

Kinderstube der Schildkröten
Karettschildkröte Nordzypern Insgesamt 88 zumeist unverbaute Strandabschnitte werden auch heute noch von Grünen Suppenschildkröten und Unechten Karettschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Vor allem in den Monaten Mai bis Juli kommen die urzeitlichen Reptilien an Land, um ihre Eier im warmen Sand zu vergraben. 75 bis 100 Eier fasst solch ein Nest. Etwa 50 Tage später schlüpfen dann die Jungen. Wissenschaftler schätzen, dass bis zu 30 % aller auf nur mehr 400 Exemplare geschützten Grünen Suppenschildkröten im Mittelmeer an den unberührten Küstenabschnitten Nordzyperns zur Eiablage anlanden. Grund genug bereits im Jahr 1992 die „Marine Turtle Research Group“ für einen intensiven Schutz dieser Küstenzonen zu gründen. Ohne dass die touristische Nutzung dieser Strände stark eingeschränkt wäre, haben Interessierte die Möglichkeit unter wissenschaftlicher Leitung bei allen Phasen von der Eiablage bis zum Schlüpfen der Jungen dabei zu sein.
Weitere Infos: www.seaturtle.org/mtrg und asenol@north-cyprus.net

Nordzypern Die geringen Entfernungen machen es möglich, dass nahezu alle Punkte in Tagesausflügen erreicht werden können. Wir durchqueren verträumte Dörfer, in denen die Zeit scheinbar stehen geblieben ist, fahren bei Korucam entlang atemberaubender Steilklippen und sehen uns in der Region Güzelyurt von Orangenhainen umgeben, die zur Blütezeit alle Sinne betören und bis zum Horizont zu reichen scheinen. Auf Schritt und Tritt treffen wir auf Jahrtausende alte Relikte der wechselhaften Historie dieser strategisch so wichtigen Insel. Vor allem in den antiken Ausgrabungsstätten von Soli, Agios Trias und Salamis kommen Freunde alter Steine und wunderschöner Mosaike bestens auf ihre Kosten. Wer das Stadtleben liebt, der besucht die Orte Famagusta und Nikosia zum Sightseeing, Shopping oder Bummeln. Neuerdings sind über die verschiedenen Checkpoints sogar Ausflüge in den griechischen Teil der Nordzypern 

Sonnenuntergang Insel möglich. Und Sportler üben sich derweil im Paragliding oder Segeln. Letztlich enden aber unsere Tages-Trips immer wieder an unserem Ausgangspunkt, dem romantischen Küstenstädtchen Girne. Zum Sonnenuntergang flanieren wir durch den Hafen vorbei an ungezählten Segeljachten und zelebrieren mediterrane Lebensart in einem der gemütlichen Cafés. Frische Meeresfrüchte stehen auf der Speisekarte und natürlich alle Arten von leckeren „Mezze“-Vorspeisen, die kein Hauptgericht mehr vermissen lassen. Hier treffen wir auch wieder auf Asim, den Vorkämpfer in Sachen Tauchsport. Wir berichten überschwänglich von all dem Erlebten, den Sehenswürdigkeiten und der großen Gastfreundschaft. Asim nickt. „Ihr scheint Euch ja richtig verliebt zu haben in die Insel! Aber vergesst nicht, hier gibt es noch unglaublich viel zu entdecken – über wie unter Wasser!“

Sandstrände
Gleich ob im Norden, im Westen oder im Osten: Nordzypern bietet an allen Küstenabschnitten Sandstrände, die keine Wünsche offen lassen. Teils sind sie verschwiegen wie kostbare Kleinode, teils weitläufig und von zahlreichen Hotelgästen frequentiert. Die Strände im Westen von Güzelyurt sind teils nur schwer erreichbar aber wunderschön. Viel besser erschlossen sind die Strände im Osten bei Famagusta und im Norden insbesondere rund um den Touristenort Girne.

Golden Sands, Nordzypern


Fast menschenleer sind die teils kilometerlangen und nahezu jungfräulichen Dünenstrände des Karpaz mit dem zweifellos schönsten Strand des Landes „Golden Sands“.

Zypern - die geteilte Insel

Seit dem 20. Juli 1974 ist Zypern in den griechisch-zyprischen Süden und den türkisch-zyprischen Norden geteilt, der Süden ist das international anerkannte Zypern. Der Norden, die Türkische Republik Nordzypern, wird ausschließlich von der Türkei anerkannt. Bis heute hinkt der Wirtschaftssektor Nordzyperns der internationalen Entwicklung hinterher. Verantwortlich dafür war zunächst das Ausbleiben von Finanzmitteln aus Drittländern als Anschubhilfe, internationale Isolation durch Nichtanerkennung sowie das konsequent durchgehaltene Wirtschaftsembargo.

Nordzypern Umgeben von einer scheinbar verständnislosen Außenwelt, müssen die Türken Zyperns mit ihrer anhaltenden Wirtschaftsmisere leben. Helfer in der Not ist die Türkei. Sie gleicht den chronisch defizitären Staatshaushalt aus, gewährt zusätzliche Finanzspritzen und bezahlt Direktprojekte im Infrastrukturbereich. Die Wirtschaftsaktivitäten sind vor allem in der Landwirtschaft (44 % der Exporte, 21 % der Beschäftigten), im verarbeitenden Gewerbe (Lebensmittel, Getränke, Textilien, Bekleidung) und im Dienstleistungssektor angesiedelt. Dazu zählt auch der Tourismus, der wie viele andere Bereiche der Wirtschaft mit den oben skizzierten Problemen zu kämpfen hat. Während der letzten Monate greifen Projekte gefördert von Europa. Mit viel gutem Willen und unerschütterlicher Hoffnung ist inzwischen eine touristische Infrastruktur entstanden, die zunehmend mit den mediterranen Standards mithalten kann. Ob die Teilung und das damit einhergehende Wohlstandsgefälle angesichts der unterschiedlichsten politischen Befindlichkeiten in absehbarer Zeit überwunden Nordzypern werden kann, bleibt unklar. Sollte es aber zu einer Wiedervereinigung kommen, dann sieht der nach dem UN-Generalsekretär benannte Annan-Plan die Schaffung eines Bundesstaates Zypern mit zwei weitgehend autonomen Teilstaaten nach Schweizer Vorbild vor. Und die EU stünde dem Norden unmittelbar mit mehreren hundert Millionen Euro Wirtschaftsförderung zur Seite. Seit der Ablehnung der EU-Mitgliedschaft Nordzyperns durch den griechischen Süden, deutet Vieles aber darauf hin, dass die Trennung dauerhaft bestehen bleiben könnte. Zumindest in Sachen Reisefreiheit hat sich aber seit der überraschenden erstmaligen Öffnung der Grenze am 23. April 2003 viel getan. Inzwischen können sogar Urlauber völlig uneingeschränkt über den Süden einreisen. Somit wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch die touristische Erschließung Nordzyperns abgeschlossen ist, und damit der einzigartige Charme verloren gegangen ist. Noch aber ist es nicht so weit.

Detaillierte Infos und Wissenswertes über Nordzypern hier als pdf Dokument.


Aquanaut Ausgabe 

März/April 2005 © Trudy Thalheimer und Harald Mielke

Mit freundlicher Gemehmigung des Aquanaut Verlags.

Der Nordzypern Artikel erschien im Original in der Aquanaut Ausgabe März/April 2005


Infos

Scapa Flow. Wracktauchen vom Feinsten. Was dort passierte und was man dort betauchen kann - steht in unserem Scapa-Führer. Reich bebildert und mit vielen Infos zum Geschehen vor Scapa Flow findet man hier alles rund um dieses tolle Tauchgebiet.


20.06.2013 09:35 Taucher Online : 222
Heute 3982, ges. 70506671 Besucher
Login:  Autologin: 
Passwort:  
Gast : Registrieren - zur Login-Seite


Deine Bookmarks:
Taucher-News - Kalender - Sichtweiten - Postkarten

Aus unserer Foto-Datenbank:
Und noch über 20.000 weitere Fotos...



Taucher.Net News:


Frohe Weihnachten!
(24.12.2012) Wir wünschen euch allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und natürlich einen guten Rutsch in ein fantastisches und vor allem gesundes Jahr 2013! Wir bedanken uns ganz herzlich bei (mehr)

DiveInside Neu ist online!
(10.12.2012) DiveInside Reloaded! Here we go! Das neue DiveInside ist online und steht allen Taucher.Net-Usern ab sofort mit tollen Reisereportagen, Technik- Medizin- und Biothemen wie gewohnt kostenfrei (mehr)

Berichtsintegration in Google
(04.07.2012) Ab sofort wird die Suche nach Erfahrungsberichten in unserer Datenbank noch einfacher: Google zeigt ab sofort für die Einträge in unserer Datenbank die Anzahl der Berichte und die durchschnittliche (mehr)

Aktuelle Basenberichte:

Eriyadu, Eurodivers
(19.06.2013) Eriyadu für Freitaucher: Insgesamt sehr nettes Team der Tauchbasis. Aber: mit Freedivern kann man dort aber nicht so recht was anfangen. Auch mit einem Brevet Freediving SSI hat man uns kein Blei (mehr)

Extra Divers, Ras Nasrani, M..
(19.06.2013) Wir waren vom 08.06. bis 16.06.13 in der Basis der Extra Divers in Ras Nasrani. HOTEL/TRANSFER: Wir waren nicht im Melia Sinai untergebracht, sondern im ca. 13 Autominuten entfernten Gazahla Beach (mehr)

Aquarius, Hotel Marriott, Hu..
(18.06.2013) Wir waren nun schön öfters zu Besuch bei Aquarius und nun auch schon zum 2 x im Mariott. Die Basis wird super geleitet und es ist fast immer jemand da der deutsch spricht; englisch geht immer. Die (mehr)

Umfrage - Ägypten als Tauchziel

Revolution, Sicherheit, nachhaltiger Tourismus, politische Lage, medizinische Faktoren - viele Punkte beeinflussen die aktuelle Wahl von Ägypten als diesjähriges Tauchziel. Wie sieht das bei dir aus?

  Ägypten bleibt mein Tauchziel No 1.
  Die politische Lage ist mir momentan zu unsicher.
  Ich habe Bedenken, fahre aber trotzdem hin.
  Egal - ich fahre dort sowieso nicht hin.
  Ich habe mich aus anderen Gründen gegen Ägypten entschieden.


Nur Ergebnisse anzeigen

Forum Recht

Auszug aus diesem Forum:


Flugumbuchung durch Airline auf andere Airports
vom 08.03.2013 : Wir haben im Dezember 2012 für Mai 2013 Flüge gebucht Bremen - Hurghada - Bremen. Nun haben wir eine Mitteilung von der Airline ... [mehr]

DAN oder AQUA MED
vom 02.03.2013 : Hallo Meine Frau und ich sind Urlaubstaucher. Also ein bis maximal zwei mal im Jahr für maximal 2 Wochen in den Urlaub, und dort ... [mehr]

Risikolebensversicherung (RL) und Sportrisiken / RL ohne Taucheinschluss
vom 01.03.2013 : Ich habe mich zur Absicherung der Familie nach Risikolebensversicherungen (RL) erkundigt und dabei festgestellt, dass heute schon ... [mehr]




MountainBIKE RoadBIKE UrbanBIKING outdoor klettern CAVALLO AnglerNetz taucher.net planetSNOW