... nach einer Woche in Yap, nun für 2 Wochen Palau...
Palau
Um es gleich vorweg zu nehmen: wer weisse Sandstrände geniessen will, der sollte eine Reise auf die Malediven, Seychellen oder in die Karibik buchen. In wessen Adern aber fast ausschliesslich Taucherblut zirkuliert und wer das ungefähr geilste Tauchgefühl erleben will - der ist auf Palau richtig!
Die erste unserer zwei Wochen verbrachten wir in Koror im Hotel West Plaza by the Sea. Das ist ein einfaches 3-Sterne Hotel etwas abseits des grossen Trubels aber immer noch so nahe dran, dass man das Zentrum von Koror zu Fuss erreichen kann (Abendessen!). Zugegeben - der ersten Eindruck bei der Ankunft war etwas zwiespältig. Wir hatten es uns anders vorgestellt und waren von Yap her natürlich auch verwöhnt. Kein Balkon, sehr steril, das Personal eher distanziert und die Umgebung eben überhaupt nicht ferienmässig. Bei Tag und bei unserer ersten Fahrt durch Koror haben wir aber festgestellt, dass wir mir unserem Hotel eigentlich noch ganz gut liegen. Koror ist nun mal eine Stadt und Hotels, die bezahlbar sind, befinden sich in der Stadt. Es gibt das eine oder andere Ressort, das so etwas wie ein Strand aufweist wie zum Beispiel das Palau Pacific Resort. Allerdings sind die in einer Preiskategorie, die wir (wenigstens für diese Woche) nicht vorgesehen hatten. Ich kann es aber gleich vorweg nehmen: wir würden für eine nächste Reise nach Palau wieder im selben Hotel buchen und das aus folgendem Grund: Man ist den ganzen Tag weg und nur dort, um zu schlafen. Und dafür ist das Hotel alleweil super und ich würde keinen Franken (oder auch Euro) mehr dafür ausgeben wollen!
Wir haben auf Empfehlung von Michael Christ (Tauchertraum) mit Neco Marine http://www.necomarine.com getaucht - ein sehr guter Entscheid! Die Tauchbasis liegt gut und verfügt über eine grosse Flotte von modernen, schnellen und auch lauten Booten (aber laut sind alle Boote auf Palau). Über die Infrastruktur sonst können wir wenig berichten, da die Crew von Neco am Nachmittag das ganze Gerödel mit grossen Karren vom Boot schafft, auswäscht, zum Trocknen aufhängt und am anderen Morgen alles wieder auf das entsprechende Boot bringt. Alles, was man noch selber machen muss, ist die Vollständigkeitskontrolle (es war immer alles da) und das Zeugs an die Flasche hängen (die aber auch schon vor dem Sitz bereit steht). Neco Marine startet früh am Morgen um möglichst vor den anderen an den guten Tauchspots zu sein (wir waren immer vor Fish’n Fins dort…). In der Nebensaison mag das nicht so elementar zu sein. Wir haben aber gehört, dass in der Hauptsaison (Dezember – Februar) ziemlich was los ein soll dort (muss so ähnlich sein wie Jackson Reef bei Tiran im Roten Meer). Das heisst – jeden Tag um halb acht wurden wir im Hotel abgeholt und um 8 Uhr rasten wir bereits mit dem Boot los. Und jetzt kommt einer der beiden grossen Vorteile, die Koror hat: Jeden Tag rast du mit deinem Boot, das ungefähr 16 Personen fassen kann, kreuz und quer durch die Rock Islands! Die Anfahrten sind relativ lange (40 Minuten bis zu einer Stunde). Aber es ist einfach nur schön und ich habe mich wirklich jeden Tag darauf gefreut. Andere Touristen zahlen viel Geld für solche Ausflüge - und du kriegst das Sightseeing-Paket noch so zum Tauchpaket dazu (ok - wir zahlen ja auch viel Geld, aber ihr wisst, was ich meine).
Das Tauchen... sensationell! Es ist mit nichts vergleichbar, was wir bis heute erlebt haben - und wir (4 Schweizer, die zusammen gereist sind) bringen doch zusammen immerhin auch knapp 1600 Tauchgänge an Erfahrung mit. Wir hatten nur einen einzigen Tauchgang ohne Hai. Sonst Fischsuppe pur und immer mit Haien (graue, Weissspitzen- und Schwarzspitzen Riffhaie. Wie in Yap hatten die Taifune, die da über die Philippinen gezogen sind, auch Auswirkungen auf die Wahl der Tauchplätze. Nicht immer konnte am Aussenriff getaucht werden. Das Wetter war teilweise einfach zu schlecht. Allerdings verfügt Palau auch über genügend gute Spots, die einigermassen geschützt sind und dem Taucher ebenso viel Schönes bieten. Und da sind wir beim zweiten grossen Vorteil von Koror. Die Tauchspots sind wirklich und ausnahmslos sehr schön! Highlight - und deshalb von uns wann immer möglich wieder gewählt - war der sagenhafte Blue Corner. Er ist genau so, wie immer wieder beschrieben. Und das Gefühl, bei dieser immensen Strömung einfach am Riffhaken zu hängen und die Fische an dir vorbei ziehen zu lassen - unbeschreiblich. Unser Guide, Nicole (die das übrigens super gemacht hat), hat folgendes über den Blue Corner gesagt:
"Men go to the shopping mall - fish go to the blue corner"
Und genau so ist es! Man hängt an diesem Haken und weiss gar nicht, wo man überall hinschauen soll. Das ist wie 360 Gard Fernsehen. Hinten, vorne, seitlich, unten und oben - überall geht die Post ab. Riesige Fischschwärme, Haifische, Schildkröten und, und, und... ich würde bereits morgen wieder dorthin fahren. Auch hier werden keine Checkdives gemacht und die Buddy-Teams müssen sich selber finden. Die ganze Gruppe taucht mit dem Guide. Die Briefings von Nicole waren gut und nützlich. Grad der Umgang mit dem Strömungshaken ist für viele (auch für uns) neu. Die Anweisungen waren aber klar und man geht mit einem guten und sicheren Gefühl ins Wasser. Die starke Strömung bei den guten Tauchspots spricht unseres Erachtens gegen Tauchanfänger. So 50 TG sollte man unseres Erachtens mindestens auf dem Buckel haben, damit man das Tauchen wirklich geniessen kann.
In der Regel werden 2 Tauchgänge gemacht mit einer Oberflächenpause von einer Stunde. Teilweise verbringt man diese auf dem Boot oder aber auf einer der wenigen Inseln der Rock Islands, die über einen Strand verfügen und für Touristen zugänglich sind. Das wird sehr restriktiv gehandhabt (was wir voll unterstützen). Das hat aber zur Folge, dass man selten alleine ist auf einer solchen Insel. Hauptpublikum auf Palau sind japanische und taiwanesische Touristen. Da kann es doch auch mal sehr laut sein. An diversen Tagen haben wir aber auch 3 Tauchgänge gemacht (heisst einfach, zweimal Oberflächenpause von einer Stunde auf dem Boot). Ist aber kein Problem, da die Boote geräumig sind und für alle einen Sitzplatz bieten. Lunchpakete werden auf Bestellung von Neco geliefert. Man kann auslesen zwischen verschiedenen Sandwiches oder Bentos (kalte Reisgerichten, wahlweise mit Fleisch oder Fisch). Zwei kleine Flaschen Wasser sind für jedermann an Bord. Der Rest wir zusätzlich verrechnet. In der Regel ist man so zwischen 14.00 und 16.00 Uhr wieder bei der Basis. Gleich neben der Basis steht die Drop Off Bar, wo es sich gemütlich abhängen lässt. Und wann immer man bereit ist, fährt einem Neco Marine wieder zurück ins Hotel.
Ein weiteres Highlight war sicherlich auch der Jellyfish Lake! Unbedingt buchen! Auch hier waren wird die ersten am Morgen und hatten den See (mit Ausnahme einer Sequenz von ca. 10 Minuten) für uns alleine. Möglicherweise gibt es um die Mittagszeit, wenn die Sonne höher steht, noch mehr Quallen zu sehen. Das Gefühl, alleine in diesem See zu planschen mit den Millionen von Quallen ist aber einzigartig. Und ich kann euch versichern, ich hätte den Unterschied von einigen tausend Quallen mehr, nicht gemerkt ;-)
Wichtig ist noch die Information, dass sowohl Hotel wie auch Tauchbasis (inkl. Shop) mit Kreditkarte bezahlt werden können. Ansonsten – v.a. auch in diversen Restaurants – muss mit Bargeld bezahlt werden. Bargeldbzug mit EC-Karte ist auf Palau nicht möglich.
Peleliu
Unsere dritte und letzte Woche verbrachten wir auf Peleliu. Die Insel ist bekannt wegen ihrer 2.Weltkrieg-Geschichte. Überall auf der Insel können interessierte die Spuren noch besichtigen. Wir waren aber einfach zu Tauchen und zum „Seele-baumeln-lassen“ da. Und dafür ist nun das Dolphin Bay Resort http://www.dolphinbay-resort-peleliu.com absolut geeignet! Aber auch hier gleich die klare Message: es hat keinen Strand bzw. es hat eine Sandterrasse mit Liegestühlen gleich vor den Bungis, man kann aber nicht baden! Das Wasser ist bis zur Riffkante sehr weit weg und zu wenig tief, zu felsig und überall hat es Seegras, das bei Ebbe übrigens auch nicht so angenehm riecht. Aber so ist Mutter Natur nun halt und wem das nicht passt – die Malediven bieten ein solches Drumherum für weniger Geld! Und bei Voll- bzw. Neumond greifen die Sandfliegen zu Tausenden an! An all den anderen Tagen sind es lediglich die Moskitos – als genug Anti Brumm o.ä. mitnehmen. Es gibt kein Nachtleben auf Peleliu! Man geht früh zu Bett, damit man für all die schönen TG am nächsten Tag fit ist. Wer mit alledem gut leben kann, findet dort ein einzigartiges Paradies! Das Ressort hat nur 7 Bungalows – sprich höchstens 14 Personen. Wir vier Schweizer und ein deutsches Paar waren aber die einzigen Gäste!
Die Bungis sind klein aber fein! Godwin und Mayumi pflegen ihre Anlage mit Liebe und das merkt man. Es stimmt alles, das Personal ist unheimlich nett und das Ganze hat eine familiäre Note. Am Morgen wir ein reichhaltiges Frühstück serviert und für den Mittag gibt s ein äusserts liebevoll eingepacktes Lunchpaket mit einem Sandwich, einer Frucht und einem selbst gebackenen Cookie. Oder man bestellt sich wie schon erwähnt die kalten Reisgerichte (Bentos) – was auch ganz lecker ist. Am Abend wird ein Menü gekocht – asiatische Richtung – und das wird einem dann zur gewünschten Zeit serviert. Und das ist immer sehr, sehr lecker!
Zum Tauchen – auch hier einfach nur toll. Die Peleliu Divers (gehören zum Dolphin Bay Resort) fahren teilweise dieselben Tauchspots an, wie die Tauchbasen von Koror (also auch Blue Corner). Aber Peleliu hat noch eigene Spots, die ausschliesslich durch die örtlichen Tauchbasen angefahren werden. Die Boote sind einfach (aber auch schnell und laut). Da das deutsche Paar wegen eines Ohrenleidens nicht tauchen konnte, waren wir vier die einzigen Tauchgäste… ☺ Für die ganze Zeit hatten wir einen und denselben Guide – Jesse. Er machte seine Sache gut – auch wenn die Briefings hier nicht so üppig ausgefallen sind. Aber nach 2 Wochen Mikronesien kann man sich die Tauchplätze in etwa vorstellen. Den Riffhaken hat man mittlerweile völlig im Griff – denn auch hier wird er bei einigen TG eingesetzt. Peleliu Cut ist fast so gut wie der Blue Corner und auch die anderen Spots sind heiss.
Die Oberflächenpausen werden hier nur selten auf dem Boot verbracht. Taucht man die Spots von Peleliu, dann macht man im Südhafen (künstlicher Hafen aus dem 2. Weltkrieg) Mittagspause. Wen man die Spots in den Rock Islands anfährt, rastet man eine Stunde lang auf einer kleinen Insel mit weissem Sandstrand, die schon fast kitschig schön ist. Das Tüpfelchen auf dem i war immer, wenn Jesse schnell im Palmenwald verschwand und mit frisch geknackten Kokosnüssen wieder zurück kam… Robinson lässt grüssen!
Wir wurden rundum verwöhnt. Die Ausrüstung wird vom und zum Boot geschleppt und auch grad angerödelt. Alles wird am Abend durch die Leute der Basis ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Als Aufgabe für den verwöhnten Gast bleibt nur noch die Kontrolle, ob alles da und gut angeschlossen ist – und das war es immer!
Was wir nicht empfehlen können, ist ein Ausflug mit den Miet-Fahrrädern… Erstens ist es relativ schwer, sich auf der Insel alleine zurecht zu finden, weil es absolut keine Strassenschilder gibt. Und die Bikes sind in einem doch eher schlechten Zustand. Bei uns hat es dazu geführt, dass wir (wie sich schlussendlich herausstellte) am völlig anderen Ende der Insel mit einem platten Reifen gestrandet sind – und das ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang. Vorbeikommende Autos o.ä. sind Glücksache – wir hatten dieses Glück nicht… Aber zum Glück kennt auf dieser Insel jeden jeden und nach einigen Kilometern Fahrt haben wir ein Paar getroffen, das ein Handy dabei hatte und über Bekannte dem Resort melden konnte, wo wir uns befinden. Kurz vor Sonnenuntergang konnten sie uns dann dort aufladen. Ansonsten hätten wir die Nacht wahrscheinlich im Dschungel verbracht.
Auf Peleliu ist nur Bares Wahres – Kreditkarten werden hier nirgendwo akzeptiert. Traveller Checks in US $ gehören zum Bargeld und werden im Hotel akzeptiert. Empfang für ein europäisches Handy gibt’s in Mikronesien grundsätzlich nicht. Zwei von unseren Handys hatten aber während einigen Tagen ein Netz in Koror. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen und einfach damit rechnen, dass man einige Wochen von der Umwelt abgeschnitten ist, was wir als sehr befreiend empfanden.
Fazit: jederzeit wieder und genau so, wie wir es dieses Mal gemacht haben! Absolut geniales Taucherlebnis!
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Bohol Sea Resort, Danao Bea.. (18.06.2013) Ich war im Mai/Juni für 3 Wochen zum Tauchen im Resort ,die Zimmer waren sehr sauber und komfortabel, Essen hat super geschmeckt und es gab immer genügend Auswahl besonders das Frühstück mit (mehr) Studio Bacho, Port d´ Andrat.. (13.06.2013) Nettes Appartementhaus mit zwei Appartements für zwei Personen und für sechs Personen. (1 bzw. 3 Schlafzimmer). Das Haus liegt am Ortsende von Port Andratx in ruhiger Lage an einem Kiefernwäldchen. (mehr) Vista Dragonera, Port d´ And.. (09.06.2013) Das edle Ferienhaus liegt in sehr prominenter Lage direkt im Villen- und Prominentenviertel der Halbinsel Sa Mola. Von der Terrasse blickt mal über Kiefernwälder direkt aufs Meer, die Steilküste von (mehr)
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