Geschrieben am 26.07.2003 von Jürgen Nestler
Bodensee / Überlingen: Bittere Wahrheit - alle Tauchplätze von Totalsperrung oder zumindest Einschränkungen bedroht!!!

Überlingen. Rund um und im Bodensee hat keine andere Wassersportart gegen allgemein unqualifiziert negative Vorurteile und Ufer-Abschottungen mehr anzukämpfen, wie der Tauchsport. Die Laien bekommen vom Geschehen unter der Wasseroberfläche höchstens die aufsteigenden Luftblasen mit – nicht jedoch die Faszination. Deshalb müssen und sollten die Tauchsportler/innen besonders sensibel in ihrem Verhalten am einsichtbaren Ufer sein – doch die traurige Realität? – mehr dazu hier:

Im tauchsportlich vorwiegend uninteressanten Flachuferbereich vom gesam-ten Bodensee gibt es kaum nennenswerte „Highlights“. Attraktive Unterwasser-Felssteilwände sind wahre Seltenheit, jedoch in ausgeprägter Naturschönheit vor Überlingen (anschl. ÜB genannt) vorhanden. Somit zählt das an einigen Stellen felsige Unterwasserrevier direkt vor der Großen Kreisstadt besonders zu den überaus gefragten “Tauchspots“. Speziell am touristisch ohnehin vielbesuchten Kurstadt-Strand herrscht dadurch an den wenigen verbliebenen, jahrzehntelang gewohnten, Einstiegsstellen extrem reger, sowohl rein privater, als auch vereins- und gewerblich-schulischer Tauchsportbetrieb - ein fortwährend intensives Kommen und Gehen, teilweise mit regelrechtem Massenansturm und leider verstärkt kritikwürdig negativsten Begleitumständen – hervorgerufen durch eine Minderheit von Taucher/innen-„Außenseitern“!

Aktuell hat sich die zuvor anerkennenswert duldsame ÜB-Bevölkerung über das verstärkt auffallend rüpelhafte Fehlverhalten durch einige unbelehrbar rücksichtslose Sporttaucher/innen gegenüber ihrer Stadtverwaltung massivst beschwert. Betroffen davon sind erschreckenderweise die Umgebungen aller „Tauchspots“ namens “Tennisplatz“, “Liebesinsel“, “Parkhaus Post“ (Minigolfplatz), “Seezeichen 24“ und “Bau Graf“. Die früher oft frequentierte Einstiegsstelle bei der historisch bedeutenden St.-Sylvester-Kapelle in ÜB-Goldbach wurde schon vor Jahren wegen ständigem Taucherfrevel gänzlich gesperrt.

Neuerdings auffallend zahlreiche Taucher-„Querköpfe“ hielten sich nicht an die vorgegebene Parkplatzordnung und haben ihre Pkws oder Kleinbusse verkehrswidrig irgendwo in klar erkennbarer Verbotszone „reingedrückt“. Sie erzeugten zudem tölpelhaften „Belagerungszustand“ sowie unnötig provozierende Lärmkulisse durch Gebrüll, überlaute „Auto-Disco“ und überflüssige Pressluftgeräusche (z. B. muß die erste Stufe nicht zwingend „angeblasen“ werden). Auch wurden Gruppen beobachtet, die mitten in der Stadt, unerlaubt auf fremden Grundstücken, zwischen den Tauchgängen ihre ärgerauslösenden Grillpartys durchführten! (Schämt euch!!!!)

Diese blindwütig arrogant vollzogenen Exzesse brachten das längst „volle Fass“ bei den Anwohnern verständlicherweise nun zum „Überschäumen“ - inzwischen hat die Stadtverwaltung knallhart reagiert und es fand kürzlich im Rathaus bereits ein erstes akutes, amtliches Krisengespräch statt, wobei das entscheidende im September folgen wird. Fest steht jedoch längst, dass, wie in der Überschrift angedeutet, nun definitiv „Schluss mit lustig“ ist!!

An die Adresse aller „sorglosen Taucher/innen-Rüpel“: ÜB ist rechtlich befugt, unter anderem durch Querverweis auf verbrieften Naturschutz, ein strikt totales Tauchverbot entlang des gesamten städtischen Ufers zu verhängen!!! Entweder greift die Stadtverwaltung zu dieser drastischen Maßnahme oder werden zumindest gravierende Beschränkungen für alle Tauchplätze angeordnet, welche überwacht werden.

Diese kaum fassbare Nachricht wird blankes Entsetzen und einen Aufschrei unter der „schweigenden Mehrheit“ aller Taucher/innen auslösen, die bisher stets immer umsichtig gehandelt haben und sich unbeanstandet an die Ordnung hielten.

„Glutrote Karte“ hingegen an die hirnrissigen Verursacher, die man zurecht als „Froschmänner/frauen“ bezeichnen kann, da sie sich durch ihr „tierisches Auftreten“ selbst disqualifiziert haben! Nur wegen diesen üblen Machen-schaften ist man in ÜB auf die Taucherszene besonders kritisch aufmerksam geworden!!! Da braucht man sich über eine inzwischen ablehnende Haltung nicht zu wundern.

Das zu beanstandende, disziplinlose Handeln dieser Chaoten provozierte nun die behördliche Reglementierungswut. Darunter leidet aber auch stark die Akzeptanz aller Sporttaucher/innen, die nun – völlig schuldlos - um den Fortbestand „ihrer“ Bodensee-Lieblings-Plätze in ÜB bangen!

Dringender Aufruf:

Möglichst alle Taucher/innen müssen im ureigenen Interesse endlich kollegial zusammenwirken (egal welcher Gruppierung) und den sich „falsch verhaltenden Un-Personen" vor Ort sogleich eine ermahnende Belehrung erteilen, statt wie bisher stillschweigend wegzusehen. Natürlich bedeutet dies auch Mut aufzubringen und die gehaltvoll argumentative “Stirn“ zu zeigen. Diesen „Herrschaften“ gilt es, ihren selbsternannten „Freibrief“ zu entziehen. Dazu zählen neben den bereits erwähnten Kritikpunkten auch Beachtung von weiteren Anstandsregeln wie das Abdecken aller Scham mit einem Handtuch, die Beseitigung von verursachtem Abfall, sowie Verzicht auf Urinieren in Privatgrundstücke oder Gewerbeflächen. Leuten die trotz anrüchigem Auffallen uneinsichtig bleiben, vielleicht sogar auf Belehrung frech und trotzig reagieren, kann man zumindest ihr Autokennzeichen notieren – der Rest ergibt sich ...!

Zur Situation in ÜB-West:

Entlang der steilen Uferböschung zwischen Campingplatz ("Campingpark") und der Ex-Fläche vom Tauchcenter “Adventure Diving“ (mehr dazu später) gibt es mehrere „wilde" Einstiegsstellen. Unzählige, teilweise auch sehr weit angereiste UW-Sportler scheuen nicht das Sturzunfallrisiko, sich über mehrere Meter hinweg abzuseilen. Zu verlockend ist die knapp unter der Wasseroberfläche beginnende, zerklüftete UW-Felssteilwand (mit einigen unterhöhlten Überhängen), die bis in etwa 30m Tiefe eindrucksvoll abfällt. Beim beschwerlichen Weg ins und aus dem Wasser besteht am Steilzugang die Gefahr von Sturzverletzungen, wobei für die Stadt ÜB eine ungeklärte haftungsrechtliche Situation besteht, welche die Kommune auch durch einen hohen Sperrzaun für uns negativ lösen kann. Außerdem: Holzumrandung und Uferböschung gerieten durch mancherlei Kletterei-Unachtsamkeit deutlich in Mitleidenschaft.

Ufer-Umgebung an den Tauchplätzen “Bau Graf“ und “Seezeichen 24“:

Passanten, welche sonntags die frei zugängliche, kleine Ausstellungsfläche des Baumarkts (links neben Zufahrt) besichtigen wollen, haben dazu häufig keine Chance, denn sie finden bei angenehmer Witterung oft zwischen den eigentlichen Anbieter-Schauobjekten einen zweckfremden „privaten Bier- und Kaffeegarten“ vor. In geringster Beobachtungs-Entfernung von der vielbefahrenen Uferstraße aus, lassen sich völlig „abgebrühte“ Taucher-Miniclans auf dem Betriebsgelände lagernd demonstrativ nieder. Es fehlt weder die mitgebrachte Camping-Sitzgarnitur, reichlich Proviant zum Essen/Trinken in geselliger Runde, noch das ausgebreitet „präsentierte“ Sport-Equipement. Leider intelligenzmäßig nicht vorhanden: Achtsamkeit und Unrechtsbewusstsein!!

Die berechtigte Kritik am Fehlverhalten dieser puren Egoisten schädigt prinzipiell das Image aller Taucher/innen! Kein umsichtig handelnder Mitmensch kommt auf die verwerfliche Idee auf fremdem Privatgrundstück dort oder irgendwo in Überlingen ein provokant stundenlanges Picknick abzu-halten! Auch das teilweise illegale Abstellen von Fahrzeugen am Straßenrand, sowie in zweiter Reihe innerhalb der Einfahrt zu “Bau Graf“ (freibleibende Pflicht-Feuerwehrgasse), überall zurückgelassener Müll und unangenehmer Geruch durch „freizügiges Open-Air-WC“ sind allgemein in der gesamten Tauchplatz-Umgebung zu bemängeln.

Die Interessenskollision mit den durchaus toleranten Anwohnern (dickes Sonderlob für die fair duldsame Haltung der Geschäftsleitung von “Bau-Graf“) droht sich weiter zuzuspitzen. Im bisherigen „Wohn- und Gewerbemischgebiet“, das nun als Umgebung des neuen Thermalbads zweckdienlich baulich umgestaltet wird, kann bald keine Gelegenheit mehr für die Ausübung des Tauchsports sein. Viele gut gemeinte Aufrufe zu umsichtigem Verhalten wurden/werden ausgerechnet von jenen permanent missachtet, für die sie bestimmt waren/sind. Manche fernab angereiste sind in ÜB nur ein- bis zweimal pro Jahr anwesend und glauben hier ihre „individuelle Show“ ungestraft „abziehen“ zu können!

Es ist aktenkundig, dass im Zuge der Umgestaltung des Areals als Parkplatz-Nutzfläche für das neue Thermalbad demnächst unangenehme Reglementierungs-Maßnahmen durch die Stadt ÜB erfolgen, die letztendlich den freien Zugang für die Taucher/innen zu unterbinden drohen. Deshalb ist es „eine Minute vor zwölf", um noch rechtzeitig einschneidenden Verboten „gegensteuern" zu können!

Insofern wird zu verstärkter, gegenseitiger Wachsamkeit aufgerufen! Was wir jetzt ausüben müssen, ist gemeinsam praktizierte Solidarität, um für die uneingeschränkte Nutzung und Beibehaltung der „klassischen" Tauchplätze in ÜB zu kämpfen – vielleicht sogar im Idealfall eine Verbesserung der Rahmen-bedingungen zu erwirken!!

Welche Veränderungen haben und werden sich in ÜB-West ergeben?

Auf einem Geländeteil vom Strandbad West wird im Oktober 2003 das neu erbaute Thermalbad "Bodenseetherme" eröffnet (www.bodenseetherme.de). Ein kombiniertes Frei- und Hallenbad mit Sportbecken, Welleness- und Saunalandschaft. Die insgesamt 850qm großen Wasserflächen werden durch 36 Grad warmes Thermalwasser aus einer Bohrtiefe von 1.006m gespeist. Nach dieser hohen Bau-Investition, von über 16 Millionen Euro, ist im Budget der Stadt kein Geld mehr für ein eigentlich zwingend erforderliches, unmittelbar angrenzendes Parkhaus vorhanden. Trotz einem mittlerweile eindeutigen Überangebot an landesweiten Thermalbädern werden in der optimistischen ÜB-Kalkulation jährlich rund 300.000 Besucher/innen erwartet (täglich im Schnitt über 800). Somit muß die Fläche zwischen West-Bahnhof (heißt bald Haltepunkt “Bodenseetherme“) und “Campingpark“ als Areal für Parkflächen dienen. Für die Sporttaucher/innen entstehen dadurch einschneidende, nachteilige Konsequenzen. Fakt ist unter anderem, dass das Tauchcenter "Adventure Diving" (Jürgen Wössner, genannt "Wössi") mit seiner vielgenutzten Außenfüllanlage vom bisherigen, idealen Standort verdrängt wurde. (Ladenumzug bereits getätigt / Füllstation bleibt noch bis Ende September 2003 in Betrieb / in Planung: Neue Füllstelle sowohl in Sipplingen, als auch in ÜB – letzterer Standort wird noch gesucht – Anmerkung: Vermutlich sofern kein Tauchverbot verhängt wird?)

Die Stadtverwaltung ÜB war offensichtlich nicht gewillt und fähig dem über-regionalen "Tauchshop-Aushängeschild" adäquate, annehmbare Räumlich-keiten ersatzweise anzubieten, (Info entnommen Homepage www.adventurediving.de) sodass "Wössi" – gezwungenermaßen - nach Sipplingen umzog. Das von ihm bisher angemietete Gebäude wird abgerissen und auf der Fläche entsteht eine neue gebührenpflichtige (?) Parkplatz-Erweiterung für das entfernt benachbarte Prestigeobjekt "Bodenseetherme".

Ebenso muss zu diesem Umgestaltungs-Zweck der angrenzende Baumarkt "Graf" mittelfristig, im Jahr 2007, von dort wegziehen und auch sogar der „Campingpark“ steht eventuell langfristig zur Disposition, da dieser gesamte ufernahe Stadtbezirk zukünftig gestalterisch dem Umgebungsprofil des neuen Thermalbads angepasst wird. (So lautete es glaubwürdig aus gut informierten Kreisen)

Nicht wenigen innerhalb der immer elitärer werdenden Kurstadt ÜB (u. a. einziges Kneippheilbad in BW) sind die Taucher/innen nur ein störendes, lästig empfundenes „Dorn im Auge" auch mangelt es völlig an Sachkenntnis über den Tauchsport, sodass negative Vorurteile vorherrschen welche durch einige Querulanten unter uns, mit ihrem provokanten Auftreten, genährt werden! Hinzu kommt, dass rund um die wenigen Einstiegsstellen leider auffällig oft besitzergreifend „häusliches“ Lagern mit vielen negativen Begleitumständen herrscht. Somit braucht man sich nicht zu wundern, wenn im Zuge der Umgestaltung des neuen "Thermalbad-Stadtteils" in keinster Weise an die Unterwassersportler gedacht wird, man uns nun auszugrenzen beabsichtigt. (Wie schon vor Jahren im Bereich “Goldbacher Kapelle“(Ufer gänzlich abgeschottet) bzw. "Liebesinsel", wo genervte Anwohner die Uferstraße und Parkplätze total sperren ließen oder etwa die drastischen Beschränkungen im gegenüberliegenden „Exklusiv-Ferienort“ Wallhausen). Somit ist unsere offensive Aufklärungsaktion und Eigeninitiative dringend erforderlich...!

Deshalb hoffe ich, dass es mir gelingt, den „Stein ins Rollen zu bringen", die gesamte Taucher/innen-Szene nicht nur auf die drohende Problematik rund um die genannten Tauchplätze hinzuweisen, sondern wir gemeinsam eine Initiative zur Wahrung unserer Interessen starten. Dazu zählt auch, durch gute Argumente – unter Einbeziehung der Medien – den ÜB-Seeabschnitt als Tauchsport-Revier- vielleicht sogar behördlich genehmigt - zu erhalten.

Hochinteressant ist es somit, in die konkrete Planung der Stadtverwaltung Einsicht zu nehmen und mit ihr Gesprächs-Kontakt herzustellen - eine von mehreren Aufgaben der Führungskräfte unserer noch zu gründenden IG "Tauchsport am Bodensee“.

Welche ÜB-West-Aktivitäten sind hauptsächlich durch uns erforderlich?

Unter Einbeziehung der übergeordneten Tauchsportverbände VDST und BTSV sowie ortsansässigen Tauchvereinen, -shops und –schulen, soll die Kreis- und Stadtverwaltung ersucht werden, 1.) Die Ausübung des Tauchsports als festen Bestandteil in diesem Uferabschnitt generell zuzulassen. 2.) Im Zuge der bevorstehenden Areal-Umgestaltung - auch Uferstraßen-verlegung ist in Planung - dort eine oder mehrere Treppen zum See anzulegen, dass die Vielzahl von Taucher/innen völlig legal, gefahrlos und bequem ins Wasser gelangen. (Dieses Privileg genießt man bisher nur als zahlender Gast vom “Campingpark“ oder örtliches Tauchvereins-Mitglied auf eingezäunten Plätzen) 3.) Ebenso wäre es von großer Bedeutung, darum zu bitten, dass in unmittelbarer Nähe eine Toilette, Umkleide-Regenschutzdach und tauchernutzbare Pkw-Parkplätze erstellt werden.

So sprach ein Taucherkollege jüngst davon, dass auf Wössi´s Ex-Mietfläche angeblich ein Busbahnhof entstehen soll, dies wäre völlig konträr zu unserer Sportausübung.

Unser „dankbares“ Entgegenkommen:

Als bereitwillige Gegenleistung unsererseits ist zum Beispiel ein Abfallbeseitigungs-Wochenende im Spätherbst und Frühjahr unter dem Motto „Taucher/innen säubern den ÜB-Promenaden-UW-Uferabschnitt“ denkbar.

Deshalb meine Idee, dass schnellstmöglich eine breit angelegte PR-Tauchsport-Aktion vor Ort stattfindet (u. a. Gespräche mit eingeladenen Verwaltungsvertretern von Regierungspräsidium, Landkreis, Stadt und Medienreportern über die Besonderheit dieser im Bodensee seltenen UW-Felssteilwände) und wir über einen Zeitraum hinweg, eine Unterschriften-Sammlung für die ungehinderte Nutzung der Tauchplätze als erhaltenswerter "Unterwasser-Naturpark" durchführen, deren Auflistung beim Ober-bürgermeister von ÜB und anderen amtlich Kompetenten zur Kenntnisnahme eingereicht wird. Dadurch soll der Stadtverwaltung auch verdeutlicht werden, warum wir gerade an diesen attraktiven, besonderen Steilwänden und nicht irgendwo im überwiegend vorhandenen langweiligen Flachwasser woanders ( z. B. im beschaulichen KN-Litzelstetten tauchen), somit auf die Beibehaltung der Nutzung angewiesen sind. Die Vielzahl an geleisteten Unterschriften würde unter anderem auch eindrucksvoll dokumentieren, dass die Sporttaucher/innen von bisher unvermutet beachtenswert wirtschaftlich-touristischer Bedeutung für die Stadt sind. Mehr noch: Für die speziell oft von weit anreisenden Tauchsportler aus dem gesamten Bundesgebiet und vom angrenzenden Ausland, besitzt Überlingen ein unverzichtbar besonderes Tauchsport-Gewässer, das nicht, infolge drastischer Fehleinschätzung der ÜB-Verwaltung, „verloren gehen“ darf!!

Nochmals zusammenfassend:

Ziel der IG: Abwendung des drohenden Tauchverbots – Mitsprachrecht bei der Beschlussfassung neuer Tauchplätze-Reglementierungen. Die zuständige Kreis- und Stadtverwaltung soll ersucht werden, wesentliche Belange des Tauchsports in ihre Seenutzungs- und Ufergestaltungs-Planungen zu integrieren. Wir bitten insbesondere um - a) weiterhin ungehinderte Sportausübung im Bereich der gewohnten Steilwand-Tauchplätze - b) Verbesserung der Zugangsmöglichkeit durch Ufertreppen-Neubau im Bereich der Einstiegsstellen “Bau-Graf“ und “Seezeichen 24“ - c) ergänzend zu den bald entstehenden Thermalbad-Pkw-Parkflächen ein WC mit Außen-Vordach (Umkleidemöglichkeit bei Regen).

Schlussbemerkungen

Man hat oft den Eindruck, die markante Ferien- und Kurstadt am See ist sich ihrer herausragenden Bedeutung als "Tauchsport-Dorado" überhaupt nicht bewusst – wie käme es beispielsweise ansonsten zum praktizierten „Schildbürgerstreich“ dass an den renovierten Ufertreppen beim Minigolfplatz (benutzt von unzähligen Taucher/innen) die beiden untersten Stufen „vergessen“ wurden?! Somit die UW-Sportler nur sehr erschwert und riskant ins und aus dem Wasser gelangen?! Wir sollten und müssen aktiver werden um bekanntzugeben, dass die besonderen UW-Felswände eine echte ÜB-Wassersport-Attraktion und kein überflüssiger „Wegwerfartikel“ sind, sodass man die Sporttaucher/innen als willkommene, aktive Gäste betrachtet, die nicht ausgrenzt sondern allgemein toleriert werden. ÜB hat durch die Existenz seiner UW-Landschaft auch viele Vorteile, die es durch die Stadtverwaltung und seine Bevölkerung zu erkennen, aber vor allem auch zu fördern gilt! Zitat aus einer Werbeaussage der Stadt: ...wir sind interessanter Ferienort für erlebnisorientierte Besucher ...! Anmerkung: Tauchen entspricht dieser Offerte – oder sind etwa doch hauptsächlich betagtere, zahlungskräftige Kurgäste besonders erwünscht?

Letztendlich müssen wir dringlich auch in allen Tauchsport-Publikationen wie “tauchen“, “unterwasser“, “Aquanaut“, “Sporttaucher“ und Internet-Taucherforum einen deutlich lesbaren Aufruf an die breite Vielzahl an Taucher /innen veröffentlichen. Ein deutliches Tauchsport-Verbands-Rundschreiben für sämtliche süddeutschen Vereine und deren Mitglieder ist von größter Wichtigkeit. In ÜB tätigen wir gemeinsam eine Info-Flugblatt-Verteilung an die vor Ort befindlichen Taucher/innen. Diese Info-Blätter gilt es aber auch weiter zu streuen an alle umliegenden Tauchshops, -schulen, und überall wo sich Taucher/innen häufig treffen. Wichtig ist außerdem die persönliche Kontaktaufnahme innerhalb der gesamten Szene unter dem Motto: Weiterhin “Tauchsport am Bodensee“ – dieses Thema betrifft uns alle!

Bedanke mich besonders dafür, dass dieser Beitrag in voller Länge mit Aufmerksamkeit gelesen wurde! Insgesamt bin ich sehr auf vielfältige Reaktionen der Szene gespannt - ob überhaupt welche kommen und wie sie ausfallen. Vielleicht war und ist es noch nicht zu spät, wenn es um ÜB als erhaltenswertes „Taucher-Mekka“ am und im Bodensee geht!

Allzeit gut Luft - Dankeschön für sachliche Kritik, Anregungen und Mitwirkung!

Es grüßt herzlichst Jürgen Estler

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