Geschrieben am 21.11.2004 von Jonas
Reisebericht , Sardine Run

Juni 2004, Port St. Johns, Südafrika. Durch die Hochebene von Umtata biegen wir rechts ab gegen Osten, der Küste entgegen. Die Landschaft ändert sich dramatisch von einer steppenähnlichen Hochebene fallen urplötzlich tiefe Schluchten und Canyons hinab ins Tal. Von ca. 1000 Metern über normal Null fällt die gut ausgebaute Strasse innerhalb von wenigen Kilometern auf Meeresspiegelniveau ab.
Die Wild Coast, so nennt sich die Küstenstrecke zwischen nördlich von East London bis ca. Port Sheperstone. Dieser Name kommt nicht von ungefähr, Stürme, Fluten und extreme Wellen prägen die Küste, die zum Teil steil hinab in Meer abfällt.
Endlich erreichen wir die engste Stelle der Schlucht in die der Umzimvubu fliesst, steil fallen die Berge, Mt Thesinger und Mt Sullivan fast 500 senkrecht zum Fluss hinab. Eine beeindruckende Landschaft, eingebettet in subtropischen Urwald mit all seinen Besonderheiten, wie z.B. riesigen Bäumen, exotischen Tieren und einem besonderem Flair.
Der Ort Port St Johns ist eigentlich ein kleines verschlafenes Nest, in dem die Zeit irgendwann stehen geblieben ist.
Port St Johns bietet einige Restaurants und ist bei Backpackern beliebt, entsprechend einfach sind die Unterkünfte. Die Menschen der Stadt leben primär durch den lebhaften Betrieb an den Wochenenden durch einheimische Angler und Flyfischer, die hier am Fluss ihrem Hobby frönen. Eine besondere Saison, die ursprünglich auch durch die Fischer ins Leben gerufen wurde, ist der Juni, denn hier findet der Sardine Run statt.
Erst seit wenigen Jahren ist es möglich, als Taucher den Sardinenschwärmen zu begegnen.
Logistisch ein enormer Aufwand, denn Kompressoren, Flaschen, Boote, Tauchausrüstung und Personal müssen von weit hergeholt werden und alles muss vorbereitet sein, wenn die ersten Taucher und Schnorchler erreichen.
Eine weitere Schwierigkeit stellt der Zugang zum Meer da, denn die Wild Coast verdient ihren Namen zu recht, unberechenbar hat man leicht in einer Woche alle erdenklichen Meeresbedingungen von spiegelglatt bis hin zu mäßig stürmisch mit Wellen von 10 Metern.
Sichtweiten schwanken ebenso wie Wassertemperaturen.
Die Ausfahrten mit den Schlauchbooten, die mit bis zu 12 Personen besetzt sind, erfolgen durch den uuuRiver hinaus durch die einfließende Flut und sind somit auch an die Gezeiten gebunden. Einmal auf See können die Boote erst zur nächsten einfließenden Flut wieder zurückfahren, so entstehen leicht 6-8 Stunden Bootsfahrten, gefolgt von Schnorcheln und Tauchen, suchen und finden von allem, was ein Taucherherz begeistert:

Delfine, Buckelwale, Haie, Albatrosse und Tölpel, mit Glück Orcas und Seelöwen, Pinguine und natürlich Sardinen!

Die Sardinen treffen hier irgendwann zwischen Mitte Mai bis Mitte Juli ein und bilden Schwärme, die bis zu 10 km² gross sein können.

Wir checken erst mal in unserem Hotel ein und haben das erste Meeting am Abend beim Abendessen, hier wird Rainer Schimpf, von Expert-Tours, das Briefing abhalten und uns erklären, wie wir hier mit Erfolg am Sardine Run teilnehmen.

Das Briefing, das Rainer Schimpf persönlich vorträgt, gibt uns einen Überblick, wie unsere kommenden Tage in der Theorie aussehen.
Ausrüstung wird an Land zusammengebaut, gecheckt und dann von einem Helfer auf unser Schlauchboot getragen, das im Umzimvubu Fluss am Ufer befestigt ist. Ein ca. 9 Meter langes Schlauchboot mit 2 Außenbordmotoren, die bekannteste und beliebteste – da beste – Option, um in Südafrika zu tauchen.
Weiter im Briefing wird durch Rainer dargelegt, wie ein „Sardine Run Tag“ aussehen kann:
...wir fahren mit unserem Boot und Ausrüstung bei richtigem Gezeitenstand am Fluss ca. 2 Kilometer stromabwärts, um dann durch die zum Teil recht hohe Brandung ins Meer zu fahren. Dort geht die eigentliche „Arbeit“ los, denn ab jetzt wird der Skipper Louis und Rainer für uns nach „Action“ Ausschau halten.
Action sind Vögel, in der Regel Tölpel, die sich am Himmel versammeln und dann gemeinsam in Schwärmen vom Himmel ins Meer stürzen, um Sardinen zu jagen, oft begleitet von Delfinen im Meer, die ebenso nach Sardinen jagen.
Ebenso suchen wir nach Walen, meist Buckelwale, die sich entweder durch ihr Ausatmen, also durch eine Fontäne, verraten oder durch ihr Breachen – sprich das Springen der Wale, das eine riesige Wasserfontäne hervorruft, die weithin sichtbar ist. Auch von Interesse sind natürlich die riesigen , bis zu 1.000 Tiere zählenden Schulen von Delfinen.
Es gibt also keine Langeweile auf See, denn wir suchen ständig mit unseren Augen nach allen aufgezählten Anzeichen.
Soweit das Briefing, mal schauen wie es in der Realität wird, natürlich gibt es einen bestimmten Grund, warum wir mit Rainer fahren, denn eine seiner Spezialitäten sind Haie, und diese stehen hoch auf unserer Wunschliste.
Rainer hat speziell für den Sardine Run eine ungewöhnliche Technik entwickelt, um Haie anzulocken, Einzelheiten und Zusammenhänge will er nicht preisgeben, nur soviel: einige kleine gefrorene Sardinen, ein Trapez, sowie Geduld.
Seine Videos beweisen beeindruckend den Erfolg.

Da, wie bereits im Briefing erwähnt, die Abfahrt des Bootes von den Gezeiten abhängig ist, und sich täglich ändert, bedeutet dies für uns heute eine kurze Nacht.
5.00 h Frühstück, 5.45 h sind wir auf dem Boot und es geht endlich los!
Noch im Dämmerlicht, denn in Juni herrscht in Südafrika Winter, fahren wir der Brandung entgegen. Es ist ca. 15 Grad und wir tragen bereits alle unsere Anzüge, die alle zwischen 5 und 7 mm dick sind – und das ist auch zu empfehlen.
An der Flussmündung angekommen, blickt Louis lange auf die Wellen bevor er Gas gibt und das Schlauchboot zügig durch die Wellen in den Indischen Ocean manövriert.

Endlich auf See, lange habe ich mich auf den Sardine Run vorbereitet, Videos angeschaut und gelesen, bisher ist alles besser als ich es mir vorstellen konnte, mal schauen wie das Ganze im Wasser wird.

Wellen, Seegang, Wassertemperaturen, Sichtverhältnisse und die Sardinen, all diese Punkte sind Naturereignisse, die absolut unvorhersehbar sind, wir alle sind gespannt......
Nicht lange dauert es und wir sichten den ersten Vogelschwarm, gefolgt von Delfinen.
Schnell ziehen wir unsere Flossen und Masken an und sind auf das „go“ Kommando von Louis und Rainer gespannt....
Go!!! Und wir alle sind im Wasser. Endlich! Relativ klare Sicht, ca. 20 Grad Celsius und da kommen schon die ersten Schatten auf uns zu: Tümmler – Delfine – sie jagen nach den Sardinen, die in ca. 10 Meter Wassertiefe unter uns herumschwimmen, das Wasser ist voller Schuppen, hervorgerufen durch die Vögel – meist Tölpel – die sich aus der Luft ins Meer stürzen und die Delfine, die die Fische essen.
Ein einmaliges tolles Erlebnis, schnell ziehen Fische, Delfine und Vögel weiter und wir alle steigen wieder ins Boot, um dem Happening zu folgen...
Schnell erkennen wir, was Rainer und Louis meinten, als sie uns im Briefing mitteilten, dass einige Situationen recht schnell entschieden werden, wenn es darum geht, vom Boot ins Wasser und wieder aufs Boot zu steigen....
Ja, am Ende des Tages werden wir alle wissen, was wir den ganzen Tag gemacht haben.
Aber wir genießen es alle und eines ist gewiss, genau aus diesem Grund sind wir alle hier: Action!

Etliche Male sind wir ins und auf s Boot und haben viele Hunderte Delfine im Wasser und neben dem Boot gesehen. Zeit für eine Pause!?

Nicht wirklich, denn während wir uns hungrig über die Sandwiches und Getränke hermachen, bereitet Rainer schon den nächsten Punkt vor – Tauchen.

Tauchen ist hier immer etwas spezielles viele Riffe sind absolut unbekannt und egal wo und wie man ins Wasser gleitet, es ist ziemlich sicher, dass man der allererste ist!

So erreichen wir das bereits im GPS abgespeicherte Riff, das unsere Guides bereits im Vorfeld erkundeten. Hier an der Wild Coast ist der Alghullas Strom recht nahe und häufig direkt an den Riffen. Dies bedeutet Artenvielfalt von tropischen Korallen bis hin zu „Strauch-Kelb“. Hier die Vielfalt Südafrikas unter Wasser zu erkennen.
Die Sicht ist mässig mit ca. 8 Metern, ideal so meint Rainer jedoch, um die hier auch heimischen Sandtigerhaie zu sehen. Wir machen uns nach dem Essen fertig und lassen uns rückwärts von den Schlauchbooten ins Wasser fallen, am Bug treffen wir uns alle, um gemeinsam auf die versprochenen 21 Meter abzutauchen. Schon beim Abstieg wird klar, dies ist kein Tauchgang wie im Roten Meer, Strömung – die angekündigt war – macht es uns nicht leicht, alle zusammenzubleiben, aber unsere erfahrenen Tauchguides Rainer und Louis meistern diese „Kleinigkeit“ ohne Tadel und alle kommen sicher auf der Riffkante an...

OK an alle, antwort alles OK; das Tauchen kann beginnen. Rainer sagte ausdrücklich, dass, wer Sandtigerhaie hier sehen will, grundorientiert tauchen muss. So halten wir uns an das Briefing und gleiten mit der Strömung gemütlich über das bunte Riffdach. Keiner von uns hat jedoch viel Zeit und Muße, das bunte und vielfältige Riff zu bewundern, denn wir alle wollen nur das eine:

Haie!

...und diese lassen nicht lange auf sich warten, hinter der Riffkante ist eine Art Canyon, der parallel zur Riffkante ins tiefere Meer hinausführt. Rainer taucht direkt in den Canyon ab, grundorientiert, fast schleift sein Jacket am Grund, und plötzlich, aus dem Nichts, ein Hai!
Rainer zeigt den Sandtigerhai an und deutet an, dass alle es auch sehen, ruhig weiterzutauchen.
Nahe kommt der Hai auf uns zu, prächtig anzusehen mit seinen stattlichen 3 bis 3,5 Metern. Gemütlich „schlendert“ er durch den Canyon, als wolle er sein Revier markieren.
Alle geniessen den Anblick und so, wie er erschienen ist, verschwindet der Hai im Nichts. Noch eine Weile beäugen wir das Riff mit all seinen Kreaturen und Fischen, bis wir gemeinsam an der Boje auftauchen. Oben erwartet uns Louis auf dem Boot und hilft uns beim Einstieg.

Ein Toller Tag am Sardine Run geht zu Ende. Abends gibt es ein üppiges Abendessen und Wein. Müde fallen wir alle so gegen 21h ins Bett. Da in Südafrika im Juni Winter ist, wird es bereits um ca. 17.30 dunkel, und so erscheint uns allen 21h als Mitternacht – schliesslich geht’s morgen früh um 7.00h wieder mit dem Frühstück los!

Fertig mit dem Frühstück geht’s aufs Boot, Tauchsachen zusammenbauen. Dann ab in den Fluss mit dem Boot gen Flussmündung, durch die heute mässige Brandung raus aufs Meer.

Nicht lange und wir entdecken eine kleine Gruppe von Buckelwalen. Diese haben sich von weitem schon verraten, denn die Tiere springen aus dem Wasser und hinterlassen weithin sichtbar Wasserfontänen. Die Schwierigkeit besteht nun darin, sich den Tieren zu nähern, ohne diese zu verjagen oder zu verängstigen, so folgen wir den 4 Exemplaren in ca. 400 Metern Entfernung einige Zeit, diese tauchen immer wieder für längere Zeit ab, um dann an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Offensichtlich befinden sich die Tiere auf Wanderung in ihre Brutgebiete südlich von Madagaskar. Immer wieder „breachen“ – springen die Wale, dies ist sowohl Spass als auch dient der Beseitigung lästiger Parasiten.
Endlich lässt sich eine Regelmässigkeit im ab- und auftauchen erkennen, wir folgen den Tieren jetzt schon 2 Stunden und nun erst besteht die Möglichkeit, mit dem Schnorchel bewaffnet ins Wasser zu gleiten, um zu hoffen, dass die Riesen - mit ca. 20 Tonnen eher kleine Riesen – im Vergleich zu ihren Verwandten – unter uns auftauchen.
Vergebens.
Es gestaltet sich als schwierig, die Tiere an uns zu gewöhnen, erst beim 4. Anlauf und nach weiteren 2 Stunden gelingt es uns, die Tiere im Wasser unter uns zu sehen, wie schwerelos gleiten die Wale mit extremer Eleganz und Majestät durchs Wasser. Nichts auf der Welt ist beeindruckender, als der Anblick eines Wales unter Wasser.
Alle sind beeindruckt. Es hat sich schon alleine wegen dieses Ereignisses gelohnt, alle Strapazen auf sich zu nehmen und hierher zu kommen.

In der Ferne sehen wir Bewegung. Vögel kreisen in der Luft. Schnell reagiert der Skipper Louis. Los geht es mit dem wendigen Schlauchboot und den 2 mal 85 PS bis zu 60 km/h schaffen wir bei ruhiger See.
Kurze Zeit später sind wir mitten im Geschehen, hunderte von Vögeln, meist Tölpel, die von Süden den Sardinen gefolgt sind. Die Besonderheit der Tölpel liegt in ihrem Knochenbau bzw. den Bandscheiben in den Halswirbeln, diese bestehen aus Luftpolstern, die es den Vögeln erlauben, mit hoher Geschwindigkeit aus der Luft ins Wasser zu schiessen, um Fische – Sardinen – zu erbeuten.
Auch unter Wasser bewegen sich die Tölpel sehr geschickt, sie verwenden ihre Flügel als „Flossen“ und bewegen sich wie in der Luft auch unter Wasser fort.
Alle diese Vögel, jetzt erkennen wir auch Delfine, schnell machen wir uns zum Schnorcheln bereit und ab in Wasser.....
Neben uns schiessen die Tölpel in Wasser. Bis zu 8 Meter tauchen diese ab, Delfine gleiten zwischen unseren Beinen hindurch, am Rande der Sichtweite, tief unten, in ca. 12 Metern Tiefe, erkennen wir auch die Schatten einiger Haie. Sardinen?
Wir sehen keine, alle die Beutejäger und jetzt wir...weg sind sie.
Pause, wir dümpeln auf der Oberfläche herum, Langeweile?? NEIN keine Frage,
Rainer und Louis haben schon wieder einen Trumpf in der Tasche, jetzt geht’s auf Haie!

Eine Spezialität von Expert-Tours, der Firma Rainer`s, denn viele seiner Kunden ausserhalb des Sardine Runs kommen auf seine Touren nur wegen der Haie und im Laufe der Zeit hat er seine eigene Technik entwickelt, Haie anzulocken bzw. aufzuspüren. Wir verlassen uns ganz auf seinen Instinkt und warten geduldig ab.
Geduld ist eine Tugend, die man unbedingt mitbringen sollte; hat man diese nicht, wird Rainer euch Geduld lehren, denn es lohnt sich – in den allermeisten Fällen!
Einige Zeit vergeht, dann gleitet Rainer vorsichtig ins Wasser, mit Flossen und Schnorchel bewaffnet, und schaut, sich am Boot festhaltend, nach unten...dann das Kommando: HAIE!

Nun bereitet er mit Louis gemeinsam sein „Reck“ vor eine Boje, Seile und 2 Stangen auf 10 und 15 Metern, die mit Blei beschwert abgehängt werden.
Briefing: Anziehen, Buddycheck, langsam ins Wasser gleiten, gemeinsam an den Seilen abtauchen, min. 10, max. 15 Meter, die Stange nicht verlassen, auf das Kommando von Rainer achten! Ende des Tauchgangs, wenn der erste 50 Bar erreicht!
OK?? Alle OK!!
Los geht’s! Langsam gleiten wir gespannt von dem Boot, Rainer sagte Haie – aber was bedeutet „Haie“? 2? 4? 10? Wir werden`s ja gleich sehen....
Auf 15 Metern angekommen bin ich zuerst über die heute hervorragende Sicht von gut 25 Metern und den fast 22 Grad Celsius Wassertemperatur angenehm überrascht Jetzt musss sich, wie Rainer schon sagte, das Auge erst mal an das Unterwasserlicht gewöhnen.
Schon von Anfang an zeigt Rainer mit ausgestrecktem Arm in verschiedene Richtungen, um uns Haie anzudeuten, und ja tatsächlich, ich erkenne Schatten!
Immer mehr und mehr Haikörper schälen sich aus der Umgebung hervor, Zahlen, nun schwierig, die Haie kreisen um uns und um so ruhiger wir alle atmen, um so näher scheinen sie zu kommen. Aus 20 Meter Entfernung werden 15 dann 10 und jetzt sind wir bei bis zu 5 Metern angekommen.
Zahlen, nun jetzt wird es deutlich, es sind viele, sehr viele, später auf den Videofrequenzen wird deutlich, es waren Hunderte, ja auf einem Standbild sind sicherlich 90 Haie auf einmal zu sehen, und dies ist nur ein Blickwinkel!
Absolut fantastisch! Die Haie kreisen uns ein, mehr und mehr schälen sich aus der Umgebung und niemand von uns hat je zuvor so viele Haie auf einmal gesehen.
Es handelt sich primär um Kupferhaie und Schwarzspitzenhochseehaie, aber auch einige Bullenhaie sind mit von der Partie.
Fast 45 Minuten sind wir nun unten, jetzt geht einigen die Luft aus und wir steigen zurück auf das Boot, erstaunlicherweise folgen uns einige Haie bis an die Oberfläche und kreisen noch einige Zeit ums Boot.
Wir sind alle begeistert, ein weiterer unerwarteter Aspekt während des Sardine Runs, der uns absolut gefällt!
Am Abend, zurück im Hotel, beäugen wir gespannt die Videosequenzen, die gedreht wurden, noch nie zuvor hat jemand hier an der Wild Coast oder sonst wo in Südafrika mit so vielen Haien getaucht!

Morgens 6.00h Frühstück, Wind und Regen, und dennoch: fast alle gehen mit aufs Boot. Wellen, ja hier gibt es richtige Wellen, bei Wind, so wie heute sprechen wir von „gesunden“ 5 Meter Wellen auf See!
Da kommt Freude auf.... Die Fahrt auf See durch die Flussmündung ist atemberaubend und unser Boot kommt als einziges durch! Hurra an den Skipper.
Draussen suchen wir in gewohnter Manier die Küste und das Meer nach „Action“ ab.
Delfine - Common Dolphins - sind schnell gefunden, rein in die Schnorchelausrüstung und ab geht’s ins Meer. Viele, ja ca. 200 Delfine, sind um uns herum, spielen neugierig und beäugen uns in ihrer Welt geschmeidig mit beachtlicher Geschwindigkeit und unendlicher Eleganz sind wir mittendrin, wie „Familienmitglieder“.
Nahe kommen die freundlichen Gesellen an uns heran und wir alle haben riesig Spass. Wenn die Delfine weitergezogen sind, steigen wir wieder an Bord, folgen den Delfinen und steigen mit geräumigen Abstand vor den Delfinen wieder ins Meer. Dies wiederholt sich einige Male an diesem windigen Vormittag. Da der Wind aus nordost bläst, bringt er den Alghullasstrom nahe an uns heran, Sichtweiten von +20 Metern, super!

Am Nachmittag machen wir einen Ausflug zu den Magwa Falls nahe Lusikisiki. Die Wasserfälle haben sich einen spektakulären Ort ausgesucht. Die Hochebene öffnet sich und aprupt bildet sich eine Schlucht, die fast 90 Meter senkrecht abfällt, V-förmig und mit Weitblick zum 20 km entfernten Meer. Einige Dörfer der heimischen Qosa im Hintergrund.

Eine Woche haben wir gebucht über ORCA Reisen, 2 oder 3 wären auch möglich gewesen, aber Zeit und Arbeit drängt, hier ist wie der Werbeslogan vom Südafrikanischen Fremdenverkehrsamt schon sagt, „Die Welt in einem Land vereint“ und dies stimmt 100%.

Raus auf See, der letzte Urlaubstag, morgen geht’s zurück zum Flugplatz.....
Wale, Delfine, Haie, Vögel, Riffe was noch will man hier denn sehen? Ach ja, Sardinen! Nun, ehrlich gesagt, vermisst haben wir diese Fische nicht wirklich, denn alles, was wir sahen, war einmalig und fantastisch!

Draussen auf See folgen wir das letzte mal den Vögeln - den Tölpeln – und, da endlich, Schatten im Wasser – Sardinen???
Schnell in die Ausrüstung, abtauchen auf 15 Meter, ohne Seil, die Gruppe bleibt nahe beisammen, die Bedingungen stimmen – die kalte Strömung mit dem planktonreichen Wasser ist da!
17,5 Grad Wassertemperatur, grüne Umgebung mit ca. 5 Meter Sichtweiten – Sardinenwasser!

Ja da! Ich erkenne sie! Sardinen, Haie und Delfine schiessen an uns vorbei, endlos vergeht die Zeit lange beobachten wir das Spektakel Flucht der Sardinen.....
Doch was ist? - plötzlich ist alles vorbei. Vögel, Delfine, Haie und Sardinen wie vom Meer verschluckt, einfach weg.

Am Nachmittag des darauffolgenden Tages stehen wir am Eingang des Flugzeugs und wissen, wir sind nicht einfach weg, wir kommen wieder! Der Sardine Run 2005 wird uns auch erleben.

..mehr infos unter www.expert-tours.de

Kupferhai
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Weiss Hai Sichtung
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