Hier berichteten wir täglich von der Boot 2010 - wir haben für Euch alle Infos in Form eines Blogs und unseres DiveInside Magazins bereitgestellt. Jeder Tag wird von uns sehr detailliert beleuchtet.
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Boot 2010
Infos und News
Es ist geschafft! geschrieben am 02.02.2010 um 09:05 Uhr von Armin
Wir sind wieder zu Hause. Abgekämpft, müde aber mit tollen Eindrücken werden wir uns erst mal ein paar Tage ins Bett legen und ausruhen.
Auch wenn wir die infos nicht immer pünktlich einstellen konnten - es folgt unser gebündelter Erfahrungsschatz der boot 2010. Viel Spaß beim Lesen!
To boot or not to boot? geschrieben am 02.02.2010 um 09:01 Uhr von Harry
Wie wichtig ist die Präsenz auf Europas größter Wassersportmesse? Klar: Den bestehenden Kundenstamm Bauchpinseln und Neukunden akquirieren ist wichtig. Die Messe kostet aber richtig Geld und kaufmännisch muss sich das rechnen. DiveInside fragte Aussteller, Besucher und Verweigerer nach ihren Gründen für Messetrubel oder Abstinenz.
Jaqueline Z. kommt seit 2006 jedes Jahr mit ihrem Bruder zur boot. „Der weite Weg ist es uns wert, da wir auch befreundete Taucher treffen und gehörig feiern wollen“, so die Schweizerin. Weitere Gründe sind Treffen mit den Machern von Taucher.Net und diese mit Süßigkeiten aus der Schweiz zu verwöhnen. Besonders wichtig sei es ihr, „nette Menschen wie Evi vom Taucherschmuck, Cici von Seawolf oder Petra und Mike aus Nuweiba zu treffen“. Die vielen vertretenen Basen ermöglichen ihr, den Tauchurlaub genau zu planen. „Bei den Ramschständen finde ich auch immer wieder ein nützliches Teil“ verriet sie uns.
Helmut Debelius, taucherisches Urgestein vom IKAN-Unterwasserarchiv, konnte sich 2010 von „Helm´s Clam“, seinem önologischen Altersruhesitz, losreißen und kommt. Abu el Samak, der „Vater der Fische“ wollte sich zwar zurückziehen, aber ganz ohne die Messe geht es wohl doch nicht. Willkommen zu Hause!
Norbert Probst ist Stammgast, seit 1984 kommt er nach Düsseldorf. „Erst zwei Mal konnte ich wegen einer Reise nicht zur Messe kommen“ erzählt der Unterwasserfotograf. „Es ist der einzige Szenetreff, da muss man natürlich mit dabei sein“. Gespräche führen, Aufträge anbahnen und sich über Neuigkeiten informieren sind für den Nürnberger weitere Gründe für das Erscheinen. Armin´s Dive Team aus Phuket kommt nicht. „Bei uns ist jetzt Hochsaison und wir tauchen persönlich mit unseren Gästen.“ Zudem fehle das Kleingeld für den Trip, teilte er uns per E-Mail mit.
Wolfgang Pölzer meint kurz und bündig: „Weil ich eine Fotoaustellung in Halle 4 auf Stand A02 habe.“ Das freut uns, veranstalten wir diese doch gemeinsam mit der Zeitschrift „unterwasser“ und unterstützt durch die Messegesellschaft sowie durch die ägyptische CDWS (Chamber of Diving and Watersports).
Daniel S. aus Düsseldorf wird nicht zur Messe kommen. „Mein Flugplan lässt mir einfach keine Zeit“ teilte uns der tauchende Steward per Email aus Tokio mit. In den wenigen Tagen zu Hause werde er seinen Jetlag pflegen und die Zeit mit seiner Freundin und Rotwein verbringen.
Erich Altrichter von „Seastar“, Österreichs größtem Tauchshop, meinte nur bescheiden: „Weil wir zum sechsten Mal für den tauchen-Award nominiert wurden“. Danach verschwand der Wiener ungewohnt wortkarg.
SAM´s Reisen ist dagegen nicht vor Ort: „Wir haben dafür jede Menge Specials zur Messe bei uns auf den Onlineseiten im Angebot und denken, dass das Geld so besser investiert ist.“
Für Harald Hois (Oberösterreich Werbung, Stand A60) ist Europas führende Wassersportmesse ein Pflichttermin. „Wir sind der Meinung, dass ein persönlicher Handschlag durch keinen Mausklick ersetzt werden kann.“ Die Oberösterreicher pflegen in Düsseldorf intensive persönliche Kontakte. „Viele unserer Gäste kommen zur Messe, um für dieses Jahr zu buchen oder sich Infos zu holen. Ein kulinarischer Gruß aus der Heimat sind unser Bauernspeck und der g´schmackige Most“, erzählt Hois. Neben dem Attersee wird tauchen in Gebirgsbächen und Gumpen stetig beliebter. Immer mehr Anfragen zu dieser Art des Tauchens werden gestellt. „Als Nahziel mit echtem Österreich-Flair präsentiert sich unsere Region. Als solches wollen wir auch in Zeiten wie diesen erfolgreich sein!“
Für Herbert Frei ist es wichtig, sich mit Leuten zu treffen, die er sonst das ganze Jahr nicht trifft. „Gedankenaustausch und die Planung der nächsten Reiseziele“ hat für den Fotografen höchste Priorität. „Auch trifft man hier die Redakteure der Tauchmagazine und kann von Angesicht zu Angesicht Dinge besprechen, die am Telefon nicht zu aller Zufriedenheit geklärt werden konnten“ so der Buchautor. Auf der boot wird er auch sein neues Buch über Blitzgeräte vorstellen. Aber auch er ist immer auf der Suche nach Neuheiten und Innovationen, die er noch nicht kennt oder besitzt.
Für Robert Znaor von Dubrovnik Diving war der Stand 2008 eine Investition, die sich nicht gerechnet hat. Die Kosten standen in keinem Aufwand zu den Buchungen, die ihm die boot brachte. „Das Geld investiere ich lieber vor Ort sowie in Onlinewerbung“, erzählte er am Telefon.
Manfred Friesenbichler vom Tauchcenter non-dubitare ist wieder am Stand von bts (E06) vertreten. Er sieht es nüchtern aus kaufmännischen Sicht: „Wir sind hier um bestehende Kundenkontakte zu pflegen und Neukunden zu finden.“ Auch geht es dem Feldkirchner darum, mit Lieferanten in persönlichen Kontakt zu treten. „Und natürlich wollen wir möglichst viel verkaufen!“, meint er augenzwinkernd.
Für Mirko Obermann von Diving Cres (E94) stehen Kundenbindung und Spaß im Vordergrund: „Viele unserer Stammgäste kommen auf einen Plausch vorbei.“ Ein Highlight für ihn und sein Team: „Pünktlich um 17 Uhr „Hell´s Bells“- das Zeichen für Fete, Freibier und Plausch bei Taucher.Net!“
Die Magazine „tauchen“ und „unterwasser“ sind wie jedes Jahr auf der boot vertreten – wenn auch nur durch im Verhältnis zum Vorjahr deutlich kleinere Stände. Fernbleiben? Geht gar nicht, zu wichtig sind die Kontakte zu den Ausstellern und die Vielzahl der Abos, die hier abgeschlossen werden können. Zudem ist die Messe für Journalisten, die im Tauchbereich auf dem Laufenden bleiben wollen, einfach unersetzlich.
Taucher.Net inklusive DiveInside geht es genauso – hier kommt zusätzlich noch das tägliche Messemagazin hinzu, welches in den vier Jahren seit dem ersten Erscheinen schon zu einer festen Institution geworden ist. Wir können zwar keine Abos verkaufen, freuen uns dagegen an den vielen realen Kontakten zu den Usern und Lesern, die jedes Jahr auf einen Plausch vorbei schauen.
Interview mit Horst Dederichs geschrieben am 02.02.2010 um 08:58 Uhr von Michi
DI: Horst, wenn ich dir das Attribut „König der Tekkies“ gebe, was passiert dann mit mir?
Horst Dederichs: Bitte nicht, auf keinen Fall. Das bin ich nicht und so eine Bezeichnung liegt mir nicht. Es gibt eine Menge Leute in der Tec-Szene, die weitaus besser sind als ich. Jens Höhner, die Jungs von Cave Base ...
DI: Halt, stop: Bitte definiere besser. Ich kann mir vorstellen, dass die Tec-Szene insgesamt gut drauf ist, was das Tauchen betrifft.
HD: OK, dann will ich sagen „aktiver“. Ich bin stark in mein Geschäft eingebunden und würde gerne mehr Tauchen gehen.
DI: Du hast mittlerweile einige Bücher geschrieben, bist ein Begriff in der Tauchszene. SDI/TDI ist ein Name, ist Synonym für gute Tec-Ausbildung, vielleicht sogar die Tec-Schiene schlechthin. Ebenso dive2gether, eine kleine, aber feine Marke, die in ihrem Segment eine gewisse Bekanntheit erreicht hat. Daher weg vom Tauchen: Was macht Horst Hederichs aus? Aus welchen Dingen besteht dein Leben, mal von Familie abgesehen. Ich habe gehört, du hast kürzlich Nachwuchs bekommen? Und keine Ausflüchte, stell dir vor, es ist die 1-Million-Euro-Frage einer bekannten Quizshow.
HD: Schwierig, so auf die Schnelle. Ich bezeichne mich als offenen Menschen, der Neuerungen gegenüber aufgeschlossen steht. Ich hasse Leute, die einem immer Vorschriften machen wollen. Ganz klar, wenn es vernünftige Argumente sind, dann übernehme ich die gerne, aber nicht um jeden Preis. Ansonsten bin ich ein verlässlicher Mensch.
DI: Was ja gerade beim Tec-Tauchen ein ganz erheblicher Faktor ist. Ausgeprägte Verlässlichkeit, ist das eine Eigenschaft, die du vor dem Tauchen hattest oder die sich erst durch das Tauchen entwickelt hat?
HD: Ich denke beides ist richtig. Beim Tauchen kommt es halt besonders zur Geltung, ist es lebenswichtig. Für mich steht der Tauchpartner über dem Goldbarren, den wir im versunkenen Schiff finden. Oder über dem Hai, der grad die Robbe frisst.
DI: Dann bist du aber kein guter Unterwasserfotograf. Denen sagt man ja nach, dass sie nie mit dem Tauchbuddy auftauchen, mit dem sie abgestiegen sind. Wie siehst du das Image der Taucher? Ein deutsches Tauchmagazin initiierte ja kürzlich eine Gesprächsrunde mit diversen Größen der Szene und es kursierte eine Art Bild eines dicken, rauchenden, unsportlichen Tauchers oder Tauchlehrers. Wie stehst du zu solchen Aussagen, wie siehst du uns Taucher?
HD: Ich mag keine Verallgemeinerungen. Gerade der Tauchsport bietet so viel Facettenreichtum: Egal ob du 20 Jahre alt bist, 40 oder 70, ob du Haare am Kopf hast oder nicht, ob du dick bist oder dünn - Tauchen kann fast jeder. Und was das Klischee des Tauchlehrers betrifft. Ich glaube, das Gros der Tauchlehrer entspricht nicht diesem Bild. Sicherlich gibt es den Tauchlehrer, der morgens die Fahne vom Vortag hinter sich herzieht und seine Schüler mit Kippe im Mund unterrichtet. Aber ich persönlich kenne weitaus mehr, die diesem Image nicht entsprechen. Wichtig ist aber in erster Linie: Die Dienstleistung muss gebracht werden, wir brauchen vernünftig und umfangreich ausgebildete Taucher. Die Frage ist doch: Sind wir ein Leistungssport? Nein, sind wir nicht, zumindest nicht, was das normale Sporttauchen angeht. Der Erholungswert steht im Vordergrund. Wenn du andere Sportarten zum Vergleich heranziehst, dann ergeben sich da ganz andere Abhängigkeiten. Du wirst keinen 150 Kilogramm schweren Surfer finden, weil das nicht geht – das Board geht unter. Oder Marathonläufer, die sind vielleicht nicht alle extrem dünn, aber nie dick. Tauchen hingegen bietet die Möglichkeiten, Wasser trägt und nicht jeder muss an seine Leistungsgrenzen gehen, um ein tolles Erlebnis zu haben. Für mich sind solche Diskussionen eher überflüssig.
DI: Wenn du zurückblickst im Leben, was würdest du anders machen wollen, gab es einen Point of no return, den du bereust?
HD: Sicherlich denkt jeder im Leben mal darüber nach, vielleicht im Sinne von „War es das? War das alles?“ Aber dann muss schnell wieder der Gedanke auf die positiven Dinge gerichtet werden, die man erlebt hat. Manchmal muss man sich zwingen, Erlebtes positiv zu werten – es ist nicht alles nur schlecht.
DI: Ein klasse Schlusswort, könnte auch ein guter Tipp für die ganze Szene nach Abschluss dieser „boot“ sein. Danke für deine Offenheit!
Produkt des Tages: Reef interactiv geschrieben am 02.02.2010 um 08:54 Uhr von Linus
Da soll noch mal einer sagen, auf der „boot“ gebe es keine Neuheiten: Was auf den ersten Blick ganz unscheinbar an einer Ecke des Cressi-Standes zu sehen ist, ist keine Evolution von etwas Altbekanntem, sondern eine wahre Revolution.
Reef interactiv, so nennt sich dieses Programm, führt den Taucher dreidimensional in die Welten des Roten Meeres. Wenn es im September 2010 in den Handel kommt, werden sich 34 der bekanntesten Riffe interaktiv abtauchen lassen – auf eine Art und Weise, wie man sie bisher noch nirgendwo sonst gesehen hat. Zur Vorführung dient bislang das Elphinstone-Riff mit seinen Longimanussen und den beiden vorgelagerten Plateaus.
Hier sind in drei Dimensionen nicht nur alle topografischen Details festgehalten, vom Torbogen bis hin zur kleinen Erhebung auf dem Nordplateau, sondern auch Features eingebaut, die eine vollkommen neue Art der Tauchgangsplanung ermöglichen. Man kann die Flaschengröße eingeben, den eigenen durchschnittlichen Atemverbrauch und dann visuell die gewünschte Route festlegen – Reef interactiv verrät dann beispielsweise, ob die Luft reicht oder ab wann es eng wird.
Initiiert wurde das Programm von Claudia Bruckschwaiger, die dabei auf die Zeichnungen, Daten und Tauchgänge von Bernhard „Huby“ Hubner zurückgreifen konnte: Einem der besten und erfahrendsten Diveguides, die das Rote Meer zu bieten hat. Huby arbeitet für Seawolf Diving und auch deren Chefin, Christiane „Cici“ Nedwed, war von der Idee so begeistert, dass sie das Projekt von Anfang an förderte: Nicht nur ideel, sondern auch finanziell.
Und die Unterstützer werden immer mehr: Von ENOS über aqua med bis hin zur HEPCA und Cressi, die „Reef interactiv“ kostenlos Standfläche zur Verfügung stellen. Warum? Schauen Sie vorbei. Staunen Sie.
Promi-Alarm - Die Szene braucht Zugpferde geschrieben am 02.02.2010 um 08:52 Uhr von Michi
Er ist praktisch, populär und jeder, der etwas auf sich hält und es sich leisten kann, hat einen: Der Promi. In der Fachsprache der Werbung heißen sie Testimonials. Auch die Tauchszene kann sich dem nicht entziehen – und soll es auch nicht. Denn Werbung mit Prominenten kann Markenstärke fördern, vorausgesetzt, die Werbefigur passt zum Produkt. Genau das ist aber der wunde Punkt der Tauchszene. Idole, die den Tauchsport verkörpern, fehlen, sterben buchstäblich aus. Jacques Cousteaus Verdienste um die Taucherei in Ehren, aber das rote Taucherkäppi taugt heute nur mehr einer Handvoll Ewig-Gestriger als Statussymbol.
Also müssen aktuelle Promis her. Till Demrøter, Schauspieler in TV-Serien wie „Großstadtrevier“ und „Unser Charlie“ war am 23. Januar auf der „boot“ zu Gast bei Aqua Lung, um – wie ein Tauchmedium schrieb – von seinen Erfahrungen beim Tauchen zu berichten. Problematisch wird es mit der Testimonialwerbung nur dann, wenn das vermeintliche Zugpferd zum Karren mutiert und eher von den Erfahrungen der Gäste profitieren könnte als umgekehrt.
Einfacher haben es Macher von Umweltprojekten, wie das Beispiel Gerhard Wegner von Sharkproject belegt. Hannes Jaenicke ist aktiver Umweltschützer und Pate zahlreicher Aktionen, so auch derzeit bei Sharkprojects „Hands off“-Kampagne. Er muss dabei kein Experte für Orange-Utans oder für Haie sein, um der guten Sache unter die Arme zu greifen. Wichtig ist, die Fakten darzulegen und offenkundig dahinter zu stehen. Den Rest erledigt die menschliche Psychologie, denn Werbung mit Prominenten ist nichts anderes als Lernen am Modell. Wenn dann noch eine Markenidentifikation zwischen Star und Produkt entsteht, war es der Promi wert. Bestes Beispiel: TV-Ikone Thomas Gottschalk und die Gummibären. 61 Prozent der Verbraucher verknüpfen die Marke Haribo spontan mit dem beliebten Entertainer (Quelle: IMAS International 2008)
Aber Markenprominenz hat auch Schattenseiten. Wenn die Glaubwürdigkeit fehlt, wenn sich Prominente zu Experten eines komplexen Themas aufschwingen – ob gewollt oder nicht – oder die Geschichte der Werbefigur durch aktuelle Ereignisse widerlegt ist, dann wird Werbung mit Promis möglicherweise zum Schuss nach hinten. Aufwändig in Szene gesetzt im ZDF-Zweiteiler „Geheimnis der Wale“ verwandelte sich Filmstar Veronica Ferres in eine Expertin zum Thema Wale und Schallkanonen. Als Symbol für Walschutz taugt die bekannte Schauspielerin nur bedingt, wie aus Fachkreisen zu hören war. Denn der als umweltpolitisch wertvoll angekündigte TV-Film ist für die Sache an sich eher kontraproduktiv. „Man braucht aber gar nicht weit in die Ferne schweifen, um dem Thema ganz real zu begegnen“, erklärt der Biologe Ulrich Karlowski von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) aus München. Im Frühjahr 2007 durchpflügte eine Tochterfirma der BASF ein Schweinswalschutzgebiet in der Nordsee mit einer langandauernden Schallkanonade bei der Suche nach Erdgas. Weder Umweltminister noch Fernsehen nahmen sich dem bedauerlichen Thema an.
Bei der Suche nach ihrem ganz persönlichen Promi stellt sich gerade die Tauchbranche offenbar nicht immer die entscheidende Frage: Was ist ein Promi? Es gibt zahlreiche Erklärungsversuche, doch nur eine Antwort drückt es deutlich aus: Ein Promi muss nicht erklärt werden. Wenn ein Promi erst zum Promi gemacht werden muss, ist er eben nicht prominent! Wenn mehrere Versuche nötig sind, einen Taucher mit zahlreichen Rekorden mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen, macht es die Sache nicht unbedingt zum Erfolg versprechenden Testimonial. Aber es muss auch nicht immer der Film- oder Rockstar sein, die Marktforschung hat es bestätigt. Testimonials müssen nicht zwangsläufig prominent belegt sein. Die Forschung hat auch aufgezeigt, dass ihr Erinnerungswert schwindet. Waren es vor 2006 noch 40 Prozent, fanden nach 2006 nur noch 36 Prozent der Befragten, dass Werbung mit Prominenten besser im Gedächtnis haften bleibt (Quelle: IMAS International 2008). Wer an die TV-Werbung des Pharmaunternehmens Ratiopharm denkt, hat unweigerlich das Bild der blonden Zwillinge vor Augen. Zur Zeit ziert das Konterfei – George Clooney lässt grüßen – eines sympathischen Unbekannten mit Dreitagebart jedes Werbeplakat eines gelben Postunternehmens. Der Einsatz von Usern, also echten Kunden, ist zudem kostengünstig und die Testimonials werden glaubwürdig, weil authentisch.
Fest steht trotzdem: Promis und Testimonials sind auch in der Tauchszene ein Muss, denn sie sorgen für Aufmerksamkeit, die dem Tauchsport gut tut. Wünschenswert wäre eine Aufmerksamkeit, wie sie in anderen Freitzeitbereichen längst vorhanden ist. Und bei all dem Promi-Alarm darf eines nicht vergessen werden: Gäbe es keine Kunden, würde keiner zu den Prominenten aufsehen und sie wären kein Zugpferd. Statussymbole und Idole sind auch in der Tauchbranche nicht zu unterschätzende Faktoren. Drücken sie also den Knopf: Promi-Alarm!
Interview mit Goetz-Ulf Jungmichel geschrieben am 02.02.2010 um 08:48 Uhr von Harald
DiveInside: Sie haben gerade ihr erstes Jahr als Direktor der „boot“ hinter sich. Schon im Frustfahrwasser zahlreicher anderer Topmanager, die nach einem Jahr im neuen Job feststellten, dass nicht viel passiert ist?
Goetz-Ulf Jungmichel: Nein, keinesfalls! Eher im Gegenteil. Wir haben viel bewegt und ich denke, dass es an vielen Stellen unserer Messe schon deutlich sichtbar und spürbar ist.
DI: In der Halle drei spürt man außer beim zweiten Tauchbecken nicht sehr viel davon. War das so gewollt?
G-U.J.: Okay, das große Wasser- becken in der Halle eins ist natürlich spektakulärer. Das war eine große Investition. So etwas kann man aber nicht überall realisieren. Das zweite Tauchbecken bei den Tauchern macht einige Probleme, denn es ist trübe und entspricht nicht unseren Vorstellungen. Da habt ihr mit DiveInside ja auch gleich ein wenig drüber gespöttelt. Zu Recht, und wir werden daran arbeiten, es beim nächsten Mal besser zu machen.
DI: Was wird denn noch in Halle drei passieren?
G-U.J.: Soll überhaupt etwas passieren? Veränderungen sind nicht notwendigerweise ein einseitiger Prozess. Sie müssen auch nicht grundsätzlich aus unserem Kreis heraus kommen. Solche Impulse können auch aus dem Tauchbereich heraus kommen. Der TopShot-Fotowettbewerb ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass solche Projektvorschläge von uns aufgenommen und auch mit realisiert werden. Dafür bedarf es aber auch eines engagierten Teams aus dem Kreis aller Beteiligten, das dann gemeinsam mit Herzblut an der Umsetzung arbeitet.
DI: Das hört sich ja fast so an, als wenn wir hier langsam zu einer großen Familie werden sollen. Ist mehr Nähe gefragt?
G-U.J.: Das haben Sie völlig richtig interpretiert. Die Messe, ihre Struktur, die Netzwerke sowie die handelnden Personen und ihre persönlichen Verknüpfungen entsprechen etwa dem komplizierten und andererseits doch so einfachen Geflecht innerhalb einer Familie. Ich wünsche mir sehr, dass es im Umgang miteinander wieder ein wenig mehr menschelt. Ich habe ein sehr feines Gespür für Menschen und habe bei deren Bewertung selten falsch gelegen. Und was wir brauchen sind starke Kooperationspartner und eine faire Umgangsweise im Sinne der Sache; Menschen, die aus Überzeugung und Freude gemeinsam etwas bewegen und nicht zur Befriedigung von Profilneurosen.
DI: Okay, der boot-Chef ist also ein Teamplayer und ein Mensch. Ist er aber auch ein Vormacher?
G-U.J.: (lacht) Irgendwie habe ich geahnt, dass diese Frage kommt. Darauf gibt es ein klares „Ja“. Im Dezember habe ich meinen Tauchschein gemacht, mit Prüfungstauchgängen im Baggersee. Ja! Ich bin Taucher, und zwar nicht nur weil ich glaube, dass wenn man sich in solchen Bereichen beruflich bewegt auch gut beraten ist, von der Sache etwas zu verstehen, sondern weil mich die Taucherei richtig gepackt hat.
DI: Wollen Sie damit sagen, dass Sie in Zukunft auch mal freiwillig einen Tauchgang in heimischen Seen machen würden?
G-U.J.: Ja, durchaus. Ich habe völlig überrascht festgestellt, dass 40 Minuten im Baggersee ihren Sinn haben. Das kann man nicht herunter klassifizieren auf „miese Sicht“, „kalt“ und „nichts los“! In diesen 40 Minuten bin ich heraus aus meiner Welt. Das ist eine Pause, in der man aus seiner Welt ausbricht und sich den üblichen Einflüssen entzieht. Und im Gegenzug erhält man das Gefühl von Ruhe, Schwerelosigkeit und Rückbesinnung, das viele gestresste Menschen bisweilen verzweifelt suchen, aber nicht finden. Und selbst unter den Tauchern ist dieser Erkenntnisprozess noch nicht vollständig vollzogen. Gerade die Jugend ist sehr sprunghaft und wechselt Hobby und Freizeitaktivitäten sehr schnell.
DI: Sie haben einmal über die Bootsfahrer gesagt, Sie hätten Antwort auf die Frage gefunden, was der Messingknopf am Sakko der Freizeitkapitäne bedeutet. Sie haben diese Gruppe verstanden. Wo sitzt der Messingknopf beim Taucher?
G-U.J.: Tja, das wird wohl nicht so einfach werden wie bei den Seglern. Aber ich bin ja unterwegs. Und wenn man bei den Menschen ist, lernt man sie auch kennen.
DI: Viel Erfolg bei der Suche und vielen Dank für das Gespräch
Tauchlogbuch von UW-Diveware geschrieben am 02.02.2010 um 08:43 Uhr von Michi
Sie wissen nicht, was ein gepimptes Logbuch ist? Sie sind nicht allein. Bis zum Jahr 2006 wussten das viele Taucher nicht. Das Jahr, in dem Oliver Peschke, Geschäftsführer von UW-Diveware, seine einzigartige Idee in die Tat umsetzte, um diese auf der „boot“ zu präsentieren.
„Mein Plan war, dem Tauchsport mehr Style, Vielfalt und Farbe zu geben“, schildert Oliver Peschke die Geburtsstunde seiner Logbücher mit der markanten Fischform. Mittlerweile hat sich das Logbuch mit 72 verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten zum wahrscheinlich variabelsten Logbuch auf dem Tauchmarkt gemausert.
Das Logbuch Acht verschiedenfarbige Moosgummi-Deckblätter eingepackt in einen transparenten Ordner verleihen dem Logbook seinen individuellen Style. Der gleichfarbige Schnellverschluss-Gummi hält den Fisch bei Wind und Wetter zusammen und die transparente Hülle, Slipcase genannt, schützt das Logbook vor Spritzwasser und Dekobier.
Kleben statt Kleckern Wieder mal kein Stempelkissen greifbar, keine Lust mehr auf Monotonie? Kleben statt stempeln dank 36 verschiedener Motiven auf jeweils 40 Stickern, dazu 120 Seiten für Divelogs – fertig ist das garantiert individuelle Logbuch, gepimpt eben.
2010 – fünf Jahre, in denen die Taucherwelt bunter wurde. Und die Resonanz der Tauchbasenbetreiber beim jährlichen Stelldichein auf der „boot“ ist riesig. „An weiteren Designs wird schon geschraubt. Was dabei rauskommt, kann man spätestens im nächsten Jahr zur Messe sehen“, verrät Peschke. Oder unter www.uw-diveware.com
Messegirl des Tages geschrieben am 29.01.2010 um 00:34 Uhr von Redaktion
„Verliebt ins Leben“ ist Sandra Caramelle und findet, dass die Frage „Single oder nicht“ für sie momentan nicht so einfach zu beantworten ist. Das muss sie auch nicht. 24 Jahre alt und trotzdem bereits stellvertrende Basisleitung in Ägypten, das kann sich doch sehen lassen.
Die gebürtige Münchnerin ist eine ausgelichene Waage mit einer ausgesprochenen Vorliebe für die HEPCA - deren Arbeit findet sie richtig gut!
Handbuch modernes Tauchen geschrieben am 29.01.2010 um 00:32 Uhr von Linus
Einmal im Leben Rom sehen, einen Porsche Turbo fahren, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen – und ein gutes Tauchbuch lesen. Die vier erstgenannten Wünsche befriedigt das Reisebüro, der exklusive Autovermieter, ein Partner des anderen Geschlechts und das Gartencenter. Bei dem guten Buch zum Thema Tauchen wird es schon schwieriger. Zumindest bis jetzt. Bis zur Vorstellung von Thomas Kromps und Oliver Mielkes „Handbuch modernes Tauchen“.
Was die Beiden hier auf der „boot“ präsentieren, ist nicht einfach nur ein Ausbildungsbuch, ein Ratgeber, ein Nachschlagewerk, sondern schlicht und einfach das umfassendste Gesamtwerk, was es derzeit in dieser Richtung gibt. Erstellt nach modernsten Gesichtspunkten und geschrieben von zwei Menschen, die wissen, was sie da erzählen. Sämtliche Ausbildungsinhalte, vom „Pool Diver“ bis hin zum „Diveleader/CMAS***“, werden hier behandelt – erstmalig in dieser Form vollständig den ISO-Normen entsprechend.
Doch was das im Kosmos Verlag veröffentlichte Werk so besonders macht, sind Themen wie Menschenkenntnis, Motivation und Führungsqualität. Themen, die bisher in vergleichbaren Büchern noch nicht einmal am Rande erwähnt wurden und die dennoch in der Praxis so wichtig sind. Vollkommen frei von irgendwelchen Verbänden und Zwängen können die Autoren hier „ihre Meinung und Erfahrung voll einbringen“, wie Thomas Kromp bei der Vorstellung erzählt. Von Praxisthemen wie Deepstops bis hin zu allen rechtlichen Aspekten rund um die Gruppenführung.
29,90 Euro kosten die rund 560 Seiten Wissen und besser kann man dieses Geld kaum anlegen. Deshalb: Nicht lange abwarten – Lesen!
iTauchen geschrieben am 29.01.2010 um 00:30 Uhr von Armin und Michi
„Kann dein Handy das auch?“ Eine häufige Frage mit der unweigerlichen Feststellung, dass das Telefonieren schon lange nicht mehr die Hauptfunktion eines Mobiltelefons darstellt. Erinnern Sie sich noch an die ersten pixeligen Spiele auf Urzeithandys? Oder an den ersten integrierten mp3-Player im Telefon? Mittlerweile hat fast jedes Gerät eine Foto- oder Videokamera, ein riesiges Farbdisplay und jede Menge Extras. E-Mails lesen und im Internet surfen - unterwegs kein Problem mehr - eher schon ein Standard-Feature. Fotoshow, Multimediacenter, Soundmaschine – kein Problem.
Die iPhone-Welle rollt und rollt
Als Apple Chef Steve Jobs vor zweieinhalb Jahren das iPhone präsentierte, schauten einige doch etwas mitleidsvoll auf ihren bisherigen PDA. Denn was dort gezeigt wurde, stellte alles bisher auf einem Handy gesehene in den Schatten. Eine extrem intuitive Bedienoberfläche gepaart mit einer gut ablesbaren Multi-Touch-Anzeige, leistungsstarker Hardware und vielen neuen Ideen lehrte den eingefleischten Handyherstellern das Fürchten. Und so kann Apple mittlerweile auf weltweit 25 Millionen verkaufte Geräte zurückblicken - bei gerade mal 3 verschiedenen Modellreihen. Und die Einführung des App-Stores mit momentan über 100.000 verschiedenen Programmen war ein weiterer genialer Schachzug des Unternehmens aus Cupertino in den USA.
Und noch ein weiteres Feature zog unvermeidlich in die kleinen Begleiter ein: Ein GPS-Empfänger im Miniformat. Was vor Jahrzehnten noch dem Militär vorenthalten war, findet nun Einzug in unser tägliches Leben. Geotagging heißt das neue Zauberwort. Wo hatte ich das Bild denn eigentlich aufgenommen? Diese Frage stellt sich fortan nicht mehr. Und nicht nur das Handy selbst weiß wo wir gerade sind und wo wir überall waren. Doch aufgepasst: Sinn und Unsinn liegen hier eng beieinander, der gläserne Handyuser steht an jeder Häuserecke. Dank GPS kann nicht nur der User seine Position bestimmen, die Lokalisierung funktioniert logischerweise auch umgekehrt.
Doch was hat das nun mit Tauchsport verloren? Als sicheres Rettungsmittel auf Tauchsafaribooten hat es kläglich versagt – liegt doch die maximale Reichweite bei gerade mal 20-30 Kilometern. Schaut man in den App-Store, so findet man Logbücher, Nitrox- und Trimixrechner und jede Menge Multimediales zum Thema Tauchen. Was sicher ist, dass das Ende längst nicht erreicht ist, die Entwicklung geht äußerst rasant weiter.
Taucher.Net-Datenbank on Tour
Wenn der Taucher unterwegs ist, möchte er auch die multimedialen Fähigkeiten seines iPhone nutzen, alle tauchrelevanten Informationen aus seiner Umgebung abzurufen. Bitte sehr: Nach kurzer Entwicklungszeit brachte Taucher.Net die Applikation TauchRadar an den Start, eine Anwendung, die weit mehr ist als bloßes Spielzeug für den technisch interessierten Taucher. Wo kann ich meine Flaschen füllen, wo abtauchen? Welche Tauchbasis ist in der Nähe und wie wird diese von anderen Tauchern bewertet? Und überhaupt: Was ist an meinem Urlaubsziel rund ums Tauchen geboten? Wer sein iPhone mit dem Tauchradar füttert, hat die Antwort nun immer in der Hosentasche. Und damit nicht genug: Ist der Taucher unterwegs, kann er Feedback zu den Tauchzielen liefern und auch gerne noch ein Foto anhängen. Im Hintergrund arbeitet die Datenbank von Taucher.Net und liefert die passenden Informationen, abgespeckt auf iPhone-Format.
Angriff auf die Tauchindustrie?
Wie technische Zukunft der Mobiltelefonie aussieht, zeigt bereits die Gegenwart. Die hawaiianische Firma Intova stellte bereits auf der DEMA 2009, der U.S-Diveshow in Las Vegas, das DivePhone vor, ein wasserdichtes Gehäuse für PDA und natürlich auch iPhones. Das wäre grundsätzlich nichts Neues, hätten die Intova-Entwickler man nicht einen Sensor integriert, der Druckdaten an das Telefon weitergeben kann. Die Vision nimmt Formen an: Software drauf, Telefon rein und fertig ist der Tauchcomputer. Wer bereits einen PDA besitzt, spart sich möglicherweise einen separaten Tauchcomputer, drückt die Anschaffungskosten seines Tauchequipments. Ein weiterer Vorteil ist die anschließende Verarbeitung der Tauchdaten. Mit entsprechender Software und Anbindung an die Tauchsoftware hat man nach dem Tauchgang alles bereits parat, kann seine Daten in Ruhe auswerten und sofort betrachten, was dank der aktuellen großzügigen Displayformate auch Spaß macht.
Handys und Wasser sind keine kooperierenden Partner. Und dann noch Handy und Tauchen?! Die Flut der Neuerscheinungen am Mobiltelefonmarkt belegt, dass die zugrunde liegende Firmware gar nicht fehlerfrei sein kann. Berechtigte Frage: Sind die Mobiltelefone in diesem sensiblen Bereich überhaupt zuverlässig genug? Das Gros der heutigen Tauchcomputer sind das Ergebnis jahrelanger, profunder und harter Entwicklungsarbeit der Tauchindustrie. Unzählige Tests muss ein neuer Tauchcomputer über sich ergehen lassen, ehe er auf den Markt kommt. Die Diskussion über Sicherheitsbewusstsein steht hier außer Frage und die Unfallzahlen infolge technischer Defekte bei Tauchcomputer tendieren gegen Null.
Eine Sorge der anderen Art drängt sich beim Thema Handy unter Wasser ebenfalls auf: Wann kann man endlich unter Wasser telefonieren? Antworten auf diese durchaus ernst zu nehmende Frage werden wohl noch etwas auf sich warten lassen. Zum Glück, denn gleich darauf müsste die Frage kommen: Wollen wir das überhaupt? Nervige Handyklingeltöne auf 30 Metern Tiefe, das letzte Refugium für Ruhe und Entspannung opfern und den Tauchsport zu einer Spielwiese von Akustik-Terroristen verkommen lassen? Zugegeben, die gibt es schon – in Form von Tauchern mit Shakern und Pressluftfanfaren. Doch eines steht fest: Weit mehr Taucher besitzen ein Handy, einen PDA oder ein iPhone als nervtötende, weil lautstarke Signalmittel. Die Gefahr wächst ...
Interview mit Rainer Calmund, Fußball-Manager und Entertainer geschrieben am 29.01.2010 um 00:25 Uhr von Linus
DiveInside: Der Fußball-Manager steht auf der boot und zerdeppert eine Champagnerflasche an einem Schiffsrumpf. Bei so einer Aktion muss dir als Gourmet doch das Herz bluten?
Rainer Calmund: Würde es normaler Weise auch, aber ich glaube, dass war eh nicht einer der besten.
DI: Du warst heute auf der Messe Taufpate der „Solarwave“, eines Katamaran, der nur durch das Sonnenlicht angetrieben einmal um die Welt fahren soll. Wie kam es denn dazu?
RC: Seit der letzten Fußball-Europameisterschaft bin ich Botschafter von Kärnten. Das Land liegt mir einfach: Nette Menschen, tolle Seen, leckeres Essen. Und eine absolut fantastische High-Tech-Region. Fast die komplette Technik der Solarwave, angefangen von der Konstruktion bis hin zu den Solaranlagen, stammt dort her. Da war es für mich eine Ehrensache, mich für die Präsentation hier auf der Messe herzugeben.
DI: Einmal um die ganze Welt und über alle Ozeane. Wäre das was für dich?
RC: Ich werde auch selber mal an Bord sein. Nicht die ganze Zeit, aber sicherlich für wenigstens eine Woche. Ich liebe Schiffe, die Freiheit, die man darauf spürt. Besser als auf dem Meer kann man gar nicht abschalten.
DI: Versuch es doch mal mit Tauchen – unter der Wasseroberfläche fällt Abschalten sogar noch viel einfacher.
RC: Wie soll dass denn gehen? Da müsste man mich doch in einen Anzug herein schießen!
DI: Wenn du dich traust, machen wir das.
RC:Klar, damit du was Lustiges zu filmen und zu schreiben hast, oder was? Spaß beiseite: Reizen tut es mich und wir können ja nach der Messe noch mal drüber sprechen.
DI: Was gefällt dir an dem Projekt mit der „Solarwave“ am besten, was hat dich am meisten beeindruckt?
RC: Das hier Leute den Mumm haben und sagen: „Ich versuch jetzt einfach mal was.“ Wusstest du, dass selbst bei stark bewölktem Himmel immer noch 30 Prozent der Sonnenstrahlen durchkommen?
DI: Ne – wusste ich nicht.
RC: Siehste! Die Politiker labern doch nur rum von wegen man müsste hier mal was tun, dort mal was und am Ende passiert meist nichts. Die Leute, die das Projekt ins Leben gerufen haben, trauen sich wenigstens was zu: Einmal um die Welt, unabhängig von herkömmlichen Motoren und unabhängig vom Wind, das hat doch was.
DI: Das klingt alles ganz toll, aber warum glaubst du, dass sowas im ersten Anlauf funktioniert?
RC: Du kennst das doch vom Fußball oder aus unzähligen anderen Bereichen: Zwei Dinge braucht man für den Erfolg – Leidenschaft und Kompetenz! Kommt beides zusammen, glaub ich an die Sache.
DI: So ganz ohne Fußball ist ein Rainer Calmund wohl undenkbar. Nach deinem Abschied von Bayer Leverkusen arbeitest du ja an einem revolutionären Scoutingprogramm mit, welches über die diesbezüglich weltweit größte Datensammlung verfügt. Was machst du sonst noch?
RC: Ganz, ganz viel. Calli.TV, meine Kolumne in der „Express“, TV-Termine, Seminare und was weiß ich denn sonst noch. Fußball war, ist und bleibt mein Leben.
DI: Warst du schon mal in Halle 3, wo wir Taucher stecken?
RC: Bislang nicht. Lohnt sich das?
DI: Und ob sich das lohnt – da gibt’s jede Menge zu bestaunen, nur nette Menschen und sicher auch einen Tauchanzug in deiner Größe.
RC: Also sollte ich da mal rüber schauen?
DI: Solltest du. Andernfalls verschwören sich die Fußballgötter und Leverkusen wird wieder nur Vizemeister.
RC: Mach mir keinen Blödsinn!
DI: Sicher nicht. Noch einmal kurz zurück zur Solarwave: Deren Reisegeschwindigkeit wird mit rund vier Knoten angegeben. Sonderlich schnell ist das noch nicht.
RC: Das stimmt, aber bei so einem langen Trip kommt es ja nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Ausdauer an. Und maximal läuft das Teil auch acht bis neun Knoten: Das ist fast so schnell, wie Segelschiffe oder kleinere Motorboote.
DI: Dann drücken wir dem Schiff die Daumen und freuen uns auf den Tourstart in rund vier Wochen.
Messegirl des Tages geschrieben am 29.01.2010 um 00:20 Uhr von Redaktion
TNSDMGDT - Taucher.Net suchte das Messegirl des Tages und wurde sofort fündig. Am Mares-Stand lädt die 19-jährige Ilana nicht zum Besuch ihrer Heimat Sankt Petersburg ein, sondern zu tollen Tauchgängen im Scuba Side Divecenter in der Türkei.
Das Divemaster-Mädel liebt Tauchen, Snow- und Snakeboarding. Was dem Zwillings-Traumgirl aber noch fehlt, ist der passende (Tauch)Partner. Spätestens ab heute ist für sie mit Suchen Schluss, wenn Stand C 54 überrannt wird.
GalileoTec-Trimix geschrieben am 29.01.2010 um 00:18 Uhr von Walter
Von Anfang an war der Uwatec Galileo Sol für Programm-Updates konzipiert. Während das Apnoe-Update Mitte 2009 als Meilenstein in der Tiefenmessung (vier Messwerte pro Sekunde) bezeichnet wird, wurde dieser von Tauchern nur am Rande wahrgenommen. Die anspruchsvolle TEK-Tauchergilde fordert seit Jahren ein Mischgas-Programmupdate für Trimixtauchgänge. Zehn Tage vor „boot 2010“ wurden die Tekkies mit der offiziellen Ankündigung des Updates erlöst, was prompt zahlreiche Diskussionen in Internetforen auslöste. Werden die Erwartungen erfüllt? Was steckt wirklich dahinter? Wie fällt der Vergleich mit anderen Trimix- und Mischgasmodellen aus? DiveInside unterzog den GalileoTec-Trimix Ende 2009 bei eisigen Temperaturen in mehreren Kaltwassertauchgängen einem Härtetest.
Dekompressionsmodell
Seit Jahrzehnten setzt Uwatec auf das bewährte Bühlmann Dekompressionsmodell mit entsprechenden dynamischen Erweiterungen. Dazu zählt auch die individuell angepasste Tauchgangsberechnung unter Berücksichtigung von Atemarbeit und Puls. Mit der Weiterentwicklung hin zur neuen Bühlmann Version ZH-L16DD wurden die bekannten Unstimmigkeiten in der Berechnung der mittleren Geweben besonders in Bezug auf Helium angepasst und korrigiert
Praxis
Das Trimix-Update wurde in die Galileo-Menüführung bestens integriert. Vergleichsmessungen und Dekompressionsberechnungen im Wasser als auch am PC fielen gegenüber anderen Trimixcomputern, -Gewebe- und Blasenmodellen (GF35/85 bzw.VPM/RGBM) positiv aus. Der GalileoTec-Trimix lag in Tests immer auf der sicheren Seite. Die Dekozeiten fielen dabei maximal sechs Minuten länger aus.
Das Trimix-Update ist für Galileo Sol Besitzer kostenlos. Für die Modelle Luna und Terra wurde der Updatepreis etwa bei 150 Euro liegen. Zum Download bereits wird das Update noch vor dem Frühjahr sein.
Die Betroffenen geschrieben am 29.01.2010 um 00:15 Uhr von Linus
Sie prägen jede Talkshow und die Masse der Interviews, bestimmen weitestgehend die veröffentlichte Meinung und sind vollkommen resistent gegen jegliche Argumentation, die der eigenen Denke zuwiderläuft. Doch wer sind sie, die „Betroffenen“? Und – was hat das Ganze mit Halle Drei zu tun?
Betroffene sehen jede Mehrheit als etwas prinzipiell Böses an, kämpfen für sämtliche Arten von Minderheiten und stellen ihren Einsatz stets unter die Glocke einer übergeordneten Sache. Das moralische Recht liegt nach eigener Ansicht deshalb auch immer auf ihrer Seite, jede Gegenargumentation dient folgerichtig nur der Verharmlosung, Relativierung oder gar deutlich schlimmeren Beweggründen. Das beginnt beim bedingungslosen Propagieren von Multi-Kulti-Gesellschaften, geht weiter über Umweltschutzthemen und endet bei der Verdammung von Unternehmern, deren einziges Ziel darin zu bestehen scheint, den wehrlosen Arbeitnehmer auszuplündern.
Wenn Sie jetzt wahnsinnig sind und gerne öffentlich Prügel beziehen möchten, empfehle ich folgendes: Gehen Sie in eine Talkshow zum Thema Integration. Fragen Sie dort nach, wie es kommt, dass die männlichen Kinder polnischer oder vietnamesischer Eltern beim Schulabschluss annähernd die Werte deutschstämmiger Kinder erreichen (Quelle: Kultursenat Berlin), die Jungen von türkischstämmigen Eltern jedoch zu über 50% keinen Schul- oder Berufsabschluss vorweisen können (Quelle: Statistisches Bundesamt). Als Antwort garantiere ich Ihnen, dass dies fast ausschließlich an der „verfehlten Integrations- und Bildungspolitik in Deutschland“ liegt. Warum diese jedoch bei vietnamesischen Schülern funktioniert, deren Kultur von der deutschen sicherlich so weit entfernt ist wie die der Türken, wird Ihnen keiner beantworten können. Dafür sind sie jetzt nur noch eine Handbreit vom Siegel „Ausländerfeindlich!“ entfernt.
Der Spiegel-Redakteur Jan Fleischhauer war Mitglied der Islamkonferenz der Bundesregierung. Er beschreibt in seinem Buch „Unter Linken – von einem, der aus Versehen konservativ wurde“ anschaulich, wie die Rollen verteilt waren: „Alle schienen auf Anhieb begriffen zu haben, wie die Spielregeln waren. Die eine Hälfte schildert das Migrantenschicksal, die andere Hälfte saß da und schaute sehr betroffen.“ Dabei scheint das vom Staat vorgegebene Schicksal als Ausländer in Deutschland so hart gar nicht zu sein, wenn man sich an den Fakten orientiert: Wer eine Aufenthaltsgenehmigung besitzt (rund 6,7 Millionen), hat automatisch einen sofortigen Anspruch auf Sozialleistungen, auch, wenn er nie hier gearbeitet hat. Hartz IV, Wohngeld, Kindergeld, Eingliederungshilfen. Zum kompletten medizinischen System bekommt er ebenfalls sofortigen Zugang; nicht nur für sich, sondern auch für die gesamte Familie.
Wie sieht es im Vergleich dazu in anderen Ländern aus? In den USA haben Einwanderer frühestens nach fünf Jahren Zugang zur Sozialhilfe, im als liberal geltenden Kanada werden Zuwanderer, die nicht für den eigenen Lebensunterhalt sorgen können, angewiesen, das Land wieder zu verlassen. Doch mit Fakten hat sich die Riege der Betroffenen noch nie besänftigen lassen – zu schön ist für sie die Vorstellung, dass derjenige, der mit irgendetwas nicht klar kommt, schon aus Prinzip bedauernswürdig ist.
Es lebe die Kalaschnikow
Ein weiteres weites Feld ist die staatliche Entwicklungshilfe und somit die Unterstützung der Armen und Ärmsten. Geradezu ein Paradethema für alle, die sich mit ihrer Betroffenheit und bedingungslosen Zustimmung als Gutmenschen hervortun möchten.
Die IWF hat 2006 errechnet, dass alleine nach Afrika bislang über zwei Billionen Dollar geflossen sind. Weil es als Zahl so schön aussieht: 2.000.000.000.000 Dollar. Jetzt müsste der Laie doch annehmen, dass mit dieser Summe alles Elend beseitigt wäre. Ist es aber nicht. Nicht mal ansatzweise. Zwar geht es einigen Ländern wie Äthiopien und Kenia mittlerweile deutlich besser, dafür stecken andere wie Angola oder der Sudan nur noch tiefer in der Krise aus Bürgerkriegen und Hungersnöten. Über den gesamten Kontinent betrachtet, hungern heute nur rund sechs Prozent der Bevölkerung weniger als noch 1965 (Quelle: UNICEF).
Unter dem Strich hat sich die weltweite Entwicklungshilfe für Afrika in erster Linie als Konjunkturprogramm für despotische Herrscher mit Schweizer Konten und Maschinengewehre des Typs AK-47 entpuppt, besser bekannt als Kalaschnikow. Davon gibt es in Afrika rund sieben Millionen Stück, das Teil ist so beliebt, dass es sogar die Flagge Mosambiks und Simbabwes ziert, dazu die Hände fast jeder Kinderarmee. Über Umwege finanziert von… na, Sie wissen schon! Dies scheinen für die Betroffenen jedoch nur Randthemen zu sein: Anders ist kaum zu erklären, warum die jetzige Form staatlicher Entwicklungshilfe von ihnen fast bedingungslos unterstützt wird, obwohl sie faktisch bei denen, für die sie gedacht ist, nur in den seltensten Fällen ankommt.
Böse Unternehmer
Auch wir haben uns 2009 über kaum ein Thema so aufregen können wie über die Millionenboni der Banken, die eben noch durch Steuergelder gestützt werden mussten. Kurz dahinter: Das Lohndumping. Dennoch kämen wir nicht auf die Idee, jeden Manager oder Firmeninhaber automatisch unter Generalverdacht zu stellen. Schlendern sie mal in Ruhe durch die Halle, vorbei an den Ständen der kleinen Unternehmer und Mittelständler. Böse Kapitalisten? Mitnichten: Ohne deren Steuergelder wären die von den „Betroffenen“ geforderten Sozialleistungen gar nicht zu erbringen. Ohne ihren Einsatz und Willen sowie die damit verbundenen finanziellen Risiken wäre ein Teil der Angestellten, die daneben am Stand arbeiten, jetzt vielleicht Hartz IV-Empfänger. Wie paradox mutet es da an, wenn diejenigen, die für höhere Sozialleistungen und gegen Hartz IV anschreien, Unternehmer als einen ihrer Lieblingsgegner auserkoren haben?
Zum Abschluss mag ich heute auch mal ein „Betroffener“ sein: Ich wünsche mir, dass 2010 in kritischen Fragen Argumente und Fakten wieder mehr zählen als pure Ideologien. Das wir nicht mehr blind alles toll finden, wo ein ach so guter Gedanke dahinter steckt, sondern zukünftig mehr nach Praktikabilität und Erfolg entscheiden. In diesem Sinne: Eine erfolgreiche Messe allen Unternehmern!
Die Medienkrise - eine Bilanz geschrieben am 27.01.2010 um 23:21 Uhr von Linus
Rückläufige Leserzahlen, Verlust an Glaubwürdigkeit und zum Teil katastrophale Einbrüche bei den Anzeigenkunden: Print- und Onlineformaten steht ein hartes Jahr ins Haus. Dabei sind sie in der Summe unentbehrlich: Wo sonst soll man sich informieren, wie Botschaften unters Volk bringen? Ein Problem, das uns alle angeht.
Wenn man sich bei den Tauchmagazinen umhört, fällt der Umgang mit der Krise ganz unterschiedlich aus. Die einen wollen sie nach der Vogel-Strauß-Methode einfach wegleugnen, die anderen suchen händeringend nach Auswegen. Dass Letzteres eher geboten erscheint, zeigt der Blick in die aktuellen (Quartal 03/09) Zahlen der IVW, wenn man sie mit denen des Vorjahres vergleicht.
So verzeichnete die „tauchen“ bei den Abonnenten einen Rückgang von 17.189 auf 15.734, was einem Verlust von 8,46 Prozent entspricht („unterwasser“ im selben Zeitraum: 14.596 Hefte gegenüber 13.559 Heften im selben Quartal des Folgejahres, ein Rückgang von 7,10 Prozent). Noch deutlicher fällt das Ergebnis im Einzelverkauf aus: Hier stehen monatlich durchschnittlich 12074 verkauften „tauchen“-Heften (03/08) nunmehr lediglich 10.311 Exemplare (03/09) gegenüber – was einem Verlust von 14,60 Prozent entspricht. Noch problematischer erscheint die Lage der „unterwasser“ im Handel: Innerhalb des Vergleichszeitraumes fiel die Auflage der verkauften Einzelexemplare von 14.062 auf 10.716: 23,78% der Leser kehrten dem Magazin innerhalb nur eines Jahres im Handel den Rücken zu.
Die zahlreichen Klein- und Kleinstmagazine – angefangen von Atlantis bis hin zum Divemaster – verschärfen die Situation noch einmal. Zwar nehmen sie mit ihren geringen effektiv verkauften Auflagen (die meist nicht IVW erfasst sind und deshalb häufig auch mehr einem Wunschdenken denn der Realität entsprechen) den beiden Großen kaum Leser weg, bedienen sich bei Handel und Industrie jedoch aus denselben Etats, was sich wiederum negativ auf das Anzeigengeschäft auswirkt.
Rettung Online?
Für Viele schienen Onlinemagazine das Format der Zukunft zu sein, bei dem ganz nebenbei auch noch die teuren Druckkosten flachfallen. Doch obwohl der dortige Marktführer DiveInside mit Taucher.Net ein Portal im Rücken hat, welches täglich bis zu 25.000 Besucher verzeichnet, steckt die herunter geladene Auflage mit durchschnittlich gut 10.000 Exemplaren auf dem Niveau der Einzelhandelsverkäufe von „tauchen“ und „unterwasser“ fest – und das, obwohl das Heft im Internet kostenlos angeboten wird.
Geld verdienen lässt sich mit Onlinemagazinen – zumindest in den Maßstäben, wie man sie aus dem Printbereich kennt – noch nicht. Vielleicht auch nie. Sämtliche Versuche, Bezahlinhalte im Netz zu etablieren, sind zumindest bisher samt und sonders gescheitert. Das Internet leidet darüber hinaus massiv an einem generellen Glaubwürdigkeitsproblem: Wem will man in einem Medium vertrauen, in dem jeder zu allem seinen Senf dazugeben darf?
Dazu kommt noch ein weiteres Problem, welches kommerzielle Onlinemagazine und Printhefte gleichermaßen betrifft: Um Monat für Monat bei einem begrenzten Themenangebot die Seiten mit interessanten Inhalten füllen zu können, braucht es Autoren, die diese auch erzählen können – und genau solche sind absolute Mangelware.
Billige Laien und Artikel, die keiner liest
Ein Redakteur ist ein teures Gut. Er bekommt auch dann Gehalt, wenn er unterwegs ist, hat seine bezahlten Urlaubstage und darf sich noch an weit reichenden Sozialleistungen erfreuen. So jemand wird in den Redaktionen gebraucht, fürs Tagesgeschäft, fürs Redigieren. Ihn auf lange Reisen zu schicken, bei denen er die Gelegenheit bekäme, Themen auch mal intensiver zu recherchieren, scheint angesichts der dünnen Finanzdecken fast unbezahlbar.
Als Ausweg haben die Redaktionen freie Mitarbeiter entdeckt, die allerdings meist vom journalistischen Handwerk kaum mehr verstehen als die Masse der Leser, die ihnen die Geschichten dann abkaufen soll. Dazu kommt die moralische Bringschuld demjenigen gegenüber, der zu der Reise eingeladen hat und die meist in Form von ebenso kritik- wie einfallslosen Berichten beglichen wird. Man möchte ja auch weiterhin eingeladen werden und da würde sich eine objektive Reportage in vielen Fällen als wenig hilfreich erweisen – obwohl es genau das ist, was der Leser will und auch erwartet. Bekommt er das nicht, wird er sich früher oder später vom Heft abwenden.
Der renommierte Zeitungswissenschaftler Carlo Imboden hat eine Technik entwickelt (Readerscan), mit der sich genau nachvollziehen lässt, was ein Leser überhaupt liest und wann er aus einem Artikel aussteigt. Ganz unten auf der Skala: Vorhersehbare Inhalte, schwülstige und oft gleich lautende Formulierungen, fast unversteckte PR – so etwas halten nur knapp sieben Prozent aller Konsumenten bis zum Ende des Berichtes durch. Spätestens hier sollten bei Redaktionen und Anzeigenkunden die Alarmleuchten angehen: Wem nützt der schönste Bericht, wenn ihn kaum einer zu Ende liest und schon gar keiner mehr glaubt?
Und nun?
Was oftmals vergessen wird: Zeitungen sind auch „Solidarsysteme“, wie es der Münchner Verleger Dirk Ippen nennt: „Der Leser muss sich mit der Zeitung identifizieren können. Das setzt voraus, dass sich der Redakteur mit dem Leser identifiziert. Und das muss im Text spürbar sein“.
Bei Tauchmagazinen fällt die Identifikation schwer; irgendwie haben alle die gleiche Ausrichtung, machen alle dasselbe. Die einen etwas besser, die anderen etwas schlechter. Doch das müsste nicht sein: Auch Spiegel und Stern richten sich an einen recht ähnlichen Leserkreis und bleiben trotzdem in der Machart grundverschieden, ebenso Sport Bild und der Kicker, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Denn ähnlich wie bei Parteien wissen Konsumenten auch bei Magazinen gerne, wofür sie stehen – der ansonsten drohende „Gesichtsverlust“ lässt andernfalls immer mehr Menschen zu Nichtwählern beziehungsweise Nichtlesern werden. Tests, die regelmäßig damit enden, dass alle Testkandidaten fabelhaft sind oder Reiseberichte, die mit den immer gleichen Formulierungen jedes Ziel zum „Taucherparadies“ erheben, haben die Aussagekraft eines politischen Statements von Ronald Pofalla: Und wer will dafür schon Zeit investieren, geschweige denn bezahlen?
Pack´n Dive von Aqualung geschrieben am 27.01.2010 um 23:11 Uhr von Michi
Wir sind zwar noch nicht ganz dahinter gekommen, warum das Tauchequipment, laut Aqua Lung, ins Handgepäck muss, aber irgendwie hat die Sache was. Pack´n Dive ist die Taucherausrüstung für leichtes Reisen. Das kleine Tauchpäckchen für den Kurztripp zwischendurch besteht aus Reisetrolley im Handgepäckformat, drei Millimeter Neoprenoverall, Maske, Schnorchel und Highlights wie dem leichtfüßigen Atemregler Apeks Flight, den brandneuen Flossen Hotshot sowie dem Jacket Zuma. Weniger als neun Kilogramm inklusive Marketingmanagerin Lamya Kabbeschs Reiselektüre bringt das Aqua Lung-Carepaket auf die Waage. Gewichtig-kritisch beäugt vom Chefredakteur eines allseits bekannten Tauchportals dann die Frage, die scheinbar jedem auf der Zunge liegt: „Hält das was aus?“ Fehlende Rückentrage und ein dünn wirkendes Material erzeugen auf den ersten Blick Skepsis. Doch die Fakten räumen die Zweifel erstmal beiseite: 600er-Denier war schließlich noch vor nicht allzulanger Zeit Standard. Wer es komfortabel mag, bitte: das Jacket ist bleiintegriert. Gespannt sein darf man auf die ersten Praxiserfahrungen mit den völlig neuen Flossen Hotshot auf Basis der Slingshot. Geräteflossen, die ins Handgepäck passen? Doch die Macher am Stand E 36 versichern, dass die Neuen „der Hammer“ sind. Klein wie einstmals Schwimmbadflossen mit der Kraft der Großen.
Wären es Nudeln, müsste auf der Verpackung stehen, dass jedes Kilo Tauchgepäck auf 145 Euro kommt. Alles in allem steht das Aqua Lung Pack´n Dive-Set für 1299 Euro bald in den Tauchshops zum Abholen bereit. Einzig über die Farbe lässt sich - Geschmäcker sind verschieden - trefflich streiten: Grün. Doch wenn das Konzept aufgeht, wird sich auch für das Reisegepäckchen bald die quälende Frage der Farbwahl stellen.
Messegirl Sonntag geschrieben am 27.01.2010 um 23:04 Uhr von Redaktion
Beim Schachspiel würde man dies eine schöne Eröffnung nennen: Die gebürtige Berlinerin Anja Kints ist 2010 unser erstes Messegirl des Tages. Noch taucht die jetzt in Düsseldorf lebende 34-Jährige nicht, würde es aber gerne erlernen.
Tauchlehrer, die sich jetzt freiwillig melden möchten, verweisen wir an Stand E92. Das Spiel der Könige müssen sie aber nicht beherrschen.
Produkt des Tages: mares Icon Air geschrieben am 27.01.2010 um 23:00 Uhr von Michi
Alles ist außergewöhnlich: Das neue Aussehen des Messestands in schwarz und weiß, der Zeitpunkt der Präsentation gleich zu Beginn der Messe, der technische Part der Vorstellung und vor allem das Produkt selbst: Der Mares ICON Air. Der große luftintegrierte Bruder des seit Sommer 2009 angebotenen ICON HD wurde pünktlich zum Start der „boot 2010“ der Presse vorgestellt.
Der erste Eindruck: Überwältigend. Fast erdrückend scheint die Informationsflut, die Sergio Angelini, technischer Entwickler in Rapallo/Italien, a la „Minority Report“ am topmodernen Presenter zeigt. Doch bereits nach kurzer Zeit wird klar, dass die Philosophie dahinter verfeinert wurde. Die bunte Darstellung der Datenvielfalt ist das Ungewöhnliche, witzig kommentiert von einem Anwesenden: „Und wann hab ich die Zeit, um mal meine Tauchumgebung zu betrachten?“ Aber ernsthaft: Taucher sind technikverliebt und werden den ICON Air mögen. Die Optik scheint gleich, dahinter verbergen sich aber eine neue Hardware und neue Funktionen. Allem voran die Verbindung zur Atemgasflasche.
Ob in Zahlenform oder per Bild einer mehr oder weniger gefüllten Tauchflasche, der Druck des Lufttanks wird bargenau angezeigt, dazu der Luftverbrauchs in Litern pro Minute und die rechnerisch verbleibende Tauchzeit. Der integrierte, digitale Kompass verfügt in der neuen Variante über die Möglichkeit, zusätzlich die Stoppuhr zu aktivieren. Die Darstellung, aber vor allem die Übersichtlichkeit, eine absolut logische Bedienung über Icons und die menüabhängige Tastenbelegung setzen den Mares-Rechner in den Spitzenbereich der Tauchcomputer-Oberliga.
Der HD ist der Einstieg, der Air die logische Fortsetzung, am Anfang einer völlig neuen Richtung. Der Vergleich mit Apple Iphone liegt nahe. Bleibt abzuwarten, wann Mares den Weg der offenen Programmierung von Tauchcomputer-Apps beschreitet.
Die Fragen nach dem Erscheinen des ICON Air und dem voraussichtlichen Preis werden mit einem deutlichen „vielleicht“ beantwortet: Voraussichtlich im Sommer 2010 für rund 1.000 Euro.
Unsere Besten - Die DiveInside Auszeichnungen 2010 geschrieben am 27.01.2010 um 22:55 Uhr von Linus
Jeder liebt sie – Preise und Auszeichnungen, die beweisen, wie toll/innovativ/vorbildlich man gearbeitet hat. Und deshalb ist es auch für DiveInside an der Zeit, „Unsere Besten“ zu küren. In neu geschaffenen Kategorien, mit ungewöhnlichen Gewinnern und vor allem: vollkommen subjektiv!
Den Preis für den Trend des Jahres… …dürfen sich mares und Uemis teilen: Tauchcomputer mit farbigen Displays sind endlich mal eine echte Innovation! Dazu bietet mares Icons, die an Apple erinnern und Uemis ein Solarmodul, welches sogar die Grünen erfreut. Wenn die Hersteller die jetzt noch bescheidenen Batterielaufzeiten in den Griff bekommen, dürfte der Liebe des Kunden kaum noch etwas im Wege stehen. Glückwunsch!
Die Hysterie des Jahres… …hat Kollege Alexander Kassler von der „unterwasser“ ausgelöst. „Sperrt die Brothers“ kreischt es da auf der Onlineseite, untermalt vom „abnormalen Verhalten der Haie“. Der Gute schien kaum noch zu beruhigen – außer von den Werbepartnern, die das Ganze dann nicht ganz so lustig fanden. DiveInside tröstet und hofft, dass sich Kassler mittlerweile wieder ins Wasser traut.
Den Abgang des Jahres… …hat Herbert Neukam von Cressi hingelegt. Mit ihm hat Cressi Deutschland nicht nur das Gesicht verloren, mit ihm ging der ganzen Branche ein Original abhanden. Und auch, wenn er dem Unternehmen ja irgendwie treu bleibt: Wir von DiveInside vermissen seine „One-Man-Show“ und verdrücken uns heimlich das ein oder andere Tränchen.
Gesprächspartner des Jahres… …wurde Thomas Kromp von Barakuda. Der Mann traut sich was, hat eine eigene Meinung und ist mutig genug, diese auch zu verkünden. Ob es um Argumente, andere Sichtweisen oder Wege in die Zukunft geht – Kromp ist ein idealer Ansprechpartner. Gebe es mehr von seinem Kaliber, wäre DiveInside vor der Zukunft der Branche nicht bange.
Das Comeback des Jahres… …hat der gute alte „Sporttaucher“ hingelegt. Was ist nur aus dem drögen und auf Billigpapier gedruckten Verbandsheftchen der letzten Jahre geworden? Ein frisches, modernes Hochglanzmagazin, welches erstaunlich viele Themen abseits des Mainstream beinhaltet. Dabei erstellt von einer zweiköpfigen Miniredaktion. Das erinnert uns doch an etwas und lehrt: Nicht jede Kritik verhallt ungehört…
Das Fiasko des Jahres… …hat sich das Fremdenverkehrsamt der Philippinen erarbeitet – zumindest auf der „boot“ hat es sich ausge“wow“t. Kein Stand, keine Unterstützung, dafür jede Menge unbezahlter Rechnungen. Mitleid? Unverdient! Einzig Leid tun DiveInside die Basen, die in diesem Land oftmals vorbildlich arbeiten und vom Fremdenverkehrsamt buchstäblich im Regen stehen gelassen werden.
Engel des Jahres… …ist Andrea Jasper von Sub Aqua: Immer freundlich, immer hilfsbereit, immer aufgeschlossen. Ob es um Fotos, Auskunft oder Hilfestellung geht, der Anruf bei ihr lohnt sich, ganz frei nach dem Feldbusch-Motto „Hier werden Sie geholfen!“ Und dass sie dabei noch diesen leicht lasziven „Sie-wissen-schon-Blick“ drauf hat, stand der Entscheidung auch nicht im Wege.
Dinosaurier des Jahres… …ist die gute alte Halogenlampe. Wir haben sie geliebt, gebraucht und uns an ihrem warmen Licht erfreut. Nun scheint sie dem Aussterben nah, liegt in den letzten Zuckungen. Was einst Halogen war, scheint nun LED zu werden: Das Standardleuchtmittel der Taucherszene. Leb wohl, du Birnchen!
Der Tauchbudenbesitzer des Jahres… …ist Mirko Obermann von diving.de: Der Kerl hat nicht nur eine der besten Basen, die wir kennen, der Kerl hat auch noch eine richtig klasse Schreibe! Von erstgenanntem können sich Kunden in Ägypten und Kroatien überzeugen, von dem anderen die Leser der „unterwasser“, für die er monatlich eine Kolumne schreibt.
Das Jubiläum des Jahres… …feiert Christiane „Cici“ Nedwed von Seawolf Diving: Binnen eines Jahrzehnts vom 20 Quadratmeter-Büro „Happy Home“ in Downtown/Hurghada zur „Queen of Tauchsafari“ des Roten Meeres – wir gratulieren und bleiben gespannt, was die nächsten zehn Jahre bringen. Ebenso preisverdächtig: Zehn Jahre Aqua Active Agency und 40 Jahre SSI.
Der Vorschusslorbeer des Jahres… …geht an den Scubapro Fusion. Ein Trockentauchanzug, der sich wie ein Nasstauchanzug taucht, nur ohne nass zu werden, weil er ja trocken bleibt: Das hat doch was! Da Preis und Marketing auch stimmen, sollte dem Erfolg nichts mehr im Wege stehen: Ihr Broker würde Scubapro-Aktien empfehlen.
Den Rosamunde-Pilcher-Preis des Jahres… …bekommt die „unterwasser“ für epische Darstellungen über einzelne Atemregler und Nasstauchanzüge sowie für Reiseberichte verliehen, die einen schnöden Bungalow als „Raum für innere Erleuchtung und Einkehr“ bezeichnen: Wer so eloquent formulieren kann, sollte eigentlich Arztromane schreiben.
Die Unternehmerin des Jahres… …kommt aus Wendelstein: Elegant, gebildet, freundlich, dabei immer ein wenig Distanz wahrend. Ella Stoß ist, wie es ein Kollege ausdrückte, der „Düsenflieger unter vielen Propellermaschinen“. Und somit die vielleicht beste Jobgarantie für viele Angestellte in Zeiten der Wirtschaftskrise.
Das Engagement des Jahres… …zeigte die ägyptische CWDS. Listen mit illegal operierenden Basen, einheitliche Richtlinien, nachvollziehbare Regularien, ein zentraler Ansprechpartner, das verstärkte Werbeengagement: Es tut sich was im Land der Pharaonen.
Die Entdeckung des Jahres… …haben die Unterwasserarchäologen der Uni Kiel in den Cenoten Mexikos gemacht: Feuerstellen unter Wasser. Was beweist: In Mexiko haben schon Menschen in den Cenoten gelebt, als der Meeresspiegel noch über 50 Meter tiefer lag. Verbunden mit der Auszeichnung ist die Erkenntnis, dass unser Tauchsport immer noch den Hauch von Abenteuer bereithalten kann: Man muss nur wissen, wo!
"He, halt, ich hab noch kein´s" geschrieben am 24.01.2010 um 15:25 Uhr von Redaktion (mb)
Mittlerweile macht das morgendliche Verteilen des täglichen Messemagizins DiveInside in der Halle 3 der "boot 2010" richtig Freude, denn die "Heftchen" werden oft schon sehnlich erwartet.
Das Messemagazin von DiveInside stand einst Pate für das monatliche Onlinemagazin von Taucher.Net und die Redaktion war skeptisch, wie es denn in der Ausstellerszene ankommt. Die Inhalte finden sich schnell, viel zu viel Kurioses, Neues und Interessantes gibt es auf der "boot" zu sehen und mit jedem Tag kommen die News sozusagen zur Tür herein gelaufen.
Der Anspruch an uns selbst ist durchaus vorhanden, kritischen Themen wird nicht aus dem Weg gegangen. Und damit auch den Taucher.Net-Lesern, die nicht zur Messe kommen (können), nicht alles entgeht, findet man das "Heftchen" immer am Tag nach dem Erscheinen auch online.
Viel Spaß beim Lesen und vor allem Kommentieren wünscht die Redaktion vor Ort.
Wir haben keinen zweiten Planeten im Kofferraum geschrieben am 23.01.2010 um 18:17 Uhr von Harald Apelt
Schauspieler und Artenschützer Hannes Jaenicke stattete heute seinen Freunden von Sharkproject in Halle drei der Messe „boot“ einen Besuch ab. Wie immer war Jaenicke vor Ort um für den Haischutz zu werben und die Öffentlichkeit auf die missliche Situation aufmerksam zu machen. Harald Apelt hatte die Gelegenheit mit dem engagierten Schauspieler zu sprechen.
DI: Hannes, wie kann man soviel Energie für den Artenschutz und den Kampf für einen vernünftigen Umgang mit den Ressourcen aufbringen und dabei auch noch so erfolgreich als Schauspieler agieren? Hannes Jaenicke: Wir müssen die Leute überzeugen, dass es allerhöchste Zeit zum Umdenken ist. Wir gehen mit unserem Planeten um, als hätten wir noch einen zweiten im Kofferraum. Mit dem Helikopter zum Bergseetauchen fliegen gehörte meiner Meinung nach verboten! Deshalb auch das weit gefächerte Konzept unserer Serie zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Arten unseres Planeten und das Engagement gegen den sinnlosen Verbrauch unserer Ressourcen. DI: Ist es dafür inzwischen nicht ein wenig zu spät? Hannes Jaenicke: Die ersten zwei Teile der Serie widmeten wir den Orang Utans und den Eisbären. Für die Orang Utans ist es nach meinem Dafürhalten schon zu spät und durch die Klimaveränderung wird es auch für die Eisbären zunehmend enger. DI: Und wie steht es mit den Haien? Hannes Jaenicke: Ich habe da die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, sonst würde ich auch die Filme nicht machen. Ich will, dass die Menschen begreifen was mit unserem Planeten passiert, ich will informieren. „Das ist etwas anderes als „Bauer sucht Frau“ und dem ganzen anderen Schwachsinn, den man im Fernsehen teilweise so geboten bekommt.“ DI: Wie kommt man zu einem solchen Bewusstsein? Angeboren, angelernt, aus dem Herzen? Hannes Jaenicke: Ich komme aus einer politisch interessierten Familie und bin mit diesen Themen aufgewachsen. Wir bekamen immer die Infobriefe von Greenpeace und ich bin dort auch Mitglied geworden. Das hat den Blick für mich geschärft. Ich glaube daran, dass wir gemeinsam noch etwas bewegen können. Die Ansätze zum Tuna-Verbot könnten noch rechtzeitig sein, aber wenn man so vor einer Fischtheke steht, realisiert man schon, dass 90 Prozent dessen, was dort liegt, eigentlich nicht mehr gefangen und gegessen werden sollte. DI: Wie geht’s jetzt bei dir weiter? Ab zum Flughafen und dann in die Vorbereitung zu meinem nächsten Dreh, DI: Was wird das sein? Hannes Jaenicke: Ich spiele im nächsten Schimi-Krimi mit Götz George. Diesmal allerdings bin ich der „Böse“. DI: Viel Spaß und Erfolg auch in dieser Sache! Und vielen Dank im Namen aller engagierten Taucherinnen und Taucher und im Namen des gesamten Taucher.Net-Teams für deinen großen Einsatz in einer Sache, die uns alle angeht. Hannes Jaenicke: Gern, und ich zähle da weiter auf euer aller Engagement!
Die boot 2010 ist eröffnet! geschrieben am 23.01.2010 um 12:04 Uhr von Armin
Es ist geschafft - die boot 2010 öffnete pünktlich um 10 Uhr ihre Pforten für die Besucher. Und wir starten unser aktuelles Messeblog! Viel Spaß dabei!
Ist die Tauchbasis am zukünftigen Urlaubsort wirklich erste Wahl? Unsere Tauchbasendatenbank hilft! Hier gibt es jede Menge Erfahrungsberichte aus der ganzen Welt, die Dir bei Deiner Urlaubsplanung enorm weiterhelfen werden. Reinschauen lohnt sich!