Der Coreolanus Betrug Markus Koenig KaMeRu Verlag, ISBN 978-3-906739-57-1 2010, 306 Seiten, Taschenbuch, 24,80 Euro
Autor Markus Koenig ist Betriebswirt, Taucher und er liebt gute, klassische Abenteuerliteratur. Sein Faible für Agenten, Verschwörungen und Spionage drückt auch seinem zweiten Thriller den Stempel auf.
Der „Coreolanus Betrug“ beginnt recht harmlos mit einem nicht ganz legalen Tauchgang zum real existierenden Wrack der HMS Coriolanus (mit i), dem Wrack eines englischen Spionageschiffes, das 1945 vor der Westküste Istriens sank. Für einen der beiden Taucher, dem Reisejournalisten Peter Händler, ist dieser Tauchgang der Beginn einer zweitägigen Höllenfahrt. Für den anderen Taucher bedeutet es den recht bizarren Tod. Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse: Die Titelhelden kommen, wie der Leser, kaum mehr zu Atem. Die Handlung und Lage schlägt Haken wie ein Hase auf der Flucht. Die historischen Altstädte von Pula, Rovinj, Pazin und Porec sind ebenso Orte der Handlung wie die Höhlensysteme von Pazinska Jama und Bardine Jama. Und: Der geheimnisvolle Toplitzsee in Österreich.
306 Seiten Abenteuer für zwei Tage Handlung. Ein Stakkato an Ereignissen und ein Meer von Blut erwarten den Leser.
Zu bemängeln ist im Buch eigentlich nur, dass hier - wieder einmal - von Sauerstoff-Flaschen die Rede ist. Wohl jeder nichttauchende Leser hätte den Ausdruck Tauchgerät oder Pressluftflasche verstanden. Ein Fauxpas ist der Ausdruck „Reserveoktopus“. Damit kann keiner etwas anfangen! Einen unverständlichen Satz möchte ich noch wörtlich von Seite 276 abtippen und einfach so stehen lassen: „Der Sauerstoff zeigte noch einhundertvierzig BAR an.“. Von einem Taucher würde man sich bessere Formulierungen erwarten, lieber Autor!
Insgesamt ist das Buch für jeden Liebhaber actiongeladener und turbulenter Thriller eine echte Empfehlung. Ebenso für die Oberflächenpause beim Tauchen (im kroatischen Istrien).
Leseproben und weitere Infos finden sich auf der Homepage des Autors: http://www.marcuskoenig.net
Bewertung :
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