Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers Neil Shubin Fischer Verlag, ISBN 978-3-596-17442-3 3. Auflage 2010, 282 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro Neil Shubin ist ein Mann mit einem langweiligen Beruf. Er sucht nach Tieren, die vor so langer Zeit gestorben sind, dass sie inzwischen versteinert sind. Zusammen mit zwei Kollegen entdeckte er dabei das fehlende Glied zwischen Fischen und Landwirbeltieren. Und ganz nebenher schreibt er Fachartikel und - dieses Buch halt.
Die Krone der Schöpfung ist der Mensch ganz bestimmt nicht. Eher wohl ein Altbau, der unzählige Male schon renoviert wurde. Auch hört unsere Ahnenreihe nicht bei Adam und Eva auf, sondern bei den ersten Lebewesen, die sich im Ur-Ozean entwickelten. Hallo Onkel Fisch und Tante Qualle! Neil Shubin erklärt anschaulich wie und woraus sich der menschliche Körper zu dem entwickelte, das er heute ist. Er vergisst dabei auch nicht, auf aus heutiger, menschlicher Sicht, Fehlkonstruktionen oder Schwachstellen hinzuweisen. Übergewicht, Herzkrankheiten und Hämorrhoiden beispielsweise.
Die teils sehr komplexen Zusammenhänge werden einfach beschrieben und sind durch Vergleiche leicht verständlich.
Ein sehr umfangreiches Literaturverzeichnis beschließt das Buch, wie man es aus wissenschaftlichen Publikationen auch gewöhnt ist.
Inhalt - Wie man den inneren Fisch findet - Die Sache in den Griff bekommen - Nützliche Gene - Zähne, Zähne, Zähne - Vorwärtskommen - Die besten (Körper)baupläne - Abenteuer beim Körperbau - Düfte - Sehen - Ohren - Was das alles bedeutet - Warum Geschichte uns krank macht
Fazit Ein wundervolles Buch um den Körper des Menschen zu verstehen. So wie er heute ist und wie er sich in den letzten dreieinhalb Milliarden Jahren entwickelte. Mit allen Vorzügen und Nachteilen. Und ganz nebenher gibt es noch etwas Biologie, Anthropologie, Genetik und vieles anderes mehr lernen.
Bewertung :
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