Das Buch hörte sich wirklich interessant an, war aber eine einzige Enttäuschung. Die Geschichte wirkt an den Haaren herbeigezogen, die Personen sind unglaubwürdig. Es wimmelt von Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten und Lebensläufen.
Die Hauptperson Michael Reiker kommt aus Deutschland, floh aus der DDR, arbeitete als Ingenieur zur See, baute in den USA eine Elektronikfirma auf, ist jetzt Millonär und hat totzdem Zeit in der Weltgeschichte herumzureisen und kann natürlich alles (Schießen, Prügeln, Tauchen, Frauen verführen und was man als Held sonst so braucht).
Der Autor kommt übrigens aus Deutschland, floh aus der DDR, arbeitete als Ingenieur zur See, lebt jetzt in den USA ... da hat wohl jemand seinen eigenen Wunschtraum niedergeschrieben.
Jeder Tauchgang oder Schnorchelausflug wird in diesem Buch sofort lebensgefährlich (Seeschlangen, Giftfische, Krämpfe ... aber Held Reiker ist immer zur Stelle).
Die eigentliche Schatzsuche nimmt nur einen Bruchteil des Buches ein. Nichts scheint leichter zu sein, als ein paar versunkene Kanonrohre im Riff zu finden.
Danach gibt es eine Verfolgungjagd durch Nordaustralien, da ist es aber interessanter einen Reiseführer zu lesen. Reiker und sein Freund gehen z.B. während der Verfolgungsjagd gemütlich frühstücken, während Reikers Geliebte in der Hand von Gewaltverbrechern ist ... ist ja ganz logisch, oder? Oder sie sagen Sätze wie: ´Ich wünschte, wir hätten Zeit diese herrliche Landschaft zu geniessen´.
Auch die Gegenseite hat illustre Lebensläufe (Ex-Söldner, Profikiller, Ex-Special Forces, Ex-KGB ...) aber Michael Reiker steckt sie alle in die Tasche.
Insgesamt kommt überhaupt keine Spannung auf. Es lohnt sich nicht, dieses Buch zu lesen. Es taugt nicht mal als seichte Urlaublektüre.
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