Der Schlund
Ehrlich gesagt, in den letzten Jahren sind ja kaum noch gute Romane erschienen, die in der Unterwasserwelt spielen. Clive Cusslers Romane habe ich schon in den 90ern (auf Englisch) gelesen und seit 2000 ist Sendestille. ´Der Schlund´ von Cord Hagen könnte ein einhoffnungsvoller Auftakt sein. Laut Verlagsinfo handelt es sich ja um das Pseudonym eines ´bekannten deutschen Bestseller-Autors´, manche Leute denken nach der Lektüre sogar es handele sich dabei um Frank Schätzing. ´Der Schlund´ liest sich auf jeden Fall von der ersten bis letzten Seite spannend. Obwohl besonders die Beschreibungen des Höhlentauchens (insgesamt mindestens 60 Seiten) einem unter die Haut gehen, gibt es auch Atempausen auf der Insel La Palma, wo man einem Versicherungsagenten folgt, der im Umfeld einer Kultgemeinschaft von Guanchen nach zwei verschwundenen Tauchern forscht und dabei auf ein tödliches Geheimnis stößt, von dem schon die Ureinwohner der Karnarischen Inseln wußten. Ob es den ´Mythos der Roccas Carnivoras´(Zu gut deutsch: Mythos der fressenden Felsen´)wirklich gibt, wäre schon interessant. Auf vielen Inseln gibt es ja merkwürdige Geschichten von Meerungeheuern, doch in diesem Roman stellen sich die Biester, als verdammt real heraus. Nicht umsonst zitiert der Autor gleich zu Anfang HANS HAAS: ´Obwohl das Meer mehr als zwei Drittel der Erde bedeckt, wissen wir weniger darüber als über die Oberfläche des Mondes. So mag es kommen, daß in den dunklen Abgründen der Ozeane wirklich noch riesenhafte Meeresungeheuer leben, ohne daß wir ihrer je ansichtig geworden sind.´ Unterstützt wird Haas noch von einem anderen Klassiker, dem Briten F.A. MITCHELL HEDGES, der in seinem Buch ´Mein Kampf mit Riesenfischen´ folgendes schrieb.´Wenn man mich fragt, ob ich an die Existenz von Geschöpfen glaube, die größer, als alle Einbildungskraft es sich vorstellen kann, in den Tiefen des Ozeans leben,antworte ich mit einem uneingeschränkten Ja.´ Mehr möchte ich hier nicht verraten, sonst ist die ganze Spannung futsch. Nur noch soviel: Bestimmten Kreaturen, die wir Taucher alle kennen, möchte man in einem anderen Masstab echt nicht begegnen... Vor allen Dingen nicht in einer Höhle in 200 Meter Tiefe... YOU HAVE BEEN WARNED! Terence Tucker
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