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Aktun Divers, Tulum Geschrieben am 13.12.2002 von Philipp
4 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Ich kann mich dem Bericht von Michael absolut anschließen. Nach einer dreiwöchigen Rundreise durchs Land im Mai 2002 haben wir uns die letzten Tage gemütlich in Tulum ausgespannt. Wir haben uns bewusst für Tulum und gegen Playa oder Cancun entschieden, da dieser Ort für Individualreisende noch halbwegs bezahlbar ist (wenn auch deutlich teurer als der Rest des Landes), weniger Rummel und deutlich leerere Strände hat.
Die Basis von Gunnar Wagner wurde uns von dem Betreiber unserer Cabaña am Stand empfohlen und war von dort noch ganz gut zu erreichen.
Zuerst habe ich bei den Preisen etwas geschluckt, 90 US$ für zwei Tauchgänge ist nicht gerade wenig, zumal keine Bootskosten anfallen sondern die Cenoten (Süßwasserhöhlen) mit dem Auto (ältere geländegängige Pick-ups) angefahren werden. Aber andererseits war ich bei meinen Tauchgängen aufgrund der absoluten Nebensaison dann auch alleine mit dem Guide unterwegs.
Nichtsdestotrotz waren die beiden Tauchgänge ihren Preis wert, da das Cenotentauchen absolut einmalig ist. Aufgrund der grandiosen Sichtweiten nimmt man das Wasser überhaupt nicht mehr wahr, ein Gefühl des Fliegens stellt sich ein. Auch die Felsformationen der Höhlen sind extrem beeindruckend. Selbst für die verwöhntesten Taucher ein Erlebnis.
Voraussetzungen für das Cenotentauchen ist nur ein OWD oder CMAS*-Brevet, nur wenn man an den Stoppschildern vorbei tiefer in die Höhlen will, muss man entsprechend ausgebildet sein. Eindrucksvoll genug sind die Tauchgänge allerdings auch so, wenn man den Höhleneingang noch sehen kann.
Der Ort Tulum ist selber nicht besonders sehenswert und auf ein Hotel im Ort würde ich verzichten, da der Ort mehrere Kilometer vom Strand entfernt ist. Am Strand gibt es mehrere Cabañas (Hütten), die teilweise recht primitiv sind aber durchaus urig.
Eigentlich haben die Basis und die Tauchziele 6 Flossen verdient, aber für die hohen Preise ziehe ich eine ab.
Bewertung :
( 5 von 6 Flossen )
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Aktun Divers, Tulum Geschrieben am 10.05.2001 von Michael Frenzel
7 von 11 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 9 Usern stimmten diesem Bericht zu.
28.3. – 6.4.2001
Dass das sogenannte Cenotentauchen auf der Halbinsel Yucatan in Mexico
eines der High-lights des taucherischen Lebens sein soll, wurde ja bereits
öfters beschrieben, zuletzt im Heft 3/2001 des Magazins „Unterwasser“.
Neugierig geworden hatten wir uns bereits per email bei den Aktun Divers
in Tulum ange-meldet. Nach meiner Kenntnis ist es die einzige deutschsprachige
Tauchbasis an der soge-nannten Riviera Maya, also der Bereich der Karibikküste
der Halbinsel Yucatan zwischen Cancun und Tulum. Auf Yucatan soll sich
ja das größte Unterwasserhöhlensystem der Welt befinden
(man schätzt ca. 500 km), wobei der Zugang über sogenannte Cenoten
erfolgt, dies sind im Dschungel liegende Wasserlöcher unterschiedlicher
Größe (meist kleine Weiher), von denen man aus dann in das Höhlensystem
eindringen kann. Das Besondere: Es handelt sich im oberen Bereich um Süßwasser,
ab einer bestimmten Tiefe geht es dann in Salzwas-ser über. Das Höhlensystem
hat zum Teil Verbindung zum offenen Meer, die Cenoten liegen in der Regel
auch nicht weit entfernt. Echtes Höhlentauchen ist natürlich
nur möglich, wenn man über eine entsprechende Ausbildung als
Höhlentaucher und das entsprechende E-quipment verfügt, was ja
wohl selten der Fall ist.
Als Normalsterblicher kann man jedoch ohne Weiteres das sogenannte Grottentauchen
be-treiben, d.h. man taucht maximal 70 m tief in eine der Höhlen mit
der Maßgabe, dass man grundsätzlich immer noch eine optische
Verbindung zum Eingang der Höhle hat (Licht).
Darüber hinaus sollte dies nur unter entsprechender Führung
erfolgen. Auf der Tauchbasis von Gunnar Wagner findet man allerdings auch
neben den üblichen Leihausrüstungen einen kleineren Bestand von
Ausrüstungsquipment für Höhlentauchen, was auch entsprechend
verliehen wird.
Darüber hinaus wird bei Gunnar Wagner auch die Ausbildung zum Höhlentaucher
angeboten.
Das Cenotentauchen selbst ist in der Tat ein Erlebnis. Es erwartet einen
ein etwa 24 Grad warmes Wasser (3 mm Neopren genügt in der Regel)
bei exzellenten Sichtbedingungen. Das Wasser ist in der Regel glasklar
(Sichtweiten, so weit die Lampe reicht), nur im Bereich des Überganges
von Süß- auf Salzwasser bilden sich leichte Schlieren, allerdings
nur in einem Bereich von etwa einem Meter. Sowie man komplett in Salzwasser
eingetaucht ist wird es wieder völlig klar. Es erwarten einen unglaubliche
Höhlen, Unterwasserlandschaften, ver-gleichbar teilweise mit großen
Tropfsteinhöhlen, mit ausgesprochen unterschiedlichen For-mationen.
So kann man sagen, dass keine Cenote wie die andere ist.
Allerdings sei zu bemerken, dass das ganze kein preiswerter Spaß
ist: Zwei Grottentauch-gänge kosten 90 US Dollar (zurzeit etwa DM
200,00). Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Karibikseite
der Insel Yucatan durch den starken amerikanischen Tourismus relativ teuer
ist und die Preise dadurch, insbesondere von den Amerikaner, in die Höhe
ge-trieben wurden. Schließlich ist allerdings auch zu bedenken, dass
eine Gruppe, die einen Grottentauchgang macht, maximal aus 4 Tauchern besteht
unter Begleitung eines erfahre-nen Höhlentauchers, der über eine
komplette Höhlentaucherausrüstung verfügt, so dass ein sehr
hoher Sicherheitsfaktor gegeben ist. Dies schlägt sich natürlich
schon etwas im Preis nieder, darüber hinaus sind praktisch alle Zugänge
zu den Cenoten privat, wobei die Eigen-tümer des Landes natürlich
die Attraktivität der Cenoten erkannt haben und Eintrittsgelder verlangen,
teilweise bis zu 10 US Dollar.
Da man derartiges Tauchen allerdings ja auch nicht jeden Tag in seinem
Leben macht, sollte man es sich doch einmal schon gönnen.
Die Basis von Gunnar Wagner kann grundsätzlich empfohlen werden,
wenn auch einmal die Organisation nicht immer ganz klappt (es kann schon
einmal sein, dass sich die Abfahrtszei-ten von der Basis etwas verschieben
– mexikanische Zeit). Angefahren werden die Cenoten in der Regel mit geländegängigen
amerikanischen Fahrzeugen (da in der Regel unbefestigte Dschungelfahrwege
zu bewältigen sind). Die Tauchbasis von Gunnar Wagner liegt in Tulum,
direkt an einer Straßenkreuzung und ist unübersehbar. Tulum
ist ja bekannt durch eine der bekanntesten Mayastätten, nämlich
einer archäologischen Anlage, die unmittelbar am Meer liegt, und zwar
an einer der schönsten Strände der Riviera Maya. Die Tauchbasis
selbst ist mit einem kleinen Hotel verbunden, welches auch von Gunnar Wagner
und seiner Frau be-trieben wird.
Allerdings kann die Unterkunft dort nicht empfohlen werden, weil es
einfach zu laut ist (Stra-ßenkreuzung). Es empfiehlt sich hier, das
nur 50 m entfernt liegende kleine Hotel „Villa Tu-lum“, welches über
12 gut eingerichtete, mit Aircondition versehene Zimmer verfügt, erst
ein Jahr alt ist, einen wunderschönen Garten mit Swimmingpool hat
und zu Preisen von 50 US Dollar pro Nacht und Doppelzimmer (Preis bezieht
sich auf Zimmer, nicht auf die Zahl der Personen) angeboten wird. Das ist
für den Bereich der Riviera Maja durchaus außerordent-lich günstig.
Bewertung :
( 4 von 6 Flossen )
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