Tauchplätze Antarktis

Antarktistour - M.V. Grigoriy Mikheev

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Datenbankeintrag 19097
Antarktistour - M.V. Grigoriy Mikheev
Geschrieben am 04.07.2005 von Ruth und Adrian Pfeiffer

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Tauchen in der Antarktis ist Tauchen der besonderen Art. Es ist ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis, auf den Spuren von Amundsen, Scott und Shackleton Tauchgänge in jenem kältesten, stürmischsten und trockensten Kontinent zu unternehmen, der noch im 17 Jahrhundert als „terra australis nondum cognita“ die Weltkarten zierte.

Ein Bericht zu diesem faszinierenden Tauchziel befindet sich in unserer 56. Redaktionsausgabe.

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Datenbankeintrag 18548
Antarktistour - M.V. Grigoriy Mikheev
Geschrieben am 10.06.2005 von Ruth + Adrian

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Tauchen in der Antarktis ist Tauchen der besonderen Art. Es ist ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis, auf den Spuren von Amundsen, Scott und Shackleton Tauchgänge in jenem kältesten, stürmischsten und trockensten Kontinent zu unternehmen, der noch im 17 Jahrhundert als „terra australis nondum cognita“ die Weltkarten zierte.

Tauchen in der Antarktis

Nach knapp 1500 Tauchgängen im Süsswasser und tropischen Riffen dachten wir, es sei nun an der Zeit, mal an was „anderes“ zu denken. Den eigentlichen Kick für eine Tauchreise in die Antarktis gab uns der Törn mit der M.V. Professor Molchanov im Juni 2003 nach Spitzbergen, wo wir es schafften, noch knapp unterhalb des 80. nördlichen Breitengrades unserm Hobby zu frönen.
Doch was wir in der Antarktis im Februar 2005 unter wie auch über Wasser vorfanden, war um Welten besser. Die Unterwasserwelt ist unerwartet farben- und artenreich. Seeanemonen (z.B. die leuchtorange-farbene isotealia antarctica), Schlangensterne, Seesterne (vorab die roten odontaster validus), Sonnensterne, Nacktkiemenschnecken (z.B. die doris kerguelensis), Tri-tonschnecken, Garnelen, Schwämme, Leuchtquallen und sogar kleinste weisse Weichkorallen, daneben riesige Gebiete mit kniehohen Kelpwäldern (cystosphaera jacquinotii), auf und unter deren Blätter sich ein wahres Makroparadies (Amphipoden) befindet.

Tauchen den Eisbergen in der Antarktis

Die Tauchgänge an den riesigen, und schier endlos senkrecht abfallenden kolossalen Eisbergen sind schlichtweg der Hammer. Gleich mehrmals hatten wir das Glück, Seeleoparden unter Wasser anzutreffen (ehrlich gesagt: ein mulmiges Gefühl...). Besonders in Erinnerung blieb uns der Tauchgang vor der ehemaligen Walfänger-Station Alice Creek, wo die Überreste der industriell verwerteten Blauwale ins Meer entsorgt wurden und wo noch intakte 20 m und längere Wirbelsäulen zu bestaunen sind. Tauchen in der Antarktis ist Tauchen auf einem anderen Planeten. Denn die Kulisse (Eisberge, Gletscher, Packeis) und die Bewohner (Pinguine, Robben, Wale etc.) sind für uns ebenso unwirtlich wie fremdartig.
Wer im ewigen Eis seinem Hobby Tauchen frönen will, muss sich in einer gesundheitlich und finanziell sehr guten Konstitution befinden. Die zwei Tauchgänge pro Tag im bis zu –2° C kalten Wasser teilweise bei Sturm und Schneefall zehren ebenso an der Substanz wie die Kosten von über EUR 7‘000.- pro Person (inkl. Flug). Dazu kommt die 48-stündige Überfahrt von Ushuaia/Feuerland zum Kontinent durch die stürmische Drake-Passage (bis Windstärke 12!) und zurück, die für die meisten Passagiere zur Höllenqual wurde. Dennoch kann eine solche Reise der Extraklasse für Hardcore Divers nur empfohlen werden. Auf der M.V. Grigoriy Mikheev (Schwesterschiff der Molchanov), einem ehemaligen russischen Forschungsschiff mit russischer Besatzung, waren wir bestens aufgehoben. Sicherheit wird gross geschrieben.

Seeleopard - Tauchen in der Antarktis

Die Diveguides Mike (Kanada) und François (Frankreich) als Eiswasser-Spezialisten bzw. Meeresbiologen kennen die Tücken und die Gefahren des Packeises, der treibenden Eisberge und der Strömungen. Ausrüstung, Technik, Elektronik, Ver-sorgung etc.: alles ist auf hohem Niveau.
Den 45 Passagieren (davon 20 Taucher aus aller Herren Länder, Anzahl stetig abnehmend...) fehlte es an nichts. Sogar ein Arzt war vorschriftsgemäss mit an Bord. Wer nicht tauchen gehen wollte (oder zufolge Tauchverbots nicht mehr durfte, auch das gab es!), konnte sich einer Landtour anschliessen. Maximal 5 bis 6 Taucher waren auf einem Zodiak (4.5 m Länge, fester Boden, Aussenborder mit 200 PS) unter-wegs, welches mit den Tauchausrüstungen beladen vom Deck mittels Kran behutsam ins und aus dem Wasser gehievt wurde (kein Schleppen der schweren Ausrüstungen und Bleigurte). Fazit: eine einmalige Reise, die uns lange in Erinnerung bleiben wird und ihr Geld und die Strapazen (Überfahrt) wert war.

Adrian und Ruth

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