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Datenbank - Tauchplätze - Malediven - Ari Atoll Bathala



Tauchplätze Malediven

Ari Atoll Bathala

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 Datenbank - Tauchplätze - Malediven - 2 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 14477
Ari Atoll Bathala
geschrieben am 11.01.2004 von Wolfgang [PADI AOWD, 130 TG]

12 von 12 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 4 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir waren von 10. bis 25. Juli 2003 auf Bathala. Gebucht haben wir die Reise über Tropical Seas in Villach, die uns bei der Auswahl der Insel – es war unsere erste Maledivenreise - hervorragend beraten haben. Die Anreise erfolgte über München mit Zubringerflug ab Wien. Die Flugzeit für die Strecke München – Male mit Thomas Cook beträgt 9,5 Stunden.

Nach Ankunft am International Airport von Male wurden wir mit Kleinbussen über den Flughafen zum Terminal der maledivischen Inlandsfluglinie gebracht von wo die kleine Propellermaschine mit dem barfüssigen Piloten nach einer kurzen Wartezeit auch schon in Richtung Ariatoll abhob. Nach ungefähr 45 Minuten Flugzeit inklusive zweier Zwischenlandungen vor anderen Inseln erreichten wir gegen 11 Uhr Vormittag Bathala. Das nicht sehr hoch fliegende Wasserflugzeug bietet einen ersten herrlichen Blick auf die Hauptstadt Male und die Inseln des Nordmaleatolls. Nach der Landung des Wasserflugzeugs vor der Insel Bathala im nordöstlichen Ariatoll steigen die Passagiere auf einer kleinen Plattform auf ein Dhoni um, das sie zur Insel bringt.

Auf der Insel wurden wir vom sehr freundlichen Rezeptionisten mit einem Welcomecocktail begrüßt und kurz in die Gepflogenheiten der Insel eingeführt. Wir hatten all inclusive gebucht, wobei neben allen alkoholfreien Getränken der nicht trinkbare Tischwein und Bier enthalten war. Anschließend bezogen wir unseren klimatisierten, runden Bungalow mit open air Badezimmer, der nur zehn Meter vom Stand entfernt lag.

Nach vollständiger Erkundung der nur 150 mal 200 Meter großen Insel und einem ersten Schnorchelgang am ersten Nachmittag gingen wir am Abend zur Tauchbasis, wo wir Norbert Schmidt, den „Entdecker“ des Ariatolls kennenlernten. Nach kurzer Besprechung unserer bisherigen Taucherfahrung wurde beschlossen, auf den Checktauchgang am Hausriff zugunsten eines ersten Bootstauchgangs am nächsten Morgen zu verzichten. Da wir unsere eigene Ausrüstung hatten, haben wir nur Blei und die auf den Malediven vorgeschriebenen Signalbojen ausgefasst.

Nach einem ausreichenden Frühstück am nächsten Morgen gingen wir um neun Uhr zum Steg, wo unsere Ausrüstung und die Pressluftflaschen schon auf uns warteten und von der freundlichen maledivischen Bootscrew auf das Dhoni verladen wurde. Die Ausrüstung wurde von allen Tauchern zusammengebaut und geprüft, Norbert hielt das Briefing auf der kurzen Fahrt zum Tauchplatz. Dann starteten wir den ersten der insgesamt 24 Tauchgänge.

Wer unter Wasser blühende Korallengärten sucht, sollte in den nächsten Jahren auf das nordöstliche Ariatoll verzichten. Die Korallenbleiche hat Schutthalden hinterlassen, die sich nur langsam wieder erholen. Dafür wird man aber mit einer Vielfalt an bunten Rifffischen und Großfischen entschädigt, wie sie sonst kaum zu finden ist. Weißspitzenriffhaie haben wir bei jedem Tauchgang gesehen, darüber hinaus Grauhaie, Ammenhaie, Napoleons, Mantas, Mobulas, riesige Zackenbarsche, Stachelmakrelen, Tunfische, Barrakudas, Stachelrochen, Schildkröten, Rotfeuerfische, Papageienfische, Drückerfische, Anglerfische, Schnecken und jede Menge bunte Schwarmfische.

Die Tauchbasis ist sehr gut organisiert, die Tauchplätze des nächsten Tages werden am Vorabend bekannt gegeben und man trägt sich einfach in die Bootsliste ein. Pro Tag werden zwei Bootsausfahrten durchgeführt, daneben ist Hausrifftauchen jederzeit möglich. Norbert hält als Tauchguide wenig von Rudeltauchen und ist nicht gerade begeistert, wenn ihm jemand dauernd an den Flossen klebt. Taucher sollten in der Lage sein, relativ selbständig bei zum Teil starker Strömung zurecht zu kommen.

Getaucht wird hauptsächlich an sogenannten Tilas – das sind Unterwasserriffe, die bis knapp an die Oberfläche heranreichen. Die Tilas werden bei jedem Tauchgang je nach Größe mehrmals umrundet, was dazu führt, dass jeweils die Hälfte des Tauchgang mit der Strömung, die andere Hälfte jedoch gegen die Strömung getaucht wird. Zum Teil gibt es aber auch Tauchplätze, bei denen man sich gemütlich von der Strömung dahintreiben lässt und nach einer Stunde wird man vom Boot wieder aufgefischt.

Juni und Juli sind Monate mit dem höchsten Niederschlag auf den Malediven. Das hat den Vorteil, dass nur sehr wenig Touristen in dieser Zeit die Inseln besuchen. Man hat den Strand und was noch wichtiger ist, die Tauchplätze für sich alleine. Dafür mussten wir aber vier Tage mit Regen und Sturm in Kauf nehmen – stört aber nicht beim Tauchen. Die richtige Reisezeit für einen erholsamen Urlaub, bei dem man getrost die Schuhe zu Hause lassen kann.

Die Insel Bathala ist sehr klein und bietet neben Tauchen und Schnorcheln eigentlich keine weiteren Freizeitaktivitäten an. Da man die Insel zu Fuß in zehn Minuten umrundet hat, ist sie nur für Taucher und für Leute, die gerne nur am Strand liegen zu empfehlen. Die Insel wird hauptsächlich von italienischen Touristen besucht, die kaum tauchen dafür aber ständig animiert werden müssen. Im August ist die Insel, so hört man, voll mit Italienern. Das Essen wird in Buffetform angeboten – es gibt sehr gute internationale Küche, die Abwechslung reicht für zwei Wochen gerade aus.

Nach zwei wunderschönen entspannten Wochen wurden wir wieder zum kleinsten Flughafen der Welt (so die Bezeichnung der Landeplattform vor der Insel) gebracht und von dort ging es mit dem Air Taxi zurück zum Flughafen Male, München und endlich Wien.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 13159
Ari Atoll Bathala
geschrieben am 01.05.1997 von Kocher Peter

8 von 9 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 7 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Eine wunderschoene Insel mit einigermassen intaktem Hausriff. Hier laesst sich wunderschoen faulenzen und die Unterwasserwelt geniessen.
Das Hotel ist angenehm, die Insel ruhig, das Essen ist einfach aber gut und die Bungalows sind einfach aber gepflegt. Eine Besonderheit : zum Duschen gibt es nur kaltes Wasser und das Badezimmer ist ein Bungalowanbau ohne Dach. Das Naturerlebnis ist auf jeden Fall gegeben und die Duefte bleiben an der frischen Luft.
Die Tauchbasis gehoert Norbert Schmid und wird z.Zt von einen Dreierteam geleitet. Die Basis eignet sich gut fuer erfahrene Taucher welche von Boot oder vom Steg aus selbststaendig Tauchen wollen. Fuer Anfaenger kann ich die Tauchschule nicht unbedingt empfehlen, da die notwendige Betreuung nicht immer gegeben werden kann. Auch das Mietmaterial laesst zu wuenschen uebrig. Vielfach ist es so, dass ausser ABC-Material, Jacket und Lungenautomat keine weiteren Teile abgegeben werden.
Ein Anfaenger wuenscht sich oft mehr Unterstuetzung und freut sich wenn er in einer kompletten Ausruestung tauchen kann. ( So mindestens die Aussage der Beginners waehrend unserem Aufenthalt).
Von der Unterwasserwelt her betrachtet, kann Bathala sehr viel bieten. Die Bootsausfahrten dauern zwischen 15´ - 45´ Minuten und es koennen ueber 20 Tauchplaetze angefahren werden. In diesem Atoll gibt es hauptsaechlich zwei Arten von Riffen (TILAS und FAROS), das eine ist meistens eine exterm schoen bewachsene Steilwand welche bis ca 3m unter die Wasseroberflaeche reicht, das andere ist ein flaches Riff welches ca 10 - 12 m unter der Oberflaeche beginnt und flach abfaellt. Beide Riffarten enden ca bei 30m Wassertiefe.
Alle Riffe weisen einen aenlichen Bewuchs auf und werden von den gleichen Meeresbewohner belebt. Fuer weitgereiste Taucher empfehle ich deshalb bloss eine Woche Aufenthalt auf dieser Insel verbunden mit einem Inselwechsel in ein anderes Atoll. Diese Massnahme bereichert sicher den Urlaub und die Ausbeute an schoenen Unterwasseraufnahmen. Fuer Leute die von den Unterwassereindruecken noch nicht uebersaettigt sind, kann ein 2-woechiger Aufenthalt auf diesem Flecken Paradies sicher interessant sein.
Das Hausriff steht den angelaufenen Riffen in keiner Weise nach. Die Insel laesst sich wunderschoen umtauchen. Dabei kann die ganze Fauna und Flora dieses Atolls beobachtet werden. Mit viel Glueck lassen sich auch am Hausriff Grossfische beobachten. Es wird auf jeden Fall behauptet das sich auch schon Mantas und Walhaie am Hausriff eingefunden haben. Mit Sicherheit sieht man aber Stachelrochen und ab und zu Ammenhaie.

Besonderes:
Auf den Maledivien ist immer mit Stroemung zu rechnen. Diese ist abhaengig von den Gezeiten und schwillt in einem bestimmten Ryttmus an und ab.
Bathala besitzt angefuetterte Fische (Doktorfische und Stachelrochen) Das Problem der Anfuetterung ist, dass die Fische ihre natuerliche Scheu verlieren und ganz schoen aufsaessig werden koennen. Im Fall von Doktorfischen kann ein allzunaher Kontakt recht schmerzhafte Folgen haben. Bei den Stachelrochen ist zu bedenken, das diese Tiere einen giftigen Stachel besitzen und deshalb vom Beruehren der Tiere besser abgesehen wird.
Anreise:
Ein guenstige Variante ist mit AIR LANKA ueber Colombo machbar. Die Anreise dauert ueber 24 h wegen etlichen Zwischenlandungen unterwegs. Diese Variante ist aber grundsaetzlich nicht zu empfhelen, da die Ersparnisse gegenueber einem Direktflug mit LTU, Condor oder Balair sehr minimal sind (Bsp: Balair ab Zuerich Flugzeit ca 11 h + Fr. 250.--)
Buchung:
Bathala wird von den grossen Reiseveranstalter angeboten. Favorit:
Fuer CH: Manta Reisen via TRAVAC AG
Fuer BRD: Meiers Weltreisen und TUI

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