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Datenbank - Basen/Shops - Malediven - Bandos - Nord-Male Atoll - SubAqua



Basen/Shops Malediven

Bandos - Nord-Male Atoll - SubAqua

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 Datenbank - Basen/Shops - Malediven - 3 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 4879
Bandos - Nord-Male Atoll - SubAqua
geschrieben am 24.09.2003 von @ndreas [PADI MSD, 180 TG]

9 von 11 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 8 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ich war vom 18.4. bis 3.5.2003 auf Bandos

Hier meine Eindrücke

Erstkontakt: Die Basis präsentiert sich mit ihrer Homepage http://dive-bandos.com als sehr professionell und engagiert. Herzuheben ist insbesondere die ausführliche Beschreibung der Tauchplätze. Meine Anfrage per e-mail wurde von Axel Horn noch am selben Tag und sehr eingehend beantwortet. Ebenso prompt hat Axel auf Zusatzfragen reagiert. Insgesamt ein sehr positiver erster Eindruck. Infos zur Insel gibt es unter http://www.bandos.com.mv

Anreise:

Nach 8 1/2 Stunden Flug (Condor) von München nach Male bin ich übermüdet und etwas angeschlagen auf der Flughafeninsel gelandet. Die Sitze waren – wie immer – eher etwas zu eng, der Abstand arg klein. Vielleicht sollte ich doch „Comfort Class“ buchen. Der Service in der Touristenklasse war auch eher Massenabfertigung. Aber: für die Malediven nimmt man einige Strapazen in Kauf. Gebucht hatte ich übrigens über Neckermann (was ich selten tue). Die waren tatsächlich 1.000 Euro billiger als die spezialisierten Tauchreiseanbieter (bei gleichem Angebot: Einzelnutzung eines Standard-Bungalows, VP). Bei der Ankunft gleich die ersten Enttäuschungen: Es regnet und ich wurde zwar mit dem obligatorischen Begrüßungscocktail (alkoholfrei) empfangen aber statt in dem gebuchten Strandbungalow für die erste Nacht in einer Angestelltenunterkunft untergebracht. Das Ressort war restlos ausgebucht. Möglich, daß das Methode hat. Wahrscheinlicher aber hatten ,wie ich, viele Urlauber wegen des Irak-Kriegs die Malediven dem Roten Meer vorgezogen. „Na das fängt ja gut an“, war mein erster Gedanke.

Ressort:

Der erste Eindruck war zum Glück nicht der letzte. Für die erste Nacht im Ausweichquartier hat man sich mit einem Obstkorb, einer guten Flasche Wein und einem Gratis-Ausflug nach Male bei mir entschuldigt. Die zweite Nacht habe ich dann schon im Strandbungalow verbracht – geräumig, sauber (Geckos, hin und wieder ein paar Ameisen etc. gehören in tropischen Ländern einfach – gut, daß ihnen nicht mit der chemischen Keule zugesetzt wurde) und geschmackvoll (vielleicht ein bißchen zu nüchtern) eingerichtet, mit einem Stückchen Strand. Eine Klimaanlage brauche ich sonst eher selten, aber hier war sie wirklich angebracht, um gelegentlich dem ständig schwül-warmen Klima entgehen zu können. Gut, daß man die Temperatur selbst regulieren konnte und nicht auf die Wahl zwischen Sauna und Eisschrank beschränkt war. TV gibt es nicht, vermißt man aber auch nicht. Empfehlenswert sind wohl insbesondere die Bungalows ab Nr. 170 und natürlich für Taucher: möglichst nahe an der Basis.

Der Service im Bungalow und in den Restaurants war professionell in Ordnung und ein ordentliches Trinkgeld (samt gelegentlich einigen Süßigkeiten) wert. Insgesamt wirkte das Personal aber eher etwas zu geschäftsmäßig und distanziert. Die sicher freundlich gemeinten üblichen Floskeln kannte man nach wenigen Tagen auswendig.

Das Ressort machte insgesamt einen akzeptablen aber sicher nicht exklusiven Eindruck. Die Anlage ist ein gepflegter exotischer Garten. Manchmal etwas zu gepflegt, denn täglich wird das Laub weggefegt und der Sand mit dem Rechen in Form gebracht. Zu den Sport- und Freizeitangeboten kann ich wenig sagen, weil ich die meiste Zeit unter Wasser verbracht habe. Das Massageangebot hätte ich gerne gelegentlich genutzt, war aber ständig ausgebucht. Unverständlich war für mich, warum das Ressort mit Sauna und Dampfbad ausgestattet wurde. Bei dem tropischen Klima besteht hierfür wohl eher kein Bedarf. Kuriosität am Rande: Die strengen islamischen Regeln gestatten den Saunabesuch nur mit Badehose!

Die Verpflegung (per Büffet) bot hinreichend Abwechslung. Erwähnenswert sind die leckeren Curry-Gerichte und das reichhaltige Dessert-Angebot. Insgesamt aber auch hier: Guter Durchschnitt aber sicher nicht Spitzenklasse (Das gilt auch für das à la Carte-Restaurant). Vollpension hat sich für mich eher nicht gelohnt, da die Snacks an der Bar nicht mit inbegriffen waren und ich Mittags zwischen den Tauchgängen meist keine Lust hatte, mich zum Restaurant zu schleppen.

Entscheidender Kritikpunkt – aber das gilt wohl für fast alle Malediven-Ressorts: Die Nebenkosten sind extrem hoch. Insbesondere die Versorgung mit Mineralwasser (man braucht mindestens 2 – 3 große Flaschen am Tag), das Deko-Bier und die gelegentliche Cocktails gingen richtig ins Geld. Süßigkeiten sollte man mitbringen (auch um sie als gern gesehene Trinkgeld-Zugabe zu verteilen).

Der (schmale) Strand ist eine besondere Erwähnung wert. Jedes (oder fast jedes) Bungalow hat ein Stück Strand für sich. Die erste Hai-Begegnung findet häufig am Strand statt. Dort tummeln sich kleine Schwarzspitzenriffhaie (vielleicht 20 – 30 cm) im flachen Wasser. Auch große Stachelrochen sind gelegentlich anzutreffen. Die Vielfalt der Riff-Fische läßt sicht auch beim Schnorcheln in Strandnähe erkunden und gelegentlich kann man vom Bootssteg aus in weiterer Entfernung eine Delphinherde vorbeischwimmen sehen.

Gäste:

Bandos ist ein Familienressort, was sich insbesondere in den Schulferien bemerkbar macht. Viele plärrende Kleinkinder und Tauchenichtse überall. Eine Disco, deren Tanzfläche bis nach Mitternacht von den Kurzen belagert wird. Für Singles ist die Insel also nur bedingt geeignet. Aber ich war ja hier nicht wegen Nachtleben sondern wegen Tauchen. Ansonsten war das Publikum eine gute internationale Mischung – nicht fest in deutscher oder deutschsprachiger (einschl. AU und CH) Hand – sondern auch Briten, Italiener, Japaner, Franzosen.

Tauchbasis allgemein:

Die Malediven sind das Tauchgebiet schlechthin und die Tauchbasis von Axel Horn ist in diversen Tauchzeitschriften ausgezeichnet worden. Also habe ich hier eine absolute Top-Basis erwartet. Gleich vorab: Dieser Erwartung wurde die Basis nicht in vollem Umfang gerecht, obwohl man sich dort merklich um mich bemüht hat.

Ich bin als Taucher nicht ganz pflegeleicht. Mein Luftverbrauch ist recht hoch. Außerdem fotografiere ich gerne und kann dann auch nicht mit einem Anfänger tauchen (fotografieren und ständig auf den Buddy achten geht nun einmal nicht). Deshalb tauche ich auch sehr ungern in größeren Gruppen und habe lieber einen ständigen erfahrenen Buddy, mit dem ich mich arrangieren kann, oder einen Guide für mich (für den ich auch gerne etwas zuzahle). Ideal ist daher für mich eine Tauchbasis, die sich individuell auf ihre Kunden einstellen kann. Die Basis von Axel Horn hat dies teilweise geschafft – aber eben nur teilweise. Daneben waren – leider – auch immer mal wieder „Rudeltauchgänge“ angesagt. Ich hatte den Eindruck, daß Tauchen hier überwiegend als Massenbetrieb stattfindet. Viel hängt davon ab, an den richtigen Guide oder Tauchlehrer zu geraten. Manche sind richtig gut, freundlich und gehen auf individuelle Wünsche und Tauchhandicaps ein. Andere betreiben eben nur „business as usual“.

Das Leihequipment kann ich nur oberflächlich beurteilen, weil ich meine eigene Ausrüstung dabei hatte. Was ich bei anderen Tauchern gesehen habe wirkte aber schon etwas mitgenommen.

Die Basis ist wirklich ein Prachtbau mit Schulungsräumen und einem großen Umkleidebereich. Sie verfügt aber nicht über abschließbare Ablageboxen und stellt auch keine Kisten für die Ausrüstung (sonst eigentlich Standard bei einer guten Basis). Statt dessen legt jeder seine Sachen auf offen Holzregale und hängt Neopren und BCD auf Bügel (wenn welche frei sind). Gut, daß ich eine geräumige Ausrüstungstasche dabei hatte. ABC-Ausrüstung, Computer, Lampen etc. muß man jedesmal hin und herschleppen. Süßwasserbecken zum Reinigen der Ausrüstung sind vorhanden.

Sicherheit:

Die Basis achtet für meinen Geschmack nicht hinreichend auf Sicherheit. Niemand hat mein Brevet oder mein ärztliches Tauchtauglichkeitsattest sehen wollen. Vertrauen in die Angabe des Kunden ist ja ganz nett, und letztlich bin ich für mich selbst verantwortlich. Aber ich möchte schon sicher gehen, daß die Taucher in der Gruppe auch die hinreichende Ausbildung und Tauchtauglichkeit haben. (Bei meinem jeweiligen Buddy versuche ich das vorher selbst zu klären.) Ich habe es erlebt, daß Taucher in der Gruppe mit auf 30 m waren, die mir (erst danach!) ihren Ausbildungstand als OWD gebeichtet haben. Ich sehe das vielleicht etwas eng aber:
Es mag schon sein, daß manch ein OWD (z.B. mit 200 Tauchgängen) den meisten AOWDs überlegen ist. Es kann aber auch sein, daß sich die fehlende Ausbildung bemerkbar macht. Wenn ich sonst nichts habe, woran ich mich halten kann, dann muß das Brevet halt sein und ich erwarte von der Basis, daß sie es geprüft hat.

Der Checkdive ist obligatorisch (Maske ausblasen und 2. Stufe wiederfinden), die Intensität des Checks hängt aber wohl sehr vom jeweiligen Guide ab. Vor jedem geführten Bootstauchgang gab es zwar ein ausführliches Briefing, ein Debriefing fand aber nicht statt. Auch der Buddycheck schien nicht üblich zu sein (die positive Ausnahme einzelner Guides und TL hat nur die Regel bestätigt).

Getaucht wurde mitunter „in Gruppe“ ohne Einteilung einzelner Buddy-Paare – auch dies m.E. eher nicht zu empfehlen: Sind alle für einander verantwortlich, ist keiner verantwortlich. Probleme können insbesondere bei stärkerer Strömung auftreten. Bei einem Tauchgang habe ich auf ca. 20 m die Kurve zurück um das Riff nicht mehr geschafft (ich habe halt etwas mehr Strömungswiderstand) und bin in die „Waschmaschine“ geraten. Buddy-Hilfe war nicht zu erwarten, denn die Gruppe war schon weitergezogen, ohne daß jemand mein zurückbleiben bemerkt hätte. Die Entscheidung war nur: Entweder: Kämpfen – außer Atem geraten – Panik oder: rechtzeitig den Kampf abbrechen -Zeichen geben (in der Hoffnung, daß mal jemand zurückschaut) - langsam (mit Safety-Stop) Auftauchen. Ich habe mich (zum Glück) für die zweite Alternative entschieden. Hätte ich einen Buddy gehabt, wäre dieser – wohl oder übel – mit mir aufgetaucht. Kein idealer Tauchgang, aber wohl die beste Lösung, wenn oben ohnehin ein Boot wartet, daß die Taucher einsammelt. Weil wir aber „in Gruppe“ getaucht sind, war zwar der Guide alsbald an meiner Seite und hat mit mir den Aufstieg gemacht (was gut war, denn für ihn bzw. sie war zunächst trotz ok-Zeichen nicht sicher, ob ich Panik-gefährdet war oder nicht), er hat aber dabei den Rest der Gruppe zurücklassen müssen (was schlecht war). Auch eine vorherige genau Absprache des Verfahrens (Was ist zu tun wenn die Strömung einen Taucher vom Riff forttreibt?) wäre hilfreich gewesen, zumal den Guides die Strömungsverhältnisse bekannt waren.

Zur Sicherheit gehört auch die richtige Bleimenge. Die Empfehlungen des Guides nach dem Check-Dive waren da etwas zu großzügig. Nach und nach mußte der Ballast erheblich reduziert werden.

Es werden keine Deko-Tauchgänge durchgeführt. Das Tiefenlimit von 30 m wird eingehalten. Der Sicherheits-Stop (3 Min. auf 5 m) ist obligatorisch und wird bei Tauchgängen mit langer Grundzeit auf größerer Tiefe (z.B. Wrack-Tauchgang Male-Victory) auf 8 Min. ausgedehnt. Tauchtiefe und Tauchzeit werden im Anschluß an jeden Bootstauchgang notiert.

Umweltschutz:

Der Riffschutz steht offenbar sehr im Ermessen des einzelnen Guides oder TL. Ich habe Tauchgänge mit sehr guten Guides gemacht, die mir sehr geholfen haben, meine Tauchpraxis zu verbessern. Insbesondere beim Fotografieren ist die Versuchung groß, den Riffschutz zu vernachlässigen. Ein Buddy der mit darauf achtet und gelegentlich mithilft, die richtige Stelle zum Festhalten zu finden(nur mit einem Finger und nicht an lebenden Korallen) oder die Flossen in die richtige Position zu bringen (weg vom Riff !) ist eine große Hilfe. Vielen Dank an dieser Stelle an Jan Tiemen. Er ist m.E. einer der besten Ausbilder und Guides der Basis. Ich habe aber eben auch Guides und sogar TL erlebt, die kräftig am Riff zugelangt haben oder mit den Flossen darauf herumgestiefelt sind.

Ausbildung:

Ich habe u.a. Ausbildungen im Gebrauch von Nitrox (NRC Level I und II) und im Wracktauchen gemacht. Für den Nitrox Kurs – insgesamt 2 Stunden Theorie – waren 120 $ ein stolzer Preis. Der Kurs war für mich aber unbedingt notwendig, denn 14-l-Flaschen, die bei meinem Luftverbrauch sinnvoll sind, stehen nur für Nitrox zur Verfügung (Pressluft biete die Basis nur in 11-l-Flaschen an).

Die Ausbildung im Wracktauchen (PADI) war nicht schlecht. Am Hausriff liegt ein kleines Doni auf ca. 20 m, das für Ausbildungszwecke gut geeignet ist. Das (begrenzte) Eindringen in das Wrack kann hier aber nicht gut geübt werden. Abgerundet wurde die Wrack-Erfahrung durch 2 Tauchgänge an der Male-Victory.

Als Besonderheit bietet die Basis Tec-Diving und Rebreather-Ausbildung an. Es hatte den Anschein, das bei diesen (kostenintensiven) Spezialitäten individuelle Betreuung eine größere Rolle spielt.

XXL-Divers:

Die Tauchbasis bietet für gewichtige Taucherpersönlichkeiten keine Probleme. In der Regel gibt es keinen Stress mit Gruppendruck, keine Hetze beim Auf- und Abrödeln, keine dummen Sprüche, Hilfestellung immer dann, wenn nötig, keine Überforderung. Ich selbst bringe 125 kg (manchmal mehr) auf die Waage, habe zwar einige Taucherfahrung und -ausbildung, aber Null Kondition. Ich habe gelernt, innerhalb meiner Limits zu tauchen und kann damit umgehen. Für meinen Tauchspaß und für den meines jeweiligen Buddies ist es wichtig, ob die Basis damit umgehen kann. Sollte dann einmal ein Tauchgang für mich nicht geeignet sein, habe ich auch damit kein Problem, sondern bin dankbar für jeden Hinweis. Auf Bandos habe ich allerdings doch mehrmals darauf hinweisen müssen, daß ich einen Tauchgang nicht als Wettschwimmen ansehe und einen Kampf gegen starke Strömung nicht lange durchhalte. (Auf anderen Basen waren solche Hinweise nicht nötig). Wieder einmal hing viel davon ab, an welchen Guide ich geraten bin.

Hausriff:

Das Hausriff ist von zwei Einstiegen, direkt an der Basis, zugänglich. Im flacheren Bereich ist viel Korallen-Schutt zu sehen. Das Korallensterben hat sich hier verheerend ausgewirkt. Dennoch lohnen sich Tauchgänge am Hausriff, das immer wieder einige Überraschungen zu bieten hat Erstaunlicher Weise ist die Fischpopulation immer noch sehr groß. Es sollen sogar neue Arten hinzugekommen sein, die den Algenbewuchs von abgestorbenen Korallen abfressen. Insbesondere sind Nachttauchgänge am Hausriff sehr zu empfehlen. Es gibt ungeheuer viel zu sehen: Neben diversen Fischen auch Langusten, Oktopoden, Nacktschnecken und Plattwürmer.

Bootstauchgänge:

Morgens und Nachmittags wird per Boot je ein Tauchspot angefahren. Hierzu trägt man sich am Vortag auf eine Liste ein. Die Boote starten pünktlich und bieten für die kurze Ausfahrt (meist 15 – 40 Minuten) meist hinreichend Platz. Ausrüstung (bis auf die Flaschen) muß man selbst an Bord bringen. Die Auswahl der Tauchspots hängt insbesondere von den Strömungsverhältnissen ab. Allgemein hatte ich den Eindruck, daß auf Abwechslung geachtet wird. Allerdings sind die meisten Tauchspots auch für mehrere Tauchgänge gut. Eine ausführliche Beschreibung der Tauchplätze findet sich auf der Homepage der Basis.

Hervorzuheben sind die häufigen Strömungstauchgänge. An manchen Stellen kann es schon ganz heftig ziehen. Das sind aber dann auch die Stellen, an denen man die größte Chance hat, Großfische zu sehen. Bei guter Planung und Tauchgangführung verläuft so ein Tauchgang sehr entspannt. Man läßt sich von der Strömung am Riff entlang treiben. Am besten startet man bei einlaufender Strömung am Außenriff und läßt sich durch einen der Kanäle in die Lagune treiben. Die Mitnahme einer eigenen Strömungsboje ist sehr zu empfehlen, obwohl jeder Guide ein dabei hat. Diese wird normalerweise beim Safety-Stop an die Oberfläche gelassen. Der Skipper orientiert sich an den Bojen. Am Ende des Stops sollte man sich zügig vom Riffdach entfernen, damit man im freien Wasser (Riffschutz !) vom Boot aufgenommen werden kann.

Die Qualität der Tauchgänge hängt sehr vom Guide ab. Es gab einige wunderschöne entspannte und gut geführte Tauchgänge mit Guides, die die Strömung genau beurteilen konnten, das Tauchgebiet offenbar sehr gut kannten und genau wußten, wo es etwas zu sehen gab. Es gab aber auch Rudeltauchen vom Schlimmsten, Guides die davongespurtet sind, Tauchgänge die (mangels kluger Planung) vor allem aus Kampf gegen die Strömung bestanden haben. Auch hier wird die Basis den durch die Auszeichnungen in der Tauchpresse geweckten (hohen) Erwartungen nur teilweise gerecht.

Der Bootseinstieg ist recht bequem. Die Crew packt mit an. Blei und BCD samt Flasche können noch im Wasser abgelegt werden und werden von der Crew an Bord gehievt. Bis man selbst aus dem Wasser ist, hat die Crew bereits die Ausrüstung demontiert. Alles zügig, freundlich, kompetent.

Highlights:

Begegnung mit einem Walhai (27.4.03 nachmittags Furana Nord)

Napoleons und/oder Schildkröten bei fast jedem 2. Tauchgang. Ein riesiger Napoleon aus nächster Nähe (29.4.03 morgens Barrakuda Giri).

Gelegentlich Weißspitzenriffhaie und Thunfische, Langusten, Kraken. Geistermuränen.

Wrack Male-Victory

Viel wunderschönes „Kleingetier“.

Wer mehr wissen will, kann sich meine Fotos in der Datenbank anschauen.

Fazit:

Ein wunderschönes Tauchgebiet und eine recht ordentliche Basis, die aber etwas überbewertet ist. Für eine Spitzenposition sind deutliche Verbesserungen (auch in Sicherheitsfragen) erforderlich. Ich werde also zu den Malediven gerne zurückkehren, aber zunächst andere Basen ausprobieren.

Tauchgebiet und Auswahl der Tauchplätze: 5 – 6 Flossen. Guides und TL: alles von 2 – 6 Flossen möglich. Sicherheit: 3 Flossen. Freundlichkeit und Service: im Schnitt 4 – 5 Flossen, Preis-Leistung: 3 – 4 Flossen.


    Bewertung : ( 4 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 1216
Bandos - Nord-Male Atoll - SubAqua
geschrieben am 29.01.2002 von Seegurke

9 von 10 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 9 von 10 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Reisebericht Bandos , 22.11. – 07.12.2001

Die Anreise:
Das einzig Unangenehme passierte bei der Anreise... Da die Condor unseren ursprünglich gebuchten Flug ab Düsseldorf ersatzlos aus dem Winterflugplan gestrichen hatte, mussten wir zunächst mit der Lufthansa nach München fliegen, um von dort aus auf die Malediven zu starten. Was soll ich sagen, nie wieder... Der Zubringer hatte eine Stunde Verspätung, das Einparkmanöver in München dauerte ewig, wir mussten in olympiareifer Zeit von Terminal A nach C sprinten, beim Boarding waren unsere Sitzplätze plötzlich weg und der Start verzögerte sich dann noch mal, weil ja auch das Gepäck der verspäteten Düsseldorfer verladen werden sollte. Es kam wie es kommen musste... dem Gepäck hatte es in München offensichtlich besser gefallen und wir begannen unseren ersten - reichlich verregneten - Urlaubstag mit der Notfall-Ausrüstung aus dem Handgepäck. Am nächsten Tag brachte die LTU unser reisewütiges (DUS-MUC-DUS-MLE) Gepäck dann netterweise mit, was für eine Freude... ;-)

Die Insel:
Bandos liegt im Inneren des Nordmale-Atolls und ist mit dem Speedboot in 20 Minuten vom Flughafen zu erreichen. Die Insel ist groß (Außenrunde = 1,4 km), fast kreisrund, sehr grün mit Palmen, Scaevola-Büschen, Hibiskus und anderem Duftgemüse bepflanzt und komplett von einem Riff umgeben. Die Standardzimmer sind versetzt stehende Reihen-Bungis, jeweils vier in einem Block. Von Nr. 100-169 sind sie eher "zweckmäßig" komfortabel (Klima, Ventilator, Sitzgruppe, Minibar, IDD-Telefon) eingerichtet und ab Nr. 170-239 ist die Inneneinrichtung richtig schnuckelig mit viel Holz, Palmblattvertäfelung, maledivischer Laken-Faltkunst und nostalgischen Wasserhähnen ;-) Wir hatten Nr. 194 und waren rundum zufrieden, zumal der Strand auf der Westseite der Insel schöne 2-Personen-Buchten bietet und die Tauchbasis in der Nähe ist. Ansonsten gibt es noch Junior-Suiten, die zwar ein zusätzliches Zimmer haben, aber am schlechtesten Strandabschnitt liegen.
Die Infrastruktur der Insel ist – besonders für Nichttaucher und Inselkoller-Gefährdete – enorm und trotzdem nicht störend. Man muss ja nicht, wenn man nicht will... Der Paradise-Club mit einem erstaunlich gut ausgestatteten Fitness-Studio, Aerobic-Raum, Squash, Badminton, Snooker, Tennis, Mini-Pool, Massage, Sauna, Dampfbad, Frisör, Grossbild-Fernseher, Kinderspielplatz und Babysitter-Service. Ronny`s Wassersportcenter, wo alle möglichen Wassersportarten angeboten werden, 3 Restaurants, die saugemütliche Sand-Bar, Sunset-Bar, diverse Geschäfte, Business-Center für Emails und Internet, Inselklinik mit deutschen Ärzten und Dekokammer und natürlich die Tauchbasis, Dive-Bandos, aber dazu später.
Wir hatten Vollpension und fanden die drei täglichen Buffets im Hauptrestaurant (leider kein Sandboden) abwechslungsreich und lecker. Vermisst haben wir nichts und 2 Wochen mal kein Schweinefleisch auf dem Teller und dafür viel Fisch, ist echt gut für die Figur... ;-)
Das Publikum ist sehr international, wobei zur Zeit – wie fast überall auf den Malediven – wenig Deutsche und viele Italiener da waren. Um eventuelles "Aufstöhnen" gleich zu unterbinden... ja, Italiener sind ziemlich lebhaft, aber mangels Animationsangebot ging es doch sehr ruhig zu. Eine "typische Italienerinsel" ist Bandos definitiv nicht. Lustig fanden wir die Engländer, die abends immer eine sehenswerte Modenschau veranstaltet haben. Frauen mit Schuhen – vorne spitz, hinten hoch – Glitzerkleidern, die aussahen, als wäre dafür eine Diskokugel geschlachtet worden und neckischen Abendhandtäschchen... *grins*... Ziemlich funny, aber das Malediven-Publikum scheint sich allgemein weg vom naturverbundenen Taucher, hin zum gestylten Jetsetter zu entwickeln. Schade eigentlich...

Dive Bandos:
Die Tauchbasis auf Bandos ist der Hammer! Ein echter Prachtbau mit viel Platz für die eigene Ausrüstung, warmen(!) Duschen, Schulungsräumen, Bibliothek und angrenzender Sunset-Bar. Die Subaqua-Basis wird seit Mai von Axel Horn und seiner Frau Annie (vormals Ellaidhoo) geleitet und bietet das volle Programm. Bootsfahrten, 24 Stunden Nonlimit am Hausriff, Nitrox, Rebreather und natürlich sämtliche Aus- und Fortbildungskurse. Die Crew besteht zur Zeit aus 3 deutschen und 1 japanischen Tauchlehrer, sowie 2 maledivischen Guides. Das Leihequipment ist gut – ich weiß wovon ich rede, ist doch mein Automat am 2. Tag verreckt – und die Endabrechnung erfolgt äußerst fair. Man taucht einfach drauflos und am Ende wird der günstigste Kurs abgerechnet. Flaschen (11,2 l Alu, 10 bzw. 14 l für Nitrox) sind immer ausreichend vorhanden und als wir da waren, wurden gerade alle Flaschen vom deutschen TÜV geprüft.

Während der 12 Tauchtage war ich 2-3x täglich ausschließlich am Hausriff unterwegs, da die Zeit einfach individueller verplant werden kann. Für aufmerksame Liebhaber von kuriosem Kleinzeug gab es Sensationelles zu sehen – Krötenfische, Geistermuräne, Nacktschnecken in allen Variationen, Büschelbarsche, Bäumchenlippfische, Fangschreckenkrebse, Putzergarnelen, die Taucherhände putzen ;-) und natürlich auch Haie, Rochen, große Muränen, Lobster, Oktopusse, Makrelen, Schildkröten, Schnapper-Schwärme und das übliche kunterbunte Riffgewusel. Taucherherz, was willst Du mehr... Die Korallen sehen immer noch ziemlich traurig aus. Zuletzt war ich Ende 1998, dem "Katastrophenjahr" auf Bandos, aber seitdem ist doch schon einiges nachgewachsen, sogar im Flachbereich. Hoffentlich bleiben die kleinen Korallen von Touristenfüßen und einem weiteren El-Nino verschont...

Am Hausriff gibt es 3 Einstiege sowie die Möglichkeit sich bei den Bootsfahrten (kostenlos) am Bandos Rock absetzen zu lassen. In der Nähe der Basis liegt auf 18-29 m ein kleines Wrack, das sehr schön bewachsen ist. Ansonsten variiert das Hausriff zwischen sanft bis steil abfallend, hat viele Höhlen und Überhänge und tolle einzelne Blöcke im 20 m Bereich. Bedingt durch die Innenriff-Lage ist das Strömungsaufkommen sehr gering. Ideale Bedingungen für Fotografen und alle, die es beim Tauchen eher gemütlich lieben.

Fazit:
Es war ein traumhafter Urlaub und ein dritter Besuch ist nicht ausgeschlossen... ;-)

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 280
Bandos - Nord-Male Atoll - SubAqua
geschrieben am 30.05.2000 von Birgit & Holger Schiller

12 von 12 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 9 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Reisezeit 16. April bis 1. Mai 2000

Ein Fazit vorweg: Diese Reise war unsere erste auf die Malediven aber bestimmt nicht unsere letzte !

Da wir zwei oftmals schwierig miteinander zu vereinende Ziele unter einen Hut bringen mussten, nämlich erstens einen super Familienurlaub zu verbringen (wir haben eine 8 1/2 –jährige Tochter) und zweitens auch noch viel und schön tauchen gehen zu können, waren wir zunächst nicht ganz sicher, ob die Malediven überhaupt das richtige Ziel für uns waren. Denn aus vielen Berichten kannten wir sie ja als kleine Inselchen, die in 15-20 Minuten zu umrunden sind und auf denen man außer baden, schnorcheln und tauchen nicht geboten beklommt. Da wir nicht sicher waren, ob es dort nicht für unsere Tochter zu langweilig werden würde, haben wir lange gezögert, die Malediven überhaupt in die engere Wahl für einen Urlaub zu ziehen. Im Reisebüro wurde uns dann aber Bandos als eine der größeren Inseln empfohlen, auf denen auch eine Kinderbetreuung geboten wird und die darüber hinaus über ein nahes Hausriff verfügen an dem auch mit Kindern gut geschnorchelt werden kann. Nachdem wir auch den relativ hohen Preis geschluckt hatten (schließlich wollten wir während der Osterferien verreisen) und wir auch im Internet einige positive Berichte über Bandos gefunden hatten, waren wir eigentlich nur noch gespannt auf die Realität.

Bei der Ankunft wurden wir von einem kleinen Empfangs-Komitee mit eisgekühlten Erfrischungstüchern begrüßt. Beim Cocktail in der ‚Sand-Bar’ haben die Mitarbeiter dann bei der Anmeldung geholfen und haben danach den Weg zu den Zimmern gezeigt. Die Koffer wurden kurze Zeit später gebracht.

Auch auf der Rückreise klappte alles wie am Schnürchen. Am Nachmittag vor der Abreise wurde uns mitgeteilt, wann wir geweckt werden sollten, wann die Koffer vor der Tür zu stehen hatten, wann es Frühstück gab und wann das Boot abfahren sollte. Und alles traf pünktlich ein! Am Flughafen ging alles ebenso reibungslos. Davon können sich einige andere Urlaubsländer (ich will jetzt nicht über Kuba meckern) eine gehörige Scheibe abschneiden.

*Hotel*

Die Zimmer (wir hatten die Standard-Kategorie gebucht) waren für 2 Erwachsene und ein Kind (im Beistellbett) groß genug und sehr sauber, die Betten sehr groß und bequem. Insgesamt sehr gut. Es waren je vier Zimmer nebeneinander als Bungalow gebaut. Unser Zimmer hatte eine Verbindungstür zum Nachbarzimmer, dadurch war es manchmal etwas hellhörig. Die möblierte Terrasse lag zum Strand, der ungefähr 20 Schritte davor lag. Am Strand gab es genügend Liegen. Strandtücher gehörten ebenfalls dazu. Meistens war unser Zimmer schon gereinigt und mit neuen Handtüchern ausgestattet, wenn wir vom Frühstück zurück kamen.

Da die Zimmer um die ganze Insel herum liegen, ist es auch am Strand nie voll, da sich die Menschen genauso verteilen. Der Strand ist feinster Sandstrand, so dass man ohne Badeschuhe ins Wasser gehen kann. Nach einigen Metern gibt es allerdings dann doch Korallen. Je nach Wasserstand kann man über den Korallengürtel an die Außenkante des Hausriffs schnorcheln (ca. 50-70 Meter). Dort ist es traumhaft.

*Essen*

Wir hatten Vollpension gebucht. Ob es sich unterm Strich gegenüber Halbpension mit zu zahlenden Snacks am Mittag gelohnt hat, können wir nicht sagen, da wir es nicht ausgerechnet haben. Vom Essen her hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Morgens gab es ein üppiges Frühstücksbüfett mit allem, was man sich vorstellen kann. Neben mehreren Sorten Cornflakes, Früchten, Joghurt, Pfannkuchen, warmen Gerichten, Eiern in allen Variationen sind besonders die frischen (!) Croissants zu erwähnen, die neben anderen Brotsorten auf dem Büfett lagen.

Mittags wie abends gab es ein mehrgängiges Büffet mit Suppen, vielen verschiedenen Salaten und Dressings, ungefähr 10 warmen Gerichten und Beilagen. Es gab immer eine gute Mischung aus europäischer und asiatischer Küche, so dass eigentlich für jeden etwas dabei war. Alle Speisen waren hervorragend zubereitet und schmeckten durchweg super. Besonders ist zu erwähnen, dass immer frisch nachgelegt wurde, so dass auch diejenigen die später kamen, eine Chance hatten, heißes und nicht matschiges Essen zu bekommen.

Das Personal war, wie übrigens auf der ganzen Insel, supernett und sehr hilfsbereit. Besonders Kindern gegenüber war man sehr nett.

*Tauchen*

Da auf der Insel viele Kinder waren (Ferien), hatte auch unsere Tochter genügend Spielpartner. Außerdem waren Wasser und Strand sehr gut für Kinder geeignet, so dass es diesbezüglich keinen Stress gab. Wenn wir tauchen waren, ist sie entweder am Strand geblieben und hat gespielt (vielen Dank an Vivien und ihre Eltern) oder sie ist mit zur Basis gekommen bzw. auf dem Tauchboot mitgefahren. Die Basis ist erst vor kurzem neu erbaut worden. Sie ist sehr geräumig und aufgeräumt. Es gibt genügend Platz für die eigene Ausrüstung und genügend Flaschen (12 L Alu) auch mit DIN-Anschluss, so dass man keinen Adapter benötigt. Die Luft ist hervorragend, was besonders Allergiker interessieren dürfte. Birgit hatte auf Cayo Largo (Kuba) schon einmal Probleme durch Pressluft, die mit Pollen verunreinigt war. Es gibt getrennte große Spülbecken für Neopren und Jacket bzw. für Automaten und Kameras. Duschen (Süßwasser) und Toiletten sind ebenfalls vorhanden. Für den obligatorischen Check-Tauchgang und sonstige Hausriff-Tauchgänge gibt es direkt neben der Basis und ca. 200m entfernt zwei Ein-/Ausstiege. Einen dritten gibt es auf der anderen Inselseite beim Wassersport-Center. Das Basis-Personal war durchweg supernett und kompetent. Auch Taucher, die nicht so erfahren waren wurden durchaus ernst genommen. Man hat sich eben ein wenig mehr um sie gekümmert. Man hat sich für alles genügend Zeit genommen, auch wenn mal etwas mehr los war. Auch kleine Reparaturen wie z.B. einen Schlauchumtausch am Automaten wurden sofort kostenlos ausgeführt. Die Tatsache, dass auf der Insel eine von derzeit zwei Druckkammern der Malediven steht und dass immer ein deutschsprachiger Arzt da ist, schafft auf jeden Fall ein sicheres Gefühl. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass jeder Taucher automatisch für die Dauer des Aufenthaltes bei DAN versichert ist.

Da derzeit gerade Monsunwechsel war, konnte das Wetter nicht immer 100%ig vorhergesagt werden. Trotzdem waren unsere Bootsausfahrten immer sehr gut und vor allem auch sicher. Einer der Guides ist immer vorher abgetaucht und hat die Strömung und die Position des Bootes geprüft. Erst wenn alles OK war sind die Gruppen ins Wasser gegangen. Dabei war die Gruppengröße immer maximal sechs Taucher plus TL/Guide. Wenn mehr Bedarf da war wurde ein zweites Boot dazugenommen. Auch die Anzahl der Guides wurde dem Bedarf angepasst.

Wenn unsere Tochter mit auf dem Boot war, konnte sie in der Zwischenzeit Fische mit altem Brot füttern, das sie sich in der Küche geben lassen hat. Während einer Ausfahrt hatte sie das Glück, springende Delfine zu sehen. Die auf dem Boot verbliebene Mannschaft ist mit ihr sogar noch extra näher herangefahren, damit sie besser sehen konnte.

Was gab es unter Wasser zu sehen? Nun, wenn man ein Fischbestimmungsbuch für die Gegend durchblättert, kann man auf dem weitaus meisten Seiten seine Kreuze setzen. Selbst an einfachen Tauchplätzen waren Haie und Mantas zu sehen. Auch am Hausriff gab es Haie, Rochen, Rotfeuerfische, Drachenköpfe, Langusten, Schildkröten, Drücker, Papageienfische, Doktorfische, Barsche und...und...und. Auch ein kleines Wrack gibt es direkt vor der Basis zwischen 18 und 26 Meter. Auch darin sind viele Fische.

Ganz besonders ‚kundenfreundlich’ war die Abrechnungspolitik. Man muss nicht im Voraus bestimmen, ob man z.B. 6 Tage Non-Limit tauchen wollte. Auch die Tauchpakte (6er-, 10er, 20er, usw.) existieren eigentlich nicht. Es gibt zwar Non-Limit und eine Preisstaffel auf der Preisliste, aber es wird erst am Ende des Urlaubs nachgesehen, welche Art der Abrechnung die günstigste ist. Das bedeutet, man taucht so, wie man Lust hat und setzt sich nicht dadurch unter Stress, dass man ja noch unbedingt sein Paket abtauchen muss, weil’s ja normalerweise für nicht genutzte Tauchgänge kein Geld zurück gibt. Für Taucher mit Kindern ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da man oft erst kurzfristig entscheiden kann, ob getaucht wird oder nicht.

Die Basis hat von Padi die Erlaubnis für Kinder den Bubblemaker in der Lagune anbieten zu dürfen. Wobei dann ideale Bedingungen herrschen müssen (Sicht und Wellengang). Das war bei uns leider nicht der Fall und so wurde aus Sicherheitsgründen der unserer Tochter versprochene‚Tauchgang’ leider mehrfach abgesagt. Aber wir finden’s besser so. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Wir werden es auf jeden Fall wieder versuchen, denn wir werden mit Sicherheit wieder nach Bandos kommen. Das Schnorcheln am Hausriff hat unsere Tochter dann aber wieder voll versöhnt.

Alles in Allem: Danke an Basisleiter Wolly und das ganze Team !!!

*Kosten*

Ein heikles Thema. Auf der einen Seite weiß man, das alles was man kaufen kann dort recht teuer ist. Aber ob eine 1,5 Liter-Flasche Mineralwasser unbedingt 3 US$ zzgl. 10% Service-Charge (=Zwangstrinkgeld) kosten muss, ist doch fraglich. Insbesondere da Wasser, nicht nur für Taucher – für die aber besonders, in den Tropen ein notwendiges Lebensmittel darstellt. Die einzige Möglichkeit beim Wasser zu sparen, war die Happy-Hour an der Bar. Dann konnte man das Wasser ebenfalls verbilligt kaufen – nicht viel, aber die Menge macht’s. Wenn Genussmittel, und die beginnen für uns bei Cola usw., teuer sind, kann man das ja noch verstehen. Man kann sich also sehr leicht ausrechnen, was allein an Wasserkosten zusammenkommt, wenn drei Personen 14 Tage lang jeden Tag 2-3 Liter Wasser pro Person benötigen!

Telefon ist extrem teuer (25 US$ für die ersten drei Minuten, dann Minutengenau für 6 $ je Minute). Da sollte man sich das Anrufen sparen. Alternativ kann man faxen (Kosten wie Telefon) oder e-Mails senden (1$ je Minute).

*Sonstiges*

Das gesamte Personal auf der Insel ist äußerst nett und hilfsbereit. Durch die Größe der Insel bedingt gibt es genügend Möglichkeiten der Beschäftigung. Neben Wassersport (Wassersportcenter und Tauchbasis) gibt es noch den Paradise-Club mit einem Angebot von Tischtennis über Billard, Badminton, Squash, Aerobic, Fitness-Center mit Foltergeräten, Sauna, Massage (alles drinnen) sowie Tennis (draußen). Außerdem gibt es genügend Bars und Restaurants sowie einige Läden. Wenn man beim Einkaufen handeln will, sollte man nach Male fahren.

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