Baruna Geschrieben am 28.03.2006 von Anja [AOWD, 48 TG]
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Leider muß ich mich dem letzten Bericht anschließen. Auch wir werden nie wieder mit Baruna tauchen, das kann lebensgefährlich sein. Wir waren vom 06.03. - 22.03.2006 auf Bali.
Wir waren bereits im Jahr 2004 auf Bali und sind derzeit im Global Aquatics getaucht. Da Global relativ hochpreisig ist, entschlossen wir uns eine andere Basis auszuprobieren. Wir schlenderten als am Sanur Beach und machten Stop beim Inna Grand Bali Beach (dem einzigen Hochhaus und ein sehr stark frequentiertes Hotel). Wir sahen uns die dortige Niederlassung an und sprachen mit dem Angestellten vor Ort. Alles machte einen vernünftigen Eindruck. Schließlich sollte dies ja eine PADI 5 Star Tauchbasis sein. Wir schrieben uns in das ´Booking-Book´ und zwei Tage später sollte der Tages-Trip zur Nusa Penida losgehen.
Frage nach Erfahrung, Tauchgängen oder Gesundheitsattest: Fehlanzeige. Naja da hatten wir noch gedacht, das wird sicher der Guide vor Ort persönlich erfragen.
Wir wurden zwei Tage später pünktlich aus unserem Hotel abgeholt. Nachdem wir noch eine weitere Taucherin abgeholt hatten, bestiegen wir ein Mini-Schnellboot im Hafen von Benoa.
Wie im Vorbericht schon erwähnt, hatten auch wir ein Adapter-Problem. Einen hatten wir durch Zufall dabei, den anderen trieb der Guide dann auf. Alles andere war unser eigenes Equipment. Zum Glück!
Die Überfahrt hat der Guide dann verschlafen. Angekommen am Tauchplatz, machten wir uns bereit und warteten auf das Briefing. Keine Spur, keinerlei Kommunikation. Den Namen des Guides erfuhren wir immerhin : Mazok.
Wir checkten uns gegenseitig (glücklicherweise ist mein Freund ein wesentlich erfahrenerer Taucher), gingen ins Wasser und tauchten ab.
Mazok kam als erstes unten an und knallte erstmal in einen wunderschönen Korallengarten. Das schien ihn aber nicht weiter zu stören, er hielt sich dann dort fest, bis wir ebenfalls unten waren.
Als nächstes habe ich ihn einen Fisch fangen sehen, den präsentiert er uns sehr stolz und ließ das verstörte Tier dann wieder frei.
Nach dem Fischfang schwamm Mazok voran, in einem Mindestabstand von 15 Metern zu uns, etwa jeweils 3 cm über dem Boden und ohne sich ein einziges Mal umzusehen. Die Strömung war ziemlich stark und trieb uns teilweise auseinander. Durch diesen ganzen Ärger verbrauchte ich zuviel Luft und Mazok bot mir seinen Octopus an. Ich nahm dieses Angebot an. Ich tauchte ab da etwas unter ihm. Das bewog Mazok jedoch nicht etwas höher zu tauchen, ich schliff also mit meinem Knie ständig über irgendwelche Korallen und gab so relativ schnell den Octopus wieder ab. So war der erste Tauchgang beendet.
Die Oberflächenpause fiel auch nicht lang genug aus, so daß wir den zweiten Tauchgang kurz und flach halten mußten. Mazok beschloß einfach nach 40 Minuten sei es dann unter Wasser genug und wir stiegen auf.
Wieder angekommen in Benoa erhielten auch wir eine Rechnung über die Leihgebühr für den Adapter. 50.000 Rupiah (5 EUR) eine Frechheit. Auf dem Rückweg zum Hotel hielten wir am Büro der Baruna Divers, da wir unseren Tagestrip per Kreditkarte begleichen sollten. Ich habe selten so ein heruntergekommenes Büro gesehen. Nur der Kreditkartenleser funktionierte ganz einwandfrei.
Es ist uns ein Bedürfnis vor dieser Tauchschule zu warnen. Erfahrene Taucher können viele Plätze sicher auch ohne Guide tauchen, jedoch bezahlt man für einen geführten Tauchgang, schließlich will man sicher wieder oben ankommen. Hier wird sich nicht um einen gekümmert!
Wir sind vorher mit den Easy Divers - Pemuteran und hinterher wieder mit unserer alten Basis Global Aquatics- Sanur getaucht. Beide super Basen, die zeigen, wie Tauchen sicher Spaß macht. Anja & Oli
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Baruna Geschrieben am 01.11.2005 von p714518 [AOWD, 61 TG]
Um es gleich vorweg zu sagen, wir haben noch nie in einer so miesen Tauchbasis getaucht!
Aber beginnen wir von Anfang an:
Den letzten Teil unseres Baliulaubes verbrachten wir im Segara Village in Sanur. Die uns empfohlene Tauchbasis Bali Scuba kannte keiner, so daß wir uns über die an der Rezeption ausgelegten Flyer hermachten.
Wir wählten die Basis Baruna aus, da
1.) sie im renommierten Hyatt Hotel liegt, 2.) sie nicht die billigste war, und 3.) sie angeblich 1978 als erste Tauchbasis auf Bali gegründet wurde.
Nach einem längeren Spaziergang kamen wir dort an und wurden in einem sehr heruntergekommenen ´Office´ empfangen. Die uns angebotenen versifften Stühle haben wir dankend abgelehnt. Naja dachten wir, dies ist ja nur eine Aussenstation von Baruna.
Beim Anmelden wurde gefragt, ob wir ´certified´ wären und wieviele TG`s wir hätten.
Aber: Weder Brevet, noch Logbuch geschweige denn Tauchtauglichkeitsbescheinigung wurden überprüft!
Wie sich später herausstellte, waren wir nicht die einzigen...
Bei der Anmeldung haben wir noch explizit darauf hingewiesen, daß wir über Atemregler mit DIN-Anschluß verfügen. Kein Problem wurde uns versichert!
Weiterhin wurde uns ein 10% Discount gewährt.
Zwei Tage später wurden wir dann pünktlich im Hotel abgeholt und 2,5h nach Tulamben zur Liberty gekarrt.
Dort angekommen stellte sich heraus, daß die Flaschen nur über INT-Anschlüsse verfügen und keine Adapter mitgenommen wurden, obwohl wir explizit darauf hingewiesen hatten! Aber der Fahrer konnte dann doch nach 10min zwei Adapter auftreiben und nach einem praktisch nicht vorhandenen Briefing ging es ins Wasser.
Mit uns tauchte ein schweizer Pärchen, die sich das Equipment ausgeliehen hatte und sehr gespannt war, ob Anzug und Füsslinge überhaupt passen, denn sie waren beim Einchecken nicht nach der Größe gefragt worden. Gottseidank hatten wir komplett unsere eigene Ausrüstung dabei, denn das Leihequipment sah erbärmlich aus und zu allem Überfluss löste sich bei einer 2. Stufe unter Wasser das Mundstück. Zu der Zeit war der einheimische Guide (Macop, ausgesprochen Mazov) Guide allerdings bereits verschwunden, da er es nicht für nötig sah, auf uns zu warten. Erst nachdem wir in zurückgeholt hatten, konnte das Problem durch einen Ersatzregler gelöst werden.
Der Guide hatte fast nie ein Auge auf seine Tauchgäste und schwamm immer voraus, ohne sich um einen zu kümmern. Insbesondere die beiden Schweizer, die in 5 Jahre erst 20 TG`s absolviert haben, wären auf eine ständige Begleitung angewiesen gewesen.
Weiterhin hatte der Guide die Angewohnheit, alles anfassen zu müssen, was ich überhaupt nicht abhaben kann!
Kaum aus dem Wasser wurden wir zu allem Überfluss auch noch von fliegenden Händlern belästigt, die uns ihre T-Shirts unter die Nase hielten, während wir noch abgerödelt haben. Trotz mehrerer Bitten an unseren Guide, einzuschreiten, wurde nichts unternommen. Es standen auch permanent fremde Leute um unser Equipment herum, ohne daß etwas dagegen getan wurde. Es war ein Wunder, daß wir mit vollständigen Zeug wieder zurückkamen.
Zurück im Hotel erlebten wir dann eine weitere unschöne Situation, denn man hielt uns plötzlich eine Rechnung von 10 USD für die beiden ausgeliehenen Adapter unter die Nase. Wir weigerten uns dies zu bezahlen, und verwiesen auf die Anmeldung. Erst nach ausführlicher telefonischer Rücksprache mit der Basis wurde der Betrag ´großzügiger Weise´ erlassen, nicht ohne einen entsprechenden Gesichtsausdruck!
Unser Fazit: Baruna --> nie wieder!
Michael & Yiqi
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