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Datenbank - Tauchboote - Bahamas - Blackbeard´s Cruise



Tauchboote Bahamas

Blackbeard´s Cruise

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Datenbankeintrag 29264
Blackbeard´s Cruise
geschrieben am 26.08.2006 von dive-girl [PADI AOWD, 90 TG]

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Im Juli 2006 war ich mit „Blackbeard’s Cruise“ auf einer Tauchkreuzfahrt auf den Bahamas. Die Cruise startete in Freeport, Grand Bahama. Die Blackbeard’s Flotte besteht aus 3 Segelschiffen. Ich war mit der Sea Explorer unterwegs. Die jeweilige Route wird je nach aktuellen Wetterverhältnissen ausgewählt. Diesmal fuhr die Sea Explorer nach Bimini. Wir hatten sagenhaftes Glück mit dem Wetter, obwohl im Juli ja bereits Hurricane Season ist. Der Peak der Hurricane Season auf den Bahamas ist jedoch erst im August. Der Erfolg der Cruise hängt nach meiner Ansicht zum grossen Teil vom Wetter ab. Bei häufigen tropischen Regenschauern oder Stürmen kann es auf dem Boot recht ungemütlich werden.
Die Cruise startet jeweils Samstags um die Mittagszeit. Mit 19 Tauchern war die Sea Explorer nicht voll ausgebucht. Nach Einteilung der Kojen und Briefing bezüglich Boot und Ablauf der Cruise fand am Samstag nachmittag bereits der erste Tauchgang vor der Küste von Grand Bahama statt.
Die Nacht über fuhren wir unter Motor (kein Wind) Richtung Bimini. Bimini ist ca. 70 Meilen entfernt. Auf dem Weg nach Bimini kamen wir immer wieder an kleinen unbewohnten Inseln vorbei und tauchten an unterschiedlichen Tauchplätzen.
Täglich wurden mindestens drei Tauchgänge angeboten. Zwei vormittags, einer nachmittags. An drei Abenden gab es einen Nachttauchgang. Der Nachttauchgang fand jeweils am gleichen Platz statt, an dem der Nachmittagstauchgang stattfand, zwecks Erleichterung der Orientierung. Die Guides, diesmal waren zwei Tauchguides auf dem Boot, gingen nur bei anspruchsvollen Tauchgängen mit ins Wasser (Driftdive, Haifütterung). Es gab jedoch vor jedem Tauchgang ein sehr ausführliches Briefing. Da wir alle erfahrene Taucher waren, fand ich es gut, dass wir in Buddy-Teams alleine ins Wasser konnten. Die Guides und die anderen Mitglieder der Crew halfen jedoch beim Anlegen der Ausrüstung und kontrollierten ob die Luftflasche auch geöffnet war, etc. Bei der Rückkehr an Board wurden sofort die Flossen abgenommen und bei Bedarf eine stützende Hand gereicht.
Während wir uns auf dem Boot ausruhten, bereitgestellte Snacks oder Früchte assen, wurden die Flaschen für den nächsten Tauchgang befüllt. Mittags wurde immer in einer Bucht geankert. Je nach Lust und Laune konnte man schnorcheln, schwimmen oder speerfischen.
Die Tauchplätze waren abwechslungsreich: Riffe, Drop offs und Wracks. Besonders spannend war natürlich der Sharkfeeding dive. Zuerst hatte ich schon ein mulmiges Gefühl ins Wasser zu springen, während drei ausgewachsene Riffhaie bereits um das Boot schwammen. Aber durch das vorherige Briefing war man optimal auf den Ablauf vorbereitet. Zuerst positionierten wir Taucher uns im Halbkreis zwischen einigen Korallenköpfen, dann wurde der feed (zwei Barakudas) an einem Stab vom Dingi heruntergelassen. Ca. 8-10 Riffhaie und drei grosse Nassau Grouper teilten sich die Mahlzeit. Nach dem Ende der Fütterung tauchten wir durch die Korallengärten und begegneten den Haien immer wieder.
Ein weiterer erinnerungswürdiger Tauchgang führte zum Wrack „Hesperus“ in der Nähe von Bimini. Die Tiefe betrug nur max. 8m. Eine Schule von hunderten von Grunzern belagerte das relativ kleine Wrack. Ausserdem sonnten sich ca. zehn Rochen im seichten Wasser. Zwei Schildkröten schwammen vorbei und es gab jede Menge Krebse und Nacktschnecken. Alles konnte aus nächster Nähe beobachtet werden.
Abends wurde am gleichen Platz ein Nachttauchgang durchgeführt. Es war sagenhaft! Ca fünf grosse Schildkröten hatten rund ums Wrack ihren Schlafplatz gefunden, mehrere Rochen schliefen im Sand und in den Wrackspalten schliefen Papageienfische.
Insgesamt war der Ablauf der Cruise sehr professionell. Man merkt, dass Blackbeard’s lange im Geschäft ist. Die Crew hat Spass für Blackbeard’s zu arbeiten, was sich an guter Stimmung bemerkbar macht. Überwiegend wird amerikanisches Tauchpublikum angesprochen. Ich war die einzige Europäerin, ein weiterer Exot kam aus Quebeck. Falls Ihr Lust auf Blackbeard’s bekommen habt, schaut Euch jedoch die Homepage (www.blackbeard-cruises.com) genau an. Die Kojen sind dort sehr gut beschrieben, ebenso wie die Tatsache, dass es nur eine Süsswasserdusche gibt. Das war der Moment an dem mein Mann, der sowieso nicht gerne so viel taucht, endgültig von der Reiseplanung abgesprungen ist. Als Einzelreisende fand ich Blackbeard’s jedoch optimal, da eigentlich alle Mitreisenden alleine, oder mit ihren Söhnen unterwegs waren. Pärchen gab es bei dieser Cruise nicht. Das kann jedoch Zufall gewesen sein. Die Kojen boten für meinen Geschmack genug Privatsphäre.
Luxus darf man bei Blackbeard’s jedoch nicht erwarten, aber die Leute waren nett, die Stimmung war gut und der Preis sehr attraktiv. Die Riffe und der Fischreichtum waren bemerkenswert. Der Abend im Hafen von Bimini am dritten Tag der Cruise (endlich eine richtige Dusche!) rundete den Trip ab. Obwohl es Verpflegung an Board gibt, sollte man ein Dinner auf dem Deck des „Bimini Big Game Resort and Yacht Club“ nicht auslassen und die „End of the World Bar“ ist ideal, um den Abend ausklingen zu lassen.

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