Neue EinträgeHilfeseitenImpressum und AGBMail an die RedaktionHauptseiteSeitenübersicht
Datenbank - Tauchplätze - Bonaire - Bonaire




Hier liegt eine Übersicht der vorhandenen Berichte zu diesem Eintrag. Hast du dort dasselbe erlebt? Oder wars etwa ganz anders? Wenn Du selbst einen Bericht hinzufügen möchtest, benutze bitte dieses Formular oder sende uns den Text (ggf.mit Bildern) per Mail.


Zu diesem Eintrag sind noch keine Kontaktdaten / Informationen hinterlegt.
Du kannst diese Infos hier einpflegen. Klick genügt.
Zu diesem Eintrag gibt es Media-Links:  ( - Fotos, - Video, - Karte)
  - Bonaire (18)
Folgende Sichtweiten-Einträge sind mit diesem Eintrag verknüpft:
  Bonaire allgemein (2 Meldungen - zuletzt vom 18.02.2006)

 Datenbank - Tauchplätze - Bonaire - 12 Berichte zu diesem Eintrag!

          

Datenbankeintrag 41542
Bonaire
geschrieben am 11.03.2008 von merlinmerlin [PADI Rescue div, 200 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo,

Warum Tauchen auf Bonaire? Weil tauchen hier so einfach ist. Das Wasser ist warm 28 Grad +, meistens kaum Strömung (Ausmahmen bestätigen die Regel - wer Strömung braucht, es gibt mittlerweile Anbieter die die andere Seite der Insel erkunden - hier soll es Grossfisch satt geben) und man sieht immer wieder was tolles.

Mittlerweile kennen wir jeden Tauchplatz, jeder hat da seinen speziellen Reiz. Im grossen und ganzen kann man an jeder beliebigen Stelle ins Wasser gehen. Das Saumriff ist in jedem Fall da.

Tauchen
Im Süden unbedingt beachten, hier gibt es ein Doppelriff. Tolle Sache Insbesondere wenn man es denn zum zweiten Aussenriff geschafft hat. Fischreichtum satt. Hier bitte die Luft im Auge behalten als auch die Tiefe beim Überqueren der Sandfläche zwischen den Riffen. Hier sind häufig Rochen anzutreffen, Da bekommt man schnell ein Sägezahntauchprofil.
Einstiege:
Problematisch ist manchmal der Einstieg. ich empfehle einen guten Schuh mit einer harten ! Sohle. Wir durften auch schon mal das Krankehaus von innen sehen aufgrund eines abgerissenen Nagels.

Bootstauchgänge:
Kann man machen muss man aber nicht.
Klein Bonaire sollte man mal 2-3 TG gemacht haben.

Empfehlenswert:
Tauchgänge hinter der Hochseetankeranlegestelle,
Wir haben uns hierfür einen Guide genommen. Die Lücke zum Aussenriff in den Geweihkorallen zu finden ist nicht ganz einfach.

Unterkunft:
Wir waren bis jetzt im Don Habitat und im Den Laman. Beide sind gut kommt natürlich immer auf die Art der Unterkunft an. Sollte man einen Gartenpavillon erwischen gibt es mehr Mücken als bei einer Seavilla. Insofern auf jeden Fall ein gutes Mückenspray mitnehmen (Antibrumm rot hat sich bewährt)
Generell gilt Meerblick ist teuer. Generell gibt es hier zu unterscheiden ob Seafront oder Seaview.
Achtet darauf das der Balkon auch wirklich aufs Meer geht. Ist einfach ein anderer Erholungswert.

Solltet Ihr 4 oder mehr Personen sein bucht euch ein eigenes Haus. bei uns ist das jetzt zweimal schiefgegangen weil immer jemand abgesprungen ist.
Kostenpunkt ca 2000$ pro Woche für ne Anlage von 4-6 Personen im gehobenen Segment. die Auswahl ist gigantisch.

Achtet drauf wie dicht der Flughafen ist. Er wird zwar nicht häufig frequentiert - mit Frankfurt nicht zu vergleichen -grins, störend ist es schon


Tauchen.
Gnerell gibt es nur Aluflaschen, selten mal ne Stahlflasche dabei. Bis jetzt nur Int-Anschlüsse. Soll aber auch Basen mit DIN- Anschlüssen geben.
Der Checkdive ist im Grossen und ganzen ein Witz- es gibt diesen nicht. Handschuhe sind generell verboten.

Nitrox:
Vorsicht das kommt auf die Basis an.
Wir sind den ganzen Urlaub mit Nitrox getaucht, wobei wir häufig den ersten TG mit Luft gemacht haben. (Kosten 7 tage non limit 120 $ inklusive nitrox).
Es macht keinen Spass die Insel hoch und runter zu fahren nur weil man pro Person und Tag nur 2 Flaschen mitnehmen darf. Gerade im Norden bei den Tauchgebieten läuft der Verkehr ab einer bestimmten Stelle als Einbahnstrasse gedacht. Solltest du hier zurückfahren müssen ist das ärgerlich. Wir hatten zu zweit im schnitt 8 Flaschen auf dem Auto (6 x nitrox und 2 x Luft.

Tipp:
Am ersten Tag gleich ne Styropor Kühlbox kaufen - kostet so um die 10 $. Gibt es im Supermarkt Nähe Flughafen.
Dann kann die Sonne kommen




    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 30617
Bonaire
geschrieben am 15.10.2006 von Chris L- [PADI AOWD, 130 TG]

Bonaire, Niederländische Antillen 16. September 2006 – 02.10.2006

Flug: KLM von München über Amsterdam (1445,-€/2 Pers. Ohne Tauchgepäck):
Start 17:35, 1,5 Stunden bis Amsterdam
4,5 Stunden Aufenthalt Amsterdam Flughafen (gähn)
Weiter 23:35, ca. 9 Stunden Flug nonstopp bis Flamingo Airport Bonaire
Ankunft 03:20 Ortszeit
Flugverpflegung: Man kann Sonderwünsche bei der Buchung im Internet vermerken. So hatten wir vegetarisch/asiatisch online gebucht und bekamen unser Essen deshalb immer vor allen anderen. Qualität o.k., aber meilenweit von z.B. der Economy der Emirates entfernt.
Gepäck: 20 kg pro Nase frei. Übergepäck pro Nase bis 20 kg kostet 40 €, darüber wahrscheinlich mehr, aber das haben wir nicht ausgereizt.

Wetter: Ein Tag „Regen“, macht aber nix, kann man wunderbar rekaxed in der Hängematte o.ä. lesend verbringen, wenn man einheimisches „OSI“ oder „Off“ (Autan schwächelt hier!) parat hat, da die Moskitos höchst aktiv waren. „Regenzeit“ ist laut Kalender von Oktober bis Dezember.

Unterkunft: In den Hügeln zwischen Kralendijk und Rincon in einem gemütlichen Studio auf „Dos Iguana“ (60 $/Tag). Zu empfehlen für Leute die Ruhe finden und Action nur dann, wenn gewünscht, haben wollen.

Tauchen: Keine Ahnung, wieso andere Leute überall in der Welt immer „50 m und weiter“ glasklare Sicht haben. Wenn wir kommen, herrscht immer „dicke Suppe“, ganz egal wo und zu welcher Jahreszeit wir gerade Urlaub machen. Aber egal, tauchen auf Bonaire ist so oder so absolut relaxed und unerhört frei, da möchte man weinen angesichts der, mit diktatorischen Tauchguides, im Roten Meer verbrachten Tauchurlaube. Riffe sind weitestgehend intakt und wunderschön anzusehen, kein Großfisch, aber das haben wir auch nicht erwartet. Sicheres Tauchen gibt´s an der Westküste; die Ostküste ist rau, mit nur zwei Spots. Die sollen toll sein, aber nur an wenigen Tagen im Jahr gut betauchbar sein, wenn Windstille herrscht. Die Plätze im Nationalpark, bis auf die „Boka Slagbaai“, sind schwer zugänglich und durch die unberechenbare Strömung schwierig.
Die Wassertemperatur betrug im September durchweg 28°C. Durch das relaxte Tauchen wird es schnell frisch – 3mm für Männer okay (es gab auch Shorties zu sehen, mir war der 3mm-Anzug zu dünn!!!), meine Frau schaffte es im Halbtrocki ganz gut.

Divesites: Jede Menge von Land aus. Die steilen Riffe nördlich von Kralendijk zeichnen sich durch mehr Hartkorallen aus und haben uns an die Malediven erinnert. Im Süden gibt es viele Weichkorallen und das Riff fällt sanft ab, ist aber weiter weg vom Einstieg, so dass Schwimmen bis zur Riffkante anstrengend werden kann, aber durchaus lohnend. Wer Landtauchgänge nicht mag, kann natürlich auch vom Boot aus tauchen (so die gewählte Basis Boote hat). Aber man kann sich das eigentlich sparen. Wir sind normalerweise „Bootstauchgangliebhaber“, aber vermisst haben wir nichts. Einfach mit dem Pick-up (Mietwagen, 180 $/Woche vom Vermieter, normalerweise für die gleiche Kategorie deutlich mehr) die Küstenstraße entlang fahren und sich einen Platz aussuchen. Basen gibt es im „Hauptdorf“ Kralendijk genügend. Nitrox auch „for free“, aber bitte auf Konditionen achten (z.B. konnten Flaschen bei einer Basis nur an einer von drei Filialen abgegeben werden, andernfalls mit Aufpreis etwa bei „Wannadive“; www.wannadive.com). Mehr von uns dazu bei den einzelnen Plätzen: Sweet Dreams,Oil Slick Leap, Larrys Lair, Andrea I + II, Karpata, Angel City, Hilma Hooker via Angel City, Margate Bay.

Unsere Tauchbasis: „Tropical Divers“ www.tropical-divers.com, war im September 2006 kurz vor der Eröffnung des brandneuen Gebäudes mit Schulungsräumen, Pool und dem sagenhaften Bauer Nitrox-Kompressor. Die Flaschen so makellos, wir haben sie kaum als Tauchflaschen erkannt (Nitrox übrigens ohne Aufpreis zum günstigsten Preis, 119,-$/6 Tage non Limit, zahlbar in $, €, Credit Card). Alle mit DIN(!)-Anschlüssen, so dass unsere neu erstandenen INT-Adapter im Koffer blieben. Hinzu kommen 25$ pro Person als Gebühr für den Nationalpark, gültig für ein Jahr Tauchen und „Slagbaai Nationalpark“.

Empfehlenswert für tauchfreie Tage: Der „Washington Slagbaai National Park“, fahrtechnisch durchaus spannend, dem Inselcharm gerecht werdend. Empfehlenswert!

Fazit: Bonaire ist noch das „Divers Paradise“, wie wir es überall in den Beschreibungen gelesen haben. Man sieht wahrscheinlich keine Haie und auch sonst keinen Großfisch, aber dafür gibt es Ruhe und Zeit für´s Beobachten (weil kaum Strömung), ohne Terminpläne und Hektik. Bonaire – just dive!



    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 20571
Bonaire
geschrieben am 06.09.2005 von time2dive@gmx.net [OWD, 180 TG]

0 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hier nur ein kleiner Anblick der unendlichen Möglichkeiten zu Tauchen auf der Insel.
Man (oder Frau) sollte jedoch unbedingt eigenständig Tauchgänge auch in unbekanntem Gelände planen und risikobewusst durchführen können.
Dann kommt die Belohnung ;-)
Bin gern bei der Reise- und Tauchplanung behilflich, einfach anmailen.

Bon Bini

Karsten

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 18041
Bonaire
geschrieben am 15.05.2005 von Udo+Renate [VDTL, 100 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo liebe Bonaire Interessenten!
Die unten geschilderten Berichte sind alle schon ausführlich und gut. Hier was aktuelles(praktisches) was sonst keiner schreibt Stand APRIL 2005 hinzu:

Mit Euro kann man hier nicht zahlen!! Tauschen geht aber auf jeder Bank der Insel. Also gleich US-Dollar in kleinen Scheinen mitnehmen. Zahlt man mit Dollar, bekommt man NAFL zurück. Mit der EC Karte kann man am Geldautomat die einheimische Währung NAFL ziehen. Die Gebühr: 3,80 Euro pro Abhebung!! Wenn man im Restaurant oder Shop mit EC Karte bezahlt, fällt bei jeder Buchung 0,77 Euro an.
Durch den derzeit guten Euro/Dollar Kurs ist das Essen sehr preiswert! Der Supermarkt aber immernoch doppelt so teuer wie zu Hause. Das Trinkwasser aber auch Cola etc. ist sauteuer! Auch ängstliche dürfen das erstklassige Leitungswasser direkt vom Hahn geniesen! Wirklich!
Wegen dem Gepäck noch ein Wort: Die KLM ist superkleinlich und zocken Euch gnadenlos ab wenn es an die Heimreise geht. Jede Person darf nur 1 Gepäckstück a 20kg aufgeben!!Es ist uns passiert, dass wir bei der Anreise aus Deutschland 2kg pro Koffer Übergepäck hatten. Hat niemand beachtet. Auf Bonaire bedeudet das aber 40 US Dollar Aufpreis pro Koffer wegen Übergepäck! Das Schalterpersonal hat gnadenlos auf das Geld bestanden, diskussionen halfen nichts. Um den Koffer zu erleichtern haben wir unsere Jackets ausgepackt und angezogen. Blöd aber kostenfrei. Schaut übrigens auch gut aus ;-) Bei einem Absturz ...........
Deutsche Handys (egal ob DUAL,TRI oder Quadband funktionieren nicht da niemand mit dem dortigen Netzbetreiber ein Abkommen hat.
Telefonieren nach D. kann 3 Dollar pro Minute kosten. 15 Minuten Internetzugang kosten 3 Dollar. (reicht um ein paar E-Mails zu schreiben)Eine Stunde 8 Dollar.
Sonnenbrille nicht vergessen!
Gute Reise

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 17082
Bonaire
geschrieben am 19.03.2005 von Sabine & Peter Jäger [690 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir waren im Februar/März 2005 auf Bonaire. Anfangs enttäuscht ( Über Wasser, weil so ganz gar nicht karibisches Flair ), gefiel uns der Urlaub dann doch, weil das Tauchen sehr schön war. Es waren keine ganz großen Fische ( Mantas o. Haie, usw. ) zu sehen - aber die großen Tabone, Zackis u. Barakudas in fast allen Größen, Schildkröten, Rochen, Blue Parot und das übrige Gewusel ( auch Seepferdchen ) erfreuten uns sehr. Die Korallen sind in einem sehr guten Zustand. Das Tauchen war easy ( kaum Strömung, gute Sichtweiten ).
Leider mußten wir auch erfahren, dass die Leute nicht immer so freundlich waren wie in den anderen Reiseberichten beschrieben !
Wir liesen uns aber den Urlaub nicht vermiesen.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 16216
Bonaire
geschrieben am 10.01.2005 von Anke [PADI RD, 120 TG]

4 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir waren Ende November auf Bonaire und wären Geld und Urlaub nicht immer so schnell zu Ende, dann würden wir wohl immer noch da sein.

Bonaire hat sich für uns in der Tat als „Divers Paradise“ rausgestellt. Vollkommen selbständiges und unabhängiges Tauchen wann und wo man möchte bzw. es sich zutraut. Ob die Westküste entlang oder auch mal die Ostseite, es wird zu keiner Zeit langweilig und immer wieder strömen neue Eindrücke auf einen ein. Auch, wenn die Ausläufer eines Wirbelsturms vor einigen Jahren einigen Tauchplätzen ihren Stempel aufgedrückt haben (zerstörte Riffdächer in 3 – 8 m), so findet sich jedoch auch in diesen Bereichen eine gigantische Vielfalt an Fischen.

Die Einstiege sind in der Regel einfach - trotz des Tauchgerödels am Körper - und es war schon etwas gewöhnungsbedürftig so autark tauchen gehen zu können, denn die meiste Zeit haben wir keine Menschenseele an den Tauchspots getroffen, aber der Gedanke, dass niemandem auffallen würde, wenn man nicht mehr „auftaucht“ wurde ganz schnell von diesem wundervollen Gefühl der Freiheit übertroffen.

Über einzelne Tauchplätze möchte ich mich nicht weiter auslassen. Es gibt keine mit Hotelburgen zugebaute Küste und so reiht sich ein Spot/Einstieg an den anderen und trotz vieler Ähnlichkeiten gibt es doch immer wieder Neues. Auch Liebhaber von Wracks werden nicht enttäuscht. Zum einen gibt es die Hilmar Hooker, ein 1994 versenktes Drogenschiff und zum anderen die 1912 gesunkene Windjammer Mary Bahn (beim Divecenter erfragen, da nirgends näher beschrieben, wahrscheinlich um unerfahrene Taucher von Dummheiten abzuhalten, da dieses Wrack in einer Tiefe von 42 – 63 m liegt).

Die Art des Tauchens ist auf Bonaire entgegen meiner Erfahrung mit Bootstauchgängen im Roten Meer, viel viel entspannter. Die Möglichkeit, sich rund um die Uhr mit Tanks zu versorgen und überall und zu jeder Zeit tauchen gehen zu können, hat uns begeistert. Der Tag war somit frei planbar und zwischen den Tauchgängen haben wir einen Stopp an der Lac Bai (ideal, um seine Surftauglichkeit und Sonnenresistenz zu testen und dabei einen leckeren Imbiss zu genießen) eingelegt oder eine Pause an einem der vielen Tauchplätze, die sich Richtung Norden befinden, gemacht und verzehrt, was die Kühltasche an frischem Obst (absolut lecker) hergab.

Wir haben uns auf Bonaire auch absolut sicher gefühlt. Die Regel „Wagentüren offen und Scheiben runtergekurbelt lassen“ hat sich bestens bewährt. Selbst in Kralendijk, wo wir öfters mit dem gesamten Tauchequipment auf dem Pickup geparkt hatten, gab es keine Probleme (sollten Tauchsachen wegkommen, wäre ich auch eher geneigt an touristische Langfinger zu glauben).

Selbstverpflegung ist auf Bonaire zu empfehlen und wird von vielen Reiseveranstaltern, und bei Privatunterkünften sowieso, angeboten. Die Supermärkte sind hervorragend ausgestattet (Supermercado an der Reismühle ist absolut empfehlenswert, Culinara (Zentrum) nur bedingt, jedoch lebt dieser Laden von seinen Öffnungszeiten, die auch sonntags das Einkaufen ermöglichen). Und wer keine Lust zum selber kochen hat, dem seien die fantastischen Restaurants ans Herz gelegt. Wir haben eine hervorragende Küche angetroffen und dies – angesichts des z. Zt. Guten Eurokurses – zu topp Preisen.

Bonaire bietet kein „Nachtleben“, man kann abends essen gehen oder sich in einem der vielen Bars/Restaurants am Hafen niederlassen, aber weder laute Musik noch (laute) Gäste, sind anzutreffen. Es ist ein herrlicher Fleck, um die Schönheiten der Insel zu Entspannung pur zu genießen. Keine Hotelburgen stören Auge und Landschaft und obwohl die Bevölkerung nicht reich ist, ist doch alles gepflegt und karibisches Flair macht sich breit. Die Innenstadt ist liebevoll gestaltet und mit der Kaya Grandi und knapp 150/200 m Geschäftszone sehr überschaubar. Aber … es passt einfach und mehr möchte man diesem kleinen Ort auch nicht zumuten. Die Fastfoodketten haben glücklicherweise noch nicht Fuß gefasst, außer einem KFC, der sehr versteckt und dezent in einer kleinen „Einkaufsmall“ untergebracht ist.

Ein Erlebnis sind auch die Salinen, die wunderschöne Farbe aufweisen, und wer sich im Norden der Insel aufhält und dort mit dem Auto unterwegs ist, wird mit Natur pur belohnt, einfach fantastisch, was dieses karibische Kleinod (trotz fehlender Palmen :-)) zu bieten hat.

Bonaire ist absolut und unbedingt empfehlenswert für Taucher, die die gebotene Selbständigkeit genießen und schätzen können, die weniger Wert auf ein lautes Nachtleben legen, aber dennoch abends ihren Drink, einen Barhappen am Hafen und/oder ein hervorragendes Essen in einem der unzähligen Restaurants genießen möchten. Diese Insel hat jede Menge Charme, der hoffentlich noch lange erhalten bleibt und Tauchern eine bunte Palette an Fischen, Kleinstlebewesen und entspannten Tauchgängen bietet.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 14902
Bonaire
geschrieben am 28.07.2004 von Ralf Steffen [SSI MD, 200 TG]

23 von 23 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 7 von 7 Usern stimmten diesem Bericht zu.

10.07.04 - 25.07.04


Die Insel

Bonaire ist das ´B´ der ABC-Inseln der Niederländischen Antillen, ca. 70 km vor der Küste von Venezuela.
Das Tauchen auf Bonaire unterscheidet sich von anderen Karibikinseln durch die Vielzahl der Tauchplätze, die ohne Bootsanfahrt erreichbar sind und die darauf perfekt ausgerichtete Tauchinfrastruktur. Die seit 25 Jahren geschützten Riffe, die Wassertemperatur von 27 Grad, die Sichtweiten von um die 30 m, die Vielfalt der Unterwasserwelt und die Möglichkeit eigenverantwortlich, weitgehend unabhängig von Tauchbasen zu tauchen, machen es zu dem ´Divers Paradise´. Neben dem Tauchen ist Bonaire mit der Lagune Lac Bai auch für das Windsurfen bekannt.
Mit ca. 14.000 Einwohnern hat sich Bonaire noch den ursprünglichen Karibikflair erhalten, ist noch nicht zu einem Massentourimusziel mutiert. Entsprechend herzlich und gastfreundlich ist die Bevölkerung.

Die Sprache ist Papiamentu, eine Mischung aus Niederländisch, Englisch und Spanisch. Wir trafen aber niemand, mit dem wir uns nicht auch in Englisch unterhalten konnten.

Neben dem Antillengulden wird überall US-Dollar akzeptiert, in fast allen Geschäften kann mit Kreditkarte und meist auch mit EC-Karte bezahlt werden. Die Preise sind für karibische Verhältnisse günstig, entsprechen dem Preisniveau in Deutschland.

Deutsche Touristen trifft man eher selten. Die Mehrzahl der Urlauber kommt aus den USA und den Niederlanden.

Die allgemeine Infrastruktur, einschliesslich der medizinischen Versorgung, ist vergleichsweise weit entwickelt und entspricht in etwa der von südeuropäischen Ländern ausserhalb der Ballungszentren.

Die meisten Besucher wohnen in privaten Häusern, Zimmern oder Appartements innerhalb eines Hotels und mieten einen PKW (Pickup) auf der Insel. Das macht unabhängig und ermöglicht das individuelle Tauchen und Bewegen.

Die Vegetation besteht überwiegend aus Kakteen und Akazien, sowie Mangroven im Osten.
Bonaire ist sehr vogelreich (z.B. Flamingos, Pelikane, Papageien). Weiterhin trifft man häufig auf freilebende Esel, Ziegen und natürlich auf verschiedene Eidechsenarten und die großen urzeitlichen Iguanas.


Klima

Ca. 30 Grad im Schatten, dabei angenehmer Dauerwind, fast kein Regen (häufigere kurze Schauer nur von Oktober bis Januar). Auch in den Nächten T-Shirt-Temperaturen.
Eigentlich ist immer Saison. Hauptsaison ist die Winter- und Frühjahrszeit.


An- und Abreise

Die Anreise erfolgte über Amsterdam und Aruba mit der Fluggesellschaft KLM und auf den letzten Kilometern mit der lokalen Fluggesellschaft BonairExel. 1 Std. + 8,5 Std. + 0,5 Std. + Flughafenwartezeiten machen nicht wirklich Spaß.
KLM bietet nur Nichtraucherflüge an und lässt seit dem 01.04.04 kein Tauchfreigepäck mehr zu. Jeweils 15 kg Tauchübergepäck pro Person können für 40 EUR pro Strecke zusätzlich erworben werden. Tauchgepäck und Lampen vorher anmelden!
Es gibt kaum Alternativen zur KLM. Freundlicherweise wurden unsere insgesamt 12 kg Übergepäck von den Mitarbeitern in Deutschland und Bonaire nicht berechnet. BonairExel erstattete eine auf dem Flug von Deutschland gebrochene Rolle am Tauchrucksack unproblematisch vor Ort mit ca. 100 EUR. Das nenne ich Service!
Auf der gesamten Insel ist Casual-Wear angesagt, d.h. Shorts, T-Shirt und Turnschuhe bzw. Sandalen auch in den Restaurants. Sweat-Shirts oder Jacken bedarf es nur auf der An- und Abreise. Dadurch lässt sich einiges an Gewicht sparen.
Die Gesamtbuchung (Flug, Transfer, Mietwagen, Appartement, Tauchpaket) erfolgte über ABC-Travel Deutschland (Gelsenkirchen) - www.karibiktraumreisen.de - und gab keinerlei Grund zur Beanstandung. Als Bonus gab es von Günter Kropp, der allein auf Bonaire über 700 TG absolviert hat, wertvolle Tipps.


Kosten der Reise

Der Komplettpreis in einer der besten Unterkünfte auf Bonaire mit Frühstück für 14 Tage inkl. Mietwagen und unbegrenztem Tauchen betrug pro Person knapp 2.000 EUR. Dazu kamen ca. 400 EUR für Verpflegung aus dem Supermarkt und den täglichen abendlichen Restaurantbesuchen und ca. 200 EUR für besondere Aktivitäten (s.u.) und Mitbringsel.
Es geht natürlich auch deutlich preiswerter, wenn man zu Komfortabstrichen bereit ist.
Je Person ist noch eine Marineparkgebühr von 10 USD und eine Ausreisegebühr von 20 USD zu entrichten.


Hotel

Das Buddy Dive Resort war ein Tipp von Freunden. Ein guter Tipp, wie wir vor Ort, auch im Vergleich mit anderen Hotelanlagen feststellten. Das Buddy´s ist eine mit viel Liebe zum Detail gestaltete Anlage mit ca. 40 Komfortzimmern (separates Schlafzimmer, großes Wohnzimmer mit Küche, Terrasse), kurzen Wegen, zwei Pools und gutem Restaurant. Eine leise Klimaanlage, eine gute Matratze und die prompte Erfüllung von Sonderwünschen waren nur einige Indizien für die richtige Auswahl.
Eine eigene Küche war uns wichtig, um nicht im Verlauf des Tages die Tauchausflüge unterbrechen zu müssen. Statt dessen konnte wir uns selbst bedarfsgerecht versorgen und hatten immer gekühltes/gefrorenes Leitungswasser für unsere Ausflüge zur Verfügung. Nicht ganz unwichtig für Taucher!
Das Hausriff ist auf Bonaire kein Auswahlkriterium. Wie wir auf einem längeren Tauchgang über mehrere Hotelanlagen feststellten, ist es überall gleich schön und für viele Tauchgänge gut.


Tauchen im Allgemeinen

Bonaire verfügt über ca. 50 mit gelben Steinen markierte Tauchplätze überwiegend an der Westküste, an die man mit dem Pickup fast unmittelbar bis an das Wasser fahren kann.
Die meisten Tauchplätze werden auf der Internetseite www.shorediving.com detailliert beschrieben.
Nord- und Ostküsten-Tauchgänge sind zwar möglich, aufgrund von Wellengang und Strömung oft aber schwieriger bis unmöglich.
Bootstauchgänge auf der vorgelagerten Insel ´Klein Bonaire´ sind ebenfalls möglich. Die dabei entstehenden zusätzlichen Kosten von ca. 25 EUR pro Person und Tauchgang, sowie die Abhängigkeit von der Tauchbasis hielten uns davon ab, zumal die Plätze laut Angaben der meisten Bonaire-Spezialisten auch nicht besser als auf Bonaire direkt sind.
Der Riffabfall zum Saumriff ist zwischen 20 m und guten 100 m von der Küste entfernt und beginnt in 5 m bis 8 m Tiefe. Bis dahin taucht man über eine Sandfläche mit wenig Bewuchs. Ausnahme sind einige wenige Tauchplätze im Süden. Dort macht auch das Schnorcheln viel Spaß. Das darf aber niemanden schrecken: Zum Einen ist auch dieser Bereich noch fischreich und gut für Überraschungen beim Austauchen, zum Anderen ist der Weg zum Riffabfall schnell über oder unter Wasser zurückgelegt. Am Riffabfall selbst wird man dann mit einem Bewuchs und Fischreichtum entschädigt, der seinesgleichen sucht. Im südlichen Bereich der Westküste dominieren Weichkorallen-, Gorgonien und Schwammwälder enormer Größe. Im nördlichen Bereich nimmt der Anteil der Hartkorallen zu. Der Farb- und Fischreichtum der Riffe ist beeindruckend. Wir haben Vergleichbares bisher nur an einigen wenigen Riffen im südlichen Roten Meer und der Karibik gesehen.
Eine Besonderheit stellt das Doppelriffsystem zwischen dem Tauchplatz ´Chez Hines´ und dem Tauchplatz ´The Invisibles´ dar. Nach dem ersten Riffabfall, folgt eine Sandfläche in 15 - 30 m Tiefe und danach ein weiterer Riffabfall. Das Wrack der Hilmar Hooker liegt z.B. genau zwischen den zwei Riffabfällen.
Riffkegel, -nadeln oder -plateaus findet man an diesem Saumriff nicht (Ausnahme: ´The Invisibles´ drei Plateaus am Ende des Doppelriffes).
In tieferen Regionen fanden wir häufig schwarze Korallen und besonders große Schwämme und Anemonen.
An Fischen findet man fast alle Arten aus den karibischen Fischführern. Beeindruckend! Als Fan von ´Unterwasser-Hubschraubern´ ist uns die Vielfalt der Kugel-, Koffer- und Feilenfische besonders ins Auge gefallen.
Großfische sucht man an den Riffen vergeblich. ´Cheffes vom Riff´ sind Tarpune und große Barrakudas (häufig anzutreffen), verschiedene Makrelen-, Muränen- und Schnapperarten (sehr häufig), sowie Schildkröten, Adler- und Stechrochen (seltener).

Im Süden stellten wir an verschiedenen TP ab ca. 35 m eine um drei Grad kältere und sehr planktonreiche leichte Strömung fest.
Allgemein waren Strömung und Wellen kein Problem. Selbst bei einem Ostküstentauchgang war kaum Strömung feststellbar.
Die Orientierung ist extrem einfach (rechte Schulter hin, linke Schulter zurück oder umgekehrt). Selbst wenn man den Ausstieg verpassen sollte, ist dies an den meisten TP kein Problem (höchstens eine Frage der Ehre).

Obwohl wohl jeder zweite Tourist auf Bonaire Taucher ist, waren wir an den Tauchplätzen meist allein. Manchmal gesellte sich ein zweites Buddyteam dazu. Das lag an der Vielzahl der Tauchplätze, der Nebensaison und der amerikanischen Art zu tauchen ...
... ca. 80% der Taucher sind Amerikaner und ca. 80% dieser Taucher tauchen gern in Gruppen mit Guide. Die zusätzlichen ca. 25 USD pro Tauchgang stören da nicht. Diese TG finden meist vom Boot aus statt und diese Boote kann man als Landtaucher meiden, indem man einfach 500 m weiter fährt.


Tauchsicherheit

Die meisten Tauchplätze sind relativ strömungssicher und wellenarm und dadurch auch für Anfänger geeignet. Je weiter man nach Norden oder Südosten taucht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von höheren Wellen (Verletzungsgefahr beim Ein- oder Ausstieg) und Strömung.
Während unseres Urlaubs konnten wir selbst einen Ostküstentauchgang ohne nennenswerte Strömung und bei guter Sichtweite durchführen.
Ostküstentauchgänge sollten aber grundsätzlich nur mit Guides, die Ostenküstenerfahrung haben, durchgeführt werden. Die Sicht kann schlecht werden, die Orientierung schwierig und die Strömung stark und ablandig sein.
Krankenhaus und Dekokammer sind maximal innerhalb von 40 Minuten per Auto zu erreichen. Ausnahme sind die Tauchplätze im Norden innerhalb des Nationalparks. Hier kann die Fahrt aufgrund der schlechten Wege (nur mit Pickup oder Jeep befahrbar) schon zwei bis drei Stunden dauern.
Krankenhaus und Dekokammer sind optimal auf Tauchunfälle vorbereitet und verfügen über erfahrenes Personal, sowie die technischen und medizinischen Voraussetzungen. Ich bezweifele, dass die Versorgung in Deutschland besser wäre.


Lieblings-Tauchplätze

Karpata:
Ein Steilriff mit tiefen Einschnitten mit Sandrutschen. Als Taucher fühlt man sich wie ein Vogel, der über Bergrücken und Täler fliegt. Vergleichsweise viele Steinkorallen.

Buddy Dive - unser Hausriff:
Vom Zimmer zum Tauchsteg sind es 40 m. Gefüllte Flaschen sind rund-um-die-Uhr vorrätig und können selbständig genommen werden. Ein Schritt und dann Abtauchen. Jeder TG führt zu neuen Entdeckungen.

Town-Pier (Nacht-TG):
Die Zwangsinvestition in den Giude (20 USD p.P.) lohnt sich wirklich, zudem nur max. 4 Personen pro Guide zugelassen sind. Wir waren allein am Town-Pier, da die Guides am Samstagabend meist frei haben. Ansonsten besser ab 21.00 h tauchen. Man taucht durch ein Labyrinth von vollständig mit Korallen und Schwämmen besetzten Säulen. Viele Krebse, Garnelen, Schlangenseesterne, Muränen, dazu Anglerfische, Seepferdchen und eine standorttreue Schildkröte. Der Hafen-Tarpun nutzt die Taucherlampen zur Jagd.

Hilma Hooker:
Das 70m-Wrack liegt auf 30 - 15 m, direkt hinter dem ersten Riff und ist unmöglich zu verfehlen. Ggfls. Boje anschwimmen und dort abtauchen, um Luft zu sparen. Auch wenn wir nicht gerade zu Wrackliebhabern zählen, entschädigen die vielen Barakudas, Tarpune und Makrelen im und um das Wrack. Gemütliches Austauchen am Riff.
Die Kunst ist es, diesen beliebtesten TP auf Bonaire möglichst ungestört zu betauchen. Daher empfiehlt es sich, den TG vor 09.00 h beginnen.

Alice im Wonderland:
Schon über Wasser interessant. Auf der einen Seite das türkisfarbene Meer, auf der anderen die rosafarbenen Salzbecken.
Interessant auch schon im Flachwasserbereich. Doppelriff: Das erste Riff geht auf 25 m. Nach 40 m folgt das zweite Riff, auf das man aufgrund der Schönheit des ersten gut verzichten kann.

Margate Bay:
Der Tauchplatz mit dem schönsten Flachwasserbereich. Auch gut zum Schnorcheln geeignet. Jungfischsuppe! Riff fast so schön, wie unser Lieblings-TP ´Red Slave´. Vorsicht vor den Bohrseeigeln am Einstieg.

Red Slave:
Vorletzter TP im Süden - unser Lieblings-TP.
Fast immer allein. Reichlich Fisch. Ein Wald von bunten Weichkorallen, Gorgonien und Schwämmen, immer wieder unterbrochen von Sandrutschen. Schwarze Korallen.

Lac Bay - Cai:
Ostküstentauchplatz mit Guide (25 USD p.P). Starke ablandige Rissströmung mit schlechter Sicht in der Lagune möglich. Flasche gut befüllen lassen. Es soll ein langer TG werden. Wir waren mit unserem Guide Bas 90 Minuten unterwegs. Er bietet dort auch TG mit Doppelflasche und zwei bis drei Stunden Länge an.
In der Lagune schwammen wir durch einen beeindruckenden Schwarm von ca. 100 Tarpunen, die nur sehr zögerlich Platz machten. Am Riff selbst trafen wir immer wieder auf gefleckte Adlerrochen, einzeln oder in Formation.
Von einem Boots-Drift-TG an der Ostküste hatten wir aufgrund des Preises (100 USD p.P.) dankend abgesehen.


Tauchbasis

Das Buddy Dive Center bietet rund-um-die-Uhr volle Flaschen in beliebiger Anzahl. Dort wurde der Dive-Through erfunden, d.h. direkt vom Pickup Flaschen auf- und abladen.
Wer Bootsausflüge bevorzugt (25 USD p.P. zusätzlich), dem stehen drei Boote zur Verfügung, die um 8.30 h, 10.30h und 14.15 h ablegen.
Beim Check-in ist eine Enthaftungserklärung zu unterschreiben und die Anzahl der TG und die Qualifikation einzutragen, danach erfolgt eine videounterstützte Pflichteinweisung in das Tauchen auf Bonaire und ein Basis-Rundgang. Karte, Attest und Logbuch wurden nicht geprüft. Ungewöhnlich!
Die 12l-Alu-Flaschen waren gepflegt und immer gut (220 bar) gefüllt. Auf Wunsch auch mal überfüllt mit 250 bar.
Alle ca. 10 Mitarbeiter waren hilfsbereit und freundlich, z.B. bei der Reparatur meiner Lampe.
Über die Fähigkeiten der Guides und Instruktoren kann ich keine Angaben machen. Zumindest müssen sie sehr stressresistent sein. Die Erlebnisse mit amerikanischen Tauchgruppen müssten genug Stoff für ein kurzweiliges Buch hergeben.


Allgemeine Tipps

Bei der Auswahl der Basis sollte darauf geachtet werden, dass ohne Beschränkung Flaschen zur Verfügung gestellt werden und die Flaschen zu jeder Zeit verfügbar sind. Wir haben Tauchbasen mit Beschränkung auf 2 Flaschen pro Person und eingeschränkte Ausleihzeiten gesehen.

Nicht alle Tauchbasen bieten Nitrox an. Die Basen, die Nitrox anbieten, verlangen 5 - 8 USD zusätzlich je Füllung - nix mit ´Nitrox for free´.

Es gibt zwei Marineparkschutzgebiete, in den das Tauchen verboten ist. Das wird auch mit Überwachungskameras und durch Marineparkpersonal überprüft.

Das Tauchen am Town- und Saltpier ist nur nach vorheriger Anmeldung und mit Guide zulässig. Auch das wird genaustens überprüft.

Obwohl wir es nicht bestätigen können, finden wohl immer mal wieder Diebstähle aus den Pkw an den Tauchplätzen statt. Es wird empfohlen, die Fenster offen zu lassen und die Türen nicht zu verschliessen, da die Rechnung für eine neue Scheibe meist größer als der Wert der entwendeten Gegenstände ist. Ein Taucherei für Schlüssel und Bargeld ist zu empfehlen. Markensonnenbrille oder Marken-Turnschuhe müssen nicht mit auf den Tauchausflug.
Ansonsten ist die Bevölkerung aber sehr friedlich und hilfsbereit.

Sofern nicht bereits im Hotel erhältlich gibt es gute Karten und Informationen über die Insel, sowie einen Restaurantführer im Tourists Office in Kralendijk (direkt am Eingang der 20 km/h-´Fußgängerzone´).

Vor dem Einchecken zum Abflug nicht vergessen, die Ausreisesteuer bezahlen (Schalter rechts im Flughafen). Es wird nur Bargeld akzeptiert.

Es gibt zwei große Supermärkte: Das Cultimara an der Straße zum Krankenhaus und das Warehouse Bonaire an der Abzweigung von Lisas Tankstelle zw. Kralendijk und Flughafen. Im Cultimara ist zudem noch eine gute Bäckerei.
Unsere bekannte Butter heißt ´Echte Botter´. Die großen Bananen können auch Kochbananen sein.

Zum einfachen Umrechnen: Ein Antillengulden entspricht etwa unserer alten Mark.


Restaurant-Tipps

Bella Vista im Buddy Dive Resort:
Fleisch, Fisch, Pasta, Snacks - alles gut und reichlich

City-Cafe am Town-Pier:
Perfekt!

De Tuin am Kino:
Experimentierfreudiger Koch. Kleine interessante Karte mit positiv überraschenden Speisekombinationen. Sehr gemütlich, sehr freundlich.

Gibi´s Terrace, Nikiboko:
Lokales, preiswertes Essen. Es gibt frischen Fisch (Fang des Tages) oder Gibi´s Ziegengulasch. Es ist nicht immer alles verfügbar. Einmal mussten wir Gibi´s verzweifelten Bruder wieder verlassen, weil der Chef nicht eingekauft hatte. Sollten mal mehr als 10 Gäste dort sein, nehmen die Gäste die Bestellung auch schon mal selbst in Hand.
Zugegeben gewöhnungsbedürftig, aber wir waren dort gern und mehrfach.

Das älteste und wohl teuerste Restaurant ´Zeezicht´ hat uns als einziges Restaurant enttäuscht.


Ausflüge

Washington Slaagbai Nationalpark:
Mindestens 6 Stunden müssen aufgrund der extrem schlechten Wege schon eingeplant werden. Wir empfehlen die große Route, ansonsten fehlen die Ostküste mit dem Blow Hole und dem Terassenbadebecken und das Wasserloch Pos Mangel mit zutraulichen Iguanas (nicht erschrecken, die wollen nur Futter!) und vielen Vögeln.
Auf Tankfüllung achten. Genügend Wasser und Essen mitnehmen. Badestop einplanen, dabei das Essen im Fahrzug lassen, denn die Eidechsen im Park sind sehr einfallsreich. Einen Tauchstop würden wir nicht empfehlen, da die Wege bei einem eventuellen Tauchunfall zu weit sind. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer. Ausserdem wurden diese TP vom 99´er Hurrikan am stärksten betroffen.

Höhlentour:
Ein Ausflug in zwei der vielen Höhlen von Bonaire. Das ist noch Abenteuer pur und nicht mit großen Touri-Höhlen zu vergleichen. Ein wenig Beweglichkeit und Trittsicherheit ist Voraussetzung. Ein Guide mit max. 4 Personen. Neben den Stalagtiten war es interessant, Steinkorallen mal von innen zu sehen. In einer Höhle konnten wir im glasklaren Unterwasser-Süßwassersee schnorcheln.

Kajaktour in den Mangroven:
Von der Lagune in den Mangrovenwald mit vielen Erklärungen und schönen Durchfahrten im Blätterwald. Dabei sieht man auch die Mangrovenquallen, viele Jungfische, z.B. Barrakudas und mit etwas Glück auch einen Schwarm Snooks.

Quad-Tour:
Wir hatten eigentlich geglaubt, schon alles von Bonaire gesehen zu haben, aber mit einem Quad kommt man eben noch zu Stellen, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind. Ausserdem ist eine Fahrt mit diesen vierrädrigen Motorrädern (eine Mischung aus Jetski, störrischem Esel und Geländemaschine) ein Erlebnis für sich. Drei Stops waren aufgrund geplatzter Reifen notwendig, komischerweise nur bei denjenigen, die Spinning und Sliding ausprobiert hatten.

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 14581
Bonaire
geschrieben am 02.04.2004 von Haaken Günter

4 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Bonaire ist ein Taucherparadies !Ich kann mich nur dem Bericht von Bettina und Michael anschließen.Die Leute von Bonaire sind freundlich,nett und hilfsbereit.Zum Wohnen kann ich auch http://www.cocopalmgarden.org/empfehlen.Brigitte und Marion sind angenehme Hausvermieter und das Preis- Leistungsverhältnis ist echt O.K.! Man fühlt sich durch die intregierte Wohnlage als Einheimischer und wird dort auch so behandelt!Viele andere Unterkünfte kann man als Clubanlagen bezeichnen!Taucht einfach dort ein,- in die Unterwasserwelt und Taucht auf bei COCO Palm Garden!!!!!

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 14576
Bonaire
geschrieben am 28.03.2004 von Michael

11 von 11 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 6 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo,
wir möchten hier zu den Tauchplatzbeschreibungen nichts hinzufügen, da schon viel dazu gesagt wurde u. man auf der Homepage von Bonaire alles über die etwa 60 Landtauchplätze nachlesen kann (www.infobonaire.com). Auch die schon erwähnten Hinweise auf Ticketpoint u. ABCarrental sind sehr hilfreich u. seriös. Aber was deutlich zu einem schönen Urlaubserlebnis beiträgt ist eine schöne Unterkunft. Und hier können wir von ganzen Herzem
eine Empfehlung aussprechen www.cocopalmgarden.org . Die Seite ist u.a auf deutsch und zeigt eine sehr schöne u. phantasievolle Unterkunft. Die Appartments in den Häusern sind sehr groß, bunt, toll ausgestattet und eigentlich preiswert. Und sie liegen wunderschön. Obendrein wird man bei Bedarf von der sehr freundlichen dt. Besitzerin unterstützt. Man sitzt unter Kokospalmen, wilde Esel stehen vor der Gartentüre (das hat man im Hotel alles NICHT)u. man kann im eigenen Garten sein Tauchzeug abspritzen u. trocknen. Zu Fuß ca. 3 Min. bis zum Sandstrand. Wir waren schon auf der ganzen Welt tauchen, aber dies war mit Abstand einer der schönsten Plätze.
Viel Spaß beim Tauchen, Bettina+Michael

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.
Datenbankeintrag 14336
Bonaire
geschrieben am 08.10.2003 von Jan [CMAS, ? TG]

7 von 8 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Bonaire ist zum Tauchen einfach genial. Fast alle Tauchbasen bieten das "Non-Limit-Tauchen" an, also, dass man unbegrenzt Flaschen zur Verfügung gestellt bekommt und dann quasi nach Lust und Laune Tauchen kann. Zu empfehlen ist es, einen Mietwagen gleich mit zu buchen, dam man eigentlich nur mit diesem das Non-Limit-Tauchen ideal nutzen kann. Die Basen sind alle recht ähnlich, aber da ich schon 3 x dort war ist mir eine besonders positiv aufgefallen. Es handelt sich um die Appertement-Anlage Lagoen Hill mit der angegliederten tauchstation "Toucan Diving". Es gibt den sog. Drive-Thru bei dem man sich die Tauchflaschen auf den Pick-up schmeisst und loslegt. Das ist die einfachste und bequemste Form des Tauchens.
Getaucht wird dann von Land aus. Wenn man mit seinem Mietwagen am Meer entlang fährt sieht man sofort die Markierung für einen Tauchplätzen. Dort macht man sich tauchfertig und steigt einfach ein. Das wars!

Zu sehen gibt es jede Menge, viel Kleinfisch, gut erhaltene Korallen, Tarpone, Muränen in jeglichen Varianten, Barakudas, Rochen, Sepias... Mit etwsa Glück auch Großfisch.

Ich kann Bonaire Tauchern empfehlen, die einfach mal richtig viel tauchen wollen, ohne auf einer Safari zu sein. Wie gesagt, die beste Anlage war das Lagoe Hill. Scheint etwas neuer zu sein und so sauber - irre für eine Appartement-Anlage. Wir haben dieses Jahr bei Nautilus gebucht.

Ich hoffe ich konnte helfen, bei Fragen könnt Ihr Euch gerne an mich wenden.

Schöne Grüße
Jan Rehm

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

Abstimmungsmöglichkeit nur für Nur für registrierte Benutzer registrierte und eingeloggte Benutzer.

          

TIPP:Du hast Fragen, Anregungen oder Kritik? Wir freuen uns drauf - schicke uns einfach eine Email!


10.05.2008 04:46 Taucher Online : 39
Heute 955, ges. 26193191 Besucher
Login:  Autologin: 
Passwort:  
Gast : Registrieren - zur Login-Seite


Deine Bookmarks:
Taucher-News - Kalender - Sichtweiten - Postkarten

Länderinfos ..

Unsere Produkt-Datenbank!
Über 1600 Tauchartikel mit detaillierten Daten!
Vergleichen lohnt sich!


Zu unserer Kooperationsseite...

Weltweit "meer" erleben...
...und neue Ziele kennenlernen!

Unser neuer Katalog ist da. Jetzt kostenlos anfordern unter +49 7582 3551 oder über unsere Homepage


Wetterkarte Bonaire
© WetterOnline.de




   Aktuelle Länderberichte:
 Thailand
(20.06.2007) Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten mit seiner längsten Landgrenze von 1.800km an Burma, im Nordosten mit 1.754km an Laos, im Südwesten mit 803km an Kambodscha,im (mehr)

 Österreich
(19.02.2007) Österreich befindet sich mitten in Europa und grenzt auf insgesamt 2.562 Kilometern im Nordosten an die Tschechische Republik, im Osten an die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien (mehr)

 Oman
(02.09.2006) Im Norden und Nordwesten des Landes liegt die erst Ende des 20.Jhd. festgelegte Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Nordosten liegt der Golf von Oman, das arabische Meer begrenzt das (mehr)


   Aktuelle Clubberichte:
Herborner Unterwasserclub
(04.05.2008) Wir sind ein Tauchverein aus Herborn mit ca.150 Mitgliedern. Tauchtraining und Tauchtermine an unserem Vereinssee in Herborn Schönbach könnt Ihr unserer Homepage entnehmen. Auch organisieren wir (mehr)

Tauchclub Calypso Lahr
(03.05.2008) >>> 20 Jahre Tauchclub Calypso Lahr (mehr)

Tauchsportclub Delphin Lüden..
(01.05.2008) Tauchsportclub Delphin Lüdenscheid e. V. Hier findet Ihr alle Infos rund um den Verein, mit allen Aktivitäten, Veranstaltungen, Tauchfahrten und einer Menge Fotos. In festen Abständen werden (mehr)


   Aktuelle Hotelberichte:
Abo Nawas Resort, Marsa Alam
(03.05.2008) Das Hotel ist super, man muss nur mit den Italienern und ihrem Temperament klar kommen, hat aber als Deutscher einige Vorteile z.B. beim All Inclusive. Die Tauchbasis Grand Blue ist grauenhaft. Von (mehr)

Christina Beach Hotel, Dahab
(28.04.2008) Ich habe vom 17.-24. April eine Woche im Christina Beach Palace in Dahab verbracht. Mein Fazit: absolut empfehlenswert! Dem vorhergehenden Bericht kann ich in allen Belangen nur zustimmen. Das (mehr)

Blue Bay Divers und Santika ..
(22.04.2008) Blue Bay Divers / Sahaung Ich bin jetzt schon das zweite Mal bei Anke und Salmon gewesen und ich werde wieder hinfahren. Sobald man dort ankommt, fühlt man sich aufgenommen wie in einer großen (mehr)


ORCA Sports - Tauchen
ORCA Sports - TauchenORCA Sports - Tauchen - Katalogbestellung
ORCA Sports - Tauchen

   Forum Tauchgebiete
Auszug aus diesem Forum:

Malediven : Kann man wieder hin?
vom 18.08.2003 : moin moin, war vor der korallen bleiche auf kuredu und auf der yaaira. kann man wieder ohne enttäuscht zu werden auf die ... [mehr]

Hemmoor - Hemmoor - Hemmoor.......
vom 27.07.2003 : Alle nach Hemmoor..?.?.?.? Gab es was um sonst oder habe ich was verpasst im Hemmoor..Sa.26.7.03...??? Campingplatz ...voll ! ... [mehr]

D Loch im Allgäu
vom 20.07.2003 : Hallo Leute, ich wollte naechsten Monat im D loch tauchen gehen und habe keine Lust mein Auto nur mit Flaschen zu beladen... ... [mehr]



Mail and die RedaktionHauptseiteImpressum und AGBs
© 1997-2008 Taucher.Net GmbH - powered by TNetHosting