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Busselton Jetty Geschrieben am 30.12.2007 von cheesee [SSI OWD, 15 TG]
Dies ist wirklich einer der besten Tauchgänge die man sich vorstellen kann! Wir waren im Abstand von einer Woche zwei Mal am Jetty tauchen (29.11.2007 und 08.12.2007), beide Male mit toller Sicht und viel Fisch. Der Tauchplatz ist auch für unerfahrenere Taucher geeignet, solange man Tarieren kann. Die Tiefe beträgt maximal 10m, man kann nicht verlorengehen, denn sobald keine Pylonen mehr neben einem sind ist man falsch! Die Pylonen des Jettys sind über und über mit Korallen und Schwämmen bewachsen, die Farben sind überwältigend. Es gibt rot, orange, gelb, pink, und auch die Fischliebhaber kommen nicht zu kurz: Schwärme von Yellow Tails, Kugelfische, Oktopus, Tintenfische und Scorpionfische sind nur ein paar Arten, die wir angetroffen haben. Auch auf die Gefahr hin, die Infos zu wiederholen, hier eine Zusammenfassung zum Busselton Jetty: Der 1,8 km lange Steg wurde 1865 als Anlegestelle für die großen Walfänger errichtet. Das Jetty gilt als längstes Holzjetty auf der südlichen Halbkugel, fast am Ende des Jettys wurde 2003 ein Underwater Observatory errichtet, das auch Nichttauchern die Möglichkeit bietet, die Unterwasserwelt am Jetty kennenzulernen. Außerhalb des Observatorys sind ungefähr noch 100m Steg übrig, der 1999 einem Brand zum Opfer fielen. Genau dort ist der beste Tauchplatz. Früher diente ein Zug dazu, die Walfangschiffe zu entladen; später wurde er eingesetzt um Touristen auf dem Jetty spazierenzufahren, und auch als Taucher konnte man diese Möglichkeit nutzen um ans Ende des Jettys zu gelangen. Aufgrund des schlechten Zustandes des Jettys fährt dieser Zug leider nicht mehr, und so hat man nur die Wahl, das Gerödel knapp 2 km zu tragen oder sich mit dem Boot hinausfahren zu lassen. Weitere Infos zum Jetty sowie zwei Webcams findet man unter www.busseltonjetty.com.au/. Wenn man zum ersten Mal am Jetty taucht, wird einem (zumindest bei diveshed) ein Guide zur Seite gestellt. Den zweiten Tauchgang unternahmen wir dann ohne Guide. Die einzige Einschränkung, die bezüglich des Tauchens besteht, ist eine ca. 10m große no-dive zone um das Underwater Observatory herum. Die Zone ist auf den Seiten des Jettys dadurch gekennzeichnet, dass es keine Pylonen mehr gibt, auf den anderen Seiten liegen ein großer Betonblock bzw. ein Anker.
Busselton Jetty
Kugelfisch
Moonlighter
Gurnard Perch
Pylone
Roter Seestern
Telesto Coral
Tauchplatz
Blue-throated Ascidians
Oktopus
Pylone
Tangled Tubeworm
Nudibranch
Cuttlefisch
Yellow Tails
Bewertung :
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Busselton Jetty Geschrieben am 24.11.2001 von Volker Siedt
6 von 7 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Busselton Jetty
Nur gut 20 km nördlich von Dunsborough liegt Busselton, und als mein Divemaster mich nach den Tauchgängen an der Swan gefragt hat, ob ich noch Lust auf einen Nachttauchgang am dortigen Jetty hätte, hab ich einfach mal spontan "ja" gesagt, ohne zu wissen, was mich überhaupt erwartet. Mich hat nicht nur ein fantastischer Sonnenuntergang erwartet, sondern auch einer der besten meiner bisher 200 Dives.
Der Busselton Jetty ist mit knapp zwei Kilometern Länge der längste aus Holz erbaute Pier auf der Südhalbkugel, worauf die Australier großen Wert legen. Manchmal gewinnt man den Eindruck, daß sie für ein Objekt die hanebüchensten Eigenschaften finden, die es zu dem schönsten, größten oder längsten Etwas auf der südlichen Hemisphäre machen. Vielleicht ist dieser Minderwertigkeitskomplex nach den Spielen in Sydney ja etwas weniger ausgeprägt. Jedenfalls scheint ein Kiwi auf diesen Pier ziemlich neidisch gewesen zu sein, denn bei einem Feuer ist ein Teil davon im Jahr `99 zerstört worden. Die letzten 100 m des Piers sind jedoch intakt und dies ist der Teil, den man während seines Tauchgangs besucht.
Da ein 2 km langer Fußmarsch mit vollem Gerödel wenig erbaulich ist, haben wir ein Boot zum Ende des Piers genommen und sind bei einsetzender Dunkelheit ins Wasser gesprungen. Was ich dann im Schein der Lampe erblickt habe, hat mich spontan in Entzücken versetzt. Die Pylone des Jetties sind über und über mit Weichkorallen und Schwämmen bewachsen. Dasselbe gilt für auf dem Grund herumliegende Teile. Die Farben sind einfach knallig, Rot ist vorherrschend, ab und zu mal ein Lila oder Gelb dazwischen und von Coral Bleaching keine Spur. Die Sites, die ich noch drei Monate zuvor am Great Barrier Reef betaucht habe, können sich verstecken dagegen. Auch tiertechnisch konnte man ein bißchen was sehen, Oktopusse und Tintenfische waren ebenso dabei, wie verschiedene Nudibranchs, Seesterne, ein Einsiedlerkrebs und ein Flathead. Das Flair dieser Site machen aber eindeutig die bunten Korallen aus, ich wollte gar nicht mehr aus dem Wasser, aber wir hatten uns auf eine Tauchzeit von einer Stunde geeinigt, sonst wäre der auf dem Boot zurückgebliebene Divemaster unruhig geworden. Verirren kann man sich praktisch nicht, sobald man keine Pylone mehr neben oder über sich hat, hat man was falsch gemacht, denn man taucht immer unter dem Pier. Auch eine Tauchzeit von einer Stunde sollte eigentlich jeder schaffen können, denn mit 6-8 m Tiefe kann man diesen Dive nicht gerade als "Deep Dive" bezeichnen.
Fazit: Machen, machen, machen!!!
Info: Cape Dive, http://www.capedive.com
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