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Datenbank - Tauchplätze - Spanien - Cadaques, Costa Brava



Tauchplätze Spanien

Cadaques, Costa Brava

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 Datenbank - Tauchplätze - Spanien - 1 Bericht zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 13226
Cadaques, Costa Brava
geschrieben am 20.06.2000 von Katharina Hartmann

13 von 16 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 7 von 9 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tauchen in Cadaques, Costa Brava, Juni 2000

Cadaques ist ein ruhiger, tatsächlich unverbaut (wo gibts das noch?) gebliebener kleiner Fischerort im Norden der Costa Brava. Die Ruhe und Abgeschiedenheit haben wir dem Künstler Salvador Dalí zu verdanken, der dort lebte und als Bürgermeister stets bemüht war, die Ursprünglichkeit des Ortes zu erhalten. Cadaques ist auch nur über eine kleine, steile Passtrasse zu erreichen und das trägt sicher auch dazu bei, grosse Touristenschwärme abzuhalten. Natürlich gibt es einige Cafes, Restaurants etc., alles ziemlich dezent, nicht ganz billig, aber auch nicht überzogen. Für Leute, die Ruhe und Entspannung, gutes Essen, schöne Landschaft und tolle Tauchgründe schätzen, ist der Ort ideal. Nördlich von Cadaques liegt über und unter Wasser der Naturpark Cap de Creus. Dort waren wir tauchen. Für Mittelmeerverhältnisse fanden wir unter Wasser eine erstaunliche Fülle von Leben: viel Kleinviehzeug, also ideal für Makro-Fans: Seescheiden, Schwämme, Anemonen, Korallen, verschiedene Sabellen, Garnelchen, Nacktschnecken ohne Ende. Fische hat´s auch jede Menge. Meine Hitliste führen dabei an die Muräne Helena, die Dreiflossenschleimfische (die orangenen Männchen mit dem schwarzblauen Kopf) und die Spaghetti-Würmer (echte Aliens!). Oktopusse, verschiedene Brassen, Conger, Drachenköpfe - alles bei fast jedem TG angetroffen. Es empfiehlt sich, auch tagsüber eine gute Lampe dabei zu haben, um die zahlreichen Überhänge und Spalten sowie die etwas dunkleren Unterwasser-Canyons ausleuchten zu können. Geht man in einer der Buchten von Land aus ins Wasser, muss man oft mit der Ausrüstung erst über Klippen einige Meter nach unten zum Wasser kraxeln (ein Tauchplatz heisst gemäss seines Zugangs "Luis-Trenker-Pfad"), um dann über glitschige Felsen (Vorsicht: Seeigel und Anemonen) ins Wasser zu steigen. Für den Rückweg nach dem TG braucht´s dann schon etwas Kondition. Die Alternative: Boots-TGs mit einer der Tauchbasen des Ortes. Dies hat aber den Nachteil, dass man sich schon an der Basis (meines Wissens liegt wohl keine direkt am Meer, ausser der Basis von Paul Bräutigam, aber da gibts auch keinen Steg direkt dabei) anrödelt, dann im Neopren mit dem Jeep durch die Hitze zum Hafen gefahren wird, dort mit ca. 10-15 Leuten aufs Boot (Schlauchboote oder Kutter, jeder schleppt seine Ausrüstung selbst) geht und vermutlich erst knapp vor dem Hitzeschlag den rettenden Tauchplatz erreicht. (Wir haben das Procedere von einem nahegelegenen Cafe aus beobachtet und ich muss gestehen, ich war von dem Auftrieb nicht sonderlich begeistert - mir sind individuelle TGs von Land da oft lieber, weils einfach entspannter läuft.) Trotzdem: Vor der Küste liegen ein paar Felsinselchen, dort sollen sagenhafte Plätze sein, die wir aber in der Kürze der Zeit nicht betauchen konnten, weswegen ich auch noch einmal dorthin möchte. Man sollte auch unbedingt einen Nacht-TG machen. Wir hatten zwar gehört, dass dies nicht möglich sei (weil Naturpark), es ging aber dann doch. Man muss nur die Erlaubnis einholen bzw. taucht über die Basis von Paul Bräutigam, der offenbar eine Sondergenehmigung dafür hat (Dank an Uwe Sieg für diese Info). Es lohnt sich jedenfalls wirklich. Nachts ist noch mehr los wie tagsüber. Gigantisch schön waren die grossen Schwärme mit Ährenfischen ... Die Wassertemperaturen liegen derzeit (Anfang Juni) bei 19-20° (Oberfläche) bis 10° oder sogar drunter (ca. 25 m), die Sichtweiten liegen bei ca. 6-10 m bis ca. 20 m, darunter wird es dann trüb.

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05.07.2008 06:32 Taucher Online : 47
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