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Tauchplätze Portugal

Caniço de Baixo - Madeira

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 Datenbank - Tauchplätze - Portugal - 4 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 35894
Caniço de Baixo - Madeira
geschrieben am 29.06.2007 von MSF [AOWI, 850 TG]

Eine kurze Beschreibung für Taucher die den Atlanik und seine Vielfalt noch nicht kennen.
1 Woche Manta Diving Madeira, hat uns davon überzeugt das diese Basis nicht umsonst mehrmals zur besten TB im Atlanik gewählt wurde. Stefan und seine Crew sind stets bemüht die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen. Hier spricht der Chef noch selbst mit einem, das ist nicht überall so.
Das Tauchgebiet ist echt spitze, alles was das Tauchherz begehrt. Höhle, Rochen, Richtig ,,Dicke und selten gelbe Zackis``, muss man gesehen haben.
Das Angebot, einen geführten Tauchgang mit einem Meeresbiologen konnten wir leider nicht wahr nehmen. Ist aber lt. Aussage anderer Taucher zu empfehlen, einfach mal die Kammera an Land lassen und den Tauchgang genießen, das ist das Motto von Stefan. Diesem kann ich nur nachkommen.
Gruß die 6 Koblenzer Taucher

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 18375
Caniço de Baixo - Madeira
geschrieben am 01.06.2005 von Stephan [Padi , 45 TG]

Wir waren vom 17.5.-31.5.05 auf der Basis ´Mantadiving´ bei Stefan und seiner Truppe. Die Basis liegt in einem Naturpark und bietet (bereits von Land aus)einige schöne Tauchplätze (den ausführlichen Beschreibungen des letzten Eintrags kann ich mich nur anschließen).Weitere Tauchplätze werden mit einem Boot angefahren; die durchschnittliche Fahrzeit liegt zwischen 5 und 15 min, also nicht besonders lang (wichtig für den, der keine Bootsfahrten mag!)
Unser Fazit: Wir waren superzufrieden! Zum einen steht Stefan für eine kompetente Basisleitung, zum anderen haben sowohl er als auch seine Guides ausgesprochen gute Kenntnisse über Fauna und Flora der einzelnen Tauchplätze und vermitteln einem jederzeit das Gefühl von Sicherheit und ´gut aufgehoben zu sein´. Auf diese Basis trifft eindeutig zu: Tauchen bei und mit Freunden..
In diesem Sinne: Wir können die Basis nur wärmstens empfehlen; wir werden sicherlich auch nochmal hinfahren..

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 14373
Caniço de Baixo - Madeira
geschrieben am 02.11.2003 von Andreas Kaufmann [CMAS*, 8 TG]

6 von 6 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Beim diesjährigen Urlaub waren wir auf Madeira.
Genauer gesagt, an der Südostküste bei Canico de Beixo im Hotel Ondamar.

Angeschlossen an das Hotel Ondamar, ist das Hotel Galomar. Beide werden vom gleichen Inhaber geführt.
Die beiden Hotelanlagen liegen in ruhiger Lage, ca. 30 bis 40 Meter über dem Meer, das
beim Hotel Galomar über Treppen bzw über einen Lift erreicht werden kann.
Die Durchschnittsurlauber, die sich in den beiden Hotelanlagen eingebucht haben, sind zu 60 % Rentner. Der Rest ist jünger als 50. Dementsprechend geht es in der Hotelanlage eher ruhig zu. Die meisten Urlauber kommen zum Wandern oder Entspannen, ein kleiner Teil kommt ausschließlich zum Tauchen.

Da Madeira eine Vulkaninsel ist, gibt es keinen Strand im üblichen Sinne. Schroffe Vulkanfelsen fallen ins Meer ab. Um Schwimmen und Baden zu können, wurden einige Betonterassen zwischen den Vulkanfelsen ins Meer gegossen, auf denen man sich nun
sonnen kann. Der Zugang ins Meer erfolgt über Treppen bzw. Leitern und ist problemlos möglich. Die Betonterassen haben den Vorteil, dass man keinen Sand mit ins Hotelzimmer trägt und die Ausrüstung „sauber“ bleibt.

Da wir nicht nur zum Wandern, sondern auch zum Tauchen nach Madeira geflogen sind, haben wir uns entschieden die Tauchgänge beim „Manta Diving Center“ (in Folge MDC genannt) zu buchen. Siehe auch die Homepage: http://www.mantadiving.com
Einmal in der Woche zeigt Stefan, vom MDC, einige Dias im Hotel Ondamar um den Hotelgästen die Unterwasserwelt näher zu bringen.

Das MDC liegt genau unter dem Hotel Galomar am Strand und ist mit dem schon erwähnten Lift problemlos zu erreichen. Vom Hotel Ondamar geht man ca. 3 Minuten zur Tauchbasis. Am Dive Center angekommen, wurden wir freundlich von Stefan, Wolfgang und Thilo begrüßt. Nach einer Führung duch die Tauchbasis wurde uns gezeigt, wo wir unser „Gerödel“ lassen konnten und wo alles zu finden ist. Jeder bekommt dort eine Plastikkiste, in die man sein Gerödel packen kann.

Nach der Führung wurden die Brevet´s und die ärtzlichen Bescheinigungen vorbildlich kontrolliert.
Nachdem alles erledigt war, machten wir uns zum ersten Tauchgang fertig.
Täglich finden zwei geführte Tauchgänge statt. 09:30 Uhr und 13:30 Uhr.
Außerdem werden Bootstauchgänge nach vorheriger Anmeldung zu verschiedenen
Riffen angeboten.

Wer das erste Mal nach Madeira kommt, sollte die geführten Tauchgänge mitmachen, um das Gebiet kennenzulernen. Danach kann man auch ohne Führung mit seinem Buddy tauchen gehen.
Die Tauchbasis MDC ist nicht umsonst zur „besten Tauchbasis am Atlantik“ gekührt worden. Die Basis ist mit einem Hochleistungskompressor, 10 und 12 Lieter Flaschen mit DIN Anschluss, und Leihausrüstungen ausgerüstet. Außerdem kann man diverse Sachen, wie z.B. MX-10 Fotoapparat, Lampen, ABC Ausrüstungen und Tauchcomputer leihen.
Da die Versorgung mit neuem Tauchequipment auf Madeira etwas dürftig ist, sollte man selber einige Ersatzteile mitnehmen. (Ersatzbrille, -maskenband, -flossenband etc.)

Das Briefing vor dem Tauchen ist gut und ausgiebig.
Der erste Tauchgang geht meistens zum Vulkanfinger, der am Ufer in 6m beginnt und in 30m Tiefe auf Sandboden endet.
Nach dem Anlegen der Geräte geht es über die Betonterasse, einige Stufen und eine Treppe mit einem Sprung ins Meer.
Die durchschnittliche Wassertemperatur beträgt durchgängig 22 °C.
Gleich neben den Betonterassen beträgt die Wassertiefe 6 -7 Meter mit felsigem Meerboden, der mit einigen Steinen bedeckt ist. Hier werden auch die obligatorischen Checkübungen wie Maskeausblasen etc. gemacht.
Auch in Madeira gibt es Ebbe und Flut. Der Tidenhub beträgt maximal 2,50 Meter.
Bei meist auflandigem Wind aus Südost gibt es fast immer Wellen. Die Dünung kann einen duchaus 1,5 Meter an der Einstiegsleiter hoch und runter heben und ist bis ca. 4 Meter Tiefe noch zu spüren.
Die Sicht im Oktober war mit ca. 20 Metern klasse.
Viele Fischarten, die aus dem Mittelmeer bekannt sind, findet man auch hier. Zackenbarsche, Lippfische, Drücker, Seeigel, Neonbarsche und viele mehr. Gelegentlich sollen sich sogar Mantarochen zeigen.

Nach dem Tauchgang können die Tauchanzüge und die Plastikkiste mit dem Gerödel in einem Nebenraum über Nacht aufbewahrt werden.

Das Tauchen auf Madeira hat mir sehr viel Spass gemacht und ich kann die Tauchbasis „Manta Diving Center“ nur weiterempfehlen.

Die Tauchbasis
Die Tauchbasis

Ein- und Ausstieg über die Leiter
Ein- und Ausstieg über die Leiter

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 13227
Caniço de Baixo - Madeira
geschrieben am 23.06.2000 von ralf.behn@divepirates.de

10 von 11 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 7 von 10 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Caniço de Beixo · Madeira · Portugal · April/Mai 2000 · geschrieben von Ralf Behn

Reiseablauf:

Im April/Mai 2000 brachen die "Störtebeker Dive Pirates" zu einer Tauchreise nach Madeira, Portugal, auf.

Zur Crew gehörten die alten Bekannten, Dirk, André und Ralf.

Es wurde ein Luftschiff der LTU gechartert und nach gut vier Stunden Flug im Rentnershuttle landeten wir auf Madeira.

Weiter ging es auf dem Landweg in die vier Sterne Taverne "Roca Mar" im Ort Caniço de Baixo.

Hier ist auch eine der sechs Tauchbasen auf Madeira stationiert. Es handelt sich um die Tauchbasis "Atalaia" unter der Leitung von Jörg Braun. Er betreibt seit 12 Jahren diese Tauchbasis.

Eine weitere Tauchbasis in der Nähe ist "Manta Diving", die wir aufgrund mehrerer Faktoren nicht zum tauchen ausgewählt hatten.

Madeira, 797 qkm groß, ist eine bergige Vulkaninsel im Atlantik. Die höchsten Gipfel ragen über 1800 m aus dem Meer auf. Von den gut 300.000 Bewohnern leben über 160.000 in der Hauptstadt Funchal, im Süden der Insel. Die Ostseite ist recht karg, der Rest der Insel dagegen immergrün und sehr bergig.

Zum Wetter wäre zu sagen, in den Wintermonaten sinkt die Wassertemperatur auf 16-17 °C, die Lufttemperatur am Tage liegt bei um 20 °C. Im Sommer steigen die Temperaturen dann beim Wasser auf 22-24 °C und der Luft auf 26-28 °C. Wir hatten leider Pech, da sich unser Temperaturniveau noch auf Winterkurs hielt und nicht viel gestiegen war.

Die Preise für Lebensmittel, Benzin, Essengehen pp. liegen mittlererweile auf deutschen Niveau.

Unseren Leihwagen, einen Seat Ibizza, mieteten wir bei, Kosten 70,00 DM/Tag, oder um 400,00 DM die Woche bei Magos car in Caniço.

Verbreitet ist auch das Vermieten von Motorräder, da sich die Insel für wunderschöne Touren eignet, wie auch wir feststellen mußten.

Berg rauf, Berg runter, schmale aber gute Straßen, abseits gelegene Dörfer, eine große Hochebene. Madeira ist ja auch für die guten Wandermöglichkeiten bekannnt. An der Nordseite der Insel wird gerade die Küstenstraße weiter ausgebaut, damit man nicht immer beim entgegen-kommenden Verkehr ein paar hundert Meter zurückfahren muß. Bei gutem Wetter lohnen sich auf jeden Fall die natürlichen Meerwasserbecken im Nordwesten der Insel. Badehose etc. mitbringen. Anschließend kann man über die Hochebene zurück an die Südküste und Funchal fahren (Wir hatten leider Pech mit dem Wetter und sind komplett für lange Zeit bei Null Sicht herumgefahren). Überall findet man im Süden die Bananenplantagen (die kleine EU-Banane läßt grüßen). Funchal sollte man in der Rush-Hour unbedingt meiden. Lohnt sich aber auf jeden Fall für einen kleinen oder größeren Einkaufsbummel oder für den Besuch der zahlreichen Restaurants.

Hotel und Tauchen:

Das Roca Mar ist auf mehreren Ebenen terrassenförmig an einem Hang angelegt. Alle Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet. Teilweise mit Meerblick, Fernseher mit deutschen Programmen, Safe gegen Gebühr auf dem Zimmer, ein Kühlschrank fehlt leider total. Es gibt auch Appartements mit Küchenecke für Selbstversorger.

Der Service in der Anlage kann als gut bezeichnet werden. Sehr gut war auch das reichhaltige Frühstücksbuffet. Zum Abendessen stehen zwei Menüs zur Auswahl. Vorhanden sind neben einer Hotelbar auch noch eine "Strandbar" mit Snacks. Die Freizeiteinrichtungen des Nachbarhotels, Pool und Fitnesscenter, können kostenlos mitbenutzt werden.

Nichtgäste des Hotels und der Tauchbasis zahlen für die Benutzung der Sonnenliegen und der Möglichkeit über die Treppen ans Meer zu gelangen eine "Kurtaxe".

Eine auswertige Unterbringung / Buchung im Hotels / Apparte-ments, z.B. im Café Rustico ist durch den Jörg der Tauchbasis möglich.

Das Café Rustico könne wir auch als Restaurant und Kneipe empfehlen. Es gibt selbstgebrautes Bier und selbstgemachte Wurstspezialitäten. Am Anfang habe wir dort eher einheimische Küche probiert und sind dann doch am Ende bei der wirklich superleckeren Bratwurst hängen geblieben. Vor Ort gibt es noch einige Restaurants, aber wie gesagt, das Rustico war doch die beste Empfehlung. Testet es doch selbst einmal aus.

In der Inselhauptstadt ist die Auswahl mit Sicherheit noch größer, aber dafür braucht man zumindest für den Abend ein Auto...

Auch die Zimmer und Appartements vom Café Rustico machten einen sehr gemütlichen und gepfelgten Eindruck auf uns.

Unser Hauptziel war aber das Tauchen.

Vorweg sei zu sagen, wir tauchen hier im nördlichen Atlantik. Wie geschrieben liegen die Wassertemperaturen zw. 16 und 24°C, gemäßigt durch den milden Golfstrom. Dadurch ist es leider zu kalt für Korallen. Das Madeira-Archipel steigt aus mehreren tausend Metern Wassertiefe auf, und bildet die Inseln.

In den nicht allzu tiefen Küstengewässern wurden schon Mantas und Delfine gesichtet. Von Land aus sahen auch wir Delfine. Großfische sind ist nur im strömungsreichen tiefen Freiwasser anzutreffen.

Wie an fast allen Ecken auf Madeira erstrecken sich die Berge/Felsen bis zum Meer.

Somit bestehen die meisten Tauchgänge aus Landtauchgängen. Bootsfahrten sind aber auch möglich.

Die Basis (Atalaia), klein, zweckmäßig und gemütlich ist auf halbem Weg zum Meer am Hang gebaut.

Von hier schaut man auf die kleine Bucht.

Der Jörg hat ausreichend Leihaus-rüstungen vorrätig. Für Taucher, die noch mit Kragenwesten tauchen (Tarierweste) sind Tragschalen vorrätig. Getaucht wer-den kann mit 10/12 Liter Aluflaschen. Für die Lagerung der eigenen Ausrüstung sind Aufbewahrungsboxen vorhanden. Anzug und Jacket werden zum trocknen an einem Gestell aufgehängt.

Somit enterten wir beim Jörg auf, und nach Erledigung aller Formalitäten (Logbuch und ärztliches Attest) konnte es dann mit dem Tauchen noch am gleichen Tag losgehen.

Da die Basis um 10.30 Uhr öffnet, finden anschließend, sowie um 14.30 Uhr bei Bedarf, die Bootsausfahrten, mit einem 2-motirigen Schlauchboot, statt. Will man lieber am Hausriff tauchen, ist dies mit Partner oder Diveguide, einschließlich möglicher Nacht-tauchgänge jederzeit machbar.

Sonn- und Feiertags ist die Basis geschlossen. Bei ausreichender Nachfrage ist der Jörg aber bereit das Tauchen auch an diesen Tagen zu ermöglichen.

Nach ausführlichem Briefing durch Jörg und Anlegen der Tauchausrüstung gelangt man über mehrere Treppen an die beiden Einstiege. Über eine Treppe bzw. Leiter kommt man ins Wasser.

An den Einstiegen sind 8 bis 10 Meter Wassertiefe und felsiger Untergrund.

An der Einstiegsmole befindet sich auf 8 Meter ein Tunnel. Durch diesen kann man die Mole schön untertauchen. Unten am Einstieg kann man auch überflüssiges Blei loswerden oder ein Stück dazunehmen, wenn erforderlich. Hier sind immer standorttreue Schwarmfische. Es bieten sich nun verschiedene Tauch-gangsmöglichkeiten.

Nach links zum Canyon-Riff, zur Steilwand, Flachwassertauchgänge in beiden Buchtbereichen, den Grottentauchgang, rechts herum an der Riffkante, oder auf 25 bis 30 Meter den Sandbereich erkundigen.

Zum Canyon-Riff taucht man in 10 m über die Felsbrocken, dann über eine Sandfläche zum Riff. Es steigt aus gut 20 m Tiefe auf knapp 10 m auf und ist wie der Name schon sagt von mehreren tiefen Canyons durchzogen. Diese sind so breit, daß sie teilweise betaucht werden können.

Die Steilwand liegt bogenförmig nach Überqueren des Flachwasserbereiches vor der Mole. Sie beginnt in 10-12 m Tiefe und fällt auf 25 m ab. Dann folgen einige Felsbrocken und der Sandgrund.

Zur Grotte gelangt man rechts von der Mole. Es besteht die Möglichkeit im flacheren über die Felsbrocken, oder tiefer, an deren Ende im Sandbereich auf 20-25 m zur Grotte in der nächsten Bucht zu Tauchen. Nach ca. 12. Minuten erreicht man den 5m breiten Eingang in ca. 12 m Tiefe. Die Grotte erweitert sich dann auf ca. 20 m und führt 50 - 60 m in den Fels. Da sich am Ende eine Luftblase befindet, kann gefahrlos aufgetaucht werden. In den kleinen Spalten in der Grotte sind jede Menge Garnelen aufzufinden.

Anstatt der Grotte bietet sich die Wahl an der Riffkante zu tauchen. Abwechslung sind durch Felsblöcke bwz. Steilwand gegeben.

All diese Tauchprofile enden in der Tiefe auf Sandgrund. An manchen Stellen trifft man dann auf Sandaale und teilweise auf Felsblöcke.

Oder man veranstaltet einen Flachwassertauchgang in bis 12 m Tiefe über den Felsgrund.

Alles in Allem gut abwechslungsreiche Altantiktauchgänge.

Der Fischbestand kann als gut bezeichnet werden.

Der Taucher trifft auf Schwarmfische, Brassen, Stachelmarkrelen, Seeigel, verschiedene Arten von Schnecken, wie Leopardennacktschnecken, Drachennacktschnecken, verschiedene Arten von Seesteren, wie den Eisseestern, Wachsrosen, Keulenanemonen mit den in Symbiose lebenden Garnelen, Oktopusse, Sepien, Sandaale, Schlangenseesterne, Papageienfische, Grundeln, Junkerfische uvm.

Auch Bootstauchgänge sind möglich. Wie erwähnt wird in der Regel zwei mal täglich mit dem großen Schlauchboot rausgefahren. Es verfügt über 2x 50 PS Außenborder.

Meist wird Naturschutzgebiet in diesem Küstenabschnitt angefahren. Leider konnten wir das Boot nur einmal nutzen, danach fiel es wegen eines Defektes aus.

Wir fuhren ca. 15 Minuten, in das Naturschutzgebiet nach Garrajue. Es herrschte keine Strömung. An einer Boje wurde geankert, dann ging es im Freiwasser runter auf 17 m zu einer freistehenden großen Felsblock. Von hier gelangt man zu nahen Riff. Linker Hand an den Felsen entlang, max Tiefe um 30 m. Immer anzutreffen sind die beiden großen standorttreuen Zackenbarsche. Da sie handzahm sind, schwimmen sie einem direkt in die Maske. Auch ansonsten sind hier im Naturschutzgebiet jede Menge Fische anzutreffen, auch Schwarmfische. Am Ende des aus großen Felsblöcken bestehenden Riffes geht es scharf um die Ecke. Wer noch Luft und Nullzeit hat kann noch ein Stück weitertauchen.

Zurück geht es dann im flacheren Bereich über die Blöcke, Minimumtiefe immer 12 m.

Aufstieg im Freiwasser, Ausrüstung ins Schlauchboot reichen, einsteigen und Ende eines wunderschönen Tauchganges.

Tja, leider muß der Tauchspaß dann eines Tages auch bezahlt werden. Bei den Tauchpreisen wird nicht zwischen begleiteten und unbegleiteten Tauchgängen unterschieden. Der Einzeltauchgang kostet 39,00 DM, der 10er Block 350,00 DM, oder die Woche Nonlimit 400,00 DM. Die Leihausrüstung wird extra berechnet. Die Bootsausfahrten schlagen dann nochmals mit 18,00 DM bis 24,00 DM, entfernungsabhängig, zu Buche.

Bezahlt werden kann in DM, Escudos, EC-Schecks. Aber auch andere Währungen nimmt der Jörg in Zahlung.

Alles in Allem hatte sich diese Kaperfahrt der Störtebeker divepirates mal wieder gelohnt, abgesehen von kleinen Wetterkapriolen. Madeira ist kein Spitzentauchziel, und kann mit tollen Tauchplätzen in der fernen weiten Welt nicht mithalten. Es hat aber seinen Reiz, ist mal etwas anderes als die Kanaren oder das Mittelmeer, schnell zu erreichen und hat europäischen Standard.

Vielleicht entdeckt der Eine oder Andere ja einen der vielen sagenumwogenen Schätzen, welche auf dem Meeresboden rund um Madeira aus den Zeiten der Eroberer noch verborgen sind.

Hier noch ein paar Impressionen von Madeira (Sonnenaufgang, die größten und schönsten Regenbögen, die Küste etc.):

Unser Dank geht an:

Carsten Schröder für einen Teil der Bilder, gemacht mit Nikon Digitalkamera. Gute Qualität!

Jörg Braun auch für einen kleinen Teil der Abbildungen. Zuletzt geändert: Sonntag, 28. Mai 2000 © 1999-2000 Dirk Levy

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