Dugong Dive Center, Dimakya Island, Busuanga Geschrieben am 24.06.2009 von catmother [PADI OWD, 312 TG]
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Wir waren im März 2008 auf den Philippinen. Nach Dimakya Island zu kommen, ist etwas umständlich, aber machbar. Von Manila fliegt man nach Coron, einem kleinen Flughafen auf Busuanga, was wiederum nördlich der Insel Palawan liegt. Von da aus geht es mit dem Transferbus, der meist ein offener Jeepny ist, in vierzig Minuten an die Küste und von da aus mit dem Bangka, einem Ausliegerboot, in ca. dreißig Minuten auf die winzige Insel Dimakya.
Die Tauchbasis ist Bestandteil des Hotels Club Paradise, das sich auf der Insel befindet und deren einziger Bewohner ist. Mal abgesehen von den Flughunden, Fröschen und den rehartigen Tieren, die man in der Dunkelheit mal vorbeihuschen sehen kann. Sie hat einen eigenen Bungalow, wo das Equipment gelagert wird und ein kleiner Raum für die Kurse zu finden ist. Ansonsten verfügt sie noch über einen offenen Trockenraum für das gerade in Benutzung befindliche Tauchausrüstung direkt neben dem Haupthaus und der Bar - sehr praktisch, weil man es dann bis zum Dekobier nach dem Tauchgang nicht so weit hat. Hier ist es auch kein Problem, dass alles offen ist, denn auf so einer kleinen Insel klaut ja kaum einer was. Nach der Ankunft meldet man sich bei der Leitung der Tauchbasis, packt seine Gerätschaften aus und erledigt die Formalitäten. Dann sagt man Bescheid, wann man das erste Mal tauchen gehen will. Da wir immer nur einen Tauchurlaub im Jahr machen, haben wir ruhig angefangen am Hausriff, was trotzdem ein Erlebnis war, denn da trifft man jede Menge interessantes Kleinzeug, und wenn man Glück hat, auch die Dugongs, eine vom Aussterben bedrohte Gabelschwanzseekuh.
Alles geht sehr familiär zu, die Mannschaft ist nicht groß, so kennt man schnell alle beim Namen und kommt auch privat ins Gespräch. Da werden Tipps ausgetauscht zu Tauchgebieten, wo man mal war oder unbedingt hin sollte, oder auch zu Tricks beim Unterwasser-Fotografieren. Zum Team gehört für ein paar Wochen im Jahr auch eine Ärztin aus Manila, was sehr praktisch ist, wenn man mal Wehwehchen hat.
Trotzdem ist alles sehr professionell, die Ausrüstung (ich habe mir dort ein Jacket ausgeliehen) ordentlich und gepflegt. Menschie ging immer auf unsere Wünsche ein, was die Tauchspots betrifft, zumal wir teilweise die einzigen Taucher dort waren.
Angefahren werden ca. 20 Tauchplätze mit ungefähr 28 Tauchspots. Das geschieht in der Regel mit den zwei Booten. Zum Hausriff muss man von Land aus einsteigen. Die Spots liegen fast alle in erreichbarer Entfernung, und die Fahrtzeit ist dann maximal eine halbe Stunde zu den weitesten Spots. Lediglich zum Apo Reef muss man etwa zwei bis drei Stunden einplanen und dann sehr zeitig am Morgen aufstehen. Die Tauchplätze bieten eine große Vielfalt: von Steilriff über Sandbänke bis sanfte Hänge mit turmartigen Korallenformationen.
Charakteristisch für die Tauchgegend ist auf jeden Fall viel Makro, das heißt Kleinzeug an Fisch, Schnecken, Krebstieren bis hin zu Wirbellosen. Nur meine geliebten Mandarinfische und Seepferdchen habe ich vermisst.
Die Ausfahrten erfolgen, wie schon gesagt, mit dem Bangka, dem typischen Auslegerboot der Philippinen. Es ist nicht unbedingt gemütlich darauf, aber bei den kurzen Ausfahrten muss man sich ja nicht hinlegen können. Morgens schnappt man sich nach dem Frühstück nur seinen Anzug, Flossen und Brille und geht aufs Boot. Alles andere ist dann schon an Bord, schön ordentlich in einer Kiste. Das Briefing erfolgt anhand von gezeichneten Karten auf Englisch. Meist gibt es für vier Taucher einen Guide und die Gruppen gehen nacheinander ins Wasser. Und die Guides kennen die Gegend inzwischen wie ihre Westentasche, meist die Fische sogar noch mit dem Vornamen. Sie zeigen einem dann Kleinzeug, das man nie im Leben entdeckt hätte. Menchie hatte super Augen, da war ich jedes Mal erstaunt, was es auf einer Sandfläche so alles zu entdecken gibt. Am Ende des Tauchgangs helfen einem die Bootsleute beim Einsteigen, Ausrödeln und Verstauen der Ausrüstung. Man muss sich nicht um viel kümmern. Wir sagen dazu immer ´Tauchen für Faule´. Hat man sich mal vertaucht, wird man mit dem Boot abgeholt und muss nicht mühevoll mit den letzten Kräften zum Boot zurückschwimmen wie in Ägypten. Das hat uns echt gut gefallen.
Das Tauchen dort ist nicht ganz so preiswert wie in Thailand (zumindest war das 2008 der Fall), aber das war es für mich auch jeden Euro wert. Die Dugongs haben wir leider nicht gesehen, was ja auch wirklich Glückssache ist, aber die Tauchgänge waren dennoch ein Erlebnis und haben vor allem mir als Fotograf der Familie einiges vor die Linse gebracht. Ich kann diese Tauchbasis auf jeden Fall empfehlen. Vielen Dank an Menchie für die super Betreuung.
Netzmuräne am Hausriff
grüner Mini-Octopus
Seegrasgeisterfische
Schildkröte am Apo Reef
Auge in Auge mit dem Sepia
Schildkrötenaufzucht in der Tauchbasis
Teppichkrokodilfisch
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