Basen/Shops Indonesien - Sulawesi

Eco Divers, Kima Bajo / North Sulawesi

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Datenbankeintrag 64408
Eco Divers, Kima Bajo / North Sulawesi
Geschrieben am 31.01.2011 von zizou63

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Nord-Sulawesi – Resort Kima Bajo (15.-22.12.2010)

Das Resort Kima-Bajo liegt eine knappe halbe Stunde Fahrzeit ausserhalb von Manado (Flughafen). Eine sehr schöne, gepflegte Anlage bestehend aus einzelnen Bungalows (Villen) oder Langhäusern mit mehreren Einheiten. Eingebettet in einem Palmenhain fällt sie überhaupt nicht auf. Die Bungalows sind zwar teilweise sehr nahe beieinander gelegen, durch die Milchscheiben-Einsätze in den Fenstern und durch die Lage am Hang geniesst man aber jederzeit die gewünschte Privatsphäre. Die Bungis sind geräumig und gepflegt eingerichtet und die Bäder verfügen zusätzlich über eine schön gemachte Aussendusche. In allen Einheiten gibt es sowohl eine Klimaanlage wie auch einen Deckenfan. Die Anlage verfügt über WiFi und so hat man mit dem entsprechenden (eigenen) Equipment 24 Stunden am Tag Zugang zum Internet.

Die Lage am Hang hat Vorteile: keine verbaute Aussicht, überall Blick aufs Wasser oder den schönen und dichten Urwald und das Gefühl, alleine zu sein (da keine Nachbarshäuser direkt vor dem Balkon). Aber: man mache sich auf teilweise ausgedehnte und schweisstreibende Aufstiege über Treppen und Wege gefasst ;-))) Wer im Langhaus bucht, der hat bei Ankunft dort das Dessert vom Abendessen bereits wieder kompensiert (was ja hüfttechnisch auch Vorteile mit sich bringt). Ein kleiner Tipp: Mückenspray mitnehmen – und nicht zu knapp! Das tropische Klima und der üppige Urwald rings ums Resort beherbergen viiiiiele Stechmücken.

Restaurant und Bar sind unten am Hang in der schönen Bucht gelegen. Mitte Dezember hatte es nicht viele Gäste im Resort, so dass das Essen nicht in Buffetform, sondern als Tellerservice angeboten wurde (was mir persönlich besser gefällt). Einziger Nachteil dabei: Die Wartezeiten waren teilweise etwas lang und damit man ohne Stress zum ersten TG um 8.00 Uhr bereit war, musste man schon kurz nach 7.00 Uhr im Restaurant sein. Ansonsten lief man Gefahr, mit dem Frühstücksteller in der Hand zum Boot zu eilen… ;-) Das Essen ist aber gut und wird immer mit einem Lächeln serviert. Auch wenn nicht Buffetbetrieb ist, besteht die Möglichkeit zur Wahl eines Hauptganges aus zwei Vorschlägen. Das Resort verfügt über eine Poolanlage mit Liegestühlen und über eine kleine Bucht mit Sandstrand (ebenfalls mit Liegestühlen).

Wettermässig haben wir es nicht so gut getroffen… Nach zwei einigermassen schönen und sonnigen Tagen ist der Regen eingetroffen und zwar relativ permanent und heftig. Klar, es ist Regenzeit – war uns bereits beim Buchen bewusst. Wenn man aber die Wetterkarten studiert, stehen die ausserordentlich vielen und heftigen Regenfälle wohl im Zusammenhang mit demselben Phänomen, das im Moment auch die Fluten in Australien auslöst. Wir sind aber zum Glück nicht die Sonnenhungrigen und daher war dieser Umstand für uns nicht weiter tragisch. Einzig beim Tauchen hätten Sonnenstrahlen die wirklich einzigartigen Korallenriffe sicher besser zur Geltung gebracht.

Das Tauchen… HAMMER! Nicht viele Gäste = kleine Gruppen! Das war natürlich toll. Aber gemäss dem Basisleiter Luca (ein Schweizer aus dem Tessin) von Eco Diver werden die Taucher auf grundsätzlich nur 8 Personen pro Boot limitiert, damit man sich da nicht permanent auf die Füsse tritt. Wir hatten den Eindruck, dass Luca seine Basis und seine Crew sehr gut im Griff hat. Es hat alles immer bestens geklappt. Die Ausrüstung wird zum und vom Boot getragen (und auch durch die Crew ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt). Als Gast hat man fast gar nichts mehr zu tun (ausser noch den Sauerstoffgehalt bei Nitrox zu messen). Nitrox ist übrigens kostenpflichtig im Kima Bajo: 5$ pro Tank. Die Tauchbasis verfügt über einen speziellen Raum für Fotoausrüstungen. Darin befinden sich ca. 10 Fototische ausgelegt mit je einem Tuch, Ablagefläche für überschüssiges Material und einer Nische für den Korb, in welchem die Ausrüstung zum und vom Boot geschafft wird (ebenfalls durch die Crew). Zu jedem Fototisch gibt’s einen Stromanschluss, so dass die Batterien auch gleich dort geladen werden können. Vor Ort hat es auch eine kleine Druckluft-Vorrichtung. Der Raum wird in der Nacht abgeschlossen, so dass das Equipment nicht hin und her geschleppt werden muss.

Am Morgen (8.00 Uhr) geht’s in der Regel Richtung Bunaken Unterwasser-Nationalpark, um 2 Tauchgänge zu machen. Getaucht wird in kleinen Gruppen mit je einem Guide. Unser Guide war Donnij – und der war GUT! Was der alles gefunden und uns gezeigt hat – Hammer! Aber der Reihe nach: Die meisten Tauchgänge (wenigstens diejenigen, die wir erlebt haben) waren Dropp-offs mit einem schönen Riffdach zum Austauchen. Meist war eine leichte bis mittlere Strömung spürbar, welche bestimmt hat, in welche Richtung bzw. wie dann getaucht wird. Aus unserer Sicht sehr angenehm und easy. Wer Grossfische sucht, der ist jetzt hier nicht wirklich am richtigen Ort. Bunaken lebt eher von den kleinen Sachen und dann vor allem von den superschönen Korallenriffen. Eine solche Arten-, Formen- und Farbenvielfalt haben wir vorher sonst noch nirgendwo gesehen. Da gibt es Hirnkorallen in der Grösse eines Einfamilienhauses, Fächerkorallen ohne Ende und üppigst ausgeprägt, Seeanemonen in allem möglichen und unmöglichen Farben und Formen und mit der entsprechenden Vielfalt an Anemonenfischen! Sehr beeindruckend! Und nicht zu vergessen ist natürlich das seltene und erst vor einigen Jahren entdeckte mikrominimässige Pygmäenseepferdchen, das wir auf Bunaken angetroffen haben… ☺ Ich habe jetzt übrigens einen Termin beim Optiker, da ich das Putzige Tierchen erst auf dem Foto (und ziemlich vergrössert) erkannt habe... ;-)

Die Oberflächenpause von 1 ¼ h zwischen den beiden Tauchgängen verbringt man auf dem Boot. Da gibt es Wasser, Tee, Kaffee und heisse Schokolade – dazu Kekse und Früchte.

Am Nachmittag findet der dritte Tauchgang in der Nähe des Resorts statt (an der Küste von Sulawesi). Für uns war das immer das HIGHLIGHT des Tages! Die Küste rund um das Resort fällt langsam ab (slope) und besteht aus einem dunklen, sandigen bis schlickartigen Untergrund mit teilweise einzelnen Korallenblöcken. Wir sind hier also eher beim Muck Diving (allerdings ohne die typischen Abfälle). Und das ist nun das Paradies für alle Critter-Fans (wie wir…)! Nudies, Seepferdchen, Geisterpfeifenfische, Garnelen, Krabben, Schlangen, Geistermuränen, Aale, Frogfische, Schaukelfische, Kindergarten für Fische, und, und, und… Mein erster Satz nach dem Auftauchen war standardmässig: I want more!!!

Fazit: eine superschöne und erholsame Woche mit wunderschönen Tauchgängen und einzigartigen Riffwelten! Eine gepflegte Anlage und eine gute Tauchbasis mit kompetenter Crew und einem stimmigen Preis-Leistungsverhältnis. Wir werden das Resort wieder wählen, wenn wir noch mal an denselben Ort reisen.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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