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Datenbank - Tauchplätze - Ägypten - El Quseir - allgemein



Tauchplätze Ägypten

El Quseir - allgemein

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 Datenbank - Tauchplätze - Ägypten - 11 Berichte zu diesem Eintrag!

          

Datenbankeintrag 42130
El Quseir - allgemein
geschrieben am 07.04.2008 von Michael  [FW + PaDI DM, 200 TG]

Hallo Tauchgemeinde...

Heute möchte ich mich bei Sub-Aqua für einen tollen Tauchurlaub bedanken.
Letztes Jahr war ich zum ersten mal im Utpia zu Gast, auch da war ich schon begeistert vom Hausriff und auch vom Subaqua Team.
Daher hat es mich nochmals dorthin verschlagen. (bestimmt auch nicht zum letzten mal)
Das Team von Subaqua wurde ja vor kurzem fast komplett ausgetauscht aber ich muss sagen das ALLE superfreundlich und hilsbereit sind.
Egal was für Sorgen und Wünsche man hat es ist immer jemand für einen da.
Das Tauchen war klasse auch wenns mit den Delfinen nicht geklappt hat...
Dafür hat mein Liebling Hr. Napoleon sich öfters Zeit für meine Freundin und mich genommen und so für schöne Bilder gesorgt.
Wir haben sonst noch Riesenmüränen, graue Müränen, Oktopusse, Fledermausfische, große Barakudas und Thunfische, Zackis und und und... gesehen.
Korallenbestand sehr schön,- und auch beim Schnorcheln viel abwechlsungsreicher Fisch.
Hotel (Utopia) find ich vom Preis Leistungsverhältnis einfach prima.
Saubere Zimmer, lecker Essen, supernettes Personal kurzum ich komme wieder.
Auch nach dem 5 Urlaub in Ägypten wirds dort einfach nicht langweilig.
Danke an Volkmar, Erbse, Anuschka, Taki, Haroon, Ali, Gerald, Yasser und alle anderen....

Grüße von Michael und Steffi

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 27055
El Quseir - allgemein
geschrieben am 23.05.2006 von Pressluftschnüffler [PADI AOWD, 118 TG]

Haben vom 02.05.2006 bis zum 22.05.2006 unseren Tauchurlaub in El Qusier verbracht. Das Fazit vorneweg: Kein allzu großer Unterschied hinsichtlich Bewuchs und Fischbestand zu anderen ägyptischen Spots wie Hurghada, Safaga, Sharm El Sheikh u.a.. Leider sind wir Taucher als Massenphänomen auch an diesem südlichen Ort nicht spurlos vorbeigegangen. Der Spot ist allerdings durchaus abwechslungsreich; vor allem lassen sich die Tauchgänge unterschiedlich gestalten (Tagesfahrt mit Tauchboot, Zodiak-Fahrten, „Zu-Fuss-Einstiege´, Tagesausflüge nach Elphinstone) und ist daher sehr flexibel. Ideal für Leute, deren Partner nicht tauchen und die nicht jeweils ganze Tage auf den Urlaubsbuddy verzichten wollen. Aber auch hard-core-Taucher kommen auf ihre Kosten. Das Hausriff bietet jeden Tag Abwechslung, wenn auch nicht jeden Tag Dramatisches zu beobachten ist. Langweilig wird es aber auch in drei Wochen nicht, weil wirklich ausreichend groß und sehr unterschiedlich betauchbar. Während unseres Aufenthaltes gab es aber immerhin Oktopusse, Napoleons, in allerdings selteneren Fällen auch mal Adlerrochen und vereinzelt Weißspitzen-Riffhaie. Aus meiner Sicht besonders empfehlenswerte Spots: Fugani und Serib Kebir (jeweils mit Tauchboot zu erreichen), außerdem sollte man sich trotz der Zusatzkosten Elphinstone gönnen (Hier begegnete uns beim Abtauchen schon ein Manta mit ca. 4,5 m Spannweite, danach mehrere Weißspitzen-Riffhaie und stattliche Napoleons) . Recht uninteressant erschien uns dagegen Tachtoni, Fische stellten sich nur in kleiner Anzahl im uninteressanten Riff ein.

Das Hotel: Unsere Unterbringung im Pensee-Hotel war in Ordnung. Wie das daneben liegende Schwesterhotel Utopia ist es ein typisches Taucherhotel. An gelegentlich in Plastikbechern dargereichten Drinks sollte man sich nicht zu sehr stören. Das all-in Paket war völlig in Ordnung, die Zimmer wie die Anlage sauber, das Personal immer äußerst um den Service bemüht. Reklamationen (kam nur einmal wegen eines verstopften Wasserablaufs vor) wurden prompt erledigt, Sonderwünsche (mehr Bügel) wurden schnell erfüllt. Von der typischen und hier oft monierten Anlagenbewässerung mit Abwässern wurden wir kaum gestört: Am Nachmittag sehr kurze und auf wenige Stellen beschränkte Geruchsbelästigungen. Wer schon einmal beim Gemüseweltmeister Holland zu Gast war hat deutlich Schlimmeres erlebt. Das Essen war auch in Ordnung, die Auswahl immer reichhaltig mit dem üblichen Büffet. Dass nach drei Wochen etwas Eintönigkeit aufkommt, ist wohl nicht ungewöhnlich. Vorteil: Gäste des Pensee können das Schwesterhotel Utopia nutzen (und umgekehrt), was etwas mehr Abwechslung bringt. Baulich gefiel uns die Utopia-Anlage wegen ihres eher arabischen Stils besser, aber das ist reine Geschmacksache. Alles in allem: Ein gutes Hotel bei sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Basis: Aus meiner Sicht wäre alles andere als ein uneingeschränktes Lob für die Sub-Aqua-Basis im Utopia unfair. Die Basis wird äußerst professionell von Detlef und Silke geführt. In 6 Jahren Tauchen habe ich noch keine Basis erlebt, in der das gesamte (!!) Personal so intensiv um die Gäste bemüht ist. Als ich mal meine Maske verbummelt hatte, wurde unter eigenhändiger Mitwirkung des Chefs die gesamte Tauchbasis mehrfach umgekrempelt, bis sie wieder da war (nochmals vielen Dank an Detlef und die anderen vom Turnbeutelvergesser!). Unaufdringlich, aber höchst aufmerksam und immer präsent wird einem beim Auf- und Abrödeln geholfen, das Team nimmt einem jeden nur möglichen Weg ab. Pressluft- und Nitrox-Flaschen sind immer in ausreichender Anzahl präpariert, Wartezeiten (z.B. bei den Zodiak-Ausfahrten und beim Pick-up-Transfer dorthin) sind nicht angefallen. Der Ablauf ist absolut reibungslos, die Basis und die Ausrüstung tip-top in Ordnung. Sehr persönliche und angenehme Atmosphäre. Es fehlt zwar noch die Kuschelecke für das Deko-Bier. Die wird aber gerade aufgebaut, bis dahin hat man auf den verschiedenen Terassen der Hotels aber auch ausreichend Gelegenheit für das Taucherlatein. Die Preise sind fair, die Abrechnungsmodalitäten transparent. Keine Spur von den mancherorts festzustellenden Abzockereien. Über den obligaten Checktauchgang kann man natürlich wie immer trefflich streiten, die pro und contra-Argumente sind aber hinreichend bekannt, also lassen wir es hier. Uneingeschränkt eine echte Premium-Basis!!

Sonstiges: Wer sich (wie ich bisher!) auf sein Plastikgeld verlässt, ist im Süden Ägyptens verlassen. Zwar kann man mit verschiedenen Kreditkarten (außer American Express) bezahlen, nicht aber mit EC-(Maestro-)Karten. Klappt die Bezahlerei mit Kreditkarte aus irgendeinem Grund nicht, geht die Hetzerei los. Einen Geldautomaten gibt es nur in El Qusier (20 km Fahrt) und auch dort ist er im Innern eines Bankgebäudes nur zur Öffnungszeit der Bank erreichbar (Geldsaugen während eines abendlichen Bummels ist nicht). Also: Entweder mit verschiedenen Karten ausrüsten oder, noch besser, mit ausreichend Barem anreisen. Es kann überall problemlos mit Euronen bezahlt werden, man bekommt sogar das Wechselgeld in vertrauter Währung.
Hinsichtlich der Boote kann ich die (früher vielleicht berechtigte) Kritik nicht bestätigen. Ich hatte drei Tagesausfahrten mit verschiedenen Booten, die technisch in Ordnung und in einem guten, wenn auch nicht überragendem, Pflegezustand waren.

Fazit: Sehr abwechslungsreiches Tauchrevier, gute Unterbringung und eine Tauchbasis der Spitzenklasse. Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Unbedingt einen oder mehrere Aufenthalte wert. Fünf statt sechs Flossen, weil die ganz großen Aufregungen (Großfische, atemberaubende Korallengärten) doch eher spärlich waren. Vielleicht hat aber der Nächste schon mehr Glück!!

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 26445
El Quseir - allgemein
geschrieben am 28.04.2006 von Eckard Bach [PADI AOWD, 54 TG]

Marinas Diving im Flamenco Beach / El Quseir
Diese Basis möchte ich allen empfehlen, die ein gesundes Preis-Leistungsverhältnis schätzen. Sicherheit und Service, die Erfüllung von Sonderwünschen (u.a. größere Tanks ...) waren Selbstverständlichkeit für das Team. Unvergeßliche Tauchgänge, besonders auch Nachts am Hausriff regen zur Wiederholung der Visite an. Zur Basis passt auch das Hotel, vom Service über das Essen und die Sauberkeit sowie eine unaufdringliche Freundlichkeit des Personals.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 16993
El Quseir - allgemein
geschrieben am 12.03.2005 von Mantaandreas [PADI MSCD, 180 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Reisebericht Mövenpick Ressort El Quseir vom Dezember 2004


Wer einmal eine Reise tut, der kann was erzählen..........vor allem wenn er mit Kleinkind reist !

Dieser Satz birgt viel Wahrheit in sich und hat oft schon einen negativen Beigeschmack, denn immer häufiger fangen Reiseberichte damit an, dass die gebuchte Anlage ganz anders aussah, die Photos im Katalog wohl geschönt sein, neben den Zimmer statt dem Meer in Wahrheit ein Baustelle für Lärm gesorgt hat und der Strand schon morgens durch Handtücher zugedeckt ist etc. und für die kleinen Gäste keine geeigneten Möglichkeiten gegeben sind, sich austoben zu können.
Wer mit dem Nachwuchs in Urlaub geht, der weiß, dass Erfolg und Erholungswert der Reise unweigerlich an das Wohlbefinden des Sprösslings gekoppelt sind. Und hier den richtigen Ort mit den richtigen Möglichkeiten zu finden, ist schon sehr schwierig, gerade dann, wenn es sich um ein Kleinkind mit eineinhalb Jahren handelt.
Wenn dann die beruflich gestressten Eltern sich am Tag die ein oder andere Kinderlose Auszeit für die eigenen Erholung gönnen wollen und sogar noch vom Roten Meer als Tauchrevier profitieren wollen, dann sind die meißten Anbieter vor unlösbare Probleme gestellt.

Nicht so im Mövenpick Resort in El Quseir.
Hier darf sich der Kunde zu Recht als König fühlen und bereits in der Planung im Vorfeld der Reise fangen Service und Dienstleistung schon an:
Das Management des Hotels und auch des KindsClubs stehen für alle Fragen besorgter Eltern jederzeit zur gerne Verfügung, geben Tipps und fragen auch schon nach wichtigen Details, noch bevor man überhaupt einen Fuß auf Ägyptischen Boden gesetzt hat.
So können bereits viele Bedenken zuhause gelassen werden und man reist entsprechend unbeschwerlicher an.

Das Mövenpick Ressort ist ein optimaler Ort, um die Seele baumeln zu lassen, ein herrliches Hausriff zu betauchen und sich rund um verwöhnen zu lassen, doch der Reihe nach:

ANKUFT / ALLGEMEINES

Ankunft in Marsa Alam am Flughafen. Nanu, irgendetwas ist hier doch völlig anders ?
Ja, die Hektik des teilw. überlaufenen Flughafens in Hurghada ist hier nicht zu spüren und weder bei der Gepäckausgabe noch bei den Viusaformalitäten ereilt einen das Gefühl von Streß und Hektik. Sofort steht such ein Ansprechpartner des entsprechenden Reiseveranstalters zur Verfügung und geleitet einen zum entsprechenden Bus, wo es dann auch gleich Fruchtsäfte und Trinkwasser für die Gäste gibt.

Dann erfolgt der Transfer zum Hotel und dort angekommen, kann man wirklich fast alle Verantwortung und Arbeit an der Pforte abgeben.

Die zuständige Empfangschefin erzählt bei einem Begrüßungsdrink (den es übrigens gleich auch für die kleinsten gibt) alles Wissenswerte zum Ressort ohne eine Informationsflut loszubrechen. Alles sehr ruhig und entspannend.

Gepäck wird selbstverständlich mit lautslosen Elektrofahrzeugen zu den Appartements gebracht und dann unsere Tochter schon etwas müde war, wurden auch wir zu unserem Appartement gefahren. Das mitgebrachte Tauchgepäck wird übrigens gleich zur SUBEX-Basis gefahren, die über einen schöne Bucht mit Sandtrand in wenigen Minuten erreichbar ist.

Ups, und dann klingelt im Zimmer angekommen auch schon das Telefon.
Susi, die Managerin vom Kidsclub fragt, ob alles bei der Anreise geklappt hat, ob der Fläschchenwärmer und der Wasserkocher auch im Zimmer sind, das Kinderbett okay ist und wie es denn der Kleine geht. Man verabredet sich für den nächsten Tag und erneut klingelt das Telefon: Die Tauchbasis fragt, ob wir gut angekommen sind, irgendwelche Wünsche haben und wann wir denn mit dem Tauchen beginnen wollen. Auch hier ist nichts von Streß und Hektik zu spüren.

Spätestens am nächsten Morgen nach dem ersten Aufwachen ist es klar: Das ist kein Traum, das ist Urlaub PUR !

Je nach Lust und Laune kann man nun das Frühstück vom mehr als reichhaltigen Buffet im Freien oder auch in der Orangerie zu sich nehmen. Für Kinder ist übrigens auch alles da. Angefangen von einer ausreichenden Zahl an Kinderstühlen über alle gesunden Leckereien, die ein gutes Frühstück ausmachen. Und spätestens jetzt fällt auf, wie kinderlieb das ganze Personal OHNE Ausnahmen ist – echt toll.

Wertsachen können übrigens im Safe ohne Aufpreis untergebracht werden und ich kann nur jedem raten, dies zu tun. Nicht etwa, weil geklaut wird, nein, einfach nur, um einen Streßfaktor weniger in Urlaub zu haben. Die Flugtickets und Ausweise braucht ja wohl wirklich niemand während des Urlaubs.


DER KIDS-CLUB:

Wie eingangs schon erwähnt steht und fällt ein Urlaub, bei dem sich die Eltern - zumindest stundenweise – auch Urlaub vom Erziehen nehmen wollen, mit der Qualität der Kleinkinderbetreuung.
Susi, die Kids-Club-Managerin, mit der wir ja schon im Vorfeld kommuniziert hatten, lässt keinerlei Wünsche offen. Von Anfang an zeigt Sie, dass sie es drauf hat. So liebe- und verantwortungsvoll mit einem fremden Kind umzugehen ist wirklich sehr professionell und so haben wir die Gewissheit, dass unsere eineinhalb Jahre alte Felina hier in den allerbesten Händen ist.
Tipp an alle Eltern: Nehmt im Vorfeld bereits mit dem Kids-Club und Susi Kontakt auf, denn ein so guter Ruf verursacht natürlich eine große Nachfrage und ruft begrenzte Kapazitäten hervor. Sprecht in Ruhe Eure Vorstellungen und Zeitwünsche durch, Susi macht’s möglich
Susi und Samira vom Kind-Club schaffen es problemlos, den Kindern ein tolles, abwechslungsreiches Programm zu bieten und dabei mehrere Altersgruppen gleichermaßen zu begeistern. Angefangen von den Räumlichkeiten, tollen Spielplätzen – übrigens auch am Strand - , sinnvollem Spielzeug über Malen, Kneten, Kochen, Umgang mit Tieren, dem Kennenlernen von Meer, Sand und Strand bis hin zum gemeinsamen Essen kann man sich 100% sicher sein, sein Kind in die besten Hände gegeben zu haben. So kommt natürlich auch Eifersucht auf, wenn das Kind schon am zweiten Tag nach „Schuschi“ und „Schamia“ verlangt.......

Das komplette Resort ist übrigens absolut babyphone-tauglich, was gerade auch abends entsprechende Freiheiten für die Eltern bietet, die ja nicht unbedingt schon um 19.00 Uhr im Bett sind.

Ebenso wohltuend ist es für die Eltern, daß wirlich ausnahmslos ALLE Beschäftigten im Resort sehr kinderlieb sind und wissen, daß die Hosenscheisser von heute vielleicht dann die Gäste von morgen sein können. Echt super und toll, wie man hier auf Kinder zugeht und mit Kindern umgeht – 1+ + + + !!!!!!





TAUCHEN MIT SUBEX AM HAUSRIFF:

Der für die Eltern so geschaffene Freiraum ermöglich tauchbegeisterten Eltern, trotz Urlaub mit Kleinkind ein Abtauchen am hauseigenen unter Naturschutz stehendem Riff.
Die an das Mövenpick gekoppelte Tauchbasis SUBEX ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Kunde König ist:
Freundlichkeit, Lockerheit aber nie zu Lasten von Sicherheit und Naturschutz an einem Top-Hausriff – das macht SUBEX aus.

Die Tauchbasis und das Resort sind lediglich durch einen ca. 300 Meter langen hoteleigenen Strand getrennt und so kommt schon beim täglichen Gang zur Basis die entsprechend gute (Ein-)Stimmung auf.
Hier gleich ein Tipp an aller Taucher: Laßt Eure Ausrüstung und alles Gerödel kostenlos vom Hotel direkt zur Basis bringen und versucht, während Eures Aufenthalts die meißten Sachen auch in der Basis zu lassen, denn den täglichen Marsch mit Gerödel stelle ich mir lästig vor. Zumal es in der Basis ein Schließfach für jeden gibt und so auch Computer, Photo o.ä. problemlos dort gelassen werden können.
Am Ende des Urlaub wird übrigens das ganze Zeug wieder zurück ins Hotel gefahren.

Nach dem persönlichem Hallo erfolgen ersteinmal die üblichen Formalitäten (Boxzuteilung, Rundgang, Formulare etc.). Natürlich kann man hier auch alles nach dem Nachwuchs ausrichten und Programmänderungen etc. p.p. sind zu keiner Zeit ein Problem.

Egal, welches Brevet und welche Anzahl an Tauchgängen man vorweisen kann, es erfolgt FÜR ALLE ein obligatorischer Welcomedive mit Guide, der Voraussetzung für das weitere Tauchen am Hausriff ist. Nicht selten kommt es hierbei vor, daß vermeindliche „alte Hasen“ mit mehreren hundert Tauchgängen nach dem Check-Dive nur geguided ins Wasser dürfen, weil Sie eben nicht tarieren können o.ä.
Beim Welcome-Dive also werden wirklich nochmals die Grundfertigkeiten (Wechselatmung, Masse ausblasen, Tarieren etc.) gecheckt UND DAS IST GUT SO.
Schließlich handelt es sich um ein Top-Naturschutzhausriff und das soll auch so bleiben !!!!!
Damit es nicht zum gefürchteten Rudeltauchen kommt und die Natur unter „Übertauchen“ leidet, dürfen übrigens am Hausriff pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Tauchern unter Wasser und daher muß man sich in aushängende Listen eintragen, damit das organisatorisch handlebar bleibt.

Tja, und nach dem Welcome-Dive kann man dann nach Lust und Laune Tauchen und es ist wirklich erstaunlich, daß selbst nach dem x-ten Tauchgang am Hausriff keine Langeweile aufkommt.
Fairer Weise muß man dazu sagen, daß reine Großfischliebhaber hier nicht auf Ihre Kosten kommen werden, obwohl wohl auch ab und zu schon Delphine die Bucht besucht haben.
Aber ansonsten gibt es hier wirklich für jeden etwas zu sehen.

Erreichen kann man das Hausriff über einen Steg, der vor der Basis weg geht hin zu einer Plattform und somit einen Einstieg direkt am Beginn des Riffs ermöglicht.
Von hier aus kann man dann Riff rechte oder linke Schulter tauchen oder auch direkt in der Bucht bis auf 40 Meter Tiefe einige Felsblöcke und die Hausmuräne betauchen.
Die Tiefen bewegen sich zwischen 5 und 45 Metern, es gibt’s Höhlen, einen Korallengarten, verschiedenste Spots und an Fischen eine unglaubliche Vielfalt und Farbenpracht, die einen auch ohne Mundstück sprachlos machen.
Wer es leid ist, immer von der Plattform aus zu starten, den bringt ein Zodiac gegen ein kleines Trinkgeld an die Außenstellen am Riff, so daß auch One-way-dives möglich sind.

Wem trotz alle dem das Hausriff zu eng wird, der kann mit SUBEX auch verschiedene Halbtages- und Tagestouren unternehmen.


Abends kann man übrigens auch direkt an der Basis den Tag ausklingen lassen. Auch hier befindet sich eines der Resort-Restaurant, wo man Essen a la card, Eis und Getränke ordern kann.
Ab und zu findet dort auch ein Beduinenabend statt, wo neben einheimischen Essen auch Bauchtanz und einheimische Musik geboten werden. Wir waren selbst nicht dort, haben aber
nur Gutes und Begeisterung darüber gehört.

Mehr Infos rund um die Basis, Preise und Angebot findet man unter www.subex.org
Ein Top-Team, die den Kunden im Mittelpunkt sehen und auch hier versuchen, alles möglich zu machen, um ein Maximum an Erholung und Tauchspaß bieten zu können.


Auch hier wieder ein wichtiger Tip: Bitte setzt Euch auch bereits im Vorfeld Eures Urlaubs mit SUBEX in Verbindung und laßt Euch vormerken, damit Ihr auch gesichert ins Wasser könnt. Wie oben bereits angesprochen, ist die Anzahl an Tauchern pro Tag begrenzt, was auch vom SUBEX-Team konsequent durchgesetzt wird, uns das zu Recht !!!!!!


DAS MÖVENPICK-RESORT:

Die Zimmer/Bungalows sind geräumig und ansprechend gestaltet. Eine kleine Terasse/Balkon bietet die Möglichkeit, den Sonnenuntergang zu bewundern, ein Buch zu lesen, Klamotten zu trockenen oder einfach nur das Rauschen des Meeres zu genießen. Ein großes Doppelbett, ein Tisch und Stühle, ein Fernseher und diverse Ablagemöglichkeiten runden den Wohnraum ab. Auch das zur Verfügung gestellte Kinderbett engt nicht sein. Das Bad ist ebenfalls sehr geräumig und sehr sauber.

Selbstverständlich werden die Zimmer täglich sehr gründlich gereinigt und immer steht eine frische Flasche Wasser und auch Obst kostenfrei parat.

Darüber hinaus – so unsere Erfahrung – kann man sich mit jedem Wunsch vertrauensvoll an das Management wenden und es wird alles Mögliche und teilweise auch Unmögliche getan, um dem Wunsch des Gastes gerecht zu werden.

Bezahlt werden kann übrigens während des Aufenthaltes alles immer gleich cash, mit allen Karten oder erst am Schluß des Urlaubs, denn es reicht aus, mit Zimmernummer und Unterschrift die Rechnungen in allen Bars, Restaurants und Shops zu begleichen.

Die Außenanlagen des Ressort sind sehr ansprechend und alle Einrichtungen des Hotels gut ausgeschildert erreichbar. Der aktive Sportler kann im und um das Ressort nahezu jede Wasser- und Landsportart (Tennis, Ballsport, Squash, Reiten, Surfen, Segeln....) ausüben und auch Wellness mit Sauna, Whirlpool, Massagen etc. können nach Vereinbarung in Anspruch genommen werden.
Besonders erwähnenswert sind die eigens für Familien eingeräumten Whirlpoolstunden, in denen gegen Voranmeldung ausschließlich Familien mit (Klein-)Kindern das Spa nutzen dürfen.

Ebenfalls im Resort befindet sich eine Reitanlage und vonh hier aus können Wüstenritte unternommen werden. Übrigens sind hier auch Kamele verfügbar, auf denen man über den Strand oder sonstwohin reiten kann.
Mountainbikes, Quads und Jeeps rundem das „Outdoor-Adventure-Wüste“ ab.

Ein paar Meter vom Resort entfernt steht ein einzelnes Haus in dessen Gemäuer ein Freilichtkino eingebettet wurde und hier finden regelmäßig Filmvorführungen oder Discos statt. Come and feel free................

Der feine Sandstrand liegt mit einer Länge von ca. 300 Metern zwischen der Hotelanlage und dem Resort und ist über eine Treppe erreichbar. Mit den hoteleigenen Strandtüchern, die es kostenlos gibt, können die ebenfalls kostenlosen Liegen, Schirme und Windschutze in Anspruch genommen werden und man findet an sich auch immer ein freies Plätzchen.

Das Personal ist an sich dazu angehalten, dem „Touri-Syndrom“, Liegen mit Handtüchern bereits vor Sonnenaufgang zu belegen und dann mittags für eine Stunde an den Strand zu kommen, in der Form zu begegnen, daß alle so offensichtlich postierten Handtücher wieder entfernt werden. Das steht zwar auch auf einem Schild, die Praxis sieht dann aber doch etwas anders aus. Ich als Personal würde mich da auch nicht trauen, etwas wegzutun und mir dann den Urlaubszorn der Handtuchbesitzer einzufangen.

Da es sich ja bei dem Hausriff und ein Naturschutzgebiet handelt, wird auch peinlich genau darauf geachtet, daß sich keine Schwimmer dem Riff nähern und daher gibt es eine Art „Schwimmzone“, die eben nicht verlassen werden darf.

Auch die verschiedenen Pools der Anlage sind mit Liegen und Schirmen ausgestattet und hier gilt selbiges wie auch am Strand.

Überall übrigens, wo sich Gäste in die Sonne oder den Schatten legen, wird den ganzen Tag über frische Obst gereicht, Datteln, Melone, Erfrischungstücher bis hin zum Handelsblatt und der Bildzeitung (wer’s braucht..........).


Essen im Resort

Das Ressort verfügt über mehrere Restaurant, die – je nach Buchungsumfang - entweder Buffet-Menues oder ein Essen a la Card (gegen geingen Aufpreis) anbieten. Hier ist wirklich für JEDEN Gaumen etwas dabei und auch hier werden jegliche machbaren Sonderwünsche erfüllt. Es ist immer von allem etwas dabei und auch die Aktion-Küche kann jeden Abend mit frisch zubereiteten Gerichten aus Wok, vom Grill o.ä. aufwarten.

Je nach Lust und Laune kann man Frühstück, Mittag- und Abendessen vom mehr als reichhaltigen Buffet im Freien oder auch in der Orangerie zu sich nehmen.
Für Kinder ist übrigens auch alles da. Angefangen von einer ausreichenden Zahl an Kinderstühlen über alle gesunden Leckereien.

Für die Eltern mit Kindern hat es die Kidsclub-Managerin Susi in Bezug auf das Abendessen zur festen Einrichtung gemacht, daß Familien schon immer eine halbe Stunde vor der regulären Öffnung des Restaurants ihre Kleinen versorgen können. Somit ist können die etwas früheren Schlafenszeiten der Youngster auch im Urlaub beibehalten werden und man kann sich in aller Ruhe um den Nachwuchs kümmern und dann ggfs. Später nochmals „kinderlos“ mit Babyphone bewaffnet Essen gehen.

Außertourlich (also außerhalb des gebuchten Rahmens) Essen gehen ist auch kein Problem und an sich auch günstig. Auch hier findet jeder Erwachsenen- und Kindergaumen immer etwas. Angefangen von Burger mit Pommes über frische Holzofenpizzen bis hin zu frischen Salate und Fish as fish can be !
Zusätzlich befindet sich ein paar Meter außerhalb des Resorts eine Beduinenfestung (also ein paar Zelte), wo man ab und zu in einheimischen Ambiente local food zu sich nehmen kann und direkt an der Brandung einen leckeren Berber-Tee schlürfen kann, dem ja eine aphrotisierende Wirkung zugesprochen wird...........ausprobieren und genießen !

Fazit:

Veni – vidi – vici !

Besser kann man es wirklich nicht formulieren, denn wer hier kommt und sieht, der hat wirklich gewonnen und kann sich getrost darauf verlassen, daß er einen Urlaub der Superlative vor sich hat.

Ein dickes Lob an das Management (und Grüße von Felina.....hihihi) und alle Angestellten, den Kids-Club und natürlich Susi (ein dicker Schmatz von Felina und den Eltern) und Samira (NEIN.....aber auch ein dicker Schmatz von uns allen) und das SUBEX-Team.
Special Dank an Robert Wilpernig von Wirodive, der uns eingebucht hat.

Wir kommen wieder !!!!!!!!

Felina, Gudrun Andreas

Family ante Portas
Family ante Portas

....und ab zu SUBEX
....und ab zu SUBEX

Das Hausriff
Das Hausriff

Der Weg ins Wasser
Der Weg ins Wasser

...und ab geht´s...
...und ab geht´s...

Ein Traum vor der Haus- und Hoteltüre
Ein Traum vor der Haus- und Hoteltüre

Fisch Ahoi !!!!!
Fisch Ahoi !!!!!

Ein Redsea-Walkman - sehr selten !
Ein Redsea-Walkman - sehr selten !

..sieht echt komisch aus....
..sieht echt komisch aus....

Sandröhrenaale auf 35 Meter
Sandröhrenaale auf 35 Meter

Kuck mal, wer da kuckt !
Kuck mal, wer da kuckt !

Ist doch besser als in der Suppe !!!
Ist doch besser als in der Suppe !!!

Begegnungen der anderen Art
Begegnungen der anderen Art

Felina on tour......
Felina on tour......

....und ab zu SUBEX
....und ab zu SUBEX

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 14084
El Quseir - allgemein
geschrieben am 30.06.2003 von Wolfgang [cmas bronze, 36 TG]

1 von 7 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir waren vom 12.06-26.06.03 im Mövenpick und waren vom Service der dort geboten wird begeistert.
Das Tauchgepäck wurde problemlos zur Tauchbasis gebracht,dort bekommt man ein eigenes Fach + abschließbaren Schrank + eine nette Begrüßung.
Über die Basis ist wirklich schon alles geschrieben worden es gibt wirklich nichts zu bemängeln.( ausser vielleicht die überhöhten Preise für die Zodiac Ausfahrten 3.50 Euro)Die Fahrt dauer nur wenige Minuten, auch bei Tauchgängen von >80 min.
An dieser Stelle wollte ich mich vor allem bei Silvia+Rene,"Doc" Oliver,Du lebst noch Steffen,und ganz besonders bei Karsten und Christina für die tollen Tauchgänge bedanken.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 14059
El Quseir - allgemein
geschrieben am 19.06.2003 von uschi [cmas, 25 TG]

4 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.

an alle ägyptenfans!
wir waren 14 tage im akassia swiss resort.das hotel hat eine hervorragende lage und einen beeindruckenden baustiel-fast alle zimmer haben eine kuppel,die rezeption eine rißige!!
das divingcenter unter leitung von andy kraus ist super!!!!man hat richtig urlaub, da nichts mit steress und hektik geht.ein reeless feedback nach dem tauchgang war mir sehr wichtig, da ich noch total am anfang bin, und somit viel gelernt habe!die jungs hatten viel geduld mit mir!hier nochmals meinen dank an sie!!!!
das tauchrevier(hausriff)ist für einen anfänger etwas schwierig, da es gleich an der steilküste auf ca.60-70m runter geht,dafür sieht man aber super tolle fische z.b. adlerrochen,schildkröten usw sind keine seltelheit.
selbstverständlich gibt es einen steg über den man auch zum schnorcheln ins wasser geht.somit kann man auch bei stärkerem wellengang tauchen,schnorcheln sollte man dann allerding lieber lassen!
natürlich kann man jeepfahrten machen, da gehts dann gemütlich vom stand aus rein.bootsfahrten weden vom benachbarten hotel-utopia-angeboten, man wird mit dem jeep zum boot gebracht.man braucht sich nur darum zu kümmern, dass alle sachen auf den jeep kommen,die jungs bringen alles aufs boot,d.h.man hat nichts zu schleppen!!!!!
für mich war es ein super tauchurlaub,ich kann mir vorstellen in dieses hotel,wegen dar tauchbasis nochmal zu gehen!allerdings nicht mehr mit allinclusive(gab fast täglich stress wegen der getränke-was uns zusteht oder nicht, wasser war rationiert bzw gabs nur in gläser!mußten dann bei tagesausflügen wasser kaufen!ist nicht teuer aber ärgerlich,da wir ja schon ne menge für ai bezahlt haben!)

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 13326
El Quseir - allgemein
geschrieben am 25.01.2002 von Karsten

25 von 28 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 13 von 17 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tütenquallen im Mützenmeer

Wie immer im Januar zog es meinen Tauchpartner und mich in die Sonne. Ausspannen vom nassen und trüben Winterwetter und das Logbuch mit einer Unmenge von Tauchgängen füllen - das waren die treibenden Kräfte.

In diesem Jahr führte uns die Sehnsucht nach wärmeren Gefilden nach El Qusier in Ägypten. Das Hotel Utopia Beach lockte mit einem all-inclusive-Angebot und einer Sub-Aqua-Tauchbasis, die u.a. Non-Limit-Tauchen am Hausriff anbietet. Beides sollte über einen der größten deutschen Reiseveranstalter buchbar sein. So stand es jedenfalls im Katalog von Neckermann-Reisen. Die Realität sah leider anders aus. Wir konnten nur das Hotel und nicht das Tauchpaket buchen. Dank Sub-Aqua war dies aber letztlich kein Problem, ein Tauchpaket extra zu buchen.


Der Flughafen Marsa Alam

Der Anflug auf den neuen Flughafen in Marsa Alam war spannend. Es ist unserer Meinung nach der bequemste Weg an das Rote Meer zu reisen. Schließlich war es das einzige Flugzeug an diesem Tag und vielleicht auch in der gesamten Woche gewesen. Innerhalb allerkürzester Zeit erfolgte die Abfertigung und das „Aufsitzen“ auf die entsprechenden Busse der Reiseveranstalter. Der Flughafen in Hurghada ist um Klassen schlechter.


Das Hotel Utopia Beach in El Qusier

Das Hotel ist für etwa 500 Gäste ausgelegt – es war lediglich mit ca. 25 Personen ausgelastet. Es ist ein Standardhotel, welches im Hinterland nichts zu bieten hat. Man sollte wirklich nur zum Tauchen dort hinfahren.

Das Essen ist stets lecker zubereitet und wird in Buffetform dargeboten. Ebenfalls in Form der Selbstbedienung wird die Versorgung mit Getränken gehandhabt. Dies ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Zimmer sind freundlich und zweckmäßig eingerichtet. Die Klimaanlage ist ganzjährig in Betrieb, so dass im Winter auch geheizt werden kann. Der Zimmerservice ist kaum spürbar und sehr akkurat. Sauberkeit wird im Utopia Beach großgeschrieben.


Die Tauchbasis

Die Tauchbasis von Sub-Aqua befindet sich direkt am Strand in den Gebäuden des Hotels. Zur Auslastung gibt es Ähnliches wie zum Hotel zu berichten – sechs Tauchlehrern standen acht tauchende Gäste gegenüber. Man hatte also alle Annehmlichkeiten. Und einen Gästeraum, in dem man sich nach belieben ausbreiten konnte.

Die Crew der Basis schien allerdings etwas genervt. Es wurde nur das Notwendigste mit den Gästen besprochen. Die Momente, in denen man ein Lächeln in den Gesichtern der Guides erhaschen konnte, waren an einer Hand abzuzählen. Wohltuende Ausnahmen waren da die Divemaster Silvia Andretti aus Italien und Tom aus Deutschland. Silvia sprach kein Wort Deutsch, war aber stets bereit, mit uns nicht nur über die Tauchgänge sich zu unterhalten. Für Tom gilt genau dasselbe.

Non-Limit-Tauchen heißt maximal 4 Tauchgänge am Tag in der Zeit von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Bootstouren sind gegen Aufpreis erhältlich, Nachttauchgängen kosten 25,00 Euro am Hausriff extra. Dass wir trotzdem drei Nachttauchgänge absolvierten, lag am frühen Zeitpunkt des Sonnenuntergangs und der darauf abgestimmten Tauchgangsplanung.

Zum Tauchrevier ist zusagen, dass es sicherlich zu den schönsten zwischen Hurghada und El Qusier gehört. Für ausschließliches Hausrifftauchen genügt ein Aufenthalt von einer Woche. Störend wirkten sich während des gesamten Aufenthaltes die „Tütenquallen“ in der Bucht direkt vor der Basis aus. Unzählige Plasttüten sind von Safaribooten angeschwemmt worden. Fast wäre deshalb die Begegnung mit acht Großen Riff-Kalmaren diesem Phänomen zum Opfer gefallen, weil sich die Gruppe dieser scheuen Tiere perfekt in dieser Umgebung „tarnen“ konnte. Unbestätigt blieb aber, dass auch viele Basecaps über Bord gingen, warum das Rote Meer auch das „Mützenmeer“ genannt wird.

Beeindruckend waren aber dann doch die Größe, Formen- und Farbenvielfalt der verschiedensten Fischarten und Korallen. Alles ist fast unberührt. Man sollte die Tauchgänge einfach nur genießen. Zu sehen gibt es alles, was in den Riffführer beschrieben ist. Am auffälligsten war eine Gruppe fast handzahmer Fledermausfische direkt in der Bucht, standorttreue Teppich-Krokodilsfische und große Napoleon-Lippfische. Aber auch Schwarmfische wie Großmaul-Makrelen waren zu bestaunen.

Um Bilder der Unterwasserlandschaft aufzunehmen, eignen sich am besten die Lagunen im Nord- bzw. im Südriff zur Mittagszeit. Dann sind diese mit Sonnenlicht durchflutet – ein Eldorado für Unterwasserfotografen.

Die tauchenden Prominenz

Bei acht tauchenden Gästen bleibt es nicht aus, dass man schnell die Prominenten darunter ausmacht. So hielt sich der amtierende rheinland-pfälzische Meister in der Unterwasserfotographie zum selben Zeitpunkt auf der Basis auf. Burkhard Brohl zeichnete u.a. für den Bericht über das Wracktauchen an der Salem Express in der VDST-Verbandszeitschrift SPORTTAUCHER verantwortlich. Aber anstelle anderen Verbandsmitgliedern und Fotoamateuren wertvolle Tipps und Hinweise zu geben, degradierte er in wahrhaft meisterlicher Manier deren Schnappschüsse ab.

Fazit

Es war ein toller Urlaub und es ist ein lohnendes Ziel für alle diejenigen, die im Urlaub Erholung beim intensiven Tauchen suchen. Ob aber diese für Tauchentraumhaften Zustände beständig vorzufinden sind, bleibt fraglich. Schließlich hörten auch wir von Zeiten, in denen mehr als 200 Taucher die Basis besiedelten....

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Datenbankeintrag 13273
El Quseir - allgemein
geschrieben am 25.09.2001 von Hoschi

16 von 19 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 10 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Südliche Tauchsafari ab El Quseir vom 08.09.01-15.09.01
Boot: Karim II

Hallo Leute,
ich mach es kurz und schmerzlos, denn für Romane
sind die Buchhandlungen zuständig.
Nun denn.
Gebucht hatten wir (7 Taucher) über DTI-International auf der Lady Samara (30 m).
Flug mit Egypt Air.
Nach etwas Verspätung (4 Stunden; defektes Triebwerk) erreichten wir des Nachts endlich El Quseir.
Dann gings los!
Wo ist das Boot?
Kein Boot da?
Ah!Da hinten was Erleuchtetes!
Karim II? Nö!Haben wir nicht gebucht. Trotzdem mal
draufmarschiert und siehe da, der Vera(u)nstalter hatte Safaris zusammen-und umgelegt.
Naja!
Seis drum! Hauptsache ein Boot und rausfahrn!
Die Crew war komplett ägyptisch und der gut Englisch sprechende Tourchef und anscheinende Bootseigner Khaled war nicht da.
Also erster Blick auf die Flaschen!
INT!
Stand in der Reisebeschreibung nicht was von DIN?
Mit Händen und Füßen versuchten wir der Besatzung zu erklären:"Wir brauchen INT-Adapter!".
Keiner versteht aus!
Plötzlich taucht der Maschinist aus den Tiefen des Motorraums auf. Ein Traum! Er hatte die Hände voller INT-Adapter. Na also!
Zuletzt noch die Zuweisung der Kabinen!
War soweit ok. Riechts hier nicht etwas nach Diesel?
Nix für empfindliche Mägen. Naja! Zeugs reinschmeißen! Gerödel verstauen und jut.
Aber da jeder sowieso an Deck schläft.Egal!
Is ja Safari.
Nun gut! Zu den Kabinen sei noch zu erwähnen, daß jede eine Klimaanlage hat und ab und zu auch für
Fußbäder (nach einer stürmischen Nacht) gut war.
Die Klamotten bekamen dann auch gleich eine Vollreingung. Haben dann danach nach verrottetem Holz gestunken, aber was solls. Brauch doch sowieso nur Badehose!
Ansonsten war das Schiff soweit ok. Die Küche war einwandfrei. Kaum einer verspührte Pharao`s Rache.
Was zu bemängeln war, war die Tatsache, daß Tee, Kaffee und Gebäck nach den TG`s bezahlt werden mußte, was wir sonst bei Törns am Roten Meer nie mußten. In der Reisebeschreibung war aber auch dies vermerkt (Getränke nach dem Tauchen für umme!).

Die Riffe:
U.a. Dophin Reef, Elphinstone Reef, Sha`ab Sham, usw..
Highlight war natürlich Sha`ab Sham mit Hammerhaigarantie!
Ansonsten waren es teilweise Drop Offs und Steilwände. Also kurzum ok.
Was auffiel, daß im Gegensatz zu Hurghada die
Fische nicht so erschrocken sind und auch mal auf
einen zukommen.

Das Ende:
Mit Schrecken! Nach dem einwöchigen Törn stellte
einer beim Abschrauben seiner 1.Stufe fest: Was ist denn da so dunkel?
Einmal mit dem Finger drüber: ÖL!
Echt lecker! Nach einer Revision in Deutschland
stellten wir fest, daß teilweise frisch vor dem
Urlaub überholte Automaten völlig versaut waren!
Der Sinterfilter der ersten Stufe war so versaut,
daß er irgendwann dann komplett zugemacht hätte!
Auf 30 oder 40m macht sich das ziemlich schlecht!
War also ziemlich ärgerlich!
Die Besatzung hatte den Fehler gemacht während
der Fahrt die Flaschen zu füllen, was nicht
zulässig ist, denn wenn der Neigungswinkel des
Kompressors über 5° steigt, zieht der Kompressor
Öl und das wars dann. Außerdem war der Kompressor
nicht in dem Zustand wie er sein sollte.
Leider konnten wir den Veranstalter nicht regresspflichtig machen, da wir das in El Quseir
hätten bemängeln müssen.

Also "kurzum"!:o)
Wer auf einer Safari First-Class-Comfort erwartet
hat da nix zu suchen.
Auf einem Boot kanns schon mal stürmisch werden, Sachen kaputtgehen oder in der Kabine nach Diesel
stinken.
Is ja alles ok!
Aber Öl in der Pressluft ist unentschuldbar!
Dafür gibts 5 Minuspunkte!

Also!
Immer kucken, daß der Kompressor in einwandfreiem
Zustand ist, sonst kanns evtl. böse enden!

Hoschi

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Datenbankeintrag 13266
El Quseir - allgemein
geschrieben am 23.08.2001 von Norbert Roller

11 von 15 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 4 von 8 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Mit "Made in Germany" aufgewachsen und beruflich mit schweizer Effizienz und Präzision vertraut, war ich doch überrascht wie Hotel und Tauchbasis am Rande der Wüste, nur 500km von der sudanesischen Grenze entfernt, diese Eigenschaften verkörpern. Es war ja nicht unser erster Tauchurlaub in Ägypten. Wir hatten schon einige Überraschungen hinter uns, und eines war klar südlicher als El Quesir findet man die Annehmlichkeiten der Zivilisation noch nicht. Für den Tauchurlaub -zurück zur Natur- und 14-Tage im Beduinenzelt konnten wir uns allerdings auch noch nicht begeistern. Als uns im Rahmen einer Incentivereise dann EL Quesir angeboten wurde, haben wir ohne lange zu überlegen zugesagt. Die sofort im Internet gestartete Recherche brachte nur positive Berichte zu tage. Sowohl Tauchbasis als auch das 5-Sterne Mövenpick Hotel werden perfekt geführt, wurde darin berichtet. Auch die Homepage der Subex-Tauchbasis war schnell gefunden und enthielt neben der Beschreibung der Basis auch die Preisliste. Spätestens hier war klar, daß Perfektion immer ihren (gerechtfertigten) Preis hat. Schon nach wenigen Minuten war uns klar: Dieses Hausriff ist super fotogen und in einem hervorragenden Zustand. Schnorchelnd treiben wir im Roten Meer, "alle Viere" von uns gestreckt und können uns an dem Gewimmel unter uns nicht satt sehen. Nur wenige Meter vom Steg entfernt tummeln sich so viele Fische wie wir es selten erlebt haben. Die schon bald untergehenden Sonne erzeugt ein schönes warmes Licht und zeigt uns mit einer typischen Roten Meer Sichtweite den Grund überdeutlich. Der Erste Blaupunktrochen wird schon nach wenigen Minuten bejubelt, aber schon bald sehen wir, daß es diese, genau wie die Krokodilsfische, in großer Anzahl gibt. Wir fiebern schon jetzt dem morgigen Tauchgang entgegen. Ja, so lange müssen wir uns leider gedulden. Trotz der Buchung mit Condor und einem kurzen Flug am sehr frühen Morgen dauert es dann doch noch drei Stunden bis wir unser Hotel, das Mövenpick Sirena Beach Hotel in El Quesir, erreicht haben. Der Transfer vom Airport Hurghada zum Hotel führt uns nach Süden Richtung Sudan und fast beständig an der Küstenstraße entlang. Schon direkt hinter Safaga erkennen wir das Saumriff, das für diesen Teil der Küste typisch ist. Das heutige Riff ist "nur" einige tausend Jahre alt und auf dem Gerüst eines Ur-Riffs, das durch einen stark sinkenden Meeresspiegel zerstört wurde, neu entstanden. Die hervorragenden Sichtweiten im Roten Meer sind durch die mangelnden Niederschläge an der Küste sowie den seltenen Stürmen begünstigt. Nur bei hohem Wellengang wird Sand aufgewirbelt, der dann die Sichtweit auf wenige Meter beschränkt. Der Mangel an Schwebeteilchen begünstigt zusammen mit dem hohen Salzgehalt und der nahezu konstanten Wassertemperatur und reichlich Tageslicht das Wachstum der Korallen bis weit unter die 40 Meter Grenze. Die Riffkante ist fast immer zerklüftet und in den wenigen Buchten entlang der Küste von kleineren Sandstränden unterbrochen. Bei Ebbe erstreckt sich dieses nur knapp mit Wasser bedeckt nahezu 50 Meter in das offene Meere, bevor die Riffkante, als Wellenbrecher mit weißen Schaumkronen, den Übergang in die Tiefe anzeigt. Genau an einer dieser Buchten und nur wenige Kilometer von El Quesir entfernt befindet sich das 5-Sterne Hotel und die Subex-Tauchbasis. Beide überzeugten unter der Leitung eines schweizer Managements, trotz der hohen Preislage, durch Service und Qualität. Die Bungalows sowie der Rest der Anlage waren in einem hervorragenden (gewarteten) Zustand, und auch Essen und Unterhaltung waren abwechslungsreich und den Sternen angemessen. Die Tauchbasis besticht schon beim Check-In durch freundliches Personal und für Ägypten ungewöhnliche Ordnung. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie das zahlreiche in gutem Zustand befindliche Leih-Equipment. Der Staff ist für uns immer ansprechbar und erklärt uns den Ablauf auf der Basis. Neben den drei Zeitzonen für das Hausriff werden noch Jeep-Safaris zu den im Norden und Süden liegenden Tauchplätzen angeboten. Ein vor der Bucht gelagerter Korallenstock kann nur bei bestem Wetter angefahren werden. Die Basis hat zwar einen Steg über das Riff hinweg zur Riffkante, aber dort können keine größeren Boot ankern. Die kleinen Boote sind aber sehr stark wetterabhängig ,und somit finden nur selten Ausfahrten statt. Für erfahrene Taucher gibt es praktisch keine Limits in Bezug auf Zeit und Tiefe. Wer kein Anfänger ist und sich sicher fühlt, kann direkt nach seinem Check-Dive selbständig mit seinem Buddy losziehen. Die Basis verfügt über reichlich 12 und 15 Liter Flaschen, die direkt am Steg gelagert werden. Somit kann man den langen Weg von der Basis zum Einstieg ohne das Hauptgewicht zurücklegen. Ja, das ist Service!

El Quadim

Es ist selbstredend daß wir nur mit 15 Liter Flaschen tauchten und damit Tauchzeiten von über 70 Minuten erreichten. Die Bucht mit dem El Quadim genannten Hausriff besteht aus den beiden Saumriffen im Süden und Norden und aus einigen Korallenstempeln in der Mitte der Bucht. Die Tiefen reichen von 5 Meter im Bereich des Stegs bis etwa 30 Meter an der Riffkante. In der Mitte der Bucht geht es dann schnell von 25 Meter bei den Korallenstöcken auf über 60 Meter in Richtung offenes Meer hinab. Die Bucht selbst wird von einem hellen und feinsandigen Sandboden dominiert, der ein ideales Brutgebiet für Drückerfische ist. Fast auf allen Tauchgängen begegnen wir Blauen- und Riesendrückerfischen nicht selten beim Nestbau. Für die Vormittagstauchgänge bietet sich die linke Seite der Bucht an. Auf dieser Seite gibt es alles, was das Taucherherz begehrt. Die vielen Einschnitte und die riesigen Feuerkorallen bieten einer Vielzahl von Lebewesen einen Lebensraum. Von den kleinsten Schnecken bis zu gewaltigen Makrelenschwärmen ist alles vertreten. Um nicht den gleichen Weg doppelt zurückzulegen, hat die Basis einen Shuttleservice eingerichtet. Mit einem kleinen Boot wird man in voller Montur bis zum gewünschten Punkt am Saumriff gefahren und kann dann gemütlich und meistens ohne Strömung zum Steg zurückschwimmen. Die rechte Seite ist nicht ganz so farbenfroh, und je weiter man an die Außenkante kommt, desto mehr ist es versandet. Trotzdem ist diese Seite nicht langweilig, denn hier "wohnen" einige kapitale Halbmond-Zackenbarsche. Diese sind ein perfektes Objekt für den Fotografen, da sie regungslos und von einem "Fotofisch" vollständig unbeeindruckt an ihren Stammplätzen stehen. Den schüchternen Fledermausfisch abzulichten war jedoch ein größeres Unterfangen und bedurfte einer gezielten "Jagdstrategie". Direkt am Eck und auf etwa 30m findet man eine wunderschöne Anemone, deren Arme mit einem neon-pinken Saum umgeben sind. Leider ist es mir nicht gelungen, diese in ihrer vollen Brillanz auf das Bild zu bekommen. Auch die kleinen Schnecken und Federwürmer lassen sich ohne ein spezielles Macroobjektiv nicht in voller "Größe" im Bild einfangen. Bei fast jeder Rückkehr zum Sandbereich vor dem Steg wurden wir von einem kapitalen Barrakuda, Trompetenfischen oder einem Schwarm Kalamares begrüßt. Es war selbstredend, daß der Film natürlich immer voll oder die Flasche vollständig leer waren und somit von diesem Schauspiel keine Bilder existieren. Schade, Schade, Schade !!! Schon nach kurzer Zeit hatten wir die optimale Kombination von Hausrifftauchen und Jeep-Safaris gefunden. Da die Anzahl der Gäste das Maximum für die Basis erreicht hatten, mußten wir uns schon zwei Tage im Voraus für die entsprechenden Tauchgänge eintragen. Dies war natürlich der kleine Nachteil den die (Selbst)-Beschränkung bei allen Tauchplätzen und am Hausriff mit sich brachte. Für El Quadim gab es drei Zeitbereiche von je 3 Stunden in denen man seinen Tauchgang starten konnte. Für die Jeep-Safaris beschränkte sich die Anzahl der Personen auf das Fassungsvermögen der Jeeps. Für uns bedeutete dies, daß wir am Vormittag das Hausriff betauchten um dann bei der zweiten Jeep-Safari um 14 Uhr mitzufahren. Daß wir dann doch häufiger auch am Nachmittag am Hausriff tauchten lag am Wetter, das es nicht ermöglichte alle Tauchplätze in der Umgegend anzufahren. Der starke Wellengang und die damit verbundene starke Oberflächenströmung machten viele Plätze unzugänglich. Bei den Jeep Safaris erkundeten wir Maheleg, Safaga II, El Kahaf und Serib Soraya. Leider konnten wir in dieser "kurzen" Woche an keinem Nachtauchgang teilnehmen. Wir sind eigentlich keine begeisterten Nachttaucher, aber in der Hausriffbucht gab es einige der schönsten Nacktschnecken. Die "Spanische Tänzerin", leider nachtaktiv, wird bis zu 45cm(!) groß und ist feuerrot mit einem kleinen Büschel auf dem "Kopf". Es war frustrierend, aber leider konnten wir die grazile Schwimmerin nicht bewundern. Etwas mehr Glück hatten wir beim Nachwuchs, denn am letzten Tag fanden wir ein Gelege, das wie ein Haarband um einen Riffkopf gewunden war. Selbst im tieferen Bereich, in 47 Meter Tiefe, hat das Hausriff noch sehr schöne Korallenstöcke. Diese sind zwar kleiner aber noch immer vollständig und farbenfroh bewachsen. Das pralle Leben findet jedoch oberhalb der 20 Meter Grenze statt. Wenn man es zum ersten Mal erlebt, bleibt einem fast das Herz stehen. Ein riesiger Schwarm silbrig glänzender Fische (Großmaul-Makrelen) kommt in hoher Geschwindigkeit und mit weit aufgerissenen Mäulern auf dich zugeschwommen. Dreht kurz vorher ab, schwimmt zurück zur Oberfläche und stürzt erneut heran. Doch schon nach kurzer Zeit begreift man den eigenartigen Tanz. Es geht um Plankton, das sich an der Oberfläche im Sonnenlicht gesammelt hat und das auf diese Art sehr effizient ausgefiltert wird. Wird das Maul dann wieder "eingeklappt", sieht es wieder mehr nach Fisch, sprich Makrele, aus. An dem Fotofisch störten sie sich jedoch wenig. Das für uns unsichtbare Plankton muß einfach zu lecker gewesen sein. Ein absolut spektakuläres Erlebnis!

Maheleg

Unsere erste Jeepsafari ging nach Maheleg. Dieses Riff befindet sich etwa 30 Minuten südlich von El Quesir. Da dieses in der Entwicklung deutlich hinter Hurghada zurücksteht und nur die notwendigste Infrastruktur bietet, hatten wir die kleine Hafenstadt, eher ein Fischerdorf, noch nicht besucht. Die Bauaktivitäten waren zahlreich und der Bauschutt lag überall. Im kleinen natürlichen Hafen ankerten die Tauchsafarischiffe an der Jetti und die kleinen Fischerboote in der Bucht. El Quesir wurde ähnlich wie Safaga und Port Sudan schon seit der Zeit der Pharaonen als Hafen und Warenumschlagsplatz bevorzugt. Jedoch dann über viele Tausende von Jahren nur als Militärposten ohne Bedeutung genutzt. Erst durch den Tauchtourismus und die ständig Suche nach unberührten Tauchplätzen gewann es wieder an Bedeutung. Aktuell gibt es nur vier Hotelresorts, jedoch sind die Baupläne erheblich, und es wird, sofern der kleinen Flugplatz im Süden je gebaut wird ,ähnlich "explodieren" wie Hurghada. Die Fahrt mit den Jeeps war schnell und hinreichend komfortabel. An der richtigen Stelle an der Küstenstraße, nein Schilder gab es keine, ging es dann über eine kurze unbefestigte Sandstrecke bis kurz vor den Tauchplatz. Dort angekommen wurden sofort Decken auf dem Sand ausgebreitet, damit sich die Gäste, und als solche fühlt man sich auch wirklich, ohne "Sand im Getriebe" umziehen konnten. Die Jeeps und Anhänger waren perfekt für die Safaris optimiert. Ersatzausrüstung, immer reichlich volle Flaschen und natürlich die gesamte Sicherheitsausrüstung befanden sich griffbereit. Selbst Frischwasserduschen, zumindest für Hände, Füße und Haare, waren vorhanden. Das Briefing durch die Tauchlehrer war immer sehr ausführlich und die Zeichnungen der Rifftopologie immer gut dokumentiert. Die Bereitschaft ,die Besonderheiten des Tauchplatzes mit uns zu teilen, war sehr groß. (Danke Manuel) Der Reiz an Maheleg war nicht nur die "fast" Steilwand sondern viel mehr der "Echte Steinfisch", der unbekümmert seit Monaten an der gleichen Stelle sitzt und sich durch absolut nichts auch nur zu einem Augenzwinker überreden läßt. In etwa 8m, in futtertechnischer Hinsicht an einer günstigen Stelle, wartet er dort geduldig auf entsprechende Opfer. Dies muß nicht ganz unerfolgreich sein, wie wir an seiner Größe erkennen konnten. Die Tarnung war perfekt, denn ohne unseren Guide hätten wir ihn selbst aus kürzester Entfernung nicht gefunden. Die "Wand" selbst war nicht senkrecht sondern fiel in einem Winkel von 45° ab. Der Bewuchs war nicht so stark wie am Hausriff, und wir erkundeten auf dem Weg in Richtung Norden, entgegen der Strömung, zunächst den tieferen Bereich (40m). Dort gab es einzelne Korallenstöcke, kleine Grotten und große Gorgonien. In der Ferne sahen wir schemenhaft einen Delphin vorbeischwimmen, den wir jedoch nicht für uns interessieren konnten. Kurz vor dem Wendpunkt überraschte uns dann ein Riesendrückerfisch und dieser verliebte sich in die türkisfarbenen Flossen von Christine. Den ganzen Rückweg wunderte sie sich, warum der Fisch in seiner torkelnden Schwimmweise immer wieder an ihr vorbeiflitzte. Daß er ständig Angriffe auf ihre Flossen schwamm merkte sie nicht. Wer schaut schon nach hinten? Glücklicherweise drehte er immer wenige Zentimeter und ohne ernste Beißversuche vor den Flossen ab.

Safaga II
Unsere zweite Jeep-Safari ging nach Norden zu einem Riff etwa 10 km südlich von Safaga. Der Wind hatte seit Tagen zugenommen, und die hohen Wellen und die starke Strömung hatten die Anzahl der Tauchplätze auf zwei geschrumpft. Safaga II lockte uns jedoch trotz des Risikos der Strömung mit einer Aussicht auf Haie. Selbst für die langjährig in diesem Gebiet tauchenden Guides ist es nahezu unmöglich, die Strömung unter Wasser von Land aus zu beurteilen. Wir stimmen in der Gruppe ab, ob wir das Risiko eingehen wollten. Einstimmigkeit herrschte bei den Tauchern, nur der Guide war etwas nachdenklich. Die Ausrüstung war schnell angelegt, und der beschwerliche Weg über das Riff zu einem Einschnitt im Riff und dem für das Abtauchen gewählten Kanal wurde schon abenteuerlich. Die Ebbe war noch nicht erreicht, und das vom Riffdach ablaufende Wasser sowie die vielen Löcher im Riffdach machten die 50 Meter sehr beschwerlich. Einige krochen die letzten Meter bis zum Einstieg. Mit den Worten des Tauch-Guides in den Ohren, genügend Luft für den Rückweg durch den Kanal einzuplanen, werfen wir uns über die Riffkante in den Kanal. Die Strömung erfaßt uns und sofort schießen wir im Kanal entlang. Da ist es auch schon passiert! Aus dem Augenwinkel sehe ich wie mein Buddy den falschen Abzweig nimmt und schon sind wir getrennt. Ich greife nach dem ersten erreichbaren Riffblock und hänge mit nur einer Hand wie ein Fähnchen im Wind, und warte. Eigentlich müßte dieser Abzweig eine Sackgasse sein. Das Warten ist mir dann nach 10 Sekunden doch zu riskant und ich kämpfe mich, mit allen Vieren und um Halt ringend, gegen die Strömung zurück und in den Abzweig hinein. Schon nach wenigen Meter läßt die Strömung nach, die Sichtweite wird besser und mein Buddy kommt, schon auf dem Rückweg, in Sicht. Wir geben uns kurz das OK-Zeichen und schwimmen erneut im Hauptkanal. Wir steuern nur mit den Flossen und versuchen die Abzweigungen und Riffstempel rechtzeitig zu erkennen, um den Weg zum Ende des Kanals unbeschadet zu erreichen. Wahnsinn, so muß Fliegen sein! Der Kanal führt schräg nach unten, und auf 30 Meter läßt die Strömung dann endlich nach, und wir können die im Briefing erwähnte hufeisenförmige Korallenformation im trüben Wasser gerade noch erkennen. Damit wir den Eingang auf dem Rückweg mit Sicherheit erkennen, legen wir aus toten Riffresten einen großen Pfeil. Sicher ist sicher! Einige aus unserer Gruppe sehen wir wesentlich höher, mit der Strömung nach Süden schwimmend und auf der Suche nach den Haien verschwinden. Die am Riff entlangfließende Strömung ist schwach, und wir beschließen zum Hufeisen hinauszutauchen. Dort entdecken wir eine vollständig mit einem roten Schwamm bewachsene Gorgonie. Nach einer ausgiebigen Fotopause tauchen wir höher in Richtung der Gruppe in der Hoffnung auf ein Haibild. Bei 20 Metern nimmt die Strömung wieder deutlich zu. Schon nach wenigen Metern beschließen wir umzudrehen, da wir definitiv mit 100 Bar am Kanal sein möchten. Daß diese Entscheidung richtig war, merken wir schnell. Gegen die Strömung kommen wir nur langsam voran und verbrauchen viel Luft und Kraft. Wir tauchen wieder tiefer und finden gegen die geringere Strömung recht schnell zum Hufeisen zurück. Wir haben noch deutlich über 100 Bar und beschließen trotzdem den Tauchgang zu beenden. Als zusätzliches strömungsungünstiges Handicap wird der "Aufstieg", nur mit einer Hand und dem extra Wasserwiderstand der Kamera, anstrengend genug werden. Zur besseren Orientierung schwimmen wir dicht über dem Grund langsam Richtung Kanal zurück in die milchige Suppe. Bei 15 Metern Tiefe können wir dann aus eigener Kraft keinen Vortrieb mehr erzeugen. Wir klammern uns an die Riffblöcke am Rand des Kanals. Es ist viel schlimmer als erwartet. Wie Blätter im Sturm "fliegen" Algen, Weichkorallen und ganze Riffteile an uns vorbei. Viel schneller als daß wir genau erkennen können, was es ist. So muß es in einem Hexenkessel sein. Meter für Meter kämpfen wir uns mit den Händen an Korallen festhaltend und mit den Füßen abstützend voran. Nur nicht abrutschen, denn dann muß man von vorne beginnen. Wir verbrauchen schnell viel Luft. Nach etwa 10 Meter machen wir den ersten Halt und warten, bis sich die Atmung beruhigt und die Kräfte wieder zurückkehren. Statt weniger, wird die Strömung jedoch beständig stärker. Wir erreichen den 5-Meter Bereich und klemmen uns mit dem Rücken unter einen Überhang. Die Strömung drückt uns in den Bauch und somit mit der Flasche genau gegen den Riffblock. Mit wenig Kraft können wir uns hier ausruhen und unseren 3 Minuten Sicherheitsstop abwarten. Wir haben noch knapp 70 Bar und das schlimmste Stück liegt noch vor uns. Jeder kämpft für sich um den richtigen Halt, aber das "Training" auf den Malediven hat uns eingebläut immer in Reichweite voneinander zu bleiben. Wenn nur einer abrutscht... Die genaue Position im Kanal haben wir mit nur 2 Metern Sichtweite nicht mehr. Es geht aufwärts und gegen die Strömung. Das kann nicht so verkehrt sein. Mit aller Kraft ziehen wir uns weiter am Riff entlang und nach einigen Meter erkennen wir unsere Sackgasse vom Anfang und wissen, daß es fast geschafft ist. Wir sind jetzt nur wenige Meter unter Wasser und haben die Riffkante vor uns. Diese ist noch 40cm mit Wasser bedeckt und glitschig. Wir haben erhebliche Schwierigkeiten, einen sicheren Halt zu finden. Ich hänge mit nur einer Hand in einem Riffloch und kann meinen Kopf aus dem Wasser heben. Die ägyptischen Helfer stehen schon mit Seilen in der Hälfte zwischen Riffkante und Ufer und schauen besorgt in unsere Richtung. Nach Winken mit der Kamera verstehen diese, daß wir nicht alleine auf das Riffdach zurückkommen und eilen zur Hilfe. Da passiert es. Die Strömung reist mir die Kamera aus den Händen. Daß es dann doch nur Christine war, die mir helfen wollte auf das Riffdach zu krabbeln erkenne ich erst, nachdem der Schreck vergangen ist. Der Ägypter zieht mit aller Kraft, und ich robbe mich über das Riff nach vorne. Nach etwa 25 Metern gelingt es mir dann aufzustehen. Ich bin fertig, meine Kraft ist alle. Mit nur 49 Bar hätte in letzter Sekunde wirklich nichts schief gehen dürfen. Der Helfer versucht sofort, Christine mit dem Seil zu Hilfe zu kommen, verfehlt aber Christines ausgestreckte Hand mehrfach und eilt dann zu einer anderen Gruppe, die noch weiter draußen an der Riffkante um Hilfe ruft. Die Kamera fest umklammernd muß ich tatenlos zusehen wie Christine sich Meter um Meter auf dem Riffdach nach vorne kämpft und dann endlich neben mir steht. Die Strömung ist auf dem gesamten Riffdach noch so stark, daß wir fast erneut umgerissen werden. Nach kurzer Verschnaufpause und in seichterem Wasser angekommen, halten wir nach anderen Tauchern Ausschau. Die meisten haben es nicht in den Kanal geschafft und beschlossen, am Außenriff inmitten der Brandungswelle aufzutauchen. Nur eine Gruppe um Andy hat sich noch bis zur Hälfte des Kanals vorgekämpft. Aus dieser Gruppe löst sich dann ein Blondschopf, und wir sehen nur eine Flasche, die scheinbar schwimmend sich Stück für Stück auf uns zu bewegte. Wenige Meter von uns entfernt erkennen wir dann Andrea, die erleichtert das letzte Stück zurücklegt. Mit vereinten Kräften können wir sie aufrichten und machen uns, unfähig noch anderen zu helfen, auf den Weg ans Ufer. Nach und nach kommen alle am Ufer an. Nicht nur die Anstrengung ist jedem in das Gesicht geschrieben. Einige Ausrüstungsteile gingen bei dem langen Weg über das Riff zu guter Letzt dann auch noch verloren. Da bis auf Christine alle ohne Handschuhe abgetaucht waren, mußten zahlreiche Wunden an den Händen desinfiziert werden. Andy hatte sogar eine tiefe Schnittwunde im Knie, die getaped werden mußte. Nachdem der Schreck verklungen war und uns dank unserer eigenen Vorsicht nichts passiert war, konnten wir uns dann doch für dieses nur 39 Minuten dauernde Abenteuer begeistern. Der Einstieg durch den Kanal war super. Schade, das man nicht nur diesen Teil buchen kann. Trotzdem haben wir noch einiges dazugelernt. Ich werde, wenn ich die Handschuhe schon in den Taschen habe, diese vor dem Tauchgang auch anziehen. Ganz wichtig: Die teure Kamera bekommt einen Haken, mit dem man diese am Jacket für weitere Vorfälle sichern kann. Das Problem mit dem über das Riffdach und durch den Kanal ablaufenden Wasser haben wir deutlich unterschätzt. Nur zwei Stunden später -bei Ebbe- wäre dies ein problemloser Tauchgang gewesen.

El Kahaf

Auf unserer Suche nach einem weiteren Riff mit Haien haben wir zwei Trips nach El Kahaf unternommen. Dieses Riff wird durch einen Einschnitt im Riffdach betaucht und bietet unter Wasser ein von Einschnitten, Höhlen und Kanälen mit vielen Sackgassen geprägtes Revier. Auch bei einem Wiederholungstauchgang bietet es viel Abwechslung. Im tieferen Bereich findet man zahlreiche feuerrote und bis zu 3m lange Peitschenkorallen sowie auf 10 Meter eine riesige Salatkoralle. Wer glaubte, daß die Kommunikation unter Wasser eine Gruppe von Taucherinnen behindern würde, sah sich getäuscht. Den Beweis, ohne Worte aber mit vielen Blasen, kann man auf den folgenden Bildern bewundern. Die, dank der Schwerelosigkeit artistisch perfekt vorgeführte dreier Pyramide hat so manche Taucherbrille geflutet. Selbst die Fische haben sich angeblich vor Lachen den Bauch mit den kurzen Stummelflossen gehalten . Nur der Foto-"Hai" hat sich angeblich, vermutlich wegen dem Dreier, genießerische über die Zähne geleckt. Daß der "versprochene" Hai beim ersten Tauchgang wunderschön in seiner Höhle "schnarchte", aber die Kamera nicht wollte, und beim zweiten Mal die Kamera dann doch wollte, aber der Hai was anderes vor hatte, ist eine andere Geschichte. Der gewöhn- liche Igelfisch Diodon hystrix "fliegt" wie ein UFO im All vorbei. Trotz seiner Größe von fast 70cm ist er sehr schreckhaft und läßt uns nicht näher an sich heran. Sein Gebiß steht markant hervor und sieht aus wie ein großer Zahn. Eine Seltenheit war dann der nur 10 cm große Papageienfisch. Der Schnabel mit seiner typischen Form ist schon deutlich zu erkennen. Die Einschnitte mit großen Sandflächen und beständiger Strömung bieten den Anemonen gute Wachstumsbedingungen. Wir konnten bei nur einem Tauchgang drei verschiedene Varianten bewundern. Die Clownfischfamilie war wie immer wachsam und sofort in Verteidigungsstellung. Ihre "Burg" wurde gegen alle Feinde (z.B. Fotofische) ohne Angst verteidigt. Glücklicherweise sind die Bisse nicht schlimmer als ein Zwicken und somit für den Fotografen auszuhalten. Anemonenfische leben ausschließlich in Symbiose mit den Seeanemonen. Eine Eigenheit der Fischfamilie ist der Geschlechterwechsel zwischen Männchen und Weibchen. Das größte Weibchen ist der CHEF der Familie, und sollte dieses sterben, übernimmt das stärkste Männchen diese Rolle und wechselt auch noch umgehend sein Geschlecht. Da haben wir Homo Sapiens durch unsere Evolution ja gerade noch `mal Glück gehabt!

Serib Soraya

Serib Soraya hatte auch sehr schöne Hart und Weichkorallen, war jedoch nicht so stark bevölkert wie die anderen Riffe. In der Tiefe von 30 Metern konnten wir einige vollständig bewachsene Korallenstöcke aufspüren. Großfische gab es jedoch leider an diesem Tag keine. Die schönen bunten Fische, allen voran der Igelfisch, fanden wir nur im flachen Bereich, der, wie am gesamten Saumriff um El Quesir, von Einschnitten geprägt ist. Der Igelfisch hat die schönsten Kuller-Augen, die man sich vorstellen kann. Leider ist er noch schüchterner als jede "Jungfrau". Die großen Kulleraugen haben natürlich eine wichtige Funktion. Dieser zur Familie der Kugelfische gehörende Igelfisch ist nachtaktiv.

Quad

Nach soviel Tauchen, und Mangels Kultur und Einkaufsbummel, drängt nach einigen Tagen das Bedürfnis doch etwas in der Wüste zu unternehmen. Was liegt näher, als die nach Abenteuer aussehenden Quads zu mieten. Dies stehen, frisch geputzt und in Reih und Glied, vor dem Recreation-Center direkt im Resourt. Es gibt verschiedene Touren und wir entscheiden uns für "Rock & Roll", für ein Maximum an Fahrspaß in zwei Stunden. In voller Montur mit einem leuchtend roten Helm sitzen wir auf unseren Quads und warten auf den Start. Die wenigen Funktionen sind schnell erklärt und gewöhnungsbedürftig ist nur der Gashebel, der anderes als beim Motorrad nicht im Griff integriert ist. Kuppeln müßen wir auch nicht. Einfach schalten reichte aus. Nach einer letzten Ermahnung nicht mit dem Lenker unter dem Arm zurückzukommen geht es im "Gänsemarsch" endlich los. Kurz hinter dem Resort beginnt einen staubigen Weg der direkt in die Wüste und in Richtung der umliegenden Hügelkette führt.

Die Route ist zu Beginn noch nicht so anspruchvoll, vorausgesetzt man folgt immer dem Guide. Nur wer machte das schon? Je nach Fahrweise des Vordermannes mußte der letzte -der Fotograf- mehr oder noch mehr Sand schlucken. Mit der Zeit wird der Guide dann doch mutiger und in schneller Fahrt geht es durch schmale Canyons und vorbei an einem verlassenen Wüstenort mit drei Geistern, die diesen beschützen sollen! Christine, der es nicht schnell genug gehen kann nimmt das Motto "Rock & Roll" dann doch zu wörtlich und schwupp lag sie unter ihrem Quad. Nach zwei Stunden, vollständig mit Sand bedeckt und dem Gefühl eines sich ankündigenden Muskelkaters, erreichen wir wieder das Hotel. Ein grandioser Trip. Für Heute genug, aber Morgen, da könnten wir...

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Datenbankeintrag 13182
El Quseir - allgemein
geschrieben am 25.12.2000 von Norbert Roller

6 von 9 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 5 von 7 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Mit „Made in Germany" aufgewachsen und beruflich mit schweizer Effizenz und Präzision vertraut, war ich doch überrascht wie Hotel und Tauchbasis am Rande der Wüste, nur 500km von der sudanesischen Grenze entfernt, diese Eigenschaften verkörpern. Es war ja nicht unser erster Tauchurlaub in Ägypten. Wir hatten schon einige Überraschungen hinter uns, und eines war klar südlicher als El Quesir findet man die Annehmlichkeiten der Zivilisation noch nicht. Für den Tauchurlaub -zurück zur Natur- und 14-Tage im Beduinenzelt konnten wir uns allerdings auch noch nicht begeistern. Als uns im Rahmen einer Incentivereise dann EL Quesir angeboten wurde, haben wir ohne lange zu überlegen zugesagt.
Die sofort im Internet gestartete Recherche brachte nur positive Berichte zu tage. Sowohl Tauchbasis als auch das 5-Sterne Mövenpick Hotel werden perfekt geführt, wurde darin berichtet. Auch die Homepage der Subex-Tauchbasis war schnell gefunden und enthielt neben der Beschreibung der Basis auch die Preisliste. Spätestens hier war klar, daß Perfektion immer ihren (gerechtfertigten) Preis hat.

Schon nach wenigen Minuten war uns klar: Dieses Hausriff ist super fotogen und in einem hervorragenden Zustand. Schnorchelnd treiben wir im Roten Meer, „alle Viere" von uns gestreckt und können uns an dem Gewimmel unter uns nicht satt sehen. Nur wenige Meter vom Steg entfernt tummeln sich so viele Fische wie wir es selten erlebt haben. Die schon bald untergehenden Sonne erzeugt ein schönes warmes Licht und zeigt uns mit einer typischen Roten Meer Sichtweite den Grund überdeutlich. Der Erste Blaupunktrochen wird schon nach wenigen Minuten bejubelt, aber schon bald sehen wir, daß es diese, genau wie die Krokodilsfische, in großer Anzahl gibt. Wir fiebern schon jetzt dem morgigen Tauchgang entgegen.
Ja, so lange müssen wir uns leider gedulden. Trotz der Buchung mit Condor und einem kurzen Flug am sehr frühen Morgen dauert es dann doch noch drei Stunden bis wir unser Hotel, das Mövenpick Sirena Beach Hotel in El Quesir, erreicht haben.

Der Transfer vom Airport Hurghada zum Hotel führt uns nach Süden Richtung Sudan und fast beständig an der Küstenstraße entlang. Schon direkt hinter Safaga erkennen wir das Saumriff, das für diesen Teil der Küste typisch ist. Das heutige Riff ist „nur" einige tausend Jahre alt und auf dem Gerüst eines Ur-Riffs, das durch einen stark sinkenden Meerespiegel zerstört wurde, neu entstanden. Die hervorragenden Sichtweiten im Roten Meer sind durch die mangelnden Niederschläge an der Küste sowie den seltenen Stürmen begünstigt. Nur bei hohem Wellengang wird Sand aufgewirbelt, der dann die Sichtweit auf wenige Meter beschränkt. Der Mangel an Schwebeteilchen begünstigt zusammen mit dem hohen Salzgehalt und der nahezu konstanten Wassertemparatur und reichlich Tageslicht das Wachstum der Korallen bis weit unter die 40 Meter Grenze. Die Riffkante ist fast immer zerklüftet und in den wenigen Buchten entlang der Küste von kleineren Sandstränden unterbrochen. Bei Ebbe erstreckt sich dieses nur knapp mit Wasser bedeckt nahezu 50 Meter in das offene Meere, bevor die Riffkante, als Wellenbrecher mit weißen Schaumkronen, den Übergang in die Tiefe anzeigt.

Genau an einer dieser Buchten und nur wenige Kilometer von El Quesir entfernt befindet sich das 5-Sterne Hotel und die Subex-Tauchbasis. Beide überzeugten unter der Leitung eines schweizer Managements, trotz der hohen Preislage, durch Service und Qualität. Die Bungalows sowie der Rest der Anlage waren in einem hervorragenden (gewarteten) Zustand, und auch Essen und Unterhaltung waren abwechslungsreich und den Sternen angemessen.

Die Tauchbasis besticht schon beim Check-In durch freundliches Personal und für Ägypten ungewöhnliche Ordnung. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie das zahlreiche in gutem Zustand befindliche Leih-Equipment.

er Staff ist für uns immer ansprechbar und erklärt uns den Ablauf auf der Basis. Neben den drei Zeitzonen für das Hausriff werden noch Jeep-Safaris zu den im Norden und Süden liegenden Tauchplätzen angeboten. Ein vor der Bucht gelagerter Korallenstock kann nur bei bestem Wetter angefahren werden. Die Basis hat zwar einen Steg über das Riff hinweg zur Riffkante, aber dort können keine größeren Boot ankern. Die kleinen Boote sind aber sehr stark wetterabhängig ,und somit finden nur selten Ausfahrten statt. Für erfahrene Taucher gibt es praktisch keine Limits in Bezug auf Zeit und Tiefe. Wer kein Anfänger ist und sich sicher fühlt, kann direkt nach seinem Check-Dive selbständig mit seinem Buddy losziehen.
Die Basis verfügt über reichlich 12 und 15 Liter Flaschen, die direkt am Steg gelagert werden. Somit kann man den langen Weg von der Basis zum Einstieg ohne das Hauptgewicht zurücklegen. Ja, das ist Service!

El Quadim

Es ist selbstredend daß wir nur mit 15 Liter Flaschen tauchten und damit Tauchzeiten von über 70 Minuten erreichten. Die Bucht mit dem El Quadim genannten Hausriff besteht aus den beiden Saumriffen im Süden und Norden und aus einigen Korallenstempeln in der Mitte der Bucht. Die Tiefen reichen von 5 Meter im Bereich des Stegs bis etwa 30 Meter an der Riffkante. In der Mitte der Bucht geht es dann schnell von 25 Meter bei den Korallenstöcken auf über 60 Meter in Richtung offenes Meer hinab. Die Bucht selbst wird von einem hellen und feinsandigen Sandboden dominiert, der ein ideales Brutgebiet für Drückerfische ist. Fast auf allen Tauchgängen begegnen wir Blauen- und Riesendrückerfischen nicht selten beim Nestbau.

Für die Vormittagstauchgänge bietet sich die linke Seite der Bucht an. Auf dieser Seite gibt es alles, was das Taucherherz begehrt. Die vielen Einschnitte und die riesigen Feuerkorallen bieten einer Vielzahl von Lebewesen einen Lebensraum. Von den kleinsten Schnecken bis zu gewaltigen Makrelenschwärmen ist alles vertreten. Um nicht den gleichen Weg doppelt zurückzulegen, hat die Basis einen Shuttleservice eingerichtet. Mit einem kleinen Boot wird man in voller Montur bis zum gewünschten Punkt am Saumriff gefahren und kann dann gemütlich und meistens ohne Strömung zum Steg zurückschwimmen.

Die rechte Seite ist nicht ganz so farbenfroh, und je weiter man an die Außenkante kommt, desto mehr ist es versandet. Trotzdem ist diese Seite nicht langweilig, denn hier „wohnen" einige kapitale Halbmond-Zackenbarsche.

Diese sind ein perfektes Objekt für den Fotografen, da sie regungslos und von einem „Fotofisch" vollständig unbeeindruckt an ihren Stammplätzen stehen. Den schüchternen Fledermausfisch abzulichten war jedoch ein größeres Unterfangen und bedurfte einer gezielten „Jagdstrategie". Direkt am Eck und auf etwa 30m findet man eine wunderschöne Anemone, deren Arme mit einem neon-pinken Saum umgeben sind. Leider ist es mir nicht gelungen, diese in ihrer vollen Brillianz auf das Bild zu bekommen. Auch die kleinen Schnecken und Federwürmer lassen sich ohne ein spezielles Macroobjektiv nicht in voller „Größe" im Bild einfangen.

Bei fast jeder Rückkehr zum Sandbereich vor dem Steg wurden wir von einem kapitalen Barrakuda, Trompetenfischen oder einem Schwarm Kalamares begrüßt. Es war selbstredend, daß der Film natürlich immer voll oder die Flasche vollständig leer waren und somit von diesem Schauspiel keine Bilder existieren. Schade, Schade, Schade !!!

Schon nach kurzer Zeit hatten wir die optimale Kombination von Hausrifftauchen und Jeep-Safaris gefunden. Da die Anzahl der Gäste das Maximum für die Basis erreicht hatten, mußten wir uns schon zwei

Tage im Vorraus für die entsprechenden Tauchgänge eintragen. Dies war natürlich der kleine Nachteil den die (Selbst)-Beschränkung bei allen Tauchplätzen und am Hausriff mit sich brachte. Für El Quadim gab es drei Zeitbereiche von je 3 Stunden in denen man seinen Tauchgang starten konnte. Für die Jeep-Safaris beschränkte sich die Anzahl der Personen auf das Fassungsvermögen der Jeeps.

Für uns bedeutete dies, daß wir am Vormittag das Hausriff betauchten um dann bei der zweiten Jeep-Safari um 14 Uhr mitzufahren. Daß wir dann doch häufiger auch am Nachmittag am Hausriff tauchten lag am Wetter, das es nicht ermöglichte alle Tauchplätze in der Umgegend anzufahren. Der starke Wellengang und die damit verbundene starke Oberflächenströmung machten viele Plätze unzugänglich. Bei den Jeep Safaris erkundeten wir Maheleg, Safaga II, El Kahaf und Serib Soraya.

Leider konnten wir in dieser „kurzen" Woche an keinem Nachtauchgang teilnehmen. Wir sind eigentlich keine begeisterten Nachttaucher, aber in der Hausriffbucht gab es einige der schönsten Nacktschnecken. Die „Spanische Tänzerin", leider nachtaktiv, wird bis zu 45cm(!) groß und ist feuerrot mit einem kleinen Büschel auf dem „Kopf". Es war frustierend, aber leider konnten wir die grazile Schwimmerin nicht bewundern.

Etwas mehr Glück hatten wir beim Nachwuchs, denn am letzten Tag fanden wir ein Gelege, das wie ein Haarband um einen Riffkopf gewunden war.

Selbst im tieferen Bereich, in 47 Meter Tiefe, hat das Hausriff noch sehr schöne Korallenstöcke. Diese sind zwar kleiner aber noch immer vollständig und farbenfroh bewachsen. Das pralle Leben findet jedoch oberhalb der 20 Meter Grenze statt.

Wenn man es zum ersten Mal erlebt, bleibt einem fast das Herz stehen. Ein riesiger Schwarm silbrig glänzender Fische (Großmaul-Makrelen) kommt in hoher Geschwindigkeit und mit weit aufgerissenen Mäulern auf dich zugeschwommen. Dreht kurz vorher ab, schwimmt zurück zur Oberfläche und stürzt erneut heran. Doch schon nach kurzer Zeit begreift man den eigenartigen Tanz. Es geht um Plankton, das sich an der Oberfläche im Sonnenlicht gesammelt hat und das auf diese Art sehr effizient ausgefiltert wird. Wird das Maul dann wieder "eingeklappt", sieht es wieder mehr nach Fisch, sprich Makrele, aus. An dem Fotofisch störten sie sich jedoch wenig. Das für uns unsichtbare Plankton muß einfach zu lecker gewesen sein. Ein absolut spektakuläres Erlebnis!

 

Maheleg

Unsere erste Jeepsafari ging nach Maheleg. Dieses Riff befindet sich etwa 30 Minuten südlich von El Quesir. Da dieses in der Entwicklung deutlich hinter Hurghada zurücksteht und nur die notwendigste Infrastruktur bietet, hatten wir die kleine Hafenstadt, eher ein Fischerdorf, noch nicht besucht. Die Bauaktivitäten waren zahlreich und der Bauschutt lag überall. Im kleinen natürlichen Hafen ankerten die Tauchsafarischiffe an der Jetti und die kleinen Fischerboote in der Bucht. El Quesir wurde ähnlich wie Safaga und Port Sudan schon seit der Zeit der Pharaonen als Hafen und Warenumschlagsplatz bevorzugt. Jedoch dann über viele Tausende von Jahren nur als Militärposten ohne Bedeutung genutzt. Erst durch den Tauchtourismus und die ständig Suche nach unberührten Tauchplätzen gewann es wieder an Bedeutung. Aktuell gibt es nur vier Hotelresorts, jedoch sind die Baupläne erheblich, und es wird, sofern der kleinen Flugplatz im Süden je gebaut wird ,ähnlich „explodieren" wie Hurghada.

Die Fahrt mit den Jeeps war schnell und hinreichend komfortabel. An der richtigen Stelle an der Küstenstraße, nein Schilder gab es keine, ging es dann über eine kurze unbefestigte Sandstrecke bis kurz vor den Tauchplatz. Dort angekommen wurden sofort Decken auf dem Sand ausgebreitet, damit sich die Gäste, und als solche fühlt man sich auch wirklich, ohne „Sand im Getriebe" umziehen konnten. Die Jeeps und Anhänger waren perfekt für die Safaris optimiert. Ersatzausrüstung, immer reichlich volle Flaschen und natürlich die gesamte Sicherheitsausrüstung befanden sich griffbereit. Selbst Frischwasserduschen, zumindest für Hände, Füße und Haare, waren vorhanden.

Das Briefing durch die Tauchlehrer war immer sehr ausführlich und die Zeichnungen der Rifftopologie immer gut dokumentiert. Die Bereitschaft ,die Besonderheiten des Tauchplatzes mit uns zu teilen, war sehr groß. (Danke Manuel)

Der Reiz an Maheleg war nicht nur die „fast" Steilwand sondern viel mehr der „Echte Steinfisch", der unbekümmert seit Monaten an der gleichen Stelle sitzt und sich durch absolut nichts auch nur zu einem Augenzwinker überreden läßt.
In etwa 8m, in futtertechnischer Hinsicht an einer günstigen Stelle, wartet er dort geduldig auf entsprechende Opfer. Dies muß nicht ganz unerfolgreich sein, wie wir an seiner Größe erkennen konnten. Die Tarnung war perfekt, denn ohne unseren Guide hätten wir ihn selbst aus kürzester Entfernung nicht gefunden.

Die „Wand" selbst war nicht senkrecht sondern fiel in einem Winkel von 45° ab. Der Bewuchs war nicht so stark wie am Hausriff, und wir erkundeten auf dem Weg in Richtung Norden, entgegen der Strömung, zunächst den tieferen Bereich (40m). Dort gab es einzelne Korallenstöcke, kleine Grotten und große Gorgonien. In der Ferne sahen wir schemenhaft einen Delphin vorbeischwimmen, den wir jedoch nicht für uns interessieren konnten.

Kurz vor dem Wendpunkt überraschte uns dann ein Riesendrückerfisch und dieser verliebte sich in die türkisfarbenen Flossen von Christine. Den ganzen Rückweg wunderte sie sich, warum der Fisch in seiner torkelnden Schwimmweise immer wieder an ihr vorbeiflitzte. Daß er ständig Angriffe auf ihre Flossen schwamm merkte sie nicht. Wer schaut schon nach hinten? Glücklicherweise drehte er immer wenige Zentimeter und ohne ernste Beißversuche vor den Flossen ab.

Safaga II


Unsere zweite Jeep-Safari ging nach Norden zu einem Riff etwa 10 km südlich von Safaga. Der Wind hatte seit Tagen zugenommen, und die hohen Wellen und die starke Strömung hatten die Anzahl der Tauchplätze auf zwei geschrumpft. Safaga II lockte uns jedoch trotz des Risikos der Strömung mit einer Aussicht auf Haie. Selbst für die langjährig in diesem Gebiet tauchenden Guides ist es nahezu unmöglich, die Strömung unter Wasser von Land aus zu beurteilen. Wir stimmen in der Gruppe ab, ob wir das Risiko eingehen wollten. Einstimmigkeit herrschte bei den Tauchern, nur der Guide war etwas nachdenklich. Die Ausrüstung war schnell angelegt, und der beschwerliche Weg über das Riff zu einem Einschnitt im Riff und dem für das Abtauchen gewählten Kanal wurde schon abenteuerlich. Die Ebbe war noch nicht erreicht, und das vom Riffdach ablaufende Wasser sowie die vielen Löcher im Riffdach machten die 50 Meter sehr beschwerlich. Einige krochen die letzten Meter bis zum Einstieg.

Mit den Worten des Tauch-Guides in den Ohren, genügend Luft für den Rückweg durch den Kanal einzuplanen, werfen wir uns über die Riffkante in den Kanal.

Die Strömung erfaßt uns und sofort schießen wir im Kanal entlang. Da ist es auch schon passiert! Aus dem Augenwinkel sehe ich wie mein Buddy den falschen Abzweig nimmt und schon sind wir getrennt. Ich greife nach dem ersten erreichbaren Riffblock und hänge mit nur einer Hand wie ein Fähnchen im Wind, und warte. Eigentlich müßte dieser Abzweig eine Sackgasse sein. Das Warten ist mir dann nach 10 Sekunden doch zu riskant und ich kämpfe mich, mit allen Vieren und um Halt ringend, gegen die Strömung zurück und in den Abzweig hinein. Schon nach wenigen Meter läßt die Strömung nach, die Sichtweite wird besser und mein Buddy kommt, schon auf dem Rückweg, in Sicht. Wir geben uns kurz das OK-Zeichen und schwimmen erneut im Hauptkanal. Wir steuern nur mit den Flossen und versuchen die Abzweigungen und Riffstempel rechtzeitig zu erkennen, um den Weg zum Ende des Kanals unbeschadet zu erreichen. Wahnsinn, so muß Fliegen sein!

Der Kanal führt schräg nach unten, und auf 30 Meter läßt die Strömung dann endlich nach, und wir können die im Briefing erwähnte hufeisenförmige Korallenformation im trüben Wasser gerade noch erkennen. Damit wir den Eingang auf dem Rückweg mit Sicherheit erkennen, legen wir aus toten Riffresten einen großen Pfeil. Sicher ist sicher! Einige aus unserer Gruppe sehen wir wesentlich höher, mit der Strömung nach Süden schwimmend und auf der Suche nach den Haien verschwinden.

Die am Riff entlangfließende Strömung ist schwach, und wir beschließen zum Hufeisen hinauszutauchen. Dort entdecken wir eine vollständig mit einem roten Schwamm bewachsene Gorgonie. Nach einer ausgiebigen Fotopause tauchen wir höher in Richtung der Gruppe in der Hoffnung auf ein Haibild. Bei 20 Metern nimmt die Strömung wieder deutlich zu. Schon nach wenigen Metern beschließen wir umzudrehen, da wir definitiv mit 100 Bar am Kanal sein möchten.

Daß diese Entscheidung richtig war, merken wir schnell. Gegen die Strömung kommen wir nur langsam voran und verbrauchen viel Luft und Kraft. Wir tauchen wieder tiefer und finden gegen die geringere Strömung recht schnell zum Hufeisen zurück. Wir haben noch deutlich über 100 Bar und beschließen trotzdem den Tauchgang zu beenden. Als zusätzliches strömungsungünstiges Handicap wird der „Aufstieg", nur mit einer Hand und dem extra Wasserwiderstand der Kamera, anstrengend genug werden. Zur besseren Orientierung schwimmen wir dicht über dem Grund langsam Richtung Kanal zurück in die milchige Suppe. Bei 15 Metern Tiefe können wir dann aus eigener Kraft keinen Vortrieb mehr erzeugen. Wir klammern uns an die Riffblöcke am Rand des Kanals. Es ist viel schlimmer als erwartet. Wie Blätter im Sturm „fliegen" Algen, Weichkorallen und ganze Riffteile an uns vorbei. Viel schneller als daß wir genau erkennen können, was es ist. So muß es in einem Hexenkessel sein.

Meter für Meter kämpfen wir uns mit den Händen an Korallen festhaltend und mit den Füßen abstützend voran. Nur nicht abrutschen, denn dann muß man von vorne beginnen. Wir verbrauchen schnell viel Luft. Nach etwa 10 Meter machen wir den ersten Halt und warten, bis sich die Atmung beruhigt und die Kräfte wieder zurückkehren. Statt weniger, wird die Strömung jedoch beständig stärker. Wir erreichen den 5-Meter Bereich und klemmen uns mit dem Rücken unter einen Überhang. Die Strömung drückt uns in den Bauch und somit mit der Flasche genau gegen den Riffblock. Mit wenig Kraft können wir uns hier ausruhen und unseren 3 Minuten Sicherheitsstop abwarten.

Wir haben noch knapp 70 Bar und das schlimmste Stück liegt noch vor uns. Jeder kämpft für sich um den richtigen Halt, aber das „Training" auf den Malediven hat uns eingebläut immer in Reichweite voneinander zu bleiben. Wenn nur einer abrutscht...

Die genaue Position im Kanal haben wir mit nur 2 Metern Sichtweite nicht mehr. Es geht aufwärts und gegen die Strömung. Das kann nicht so verkehrt sein. Mit aller Kraft ziehen wir uns weiter am Riff entlang und nach einigen Meter erkennen wir unsere Sackgasse vom Anfang und wissen, daß es fast geschafft ist. Wir sind jetzt nur wenige Meter unter Wasser und haben die Riffkante vor uns. Diese ist noch 40cm mit Wasser bedeckt und glitschig. Wir haben erhebliche Schwierigkeiten, einen sicheren Halt zu finden. Ich hänge mit nur einer Hand in einem Riffloch und kann meinen Kopf aus dem Wasser heben. Die ägyptischen Helfer stehen schon mit Seilen in der Hälfte zwischen Riffkante und Ufer und schauen besorgt in unsere Richtung. Nach Winken mit der Kamera verstehen diese, daß wir nicht alleine auf das Riffdach zurückkommen und eilen zur Hilfe. Da passiert es. Die Strömung reist mir die Kamera aus den Händen. Daß es dann doch nur Christine war, die mir helfen wollte auf das Riffdach zu krabbeln erkenne ich erst, nachdem der Schreck vergangen ist. Der Ägypter zieht mit aller Kraft, und ich robbe mich über das Riff nach vorne. Nach etwa 25 Metern gelingt es mir dann aufzustehen. Ich bin fertig, meine Kraft ist alle. Mit nur 49 Bar hätte in letzter Sekunde wirklich nichts schief gehen dürfen. Der Helfer versucht sofort, Christine mit dem Seil zu Hilfe zu kommen, verfehlt aber Christines ausgestreckte Hand mehrfach und eilt dann zu einer anderen Gruppe, die noch weiter draußen an der Riffkante um Hilfe ruft. Die Kamera fest umklammernd muß ich tatenlos zusehen wie Christine sich Meter um Meter auf dem Riffdach nach vorne kämpft und dann endlich neben mir steht. Die Strömung ist auf dem gesamten Riffdach noch so stark, daß wir fast erneut umgerissen werden.

Nach kurzer Verschnaufpause und in seichterem Wasser angekommen, halten wir nach anderen Tauchern Ausschau. Die meisten haben es nicht in den Kanal geschafft und beschlossen, am Außenriff inmitten der Brandungswelle aufzutauchen. Nur eine Gruppe um Andy hat sich noch bis zur Hälfte des Kanals vorgekämpft. Aus dieser Gruppe löst sich dann ein Blondschopf, und wir sehen nur eine Flasche, die scheinbar schwimmend sich Stück für Stück auf uns zu bewegte. Wenige Meter von uns entfernt erkennen wir dann Andrea, die erleichtert das letzte Stück zurücklegt. Mit vereinten Kräften können wir sie aufrichten und machen uns, unfähig noch anderen zu helfen, auf den Weg ans Ufer.

Nach und nach kommen alle am Ufer an. Nicht nur die Anstrengung ist jedem in das Gesicht geschrieben. Einige Ausrüstungsteile gingen bei dem langen Weg über das Riff zu guter Letzt dann auch noch verloren. Da bis auf Christine alle ohne Handschuhe abgetaucht waren, mußten zahlreiche Wunden an den Händen desinfiziert werden. Andy hatte sogar eine tiefe Schnittwunde im Knie, die getaped werden mußte.

Nachdem der Schreck verklungen war und uns dank unserer eigenen Vorsicht nichts passiert war, konnten wir uns dann doch für dieses nur 39 Minuten dauernde Abenteuer begeistern. Der Einstieg durch den Kanal war super. Schade, das man nicht nur diesen Teil buchen kann. Trotzdem haben wir noch einiges dazugelernt. Ich werde, wenn ich die Handschuhe schon in den Taschen habe, diese vor dem Tauchgang auch anziehen. Ganz wichtig: Die teure Kamera bekommt einen Haken, mit dem man diese am Jacket für weitere Vorfälle sichern kann. Das Problem mit dem über das Riffdach und durch den Kanal ablaufenden Wasser haben wir deutlich unterschätzt. Nur zwei Stunden später -bei Ebbe- wäre dies ein problemloser Tauchgang gewesen.

 

El Kahaf
Auf unserer Suche nach einem weiteren Riff mit Haien haben wir zwei Trips nach El Kahaf unternommen. Dieses Riff wird durch einen Einschnitt im Riffdach betaucht und bietet unter Wasser ein von Einschnitten, Höhlen und Kanälen mit vielen Sackgassen geprägtes Revier. Auch bei einem Wiederholungstauchgang bietet es viel Abwechslung. Im tieferen Bereich findet man zahlreiche feuerrote und bis zu 3m lange Peitschenkorallen sowie auf 10 Meter eine riesige Salatkoralle.

Wer glaubte, daß die Kommunikation unter Wasser eine Gruppe von Taucherinnen behindern würde, sah sich getäuscht.

Den Beweis, ohne Worte aber mit vielen Blasen, kann man auf den folgenden Bildern bewundern.

Die, dank der Schwerelosigkeit artistisch perfekt vorgeführte dreier Pyramide hat so manche Taucherbrille geflutet. Selbst die Fische haben sich angeblich vor Lachen den Bauch mit den kurzen Stummelflossen gehalten . Nur der Foto-„Hai" hat sich angeblich, vermutlich wegen dem Dreier, genießerische über die Zähne geleckt.

Daß der "versprochene" Hai beim ersten Tauchgang wunderschön in seiner Höhle „schnarchte", aber die Kamera nicht wollte, und beim zweiten Mal die Kamera dann doch wollte, aber der Hai was anderes vor hatte, ist eine andere Geschichte.

Der gewöhn- liche Igelfisch Diodon hystrix „fliegt" wie ein UFO im All vorbei. Trotz seiner Größe von fast 70cm ist er sehr schreckhaft und läßt uns nicht näher an sich heran. Sein Gebiß steht markant hervor und sieht aus wie ein großer Zahn.
Eine Seltenheit war dann der nur 10 cm große Papgeienfisch. Der Schnabel mit seiner typischen Form ist schon deutlich zu erkennen.

Die Einschnitte mit großen Sandflächen und beständiger Strömung bieten den Anemonen gute Wachstumsbedingungen. Wir konnten bei nur einem Tauchgang drei verschiedene Varianten bewundern.

Die Clownfischfamilie war wie immer wachsam und sofort in Verteidigungsstellung. Ihre "Burg" wurde gegen alle Feinde (z.B. Fotofische) ohne Angst verteidigt. Glücklicherweise sind die Bisse nicht schlimmer als ein Zwicken und somit für den Fotografen auszuhalten.

Anemonenfische leben ausschließlich in Symbiose mit den Seeanemonen. Eine Eigenheit der Fischfamilie ist der Geschlechterwechsel zwischen Männchen und Weibchen.  Das größte Weibchen ist

der CHEF der Familie, und sollte dieses sterben, übernimmt das stärkste Männchen diese Rolle und wechselt auch noch umgehend sein Geschlecht.

Da haben wir Homo Sapiens durch unsere Evolution ja gerade noch `mal Glück gehabt!

 

 

Serib Soraya

Serib Soraya hatte auch sehr schöne Hart und Weichkorallen, war jedoch nicht so stark bevölkert wie die anderen Riffe.

In der Tiefe von 30 Metern konnten wir einige vollständig bewachsene Korallenstöcke aufspüren. Großfische gab es jedoch leider