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Tauchplätze Ägypten El Quseir - allgemein
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| Anfahrt/Anreise: | Günstig per Flieger über Marsa Alam |  | |
| Örtlichkeit/Einstieg: | Super vom Steg auf dem Hotelgelände (Flaschen und Blei werden vom Personal bis zum Einstieg gebracht - kostenfreier Service!) |  | |
| Wasser: | Salzwasser | Erreichbarkeit: | Boot und Lang-TG |  | |
| Max. Tiefe: | 40 | Schwierigkeit: | Anfänger-TG |  | |
Wrack-TG | Strömung |  | |
Höhlen-TG | Bergsee |  | |
| Füllmöglichkeit: | Marinas Basis im Hotel |  | |
| Tauchregulierung: | Gute abgestimmte Planung und Übersicht im Interesse der Sicherheit |  | |
| Notruf/Kammer: | Basis im Hotel. Zu den außerhalb der Basis angebotenen realisierten Aktivitäten wurde immer ein Notfallkoffer (Sauerstoff) mitgeführt. Nächste Deko-Kammer ca. 120 km in Hurgada. |  | |
| Letzte Änderung: 28.04.2006 | Hier klicken um die Daten zu ändern |
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 Folgende Sichtweiten-Einträge sind mit diesem Eintrag verknüpft: EL Quseir (26 Meldungen - zuletzt vom 22.05.2008) |
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Datenbank - Tauchplätze - Ägypten - 11 Berichte zu diesem Eintrag!
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El Quseir - allgemein geschrieben am 07.04.2008 von Michael [FW + PaDI DM, 200 TG] |
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Hallo Tauchgemeinde... Heute möchte ich mich bei Sub-Aqua für einen tollen Tauchurlaub bedanken. Letztes Jahr war ich zum ersten mal im Utpia zu Gast, auch da war ich schon begeistert vom Hausriff und auch vom Subaqua Team. Daher hat es mich nochmals dorthin verschlagen. (bestimmt auch nicht zum letzten mal) Das Team von Subaqua wurde ja vor kurzem fast komplett ausgetauscht aber ich muss sagen das ALLE superfreundlich und hilsbereit sind. Egal was für Sorgen und Wünsche man hat es ist immer jemand für einen da. Das Tauchen war klasse auch wenns mit den Delfinen nicht geklappt hat... Dafür hat mein Liebling Hr. Napoleon sich öfters Zeit für meine Freundin und mich genommen und so für schöne Bilder gesorgt. Wir haben sonst noch Riesenmüränen, graue Müränen, Oktopusse, Fledermausfische, große Barakudas und Thunfische, Zackis und und und... gesehen. Korallenbestand sehr schön,- und auch beim Schnorcheln viel abwechlsungsreicher Fisch. Hotel (Utopia) find ich vom Preis Leistungsverhältnis einfach prima. Saubere Zimmer, lecker Essen, supernettes Personal kurzum ich komme wieder. Auch nach dem 5 Urlaub in Ägypten wirds dort einfach nicht langweilig. Danke an Volkmar, Erbse, Anuschka, Taki, Haroon, Ali, Gerald, Yasser und alle anderen.... Grüße von Michael und Steffi              
Bewertung :
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Haben vom 02.05.2006 bis zum 22.05.2006 unseren Tauchurlaub in El Qusier verbracht. Das Fazit vorneweg: Kein allzu großer Unterschied hinsichtlich Bewuchs und Fischbestand zu anderen ägyptischen Spots wie Hurghada, Safaga, Sharm El Sheikh u.a.. Leider sind wir Taucher als Massenphänomen auch an diesem südlichen Ort nicht spurlos vorbeigegangen. Der Spot ist allerdings durchaus abwechslungsreich; vor allem lassen sich die Tauchgänge unterschiedlich gestalten (Tagesfahrt mit Tauchboot, Zodiak-Fahrten, „Zu-Fuss-Einstiege´, Tagesausflüge nach Elphinstone) und ist daher sehr flexibel. Ideal für Leute, deren Partner nicht tauchen und die nicht jeweils ganze Tage auf den Urlaubsbuddy verzichten wollen. Aber auch hard-core-Taucher kommen auf ihre Kosten. Das Hausriff bietet jeden Tag Abwechslung, wenn auch nicht jeden Tag Dramatisches zu beobachten ist. Langweilig wird es aber auch in drei Wochen nicht, weil wirklich ausreichend groß und sehr unterschiedlich betauchbar. Während unseres Aufenthaltes gab es aber immerhin Oktopusse, Napoleons, in allerdings selteneren Fällen auch mal Adlerrochen und vereinzelt Weißspitzen-Riffhaie. Aus meiner Sicht besonders empfehlenswerte Spots: Fugani und Serib Kebir (jeweils mit Tauchboot zu erreichen), außerdem sollte man sich trotz der Zusatzkosten Elphinstone gönnen (Hier begegnete uns beim Abtauchen schon ein Manta mit ca. 4,5 m Spannweite, danach mehrere Weißspitzen-Riffhaie und stattliche Napoleons) . Recht uninteressant erschien uns dagegen Tachtoni, Fische stellten sich nur in kleiner Anzahl im uninteressanten Riff ein. Das Hotel: Unsere Unterbringung im Pensee-Hotel war in Ordnung. Wie das daneben liegende Schwesterhotel Utopia ist es ein typisches Taucherhotel. An gelegentlich in Plastikbechern dargereichten Drinks sollte man sich nicht zu sehr stören. Das all-in Paket war völlig in Ordnung, die Zimmer wie die Anlage sauber, das Personal immer äußerst um den Service bemüht. Reklamationen (kam nur einmal wegen eines verstopften Wasserablaufs vor) wurden prompt erledigt, Sonderwünsche (mehr Bügel) wurden schnell erfüllt. Von der typischen und hier oft monierten Anlagenbewässerung mit Abwässern wurden wir kaum gestört: Am Nachmittag sehr kurze und auf wenige Stellen beschränkte Geruchsbelästigungen. Wer schon einmal beim Gemüseweltmeister Holland zu Gast war hat deutlich Schlimmeres erlebt. Das Essen war auch in Ordnung, die Auswahl immer reichhaltig mit dem üblichen Büffet. Dass nach drei Wochen etwas Eintönigkeit aufkommt, ist wohl nicht ungewöhnlich. Vorteil: Gäste des Pensee können das Schwesterhotel Utopia nutzen (und umgekehrt), was etwas mehr Abwechslung bringt. Baulich gefiel uns die Utopia-Anlage wegen ihres eher arabischen Stils besser, aber das ist reine Geschmacksache. Alles in allem: Ein gutes Hotel bei sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Basis: Aus meiner Sicht wäre alles andere als ein uneingeschränktes Lob für die Sub-Aqua-Basis im Utopia unfair. Die Basis wird äußerst professionell von Detlef und Silke geführt. In 6 Jahren Tauchen habe ich noch keine Basis erlebt, in der das gesamte (!!) Personal so intensiv um die Gäste bemüht ist. Als ich mal meine Maske verbummelt hatte, wurde unter eigenhändiger Mitwirkung des Chefs die gesamte Tauchbasis mehrfach umgekrempelt, bis sie wieder da war (nochmals vielen Dank an Detlef und die anderen vom Turnbeutelvergesser!). Unaufdringlich, aber höchst aufmerksam und immer präsent wird einem beim Auf- und Abrödeln geholfen, das Team nimmt einem jeden nur möglichen Weg ab. Pressluft- und Nitrox-Flaschen sind immer in ausreichender Anzahl präpariert, Wartezeiten (z.B. bei den Zodiak-Ausfahrten und beim Pick-up-Transfer dorthin) sind nicht angefallen. Der Ablauf ist absolut reibungslos, die Basis und die Ausrüstung tip-top in Ordnung. Sehr persönliche und angenehme Atmosphäre. Es fehlt zwar noch die Kuschelecke für das Deko-Bier. Die wird aber gerade aufgebaut, bis dahin hat man auf den verschiedenen Terassen der Hotels aber auch ausreichend Gelegenheit für das Taucherlatein. Die Preise sind fair, die Abrechnungsmodalitäten transparent. Keine Spur von den mancherorts festzustellenden Abzockereien. Über den obligaten Checktauchgang kann man natürlich wie immer trefflich streiten, die pro und contra-Argumente sind aber hinreichend bekannt, also lassen wir es hier. Uneingeschränkt eine echte Premium-Basis!! Sonstiges: Wer sich (wie ich bisher!) auf sein Plastikgeld verlässt, ist im Süden Ägyptens verlassen. Zwar kann man mit verschiedenen Kreditkarten (außer American Express) bezahlen, nicht aber mit EC-(Maestro-)Karten. Klappt die Bezahlerei mit Kreditkarte aus irgendeinem Grund nicht, geht die Hetzerei los. Einen Geldautomaten gibt es nur in El Qusier (20 km Fahrt) und auch dort ist er im Innern eines Bankgebäudes nur zur Öffnungszeit der Bank erreichbar (Geldsaugen während eines abendlichen Bummels ist nicht). Also: Entweder mit verschiedenen Karten ausrüsten oder, noch besser, mit ausreichend Barem anreisen. Es kann überall problemlos mit Euronen bezahlt werden, man bekommt sogar das Wechselgeld in vertrauter Währung. Hinsichtlich der Boote kann ich die (früher vielleicht berechtigte) Kritik nicht bestätigen. Ich hatte drei Tagesausfahrten mit verschiedenen Booten, die technisch in Ordnung und in einem guten, wenn auch nicht überragendem, Pflegezustand waren. Fazit: Sehr abwechslungsreiches Tauchrevier, gute Unterbringung und eine Tauchbasis der Spitzenklasse. Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Unbedingt einen oder mehrere Aufenthalte wert. Fünf statt sechs Flossen, weil die ganz großen Aufregungen (Großfische, atemberaubende Korallengärten) doch eher spärlich waren. Vielleicht hat aber der Nächste schon mehr Glück!!
Bewertung :
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El Quseir - allgemein geschrieben am 28.04.2006 von Eckard Bach [PADI AOWD, 54 TG] |
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El Quseir - allgemein geschrieben am 12.03.2005 von Mantaandreas [PADI MSCD, 180 TG] |
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2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Reisebericht Mövenpick Ressort El Quseir vom Dezember 2004 Wer einmal eine Reise tut, der kann was erzählen..........vor allem wenn er mit Kleinkind reist ! Dieser Satz birgt viel Wahrheit in sich und hat oft schon einen negativen Beigeschmack, denn immer häufiger fangen Reiseberichte damit an, dass die gebuchte Anlage ganz anders aussah, die Photos im Katalog wohl geschönt sein, neben den Zimmer statt dem Meer in Wahrheit ein Baustelle für Lärm gesorgt hat und der Strand schon morgens durch Handtücher zugedeckt ist etc. und für die kleinen Gäste keine geeigneten Möglichkeiten gegeben sind, sich austoben zu können. Wer mit dem Nachwuchs in Urlaub geht, der weiß, dass Erfolg und Erholungswert der Reise unweigerlich an das Wohlbefinden des Sprösslings gekoppelt sind. Und hier den richtigen Ort mit den richtigen Möglichkeiten zu finden, ist schon sehr schwierig, gerade dann, wenn es sich um ein Kleinkind mit eineinhalb Jahren handelt. Wenn dann die beruflich gestressten Eltern sich am Tag die ein oder andere Kinderlose Auszeit für die eigenen Erholung gönnen wollen und sogar noch vom Roten Meer als Tauchrevier profitieren wollen, dann sind die meißten Anbieter vor unlösbare Probleme gestellt. Nicht so im Mövenpick Resort in El Quseir. Hier darf sich der Kunde zu Recht als König fühlen und bereits in der Planung im Vorfeld der Reise fangen Service und Dienstleistung schon an: Das Management des Hotels und auch des KindsClubs stehen für alle Fragen besorgter Eltern jederzeit zur gerne Verfügung, geben Tipps und fragen auch schon nach wichtigen Details, noch bevor man überhaupt einen Fuß auf Ägyptischen Boden gesetzt hat. So können bereits viele Bedenken zuhause gelassen werden und man reist entsprechend unbeschwerlicher an. Das Mövenpick Ressort ist ein optimaler Ort, um die Seele baumeln zu lassen, ein herrliches Hausriff zu betauchen und sich rund um verwöhnen zu lassen, doch der Reihe nach: ANKUFT / ALLGEMEINES Ankunft in Marsa Alam am Flughafen. Nanu, irgendetwas ist hier doch völlig anders ? Ja, die Hektik des teilw. überlaufenen Flughafens in Hurghada ist hier nicht zu spüren und weder bei der Gepäckausgabe noch bei den Viusaformalitäten ereilt einen das Gefühl von Streß und Hektik. Sofort steht such ein Ansprechpartner des entsprechenden Reiseveranstalters zur Verfügung und geleitet einen zum entsprechenden Bus, wo es dann auch gleich Fruchtsäfte und Trinkwasser für die Gäste gibt. Dann erfolgt der Transfer zum Hotel und dort angekommen, kann man wirklich fast alle Verantwortung und Arbeit an der Pforte abgeben. Die zuständige Empfangschefin erzählt bei einem Begrüßungsdrink (den es übrigens gleich auch für die kleinsten gibt) alles Wissenswerte zum Ressort ohne eine Informationsflut loszubrechen. Alles sehr ruhig und entspannend. Gepäck wird selbstverständlich mit lautslosen Elektrofahrzeugen zu den Appartements gebracht und dann unsere Tochter schon etwas müde war, wurden auch wir zu unserem Appartement gefahren. Das mitgebrachte Tauchgepäck wird übrigens gleich zur SUBEX-Basis gefahren, die über einen schöne Bucht mit Sandtrand in wenigen Minuten erreichbar ist. Ups, und dann klingelt im Zimmer angekommen auch schon das Telefon. Susi, die Managerin vom Kidsclub fragt, ob alles bei der Anreise geklappt hat, ob der Fläschchenwärmer und der Wasserkocher auch im Zimmer sind, das Kinderbett okay ist und wie es denn der Kleine geht. Man verabredet sich für den nächsten Tag und erneut klingelt das Telefon: Die Tauchbasis fragt, ob wir gut angekommen sind, irgendwelche Wünsche haben und wann wir denn mit dem Tauchen beginnen wollen. Auch hier ist nichts von Streß und Hektik zu spüren. Spätestens am nächsten Morgen nach dem ersten Aufwachen ist es klar: Das ist kein Traum, das ist Urlaub PUR ! Je nach Lust und Laune kann man nun das Frühstück vom mehr als reichhaltigen Buffet im Freien oder auch in der Orangerie zu sich nehmen. Für Kinder ist übrigens auch alles da. Angefangen von einer ausreichenden Zahl an Kinderstühlen über alle gesunden Leckereien, die ein gutes Frühstück ausmachen. Und spätestens jetzt fällt auf, wie kinderlieb das ganze Personal OHNE Ausnahmen ist – echt toll. Wertsachen können übrigens im Safe ohne Aufpreis untergebracht werden und ich kann nur jedem raten, dies zu tun. Nicht etwa, weil geklaut wird, nein, einfach nur, um einen Streßfaktor weniger in Urlaub zu haben. Die Flugtickets und Ausweise braucht ja wohl wirklich niemand während des Urlaubs. DER KIDS-CLUB: Wie eingangs schon erwähnt steht und fällt ein Urlaub, bei dem sich die Eltern - zumindest stundenweise – auch Urlaub vom Erziehen nehmen wollen, mit der Qualität der Kleinkinderbetreuung. Susi, die Kids-Club-Managerin, mit der wir ja schon im Vorfeld kommuniziert hatten, lässt keinerlei Wünsche offen. Von Anfang an zeigt Sie, dass sie es drauf hat. So liebe- und verantwortungsvoll mit einem fremden Kind umzugehen ist wirklich sehr professionell und so haben wir die Gewissheit, dass unsere eineinhalb Jahre alte Felina hier in den allerbesten Händen ist. Tipp an alle Eltern: Nehmt im Vorfeld bereits mit dem Kids-Club und Susi Kontakt auf, denn ein so guter Ruf verursacht natürlich eine große Nachfrage und ruft begrenzte Kapazitäten hervor. Sprecht in Ruhe Eure Vorstellungen und Zeitwünsche durch, Susi macht’s möglich Susi und Samira vom Kind-Club schaffen es problemlos, den Kindern ein tolles, abwechslungsreiches Programm zu bieten und dabei mehrere Altersgruppen gleichermaßen zu begeistern. Angefangen von den Räumlichkeiten, tollen Spielplätzen – übrigens auch am Strand - , sinnvollem Spielzeug über Malen, Kneten, Kochen, Umgang mit Tieren, dem Kennenlernen von Meer, Sand und Strand bis hin zum gemeinsamen Essen kann man sich 100% sicher sein, sein Kind in die besten Hände gegeben zu haben. So kommt natürlich auch Eifersucht auf, wenn das Kind schon am zweiten Tag nach „Schuschi“ und „Schamia“ verlangt....... Das komplette Resort ist übrigens absolut babyphone-tauglich, was gerade auch abends entsprechende Freiheiten für die Eltern bietet, die ja nicht unbedingt schon um 19.00 Uhr im Bett sind. Ebenso wohltuend ist es für die Eltern, daß wirlich ausnahmslos ALLE Beschäftigten im Resort sehr kinderlieb sind und wissen, daß die Hosenscheisser von heute vielleicht dann die Gäste von morgen sein können. Echt super und toll, wie man hier auf Kinder zugeht und mit Kindern umgeht – 1+ + + + !!!!!! TAUCHEN MIT SUBEX AM HAUSRIFF: Der für die Eltern so geschaffene Freiraum ermöglich tauchbegeisterten Eltern, trotz Urlaub mit Kleinkind ein Abtauchen am hauseigenen unter Naturschutz stehendem Riff. Die an das Mövenpick gekoppelte Tauchbasis SUBEX ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Kunde König ist: Freundlichkeit, Lockerheit aber nie zu Lasten von Sicherheit und Naturschutz an einem Top-Hausriff – das macht SUBEX aus. Die Tauchbasis und das Resort sind lediglich durch einen ca. 300 Meter langen hoteleigenen Strand getrennt und so kommt schon beim täglichen Gang zur Basis die entsprechend gute (Ein-)Stimmung auf. Hier gleich ein Tipp an aller Taucher: Laßt Eure Ausrüstung und alles Gerödel kostenlos vom Hotel direkt zur Basis bringen und versucht, während Eures Aufenthalts die meißten Sachen auch in der Basis zu lassen, denn den täglichen Marsch mit Gerödel stelle ich mir lästig vor. Zumal es in der Basis ein Schließfach für jeden gibt und so auch Computer, Photo o.ä. problemlos dort gelassen werden können. Am Ende des Urlaub wird übrigens das ganze Zeug wieder zurück ins Hotel gefahren. Nach dem persönlichem Hallo erfolgen ersteinmal die üblichen Formalitäten (Boxzuteilung, Rundgang, Formulare etc.). Natürlich kann man hier auch alles nach dem Nachwuchs ausrichten und Programmänderungen etc. p.p. sind zu keiner Zeit ein Problem. Egal, welches Brevet und welche Anzahl an Tauchgängen man vorweisen kann, es erfolgt FÜR ALLE ein obligatorischer Welcomedive mit Guide, der Voraussetzung für das weitere Tauchen am Hausriff ist. Nicht selten kommt es hierbei vor, daß vermeindliche „alte Hasen“ mit mehreren hundert Tauchgängen nach dem Check-Dive nur geguided ins Wasser dürfen, weil Sie eben nicht tarieren können o.ä. Beim Welcome-Dive also werden wirklich nochmals die Grundfertigkeiten (Wechselatmung, Masse ausblasen, Tarieren etc.) gecheckt UND DAS IST GUT SO. Schließlich handelt es sich um ein Top-Naturschutzhausriff und das soll auch so bleiben !!!!! Damit es nicht zum gefürchteten Rudeltauchen kommt und die Natur unter „Übertauchen“ leidet, dürfen übrigens am Hausriff pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Tauchern unter Wasser und daher muß man sich in aushängende Listen eintragen, damit das organisatorisch handlebar bleibt. Tja, und nach dem Welcome-Dive kann man dann nach Lust und Laune Tauchen und es ist wirklich erstaunlich, daß selbst nach dem x-ten Tauchgang am Hausriff keine Langeweile aufkommt. Fairer Weise muß man dazu sagen, daß reine Großfischliebhaber hier nicht auf Ihre Kosten kommen werden, obwohl wohl auch ab und zu schon Delphine die Bucht besucht haben. Aber ansonsten gibt es hier wirklich für jeden etwas zu sehen. Erreichen kann man das Hausriff über einen Steg, der vor der Basis weg geht hin zu einer Plattform und somit einen Einstieg direkt am Beginn des Riffs ermöglicht. Von hier aus kann man dann Riff rechte oder linke Schulter tauchen oder auch direkt in der Bucht bis auf 40 Meter Tiefe einige Felsblöcke und die Hausmuräne betauchen. Die Tiefen bewegen sich zwischen 5 und 45 Metern, es gibt’s Höhlen, einen Korallengarten, verschiedenste Spots und an Fischen eine unglaubliche Vielfalt und Farbenpracht, die einen auch ohne Mundstück sprachlos machen. Wer es leid ist, immer von der Plattform aus zu starten, den bringt ein Zodiac gegen ein kleines Trinkgeld an die Außenstellen am Riff, so daß auch One-way-dives möglich sind. Wem trotz alle dem das Hausriff zu eng wird, der kann mit SUBEX auch verschiedene Halbtages- und Tagestouren unternehmen. Abends kann man übrigens auch direkt an der Basis den Tag ausklingen lassen. Auch hier befindet sich eines der Resort-Restaurant, wo man Essen a la card, Eis und Getränke ordern kann. Ab und zu findet dort auch ein Beduinenabend statt, wo neben einheimischen Essen auch Bauchtanz und einheimische Musik geboten werden. Wir waren selbst nicht dort, haben aber nur Gutes und Begeisterung darüber gehört. Mehr Infos rund um die Basis, Preise und Angebot findet man unter www.subex.org Ein Top-Team, die den Kunden im Mittelpunkt sehen und auch hier versuchen, alles möglich zu machen, um ein Maximum an Erholung und Tauchspaß bieten zu können. Auch hier wieder ein wichtiger Tip: Bitte setzt Euch auch bereits im Vorfeld Eures Urlaubs mit SUBEX in Verbindung und laßt Euch vormerken, damit Ihr auch gesichert ins Wasser könnt. Wie oben bereits angesprochen, ist die Anzahl an Tauchern pro Tag begrenzt, was auch vom SUBEX-Team konsequent durchgesetzt wird, uns das zu Recht !!!!!! DAS MÖVENPICK-RESORT: Die Zimmer/Bungalows sind geräumig und ansprechend gestaltet. Eine kleine Terasse/Balkon bietet die Möglichkeit, den Sonnenuntergang zu bewundern, ein Buch zu lesen, Klamotten zu trockenen oder einfach nur das Rauschen des Meeres zu genießen. Ein großes Doppelbett, ein Tisch und Stühle, ein Fernseher und diverse Ablagemöglichkeiten runden den Wohnraum ab. Auch das zur Verfügung gestellte Kinderbett engt nicht sein. Das Bad ist ebenfalls sehr geräumig und sehr sauber. Selbstverständlich werden die Zimmer täglich sehr gründlich gereinigt und immer steht eine frische Flasche Wasser und auch Obst kostenfrei parat. Darüber hinaus – so unsere Erfahrung – kann man sich mit jedem Wunsch vertrauensvoll an das Management wenden und es wird alles Mögliche und teilweise auch Unmögliche getan, um dem Wunsch des Gastes gerecht zu werden. Bezahlt werden kann übrigens während des Aufenthaltes alles immer gleich cash, mit allen Karten oder erst am Schluß des Urlaubs, denn es reicht aus, mit Zimmernummer und Unterschrift die Rechnungen in allen Bars, Restaurants und Shops zu begleichen. Die Außenanlagen des Ressort sind sehr ansprechend und alle Einrichtungen des Hotels gut ausgeschildert erreichbar. Der aktive Sportler kann im und um das Ressort nahezu jede Wasser- und Landsportart (Tennis, Ballsport, Squash, Reiten, Surfen, Segeln....) ausüben und auch Wellness mit Sauna, Whirlpool, Massagen etc. können nach Vereinbarung in Anspruch genommen werden. Besonders erwähnenswert sind die eigens für Familien eingeräumten Whirlpoolstunden, in denen gegen Voranmeldung ausschließlich Familien mit (Klein-)Kindern das Spa nutzen dürfen. Ebenfalls im Resort befindet sich eine Reitanlage und vonh hier aus können Wüstenritte unternommen werden. Übrigens sind hier auch Kamele verfügbar, auf denen man über den Strand oder sonstwohin reiten kann. Mountainbikes, Quads und Jeeps rundem das „Outdoor-Adventure-Wüste“ ab. Ein paar Meter vom Resort entfernt steht ein einzelnes Haus in dessen Gemäuer ein Freilichtkino eingebettet wurde und hier finden regelmäßig Filmvorführungen oder Discos statt. Come and feel free................ Der feine Sandstrand liegt mit einer Länge von ca. 300 Metern zwischen der Hotelanlage und dem Resort und ist über eine Treppe erreichbar. Mit den hoteleigenen Strandtüchern, die es kostenlos gibt, können die ebenfalls kostenlosen Liegen, Schirme und Windschutze in Anspruch genommen werden und man findet an sich auch immer ein freies Plätzchen. Das Personal ist an sich dazu angehalten, dem „Touri-Syndrom“, Liegen mit Handtüchern bereits vor Sonnenaufgang zu belegen und dann mittags für eine Stunde an den Strand zu kommen, in der Form zu begegnen, daß alle so offensichtlich postierten Handtücher wieder entfernt werden. Das steht zwar auch auf einem Schild, die Praxis sieht dann aber doch etwas anders aus. Ich als Personal würde mich da auch nicht trauen, etwas wegzutun und mir dann den Urlaubszorn der Handtuchbesitzer einzufangen. Da es sich ja bei dem Hausriff und ein Naturschutzgebiet handelt, wird auch peinlich genau darauf geachtet, daß sich keine Schwimmer dem Riff nähern und daher gibt es eine Art „Schwimmzone“, die eben nicht verlassen werden darf. Auch die verschiedenen Pools der Anlage sind mit Liegen und Schirmen ausgestattet und hier gilt selbiges wie auch am Strand. Überall übrigens, wo sich Gäste in die Sonne oder den Schatten legen, wird den ganzen Tag über frische Obst gereicht, Datteln, Melone, Erfrischungstücher bis hin zum Handelsblatt und der Bildzeitung (wer’s braucht..........). Essen im Resort Das Ressort verfügt über mehrere Restaurant, die – je nach Buchungsumfang - entweder Buffet-Menues oder ein Essen a la Card (gegen geingen Aufpreis) anbieten. Hier ist wirklich für JEDEN Gaumen etwas dabei und auch hier werden jegliche machbaren Sonderwünsche erfüllt. Es ist immer von allem etwas dabei und auch die Aktion-Küche kann jeden Abend mit frisch zubereiteten Gerichten aus Wok, vom Grill o.ä. aufwarten. Je nach Lust und Laune kann man Frühstück, Mittag- und Abendessen vom mehr als reichhaltigen Buffet im Freien oder auch in der Orangerie zu sich nehmen. Für Kinder ist übrigens auch alles da. Angefangen von einer ausreichenden Zahl an Kinderstühlen über alle gesunden Leckereien. Für die Eltern mit Kindern hat es die Kidsclub-Managerin Susi in Bezug auf das Abendessen zur festen Einrichtung gemacht, daß Familien schon immer eine halbe Stunde vor der regulären Öffnung des Restaurants ihre Kleinen versorgen können. Somit ist können die etwas früheren Schlafenszeiten der Youngster auch im Urlaub beibehalten werden und man kann sich in aller Ruhe um den Nachwuchs kümmern und dann ggfs. Später nochmals „kinderlos“ mit Babyphone bewaffnet Essen gehen. Außertourlich (also außerhalb des gebuchten Rahmens) Essen gehen ist auch kein Problem und an sich auch günstig. Auch hier findet jeder Erwachsenen- und Kindergaumen immer etwas. Angefangen von Burger mit Pommes über frische Holzofenpizzen bis hin zu frischen Salate und Fish as fish can be ! Zusätzlich befindet sich ein paar Meter außerhalb des Resorts eine Beduinenfestung (also ein paar Zelte), wo man ab und zu in einheimischen Ambiente local food zu sich nehmen kann und direkt an der Brandung einen leckeren Berber-Tee schlürfen kann, dem ja eine aphrotisierende Wirkung zugesprochen wird...........ausprobieren und genießen ! Fazit: Veni – vidi – vici ! Besser kann man es wirklich nicht formulieren, denn wer hier kommt und sieht, der hat wirklich gewonnen und kann sich getrost darauf verlassen, daß er einen Urlaub der Superlative vor sich hat. Ein dickes Lob an das Management (und Grüße von Felina.....hihihi) und alle Angestellten, den Kids-Club und natürlich Susi (ein dicker Schmatz von Felina und den Eltern) und Samira (NEIN.....aber auch ein dicker Schmatz von uns allen) und das SUBEX-Team. Special Dank an Robert Wilpernig von Wirodive, der uns eingebucht hat. Wir kommen wieder !!!!!!!! Felina, Gudrun Andreas  Family ante Portas ....und ab zu SUBEX Das Hausriff Der Weg ins Wasser ...und ab geht´s... Ein Traum vor der Haus- und Hoteltüre Fisch Ahoi !!!!! Ein Redsea-Walkman - sehr selten ! ..sieht echt komisch aus.... Sandröhrenaale auf 35 Meter Kuck mal, wer da kuckt ! Ist doch besser als in der Suppe !!! Begegnungen der anderen Art Felina on tour...... ....und ab zu SUBEX
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El Quseir - allgemein geschrieben am 30.06.2003 von Wolfgang [cmas bronze, 36 TG] |
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El Quseir - allgemein geschrieben am 19.06.2003 von uschi [cmas, 25 TG] |
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4 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.
an alle ägyptenfans! wir waren 14 tage im akassia swiss resort.das hotel hat eine hervorragende lage und einen beeindruckenden baustiel-fast alle zimmer haben eine kuppel,die rezeption eine rißige!! das divingcenter unter leitung von andy kraus ist super!!!!man hat richtig urlaub, da nichts mit steress und hektik geht.ein reeless feedback nach dem tauchgang war mir sehr wichtig, da ich noch total am anfang bin, und somit viel gelernt habe!die jungs hatten viel geduld mit mir!hier nochmals meinen dank an sie!!!! das tauchrevier(hausriff)ist für einen anfänger etwas schwierig, da es gleich an der steilküste auf ca.60-70m runter geht,dafür sieht man aber super tolle fische z.b. adlerrochen,schildkröten usw sind keine seltelheit. selbstverständlich gibt es einen steg über den man auch zum schnorcheln ins wasser geht.somit kann man auch bei stärkerem wellengang tauchen,schnorcheln sollte man dann allerding lieber lassen! natürlich kann man jeepfahrten machen, da gehts dann gemütlich vom stand aus rein.bootsfahrten weden vom benachbarten hotel-utopia-angeboten, man wird mit dem jeep zum boot gebracht.man braucht sich nur darum zu kümmern, dass alle sachen auf den jeep kommen,die jungs bringen alles aufs boot,d.h.man hat nichts zu schleppen!!!!! für mich war es ein super tauchurlaub,ich kann mir vorstellen in dieses hotel,wegen dar tauchbasis nochmal zu gehen!allerdings nicht mehr mit allinclusive(gab fast täglich stress wegen der getränke-was uns zusteht oder nicht, wasser war rationiert bzw gabs nur in gläser!mußten dann bei tagesausflügen wasser kaufen!ist nicht teuer aber ärgerlich,da wir ja schon ne menge für ai bezahlt haben!)
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El Quseir - allgemein geschrieben am 25.01.2002 von Karsten |
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25 von 28 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 13 von 17 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Tütenquallen im Mützenmeer Wie immer im Januar zog es meinen Tauchpartner und mich in die Sonne. Ausspannen vom nassen und trüben Winterwetter und das Logbuch mit einer Unmenge von Tauchgängen füllen - das waren die treibenden Kräfte. In diesem Jahr führte uns die Sehnsucht nach wärmeren Gefilden nach El Qusier in Ägypten. Das Hotel Utopia Beach lockte mit einem all-inclusive-Angebot und einer Sub-Aqua-Tauchbasis, die u.a. Non-Limit-Tauchen am Hausriff anbietet. Beides sollte über einen der größten deutschen Reiseveranstalter buchbar sein. So stand es jedenfalls im Katalog von Neckermann-Reisen. Die Realität sah leider anders aus. Wir konnten nur das Hotel und nicht das Tauchpaket buchen. Dank Sub-Aqua war dies aber letztlich kein Problem, ein Tauchpaket extra zu buchen. Der Flughafen Marsa Alam Der Anflug auf den neuen Flughafen in Marsa Alam war spannend. Es ist unserer Meinung nach der bequemste Weg an das Rote Meer zu reisen. Schließlich war es das einzige Flugzeug an diesem Tag und vielleicht auch in der gesamten Woche gewesen. Innerhalb allerkürzester Zeit erfolgte die Abfertigung und das „Aufsitzen“ auf die entsprechenden Busse der Reiseveranstalter. Der Flughafen in Hurghada ist um Klassen schlechter. Das Hotel Utopia Beach in El Qusier Das Hotel ist für etwa 500 Gäste ausgelegt – es war lediglich mit ca. 25 Personen ausgelastet. Es ist ein Standardhotel, welches im Hinterland nichts zu bieten hat. Man sollte wirklich nur zum Tauchen dort hinfahren. Das Essen ist stets lecker zubereitet und wird in Buffetform dargeboten. Ebenfalls in Form der Selbstbedienung wird die Versorgung mit Getränken gehandhabt. Dies ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Die Zimmer sind freundlich und zweckmäßig eingerichtet. Die Klimaanlage ist ganzjährig in Betrieb, so dass im Winter auch geheizt werden kann. Der Zimmerservice ist kaum spürbar und sehr akkurat. Sauberkeit wird im Utopia Beach großgeschrieben. Die Tauchbasis Die Tauchbasis von Sub-Aqua befindet sich direkt am Strand in den Gebäuden des Hotels. Zur Auslastung gibt es Ähnliches wie zum Hotel zu berichten – sechs Tauchlehrern standen acht tauchende Gäste gegenüber. Man hatte also alle Annehmlichkeiten. Und einen Gästeraum, in dem man sich nach belieben ausbreiten konnte. Die Crew der Basis schien allerdings etwas genervt. Es wurde nur das Notwendigste mit den Gästen besprochen. Die Momente, in denen man ein Lächeln in den Gesichtern der Guides erhaschen konnte, waren an einer Hand abzuzählen. Wohltuende Ausnahmen waren da die Divemaster Silvia Andretti aus Italien und Tom aus Deutschland. Silvia sprach kein Wort Deutsch, war aber stets bereit, mit uns nicht nur über die Tauchgänge sich zu unterhalten. Für Tom gilt genau dasselbe. Non-Limit-Tauchen heißt maximal 4 Tauchgänge am Tag in der Zeit von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Bootstouren sind gegen Aufpreis erhältlich, Nachttauchgängen kosten 25,00 Euro am Hausriff extra. Dass wir trotzdem drei Nachttauchgänge absolvierten, lag am frühen Zeitpunkt des Sonnenuntergangs und der darauf abgestimmten Tauchgangsplanung. Zum Tauchrevier ist zusagen, dass es sicherlich zu den schönsten zwischen Hurghada und El Qusier gehört. Für ausschließliches Hausrifftauchen genügt ein Aufenthalt von einer Woche. Störend wirkten sich während des gesamten Aufenthaltes die „Tütenquallen“ in der Bucht direkt vor der Basis aus. Unzählige Plasttüten sind von Safaribooten angeschwemmt worden. Fast wäre deshalb die Begegnung mit acht Großen Riff-Kalmaren diesem Phänomen zum Opfer gefallen, weil sich die Gruppe dieser scheuen Tiere perfekt in dieser Umgebung „tarnen“ konnte. Unbestätigt blieb aber, dass auch viele Basecaps über Bord gingen, warum das Rote Meer auch das „Mützenmeer“ genannt wird. Beeindruckend waren aber dann doch die Größe, Formen- und Farbenvielfalt der verschiedensten Fischarten und Korallen. Alles ist fast unberührt. Man sollte die Tauchgänge einfach nur genießen. Zu sehen gibt es alles, was in den Riffführer beschrieben ist. Am auffälligsten war eine Gruppe fast handzahmer Fledermausfische direkt in der Bucht, standorttreue Teppich-Krokodilsfische und große Napoleon-Lippfische. Aber auch Schwarmfische wie Großmaul-Makrelen waren zu bestaunen. Um Bilder der Unterwasserlandschaft aufzunehmen, eignen sich am besten die Lagunen im Nord- bzw. im Südriff zur Mittagszeit. Dann sind diese mit Sonnenlicht durchflutet – ein Eldorado für Unterwasserfotografen. Die tauchenden Prominenz Bei acht tauchenden Gästen bleibt es nicht aus, dass man schnell die Prominenten darunter ausmacht. So hielt sich der amtierende rheinland-pfälzische Meister in der Unterwasserfotographie zum selben Zeitpunkt auf der Basis auf. Burkhard Brohl zeichnete u.a. für den Bericht über das Wracktauchen an der Salem Express in der VDST-Verbandszeitschrift SPORTTAUCHER verantwortlich. Aber anstelle anderen Verbandsmitgliedern und Fotoamateuren wertvolle Tipps und Hinweise zu geben, degradierte er in wahrhaft meisterlicher Manier deren Schnappschüsse ab. Fazit Es war ein toller Urlaub und es ist ein lohnendes Ziel für alle diejenigen, die im Urlaub Erholung beim intensiven Tauchen suchen. Ob aber diese für Tauchentraumhaften Zustände beständig vorzufinden sind, bleibt fraglich. Schließlich hörten auch wir von Zeiten, in denen mehr als 200 Taucher die Basis besiedelten....    
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El Quseir - allgemein geschrieben am 25.09.2001 von Hoschi |
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16 von 19 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 10 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Südliche Tauchsafari ab El Quseir vom 08.09.01-15.09.01 Boot: Karim II Hallo Leute, ich mach es kurz und schmerzlos, denn für Romane sind die Buchhandlungen zuständig. Nun denn. Gebucht hatten wir (7 Taucher) über DTI-International auf der Lady Samara (30 m). Flug mit Egypt Air. Nach etwas Verspätung (4 Stunden; defektes Triebwerk) erreichten wir des Nachts endlich El Quseir. Dann gings los! Wo ist das Boot? Kein Boot da? Ah!Da hinten was Erleuchtetes! Karim II? Nö!Haben wir nicht gebucht. Trotzdem mal draufmarschiert und siehe da, der Vera(u)nstalter hatte Safaris zusammen-und umgelegt. Naja! Seis drum! Hauptsache ein Boot und rausfahrn! Die Crew war komplett ägyptisch und der gut Englisch sprechende Tourchef und anscheinende Bootseigner Khaled war nicht da. Also erster Blick auf die Flaschen! INT! Stand in der Reisebeschreibung nicht was von DIN? Mit Händen und Füßen versuchten wir der Besatzung zu erklären:"Wir brauchen INT-Adapter!". Keiner versteht aus! Plötzlich taucht der Maschinist aus den Tiefen des Motorraums auf. Ein Traum! Er hatte die Hände voller INT-Adapter. Na also! Zuletzt noch die Zuweisung der Kabinen! War soweit ok. Riechts hier nicht etwas nach Diesel? Nix für empfindliche Mägen. Naja! Zeugs reinschmeißen! Gerödel verstauen und jut. Aber da jeder sowieso an Deck schläft.Egal! Is ja Safari. Nun gut! Zu den Kabinen sei noch zu erwähnen, daß jede eine Klimaanlage hat und ab und zu auch für Fußbäder (nach einer stürmischen Nacht) gut war. Die Klamotten bekamen dann auch gleich eine Vollreingung. Haben dann danach nach verrottetem Holz gestunken, aber was solls. Brauch doch sowieso nur Badehose! Ansonsten war das Schiff soweit ok. Die Küche war einwandfrei. Kaum einer verspührte Pharao`s Rache. Was zu bemängeln war, war die Tatsache, daß Tee, Kaffee und Gebäck nach den TG`s bezahlt werden mußte, was wir sonst bei Törns am Roten Meer nie mußten. In der Reisebeschreibung war aber auch dies vermerkt (Getränke nach dem Tauchen für umme!). Die Riffe: U.a. Dophin Reef, Elphinstone Reef, Sha`ab Sham, usw.. Highlight war natürlich Sha`ab Sham mit Hammerhaigarantie! Ansonsten waren es teilweise Drop Offs und Steilwände. Also kurzum ok. Was auffiel, daß im Gegensatz zu Hurghada die Fische nicht so erschrocken sind und auch mal auf einen zukommen. Das Ende: Mit Schrecken! Nach dem einwöchigen Törn stellte einer beim Abschrauben seiner 1.Stufe fest: Was ist denn da so dunkel? Einmal mit dem Finger drüber: ÖL! Echt lecker! Nach einer Revision in Deutschland stellten wir fest, daß teilweise frisch vor dem Urlaub überholte Automaten völlig versaut waren! Der Sinterfilter der ersten Stufe war so versaut, daß er irgendwann dann komplett zugemacht hätte! Auf 30 oder 40m macht sich das ziemlich schlecht! War also ziemlich ärgerlich! Die Besatzung hatte den Fehler gemacht während der Fahrt die Flaschen zu füllen, was nicht zulässig ist, denn wenn der Neigungswinkel des Kompressors über 5° steigt, zieht der Kompressor Öl und das wars dann. Außerdem war der Kompressor nicht in dem Zustand wie er sein sollte. Leider konnten wir den Veranstalter nicht regresspflichtig machen, da wir das in El Quseir hätten bemängeln müssen. Also "kurzum"!:o) Wer auf einer Safari First-Class-Comfort erwartet hat da nix zu suchen. Auf einem Boot kanns schon mal stürmisch werden, Sachen kaputtgehen oder in der Kabine nach Diesel stinken. Is ja alles ok! Aber Öl in der Pressluft ist unentschuldbar! Dafür gibts 5 Minuspunkte! Also! Immer kucken, daß der Kompressor in einwandfreiem Zustand ist, sonst kanns evtl. böse enden! Hoschi
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11 von 15 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 4 von 8 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Mit "Made in Germany" aufgewachsen und beruflich mit schweizer
Effizienz und Präzision vertraut, war ich doch überrascht wie
Hotel und Tauchbasis am Rande der Wüste, nur 500km von der sudanesischen
Grenze entfernt, diese Eigenschaften verkörpern. Es war ja nicht unser
erster Tauchurlaub in Ägypten. Wir hatten schon einige Überraschungen
hinter uns, und eines war klar südlicher als El Quesir findet man
die Annehmlichkeiten der Zivilisation noch nicht. Für den Tauchurlaub
-zurück zur Natur- und 14-Tage im Beduinenzelt konnten wir uns allerdings
auch noch nicht begeistern. Als uns im Rahmen einer Incentivereise dann
EL Quesir angeboten wurde, haben wir ohne lange zu überlegen zugesagt.
Die sofort im Internet gestartete Recherche brachte nur positive Berichte
zu tage. Sowohl Tauchbasis als auch das 5-Sterne Mövenpick Hotel werden
perfekt geführt, wurde darin berichtet. Auch die Homepage der Subex-Tauchbasis
war schnell gefunden und enthielt neben der Beschreibung der Basis auch
die Preisliste. Spätestens hier war klar, daß Perfektion immer
ihren (gerechtfertigten) Preis hat. Schon nach wenigen Minuten war uns
klar: Dieses Hausriff ist super fotogen und in einem hervorragenden Zustand.
Schnorchelnd treiben wir im Roten Meer, "alle Viere" von uns
gestreckt und können uns an dem Gewimmel unter uns nicht satt sehen.
Nur wenige Meter vom Steg entfernt tummeln sich so viele Fische wie wir
es selten erlebt haben. Die schon bald untergehenden Sonne erzeugt ein
schönes warmes Licht und zeigt uns mit einer typischen Roten Meer
Sichtweite den Grund überdeutlich. Der Erste Blaupunktrochen wird
schon nach wenigen Minuten bejubelt, aber schon bald sehen wir, daß
es diese, genau wie die Krokodilsfische, in großer Anzahl gibt. Wir
fiebern schon jetzt dem morgigen Tauchgang entgegen. Ja, so lange müssen
wir uns leider gedulden. Trotz der Buchung mit Condor und einem kurzen
Flug am sehr frühen Morgen dauert es dann doch noch drei Stunden bis
wir unser Hotel, das Mövenpick Sirena Beach Hotel in El Quesir, erreicht
haben. Der Transfer vom Airport Hurghada zum Hotel führt uns nach
Süden Richtung Sudan und fast beständig an der Küstenstraße
entlang. Schon direkt hinter Safaga erkennen wir das Saumriff, das für
diesen Teil der Küste typisch ist. Das heutige Riff ist "nur"
einige tausend Jahre alt und auf dem Gerüst eines Ur-Riffs, das durch
einen stark sinkenden Meeresspiegel zerstört wurde, neu entstanden.
Die hervorragenden Sichtweiten im Roten Meer sind durch die mangelnden
Niederschläge an der Küste sowie den seltenen Stürmen begünstigt.
Nur bei hohem Wellengang wird Sand aufgewirbelt, der dann die Sichtweit
auf wenige Meter beschränkt. Der Mangel an Schwebeteilchen begünstigt
zusammen mit dem hohen Salzgehalt und der nahezu konstanten Wassertemperatur
und reichlich Tageslicht das Wachstum der Korallen bis weit unter die 40
Meter Grenze. Die Riffkante ist fast immer zerklüftet und in den wenigen
Buchten entlang der Küste von kleineren Sandstränden unterbrochen.
Bei Ebbe erstreckt sich dieses nur knapp mit Wasser bedeckt nahezu 50 Meter
in das offene Meere, bevor die Riffkante, als Wellenbrecher mit weißen
Schaumkronen, den Übergang in die Tiefe anzeigt. Genau an einer dieser
Buchten und nur wenige Kilometer von El Quesir entfernt befindet sich das
5-Sterne Hotel und die Subex-Tauchbasis. Beide überzeugten unter der
Leitung eines schweizer Managements, trotz der hohen Preislage, durch Service
und Qualität. Die Bungalows sowie der Rest der Anlage waren in einem
hervorragenden (gewarteten) Zustand, und auch Essen und Unterhaltung waren
abwechslungsreich und den Sternen angemessen. Die Tauchbasis besticht schon
beim Check-In durch freundliches Personal und für Ägypten ungewöhnliche
Ordnung. Eine kleine Werkstatt ist ebenso vorhanden, wie das zahlreiche
in gutem Zustand befindliche Leih-Equipment. Der Staff ist für uns
immer ansprechbar und erklärt uns den Ablauf auf der Basis. Neben
den drei Zeitzonen für das Hausriff werden noch Jeep-Safaris zu den
im Norden und Süden liegenden Tauchplätzen angeboten. Ein vor
der Bucht gelagerter Korallenstock kann nur bei bestem Wetter angefahren
werden. Die Basis hat zwar einen Steg über das Riff hinweg zur Riffkante,
aber dort können keine größeren Boot ankern. Die kleinen
Boote sind aber sehr stark wetterabhängig ,und somit finden nur selten
Ausfahrten statt. Für erfahrene Taucher gibt es praktisch keine Limits
in Bezug auf Zeit und Tiefe. Wer kein Anfänger ist und sich sicher
fühlt, kann direkt nach seinem Check-Dive selbständig mit seinem
Buddy losziehen. Die Basis verfügt über reichlich 12 und 15 Liter
Flaschen, die direkt am Steg gelagert werden. Somit kann man den langen
Weg von der Basis zum Einstieg ohne das Hauptgewicht zurücklegen.
Ja, das ist Service!
El Quadim

Es ist selbstredend daß wir nur mit 15 Liter Flaschen tauchten
und damit Tauchzeiten von über 70 Minuten erreichten. Die Bucht mit
dem El Quadim genannten Hausriff besteht aus den beiden Saumriffen im Süden
und Norden und aus einigen Korallenstempeln in der Mitte der Bucht. Die
Tiefen reichen von 5 Meter im Bereich des Stegs bis etwa 30 Meter an der
Riffkante. In der Mitte der Bucht geht es dann schnell von 25 Meter bei
den Korallenstöcken auf über 60 Meter in Richtung offenes Meer
hinab. Die Bucht selbst wird von einem hellen und feinsandigen Sandboden
dominiert, der ein ideales Brutgebiet für Drückerfische ist.
Fast auf allen Tauchgängen begegnen wir Blauen- und Riesendrückerfischen
nicht selten beim Nestbau. Für die Vormittagstauchgänge bietet
sich die linke Seite der Bucht an. Auf dieser Seite gibt es alles, was
das Taucherherz begehrt. Die vielen Einschnitte und die riesigen Feuerkorallen
bieten einer Vielzahl von Lebewesen einen Lebensraum. Von den kleinsten
Schnecken bis zu gewaltigen Makrelenschwärmen ist alles vertreten.
Um nicht den gleichen Weg doppelt zurückzulegen, hat die Basis einen
Shuttleservice eingerichtet. Mit einem kleinen Boot wird man in voller
Montur bis zum gewünschten Punkt am Saumriff gefahren und kann dann
gemütlich und meistens ohne Strömung zum Steg zurückschwimmen.
Die rechte Seite ist nicht ganz so farbenfroh, und je weiter man an die
Außenkante kommt, desto mehr ist es versandet. Trotzdem ist diese
Seite nicht langweilig, denn hier "wohnen" einige kapitale Halbmond-Zackenbarsche.
Diese sind ein perfektes Objekt für den Fotografen, da sie regungslos
und von einem "Fotofisch" vollständig unbeeindruckt an ihren
Stammplätzen stehen. Den schüchternen Fledermausfisch abzulichten
war jedoch ein größeres Unterfangen und bedurfte einer gezielten
"Jagdstrategie". Direkt am Eck und auf etwa 30m findet man eine
wunderschöne Anemone, deren Arme mit einem neon-pinken Saum umgeben
sind. Leider ist es mir nicht gelungen, diese in ihrer vollen Brillanz
auf das Bild zu bekommen. Auch die kleinen Schnecken und Federwürmer
lassen sich ohne ein spezielles Macroobjektiv nicht in voller "Größe"
im Bild einfangen. Bei fast jeder Rückkehr zum Sandbereich vor dem
Steg wurden wir von einem kapitalen Barrakuda, Trompetenfischen oder einem
Schwarm Kalamares begrüßt. Es war selbstredend, daß der
Film natürlich immer voll oder die Flasche vollständig leer waren
und somit von diesem Schauspiel keine Bilder existieren. Schade, Schade,
Schade !!! Schon nach kurzer Zeit hatten wir die optimale Kombination von
Hausrifftauchen und Jeep-Safaris gefunden. Da die Anzahl der Gäste
das Maximum für die Basis erreicht hatten, mußten wir uns schon
zwei Tage im Voraus für die entsprechenden Tauchgänge eintragen.
Dies war natürlich der kleine Nachteil den die (Selbst)-Beschränkung
bei allen Tauchplätzen und am Hausriff mit sich brachte. Für
El Quadim gab es drei Zeitbereiche von je 3 Stunden in denen man seinen
Tauchgang starten konnte. Für die Jeep-Safaris beschränkte sich
die Anzahl der Personen auf das Fassungsvermögen der Jeeps. Für
uns bedeutete dies, daß wir am Vormittag das Hausriff betauchten
um dann bei der zweiten Jeep-Safari um 14 Uhr mitzufahren. Daß wir
dann doch häufiger auch am Nachmittag am Hausriff tauchten lag am
Wetter, das es nicht ermöglichte alle Tauchplätze in der Umgegend
anzufahren. Der starke Wellengang und die damit verbundene starke Oberflächenströmung
machten viele Plätze unzugänglich. Bei den Jeep Safaris erkundeten
wir Maheleg, Safaga II, El Kahaf und Serib Soraya. Leider konnten wir in
dieser "kurzen" Woche an keinem Nachtauchgang teilnehmen. Wir
sind eigentlich keine begeisterten Nachttaucher, aber in der Hausriffbucht
gab es einige der schönsten Nacktschnecken. Die "Spanische Tänzerin",
leider nachtaktiv, wird bis zu 45cm(!) groß und ist feuerrot mit
einem kleinen Büschel auf dem "Kopf". Es war frustrierend,
aber leider konnten wir die grazile Schwimmerin nicht bewundern. Etwas
mehr Glück hatten wir beim Nachwuchs, denn am letzten Tag fanden wir
ein Gelege, das wie ein Haarband um einen Riffkopf gewunden war. Selbst
im tieferen Bereich, in 47 Meter Tiefe, hat das Hausriff noch sehr schöne
Korallenstöcke. Diese sind zwar kleiner aber noch immer vollständig
und farbenfroh bewachsen. Das pralle Leben findet jedoch oberhalb der 20
Meter Grenze statt. Wenn man es zum ersten Mal erlebt, bleibt einem fast
das Herz stehen. Ein riesiger Schwarm silbrig glänzender Fische (Großmaul-Makrelen)
kommt in hoher Geschwindigkeit und mit weit aufgerissenen Mäulern
auf dich zugeschwommen. Dreht kurz vorher ab, schwimmt zurück zur
Oberfläche und stürzt erneut heran. Doch schon nach kurzer Zeit
begreift man den eigenartigen Tanz. Es geht um Plankton, das sich an der
Oberfläche im Sonnenlicht gesammelt hat und das auf diese Art sehr
effizient ausgefiltert wird. Wird das Maul dann wieder "eingeklappt",
sieht es wieder mehr nach Fisch, sprich Makrele, aus. An dem Fotofisch
störten sie sich jedoch wenig. Das für uns unsichtbare Plankton
muß einfach zu lecker gewesen sein. Ein absolut spektakuläres
Erlebnis!
Maheleg

Unsere erste Jeepsafari ging nach Maheleg. Dieses Riff befindet sich
etwa 30 Minuten südlich von El Quesir. Da dieses in der Entwicklung
deutlich hinter Hurghada zurücksteht und nur die notwendigste Infrastruktur
bietet, hatten wir die kleine Hafenstadt, eher ein Fischerdorf, noch nicht
besucht. Die Bauaktivitäten waren zahlreich und der Bauschutt lag
überall. Im kleinen natürlichen Hafen ankerten die Tauchsafarischiffe
an der Jetti und die kleinen Fischerboote in der Bucht. El Quesir wurde
ähnlich wie Safaga und Port Sudan schon seit der Zeit der Pharaonen
als Hafen und Warenumschlagsplatz bevorzugt. Jedoch dann über viele
Tausende von Jahren nur als Militärposten ohne Bedeutung genutzt.
Erst durch den Tauchtourismus und die ständig Suche nach unberührten
Tauchplätzen gewann es wieder an Bedeutung. Aktuell gibt es nur vier
Hotelresorts, jedoch sind die Baupläne erheblich, und es wird, sofern
der kleinen Flugplatz im Süden je gebaut wird ,ähnlich "explodieren"
wie Hurghada. Die Fahrt mit den Jeeps war schnell und hinreichend komfortabel.
An der richtigen Stelle an der Küstenstraße, nein Schilder gab
es keine, ging es dann über eine kurze unbefestigte Sandstrecke bis
kurz vor den Tauchplatz. Dort angekommen wurden sofort Decken auf dem Sand
ausgebreitet, damit sich die Gäste, und als solche fühlt man
sich auch wirklich, ohne "Sand im Getriebe" umziehen konnten.
Die Jeeps und Anhänger waren perfekt für die Safaris optimiert.
Ersatzausrüstung, immer reichlich volle Flaschen und natürlich
die gesamte Sicherheitsausrüstung befanden sich griffbereit. Selbst
Frischwasserduschen, zumindest für Hände, Füße und
Haare, waren vorhanden. Das Briefing durch die Tauchlehrer war immer sehr
ausführlich und die Zeichnungen der Rifftopologie immer gut dokumentiert.
Die Bereitschaft ,die Besonderheiten des Tauchplatzes mit uns zu teilen,
war sehr groß. (Danke Manuel) Der Reiz an Maheleg war nicht nur die
"fast" Steilwand sondern viel mehr der "Echte Steinfisch",
der unbekümmert seit Monaten an der gleichen Stelle sitzt und sich
durch absolut nichts auch nur zu einem Augenzwinker überreden läßt.
In etwa 8m, in futtertechnischer Hinsicht an einer günstigen Stelle,
wartet er dort geduldig auf entsprechende Opfer. Dies muß nicht ganz
unerfolgreich sein, wie wir an seiner Größe erkennen konnten.
Die Tarnung war perfekt, denn ohne unseren Guide hätten wir ihn selbst
aus kürzester Entfernung nicht gefunden. Die "Wand" selbst
war nicht senkrecht sondern fiel in einem Winkel von 45° ab. Der Bewuchs
war nicht so stark wie am Hausriff, und wir erkundeten auf dem Weg in Richtung
Norden, entgegen der Strömung, zunächst den tieferen Bereich
(40m). Dort gab es einzelne Korallenstöcke, kleine Grotten und große
Gorgonien. In der Ferne sahen wir schemenhaft einen Delphin vorbeischwimmen,
den wir jedoch nicht für uns interessieren konnten. Kurz vor dem Wendpunkt
überraschte uns dann ein Riesendrückerfisch und dieser verliebte
sich in die türkisfarbenen Flossen von Christine. Den ganzen Rückweg
wunderte sie sich, warum der Fisch in seiner torkelnden Schwimmweise immer
wieder an ihr vorbeiflitzte. Daß er ständig Angriffe auf ihre
Flossen schwamm merkte sie nicht. Wer schaut schon nach hinten? Glücklicherweise
drehte er immer wenige Zentimeter und ohne ernste Beißversuche vor
den Flossen ab.
Safaga II
Unsere zweite Jeep-Safari ging nach Norden zu einem Riff etwa 10 km südlich
von Safaga. Der Wind hatte seit Tagen zugenommen, und die hohen Wellen
und die starke Strömung hatten die Anzahl der Tauchplätze auf
zwei geschrumpft. Safaga II lockte uns jedoch trotz des Risikos der Strömung
mit einer Aussicht auf Haie. Selbst für die langjährig in diesem
Gebiet tauchenden Guides ist es nahezu unmöglich, die Strömung
unter Wasser von Land aus zu beurteilen. Wir stimmen in der Gruppe ab,
ob wir das Risiko eingehen wollten. Einstimmigkeit herrschte bei den Tauchern,
nur der Guide war etwas nachdenklich. Die Ausrüstung war schnell angelegt,
und der beschwerliche Weg über das Riff zu einem Einschnitt im Riff
und dem für das Abtauchen gewählten Kanal wurde schon abenteuerlich.
Die Ebbe war noch nicht erreicht, und das vom Riffdach ablaufende Wasser
sowie die vielen Löcher im Riffdach machten die 50 Meter sehr beschwerlich.
Einige krochen die letzten Meter bis zum Einstieg. Mit den Worten des Tauch-Guides
in den Ohren, genügend Luft für den Rückweg durch den Kanal
einzuplanen, werfen wir uns über die Riffkante in den Kanal. Die Strömung
erfaßt uns und sofort schießen wir im Kanal entlang. Da ist
es auch schon passiert! Aus dem Augenwinkel sehe ich wie mein Buddy den
falschen Abzweig nimmt und schon sind wir getrennt. Ich greife nach dem
ersten erreichbaren Riffblock und hänge mit nur einer Hand wie ein
Fähnchen im Wind, und warte. Eigentlich müßte dieser Abzweig
eine Sackgasse sein. Das Warten ist mir dann nach 10 Sekunden doch zu riskant
und ich kämpfe mich, mit allen Vieren und um Halt ringend, gegen die
Strömung zurück und in den Abzweig hinein. Schon nach wenigen
Meter läßt die Strömung nach, die Sichtweite wird besser
und mein Buddy kommt, schon auf dem Rückweg, in Sicht. Wir geben uns
kurz das OK-Zeichen und schwimmen erneut im Hauptkanal. Wir steuern nur
mit den Flossen und versuchen die Abzweigungen und Riffstempel rechtzeitig
zu erkennen, um den Weg zum Ende des Kanals unbeschadet zu erreichen. Wahnsinn,
so muß Fliegen sein! Der Kanal führt schräg nach unten,
und auf 30 Meter läßt die Strömung dann endlich nach, und
wir können die im Briefing erwähnte hufeisenförmige Korallenformation
im trüben Wasser gerade noch erkennen. Damit wir den Eingang auf dem
Rückweg mit Sicherheit erkennen, legen wir aus toten Riffresten einen
großen Pfeil. Sicher ist sicher! Einige aus unserer Gruppe sehen
wir wesentlich höher, mit der Strömung nach Süden schwimmend
und auf der Suche nach den Haien verschwinden. Die am Riff entlangfließende
Strömung ist schwach, und wir beschließen zum Hufeisen hinauszutauchen.
Dort entdecken wir eine vollständig mit einem roten Schwamm bewachsene
Gorgonie. Nach einer ausgiebigen Fotopause tauchen wir höher in Richtung
der Gruppe in der Hoffnung auf ein Haibild. Bei 20 Metern nimmt die Strömung
wieder deutlich zu. Schon nach wenigen Metern beschließen wir umzudrehen,
da wir definitiv mit 100 Bar am Kanal sein möchten. Daß diese
Entscheidung richtig war, merken wir schnell. Gegen die Strömung kommen
wir nur langsam voran und verbrauchen viel Luft und Kraft. Wir tauchen
wieder tiefer und finden gegen die geringere Strömung recht schnell
zum Hufeisen zurück. Wir haben noch deutlich über 100 Bar und
beschließen trotzdem den Tauchgang zu beenden. Als zusätzliches
strömungsungünstiges Handicap wird der "Aufstieg",
nur mit einer Hand und dem extra Wasserwiderstand der Kamera, anstrengend
genug werden. Zur besseren Orientierung schwimmen wir dicht über dem
Grund langsam Richtung Kanal zurück in die milchige Suppe. Bei 15
Metern Tiefe können wir dann aus eigener Kraft keinen Vortrieb mehr
erzeugen. Wir klammern uns an die Riffblöcke am Rand des Kanals. Es
ist viel schlimmer als erwartet. Wie Blätter im Sturm "fliegen"
Algen, Weichkorallen und ganze Riffteile an uns vorbei. Viel schneller
als daß wir genau erkennen können, was es ist. So muß
es in einem Hexenkessel sein. Meter für Meter kämpfen wir uns
mit den Händen an Korallen festhaltend und mit den Füßen
abstützend voran. Nur nicht abrutschen, denn dann muß man von
vorne beginnen. Wir verbrauchen schnell viel Luft. Nach etwa 10 Meter machen
wir den ersten Halt und warten, bis sich die Atmung beruhigt und die Kräfte
wieder zurückkehren. Statt weniger, wird die Strömung jedoch
beständig stärker. Wir erreichen den 5-Meter Bereich und klemmen
uns mit dem Rücken unter einen Überhang. Die Strömung drückt
uns in den Bauch und somit mit der Flasche genau gegen den Riffblock. Mit
wenig Kraft können wir uns hier ausruhen und unseren 3 Minuten Sicherheitsstop
abwarten. Wir haben noch knapp 70 Bar und das schlimmste Stück liegt
noch vor uns. Jeder kämpft für sich um den richtigen Halt, aber
das "Training" auf den Malediven hat uns eingebläut immer
in Reichweite voneinander zu bleiben. Wenn nur einer abrutscht... Die genaue
Position im Kanal haben wir mit nur 2 Metern Sichtweite nicht mehr. Es
geht aufwärts und gegen die Strömung. Das kann nicht so verkehrt
sein. Mit aller Kraft ziehen wir uns weiter am Riff entlang und nach einigen
Meter erkennen wir unsere Sackgasse vom Anfang und wissen, daß es
fast geschafft ist. Wir sind jetzt nur wenige Meter unter Wasser und haben
die Riffkante vor uns. Diese ist noch 40cm mit Wasser bedeckt und glitschig.
Wir haben erhebliche Schwierigkeiten, einen sicheren Halt zu finden. Ich
hänge mit nur einer Hand in einem Riffloch und kann meinen Kopf aus
dem Wasser heben. Die ägyptischen Helfer stehen schon mit Seilen in
der Hälfte zwischen Riffkante und Ufer und schauen besorgt in unsere
Richtung. Nach Winken mit der Kamera verstehen diese, daß wir nicht
alleine auf das Riffdach zurückkommen und eilen zur Hilfe. Da passiert
es. Die Strömung reist mir die Kamera aus den Händen. Daß
es dann doch nur Christine war, die mir helfen wollte auf das Riffdach
zu krabbeln erkenne ich erst, nachdem der Schreck vergangen ist. Der Ägypter
zieht mit aller Kraft, und ich robbe mich über das Riff nach vorne.
Nach etwa 25 Metern gelingt es mir dann aufzustehen. Ich bin fertig, meine
Kraft ist alle. Mit nur 49 Bar hätte in letzter Sekunde wirklich nichts
schief gehen dürfen. Der Helfer versucht sofort, Christine mit dem
Seil zu Hilfe zu kommen, verfehlt aber Christines ausgestreckte Hand mehrfach
und eilt dann zu einer anderen Gruppe, die noch weiter draußen an
der Riffkante um Hilfe ruft. Die Kamera fest umklammernd muß ich
tatenlos zusehen wie Christine sich Meter um Meter auf dem Riffdach nach
vorne kämpft und dann endlich neben mir steht. Die Strömung ist
auf dem gesamten Riffdach noch so stark, daß wir fast erneut umgerissen
werden. Nach kurzer Verschnaufpause und in seichterem Wasser angekommen,
halten wir nach anderen Tauchern Ausschau. Die meisten haben es nicht in
den Kanal geschafft und beschlossen, am Außenriff inmitten der Brandungswelle
aufzutauchen. Nur eine Gruppe um Andy hat sich noch bis zur Hälfte
des Kanals vorgekämpft. Aus dieser Gruppe löst sich dann ein
Blondschopf, und wir sehen nur eine Flasche, die scheinbar schwimmend sich
Stück für Stück auf uns zu bewegte. Wenige Meter von uns
entfernt erkennen wir dann Andrea, die erleichtert das letzte Stück
zurücklegt. Mit vereinten Kräften können wir sie aufrichten
und machen uns, unfähig noch anderen zu helfen, auf den Weg ans Ufer.
Nach und nach kommen alle am Ufer an. Nicht nur die Anstrengung ist jedem
in das Gesicht geschrieben. Einige Ausrüstungsteile gingen bei dem
langen Weg über das Riff zu guter Letzt dann auch noch verloren. Da
bis auf Christine alle ohne Handschuhe abgetaucht waren, mußten zahlreiche
Wunden an den Händen desinfiziert werden. Andy hatte sogar eine tiefe
Schnittwunde im Knie, die getaped werden mußte. Nachdem der Schreck
verklungen war und uns dank unserer eigenen Vorsicht nichts passiert war,
konnten wir uns dann doch für dieses nur 39 Minuten dauernde Abenteuer
begeistern. Der Einstieg durch den Kanal war super. Schade, das man nicht
nur diesen Teil buchen kann. Trotzdem haben wir noch einiges dazugelernt.
Ich werde, wenn ich die Handschuhe schon in den Taschen habe, diese vor
dem Tauchgang auch anziehen. Ganz wichtig: Die teure Kamera bekommt einen
Haken, mit dem man diese am Jacket für weitere Vorfälle sichern
kann. Das Problem mit dem über das Riffdach und durch den Kanal ablaufenden
Wasser haben wir deutlich unterschätzt. Nur zwei Stunden später
-bei Ebbe- wäre dies ein problemloser Tauchgang gewesen.
El Kahaf

Auf unserer Suche nach einem weiteren Riff mit Haien haben wir zwei
Trips nach El Kahaf unternommen. Dieses Riff wird durch einen Einschnitt
im Riffdach betaucht und bietet unter Wasser ein von Einschnitten, Höhlen
und Kanälen mit vielen Sackgassen geprägtes Revier. Auch bei
einem Wiederholungstauchgang bietet es viel Abwechslung. Im tieferen Bereich
findet man zahlreiche feuerrote und bis zu 3m lange Peitschenkorallen sowie
auf 10 Meter eine riesige Salatkoralle. Wer glaubte, daß die Kommunikation
unter Wasser eine Gruppe von Taucherinnen behindern würde, sah sich
getäuscht. Den Beweis, ohne Worte aber mit vielen Blasen, kann man
auf den folgenden Bildern bewundern. Die, dank der Schwerelosigkeit artistisch
perfekt vorgeführte dreier Pyramide hat so manche Taucherbrille geflutet.
Selbst die Fische haben sich angeblich vor Lachen den Bauch mit den kurzen
Stummelflossen gehalten . Nur der Foto-"Hai" hat sich angeblich,
vermutlich wegen dem Dreier, genießerische über die Zähne
geleckt. Daß der "versprochene" Hai beim ersten Tauchgang
wunderschön in seiner Höhle "schnarchte", aber die
Kamera nicht wollte, und beim zweiten Mal die Kamera dann doch wollte,
aber der Hai was anderes vor hatte, ist eine andere Geschichte. Der gewöhn-
liche Igelfisch Diodon hystrix "fliegt" wie ein UFO im All vorbei.
Trotz seiner Größe von fast 70cm ist er sehr schreckhaft und
läßt uns nicht näher an sich heran. Sein Gebiß steht
markant hervor und sieht aus wie ein großer Zahn. Eine Seltenheit
war dann der nur 10 cm große Papageienfisch. Der Schnabel mit seiner
typischen Form ist schon deutlich zu erkennen. Die Einschnitte mit großen
Sandflächen und beständiger Strömung bieten den Anemonen
gute Wachstumsbedingungen. Wir konnten bei nur einem Tauchgang drei verschiedene
Varianten bewundern. Die Clownfischfamilie war wie immer wachsam und sofort
in Verteidigungsstellung. Ihre "Burg" wurde gegen alle Feinde
(z.B. Fotofische) ohne Angst verteidigt. Glücklicherweise sind die
Bisse nicht schlimmer als ein Zwicken und somit für den Fotografen
auszuhalten. Anemonenfische leben ausschließlich in Symbiose mit
den Seeanemonen. Eine Eigenheit der Fischfamilie ist der Geschlechterwechsel
zwischen Männchen und Weibchen. Das größte Weibchen ist
der CHEF der Familie, und sollte dieses sterben, übernimmt das stärkste
Männchen diese Rolle und wechselt auch noch umgehend sein Geschlecht.
Da haben wir Homo Sapiens durch unsere Evolution ja gerade noch `mal Glück
gehabt!
Serib Soraya

Serib Soraya hatte auch sehr schöne Hart und Weichkorallen, war
jedoch nicht so stark bevölkert wie die anderen Riffe. In der Tiefe
von 30 Metern konnten wir einige vollständig bewachsene Korallenstöcke
aufspüren. Großfische gab es jedoch leider an diesem Tag keine.
Die schönen bunten Fische, allen voran der Igelfisch, fanden wir nur
im flachen Bereich, der, wie am gesamten Saumriff um El Quesir, von Einschnitten
geprägt ist. Der Igelfisch hat die schönsten Kuller-Augen, die
man sich vorstellen kann. Leider ist er noch schüchterner als jede
"Jungfrau". Die großen Kulleraugen haben natürlich
eine wichtige Funktion. Dieser zur Familie der Kugelfische gehörende
Igelfisch ist nachtaktiv.
Quad

Nach soviel Tauchen, und Mangels Kultur und Einkaufsbummel, drängt
nach einigen Tagen das Bedürfnis doch etwas in der Wüste zu unternehmen.
Was liegt näher, als die nach Abenteuer aussehenden Quads zu mieten.
Dies stehen, frisch geputzt und in Reih und Glied, vor dem Recreation-Center
direkt im Resourt. Es gibt verschiedene Touren und wir entscheiden uns
für "Rock & Roll", für ein Maximum an Fahrspaß
in zwei Stunden. In voller Montur mit einem leuchtend roten Helm sitzen
wir auf unseren Quads und warten auf den Start. Die wenigen Funktionen
sind schnell erklärt und gewöhnungsbedürftig ist nur der
Gashebel, der anderes als beim Motorrad nicht im Griff integriert ist.
Kuppeln müßen wir auch nicht. Einfach schalten reichte aus.
Nach einer letzten Ermahnung nicht mit dem Lenker unter dem Arm zurückzukommen
geht es im "Gänsemarsch" endlich los. Kurz hinter dem Resort
beginnt einen staubigen Weg der direkt in die Wüste und in Richtung
der umliegenden Hügelkette führt.
Die Route ist zu Beginn noch nicht so anspruchvoll, vorausgesetzt man
folgt immer dem Guide. Nur wer machte das schon? Je nach Fahrweise des
Vordermannes mußte der letzte -der Fotograf- mehr oder noch mehr
Sand schlucken. Mit der Zeit wird der Guide dann doch mutiger und in schneller
Fahrt geht es durch schmale Canyons und vorbei an einem verlassenen Wüstenort
mit drei Geistern, die diesen beschützen sollen! Christine, der es
nicht schnell genug gehen kann nimmt das Motto "Rock & Roll"
dann doch zu wörtlich und schwupp lag sie unter ihrem Quad. Nach zwei
Stunden, vollständig mit Sand bedeckt und dem Gefühl eines sich
ankündigenden Muskelkaters, erreichen wir wieder das Hotel. Ein grandioser
Trip. Für Heute genug, aber Morgen, da könnten wir...
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 Mit
„Made in Germany" aufgewachsen und beruflich mit schweizer Effizenz und
Präzision vertraut, war ich doch überrascht wie Hotel und Tauchbasis am Rande
der Wüste, nur 500km von der sudanesischen Grenze entfernt, diese Eigenschaften
verkörpern. Es war ja nicht unser erster Tauchurlaub in Ägypten. Wir hatten
schon einige Überraschungen hinter uns, und eines war klar südlicher als El
Quesir findet man die Annehmlichkeiten der Zivilisation noch nicht. Für den
Tauchurlaub -zurück zur Natur- und 14-Tage im Beduinenzelt konnten wir uns
allerdings auch noch nicht begeistern. Als uns im Rahmen einer Incentivereise
dann EL Quesir angeboten wurde, haben wir ohne lange zu überlegen zugesagt.
Die sofort im Internet gestartete Recherche brachte nur positive Berichte zu
tage. Sowohl Tauchbasis als auch das 5-Sterne Mövenpick Hotel werden perfekt
geführt, wurde darin berichtet. Auch die Homepage der Subex-Tauchbasis war
schnell gefunden und enthielt neben der Beschreibung der Basis auch die
Preisliste. Spätestens hier war klar, daß Perfektion immer ihren
(gerechtfertigten) Preis hat.
 Schon
nach wenigen Minuten war uns klar: Dieses Hausriff ist super fotogen und in
einem hervorragenden Zustand. Schnorchelnd treiben wir im Roten Meer, „alle
Viere" von uns gestreckt und können uns an dem Gewimmel unter uns nicht
satt sehen. Nur wenige Meter vom Steg entfernt tummeln sich so viele Fische wie
wir es selten erlebt haben. Die schon bald untergehenden Sonne erzeugt ein
schönes warmes Licht und zeigt uns mit einer typischen Roten Meer Sichtweite
den Grund überdeutlich. Der Erste Blaupunktrochen wird schon nach wenigen
Minuten bejubelt, aber schon bald sehen wir, daß es diese, genau wie die
Krokodilsfische, in großer Anzahl gibt. Wir fiebern schon jetzt dem morgigen
Tauchgang entgegen.
Ja, so lange müssen wir uns leider gedulden. Trotz der Buchung mit Condor und
einem kurzen Flug am sehr frühen Morgen dauert es dann doch noch drei Stunden
bis wir unser Hotel, das Mövenpick Sirena Beach Hotel in El Quesir, erreicht
haben.
Der Transfer vom Airport Hurghada zum Hotel führt uns nach
Süden Richtung Sudan und fast beständig an der Küstenstraße entlang. Schon
direkt hinter Safaga erkennen wir das Saumriff, das für diesen Teil der Küste
typisch ist. Das heutige Riff ist „nur" einige tausend Jahre alt und auf
dem Gerüst eines Ur-Riffs, das durch einen stark sinkenden Meerespiegel
zerstört wurde, neu entstanden. Die hervorragenden Sichtweiten im Roten Meer
sind durch die mangelnden Niederschläge an der Küste sowie den seltenen
Stürmen begünstigt. Nur bei hohem Wellengang wird Sand aufgewirbelt, der dann
die Sichtweit auf wenige Meter beschränkt. Der Mangel an Schwebeteilchen
begünstigt zusammen mit dem hohen Salzgehalt und der nahezu konstanten
Wassertemparatur und reichlich Tageslicht das Wachstum der Korallen bis weit
unter die 40 Meter Grenze. Die Riffkante ist fast immer zerklüftet und in den
wenigen Buchten entlang der Küste von kleineren Sandstränden unterbrochen. Bei
Ebbe erstreckt sich dieses nur knapp mit Wasser bedeckt nahezu 50 Meter in das
offene Meere, bevor die Riffkante, als Wellenbrecher mit weißen Schaumkronen,
den Übergang in die Tiefe anzeigt.
Genau an einer dieser Buchten und nur wenige Kilometer von El
Quesir entfernt befindet sich das 5-Sterne Hotel und die Subex-Tauchbasis. Beide
überzeugten unter der Leitung eines schweizer Managements, trotz der hohen
Preislage, durch Service und Qualität. Die Bungalows sowie der Rest der Anlage
waren in einem hervorragenden (gewarteten) Zustand, und auch Essen und
Unterhaltung waren abwechslungsreich und den Sternen angemessen.
Die Tauchbasis besticht schon beim Check-In durch freundliches Personal und
für Ägypten ungewöhnliche Ordnung. Eine kleine Werkstatt ist ebenso
vorhanden, wie das zahlreiche in gutem Zustand befindliche Leih-Equipment.
er Staff ist für uns
immer ansprechbar und erklärt uns den Ablauf auf der Basis. Neben den drei
Zeitzonen für das Hausriff werden noch Jeep-Safaris zu den im Norden und Süden
liegenden Tauchplätzen angeboten. Ein vor der Bucht gelagerter Korallenstock
kann nur bei bestem Wetter angefahren werden. Die Basis hat zwar einen Steg
über das Riff hinweg zur Riffkante, aber dort können keine größeren Boot
ankern. Die kleinen Boote sind aber sehr stark wetterabhängig ,und somit finden
nur selten Ausfahrten statt. Für erfahrene Taucher gibt es praktisch keine
Limits in Bezug auf Zeit und Tiefe. Wer kein Anfänger ist und sich sicher
fühlt, kann direkt nach seinem Check-Dive selbständig mit seinem Buddy
losziehen.
Die Basis verfügt über reichlich 12 und 15 Liter Flaschen,
die direkt am Steg gelagert werden. Somit kann man den langen Weg von der Basis
zum Einstieg ohne das Hauptgewicht zurücklegen. Ja, das ist Service!
El Quadim
 Es ist selbstredend daß wir nur mit 15 Liter Flaschen
tauchten und damit Tauchzeiten von über 70 Minuten erreichten. Die Bucht mit
dem El Quadim genannten Hausriff besteht aus den beiden Saumriffen im Süden und
Norden und aus einigen Korallenstempeln in der Mitte der Bucht. Die Tiefen
reichen von 5 Meter im Bereich des Stegs bis etwa 30 Meter an der Riffkante. In
der Mitte der Bucht geht es dann schnell von 25 Meter bei den Korallenstöcken
auf über 60 Meter in Richtung offenes Meer hinab. Die Bucht selbst wird von
einem hellen und feinsandigen Sandboden dominiert, der ein ideales Brutgebiet
für Drückerfische ist. Fast auf allen Tauchgängen begegnen wir Blauen- und
Riesendrückerfischen nicht selten beim Nestbau.

Für die Vormittagstauchgänge bietet sich die linke Seite
der Bucht an. Auf dieser Seite gibt es alles, was das Taucherherz begehrt. Die
vielen Einschnitte und die riesigen Feuerkorallen bieten einer Vielzahl von
Lebewesen einen Lebensraum. Von den kleinsten Schnecken bis zu gewaltigen
Makrelenschwärmen ist alles vertreten. Um nicht den gleichen Weg doppelt
zurückzulegen, hat die Basis einen Shuttleservice eingerichtet. Mit einem
kleinen Boot wird man in voller Montur bis zum gewünschten Punkt am Saumriff
gefahren und kann dann gemütlich und meistens ohne Strömung zum Steg
zurückschwimmen.
Die rechte Seite ist nicht ganz so farbenfroh, und je weiter
man an die Außenkante kommt, desto mehr ist es versandet. Trotzdem ist diese
Seite nicht langweilig, denn hier „wohnen" einige kapitale
Halbmond-Zackenbarsche.  Diese sind ein perfektes Objekt für den Fotografen, da
sie regungslos und von einem „Fotofisch" vollständig unbeeindruckt an
ihren Stammplätzen stehen. Den schüchternen Fledermausfisch abzulichten war
jedoch ein größeres Unterfangen und bedurfte einer gezielten „Jagdstrategie".
Direkt am Eck und auf etwa 30m findet man eine wunderschöne Anemone, deren Arme
mit einem neon-pinken Saum umgeben sind. Leider ist es mir nicht gelungen, diese
in ihrer vollen Brillianz auf das Bild zu bekommen. Auch die kleinen Schnecken
und Federwürmer lassen sich ohne ein spezielles Macroobjektiv nicht in voller
„Größe" im Bild einfangen.
 Bei fast jeder Rückkehr zum
Sandbereich vor dem Steg wurden wir von einem kapitalen Barrakuda,
Trompetenfischen oder einem Schwarm Kalamares begrüßt. Es war selbstredend,
daß der Film natürlich immer voll oder die Flasche vollständig leer waren und
somit von diesem Schauspiel keine Bilder existieren. Schade,
Schade, Schade !!!
Schon nach kurzer Zeit hatten wir die optimale
Kombination von Hausrifftauchen und Jeep-Safaris gefunden. Da die Anzahl
der Gäste das Maximum für die Basis erreicht hatten, mußten wir uns
schon zwei  Tage
im Vorraus für die entsprechenden Tauchgänge eintragen. Dies war
natürlich der kleine Nachteil den die (Selbst)-Beschränkung bei allen
Tauchplätzen und am Hausriff mit sich brachte. Für El Quadim gab es
drei Zeitbereiche von je 3 Stunden in denen man seinen Tauchgang starten
konnte. Für die Jeep-Safaris beschränkte sich die Anzahl der Personen
auf das Fassungsvermögen der Jeeps.
Für uns bedeutete dies, daß wir am Vormittag das Hausriff
betauchten um dann bei der zweiten Jeep-Safari um 14 Uhr mitzufahren. Daß wir
dann doch häufiger auch am Nachmittag am Hausriff tauchten lag am Wetter, das
es nicht ermöglichte alle Tauchplätze in der Umgegend anzufahren. Der starke
Wellengang und die damit verbundene starke Oberflächenströmung machten viele
Plätze unzugänglich. Bei den Jeep Safaris erkundeten wir Maheleg, Safaga II,
El Kahaf und Serib Soraya.
 Leider
konnten wir in dieser „kurzen" Woche an keinem Nachtauchgang teilnehmen.
Wir sind eigentlich keine begeisterten Nachttaucher, aber in der Hausriffbucht
gab es einige der schönsten Nacktschnecken. Die „Spanische Tänzerin",
leider nachtaktiv, wird bis zu 45cm(!) groß und ist feuerrot mit einem kleinen
Büschel auf dem „Kopf". Es war frustierend, aber leider konnten wir die
grazile Schwimmerin nicht bewundern.
Etwas mehr Glück hatten wir beim Nachwuchs, denn am letzten
Tag fanden wir ein Gelege, das wie ein Haarband um einen Riffkopf gewunden war.
Selbst im tieferen Bereich, in 47 Meter Tiefe, hat das
Hausriff noch sehr schöne Korallenstöcke. Diese sind zwar kleiner aber noch
immer vollständig und farbenfroh bewachsen. Das pralle Leben findet jedoch
oberhalb der 20 Meter Grenze statt.
  Wenn man es zum ersten Mal
erlebt, bleibt einem fast das Herz stehen. Ein riesiger Schwarm silbrig
glänzender Fische (Großmaul-Makrelen) kommt in hoher Geschwindigkeit und mit
weit aufgerissenen Mäulern auf dich zugeschwommen. Dreht kurz vorher ab,
schwimmt zurück zur Oberfläche und stürzt erneut heran. Doch schon nach
kurzer Zeit begreift man den eigenartigen Tanz. Es geht um Plankton, das sich an
der Oberfläche im Sonnenlicht gesammelt hat und das auf diese Art sehr
effizient ausgefiltert wird. Wird das Maul dann wieder "eingeklappt",
sieht es wieder mehr nach Fisch, sprich Makrele, aus. An dem Fotofisch störten
sie sich jedoch wenig. Das für uns unsichtbare Plankton muß einfach zu lecker
gewesen sein. Ein absolut spektakuläres Erlebnis!
Maheleg
 Unsere erste Jeepsafari ging nach
Maheleg. Dieses Riff befindet sich etwa 30 Minuten südlich von El Quesir. Da
dieses in der Entwicklung deutlich hinter Hurghada zurücksteht und nur die
notwendigste Infrastruktur bietet, hatten wir die kleine Hafenstadt, eher ein
Fischerdorf, noch nicht besucht. Die Bauaktivitäten waren zahlreich und der
Bauschutt lag überall. Im kleinen natürlichen Hafen ankerten die
Tauchsafarischiffe an der Jetti und die kleinen Fischerboote in der Bucht. El
Quesir wurde ähnlich wie Safaga und Port Sudan schon seit der Zeit der
Pharaonen als Hafen und Warenumschlagsplatz bevorzugt. Jedoch dann über viele
Tausende von Jahren nur als Militärposten ohne Bedeutung genutzt. Erst durch
den Tauchtourismus und die ständig Suche nach unberührten Tauchplätzen gewann
es wieder an Bedeutung. Aktuell gibt es nur vier Hotelresorts, jedoch sind die
Baupläne erheblich, und es wird, sofern der kleinen Flugplatz im Süden je
gebaut wird ,ähnlich „explodieren" wie Hurghada.
Die Fahrt mit den Jeeps war schnell und hinreichend
komfortabel. An der richtigen Stelle an der Küstenstraße, nein Schilder gab es
keine, ging es dann über eine kurze unbefestigte Sandstrecke bis kurz vor den
Tauchplatz. Dort angekommen wurden sofort Decken auf dem Sand ausgebreitet,
damit sich die Gäste, und als solche fühlt man sich auch wirklich, ohne „Sand
im Getriebe" umziehen konnten. Die Jeeps und Anhänger waren perfekt für
die Safaris optimiert. Ersatzausrüstung, immer reichlich volle Flaschen und
natürlich die gesamte Sicherheitsausrüstung befanden sich griffbereit. Selbst
Frischwasserduschen, zumindest für Hände, Füße und Haare, waren vorhanden.
Das Briefing durch die Tauchlehrer war immer sehr
ausführlich und die Zeichnungen der Rifftopologie immer gut dokumentiert. Die
Bereitschaft ,die Besonderheiten des Tauchplatzes mit uns zu teilen, war sehr
groß. (Danke Manuel)
 Der Reiz an Maheleg war nicht nur
die „fast" Steilwand sondern viel mehr der „Echte Steinfisch", der
unbekümmert seit Monaten an der gleichen Stelle sitzt und sich durch absolut
nichts auch nur zu einem Augenzwinker überreden läßt.
In etwa 8m, in futtertechnischer Hinsicht an einer günstigen Stelle, wartet er
dort geduldig auf entsprechende Opfer. Dies muß nicht ganz unerfolgreich sein,
wie wir an seiner Größe erkennen konnten. Die Tarnung war perfekt, denn ohne
unseren Guide hätten wir ihn selbst aus kürzester Entfernung nicht gefunden.
 Die „Wand" selbst war nicht
senkrecht sondern fiel in einem Winkel von 45° ab. Der Bewuchs war nicht so
stark wie am Hausriff, und wir erkundeten auf dem Weg in Richtung Norden,
entgegen der Strömung, zunächst den tieferen Bereich (40m). Dort gab es
einzelne Korallenstöcke, kleine Grotten und große Gorgonien. In der Ferne
sahen wir schemenhaft einen Delphin vorbeischwimmen, den wir jedoch nicht für
uns interessieren konnten.
Kurz vor dem Wendpunkt überraschte uns
dann ein Riesendrückerfisch und dieser verliebte sich in die türkisfarbenen
Flossen von Christine. Den ganzen Rückweg wunderte sie sich, warum der Fisch in
seiner torkelnden Schwimmweise immer wieder an ihr vorbeiflitzte. Daß er
ständig Angriffe auf ihre Flossen schwamm merkte sie nicht. Wer schaut schon
nach hinten? Glücklicherweise drehte er immer wenige Zentimeter und ohne ernste
Beißversuche vor den Flossen ab.
Safaga II
Unsere zweite Jeep-Safari ging nach
Norden zu einem Riff etwa 10 km südlich von Safaga. Der Wind hatte seit Tagen
zugenommen, und die hohen Wellen und die starke Strömung hatten die Anzahl der
Tauchplätze auf zwei geschrumpft. Safaga II lockte uns jedoch trotz des Risikos
der Strömung mit einer Aussicht auf Haie. Selbst für die langjährig in diesem
Gebiet tauchenden Guides ist es nahezu unmöglich, die Strömung unter Wasser von
Land aus zu beurteilen. Wir stimmen in der Gruppe ab, ob wir das Risiko eingehen
wollten. Einstimmigkeit herrschte bei den Tauchern, nur der Guide war etwas
nachdenklich. Die Ausrüstung war schnell angelegt, und der beschwerliche Weg
über das Riff zu einem Einschnitt im Riff und dem für das Abtauchen gewählten
Kanal wurde schon abenteuerlich. Die Ebbe war noch nicht erreicht, und das vom
Riffdach ablaufende Wasser sowie die vielen Löcher im Riffdach machten die 50
Meter sehr beschwerlich. Einige krochen die letzten Meter bis zum Einstieg.
Mit den Worten des Tauch-Guides in den Ohren, genügend Luft
für den Rückweg durch den Kanal einzuplanen, werfen wir uns über die
Riffkante in den Kanal.
Die Strömung erfaßt uns und sofort schießen wir im Kanal
entlang. Da ist es auch schon passiert! Aus dem Augenwinkel sehe ich wie mein
Buddy den falschen Abzweig nimmt und schon sind wir getrennt. Ich greife nach
dem ersten erreichbaren Riffblock und hänge mit nur einer Hand wie ein
Fähnchen im Wind, und warte. Eigentlich müßte dieser Abzweig eine Sackgasse
sein. Das Warten ist mir dann nach 10 Sekunden doch zu riskant und ich kämpfe
mich, mit allen Vieren und um Halt ringend, gegen die Strömung zurück und in
den Abzweig hinein. Schon nach wenigen Meter läßt die Strömung nach, die
Sichtweite wird besser und mein Buddy kommt, schon auf dem Rückweg, in Sicht.
Wir geben uns kurz das OK-Zeichen und schwimmen erneut im Hauptkanal. Wir
steuern nur mit den Flossen und versuchen die Abzweigungen und Riffstempel
rechtzeitig zu erkennen, um den Weg zum Ende des Kanals unbeschadet zu
erreichen. Wahnsinn, so muß Fliegen sein!
Der Kanal führt schräg nach unten, und auf 30 Meter läßt
die Strömung dann endlich nach, und wir können die im Briefing erwähnte
hufeisenförmige Korallenformation im trüben Wasser gerade noch erkennen.
Damit wir den Eingang auf dem Rückweg mit Sicherheit erkennen, legen wir aus
toten Riffresten einen großen Pfeil. Sicher ist sicher! Einige aus unserer
Gruppe sehen wir wesentlich höher, mit der Strömung nach Süden schwimmend und
auf der Suche nach den Haien verschwinden.
Die am Riff entlangfließende Strömung ist schwach, und wir
beschließen zum Hufeisen hinauszutauchen. Dort entdecken wir eine vollständig
mit einem roten Schwamm bewachsene Gorgonie. Nach einer ausgiebigen Fotopause
tauchen wir höher in Richtung der Gruppe in der Hoffnung auf ein Haibild. Bei
20 Metern nimmt die Strömung wieder deutlich zu. Schon nach wenigen Metern
beschließen wir umzudrehen, da wir definitiv mit 100 Bar am Kanal sein
möchten.
 Daß diese Entscheidung richtig war, merken wir schnell.
Gegen die Strömung kommen wir nur langsam voran und verbrauchen viel Luft und
Kraft. Wir tauchen wieder tiefer und finden gegen die geringere Strömung recht
schnell zum Hufeisen zurück. Wir haben noch deutlich über 100 Bar und
beschließen trotzdem den Tauchgang zu beenden. Als zusätzliches
strömungsungünstiges Handicap wird der „Aufstieg", nur mit einer Hand
und dem extra Wasserwiderstand der Kamera, anstrengend genug werden. Zur
besseren Orientierung schwimmen wir dicht über dem Grund langsam Richtung Kanal
zurück in die milchige Suppe. Bei 15 Metern Tiefe können wir dann aus eigener
Kraft keinen Vortrieb mehr erzeugen. Wir klammern uns an die Riffblöcke am Rand
des Kanals. Es ist viel schlimmer als erwartet. Wie Blätter im Sturm „fliegen"
Algen, Weichkorallen und ganze Riffteile an uns vorbei. Viel schneller als daß
wir genau erkennen können, was es ist. So muß es in einem Hexenkessel sein.
Meter für Meter kämpfen wir uns mit den Händen an Korallen
festhaltend und mit den Füßen abstützend voran. Nur nicht abrutschen, denn
dann muß man von vorne beginnen. Wir verbrauchen schnell viel Luft. Nach etwa
10 Meter machen wir den ersten Halt und warten, bis sich die Atmung beruhigt und
die Kräfte wieder zurückkehren. Statt weniger, wird die Strömung jedoch
beständig stärker. Wir erreichen den 5-Meter Bereich und klemmen uns mit dem
Rücken unter einen Überhang. Die Strömung drückt uns in den Bauch und somit
mit der Flasche genau gegen den Riffblock. Mit wenig Kraft können wir uns hier
ausruhen und unseren 3 Minuten Sicherheitsstop abwarten.
Wir haben noch knapp 70 Bar und das schlimmste Stück liegt
noch vor uns. Jeder kämpft für sich um den richtigen Halt, aber das „Training"
auf den Malediven hat uns eingebläut immer in Reichweite voneinander zu
bleiben. Wenn nur einer abrutscht...
 Die genaue Position im Kanal haben wir mit nur 2 Metern
Sichtweite nicht mehr. Es geht aufwärts und gegen die Strömung. Das kann nicht
so verkehrt sein. Mit aller Kraft ziehen wir uns weiter am Riff entlang und nach
einigen Meter erkennen wir unsere Sackgasse vom Anfang und wissen, daß es fast
geschafft ist. Wir sind jetzt nur wenige Meter unter Wasser und haben die
Riffkante vor uns. Diese ist noch 40cm mit Wasser bedeckt und glitschig. Wir
haben erhebliche Schwierigkeiten, einen sicheren Halt zu finden. Ich hänge mit
nur einer Hand in einem Riffloch und kann meinen Kopf aus dem Wasser heben. Die
ägyptischen Helfer stehen schon mit Seilen in der Hälfte zwischen Riffkante
und Ufer und schauen besorgt in unsere Richtung. Nach Winken mit der Kamera
verstehen diese, daß wir nicht alleine auf das Riffdach zurückkommen und eilen
zur Hilfe. Da passiert es. Die Strömung reist mir die Kamera aus den Händen.
Daß es dann doch nur Christine war, die mir helfen wollte auf das Riffdach zu
krabbeln erkenne ich erst, nachdem der Schreck vergangen ist. Der Ägypter zieht
mit aller Kraft, und ich robbe mich über das Riff nach vorne. Nach etwa 25
Metern gelingt es mir dann aufzustehen. Ich bin fertig, meine Kraft ist alle.
Mit nur 49 Bar hätte in letzter Sekunde wirklich nichts schief gehen dürfen.
Der Helfer versucht sofort, Christine mit dem Seil zu Hilfe zu kommen, verfehlt
aber Christines ausgestreckte Hand mehrfach und eilt dann zu einer anderen
Gruppe, die noch weiter draußen an der Riffkante um Hilfe ruft. Die Kamera fest
umklammernd muß ich tatenlos zusehen wie Christine sich Meter um Meter auf dem
Riffdach nach vorne kämpft und dann endlich neben mir steht. Die Strömung ist
auf dem gesamten Riffdach noch so stark, daß wir fast erneut umgerissen werden.
Nach kurzer Verschnaufpause und in seichterem Wasser
angekommen, halten wir nach anderen Tauchern Ausschau. Die meisten haben es
nicht in den Kanal geschafft und beschlossen, am Außenriff inmitten der
Brandungswelle aufzutauchen. Nur eine Gruppe um Andy hat sich noch bis zur
Hälfte des Kanals vorgekämpft. Aus dieser Gruppe löst sich dann ein
Blondschopf, und wir sehen nur eine Flasche, die scheinbar schwimmend sich
Stück für Stück auf uns zu bewegte. Wenige Meter von uns entfernt erkennen
wir dann Andrea, die erleichtert das letzte Stück zurücklegt. Mit vereinten
Kräften können wir sie aufrichten und machen uns, unfähig noch anderen zu
helfen, auf den Weg ans Ufer.
Nach und nach kommen alle am Ufer an. Nicht nur die
Anstrengung ist jedem in das Gesicht geschrieben. Einige Ausrüstungsteile
gingen bei dem langen Weg über das Riff zu guter Letzt dann auch noch verloren.
Da bis auf Christine alle ohne Handschuhe abgetaucht waren, mußten zahlreiche
Wunden an den Händen desinfiziert werden. Andy hatte sogar eine tiefe
Schnittwunde im Knie, die getaped werden mußte.
Nachdem der Schreck verklungen war und uns dank unserer eigenen Vorsicht
nichts passiert war, konnten wir uns dann doch für dieses nur 39 Minuten
dauernde Abenteuer begeistern. Der Einstieg durch den Kanal war super. Schade,
das man nicht nur diesen Teil buchen kann. Trotzdem haben wir noch einiges
dazugelernt. Ich werde, wenn ich die Handschuhe schon in den Taschen habe, diese
vor dem Tauchgang auch anziehen. Ganz wichtig: Die teure Kamera bekommt einen
Haken, mit dem man diese am Jacket für weitere Vorfälle sichern kann. Das
Problem mit dem über das Riffdach und durch den Kanal ablaufenden Wasser haben
wir deutlich unterschätzt. Nur zwei Stunden später -bei Ebbe- wäre dies ein
problemloser Tauchgang gewesen.

El Kahaf
Auf unserer Suche nach einem
weiteren Riff mit Haien haben wir zwei Trips nach El Kahaf unternommen. Dieses
Riff wird durch einen Einschnitt im Riffdach betaucht und bietet unter Wasser
ein von Einschnitten, Höhlen und Kanälen mit vielen Sackgassen geprägtes
Revier. Auch bei einem Wiederholungstauchgang bietet es viel Abwechslung. Im
tieferen Bereich findet man zahlreiche feuerrote und bis zu 3m lange
Peitschenkorallen sowie auf 10 Meter eine riesige Salatkoralle.
  Wer glaubte, daß die Kommunikation unter Wasser eine Gruppe
von Taucherinnen behindern würde, sah sich getäuscht.
Den Beweis, ohne Worte aber mit vielen Blasen, kann man auf
den folgenden Bildern bewundern.
Die, dank der Schwerelosigkeit artistisch perfekt
vorgeführte dreier Pyramide hat so manche Taucherbrille geflutet. Selbst die
Fische haben sich angeblich vor Lachen den Bauch mit den kurzen Stummelflossen
gehalten . Nur der Foto-„Hai" hat sich angeblich, vermutlich wegen dem
Dreier, genießerische über die Zähne geleckt.
Daß der "versprochene" Hai beim ersten Tauchgang wunderschön in seiner
Höhle „schnarchte", aber die Kamera nicht wollte, und beim zweiten Mal
die Kamera dann doch wollte, aber der Hai was anderes vor hatte, ist eine andere
Geschichte.
  Der
gewöhn- liche Igelfisch Diodon hystrix „fliegt"
wie ein UFO im All vorbei. Trotz seiner Größe von fast 70cm ist er sehr
schreckhaft und läßt uns nicht näher an sich heran. Sein Gebiß steht markant
hervor und sieht aus wie ein großer Zahn.
Eine Seltenheit war dann der nur 10 cm große Papgeienfisch.
Der Schnabel mit seiner typischen Form ist schon deutlich zu erkennen.
 Die Einschnitte mit großen Sandflächen und beständiger
Strömung bieten den Anemonen gute Wachstumsbedingungen. Wir konnten bei nur
einem Tauchgang drei verschiedene Varianten bewundern.
Die Clownfischfamilie war wie immer wachsam und sofort in
Verteidigungsstellung. Ihre "Burg" wurde gegen alle Feinde (z.B.
Fotofische) ohne Angst verteidigt. Glücklicherweise sind die Bisse nicht
schlimmer als ein Zwicken und somit für den Fotografen auszuhalten.
Anemonenfische leben ausschließlich in Symbiose mit den
Seeanemonen. Eine Eigenheit der Fischfamilie ist der Geschlechterwechsel
zwischen Männchen und Weibchen. Das größte Weibchen ist  der CHEF der Familie,
und sollte dieses sterben, übernimmt das stärkste Männchen diese Rolle und
wechselt auch noch umgehend sein Geschlecht.
Da haben wir Homo Sapiens durch unsere Evolution ja gerade noch `mal Glück
gehabt!
Serib
Soraya
 Serib Soraya hatte auch sehr
schöne Hart und Weichkorallen, war jedoch nicht so stark bevölkert wie die
anderen Riffe.
In der Tiefe von 30 Metern konnten wir einige vollständig
bewachsene Korallenstöcke aufspüren. Großfische gab es jedoch leider |
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