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Datenbank - Tauchplätze - Malediven - Filitheyo, Nord Nilande Atoll



Tauchplätze Malediven

Filitheyo, Nord Nilande Atoll

Hier liegt eine Übersicht der vorhandenen Berichte zu diesem Eintrag. Hast du dort dasselbe erlebt? Oder wars etwa ganz anders? Wenn Du selbst einen Bericht hinzufügen möchtest, benutze bitte dieses Formular oder sende uns den Text (ggf.mit Bildern) per Mail.



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 Datenbank - Tauchplätze - Malediven - 11 Berichte zu diesem Eintrag!

          

Datenbankeintrag 43295
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 28.05.2008 von Pyrhu [CMAS*, 15 TG]

Wir waren im Juli 2007 auf Filitheyo. Mein Bericht zu der Tauchbasis weicht etwas von den anderen Berichten ab (s. dort), zu der Insel selbst möchte ich aber sagen, dass der Urlaub dort einfach fantastisch war.

Eine Wohltat war es, dass man weder von irgendwelchen Prolls noch von kreischenden Kleinkindern genervt wurde. Dazu muss man sagen, dass die Insel auch absolut nicht kindergeeignet ist, denn einfach mal so gefahrlos ins Wasser springen ist bei der Artenvielfalt und den scharfen Korallen nicht empfehlenswert.

Das Personal hat eine Freundlichkeit, die man ihm, anders als in manchen anderen Urlaubsländern, als authentisch abnimmt.

Als Essen gab es ein riesiges und abwechslungsreiches Buffet mit dem sowohl ´Fleischfresser´ als auch Vegetarier gut zurecht kamen. Magen-Darm-Probleme, wie sie von einigen anderen Inseln bzw. Urlaubzielen schonmal berichtet wurden, konnten wir nicht beklagen.

Die Insel ist herrlich sauber, der Strand ist perfekt und wir hatten das Glück durchgehenden Sonnenscheins.

Das einzige Manko an der Insel ist die Mückenplage, so dass meine Freundin über 100 Mückenstiche abbekommen hat, obwohl auf der Insel täglich irgendein Mückenmittel vernebelt wird (über dessen gesundheitsgefährendes Potenzial ich keine Nachforschungen angestellt habe).

Alles in allem ein kleines Paradies mit einer fantastischen Unterwasserwelt, das offentlich ein Paradies bleibt und nicht von Strömen selbstverliebter und gedankenloser Touristen zerstört wird.

Anlegesteg
Anlegesteg

Blick vom Steg
Blick vom Steg

Restaurant
Restaurant

An der Mainbar
An der Mainbar

Traumstrand
Traumstrand

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 34000
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 12.04.2007 von Christoph und Zoé [Pade OWD, 20 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.

17.03.07 – 31.03.2007 Filitheyo


Wetter:
Wir können uns über den Sonnensegen nicht beklagen. In der ersten Nacht hat es heftig gestürmt. Das war’s dann aber auch schon. Es folgte die Ruhe/Sonne nach dem Sturm.
Über die gesamten zwei Wochen auf Filitheyo hat es nicht mehr geregnet. Teilweise war der Himmel etwas bedeckt. Auf einer solch grünen Insel muss es halt zwangsweise mal regnen damit die Vegetation auch entsprechend blüht.
Regensaison hin oder her, dass Glück gehört auch dazu.


Wasserflugzeug:
Dem Bericht von Helmut und Linda kann ich nicht entsprechen.
Ankunft auf Male, Zollabfertigung, Gepäckabgabe, Transfer zur Wasserflugzeugstation. Hat bestens geklappt. Nach ca. 1 ¼ h konnten wir unser Wasserflugzeug besteigen (inkl. allem Gepäck).
Da sehr viele Gäste in Male ankamen, mussten wir wohl oder übel beim Wasserflugzeughafen etwas warten. Auf der Terrasse kann man es sich aber gut gehen lassen (kühle Drinks und kleine Snacks vorhanden. Getränke sind sehr günstig.)


Bungi:
Angekommen auf der Insel Filitheyo. Kurzes Insel-Breafing durch Hotelangestellte. Da die Insel doch eine beachtliche Grösse hat, ist dies auch sehr willkommen.
Wir fassten das Doppel-Bungi Nr. 94. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Wir waren regelrecht enttäusch. Zum ersten Mal leisteten wir uns zwei Wochen Malediven und dann das. Vom Bungi zum Strand sind es ca. 30m. Es waren 30m auf ‚schmutzigem’ Sand. Palmenwurzeln übersäten diesen Sand. Es war alles im Schatten und wirkte düster. Stand man dann am Wasser, überzeugte der Strand bei weitem nicht. Ca. 1m Höhenunterschied bestehen zwischen ‚Bungi-Sand’ und Strand. Dieser Höhen-Meter wird mit einem Schritt überwunden. Et voilà, dann stand ich also im Wasser, oder besser gesagt auf den Korallenstücken. Es ist nicht an die unzähligen klassischen Postkartenfotos zu denken. Ohne Strandschuhe kann nur sehr schwer durch das Wasser gewatet werden.
An der Rezeption taten wir unsere Unzufriedenheit kund. Dank dem engagierten Team konnten wir gut 1 ½ Tage später ins Doppel-Bungi Nr. 56 umziehen.
Viel besser!
Feiner Sand, Palmen und Sträucher welche Schatten aber auch Sonnenplätzchen zuliessen und der Strand begann genau auf dieser Höhe. Zu unserer Zeit, waren die Bungis von der Sunsetbar (ca. Nr. 29) – zur Nr. 56 ideal.
Gemäss Aussagen von Angestellten wird der Sand durch die Strömung zwei Mal pro Jahr um die Insel verschoben/getrieben.
So sind auch die verschiedenen Ausführungen über die besten Bungis in den Reiseberichten zu erklären.


Strand:
Der Strand (bereits erwähnt) entspricht nicht dem bekannten Postkarten-Image. Der Sand ist von Korallenstücken übersäht, mal mehr mal weniger. Die Brandung ist mit grösseren Steinen und Korallen besiedelt. Strandschuhe sind zu empfehlen.


Hausriff:
Der Strand mag ja nicht überzeugen, dafür ist ein traumhaftes Hausriff zu vermerken.
Schöner Sandstrand = kein oder kleines Hausriff
Strand mit viel Korallen = schönes Hausriff.

So wurde es mich gelehrt und es leuchtet ein.
Das Riff erstreckt sich praktisch um die ganze Insel. Die Vielfalt der Fische ist atemberaubend (zumindest für uns). Weissspitzenhaie, Riesenschildkröten, Muränen, Rochen usw. konnten bereits 1. Tag am Hausriff beobachtet werden. Schnorchel- und Tauchgänge am Hausriff lohnen sich allemal. Die Strömung ändert Täglich/Stündlich. Flossen sind von Vorteil. Aber keine Angst, die Strömung ist absolut erträglich. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur von ca. 27-29 °C


Schnorchelsafaris:
In den zwei gebuchten Schnorchelsafaris konnten wir mehrfach Riesenschildkröten beobachten. Der Schnorchelguide (Asis) lässt jedoch zu wünschen übrig.
Seiner Aufforderung „Follow my lead“ sollte nur beschränkt Folge geleistet werden. Wird von einem Schnorchelgast eine Schildkröte/Manta oder andere auffallende Meeresbewohner entdeckt/gemeldet, so stürmt der Guide ohne Rücksicht über/an den Gästen vorbei und versucht so nah wie möglich an die Tiere heranzukommen. Es kam soweit, dass meine Freundin und ich je eine Flosse von ihm abbekamen und die Schildkröte wegen ihm das Weite suchte. Ein solcher Guide ist absolut untolerierbar. Er ist weder kompetent noch weiss er sich in der Natur/Unterwasserwelt zu benehmen, ganz abgesehen von seinen schwimmerischen Fähigkeiten!!!!!!!!!


Tauchen:
Meine Freundin und ich sind noch Tauchanfänger, doch durften wir schon einige Tauchplätze besuchen.
Die Werner-Lau-Basis auf Filitheyo bot mehr, als ich mir wünschte.
Da unsere letzten Tauchgänge schon einige Zeit zurück lagen, wünschten wir von jemandem der Crew nochmals einen kleinen Refresher. Gesagt, getan. Sofort wurden wir von einem Angestellten freundlich und kompetent instruiert. Man zeigte uns die Basis und erklärte uns wie man sich für einen Tauchausflug / Tauchgang am Hausriff einschreibt und was es dabei zu beachten gab.
Wir hatten während den gesamten zwei Wochen begleitete Tauchgänge. Claudia (fast unser persönlicher Tauchguide) führte uns jeweils routiniert um die verschiedenen Tauchplätze. Es waren super entspannende Tauchgänge.

Vor unseren Ferien haben wir uns via Internet verschiedene Berichte zu Gemüte geführt. Die Tauchstation wurde jeweils sehr schlecht bewertet. Auf Grund dieses Umstandes schrieben wir die Basis sowie das Hauptquartier von Werner Lau direkt per E-Mail an und fragten nach den Problemen auf Filitheyo. Man bestätigte uns, dass einige Probleme auf der Insel bestanden hätten. Personelle Konsequenzen haben dann die Lage entschärft, so das Hauptquartier von Werner Lau.

Wir konnten weder unkompetente noch unmotivierte Angestellte feststellen. Ich kann die Ausführungen von anderen Berichten nicht bestätigen.
WER SUCHT, DER FINDET!

Wir hatten eine super Betreuung von A-Z.
Nach den Tauchgängen wurde man jeweils auf dem Boot mit Handtuch, Wasser, Tee, Caffee und Kokosnuss versorgt, wer hat denn da noch was zu meckern…!?


Essen:
Genial!


Spa:
Meine Freundin und ich liessen uns im Spa mit einer ‚Full body massage’ verwöhnen. Die Massage versprach nicht zu viel, wir genossen den Service für 83 $. Wir genossen es so sehr, dass wir uns für ein zweites Mal anmeldeten. Ganz nach dem Motto, „man lebt nur einmal“. Einziger Kritikpunkt: wenn man schon eine 90’-Masage ausschreibt sollte diese auch 90’ andauern. Beide Male wurde nach 75’ Schluss gemacht.


Abreise:
Am 31.03.07 war Schluss. Wir mussten unsere sieben Sachen packen.
Das Hotel liess uns am Vorabend einen Zeitplan auf Zimmer legen.
0415 Weckdienst
0430 Frühstück
0430 Gepäck wird abgeholt
0500 restl. Rechnungen an Rezeption begleichen
0515 Transfer mit Dhoni zum Wasserflugzeug

Das klappte alles hervorragend. Wir waren die einzigen Gäste, die die Insel um diese Zeit verliessen. Die Crew des Wasserflugzeuges (übernachtete im Hotel) beschritt gleich mit uns den Steg zum Dhoni. Am Ende des Steges stand unser Gepäck bereit. Ich suchte nach meiner Fotokamera, da ich noch Fotos vom Sonnenaufgang machen wollte. Jetzt legte bereits das Dhoni an, so musste ich die Suche nach meinem Fotoapparat vertagen.
Im Dhoni suchte ich dann weiter nach meiner Kamera. Ergebnislos!!
Es überkam mich ein seltsames Gefühl. In Male suchte ich dann im Hauptgepäck weiter nach meiner Kamera.

ES BESTANDEN KEINE ZWEIFEL, DIE FOTOKAMERA (inkl. Etui mit 2 Speicherkarten) WURDE DURCH ANGESTELLTE GESTOHLEN!!!

(meiner Meinung nach vom Gepäckjungen. Er hatte auf dem Weg zum
Schiffssteg genug Zeit gehabt. Unser Gepäck lag im dunkeln auf dem Steg. Ideale Voraussetzungen!

(Vor der Abreise konnten wir auf der Insel keine anderen Gäste antreffen.)
Wir schilderten diesen Vorfall von Male aus einem Paar, welches noch einen Tag länger auf der Insel weilte. Die Beiden nahmen sich der Sache an und baten den Stv. Hotelmanager nach dem Rechten zu schauen. Später dann meldete sich der Stv. Manager, dass er die entsprechenden Angestellten befragt hätte, diese wüssten aber von nichts.
Das Paar schilderte dies dem Angestellten der Surfschule. Dieser meinte, dass sich in den letzten paar Monaten einige gleiche Vorfälle ereignet hätten.

Fazit:
Ein rund um gelungener Urlaub. Abgesehen davon, dass wir leider keine Fotos von unseren Ferien haben!

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter christoph.schnetzler@gmx.ch

Zoé und Christoph

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 32399
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 13.01.2007 von Urte [Rescue NAUI, 330 TG]

Wir - Tochter,Schwiegersohn,Sohn und Schwiegertochter und ich waren im Oktober 2006 auf Filitheyo. Eine TRAUMINSEL!! von der Tauchbasis aber waren wir sehr enttäuscht; wir kamen mit großer Vorfreude und sind alle begeisterte Taucher (zwischen 40 und 330 Tauchgängen), die keine besondere Ansprüche haben bis auf Kompetenz und Freundlichkeit der Basis. Beides haben wir hier nicht gefunden.Eine sehr launische Crew, die von der Palette freundlich bis zum ignorieren des Tauchers alles bot. Man fühlte sich absolut unwillkommen.(Was von anderen Tauchern so estätigt wurde!)Die Kompetenz liess ebenfalls zu wünschen übrig, was die Auswahl und die Beschreibung der zu erwarteten Plätze betrifft. So haben einmal 80 % der Taucher eines Bootes den Tauchgang abbrechen müssen wegen extremer Gegendrift, gegen die angetaucht werden sollte. Der einzige Kommentar des guides war: wenn man das nicht kann, sollte man nicht runtergehen Na ja!?Der einheimische Guide und die einheimische Boots - und TRockenraum Crew waren sehr !! gut. Filitheyo würde ich wegen dieser Werner - Lau Basis nicht mehr besuchen!! Ich möchte mir die Wunderwelt unter Wasser nicht von einer Basis verderben lassen.
Diesen Kommentar habe ich so spät geschrieben, weil ich ihn nicht in der ersten Phase des Ärgers eventuell unüberlegt schreiben wollte. Es hat sich aber in der Beurteilung nichts geändert!

    Bewertung : ( 3 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 16145
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 05.01.2005 von Elisabeth Lamprecht [Padi Adv., 130 TG]

Filitheyo 19.-27.12.04
Mein Mann und ich kamen nach langem Flug glücklich in Fili an. Es war noch schöner als erwartet: Traumhafter Bungi (Standard) mit tollem Badezimmer und direktem Strandzugang (Nr. 52).
Wir haben gleich die Tauchbasis begutachtet und waren begeistert von der freundlichen Crew: Ibi, Barbara, Jack, Karin, Markus und Nico.
Die Basis war hervorragend, leider liessen uns die Fische ein bisschen im Stich.
Der vorletzte Tauchgang hat dann jedoch alles wettgemacht: 25 Stingrays in Formation und 3 Weisspitzenhaie!! Megasuper!
Das Glück kannte keine Grenzen, alle Taucher haben gestrahlt!
Alles in allem ein toller Urlaub: Super Essen, toller Bungi, Tauchen auch zufriedenstellend, was will man mehr!
Wir haben auch bei Jack den Nitrox-Lehrgang gemacht, er hat uns alles wirklich gut erklärt, danke Jack!
Wir können nur sagen: Fili, wir kommen wieder!
Dietmar & Elisabeth Lamprecht

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Datenbankeintrag 15175
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 06.10.2004 von Ralf [PADI Rescue, 67 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Filitheyo, Einfach toll !!!

am 5.September gings für mich los,das erste mal auf die Malediven,endlich auch mal sehen wovon alle anderen schwärmen.
Nach 10 Stunden Flug mit der LTU und 30 Min mit dem MAT ( übrigens Übergepäck kostet 2 USD/kg)landete ich also schließlich auf Filitheyo.Wo ich sehr nett !!! von Kathrin empfangen wurde,nach dem obligatorischen Check-Dive mit IBI (bestimmt einer der besten Guides der Maldiven) stand mir der Weg auf die verschiedenenTauchspots offen.Leider war die UW-Sicht in der ersten Woche noch etwas bescheiden,Sie besserte sich allerdings im laufe der kommden Woche (ist auf den Malediven Jahreszeitbedingt).Also bisheriger Kanarentaucher ist es gigantisch die Größe und vielzahl der einzelnen Fische zu sehen.Währenden den Tauchgängen sahen wir u.a. Haie,Feuerfische,Schildkröten,Tritons-Horn,Napoleons,Fledermausfische,Muränen u.v.m.die Organisation der Bootstauchgänge war für mich gigantisch,angefangen bei dem Strömungscheck von den Guides bis zur Aufmerksamkeit der Schiffsbesatzung,die wirklich fast jeden Wunsch erfüllen.
Das Hotel selber ist sehr gepflegt und hat für mich von meinen Urlaubserlebnissen her die absolut beste Küche zu bieten.Einzig zu bemängeln wäre für kleingeister das das Besteckmesser mal wieder geschliffen werden müsste.
Leider waren die 14 Tage auf der Insel viel zu schnell um.
Aber ich komme bestimmt wieder

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 15077
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 04.09.2004 von Robert ´ da diver ´ Rupprecht [Padi Divemaster, 350 TG]

5 von 6 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

servus,
hier mal ein Bericht über FILITHEYO aus der Sicht einer bayerischen Familie !!
wir sind am 19.8.04 Richtung Filitheyo von München aus gestartet und waren nach 9 Stunden Flug in Male gelandet,durch die Gepäckkontrolle durch,weiter zum Wasserflugzeug Hangar. Dort wird das ganze Gepäck gewogen ( auch das Handgepäck,der Kuschelaffe unserer Tochter macht da keine Ausnahme )und hat man mehr Kilo´s als pro Person erlaubt,zahlt man pro Kilo 5 US$.
Die ganze Abwicklung bis zum einsteigen ins ´AIRTAXI´ dauert ca. 1 Stunde. Die Flugzeit von Male nach Filitheyo dann ca.35 Minuten.
( was ihr UNBEDINGT braucht sind OHRENSTÖPSEL !!!)Am ´ Fili-Airport´,einer kleinen schwimmenden Plattform von 5x5m wartet bereits schon das Dohni zum Übersetzen auf die Insel,das nochmal ca.2o Minuten dauert.Die ganze Organisation von den Abläufen her funktioniert absolut reibungslos und streßfrei.
Zur Insel selbst können wir nur den anderen Berichten zustimmen ! Es ist weder laut noch dreckig auf der Insel.Das viel gelobte Essen ist wirklich hervorragend sodaß selbst die Kinder was zum Essen fanden.Salate,Obst,Sushi,Fleisch,frischer Fisch,Geflügel,Nachspeisen,spezielle Curry Gerichte,einfach spitze die Küche, und man kann wirklich alles bedenkenlos verzehren ohne gleich Magen-Darm Probleme zu bekommen.Unsere Tochter mit ihren 10 Jahren ist zum ersten mal ohne einer Krankheit wieder nach Hause geflogen,und sie hat schon ein bischen was gesehen von der Welt.
Was auch schön ist, ist, das man die ganze Zeit über sich keine Gedanken machen muß was zieh ich heute an zum Essen,welche Schuhe usw.,liebe Frauen und ´ PÜPPIS ´ dieser Welt,man läuft nur Barfuß egal wohin ihr geht und um die Hüften wickelt die Frau sich ein Wickeltuch, also nur leichteste Kleidung sonst schwitzt man sich den Wolf.
Unbedingt mitnehmen müßt ihr euch Mückenschutzsprays denn die kleinen Biester sid gerade wenn man beim Essen sitzt, erbarmungslos!!
Für Kinder ist der Pool dreh und angelpunkt.Unsere Befürchtung ,das evtl. keine Kinder vor Ort wären stellte sich als unbegründet herraus.

zur Taucherei:
da sieht´s nicht ganz so rosig aus !!
Wenn ich in anderen Berichten lese, daß das mit den Korallen ja nicht mehr so schlimm ist und ja schon wieder alles zu wachsen beginnt, muß ich sagen, Leute wo wart ihr tauchen ?!! Egal ob am Hausriff oder draußen in den Kanälen, da ist alles tot bis runter auf 3o m tiefe.Farben wie in Ägypten sucht ihr vergebens,und was EL Nino noch übrig ließ mähen dann frisch Brevetierte Taucher nieder, die von der teils doch starken Strömung mitgerissen und über die Korallen gezogen werden.Strömungstauchgänge sind halt nun mal was anderes als TG an einem geschütztem Riff oder heimischen Bergsee.Folglich sollte man sich vor der Urlaubsbuchung Gedanken über seine taucherischen fertigkeiten machen und nicht nach den schmerzhaften kleineren Verletzungen die den Urlaub etwas trüben werden.
Trotz allem ist die Tauchbasis von Werner Lau , durch Barbara und ihr Team bestens geführt.Sauberkeit und Hilfsbereitschaft stehen an erster Stelle, sowie immer ein offenes Ohr für Iher Gäste.
Was auch etwas negativ ist, ist der Preisliche Aspekt der Tauchgänge: 42.-US$ pro TG zuzügl.10.-US$ pro Bootsfahrt zuzügl.0,50 US$ Flaschenservice pro TG, ist für die Malediven momentan einfach zuviel verlangt.Schonen kann mann den Geldbeutel etwas indem man schon Tauchpakete zuhause vorbucht.

zum Schluß:
für uns war es ein Traumurlaub weil im großen und ganzen alles paßte.Filitheyo ist sicher nicht verkehrt wenn man mit Kindern auf die Malediven möchte.Man könnte noch soviel darüber schreiben und doch sieht jeder Mensch das ganze mit einem anderen Auge,sodas nur eins übrig bleibt: selber die Erfahrung machen


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Datenbankeintrag 15022
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 25.08.2004 von Rainer [Padi Rescue, 300 TG]

4 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Nach 2 Wochen Fiitheyo bin ich wieder nach tollen Tauchgängen und einer super Atmosphäre in good old Germany.Barbara die Basis-Chefin hat mich wieder herzlich zum 2. mal empfangen und das Tauchen und die Strömungen haben wieder viel Spaß gemacht.Hervorzuheben wie immer -IBI- der maledivische Diveguide mit seiner glücklichen Hand für Strömungen und Plätze. Wir haben sogar einen Walhai gesichtet und sind mit ihm geschnorchelt. Auf Grund der gut geführten Basis werde ich wieder zurückkehren nach Fili.
Rainer

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Datenbankeintrag 14748
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 12.06.2004 von Bratwurst

10 von 10 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir haben vom Ende Mai/Anfang Juni 2004 2 Wochen lang Filitheyo besucht. Wir können folgendes berichten:

Insel und Resort:
Sauber und schön, an der Nordseite befinden sich die Standard- auf der Südseite die Superiorbungalows. Am spitzen Ende (Richtung Atoll-Innenseite oder Westen) befindet sich die Sunset Bar. Von dort aus geht’s auch zu den Wasserbungalows. Wir hatten einen Standard (Doppel-Bungalow-Hälfte) und waren nach Meeru vor zwei Jahren sehr zufrieden. Das Bad ist unter freiem Himmel und hat Platz, reichlich warmes Wasser welches per Sonnenkollektoren erwärmt wird. Die Superiors haben zusätzlich eine Badewanne, ein Mosquitonetz, etwas mehr Platz, einen 15$ SPA Gutschein und stehen einzeln. Wer im Standard auch ein Mosquitonetz braucht, bekommt es auch. Trinkgeld spornt den Roomboy nicht unbedingt zu mehr Leistung an. Man muß nachhaken, wann die Glühbirne ausgetauscht wird.
Das Essen fanden wir ausgezeichnet. Beispiele: Jeden Abend Maki Röllchen, manchmal Sashimi, verschiedene Salate, Curry Corner mit lokalen Gerichten, mal Roast Beef oder Roast Lamb, frisch gebackenen Fisch, dazu verschiedene lokale Brotsorten und wechselnde Gemüses, Pasta Corner, mal mexikanisch, etc. Zum Nachtisch frisches Obst, eine Sorte frisches, selbstgemachtes Eis und Kuchen oder Cremes. Zum Frühstück gibt’s immer frisch gebackenes Brot in verschiedenen Sorten, verschiedene Marmeladesorten, Honig, Omelettes, Eier mit Speck und Bohnen und vielem mehr. Auch im Restaurant schien Trinkgeld die Bedienungen nicht zu beschleunigen. Ebenso wie in anderen Berichten geschildert, fiel der zweite Tee aus.
Verbrennbarer Müll wird in der Verbrennungsanlage an der Süd-Ost Ecke verbrannt, aber immer nur dann, wenn der Wind den Rauch aufs mehr rausweht. Auf der Insel haben wir nichts davon gemerkt. Küchenabfälle werden versenkt und der restliche Hartmüll kommt nach Male auf die Müllverwertungsinsel.

Wir haben beim Air Taxi 3$ pro Kilo über 20 Kilo gezahlt, das Handgepäck wurde mitgewogen.

Für die All Inclusive Rechner:
Bier: 3$
1,5 l Wasser 3$
Frischer O Saft: 4,50$
Cola: 2,50$
Coctails zwischen 5 und 10$
Mittagssnack in der Sunset Bar: ca. 7-9 $ p.p.

Tauchen:
Da wir in der Nebensaison gefahren sind, waren nur wenige Taucher auf der Insel. Reichlich Platz. Preise für Bucher aus Europa siehe Werner Laus Homepage oder beim Reiseveranstalter. Wer vor Ort zahlen möchte: Einzelner TG 47$, 10er Pack 370$, 6 Tage Non Limit (muß am Stück abgetaucht werden) 360$. Dazu kommen noch 10$ Bootsausfahrt und 0,5$ Tank Service. Ein Nitroxkurs kostete uns 100$ + 31$ für die Padi Karte. Wir haben gelernt, dass man auch von der Schweiz aus die TGs wesentlich billiger hätte buchen können. Andere Gäste haben sich bei 57,50$ pro einzelnem BootsTG entschieden, nicht mehr zu tauchen.

Diveshop:
Sehr aufgeräumt und sauber, hervorragender Kompressorraum. Ein Teil des Geldes wird als auch in den Shop gesteckt.

Hausriff:
Da gerade „Change of the seasons“ und eigentlich Regenzeit war, änderten sich gerade die Strömungen rund um das Atoll. Wir hatten deshalb kaum Strömung. Also war die Sicht relativ niedrig (im Schnitt <20m) und die Großfische waren zu dieser Zeit woanders oder wir haben sie nur nicht gesehen. Am Hausriff fast ohne Strömung hatten wir Zeit für die kleineren Dinge. Oktopoden, Anemonen, Schildkröte, Austernmuscheln, etc. Die Fische sind Taucher gewöhnt, man kommt auch als Fotograf endlich mal ein bisschen näher ran. Die Korallen erholen sich gut.

BootsTG:
Uns haben besonders der little Channel (North und South) und der Lighthouse Channel gefallen. Mit ein wenig Strömung gabs hier jagende Tunas, Weißspitzenhaie, 1 Adlerrochen. Bei anderen TGs waren sehr hübsche Anglerfische und Schaukelfische die Hauptattraktion. Einmal wurde vermutlich ein Weißspitzenhochseehai gesehen.

Fazit:
Uns haben die BootsTG nicht vom Hocker gerissen, aber zwei Wochen ohne Tauchen auf einer Insel geht eben auch nicht. Unsere Empfehlung: 6 Tage non Limit Tauchen. Nitrox lohnt, denn dann könnte man noch vor und nach den Boots-TG jeweils einen weiteren HausriffTG machen. Die Insel selbst ist wuderschön zum abspannen, Essen und Resort tragen dazu wesentlich bei. Beim Tauchen auf den Malediven haben wir aber schon besseres gesehen und auch mehr erwartet. Vor allem bei den Tauchpreisen.

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Datenbankeintrag 13349
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 16.03.2002 von Irmi und Hans

19 von 21 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 9 von 13 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Wir (Irmi und Hans) waren Ende Februar 2002 bis 15. März 2002 für fast 3 Wochen auf Fili. Wir beiden tauchen seit fast 10 Jahren und waren schon 6x auf den Malediven (Mirihi, Rangali, Biyadoo, Villivaru, Machchafushi und Filitheyo) ferner mehrmals in Aegypten, Kroatien, Bonair, Mexiko, Kanaren, Österreich und auch in heimischen Baggerweihern.

Unsere Meinung zu Filitheyo: Die Tauchbasis von Werner Lau ist ziemlich neu, alles sehr ordentlich und geplegt, die Leute kompetent und zuvorkommend, immer bemüht den Gästen alles irgendwie recht zu machen. Wir haben noch selten eine so saubere, gepflegte Topbasis gesehen. Die Tauchplätze in den Kanälen sind Extraklasse, aber bestimmt nichts für Anfänger. "Thank you for flying Filitheyo-Airlines" war oft der Spruch nach dem Strömungsflug durch die Kanäle. Tip 1: unbedingt Handschuhe egal ob von Obi oder Mares mitnehmen, sonst geht der Pflasterverbrauch ins Unendliche.
Tip 2: Nichts für Anfänger, Makrofotografen oder Luftfresser, die sollten besser die ruhigeren Innenatoll-Tauchplätze aufsuchen.
Das auf der Internetseite so hochgelobte Hausriff hat leider 2 Nachteile: Zum einen ist auf der Südseite der Weg zur Kante ziemlich weit und beschwerlich, zu anderen ziehts auch hier oft ganz gewaltig. Rekord von Einstieg 6 nach 4 schon in 8 Minuten, Rest festhalten und warten bis Luft zuende....

Übrigens neu und ganz toll: Tauchen mit Nitrox, für Malediven-Vieltaucher ein echter Sicherheitsvorteil. Bei Kursbelegung (90 $) sind die Flaschenfüllungen dann kostenlos, also den Kurs gleich machen.

Sonst ists im Atoll gottseidank recht ruhig, den Fili ist die einzige Insel im Atoll, sonst nur Einheimische, Fische und manchmal ein Kreuzfahrer.

Essen, Verpflegung und die Insel selbst absolut empfehlenswert und prima. Bitte unbedingt die Deluxe-Bungalows buchen. Diese sind freistehend, dann lebt man nicht so sehr auf Tuchfühlung mit den Nachbarn, wie bei den Doppelbungalows. Auch ist die Südseite der Insel ruhiger, weniger Wind, weniger Wellen, sehr schöne Badelagune mit weniger Steinen und Korallenresten.

Angebotenes All-Inclusive rechnet sich nur für Dauergäste am Heiniken-Reef (=Mainbar) die Getränkepreise sind maledivenüblich.

Zusammenfassung: Sehr empfehlenswerte Tauchbasis, Tauchplätze meist mit Strömung bis viel Strömung, dafür natürlich teilweise Fische wie im Aquarium. Insel ruhig, ideal zum Entspannen und erholen. Also buchen und hinfahren, uns hats gefallen.

Für weitere Fragen gerne unter unserer e-mail Adresse.

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Datenbankeintrag 13318
Filitheyo, Nord Nilande Atoll
geschrieben am 05.01.2002 von Sabine & Wolfgang

18 von 19 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 8 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hier unser Reisebericht zum Tauchurlaub auf Filitheyo im Dezember 2001 (10.12.- 24.12.2001).
Wer sich nur stichpunktartig informieren möchte, sollte die zwei eingestreuten Fazits (Hotel/ Tauchen) und die Zusammenfassung am Ende lesen.
Ernsthaft an der Insel und dem Tauchen Interessierten raten wir natürlich, sich den Text vollständig durchzulesen- das sollte einem der Maledivenurlaub schon wert sein.
Unser Bericht ist deshalb so ausführlich geraten, weil wir uns selbst einen aussagekräftigeren Bericht gewünscht hätten, bevor wir unseren Urlaub auf Filitheyo gebucht haben.
Sabine & Wolfgang, im Dezember 2001

Die Vorgeschichte:
Vier Jahre nach unseren ersten Maledivenurlauben (zweimal Mirihi im Süd-Ari-Atoll 1997) und nach zwei Ägypten-Tauchreisen (Safaga 1999 und Makadi Bay 2000) hatten wir uns dieses Jahr wieder für die Malediven entschieden. Auf den Tipp einer Arbeitskollegin hin rückte Filitheyo im Nord-Nilandhe-Atoll in die engere Wahl- sie hatte uns die Insel selbst als komfortabel und gepflegt, aber naturbelassenen beschrieben.
Das alleine reichte uns allerdings nicht, da wir als Taucher vor allem Wert auf interessante und möglichst gut erhaltene Tauchplätze legen, wie wir sie bereits aus dem südlichen Ari-Atoll gewohnt waren.
Genau das verspricht die Werner Lau-Tauchbasis in ihrer umfassenden, ansprechend gestalteten Internet-Tauchplatzdokumentation. Wir durften uns also auf "unberührte Tauchplätze der Superlative mit einem unglaublichem Fischreichtum" und ein "faszinierendes Hausriff" (Zitat www.wernerlau.com) freuen. In den Zeitungsanzeigen der Diving Centers Werner Lau heisst es zu Filitheyo: "Spektakuläres Kanalhausriff (90m tief)" und "der Fischreichtum in den Kanälen erinnert an die Malediven von vor 25 Jahren; Großfischbegegnungen satt!".
Damit stand unsere Entscheidung für 14 Tage Filitheyo endgültig fest, und wir buchten vorab umgehend 12 Tage Non-Limit-Tauchen.

Die Anreise:
Nach dem gewohnt quälenden Nachtflug mit Condor nach Male, der mit unnötig genervtem Personal, Basisverpflegung und Minimalservice glänzte (O-Ton Flugbegleiterin auf die Bitte nach einem Glas Wasser nach dem Aufwachen: "Wir haben vor 15 Minuten Getränke ausgegeben- just for info."), ging es noch mal 45 Minuten lang mit dem Air-Taxi ins Nilandhe-Atoll. Für diesen Wasserflugzeugtransport zur Insel mussten wir vor Ort Sondergebühren für Übergepäck (2,- US-$/ Kilo) bezahlen, da im Gegensatz zum internationalen Flug nur 25 Kilo Gesamtgepäck pro Person frei sind. Dies dürfte fast alle Taucher mit eigener Ausrüstung treffen und geht nur zu leicht im Kleingedruckten des Veranstalterkatalogs unter. Im Atoll angekommen, nahm uns ein Dhoni an der ungewöhnlich weit von der Insel entfernten Landeplattform auf, mit dem wir dann im Schneckentempo für nochmals etwa 20 Minuten durch das Riff zum kleinen Hafen der Insel schaukelten. Endlich da!

Die Insel:
Filitheyo ist eine größere, am Außenriff gelegene Malediveninsel, die durch ihren ausgesprochen schönen natürlichen Kokospalmenbewuchs sowie einen paradiesischen, werbefilmtauglichen Strandabschnitt an der Nordseite glänzt. Die Bewirtschaftungsgebäude und Personalunterkünfte sind für die Gäste quasi unsichtbar angelegt, auch stört kein Generatoren- oder Kompressorlärm die Idylle. Filitheyo verfügt über 8 markierte Einstiege, von denen aus das Hausriff betaucht werden kann.
Die relative Naturbelassenheit der Insel, die sich in malerischem Palmenbewuchs und zugleich für eine Hotelanlage nur wenig gestaltender Bepflanzung äußert (wir sahen kaum Blühendes), hat leider auch eine Schattenseite:
Ein wesentliches Problem auf Filitheyo ist die Moskitoplage, die uns relativ unvorbereitet traf- es wimmelt überall auf der Insel von lästigen Stechmücken (Restaurant, Bar, Tauchbasis, Badezimmer), und wer sich nicht entsprechend schützt, wird pro Tag leicht 20-30 Insektenstiche sammeln. Dies liegt vermutlich daran, dass große Teile des feuchten Unterholzes bisher nicht gelichtet wurden, was dringend in Angriff genommen werden sollte. Da nützt es nicht viel, dass täglich gegen 17.30 Uhr auf der Insel gesprüht wird: Von den ersten Schritten morgens ins Badezimmer bis tief in die Nacht hinein ist man mit der Abwehr der Plagegeister beschäftigt, was wir so massiv noch nie erlebt haben. Zum Vergleich: Auf Mirihi haben wir in insgesamt fünf Wochen keine einzige (!) Mücke gesehen. Wer keinen Insektenschutz dabeihat, kann ihn natürlich im Laden der Insel erwerben- allerdings nutzen die Mücken jede auch noch so kleine unbehandelte Körperstelle.
Glücklicherweise sind die Schlafzimmer selbst überraschend insektenfrei, dafür erwartet einen allabendlich nach dem Besuch des Roomboys ein strenger Insektizidgeruch, der nochmaliges Lüften unerlässlich macht.

Das 4,5 Sterne-Hotel:
Neben den insgesamt über 100 Einzel- und Doppelzimmern auf der Insel stehen eine Reihe von Wasserbungalows zur Verfügung (Aufschlag). Wir wohnten im Doppelbungalow Nummer 100, direkt am schönsten, aber auch windigsten Strandabschnitt auf der Nordseite (Nähe Außenriff). Die Bungalows verfügen über eine fernbedienbare Klimaanlage, Fernseher und Stereoanlage (haben wir nie benutzt) und ein abgetrenntes Badezimmer unter freiem Himmel, in dessen überdachtem Teil auch Toilette und der Kleiderschrank mit eingebautem Kühlschrank untergebracht sind. Neben den Bungalows gibt es im wesentlichen einen kleinen Pool, mehrere große Speisesäle, zwei Bars (Main- und Sunset-, letztere am Pool am Westzipfel der Insel gelegen, mit schönem Blick auf den Sonnenuntergang), einen Fitnessraum, ein Billardzimmer, eine Bibliothek, zwei Geschäfte sowie eine Surfstation und die Tauchschule.
Die Belegung der Zimmer war während unseres zweiwöchigen Aufenthaltes ausgesprochen gering: Nur schätzungsweise 30-40% der Zimmer waren bewohnt, was uns angesichts der beliebten Reisezeit (Dezember) etwas wunderte. Das Publikum war überwiegend deutschsprachig (Deutsche, Österreicher, Schweizer), daneben traf man Briten und Japaner.
Die Zimmer der Doppelbungalows sind geräumig, die Klimaanlagen sehr gut, die Betten Kingsize und beinahe schon etwas zu hart.
Kritikpunkt ist hier die Hellhörigkeit: Die Verwendung von Gipsplatten ohne ausreichende Dämmung bringt es mit sich, dass man Konversationen der Nachbarn sowie die Betätigung sämtlicher Türen wenig gedämpft mitverfolgen kann. Wenn unsere Nachbarn nicht einen Tag nach unserer Ankunft abgereist wären, hätte dies den Erholungswert massiv beeinträchtigt.
Gestört hat uns auch, dass die Insel nicht komplett barfuss begehbar war, weil nur einige der Wege mit Sand aufgeschüttet waren (andere nur zur Hälfte, viele auch gar nicht). So musste man doch wieder leichtes Schuhwerk benutzen, um beispielsweise zum Speisesaal oder zur Tauchbasis zu gelangen, ohne in kleine Korallensplitter zu treten. Kurz vor unserer Abreise setzte man das bereits sehr zögerlich begonnene Aufschütten der Wege mit feinem Sand fort, der dann allerdings stellenweise so hoch lag, dass man ihn nur "durchwaten" konnte- hier fehlte es offensichtlich an Koordination. Möglicherweise wird dieser Minuspunkt nun in absehbarer Zeit beseitigt, damit sich zukünftig ein ungehindertes Robinson-Crusoe-Gefühl einstellen kann.

Ganz hervorragend und unserer Meinung nach ein wesentliches Argument für einen Urlaub auf Filitheyo ist das Essen: Das umfangreiche Buffet ist vielfältig und abwechslungsreich, mit regionalen (Curry-Corner) sowie tageweise auch internationalen Spezialitäten ergänzt (von Sushi bis Kassler mit Sauerkraut) sind stets Fisch-, Fleisch und vegetarische Kombinationen möglich. Es gibt überraschenderweise ganz ausgezeichnetes, frisches Brot verschiedenster Sorten (z.B. auch Mehrkorn- oder Schwarzbrot), und bei den Desserts ist stets auch Eis vorhanden. Hier macht sich der Preis für die gehobene Hotelkategorie bezahlt. Wir hatten Vollpension mit "All-Inclusive" gebucht und waren die vollen zwei Wochen lang sehr zufrieden mit der gebotenen Verpflegung.

Kritikpunkt bei "All-Inclusive" ist allerdings, dass sowohl Cocktails/ Longdrinks und frische Fruchtsäfte als beispielsweise auch Wasserflaschen, Milchkaffe, Espresso sowie die Minibar im Zimmer ausgenommen sind- es ist also nicht wirklich "all inclusive". Das rächt sich insbesondere, wenn man abends an der Sunset-Bar in den Sonnenuntergang schaut und dabei nicht ein Bier oder einen Whisky, sondern etwa eine Pina Colada trinken möchte- diese darf man dann mit 8.50 US-$ voll bezahlen. Wer also im Urlaub auf Mixgetränke steht, sollte von "All-Inclusive" in der derzeit gebotenen Form Abstand nehmen, es sei denn, er konsumiert- wie wir- tagsüber relativ viele Softdrinks.
Für Taucher nachteilig ist, dass für All-Inklusive-Gäste selbst einfaches Wasser nur im Glas angeboten wird- wer also eine Wasserflasche mit auf das Tauchboot nehmen will, um dem Austrocknen vorzubeugen, darf selbst diese trotz "All Inklusive" extra bezahlen- ein schlechter Scherz. "All Inclusive" auf Filitheyo bietet unserer Meinung nach einen insgesamt mangelhaften Leistungsumfang.
Lästig im Speisesaal und in einem Hotel gehobener Kategorie absolut fehl am Platz ist das auf der ganzen Insel freilaufende Federvieh, das permanent gefüttert werden möchte und neben seinem Kot auch schon mal mit dem Schnabel einen Kratzer auf den Füßen der Gäste hinterlässt. Das und der morgendliche Weckruf der Hähne haben einen Touch von "Ferien auf dem Bauernhof" und begeistern bestenfalls die kleineren Gäste, die auf Filitheyo auch anzutreffen waren (obwohl dort keinerlei Unterhaltungsangebot oder Betreuung für sie besteht und wir uns gefragt haben, was wohl vernünftige Eltern dazu bewegen kann, Kinder ab Säuglingsalter in einem solchen Urlaub mitzubringen).

Der Service:
Die Betreuung der Gäste ist insgesamt gut: Wir hatten einen hervorragenden einheimischen Roomboy, der sich neben der üblichen Höflichkeit ("Haben Sie gut geschlafen?", "Wie war das Tauchen?" etc.) auch um persönlichere Konversation bemühte und die malediventypischen Faltkunstwerke mit dem Bettlaken vollführte. Ebenfalls sehr freundlich und aufmerksam waren die Bedienungen in den Hotelbars (insbesondere in der Sunset-Bar, unserem Lieblingsplatz); auch grüßte der griechische Hotelmanager stets im Vorbeigehen und war gerne zur Konversation in fließendem Deutsch bereit.
Unangenehm aufgefallen ist uns allerdings unsere maledivische Bedienung im Speisesaal. Aufgrund der Vollpension kamen wir dreimal täglich, waren stets freundlich und gaben nicht erst am Ende, sondern bereits nach einer Woche Trinkgeld. Dennoch wurden wir grundsätzlich weder begrüßt noch zügig bedient, was in deutlichem Gegensatz zu den immer strahlenden, stets freundlichen Köchen am Buffet stand. Dabei war der Bereich unserer Bedienung, eines permanent mürrisch wirkenden jungen Mannes, nur zu etwa einem Drittel mit Gästen belegt. Wenn er nicht gerade irgendwo herumschlurfte oder Geckos im Sand zertrat, widmete er sich mit konzentrierter bis säuerlicher Miene bevorzugt dem zentimetergenauen Ausrichten des Bestecks auf Nachbartischen oder dem bedächtigen Fegen des Sandbodens im Speisesaal. Nur das Unterschreiben der Getränkebelege wurde uns zum Teil schon eine Stunde vor Ablauf der Essenszeit angetragen- dies erinnerte uns unangenehm an Ägypten, wo man allerdings für solchermaßen schlechten Service deutlich weniger bezahlt. Nachdem wir dem jungen Mann zunächst verständnisvoll schlechte Sprachkenntnisse und Schüchternheit unterstellt hatten, kamen wir gegen Ende des Urlaubs zum Schluss, dass er für den Servicebereich offensichtlich völlig ungeeignet ist. Dies müsste eigentlich dem Hotelmanager persönlich aufgefallen sein, der mitunter auch von ihm bedient wurde, aber offenbar zufrieden mit seinem Personal war. Als sich Mitreisende an einem Nachbartisch- im Gegensatz zu uns- konsequenterweise massiv beschwert und um Ablösung gebeten hatten, erhielten sie eine freundlich-zuvorkommende einheimische Bedienung, was unser anfängliches Verständnis für die mäßige Betreuung stark reduzierte. Unseren Umfragen unter ungefähr 20 anderen Gästen zufolge hätte etwa die Hälfte des überwiegend maledivischen Personals im Speisesaal von einem aufmerksamen Management umgehend entfernt werden müssen, und zwar nicht zuletzt aufgrund der diversen offenen Beschwerden über Unhöflichkeit und Trödelei. Hiervon war auch unsere an einem Nachbartisch platzierte deutsche Reiseleitung betroffen (!), die sich eigener Angabe nach mitunter wie ein Störenfried bzw. Bittsteller vorkam.

Neben solchen negativen Personalleistungen fehlt auf Filitheyo beispielsweise die Möglichkeit, eine Mahlzeit auf dem Zimmer einzunehmen (was zum Teil bereits in Drei-Sterne-Hotels angeboten wird). Auch mangelt es an über die gängigen Ausflüge auf eine unbewohnte oder eine Einheimischeninsel und das obligatorische Nachtfischen hinausgehenden besonderen Dienstleistungen (etwa im Wellnessbereich). Erwähnenswert ist noch das "Lobster-Dinner" am Strand neben der Sunset-Bar, bei dem zwei Personen für moderate 30,- US-$ ein Langustenessen mit mehrgängigem Menu erhalten.
Zusammenfassend kann man auf Filitheyo also derzeit leider nicht durchgehend mit einem für eine Viereinhalb-Sterne-Insel angemessenen Service rechnen.

Unser Fazit zu Insel & Hotel/ Service:
- Schöne Insel, leider mückengeplagt und leicht ungepflegt
- Gute, komfortable und saubere Unterbringung, leider hellhörig
- Ausgezeichnetes Essen, Service im Speisesaal leider durchwachsen
- "All inclusive" ist nur "some inclusive"
- Keine besonderen Serviceleistungen im Angebot (Events, Wellness, Kinder etc.)

Der nun folgende Teil des Berichts ist vor allem für Taucher interessant.

Die Tauchbasis:
Die Tauchbasis, an der wir noch am Ankunftstag eincheckten, macht einen sauberen und gutsortierten Eindruck: Sowohl im Geräte- als auch im Kompressorraum herrscht Ordnung, das Equipment ist in gutem bis sehr gutem Zustand, es wird Tauchen mit Nitrox und Scootern angeboten. Der Flaschendruck der Füllungen unterschreitet 200 bar nur selten, wobei laut Anweisung mit 50 bar aufgetaucht werden soll, was wir nicht besonders schätzen (1/4 der Flaschenfüllung!), aber bei uns nie kontrolliert wurde. Es gibt vier Tauchboote (bei uns waren allerdings nur zwei davon gleichzeitig im Einsatz), mit denen jeweils ein Vormittags- und ein Nachmittagstauchgang unternommen werden kann. Dabei wird jeweils ein anspruchsvolleres sowie ein einfacher zu betauchendes Ziel angeboten. Die Ausrüstung wird in nummerierten Wäschekörben verstaut, die von aufmerksamen Helfern auf die Boote geschafft werden.
Mit dem allgemein guten Materialzustand unvereinbar ist, dass die Flaschen auf den Booten nur am Ventil mit zum Teil stark abgenutzten Gummibändern gesichert sind. Volle Flaschen können sich bei stärkerem Wellengang lösen und Taucher verletzen, was während unseres Urlaubs mehrfach nur durch schnelle Reaktion der Betroffenen und der Crew verhindert wurde- ein völlig unnötiges Risiko. Ferner überraschte uns, dass es auf den Booten keine Aufbewahrungsmöglichkeiten für Lampen und Foto- bzw. Videoequipment gibt (gepolsterte Ablagen o.Ä.), konsequenterweise fehlt an Land ein gesondertes Süßwasserbecken zum Spülen derartiger Ausrüstung. Noch mal zum Thema "vermeidbare potentielle Gefahrenquellen": Sträflich glatt ist der sauber geflieste Boden im Materialraum der Basis, der wegen der zum Trocknen aufgehängten Anzüge und Jackets immer feucht ist- eine erstklassige Gelegenheit, hier beim Hantieren mit Ausrüstung und Korb seinen kostbaren Tauchurlaub durch Ausrutschen vorzeitig zu beenden.
Die Tauchcrew (Stefan, Monika, Jan, Melody, Martin, Sato und Raphael) ist insgesamt sehr freundlich und instruktiv, erklärt eingangs die allgemeinen Abläufe und hält vor allen Tauchgängen ausgesprochen ausführliche Briefings in allen erforderlichen Sprachen ab. Tauchtauglichkeitsattest, -logbuch und -brevets wurden beim Einchecken nicht überprüft (das Unterschreiben der üblichen Haftungsausschlüsse reichte offenbar), was uns etwas wunderte. Anfänger können sich hier also als erfahrene Taucher ausgeben und dann ohne Guide in der Strömung der Bootstauchplätze für Chaos sorgen- wenn sie nicht schon beim Checkdive auffallen, der bei uns am Hausriff stattfand (keine Berechnung).

Das Hausriff:
Wir betauchten das Hausriff insgesamt nur dreimal, da es uns in jeder Beziehung enttäuschte: Es ist weder "spektakulär", noch "fischreich" (wie in der Werbung für die Insel angepriesen), hinzu kommt, dass es aufgrund der schlecht ausgestatteten Einstiege umständlich zu betauchen ist. Da wir mit dem von Werner Lau vollmundig beworbenen Kanalhausriff im Kopf abgetaucht waren, hatten wir mit Strömung, Schwarm- und Großfisch gerechnet- leider war nur ersteres zutreffend. Das "bis zu 90m tiefe Kanalhausriff" ist nicht etwa, wie die Werbung suggeriert, eine steil abfallende Wand mit Überhängen, sondern ein ganz gewöhnlicher, von der Erwärmung der vergangenen Jahre stark angegriffener Riffhang. Der Korallenbestand ist (wie wohl allgemein) größtenteils tot, Schwarmfisch und Großfisch blieben bei unseren Tauchgängen aus (Einstiege Nr. 1-3 u. 5-7): Highlights waren drei Langusten und eine kleine Seeschildkröte. Allerdings wollen die Tauchbasis-Crew und andere Taucher im Freiwasser angeblich auch Adlerrochen gesichtet haben, was zwar auch nicht gerade als "spektakulär" bezeichnet werden kann, bei der allgemein schlechten Sicht (ca. 5- 10 m) aber schon etwas heißen will. Gäste, die sich zum wiederholten Mal auf Filitheyo aufhielten, bestätigten unseren Eindruck, dass sich das Hausriff bestenfalls für Schulungstauchgänge lohnt- sofern die Strömungen mitspielen.
Hinzu kommt, dass man beim Betauchen des südlichen Hausriffs am Einstieg 1 (an der Basis/ dem Dhoni-Steg) ca. 80 m in der Fahrrinne an der Oberfläche hinauspaddeln muss, um zur Riffkante zu gelangen- kein besonderer Spaß. Gleiches gilt für die spätere Rückkehr zur Insel am Einstieg 3, wo man- anstatt mangels Leiter den Steg der dortigen Wasserbungalows nutzen zu können- eine Weile im knietiefen Wasser durch den Sand stapfen darf, bevor man am Strand zumindest die Flaschen abstellen kann, die von dort abgeholt werden. Dann folgt allerdings noch der Fußmarsch mit der restlichen Ausrüstung quer über die Insel zurück zur Tauchbasis. Kein Wunder, dass wir in zwei Wochen kaum Taucher am südlichen Hausriff antrafen.
Wir wollten aber so schnell nicht aufgeben und versuchten es an der Nordseite der Insel noch einmal (Einstieg 6-8): Hier kommt man schon nach wenigen Metern zur Riffkante- am Hang erwartete uns allerdings das gleiche Bild: Kaum intakte Korallen, eine Schildkröte, eine Muräne, einige Drückerfische. Bei Einstieg 8 ging es dann in voller Montur über Korallengeröll und Felsen in der Brandung des nahen Außenriffs zurück an Land. Ein Wunder, dass wir uns hier nicht die Knöchel verstaucht haben- dieser "Einstieg" ist eine absolute Zumutung! Jetzt schrieben wir das Hausriff endgültig ab und verlegten unsere Hoffnung auf "Spektakuläres" auf die Bootstauchgänge.

Die Bootstauchplätze:
Die Dhoni-Crews sind sehr hilfsbereit, nehmen Flossen und die Flaschen ab und sorgen dafür, dass man auch bei stärkerem Seegang zügig der Reihe nach aufgelesen wird und einigermaßen "schmerzfrei" wieder an Bord kommt.
Vorausschicken möchte ich, dass alle der insgesamt 14 Bootstauchgänge (mit genau einer Ausnahme) unter für den Dezember ungewöhnlich schlechter Sicht (ca. 5-15 Meter) litten, die Hälfte dazu unter mittlerer bis starker Strömung und in den ersten Tagen dazu noch relativ starkem Seegang beim Auftauchen/ Pickup, was unserem Gesamteindruck sicher geschadet hat. Wer möchte, sollte unsere Schilderungen mit der Dokumentation der Tauchplätze bei Werner Lau (http://www.wernerlau.de/new/filitheyo.de/index.html) vergleichen.

Ein Blick in mein Logbuch: Der erste Bootstauchgang war "Dolphin`s Corner", ein Tauchplatz, der nach der angeblich vorhandenen Delphin-Putzerstation benannt ist: "Hier ist der Spiel- und `Putzplatz` von Delphinen die sich hier im Sand von ihren Parasiten befreien..
Wir haben hier auch schon welche unter Wasser gesehen! Dazu gehört eine Portion Glück !", soweit Werner`s Page zum Tauchplatz wörtlich. Große Erwartungen also vor allem bei Sabine, die unbedingt mal einem Delphin unter Wasser begegnen möchte, allerdings als erfahrene Taucherin weiß, dass man dazu nicht nur eine "Portion", sondern eher extrem viel Glück benötigt. Sie hatte die Tauchcrew bereits ausgequetscht und erfahren, dass anscheinend niemand zumindest in diesem Atoll bisher einem Delphin unter Wasser nahegekommen ist- was mich stutzig machte: Putzerstation für Delphine? Also eine reine Vermutung, oder einfach nur kalkulierter Blödsinn? Wir werden das wohl niemals aufklären können, denn- wen hätte es überrascht- wir sahen jedenfalls keine: Die Sicht war schlecht (vielleicht 8 Meter; ein Schildkröten- und ein Stachelrochenschatten), und im zunehmend sandigen, uninteressanten Nordteil des Riffs, in dessen Richtung wir zunächst tauchten, war die Strömung so stark, dass wir unseren Versuch, umzudrehen und zurückzutauchen aufgaben und nach nur 47 Minuten wieder oben auf den Wellen schaukelten. Ok, das war nichts, auf zum nächsten Tauchplatz.
"Carpe Diem"- ein neuer Tauchplatz, noch nicht ins Internet gestellt. Ein Riff mit Korallenblöcken und einem Steilwandpart, der nett anzusehen ist- keine Strömung. Keine Großfische, ein paar Drachenköpfe. Relaxt und unspektakulär, uns aber nach dem Vormittags-Tauchgang sehr gelegen.
Nächster Tag: "Seven Stingrays"- den findet die komplette Crew toll. Ein Kanaltauchplatz: "Viele schöne Unterspülungen in allen Tiefen, große Fisch-Schwärme und sehr oft Adlerrochen und Barakudas. Bei starker Strömung "neckisch" zu tauchen."- das klingt ganz gut. Wir tauchten ab- Sabine kam schnell in einen Strömungsschatten einer der nördlichen Blöcke, ich konnte wegen der Ohren nicht schnell genug hinterher- keine Chance, zu folgen. Wir ließen uns gemeinsam auf das südliche Haupttila treiben- die Strömung wechselt hier ständig, es gibt gut erhaltene Weichkorallen, sonst sahen wir nichts, nicht mal einen Thunfisch. Schade.
Nachmittags ging es zu "Filitheyo Outside"...wir lasen die Beschreibung: "Der Wahnsinn! Fische, Fische, Fische! Große und Kleine. Unten an der Kanalkante stationär 5 Napoleons und ein riesiger Schwarm Fledermausfische."- Fünf stationäre Napoleons? Kaum zu glauben! Dafür nimmt man gerne in Kauf, dass man für einen Tauchgang in unmittelbarer Inselnähe (Außenriffkante) eine volle Bootsfahrt bezahlen muss, obwohl sie nur ein paar Minuten dauert. Wir kamen der Strömung wegen von Westen herein, sahen ein relativ intaktes Riff, ein paar Lobster, aber keinen Napoleon, obwohl wir eine zeitlang an der Riffkante hingen...dann haben uns die tatsächlich vorhandenen Fledermausfische entdeckt, und umschwärmten uns...erst fünf, zehn, dann immer mehr. Sabine war begeistert- das hatten wir wirklich noch nie. Bis zum Sicherheitsstopp waren wir im Freiwasser von ca. 40 "Fledermäusen" umringt, die- gewohnt neugierig- sehr nahe kamen. Das hat Spaß gemacht- da vergessen wir gerne die angekündigten Napoleons.
"Ayer`s Rock"- ein Giri mit "kleinen" Sachen, direkt nach dem Abtauchen entdeckte ich auf 15 Metern einen kleinen und einen großen Octopus, die sich sofort ängstlich in Korallenblöcke zurückzogen, sowie einen flüchtenden Igelfisch. Sabine hatte Probleme mit dem Druckausgleich, wir umrundeten dann doch noch die Formation gemeinsam, ohne jedoch mehr Interessantes zu entdecken. Unsere Hoffnung auf Größeres im Freiwasser begann allmählich zu schwinden.
"Coral Garden"...einen Tauchplatz diese Namens gibt es wahrscheinlich überall (wir hatten zuletzt einen in Safaga, der ihm gerecht wurde- eine schöne Hügellandschaft aus verschiedensten Steinkorallen, jede Menge Schwarmfisch). Wir waren gespannt, nicht zuletzt, weil es in der Beschreibung heißt: "Farbenprächtiger Platz, da mit Unmengen von verschiedenen Schwämmen bewachsen. Riesige Schwärme von Glas- und Jungfischen. Mit etwas Glück findet man hier auch Seegrassgeisterpfeiffenfische und Seepferdchen !!", und weiter: "Gesehen worden ist hier auch schon ein Gitarrenrochen". Das klingt sehr interessant und weckt wiederum Erwartungen. Sabine bat Monika von der Basis auf dem Boot, ihr doch unbedingt Seepferdchen zu zeigen, wenn sie welche finden würde. Darauf erklärte diese, dass es sich um eine besonders kleine, bisher nicht bestimmbare Art handele, die "wie milimetergrosse Staubfähnchen" auf dem Seegras aussehen würde. Eine biologische Sensation?- Wir ahnten also bereits, dass auch diese Tauchplatzbeschreibung mit Vorsicht zu genießen war, als wir abtauchten. Dann aber erwartete uns einer der enttäuschendsten Tauchgänge des Urlaubs: Die Steinkorallenblöcke und das ganze Riff wirkten zu 95% tot; vielleicht waren sie zuletzt vor einigen Jahren noch sehenswert gewesen. Die "bunten Schwämme" und die "Farbenpracht" aus der Beschreibung gingen im gewohnt trüben Wasser des Nachmittagstauchgangs völlig unter (Himmel bewölkt, Sicht nur um die 5 Meter), von den besonders erwähnten Seepferdchen und Pfeifenfischen ganz zu schweigen. Wir erahnten in einem Sandfeld einen kleinen Weisspitzen-Riffhai, dessen Schatten sich schnell verlor. Ein paar Glasfische an einem größeren Block- das war`s. Ein totaler Flop.

Frust machte sich breit, nicht nur bei uns: Ein neu angekommenes Paar aus Österreich, taucherfahren, mit Unterwasservideo- und -fotoequipment ausgestattet und- wie wir- Besseres gewohnt, formulierte es beim Abendessen drastisch: Sie hätten nach den ersten Hausriff- und Bootstauchgängen sofort die Insel wechseln wollen und sind froh, nur eine Woche zu bleiben. So negativ sahen wir es nicht, allerdings hatte auch ich meine Videokamera nach einem einzigen Versuch am Hausriff nicht mehr mitgenommen, da es sich einfach nicht lohnte. Einem britischen Tauchgast, der wegen der Nitrox-Möglichkeit nach Filitheyo gekommen war und- wie wir- auf die beworbenen "Großfischbegegnungen satt" gehofft hatte, ging es genauso- er ließ seine Videokamera fast regelmäßig auf dem Boot.
Das änderte sich leider auch bei "Bilehdhoo Kandu" nicht, einem Kanaltauchplatz, bei dem wir tags darauf gleich nach dem Abtauchen wie Fähnchen in einer der Sandstrassen an Steinblöcken hingen, während die Strömung durch den Kanal fegte. Wir verweilten hier gute 15 Minuten, gestresst von Deckung zu Deckung fliegend, in der Hoffnung, unter derart günstigen Bedingungen vielleicht doch einmal wenigstens einen simplen Grauhai vorbeirauschen zu sehen. Mit dem von Jan auf dem Boot kurz zuvor in Aussicht gestellten, angeblich hier einmal gesichteten Sandhai oder den im Sommer gelegentlich einlaufenden Mantas aus der Tauchplatzbeschreibung wollten wir fairerweise nicht rechnen. Aber: Bis zum Austauchen über den Riffplatten und dem Sand, über die wir uns danach weitere 35 Minuten treiben ließen, wieder nichts mit Großfisch! Obwohl der Tauchplatz nun wirklich das Potential dazu hatte.
"Little Channel North"- "Ebenfalls viel Großfisch", will uns die Beschreibung hier Glauben machen. "Ebenfalls"...da kam allmählich auch bei mir Ärger über die regelmäßig übertriebenen, teils absurden Bewertungen der Tauchplätze auf. Eine Steilwand mit ausgehöhlten Überhängen, nett anzusehen und gut zu betauchen. Und siehe da: Im Freiwasser erschienen immer wieder große jagende Thunfische und ein wirklich großer Barakuda, zudem ein scheuer kleiner Napoleon. Ich war zwar nicht wirklich begeistert, aber halbwegs versöhnt- der Tauchgang war ok.
Von jetzt an wurde genau ein Napoleon-Lippfisch zur festen Quote an jedem weiteren Tauchplatz, was uns freute. Wir betauchten nochmals "Filitheyo Outside" (diesmal von Osten her) und sahen auch dort zumindest einen.
"Route 66": Eine der besseren Unterwasserlandschaften mit zwei Riffhängen, die von einer Sandbucht geteilt werden- die Crew riet uns, von Nordwesten kommend nicht in die Sandstrasse hineinzutauchen, sondern schnell nach links an die Kanalseite zu wechseln, was wir auch machten. Ein klarer Fehler: Die vorantauchende Gruppe ging bis in die Sandbucht hinein und sah dort Mobulas und einige Weisspitzen-Riffhaie, wir nur eine ungewöhnlich große Schule grüner Papageienfische. Künstlerpech- der uns erteilte, unglückliche Rat sollte bei regelmäßigem Betauchen allerdings vermeidbar sein, zumal man bei geringer Strömung bequem alles abdecken kann.
"Banana Reef": Dieser Tauchplatz gehörte mit zum Schlechtesten, was wir je gesehen haben: Ein ziemlich kaputtes und versandetes Faru, viel Korallengeröll- das kann man unserer Meinung nach ersatzlos streichen. Außer dem flüchtenden Quotennapoleon nur einige Prachtanemonen...wir ertappten uns tatsächlich dabei, dass wir begannen, uns schon über derartig Triviales zu freuen. Angeblich war das Riffdach dann noch interessant- schade nur, dass in der Beschreibung dafür eine Tiefe von nur 1-2 Metern angegeben war, und uns die Crew erst nach dem Auftauchen hierüber aufklärte. Alles Banane!
"Jumping Jack Channel" (undokumentiert, ähnlich wie "Seven Stingrays"): Dies wurde unser bester Tauchgang- zwar gab es hier nur den üblichen Napoleon, er war allerdings sehr groß und neugierig, und wir verbrachten beinahe 10 Minuten mit ihm. Wiederum ein Kanaltauchplatz mit Drift, ausnahmsweise aber mal mit guter Sicht (ca. 15 Meter), dabei deutlich kühler (26 Grad Celsius statt der üblichen 29-30), da ins Atoll einlaufende Strömung. Die auch vorbeiziehenden Adlerrochen sahen wir nicht, dafür gefielen uns die weitläufige Unterwasserlandschaft und die intakten Korallen. Wir hätten uns mehr Tauchplätze dieser Art gewünscht!

Das Gefühl, nichts wirklich Spektakuläres mehr in diesem Urlaub auf Filitheyo zu Gesicht zu bekommen (ich spreche von den "Großen": Grauhaien, Mantas, Delphinen oder gar Walhaien, aber auch von interessanten "Kleinen": Schaukelfischen, Steinfischen, Fetzenfischen, Büschelbarschen, Seepferdchen, Fangschreckenkrebsen, etc.), brachte uns dazu, die verbleibenden Tage auf der Insel zu einem Nitrox-Kurs zu nutzen. Diesen hielt Monika für uns an zwei Tagen ab, er war für 95,- US-$ pro Person nicht direkt günstig (da nur 4 Theoriestunden), allerdings schließt der Preis das Leihen eines nitroxfähigen Computers für einen Tag sowie das Nutzen von Nitroxflaschen ohne Aufpreis ein (ansonsten +5,- US-$/ Flasche). Überraschenderweise war das relativ dünne NRC-Kursheft nicht inklusive, was wir etwas peinlich fanden (zumindest hätte man den Teilnehmern problemlos geheftete Kopien der wichtigsten Seiten ausgeben können). Egal- Monika hielt den Kurs wirklich gut, erklärte geduldig alles, und wir waren schon bald auch mit den gelben Nitrox-Flaschen unterwegs- ein klares Plus für das Tauchen auf Filitheyo!
Nach zwei weiteren Nitrox-Tauchgängen (nochmal "Seven Stingrays"- ein Stachelrochen und "King`s Corner"- größere Schnapper- und Füsilierschulen, ansonsten langweilig) wirkten sich dann die Unmengen an Plankton, Nesseln und Schwebeteilchen, die uns die ganze Zeit über die Sicht verdarben, schließlich doch noch auf meine Gehörgänge aus. Trotz regelmäßigen Spülens mit Süßwasser direkt nach den Tauchgängen bekam ich eine erst einseitige, dann beidseitige Gehörgangsentzündung und beendete der Schmerzen wegen das Tauchen. An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ausdrücklich bei Monika von der Tauchcrew bedanken, die mir alternative Ohrentropfen sowie Schmerzmittel zur Verfügung stellte, als meine Medikamente versagten- wie immer sehr hilfsbereit und freundlich.

Da Sabine inzwischen nicht mehr auf spektakuläre Begegnungen unter Wasser hoffte, ließ auch sie das Tauchen an den letzten Tagen bleiben, und wir genossen noch einige ruhige Stunden an unserem Strandabschnitt und in der Sunset-Bar, in der sich inzwischen eine größere Gruppe von Tauchern gebildet hatte, die täglich bis in die Nacht Erfahrungen und Meinungen austauschten. Hier war alles von 30- bis zu mehreren hundert Tauchgängen vertreten, dazu auch Inselwiederholer. Wir waren uns unterm Strich einig, dass wir uns alle mehr erhofft hatten und vom Tauchen im Nord Nilandhe-Atoll enttäuscht waren.

Über drei Dinge ärgerten sich alle: Zunächst über das objektiv schwache und umständlich zu betauchende Hausriff (Werbung: "Spektakuläres Kanalhausriff") und die regelmäßig übertriebenen Tauchplatzbeschreibungen (Werbung: "Unberührte Tauchplätze der Superlative").
Was Sabine und mich betrifft, so hatten wir im Süd-Ari-Atoll wirklich spektakuläre Tauchplätze mit eindrucksvollen Unterwasserlandschaften ("Broken Rock", Kuda Ra Tila", "Hudhoo Kuda Tila", "Thinfushi Tila", "Uturu Tila" ) und wesentlich mehr Schwarm- und Großfisch erlebt ("Madivaru"/ Manta Point- Mantas bereits ab Ende November, "Bobana Tila": Grauhaie).
Wir möchte allerdings dem noch relativ unerschlossenen Nilandhe-Atoll zugute halten, dass- wie es in einem älteren Tauchreiseführer von 1998 nachzulesen ist- seine Riffe möglicherweise noch immer weitgehend unbekannt sind. Leider wurden auch viele der erschlossenen Tauchplätze (insbesondere die weiter entfernten) überhaupt nicht, einige dafür gleich viermal in 12 Tagen angefahren (bspw. "Seven Stingrays"), so dass wir nur den begrenzten Ausschnitt beurteilen können, den wir gesehen haben. Diejenigen, die wir betauchen konnten (12 von möglichen ca. 35), fielen jedoch ganz überwiegend in wirklich jeder Beziehung (Formation, Fischreichtum, Interessantes) hinter den "klassischen" Tauchplätzen des Ari-Atolls zurück. Wenn die Malediven vor 25 Jahren unter Wasser so ausgesehen hätten (so die Werbung), gäbe es heute dort mit Sicherheit im Gegensatz zum Roten Meer kaum ernsthaften Tauchtourismus- dazu ist der Aufwand zu groß und das Tauchen zu teuer. Ein Mit-Taucher aus Süddeutschland, der ebenfalls etwas enttäuscht war, formulierte es so: Dass Filitheyo im Nord-Nilandhe-Atoll die einzige Hotelinsel ist, könnte man ja durchaus auch negativ sehen- vielleicht würde sich das Tauchen und damit weitere Hotelinseln hier einfach nicht lohnen.
Schließlich störte die meisten Taucher auch das im Schnitt nicht wirklich ausgeprägte, allgemeine Guiding der Tauchcrew: Martin beispielsweise gab beim Bootstauchen mehrfach falsche Strömungsrichtungen und -stärken an, die anfangs für Konfusion beim Abtauchen sorgten und später nicht mehr ernstgenommen wurden. Unter Wasser machte er sich dann einen Namen als "Schneckentaucher": Stets dem persönlichen Interesse an diesem Getier folgend, entfernte er sich durch geschicktes Untertauchen der Strömungen regelmäßig von den Tauchgruppen und ging irgendwo alleine seinem Hobby nach, ohne sich viel um die Gasttaucher zu kümmern. Dies änderte sich auch nicht, als er damit aufgezogen wurde. Wir persönlich hätten uns des weiteren gefreut, wesentlich häufiger von der Tauchcrew, die oft aus drei Guides pro Boot bestand, während eines Tauchgangs auf etwaige Besonderheiten (wie getarnte Fische etc.) aufmerksam gemacht zu werden (dies passierte nur insgesamt zweimal). Aber: Entweder haben wir das nicht mitbekommen, weil die Begleitung außerhalb unserer Sichtweite herumtauchte, oder- und das war die Regel- es geschah einfach nicht. Vielleicht fehlte auch ein beschlagener einheimischer Guide, wie wir ihn auf Mirihi erlebt hatten: Einer, der wusste, was es wirklich zu sehen gab, und vor allem auch wo, und der sich darüber hinaus nicht zu schade war, es allen Interessierten zu zeigen. Denn: Solche Eindrücke nimmt man mit und erinnert sich noch Jahre später gerne daran.

Für "Großfischbegegnungen satt" (Anzeige) kann sicher niemand eine Garantie geben (auch nicht Werner Lau, der es aber versucht). Und- wenn es- wie in unserem Urlaub- in 14 Tagen auf einer Außenriffinsel in einem kaum betauchten Atoll praktisch überhaupt nicht dazu kommt, ist auch die Tauchcrew der Basis nicht daran Schuld.
Sicher, Marketing ist wichtig- man sollte aber das Tauchen auf Filitheyo deutlich behutsamer bewerben. Denn: Wer vollmundig unseriöse Versprechungen macht, die niemand halten kann, und die vor allem auch nicht den Tatsachen entsprechen, verliert seine Kunden.

Sabine und ich waren uns jedenfalls am Urlaubsende einig: Die Tauchbasis auf Filitheyo ist insgesamt in Ordnung und wir waren gut mit der Crew zurechtgekommen. Dennoch würden wir aus Ärger über die markige, irreführende Werbung und insbesondere wegen der zu großen Diskrepanz zwischen den überzogenen Schilderungen und dem tatsächlich Gebotenen nicht wieder bei Werner Lau tauchen- und zwar auch nicht auf den anderen Inseln.

Unser Fazit zu Tauchbasis, Hausriff und Bootstauchplätzen:
- Ordentliche Tauchbasis mit guter Ausrüstung und nur kleinen Schwächen (Sicherheit, UW-Fotografie)
- Großes Plus: Das Nitrox32-Angebot
- Nette, sehr hilfsbereite Tauchcrew, leider etwas unmotiviertes UW- Begleiten der Bootstauchgänge
- Nur für Maledivenneulinge und Tauchschüler lohnenswertes, unspektakuläres und größtenteils beschädigtes Hausriff, leider zudem umständlich zu betauchen
- Gute, internetgestützte Dokumentation der Bootstauchplätze, leider übertrieben positiv und z.T. unglaubhaft; beschriebene Begegnungen bleiben größtenteils aus
- Entferntere Tauchplätze werden kaum angefahren, leider zu häufige Wiederholungen (Zeitraum: 2 Wochen)
- Bootstauchplätze (soweit angeboten) insgesamt schwach (Vergleich: Ari-Atoll), leider keine interessanten/ ausgefallenen UW-Formationen
- Für Außenrifflage und geringe Tauchfrequenz viel zu wenig Großfisch (in unserem Urlaub: Keine einzige nennenswerte Begegnung), leider auch nicht an den zumeist interessanteren Kanaltauchplätzen

Zusammenfassung zum Urlaub auf Filitheyo:
Filitheyo lohnt sich unserer Meinung nach für Erholungssuchende, Schnorchler und Tauchanfänger, die Wert auf gutes Essen legen und sich an den beschriebenen Service-Schwächen zum geforderten Preis sowie der Moskitoplage nicht stören. Erfahrenen Tauchern und Urlaubern mit Unterhaltungsbedarf oder kleinen Kindern würden wir aus den genannten Gründen derzeit von einem Urlaub auf Filitheyo abraten.

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