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Tauchplätze Deutschland - Sachsen Anhalt

Förstergrube Sandersdorf

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 Datenbank - Tauchplätze - Deutschland - Sachsen Anhalt - 3 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 14159
Förstergrube Sandersdorf
geschrieben am 02.08.2003 von Michael [PADI Rescue, 125 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Zum See:
Die Förstergrube Sandersdorf bei Bitterfeld befindet sich nur 5 Autominuten von der Autobahn A 9 entfernt. Sie liegt im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt. Es handelt sich dabei um einen ehemaligen Braunkohlentagebau, der aber bereits seit etwa 1960 für die Naherholung genutzt wird. Sichtweiten bis 5 Meter sind üblich.

Unter Wasser ähnelt dieser See stark dem Stechlinsee in Brandenburg. Wobei ich behaupten würde, dass dieser See der Bessere von Beiden ist. Kapitale Hechte und Barsche bzw. Karpfen (ich erkenne zwischen denen leider nie den Unterschied) sind vorhanden. Riesige Weidenflächen mit meterhohen Trieben, fast bis zur Oberfläche findet man bis zu einer Tiefe von 6-7 Metern. In diesem Bereich lässt es sich wunderbar Tarieren. Ab 8 Meter häufen sich karge Sandflächen auf denen aber immer noch kleinere Fische zu finden sind. Die Sprungschichten sind deutlich zu erkennen.

In ca. 400 Meter Entfernung soll sich der Gerüstbau einer Seilförderanlage befinden, diesen fanden wir leider nicht. Wir hatten aber auch nicht gezielt danach getaucht.

Während unser erster Tauchgang schräg weg von der Basis verlief und eher langweilig war, versuchten wir unser Glück im Zweiten parallel zur benachbarten Badeanstalt. Dieser war deutlich besser, nach 30 Minuten hatten wir aufgehört die kapitalen Hechte zu zählen...

Basis:
Einen derartigen Komfort wie in dieser Basis haben wir bisher noch nie genossen. Nach der direkten Vorfahrt an die Treppe der Basis erwartet einen eine Seilzuglore die das Equipment runter und nach dem Tauchen auch wieder rauffährt! Schleppen ist hier unbekannt, toll! Nachdem die Ausrüstung sicher in der Basis angekommen ist, wird der Pkw einige Meter weiter auf einem separaten Parkplatz geparkt. Die Seilzuglore kann nach kurzer Erläuterung auch selbständig genutzt werden. Das Basispersonal ist äußert höflich und geht bereitwillig auf jede Frage ein.

Die Basis ist in zwei Bereiche eingeteilt. Einer ist für Vereinsmitglieder und ein kleinerer für Gasttaucher. Beide Bereiche verfügen über Einstiegsstellen. Die Böschung am „Gästestrand“ ist gut gesichert und als Einstieg dienen im Wasser befindliche Stufen. Des weiteren ist eine kleine durch Holzlatten befestige Uferbefestigung vorhanden. Abstellflächen für die Ausrüstung stehen zur Verfügung. Leider ist der Boden überall Strand, daher empfiehlt es sich, nach dem Tauchgang den Tauchanzug im Wasser abzulegen um nicht alles voller Sand zu haben.

Es gibt eine überdachte Sitzflächen und zwei separate Toiletten. In der Nähe der Basis befindet sich des weiteren ein größerer Badestrand. Motor- und Ruderbootverleih gegen Entgelt vorhanden. Für die Basisbenutzung und das Parken entstehen Kosten. Flaschenverleih ist vorhanden.

Ich empfehle grundsätzlich eine telefonische Voranmeldung!

So findet ihr die Basis garantiert:
Die A9 bis Abfahrt Zörbig auf die B183. Nach Zörbig gibt es zwei Ausfahrten! Die zweite von Berlin aus kommend wäre die Richtige, leider ist die aber derzeit im Bau und gesperrt! (Stand: 02.08.2003) Also nehmt ihr von Berlin aus bereits die erste und folgt der Umleitung bis zur im Bau befindlichen Auffahrt. Auf der B183 fahrt ihr Richtung Bitterfeld. Parallel zur Straße verläuft links eine einspurige Bahnstrecke. Dieser folgt man ca. 3-5 Kilometer. Dann kommt ein kleines Campingplatzschild auf der rechten Seite. Hier biegt ihr zum Campingplatz nach links ein und folgt dem Waldweg. An einer Gabelung biegt ihr zweimal links ab. Dann immer dem Weg folgen bis ihr an einem der Tore des Campingplatzes ein Schild „Tauchclub Delitzsch“ seht. Von hier aus ruft ihr entweder in der Basis an unter 03493-822599 oder versucht euch durch das Tor zu zwängen und geht persönlich hin, damit euch jemand das Tor für die Zufahrt öffnet.


Die Homepage des Vereins und der Basis findet ihr unter:
http://www.tc-delitzsch.de/

Tolle Infos mit Fotos zum See findet ihr unter:
http://www.seveke.de/tauchen/reisen/Deutschland/sachsen/sandersdorf/0sandorf.htm


Fazit:
Der See war für uns erste Sahne! Optimale Sichtweiten gepaart mit größeren Fischen, sauberen Wasser und jeder Menge Grün! Dazu noch eine familiäre Basis die nicht aufdringlich ist, was will das Taucherherz mehr?! Achja... viel Betrieb war auch nicht!!

P.S. Herzlichsten Dank den beiden vorangegangen Autoren „Tom“ und „TauchBommel“ dieses Sees, sie haben mir auf meine Anfrage sehr geholfen!

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 14023
Förstergrube Sandersdorf
geschrieben am 02.06.2003 von Tom [Rescue, 220 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ich kann mich meinem Vorgänger nur anschließen, eine freundliche Basis, saubere Sanitäranlagen und ein super Einstieg. Genau richtig für einen entspannenden TG.
Die Karpfen waren sehr zutraulich, kamen auf "streichelnähe" ran und die Vegetation ist super schön. Wir hatten 10m Sicht, man kam sich vor als wenn man über eine Sommerwiese schwebt.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 13560
Förstergrube Sandersdorf
geschrieben am 23.07.2002 von TauchBommel

11 von 11 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 11 von 13 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Die Förstergrube Sandersdorf erreicht man über die Autobahn A9 Abfahrt Zörbig. Dort fährt man Richtung Bitterfeld. Noch ca. 500 Meter vor der Ortseinfahrt Sandersdorf geht es rechts über Bahngleise in einen Wald in Richtung Campingplatz. Ein entsprechendes Hinweisschild ist vorhanden. Der Tauchclub Delitzsch hat seine Basis 2 Eingänge weiter rechts vom offiziellen Zeltplatzeingang. Der Zutritt bzw. die Zufahrt wird durch ein großes Rolltor verhindert. Man kann sich aber am Tor durchzwängen und sich den Schlüssel von der Basis holen oder man benutzt den offiziellen Campingplatzeingang und läuft von da aus die 200 Meter zur Basis.

Die Basis erreicht man vom Campingplatz über eine zum Ufer hin steil abfallende Treppe. Um keine waghalsigen Gerödel-Transporte zu riskieren, hat der Tauchclub einen Aufzug für das Gerödel installiert.

Die Basis ist in einen Club- und in einen Gastbereich unterteilt. Der Gastbereich bietet genug Platz. Es gibt mehrere Bänke, eine "Futtergrippe" und Aufhängemöglichkeiten für das nasse Gerödel. Der Einstieg ist auch superbequem. An einem Steg kann das Gerödel abgelegt werden und ins Wasser geht eine Treppe direkt am Steg. Die Wassertiefe am Einstieg liegt um die 1,20 Meter. Am Steg begegnet man schon Rotfedern und Barschen.

Der See kann bis auf eine für Angler reservierte Bucht vollständig betaucht werden. Die größte Tiefe, die ich auf dem Computer hatte, lag bei 9,7 Metern.
Die Förstergrube bietet reichlich Vegetation und vor allem unzählige Süßwassermedusen, die bis zu 2 Zentimeter groß werden können. Im ufernahen Bereich findet man wieder Schwärme von Barsch und Rotfeder. Wir haben weiterhin große Spiegelkarpfen und junge Hechte gesehen - allerdings recht wenige. Die Sichtweiten lagen zwischen 2 bis 4 Meter. Mitten im See haben wir 2 Plateaus entdeckt, die von 9 auf 5 Meter ansteigen und eine "Hochebene" bilden. Auf den Plateaus spielen kleine Fischschwärme und mit etwas Glück entdeckt man einen Krebs.

Die Leute vom Tauchclub Delitzsch sind sehr freundlich. Die Preise für Basisnutzung (2 saubere Toiletten inkl.) und Flaschenfüllen sind echt human.

Fazit:
Sehenswerter See mit einigen kleinen Highlights. Schöne, ruhige Basis mit freundlichen Leuten und Preisen.

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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