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Datenbank - Tauchplätze - Spanien - Formentera



Tauchplätze Spanien

Formentera

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 Datenbank - Tauchplätze - Spanien - 1 Bericht zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 13268
Formentera
geschrieben am 30.08.2001 von Melzer Hans-Joachim

29 von 29 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 17 von 17 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Alle Jahre wieder zieht es mich mit Familie im Sommer auf die Insel Formentera, um neben einem entspannten Urlaub über Wasser mir die Welt unterwasser anzusehen. Anbei ein paar Inselimpressionen und natürlich auf Photos von der Unterwasserwelt rund um Formentera.

Die Insel liegt südlich von Ibiza und ist die kleinste der vier bewohnten Insel der Balearen.

Die längste Strasse der Insel hat ca. 17 KM Länge und führt vom Hafen La Savina bis zum Faro de La Mola. Wer dort auf der Insel ausgedehnte Ausflüge durchführen möchte, ist mit einem motorisierten Untersatz gut beraten.

In 1997 habe ich bereits die Basis La Mola hier bei Armin beschrieben, dem ist nicht viel zuzufügen, Stefan und Claudia haben viel investiert (neue Boote, PTGs, Lungen-Automaten Kompressoren, etc.) Die Basis ist noch genauso gemütlich wie damals und die Tauchplätze haben ihre Qualität behalten, oder sind sogar besser geworden.

Leider ziehen in Spanien die Preise deutlich an, Preissteigerungen von bis zu 30 % p.a. konnte ich im Urlaub feststellen (vor allem Getränke und Fischgerichte), die Preise an der Tauchbasis sind dagegen recht stabil geblieben.


Blick vom Restaurant "El Mirador" auf "La Mola" in Richtung NW


"La Savina", der Hafen Formenteras


"Torre de Cap Barbaria", im Hintergrund sieht man die Halbinsel "La Mola"


Ausblick von "unserer" Terrasse auf "La Mola"

Über Reinhardt Touristik Düsseldorf (http://www.reinhardt-touristik.de/) erreicht man schnell und bequem die Insel in ca. 4 Stunden ab Düsseldorf Airport.

Die LTU erlaubt übrigens pro Taucher 30 KG zusätzliches Tauchergepäck GRATIS!

Natürlich ohne Blei und ohne Tanks und aus den Lampen müssen die Brennner entfernt sein. Dann zwei Stunden Flug, 60 min. freudiges Koffererwarten, 30 min. Transfer zum Hafen von IBIZA, 30 min. Fährenfahrt und schon ist man in einer anderen Welt.

Getaucht wird mit der Tauchbasis La Mola am gleichnamigen RIU-Hotel am Mitjorn-Strand.

Getaucht wird an den Riffen und Steilabfällen in der Mitjorn-Bucht, an der Steilküste der La Mola, Es Calo bis hin zur Punta Prima.

Alle Tauchgänge sind in der Regel Bootstauchgänge mit Tauchtiefen bis zu maximal 36 mtr. Die Fauna und Flora im Meer rund um Formentera sind ziemlich intakt, so dass Schiffsbegegnungen mit Delfinen, Walen und anderem Grossgetier nicht ausgeschlossen sind. Die Basis hat knapp 30 Tauchspots im Angebot, für jeden Tacher ist also etwas dabei.

Der Landtauchplatz der Basis ist ein 2 mal 89Stufen-Tauchspot, direkt an der Clubanlage Punta Prima und eignet sich hervorragend für Nachtauchgänge. Von der Anlage bis hin zum Wasser sind es halt lediglich 89 Stufen hinunter! Man wird aber mit Höhlen, Sepias, Knurrhähnn und Rochen ausreichend entschädigt.


Tauchplatz " Punta Prima" , von oben gesehen

Die Insel ist im August fest in italienischer Hand und die drei weiteren Tauchbasen der Insel sind voll und ganz auf die "Touristas de la Italia" eingestellt.

Je nach Wetter, Wind und Welle wird entweder vom Mitjornstrand aus getaucht oder aber auch vom Hafen Es Calo aus:


Hafen von "Es Calo"


Windmühle ohne Flügel bei "San Ferran"

Einer der guten Geister der Tauchbasis:

Uwe, einer der Assistenten der Basis

Der Chef selbst:

Stefan


Der "Tauchbus"

Die Basis ist gut ausgestattet, es stehen drei Schlauchboote zur Verfügung- ( jeder packt beim Wassern oder Landfallen der Boote mit an!) - und der "Tauchbus" holt tauchwillige Gäste auch von deren Unterkunft ab. Die Crew ist nett, kompetent und immer zu einem Spässchen aufgelegt. Kleinere Reparaturen, z.B. Dichtungswechsel oder Anzugreparaturen, werden gern durchgeführt oder aber auch fachmännisch begleitet. Aus kleinen Löchern im Neopren werden halt schnell, wenn man es so lässt, grössere!

El Jefe Stefan kontrolliert bei der Anmeldung Brevet und ärztliches Attest, der Abschluss einer Unfallversicherung kann vor Ort durchgeführt werden, falls keine eigene besteht..

Àusfahrten finden mehrmals täglich statt, in der Saison gibt es keinen Ruhetag. Platz zur Verstauung der Ausrüstung ist genügend da, Tanks (Stahl/Alu) und Blei sind ebenfalls genügend vorhanden. (20 Pers.) Auf Wunsch gibt es einen XXL-Tank mit 12/15 ltr und zum Abschluss des Tauchtages steht ein Kühlschrank mit Dekobier zur Verfügung. Die Ausrüstung kann komplett in der Basis gelagert werden. Lampen solltet ihr allerdings aus Platzgründen in Eurer Unterkunft laden.

Jahreszeitbedingt kommen riesige Barracudaschwärme in die Tauchgebiete in Ufernähe, die es lohnt, zu beobachten.


Barracudas am Tauchplatz "Stadion"


Jagen und fressen Barracudas juvenile Mönchsfische?

Mir ist halt aufgefallen, dass die Barracudas halt immer zu der Zeit der juvenilen und damit kobaltblauen Mönchsfischschwärme in grösseren Gruppen auftauchen. Der grösste Barracuda-Schwarm hatte heuer geschätzt knapp 600 Tiere.

Ansonsten sind Brassenschwärme und Goldstriemenschwärme je nach Tauchplatz regelmässig anzutreffen. Wer gute Augen hat, wird neben den Schleimfischen auch die eine oder andere Nachtschnecke oder Bärenkrebs entdecken


Barracudas am Tauchplatz "Stadion"

Wer im Stadion taucht, sollte sich den alten Galeonen-Anker nicht entgehen lasse, er liegt ca. 20 mtr. vom Stadion entfernt in einer kleinen Sandmulde, die ringsherum von Seegras umwuchert ist.


Brassen im "Stadion"


Medusa im Freiwasser " Blaue Lagune"


Octopuss zum ersten "Punta Prima"

Octopuss, der gleiche! "Punta Prima"

und jetzt aber versteckt! Punta Prima"

Und noch einer!

Congeraal in Felsspalte

Steckmuschel mit Meerbarbenkönig und Seeigel

Steckmuscheln sind im Flachwasser leider fast alle abgesammelt, und die Stellen der noch bestehenden Restbestände werden nicht verraten.

Zackenbarsche und Muränen sind im Mittelmeer in kapitalen Grössen leider, u.a. verursacht durch die "Sport"-Harpunierer, sehr selten geworden.

Um so mehr freut es mich, mal solche kapitalen Brocken zu schiessen. Natürlich mit ww 22 mm, Blitz, Blende 8 und 100 ASA. Dieses dann aber in respektablen Tiefen ab ca. 20 Meter, die ein durchschnittlicher Schnorchler nicht mehr schafft.

Die ausgedehnten Seegraswiesen bieten Jungfischen genügend Rückzugsraum vor Ihren Fressfeinden und für einige Fische sind die Seegraswiesen reinste vegetarische Feinschmeckerlokalitäten.


Goldstriemen überm Seegras


Brasse mit Meerjunker


Juvenile Mönschsfische

Stechmuschel im Seegras

Plattfisch bei einer "Schorcheltour"

Es gibt auch im Mittelmeer "Seeanemonen", nur heissen sie hier Wachsrosen, und anstelle von Clownsfischen werden die Wachsrosen von millimetergrossen durchsichtigen Garnelen umschwärmt.


Wachsrose am Tauchplatz " Cala en Baster"

Kleine Höhle, Unterspülungen und Steilwände sind reinste Unterwasserbiotope.


Schriftbarsch

Zackenbarsch

Kl. Drachenkopf

Dirk, mein Buddy!

Der Austieg ins Licht

Drachenkopf

Meerbarbenkönige

Das Wrack der Rio Mandeo ist immer noch an Ort und Stelle, ist aber durch die Schleppnetzfischer arg mitgenommen, trotzdem aber einen TG wert.

Ich bin jedes Jahr immer wieder begeistert von der Artenvielfalt uw, den angenehmen Wassertemperaturen von über 24 Grad im Sommer, den lauschigen Nächten mit Sternschnuppen, netten Leuten am Strand und den Bars (ein Muss: Strandbar Pirata Bus) und dem mediterranem Flair.


Schorchelausflug bei "Es Calo"

Und natürlich darf das Inselgetränk Hierbas, ein Kräuterlikör, hier nicht fehlen,der einen über die tauchfreien Abende und den letzten tauchfreien Tag vor Abflug rettet. Er hilft einfach gegen alles: Fernweh, Heimweh, Zahnweh, Bauchweh,Schneeweh,.....

Leider ist die Insel, wie viele Destinationen im August, völlig überlaufen. Es ist dann laut, teuer, und in den Restaurants muss man schon mal ne Stunde auf einen Tisch warten. Deswegen, die beste Reisezeit ist Mai-Juli oder September-Oktober, dann aber für abends die Pullover nicht vergessen, es wird windig und kalt! Und: es könnte regnen!, wir hatten innerhalb von 4 Zeit-Std ca. 160 ltr/qm Regen! Das füllt die Zisterne und Mülltonnen werden zu Schiffen im Meer. Hasta proximo ano in illa de Formentera! - In diesem Sinne! - Maritime Grüsse - Jochen

Und wer mehr Inselfeeling schnuppern will: Stefan hat ne ordentliche Linkseite auf seiner HP.

Für Anregungen und/oder konstruktive Kritik. Jochen.melzer@gmx.de

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Herbstferien 2008:
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