Gangga Island Dive Resort, North Sulawesi Geschrieben am 12.03.2006 von Gerold_uder [500 TG]
Gangga Island liegt ca. 5 km nördlich von Nord-Sulawesi und bildet mit dem Bunaken Nationalpark und der Lembeh Strasse ein Dreieck. Das Gangga Island Resort hat mit 20 Bungalows die ideale Grösse für einen erholsamen Urlaub. Die Bungalows sind aus Holz gebaut und sehr schön eingerichtet. Ein sehr grosser Pool tröstet über die Tatsache hinweg, dass man im Meer wegen der Strömung und der Gezeiten praktisch nicht schwimmen oder schnorcheln kann, dafür wird mit Booten zu anderen Inseln gefahren. Zum Resort gehört auch ein kleines Spa, wo es sensationelle Massagen von Frida gibt, die sind nun wirklich empfehlenswert. Die Tauchbasis der Insel ist 1a und wird von Jan und Henriette hervorragend geführt. Auch wenn viele das nicht wirklich für notwendig empfinden, aber selbst die Anzüge werden einem gewaschen, die Flaschen aufgerödelt und das ganze Equipment wartet natürlich schon auf dem Boot, wenn man morgens nach dem Frühstück zum Tauchen fährt. Getaucht wird meist im Doppelpaket; um 8:00 Uhr wird rausgefahren (10-45 min.) und dann werden 2 TG´s gemacht, so dass man zum 4-Gänge Mittagsmenü wieder zurück ist. Wer will kann dann nachmittags oder Nachts nochmals ran, man muss die nur in der Basis anmelden, dann kann man in ca. 10 min. Entfernung mit dem Boot nach Mandarinenfischen getaucht werden (haben wir leider nicht gesehen, dafür aber einen Blauring-Octopus). Tauchen in Sulawesi ist der Traum für Makro-Fans; Grossfisch ist eher selten anzutreffen. Vom Anglerfisch, Schaukelfisch, Pfeifenfische, Pygmäen-Seepferdchen, Kalmare, Skorpionsfische sowie Nacktschnecken en masse ist hier im Kleinbereich alles anzutreffen.
Fazit: selbst zur Regenzeit ein toller Urlaub, der natürlich eine lange Anreise erfordert, aber wer Korallen und Kleinzeug mag, der ist hier richtig aufgehoben.
Die Fotos zu diesem Trip findest Du auf dieser Site unter http://www.taucher.net/photos/photo3686/index.html
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Gangga Island Dive Resort, North Sulawesi Geschrieben am 21.10.2004 von Ursi [Rescue, 280 TG]
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Gangga Island 2004 – Indonesien
Tja, was soll man da gross erzählen. Hatten wir letztes Jahr hauptsächlich Fische in XXL, haben wir den Gürtel enger geschnürt und uns Richtung Indonesien, genauer Gangga Island, aufgemacht. Das Versprechen: Alles in xxs. Fangen wir bei der Anreise an. Mit Malaysian Airlines pünktlich ab Zürich nach Kuala Lumpur, genügend Zeit zum Umsteigen und ein Kännchen Tee zu trinken, weiter nach Kota Kinabalu, Zwischenlandung, und von dort aus endlich Einreise über Manado nach Indonesien. Die 4 extra noch erstellten Passfotos haben die Damen und Herren bei der Visa-Stelle konsequent abgelehnt (so schlecht waren die nicht!). Na dann, wofür also haben wir die gemacht? Ah, evt. für die Ausreise?! Als Souvenir für die Grenzwache sozusagen? Egal, vor dem Flughafen wurden wir in Jeeps verfrachtet und irgendwie nach einer Stunde Linksverkehr hat der Fahrer auf eine ´Trophy-Strecke´ gewechselt. Also unsere Wanderwege sind besser in Schuss. Auf dem wackeligen Steg angekommen hatten wir noch eine halbe Stunde mit dem Boot vor uns bevor wir von der Leiterin des Hotels herzlichst mit gefüllten Kokosnüssen, Sandwiches und frischen Früchten begrüsst und in den Hotel- und Tauchalltag eingeweiht wurden. Unser Bungalow lag ziemlich weit hinten, was seinem Charme aber keinen Abbruch tat: ein grosses Bett mit Mückennetz (von IKEA), eine gemütliche Ecke mit zwei Stühlen und einem Tisch, der Hausbar und einem Wasserkocher mit Tee und Kaffeepulver, ein Schrank und ein Schreibtisch. Alles da. Im Bad stand nebst dem WC und der Dusche ein grosser, 25l Wasserspender. Wasser war immer und zu jeder Tageszeit inklusive. Zu den Mahlzeiten, auf dem Boot und im Zimmer. Das war auch gut so, 1.5 Grad vom Äquator enfernt trinkt man mehr als man glauben mag!! Bei Tisch wurde einfach so lange immer wieder nachgeschenkt, bis man sagte, dass man nicht mehr möchte. Das Essen war italienisch aufgebaut – also Appetitanreger, Salat, 1. Gang, Hauptspeise, Dessert – aber indonesisch angehaucht. Zwar hat man zum Mittagessen immer eine Pasta als 1. Gang haben können, aber bei den Hauptgängen wurde neben einem Fleischgericht auch zwei Fischgerichte angeboten, die indonesisch gewürzt waren. Und dann noch ein vegetarischer Hauptgang. Sehr spannend! Beim Dessert habe ich hemmungslos zugeschlagen: Frische Früchte in allen Varianten. Da hat sich mein schlechtes Gewissen etwas erholen können... Tauchen: ein Traum!!!! Wie bereits erwähnt, alles in Kleinausgabe, Nacktschnecken, Fische und Seepferdchen xxs. Wenn die sich nicht aufgeringelt hätten, hätte man sie in der Koralle nie entdeckt. Perfekt getarnt sind sie einfach klein und gut vor Fressfeinden und neugierigen Tauchern geschützt. Okay, unser Guide hat sie trotzdem gefunden, aber der war einfach gut. Ja, Guides, auch so ein Thema. Man kann dort nicht selber tauchen sondern nur geführt, in einer Gruppe von maximal 4 Personen. Komfortabel!!! Wenn man morgens auf´s Boot kam, war dein Equipement schon zusammengebaut und frische Tücher bereit. Nach dem Schuhe ausziehen hat man die Ausrüstung auf die Vollständigkeit geprüft und geschaut, ob´s auch mind. 200 Bar in der Flasche hat. Dann ging´s so zwischen 45 – 60 Minuten auf Fahrt an die schönsten Tauchplätze. Angekommen erhielten wir eine Beschreibung des Tauchplatzes, was man sehen kann und welche Gruppe mit welchem Guide in welcher Reihenfolge tauchen geht. Im Abstand von 10 – 15 Minuten folgten dann die Gruppen (maximal 4 Taucher pro Gruppe) dem Guide in die Unterwassertraumwelt. Es wird auch gesagt, dass man sich erst bereit machen soll, wenn die vorherige Gruppe im Wasser und am untertauchen ist. Ansonsten kann es passieren, dass man sich auf den Flossen rumschwimmt, was die Tauchbasis verhindern will. Der erste Tauchgang ist für die ´Erstmitkommer´ auf 20 m beschränkt. Aber es reicht um viele schöne Augenblicke zu haben. Anfangs war´s noch schwierig, das ganze kleine Getiere zu sehen und wahr zu nehmen, aber man hat sich rasch daran gewöhnt. Zu Beginn hiess es, dass man immer den gleichen Guide hat, nach Möglichkeit. Also wir haben in 5 Tauchtagen 4 Guides ´duureglooh´, wie man so schön sagt. Die hatten alle einen Tag nach dem sie uns übernommen hatten Ferientage. Diese hatten sie schon vorher zugeteilt bekommen, nicht etwa wegen uns, nur um Missverständnisse gleich auszuräumen! Schlussendlich landeten wir bei Paulus. Aber es waren alle gut!!! Nach dem ersten Tauchgang blieb man gleich auf dem Boot, hat eine Kokosnuss ausgetrunken, Bananen gegessen und sich ein wenig von den Eindrücken erholt. Kurz: Oberflächenpause. Danach Verlegung an den zweiten Tauchplatz, Briefing, tauchen, und so gegen 13.00 Uhr war man zurück auf der Insel. Wenn man am Nachmittag nochmals tauchen gehen wollte blieb die ganze Ausrüstung auf dem Boot, ansonsten wurde sie ausgewaschen und aufgehängt. Nicht einmal damit musste man sich abplagen. Nach dem Mittagessen konntest du dann immer noch spontan sagen, ob du am Nachmittag doch noch mitgehen willst oder lieber einen Dämmerungs-/Mandarintauchgang machen möchtest oder sogar einen Nachttauchgang absolvieren willst. Der Mandarintauchgang ist gut. Da wartet man vor einem kaputten Korallenfeld auf die buntesten und scheusten Fische im ganzen Meer: Auf die Mandarine. Die kommen nur bei Dämmerung für 30 – 45 Minuten raus, paaren sich in einem Tanz zur Oberfläche in der Zeit, jagen rasch und sind dann wieder weg. Die lassen sich noch Zeit beim Vorspiel! Ausserdem wissen sie, dass ein Foto von ihnen heissbegehrt ist und machen es einem extra schwer. Wenn man sie beleuchtet verschwinden sie gleich, und ohne Licht ist es schwierig, sie auf dem Display der Kamera zu orten. Und wenn frau sie im Visier hat, sind sie Zack, wieder wo anders..... Der restliche Tauchgang ist dann mehr oder weniger ein Nachttauchgang und ich habe endlich meine spanische Tänzerin gesehen. Eine sehr grosse Schnecke mit einem weissen Rand und wenn sie schwimmt sieht es aus, als würde eine Tänzerin in dem typischen Rock tanzen. Daher der Name. Beim auftauchen warteten schon die Jungs vom Boot auf uns mit heissem, gezuckerten Tee und Kuchen. Unter Sternenhimmel, in ein kuscheliges Tuch gehüllt, noch ganz belämmert von den Schönheiten der Nacht einen heissen Tee trinken, das hat Stil!! Abends vor oder nach dem Essen hatte man die Möglichkeit bei der Bar in gemütlichen Runden zu sitzen und mit Tauchern und Nichttauchern ein wenig zu plaudern. Zugegeben, die meisten Nichttaucher waren frisch Verheiratete und die hat man - wenn überhaupt - knapp zu den Mahlzeiten gesehen. Meistens sind wir aber gegen 21.30 Uhr so langsam wieder Richtung Bungalow gewandert und haben der um halb-sechs mit einem fulminanten Farbenspiel untergegangenen Sonne eine kleine Notiz hinterlegt, dass sie doch bitte nicht schon um 05.00 Uhr alle Hähne wecken und zu uns ins Zimmer scheinen soll. Kleine Anmerkung am Rande: Unter einem Moskitonetz schläft es sich ausgezeichnet. Einen Tauchtag habe ich dann doch noch ohne meine Begleiter verbracht, und die drei Tauchgänge in Bunaken absolviert. Na ja, ein paar Schwarzspitzenriffhaie, die eine und andere Schildkröte und das ganze im Strömungsschnellverfahren. Mein Geschmack war´s nicht gerade, aber die beiden Zurückgebliebenen haben mich um meine Begegnung mit den Haien beneidet. Bunaken sind vermutlich ganz schöne Tauchplätze, wenn man auch wirklich Grossfische sieht. Der grosse Vorteil von Gangga ist, dass man die Möglichkeit hat, sowohl Bunaken, als auch Lembeh mit seinem schwarzen Lavasand zu betauchen. Beides liegt in angenehmer Reichweite mit dem Boot. Beide Ausflüge sind Tagesausflüge mit Mittagessen auf dem Boot. Lembeh hat mir sehr viel mehr zugesagt, auch wenn das tauchen anders ist. Wenig Weich- oder Hartkorallen, dafür umsomehr versteckte und gut getarnte Unterwasserschätze. Angefangen bei Sandaalen, viele verschiedene Garnelen, Seepferdchen bis hin zu den paarweise vorhandenen Pegasus-Fischen. Auf den Flossenschlag muss man allerdings schon achten, ansonsten hat man dann Sichtprobleme wie in Schweizer Seen. Von unserem Bergausflug möchte ich auch noch kurz berichten. Hinter der Anlage lag ein kleiner Hügel von ca. 100m Höhe. Gut versteckt hinter Bäumen und Sträuchern. Da man von dort aus einen schönen Blick über die Insel und ihre Nachbarinnen haben soll, wollten wir alleine da hoch. Diese Absicht haben wir der Reception mitgeteilt, die uns prompt nicht alleine sondern mit einem ortskundigen Führer da hoch gejagt hat. Ja, hochgejagt kann man sagen. Rasin (unser Führer) stand also in den typischen Zehenschlarpen vor uns und hat uns kurz gemustert (ich: lange dünne Hosen, T-Shirt, Turnschuhe und Sonnenhut, einen halben Liter Wasser und den Fotoapparat umgehängt) und zog dann los. Nicht dass ich konditionell sooooo schlecht dran bin, aber eine Bergziege hätte mich nicht leichter in dem Gestrüpp bei der Hitze abhängen können wie unser Führer mit seinen Zehenschlarpen. Endlich oben angekommen musste ich mich erst einmal erholen bevor ich die Aussicht geniessen konnte. Nicht schlecht. Durch den Garten seines Vater ging´s dann zurück in die Anlage, von dort aus unter die Dusche und schnurstraks zum Erholungsschläfchen in den Schatten auf dem bungaloweigenen Liegestuhl. Bei Ebbe war der Weg zum Meer allerdings schon ein gutes Stück weiter als bei Flut. Die Heimreise war dann noch recht kurzweilig, aber wegen fehlendem Lunchpaket des Hotels ein wenig trocken und magenknurrig. Egal, ich würde sofort wieder hin!!! Das Resort und die Basis sind voll auf Taucher eingestellt und das macht den perfekten Tauchurlaub aus! Ursi
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Gangga Island Dive Resort, North Sulawesi Geschrieben am 13.04.2004 von catmother [PADI OWD, 130 TG]
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Nach der ersten Woche mit Eco Divers bei Manado wechselten wir nach Gangga Island vor der äußersten nordöstlichen Küste Sulawesis. Ja, und hier kam endlich Südseefeeling auf.
- Die Basis - Die Basis befindet sich direkt im Hotel, unmittelbar am Strand. Es ist ein Holzhaus, wie alle anderen Häuser auf der Insel auch. Dadurch fügt es sich wunderbar in die Architektur der Siedlung ein. Zur Basis gehört das Haupthaus, wo sich die Ausrüstung, das Büro, der Schulungsraum und die Arbeitsplätze für die Fotografen befinden. Ein anderes Gebäude beherbergt die Werkstatt und den Kompressorraum, ein weiteres den Waschraum. Alles ist auf kürzestem Raum erreichbar. Allerdings ist die Basis nicht rund um die Uhr geöffnet, sondern hat feste Öffnungszeiten.
Die Ausrüstung – ich habe mir eine Weste geliehen – ist in ordentlichem Zustand. An Flaschen benutzt die Basis 10l-Alu mit INT-Anschluß. Deshalb vorsichtshalber immer einen Adapter mitnehmen.
- Ausstattung des Bootes - Die beiden Tauch-Boote von den insgesamt 6 Booten sind um einiges einfacher als die der Eco Divers. Es sind einstöckige Holzboote, die nicht viel Platz bieten. Das war schon mal sehr gewöhnungsbedürftig, weil sie schnell überfüllt wirken. Der Heckbereich ist vollständig ausgefüllt vom Motorraum. Daran schließt sich der wirklich winzige Vorbereitungsbereich für die Taucher an, dann die beengte Kabine und ein offener Sitzbereich am Bug.
Dafür, daß auf dem Boot bis zu 14 Taucher mitgenommen werden, ist es für meine Begriffe viel zu eng. Das macht sich vor allem auf der „Taucherplattform“ bemerkbar. Auf diesem Mittelteil des Schiffes, das nur ca. 2 m lang ist, steht eine Bank, wo alle Flaschen drauf sind. Unter der Bank sind die Boxen mit dem Equipment der Taucher deponiert. Zwei Tauchen müssen sich eine Box teilen. Beim Anziehen geht es dann auch immer echt eng zu, denn obwohl die Taucher in Gruppen eingeteilt werden und sich nacheinander fertig machen, gibt es trotzdem ein ziemliches Gewusel, was mir furchtbar auf die Nerven ging. Dazu hatten wir ja noch drei Fotografen an Bord mit riesigen Kameras, die eine Menge Platz einnahmen und immer die erste Geige spielten, alles nach ihrer Pfeife tanzen ließen - das hat wirklich keinen Spaß gemacht. Zudem konnte man in der Kabine kaum persönliche Sachen sicher unterbringen. Bei Wellengang fiel alles um oder zu Boden, das ganze Innere des Bootes wurde naß.
Eine Toilette gibt es auf den Booten nicht. Nach dem Tauchen wird einfach ein gemeinsames Pinkeln veranstaltet - falls die Guides nicht wieder in großer Eile die Leiter hochziehen, sobald der letzte aus dem Wasser ist. Das war der zweite Punkt, der mich wahnsinnig gemacht hat: die Hektik. Alles lief nach dem Motto ab, husch, husch, ins Wasser, schwimm, schwimm, raus aus dem Wasser und ab ins Körbchen. So als könnten die es nicht erwarten, wieder nach Hause zu kommen. Furchtbar, sowas war ich von Asien sonst nicht gewöhnt.
- Preise und Angebote - Die Gangga Island Tauchbasis bietet folgende Aktivitäten an: - Tagesfahrten - Nachttauchen - Anfängerausbildung (PADI u.a.) - Spezial- und Fortgeschrittenenkurse
Hier einige Preise (gültig ab 1.4.04) 3 Tauchtage (6TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei – 250 € 5 Tauchtage (11TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei, 1 Nachttauchgang – 348 € 7 Tauchtage (16TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei, 2 Nachttauchgänge- 457 € 10 Tauchtage (22TG) 2 TG täglich Boot, Flasche, Blei, 2 Nachttauchgänge- 533 € Aufpreis für Tagestouren Bunaken oder Lembeh Strasse - 20 USD Nationalparkgebühr für einen Tauchtag im Bunaken Sea Garden - 5 USD (entfällt, wenn man woanders schon die Jahresgebühr von 150.000 Rupien bezahlt hat.)
- Tauchprogramm - Die Basis richtet ihr Programm nach dem Wetter und den Wünschen der Taucher. Wir hatten zum Beispiel einen Tauchplatz, der wirklich ausgesprochen sehenswert war und wollten da unbedingt noch ein zweites Mal hin. Also wurde dem auch entsprochen.
In der Regel wird an den drei Inseln Gangga, Bangka und Talisei in der näheren Umgebung getaucht, da sie genug Spots bieten. Aber auch Ganztages-Fahrten nach Bunaken oder in die Lembeh Street werden einmal in der Woche angeboten.
- Ein Tauchtag - Auf Gangga braucht man sich in keine Liste einschreiben, sondern nur Bescheid sagen, ob man beim nächsten Tauchgang dabei ist. Wenn man am Boot ist, fährt man eben mit. Auch Überraschungsgäste sind kein Problem, dann wird die Ausrüstung schnell noch geholt. Offensichtlich hat das die Basisleitung immer im Blick, daß die beiden Boote nie überfüllt sind. 8.15 Uhr geht es täglich los. Die Ausrüstung ist in der Regel bereits an Bord und das Equipment ist dann auch schon montiert. Alles ist vorbereitet, so daß man vor dem Tauchgang nur noch checken muß
Handtücher gibt es auf dem Boot, ebenso wie Trinkwasser, das man kostenlos erhält. Andere Getränke stehen nicht zur Vefügung.
An Liegeplätzen mangelt es natürlich bei so einem kleinen Boot. Man kann im Grunde nur auf dem Dach der Kabine liegen, aber das ist maximal Platz für vier Leute. Dafür hat man nur in der Kabine Schatten. Nur stinkt es da drin ganz oft, weil sich das Diesel in der Bilch sammelt. Mein Schatz erzählte mir von einem etwas stürmischeren Tauchgang, da war viel Diesel ausgelaufen und gaste dermaßen aus, daß es fast gefährlich war, in der Kabine zu rauchen.
Je nach Tauchspot dauern die Anfahrten von 15 Minuten bis zu einer Stunde. Am Tauchplatz wird das übliche Briefing durchgeführt, bei dem der verantwortliche Tauchguide über örtliche Gegebenheiten, Sehenswertes oder andere Besonderheiten des Tauchplatzes informiert und die Gruppen zusammengestellt. Auch hier hat jede Gruppe, egal ob erfahren oder nicht, ihren eigenen Guide.
Nach dem ersten Tauchgang geht es zum Mittagessen zurück ins Resort - eben italienische Verhältnisse.
Die zweite Ausfahrt erfolgt um 15. 30 Uhr, der Nachttauchgang beginnt um 18.30 Uhr.
Wie schon in Bunaken werden die hiesigen Tauchgänge direkt vom Boot aus begonnen und wie immer in Asien wird man dann vom Boot aufgelesen, wo einen die Strömung hintreibt.
Über die Betreuung durch die Guides kann man überhaupt nicht meckern; sie war jederzeit höchst professionell, sowohl in Hinsicht Orts- und Fauna-Kenntnis, als auch in tauchtechnischer Sachkenntnis. Und auch hier fielen vor allem die extrem geschulten Augen der einheimischen Guides auf, die jedes noch so winzige Lebewesen aufspürten.
- Tauchgebiete - Gangga Island hat das Glück, genau die Mitte von drei außerordentlichen Tauchgebieten zu bilden. So kann man neben den eigenen 24 Tauchplätzen innerhalb der Inselgruppe Bangka, Gangga und Talisei auch noch nach Osten in die Lembeh Street fahren, wo man an 7 bekannten Spots tauchen kann, oder nach Westen in den Bunaken Nationalpark, den ich im Prinzip schon beschrieben habe.
Die Tauchgebiete hier unterscheiden sich wesentlich von denen in Bunaken. Während dort Steilwände vorherrschten, gibt es hier sandige, korallenreiche Hänge und Slots, Höhlen und Korallentürme. Auch hier herrscht zeitweise eine enorme Strömung, die einen auch mal weit abtreiben kann. Deshalb sollten nur erfahrene Taucher in dieser Gegend tauchen.
Die schönsten Tauschspots liegen nach meiner Meinung um Bangka Island. Sahaung Dua bietet einen Slot mit Korallenblöcken, schöne, farbige Weichkorallen und jede Menge interessante Tiere: Büffelkopf-Papageifische, Seeschlangen, Sepien, gebänderte Garnelen, Pygmäen-Seepferde, Schaukelfische, Muränen und jede Menge Drachenköpfe.
Auch der nebenliegende Spot Sahaung Satu war nahezu Weltklasse. Gleich zu Anfang sahen wir eine Schule Büffelköpfe, was einfach ein grandioser Anblick war. Einige Tiere kamen uns ganz nah. Daneben begegneten wir Weißspitzen-Riffhaien, einer Riesen-Muräne, sahen jede Menge Kleinfische in schönen Weichkorallen, Baby-Ammenhaie, tolle Garnelen und zum ersten Mal einen schönen blauen Fisch mit gelben Flossen und schwarzen Streifen auf den Seiten. Irgendwann fiel mir ein, wo ich den schon mal gesehen hatte: es ist die Dori bei „Findet Nemo“, im richtigen Leben ein Paletten-Doktorfisch.
Tanjung Arus bietet eine wunderschöne Höhle mit drei Ein- oder Ausgängen, vielen Kleinfischen, Hummern in Nischen, Schwämmen und Weichkorallen. Außerdem konnten wir dort mehrere Napoleons, Fangschreckenkrebse, viele Langnasenbüschelbarsche und verschiedene Kaiserfische sehen.
Auch der Nachttauchgang, den wir mitmachten, war richtig gut. Für diesen inselnahen Platz sahen wir eine ganz Menge, was im Lampenlicht noch spannender wirkte.
- Meine Meinung - Von den Tauchplätzen und der Fauna her war Gangga Island auf jeden Fall viel sehens- und lohnenswerter als Bunaken. Auch das Wasser war hier sehr viel sauberer, so daß man kein so ungutes Gefühl hatte wegen dem Müll.
- Daten - Gangga Island Diving Center Gangga Island www.ganggaisland.com
Einige der Fotos wurden mir von Angela aus Wesel zur Verfügung gestellt, die wir in Indonesien kennengelernt haben und der ich hiermit einen herzlichen Dank sende.
Tauchkarte Gangga Island
Nemo läßt grüßen
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