Giravaru, Planeta Divers Geschrieben am 18.04.2006 von Jan [AOWD, 200 TG]
Hallo.
für eine standardisierte (schematisierte) Bewertung bitte unter www.bjulrich.de schauen -paßt hier aus Format-gründen leider nicht so hin.
Nun denn:
Hotel/ Essen:
Die Insel ist klein, 300m im Durchmesser etwa, hat an der Nord-Ostseite den Blick Richtung Male und leider auch auf eine industriell genutzte Insel (auf der i.d.R. eine Rauchfahne zu sehen ist - riechen tut man aber davon nichts).
Wie oben bereits angedeutet war das Frühstück sehr knapp. Wer nicht heiß und innig Pfannkuchen mit Honig oder Omlet mag, der wird Schwierigkeiten haben, morgens neben Kuchen etwas anderes als Toast mit typisch asiatischer ´Marmelade´ oder Dosen-Käse zu bekommen. Mittagessen scheint auch nicht so der Burner gewesen zu sein, wir hatten zwar nur Halbpension gebucht, doch wurde uns erzählt das die Portion (kein Buffett) sehr klein und geschmacklich durchschnittlich seien. Das Abendessen wiedholte sich zu 75% etwa im Wochentakt (was wir ok finden), hatte aber eine gute Auswahl und auch geschmacklich nicht zu ´extravagant´. Klar, das Fleisch war durch und durch gebraten/ gekocht, aber ein Buffett ist ansonsten auch schwierig zu organisieren in dem Rahmen jedenfalls. Frisch wurde immer Pasta mit Tomatensauce bereitet. Die Köche waren immer gut gelaunt und hatten eine sehr freundlich Ausstrahlung. Bestellte man eine Flasche Weißwein zum Essen, so kam diese im Standkühler mit Eis - allerdings nicht wirklich in der richtigen Temperatur.
Das Hotel ist leider in Puncto Zimmern recht renovierungsbedürftig: Die Einrichtung ist ramponiert, die Farbe an den Wänden ist in Ecken oder an Kanten z.T. ab und lieblos auch über Holzkanten (Bad) geschmiert, so daß eine ungepflegte Atmosphäre empfunden wird. Und das entspricht anscheind auch der vollenen Absicht; die Insel wird zur Zeit vermessen und vermutlich in einigen Monaten abgerissen. Eine Merriot-Anlage soll hier entstehen. Die Insel wird vermutlich noch in diesem Jahr geschlossen und da wird natürlich nur noch das notwendigste in die Infrastruktur gesteckt. Die Klimaanlagen (Programmierbar und gut einstellbar) leiert natürlich, die Liegen am Strand (plastik) sind nicht gerade zahlreich und haben die italienischen Gäste zu sprichwörtlich deutschen ´Handtuch-über-die-Liege-legen´-Mentalitäten verleiten lassen, aber wenn man um 10:00 Uhr am Strand ist, dann bekommt man mit etwas Glück noch eine (allerdings nicht im Schatten und Sonnenschrime gibt es nicht). Uns hat es nicht soviel ausgemacht, daß wir zwischen den Tauchgängen uns auf unsere Handtücher auf den schönen feinen Sand gelegt haben und uns etwas ins inselinnere unter die Bäume gelegt haben.
Es gibt so gut wie keine Mücken! (!!!) Dies macht das abendlich ´Draußen-Sitzen´ natürlich sehr angenehm. Wenn man nicht taub ist, dann hört man auch leider immer das italienische Entertainment durch die beiden italienischen Clowns die auf dieser Insel engagiert sind. Neben dem ´witzigen´ Krabbenrennen scheuen die Jungs sich nicht, gelegentlich einfach mal am Abend zur Essenszeit in gut hörbarer Lautstärke ein paar Lieder so für 10 Sek. anzuspielen. Wenn man dabei gerade sein Stranddinner hat, dann ist das vielleicht nicht das optimalste.
Tauchen:
Am letzten Abend vor unserer Reise wurde anlässlich unserer Abreise und einiger ´200ster-Tauchgänge´ spontan eine Strandparty (Photo s. Page) veranstaltet, alle drei Tauchlehrer waren dabei und noch ein paar andere Tauchgäste. Wir nahmen ein paar Drinks aus der Bar mit, etwas Gin, Eis, Wasser, Wein etc. - ein sehr schöner Abend und sicherlich auch für uns sicherlich der persönlichste Kontakt (neben dem Tauchen auf Sulawesi) den wir bisher hatten. Auch abends saßen wir oft vor und nach dem Essen an der Bar oder auf einem Steg mit ein paar Drinks und haben uns sehr lustig unterhalten. Ein Kompliment an die Basisleiterin Jutta, Derek (der nur während des europäischen Winters dort arbeitet) und Jean-Marc (der leider die Insel im Mai verläßt nach einem Jahr). Eine tolles Team!
Es gibt viele Seriengäste auf Giravaru - alle wegen dieser Atmosphäre und natürlich dem Tauchgebiet - welches sicherlich interessanter und abwechselungsreicher als das von Werner Lau so groß beworbene ´Großfische-Satt´-Tauchgebiet um Filitheyo ist (mehr auf unserer Page).
Wir sind 24 Tauchplätze angefahren, davon ein Check-Tauchgang am Hausriff (Adlerrochen, Weißspitze, Napoleon etc.), 2 Nachttauchgänge am selben und noch an einem anderen Riff ein Wiederholungstauchgang, ansonsten wurden lieber weiter entfernte Riffe angefahren als uns einen Wiederholung zuzumuten. Das ist der Vorteil einer individuellen Betreuung und bei einer kleinen Tauchbasis die immer nur mit einem Boot rausfährt nicht ganz einfach. Danke!
Faszit:
Wegen des Hotels würde ich die Insel ganz sicher nicht empfehlen, doch wer tolle Tauchgänge haben möchte, eine Top-Betreuung in einer super Tauchbasis, dem können wir Giravaru empfehlen!
Zu den Flossen: Tauchbasis 5 (einer Abzug wegen Nitrox und kleiner Waschbasins) Hotel (auch unter Preis/ Leistungsgesichtspunkten) 4 (Abzug weil Frühstück indiskutabel, Wasser viel zu teuer, arrogantes Personal im Speisraum)
Summer/2 (auch unter Preis/Leistungsgesichtspunkten) = 4.5 = 5 (tauchen ist wichtiger)
Bewertung :
( 5 von 6 Flossen )
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Giravaru, Planeta Divers Geschrieben am 04.11.2004 von daye [AOWD, 30 TG]
Giravaru, Nordmale-Atoll. Erster Eindruck, winzige Insel mit einem heruntergekommenen Hotel. Und dann - die andere Seite: Planetadivers, die Tauchbasis von Jutta und ihrem Team. Eine Woche dort und trotz Monsunwetter begeistert. Die Ausbildung und Tauchgänge sind super, die Briefings nicht hingehuscht, keine Haie angekündigt, wo sie nicht sind. Die beiden Mädels sind sehr herzlich und fröhlich und es macht einfach Spaß. Als Unterwasserguide ist Jutta nicht zu übertreffen, sie kennt jeden Fisch und jedes Garnelchen mit Namen und stellt sie alle vor. Das Hausriff ist optmimal zum orientieren, die Lagune erspart den öden Swimmingpool und ansonsten werden von dort aus die bekannten Tauchspots der Umgebung angefahren. Riffhaie, Mantas, Thunfische, Schildkröten, Hummer und Kraken tummeln sich in den Gewässern. Fazit: Wenn man eine Honeymoon-Trauminsel sucht, nicht nach Giravaru fliegen, wenn man eine professionelle und gleichzeitig persönliche Basis sucht - sofort buchen. Ein tipp: L´turs hat manchmal günstige Angebote dorthin.
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( 6 von 6 Flossen )
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Giravaru, Planeta Divers Geschrieben am 03.05.2004 von Dirk [Padi AOWD, 32 TG]
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Es ist seltsam, aber im Internet kann man nur sehr wenig über Planeta Divers auf Giravaru finden. Schade und unverständlich, da sie sich wirklich nicht hinter anderen verstecken müssen. Ein großes Lob an die ganze Mannschaft für den hervorragenden Service - über und unter Wasser. Hier wurde immer ein Briefing durchgeführt, welches sich auch nach dem Sprung ins Wasser als korrekt heraustellte. Und das ist bei weitem nicht immer selbstverständlich.Ein muß für jeden Taucher ist das Hausriff und hier insbesonders der Nachttauchgang. Eine so hervorragende Vorbereitung ( es wurde bis ins kleinste erklärt was den Taucher an Tieren und Pflanzen erwartet ) habe ich niemals zuvor erlebt. Nie hätte ich geglaubt, eine Skelettgarnele ( ca. 3mm ) mit der Lupe zu betrachten, nachdem zuvor erklärt wurde, wo und wie man sie findet. Es ist schon toll wie hier Julie, Jutta, Giovanni, Satto und Mohamed dem Gast alles erdenkliche an Erfahrung zukommen lassen. Ich kann die Tauchschule nur jedem empfehlen, der beim Tauchen nicht an Tiefen- oder Zeitrekorde, sondern an die vielen " kleine Dinge " Unterwasser denkt. Niemals hatte ich das Gefühl, dass hier nur an die berühmte "Kohle" gedacht wurde.
Die Preise sind - gemessen an andere Basen auf den Malediven - völlig normal. Die Leihausrüstung machte durchweg einen gepflegten Eindruck. Lt. Jutta ( Basisleiterin ) sind die meisten Ausrüstungsteile gerade mal 1 bis 1,5 Jahre alt, wenn sie ausgetauscht werden. Leider kann man kein Nitrox tauchen. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Die Inhaber der Basis - Jutta und Giovanni- wollen in Zukunft wohl auch Safaris mit eigenem Boot anbieten. Wann kann ich jedoch nicht genau sagen.
Einen kleines Manko gibt es allerding überall, so auch hier. Das ist in diesem Fall allerdings nicht in der Basis, sondern bei der Inselleitung zu suchen. Schade eigentlich, dass sich hier das Management nicht mehr in`s Zeug legt um die Insel mehr auf Vordermann zu bringen.
Ich hoffe das ich mit dem Beitrag den "Suchenden " zum Thema tauchen und Giravaru ein wenig helfen konnte.
Technische Details erspare ich mir hier, da ich glaube das man dies besser auf der HP von Planeta Divers selber erkundet. http://www.planeta-divers.com
Bewertung :
( 5 von 6 Flossen )
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