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Datenbank - Tauchplätze - Mexiko - Gordo Bank / Baja California



Tauchplätze Mexiko

Gordo Bank / Baja California

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 Datenbank - Tauchplätze - Mexiko - 1 Bericht zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 12167
Gordo Bank / Baja California
geschrieben am 27.05.2000 von Alex

9 von 10 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 4 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Der zweite Tauchplatz an der Baja den ich beschreiben will ist ein absolutes MUSS fuer jeden der sich ans dort ans Ende der Welt verirrt. Noch kurz was zu unsere Tauchschule. Es gibt in Cabo San Luca genau 10 Schulen. 8 davon Plaza Las Glorias, eine irgendwo in der Mitte der Stadt und einen am Ende der Marina - Amigos del Mar. Amigos del Mar ist der Laden mit der aggressivsten Werbung im Internet und man kommt nicht umhin ueber die zu stolpern wenn man sich ueber Tauchen in Baja California informiert. Waehren der zwei Wochen Urlaub haben wir mehrere Amerikaner getroffen die Timesharing-Objekte ind Cabo San Luca (CSL) besitzen und deshalb schon oft dort getaucht haben. Fast alle haben bei Amigo del Mar angefangen und alle waren enttaeuscht. Das nur als Hinweis ich will ja eigentlich eine Tauchplatz beschreiben.

Gordo Bank ist ein Sea Mound 8 Seemeilen vor der Kueste. Die Trips kosten bei allen Anbietern 120 USD/Person und man muss zumindestens vier Leute haben. Da wir ein Tauchpaket fuer 2 Wochen ausgemacht hatten (was voellig unverstaendlich fuer die Jungs war, die Amerikaner gehen hoechstens 2-3 Mal in ihrem Urlaub tauchen und bleiben auch nur uebers Wochende) haben wir 20% Rabatt bekommen. Gordo Bank ist der Walhaiplatz in der Kapregion der Baja California. Andere Plaetze sind El Bajo bei LaPaz (200km noerdlich) und Loretto (600 km noerdlich). Da wir soviel getaucht haben und im Vergleich zu den unorganisierten Amis so unanstrengende Taucher waren (O-Ton unser Tauchguide) wurde extra fuer mich und meine Frau eine Tour organisiert. Im Mai gibts da nur einen Haken. Es ist soviel Plankton im Wasser, dass man u.U. keine 5 Meter weit sehen kann. Wir hatten Glueck und es war ein extrem ruhiger Tag, was unsere Maegen auch sehr begruessten, angesichts einer dreistuendigen Oberflaechenpause mitten im Pazifik.

Ein Tip noch fuer Gordo Bank: Lands End Divers koennen fast als einzige den Tauchplatz ohne GPS finden. (fuer alle die nicht wissen was ein Sea Mound ist: unterseeischer Berg der fast bis zur Oberflaeche oder gering darueberhinaus ragt. Oft mitten im Meer oder am Ende einer Halbinsel) Gordo Bank reicht bis 40 Meter unter die Wasseroberflaeche. Wir sind ins Wasser gesprungen und wurden von einem auftauchenden mittelgrossen Walhai (10m) begruesst. Dieser ist ca. 5 Minuten mit- oder fast durch mich durch geschwommen (absolut keine Beruehrungsaengste von Seiten des Walhais) um dann zu verschwinden. Sicht betrug ca. 20 Meter maximal. Im Spaetsommer sollen 50-100 Meter normal sein. Wir sind dann kurs runter auf 40 Meter zur Spitze des Berges getaucht und haben nichts wirklich aufregendes gesehen. es wurde dann auch ziemlich kalt und wir haben uns so bei 25 meter eingependelt und hingen etwas im Blauen herum. Recht beeindruckend war ein riesiger Thunfischschwarm der ca. 10 Minuten lang an und um uns vorbei geschwommen ist mit einer wahnsinns Geschwindigkeit. Abgeloest wurden die Thunfische durch eine Makrelenschwarm sowie eine riesige Schule von Pacific Porkfish. Danach kam ein andere Walhai vorbei mit dem wir dann die restlichen 10 Minuten Tauchgangs mitgeschwommen sind und der so freundlich war waehrend des Sicherheitsstopps um uns zu kreisen.

Unser Guide konnte es sich nicht verkneifen zum abschluss noch einen kleinen Ritt an der Rueckenflosse mitzumachen. (Man muss schon zugeben, dass die Guides an der Baja nicht gerade den Underwater Naturalist Preis von PADI verliehen bekommen wuerden, in einem Meer in dem die Adlerrochen und die Marlins ab und zu vor Begeisterung aus dem Meer springen Walhaie zu neunt und Mantas in Hunderterschulen auftreten ist das Bewusstsein, dass das alles mal nicht mehr so sein koennte, nicht sehr ausgepraegt. Die Aussicht auf ein ordentliches Trinkgeld wenn man einem reichen Touri einen Octopuss auf den Arm setzt oder ihm einen Ritt auf einm Manta oder Walhai verschafft ist zudem verlockend. Abgesehen davon muss man aber mal festhalten, dass entgegen meiner bisherigen Informationen, der Walhei durchaus kein scheues Geschoepf ist. Der Hai ist weder abgetaucht noch hat er sich von unserer Sicherheitsleine entfernt. Erst als wir alle an der Oberflaeche waren ist er davongeschwommen, und angefuettert wurde er ja wohl nicht :-)

Die Oberflaechenpause war etwas Hart da jetzt die 35 Grad im Schatten zu 50 Grad ohne Schatten wurden. Der Kapitae haelt fuer 10 Minuten die Angel ins Wasser und hat einen Wahoo (irgenwas Hecht/Barracudaartiges) an der Angel und war fuer die naechsten 50 Minuten beschaeftigt. Der Bootsjunge hatte weniger Glueck denn an seiner Angel befand sich ein 2.5 Meter breiter Manta. Erstaunlicherweise kam der Manta von alleine an die Oberflaeche so als wolle er sich zeigen, und dass wir ihn ja wohl nicht haetten angeln wollen. Wir sind dann auch ins Wasser um ihn zu befreien aber er konnte sich dann doch von alleien wieder befreien. Genug geangelt aber noch 1.5 Stunden Oberflaechenpause. Unser Guide meinte Schnorcheln waere nicht sehr sinvoll so mitten im Pazifik aber vielleicht haetten wir Glueck. Also rein - tatsaechlich, nix. Nach 10 Minuten tauchte dann aber doch 10 Meter unter uns die heiss ersehnte Silhouette wieder auf und kam fast bis an die Oberflaeche -ein Walhai. Und wieder zeigte er sich nicht gerade von seiner scheuen Seite. Insgesamt eine Stunde ist er zwischen 10 und 2 Metern unter uns geschwommen mit einer Geschwindigkeit der wir leicht folgen konnten.

Wir sind dann wieder aufs Boot und haben aufgeroedelt und dachten es koenne ja wohl nicht mehr besser kommen. Es kam aber besser. Bei unserem zweiten Tauchgang wurden wir gleich wieder von einem Walhai, allerdings einem groesseren Exemplar empfangen und fuer 10 Minuten begleitet und ploetzlich sehen wir ueber uns den Schatten eines zweiten Walhais. Es waren ein Maennchen und ein Weibchen und die beiden haben sich nicht sonderlich von uns stoeren lassen. Die beiden sind um uns herumgeschwommen, haben uns mehrmals gestreift und ich konnte dann halt doch nicht mir halten und musste mich auch mal festhalten. Schande ueber mich und Asche auf mein Haupt, aber er hat mich quasi eingeladen. Im Grunde bin ich auch mehr mitgeschwommen als, dass ich mich haette ziehen lassen. Die ganze Aktion hat ordentlich Luft verbraucht zumal ich mich nach 5 Minuten wieder auf 35 Metern fand, so dass wir den TG dann etwas frueher beendet haben.

Unser Guide war etwas enttaeuscht, dass er uns keine Mantas zeigen konnte und erzaehlte noch von den anderen Jahreszeiten. Im Juni,Juli finden sich hier Schulen von mehreren hundert Hammerhaien und man wuerde dann auch unterwasser oefter mal Marlins oder Segelfische sehen. Uns hats erstmal gereicht. Ich habe diesen Platz natuerlich mit -sehr gut- bewertet; man aber fairerweise dazusagen, dass es wie auch an allen anderen Plaetzen der Erde keine Garantie gibt Walhaie zu sehen. Eine Woche vorher wollten 4 Canadier die wir auch kennengelernt hatten ihr Glueck erzwingen und unbedingt raus obwohl die Tauchschule abgeraten hatte, weil das Wetter auf offener See zu schlecht war und die Jungs hatten zwei Tauchgaenge mitten im Pazifik und haben sich dreissig Minuten lang einen Makrelenschwarm angesehen. NAch dem unbeeindruckten Gesichtsausdruck unseres Guides zufolge denke ich aber, dass sich hier einer der Plaetze auf der Erde befindet wo die Wahrscheinlichkeit enorm hoch ist in einem zweiwoechigen Urlaub einem Walhai zu begegnen.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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