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Datenbank - Tauchplätze - Ägypten - Gordon Reef (Straße von Tiran)



Tauchplätze Ägypten

Gordon Reef (Straße von Tiran)

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 Datenbank - Tauchplätze - Ägypten - 1 Bericht zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 12345
Gordon Reef (Straße von Tiran)
geschrieben am 31.03.2000 von Oli

25 von 34 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 14 von 23 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Gordon Reef wurde benannt nach einem der Kartographierer dieses einstmals verlassenen Landstrichs. Entsprechend auch die anderen Riffe namens Woodhouse, Jackson und Thomas. Das Gordon Reef ist das südlichste Riff von den vier Riffen in der Straße von Tiran. Auf dem Riffdach befindet sich eine Leuchtboje. Bis zum nächsten Leuchtfeuer bei Ras Nasrani an der Sinai-Küste sind es nur zwei Kilometer Entfernung. Diese Stelle ist somit das Nadelöhr in der Straße von Akaba. Siehe auch die Tauchplatzkarte vom Gordon-Reef !

Entsprechend ist mit Strömungen zu rechnen ! Auf dem Riff befindet sich außerdem das Wrack der "Loullia". Dieses Wrack war bis letzten Winter noch in einem Stück. Den Gerüchten zufolge ist während des letzten Winters ein Tanker auf seinem Weg nach Akaba genau auf das Riff und das Wrack draufgebrummt. Jedenfalls liegt die Loullia nun in zwei Teilen auf dem Riffdach. Den Gerüchten nach soll nun der Tanker aus Furcht vor Beschlagnahme zwecks Schadenswidergutmachung seitens der Ägyptischen Regierung im Hafen von Akaba festsitzen.

Man rechnet damit, daß das Wrack in einem der nächsten Winterstürme vom Riff geschlagen wird und am Riff hinabrutscht auf ca. 70-90m. Dann wäre dieses Wrack einem weitere Attraktion für Techtaucher in Ägypten. Ganz in der Nähe der Leuchtboje auf dem südlichen Teil des Riffs befindet sich auch die Ankerboje. Rund um die Ankerboje in ca. 10m Tiefe befinden sich ungewöhnlich große Exemplare von Mäanderkorallen, Berg- und Mosaikkorallen. Das Plateau am Südende des Riffs verläuft auf einer Tiefenlinie von 10m - 25m. Daran schließt der Dropoff an.

Tiefer zu tauchen lohnt hier aber nicht, da in Ägypten im Moment nicht tiefer als 30 m (!) getaucht werden darf (Stand Februar 2000). Dieses Plateau ist wellengeschützt und somit auch der Ort, an dem die meisten Tagesboote aus Sharm ankern. Hier findet dann auch das meiste Tauchen statt. Folgt man von dem südöstlichen Ankerplatz einer Kompaßpeilung von 220°, so kommt man zu einer Vertiefung im Sand, die sich "Shark-pool" nennt. Hier kann man mit etwas Glück morgens schlafende Weißspitzen-Riffhaie anfinden. Taucht man auch noch entlang der Ostseite des Riffs, so trifft man in ca. 18m tiefe auf eine Reihe von alten Ölfässern die ein hier aufgelaufenes Schiff verloren hat. Diese sind zT. durchgerostet und überwachsen. Interessant ist, daß das auslaufende Öl erstarrt ist und Formen gebildet hat.

An dieser Stelle hat mein Buddy dann auch fast seinen Bleigürtel verloren. Zum Glück war ich nahe genug an ihm dran, so daß ich meinen dicken Hintern auf ihn pflanzen konnte. Ist dann nochmal gutgegangen. Das südliche Plateau ist in der Regel starken Strömungen ausgesetzt, deshalb sollten Tauchgänge immer entsprechend vorsichtig geplant werden. Wenn mit der Flut die Strömung in Richtung Norden geht, kann ein schneller Drifttauchgang entlang des Ostteils des Riffs durchgeführt werden. Der Einstieg sollte dabei nördlich des Ankerplatzes erfolgen mit dem Augenmerk darauf, nicht vom Riff weggezogen zu werden beim umrunden der Riffecke.

Wenn die Stömung mit der Ebbe südlich ausgerichtet ist, ist es besser den westlichen Teil des Riffs zu betauchen. Der Einstieg sollte dabei beim Wrack stattfinden und flach gehalten werden mit einem wachen Auge für Weisspitzen-Riffhaie. Am südlichen Plateau kann man manchmal Hammerhaie und Adlerrochen sehen. Im flachen Sandgrund in vier bis sechs Meter tiefe gibt es einige von Sandaalen bevölkerte Areale. In ca. 20m Tiefe sind manchmal auch hier Adlerrochen zu sehen. Schließlich gibt es hier die üblichen Rotfeuerfische,Blaupunktrochen und Napoleons vom Dienst.

Auf der Rückfahrt nach Sharm , die ca. 90 min dauert, habe ich dann noch eine Schule von... gesehen.Tja was war es denn? Tümmler oder Grindwale? Der geneigte Leser mag anhand der Photos selbst entscheiden:-)

Hier noch einige Photos aus dem Jahre 2000, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Uli Mößlang und seiner Seite www.moesslang.net !

Und hier noch ein Bild aus dem Jahre 1992, da sah das Wrack noch etwas anders aus (Bild ebenfalls von Uli):

Weitere Bilder aus dem Jahr 1993:

(c)2000 Oliver Meise

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