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So, schnell noch einer: Was tun, wenn sich am Kulki mal wieder die Taucher stapeln aber man keine große Lust hat, noch weit tiefer ins Sächsische zu einzudringen? Rauf auf die A 14, gleich bei Klinga wieder runter und geradewegs nach Ammelshain gefahren. Dort gibt es nahe des Ortsausganges den Großen Ammelshainer Steinbruchsee und ein Besuch desselben ist wirklich lohnend. Der See an sich ist nicht so groß wie sein Name vermuten lässt, in einer gemütlichen Stunde ist er umrundet. Zu sehen gibt es wirklich schöne Steilwände, die sich teils geradewegs aus 23 Meter Tiefe bis weit über die Wasseroberfläche erstrecken, teils auf zehn Meter Tiefe mit Bäumen bewachsen sind, und im hinteren Teil des Sees befindet sich ein ausgedehnter Flachwasserbereich, der stark begrünt und Heimstatt vieler Fische ist. Auf dem - stets finsteren - Grund, bei etwa 25 Metern, finden sich die üblichen Steinbruchgerätschaften, Loren, Schienen und was es sonst noch so gibt. Am Rand in der Nähe des Einstieges findet man das Wrack eines Wartburges mit bedenklich anmutender Schräg-Hanglage und eines Segelbootes. Eine Stahlgitter-Übungsplattform auf sieben Metern ist mit einer Boje gekennzeichnet. Die Sichtverhältnisse sind auch bei regem Tauchbetrieb nicht zu verachten. Was den Großen Ammelshainer zum Klassespot macht, ist allerdings nicht ausschließlich der schöne See sondern die Infrastruktur, die dem Tauchgast durch das in unmittelbarer Nähe gelegene Tauchsport- und Naturschutzzentrum Ammelshain (TaNa) des LTV Sachsen geboten wird: gegen eine wirklich geringe Nutzungsgebühr kann der Tagesgast die gesamte Einrichtung (Parkplatz, sehr saubere sanitäre Anlagen, Wasch- Spül- und Trockenplatz, Grill- und Sitzgelegenheiten) nutzen und saubere Luft bei großzügigem Fülldruck gibt es obendrein noch dazu. Ebenso keineswegs überteuert sind die gebotenen Übernachtungsmöglichkeiten – sofern nicht ausgebucht, was leider öfter vorkommt– die vom einfachen Zeltplatz mit Küchenbenutzung bis zum Mehrbettzimmer reichen. Womit dann auch gesagt sein soll, dass man möglichst von den (illegalen!) Abstellplätzen im Naturschutzgebiet direkt am See keinen Gebrauch machen sollte – Kontrollen sind zwar selten, aber wenn, dann gibt es deftige Strafen – und dass man seinen Müll zuhause in die Tonne steckt sei überwiegend den einheimischen Seebesuchern nahe gelegt.
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