Basen/Shops Indonesien - Sulawesi

Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort

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 Datenbank - Basen/Shops - Indonesien - Sulawesi - 12 Berichte zu diesem Eintrag!

 

Bericht 1 bis 10, Seite 1 von 2:   [ 1 2 ]

Datenbankeintrag 72691
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 01.05.2012 von hanna [PADI AOWD, 100 TG]

Wir waren zu zweit in den ersten 3 Aprilwochen 2012 in Nord-Sulawesi zum Tauchen. 12 Nächte waren fest gebucht, 5 Nächte wollten wir uns auf eigene Faust ein Quartier suchen. Kurz vor Urlaubsbeginn haben wir dafür im Pulisan Jungle Beach Resort einen Bungalow reserviert.
Nach 12 schönen Tagen im ersten Resort wurden wir dann per Boot zum Pulisan Jungle Beach Resort gefahren. Bei der Ankunft war Katrin nicht da und die 3 Resortgäste auf einem Tagestrip in der Lembeh Strait, so dass wir erst einmal allein in Ruhe das Terrain erkundeten und es uns in den Hängematten gemütlich machten. Durch die Vorberichte bei Tauchernet war ich mir nicht ganz sicher, ob wir mit dem Pulisan Jungle Beach Resort eine gute Wahl getroffen hatten.
Als Nachmittags Katrin aus Manado zurückkam wurden wir von ihr sehr freundlich begrüßt und erhielten ein kurzes „Resort-Briefing“. Wir regelten dann erst mal alles Organisatorische: dass wir gleich am nächsten Tag tauchen wollten und noch Leihequipment brauchten, den Tausch des reservierten Standard-Bungalows gegen die Deluxe-Variante mit Dusche etc. – Alles kein Problem.
Später dann kamen die anderen Gäste vom Tagestrip zurück und wir haben uns erst mal bekannt gemacht. Und obwohl im Restaurant lauter Einzeltische stehen, haben wir uns beim Abendessen alle zusammen gesetzt und Katrin war jeden Abend mit dabei.
Letzten Endes muss ich sagen, dass uns das Pulisan Jungle Beach Resort besser gefallen hat als das erste Resort, das aber auch gut war. Im Pulisan Jungle Beach Resort nur 5 Nächte zu verbringen, war für uns aber definitiv ein Fehler.
Die Anlage im Pulisan Jungle Beach Resort ist relativ schattig, d. h. über den Strand beugen sich Laubbäume, Palmen gibt es auch, aber nur wenige – man ist also vor herabfallenden Kokosnüssen geschützt. Daher waren die Bungalows auch nicht so aufgeheizt: ich habe viel besser als im ersten Resort geschlafen. Die Vegetation ist üppig. Am Strand gab es mehrere Strandliegen und Hängematten – genug für alle. Katrin hatte ihr Büro oft an den Strand verlegt – sie war also immer ansprechbar, hat sich aber sonst um ihre Angelegenheiten gekümmert.
Das Essen war sensationell: während wir im ersten Resort immer das gleiche Essen mit Fleischgericht (ab und zu Fisch), gedünstetem Gemüse, Maisplätzchen, Salat und Reis – leicht variiert – erhielten, war das Essen bei Katrin immer äußerst abwechslungsreich und unwahrscheinlich gut: ich habe selten ein so wohlschmeckendes und liebevoll zubereitetes Essen genossen: unbekannte Gemüse und Früchtesorten, leckere Salate: es gab abends immer eine unterschiedliche Suppe, dann 5erlei unterschiedliche Speisen zum Hauptgericht (z. B. unreife Jackfrucht als Gemüse mit Kokosmilch und leckeren Gewürzen, Fisch in einer würzigen Sauce, Bohnen mit Erdnüssen und Kokosflocken, fritierter Brokkoli etc. - und zum Abschluss köstliche Früchte: Bananen, Ananas, Papaya, Mangostan, mehrfach Früchte, die mir nie begegnet sind. Die Portionen waren mehr als reichlich.
Auch am Tauchen gab’s nichts zu meckern: wir haben beide um die 100 Tauchgänge, sind also noch nicht so erfahren und vielleicht auch nicht so anspruchsvoll. Aber Sonli war ein super aufmerksamer Guide, die Auswahl der Tauchplätze schien mir auch besser als im ersten Resort zu sein: jeder Tauchplatz war klasse. Wir haben auch einen Tagestrip in die Lembeh Strait gemacht und da ist „Angels Window“ besonders herausgestochen: wunderschön! An Sonlis Humor und daran, dass er sich auf dem Tauchboot jetzt nicht immer mit uns unterhalten hat, haben wir uns nicht gestört. Wir hatten trotzdem den Eindruck, dass er sich sehr darum bemüht hat, uns die außergewöhnliche Schönheit dieses Tauchgebiets zu zeigen.
An unserem letzten Tauchtag, der mit strömendem Regen begann, hatte die Crew Probleme, den richtigen Ankerplatz zu finden, da die Sicht ultraschlecht war: Sonli ist mehrfach mit Tauchmaske und Flossen ins Wasser, um die richtige Stelle auszumachen. Nach einer halben Stunde, boten wir an, von unserem Vorhabe zu lassen, um die Crew nicht weiter zu nötigen. Aber Sonli gab nicht auf, und hat dann kurz darauf den Platz gefunden: Zum Glück, denn das waren noch zwei wunderbare Tauchgänge.
Kurz und gut: Das Pulisan Jungle Beach Resort ist ein besonderes Resort, das wir gerne wieder besuchen: Die Menschen dort sind sehr aufmerksam und bemüht, den Gästen eine gute Zeit zu bieten. Katrin hat dort etwas außergewöhnlich Gutes geschaffen.
Wer sich nicht damit anfreunden kann, seinen Rhythmus an den der Natur anzugleichen und seine Ansprüche an Komfort und Unterhaltung nicht zurückschrauben will, ist dort vermutlich falsch. Wer jedoch Ruhe und Natur sucht, wird den Urlaub dort sehr genießen.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 68454
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 02.09.2011 von Tauchbärin [Padi Divemaster, 1000 TG]

Indonesien und dabei vor allem Sulawesi gehört zu unseren absoluten Lieblingstauchgebieten. Wir sind, nachdem wir zuvor in Lembeh und Bangka getaucht hatten, eher zufällig nach Pulisan gekommen und wir waren überrascht vom Tauchen hier.
Wir haben zwar nur 4 Tauchgänge gemacht, aber die waren vom Feinsten und machen Lust auf mehr. Die Tauchplätze bei Batu Mandi und Batu Punteng zeichnen sich durch wunderschöne, farbenfrohe Wände und eine Vielzahl an Korallen (riesige Schwarze Korallen, Schwämme, Gorgonien) aus, aber zwei weitere Tauchplätze, die auf keiner gängigen Karte vermerkt sind, waren ein absoluter Traum! Ein Platz - Barrakuda Rock - liegt direkt vor der Haustür. Sonli, unser Guide, hat den Platz von Einheimischen genannt bekommen und dieser Pinnacle ist superschön bewachsen. Für Tauchanfänger ist er vielleicht etwas anspruchsvoll, denn er beginnt erst in 22m Tiefe, aber die Fischsuppe hier ist gigantisch. Das Bild, wie Sonli (dem man anmerkt, dass er immer noch gerne taucht) seinen Zeigestab hebt, wie um die Fischschulen zu dirigieren, war ein Anblick den ich nicht vergessen werde. Auch der 4. Tauchplatz Tanjung Arus (teilweise ganz gut Strömung) war sowas von vielfältig und spannend.
Sonli selbst haben wir als sehr kompetenten und erfahrenen Guide kennengelernt. Wir haben auch schon bei einigen Basen getaucht mit guten, meist jungen Guides, die viel gezeigt haben, aber bisher noch nicht mit einem Guide, dem es offensichtlich so viel Spaß macht zu tauchen, der gut Englisch kann und auch noch Instruktor ist.
Wir hatten leider nicht mehr Zeit, weitere TG zu machen, aber wir kommen sicher wieder. Sorry, dass wir keine Bilder einstellen können, aber wir haben keine UW-Kamera, uns gefällt das Tauchen auch so!
Sonja und Kalle

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 59267
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 28.05.2010 von Schaffel [AOWD/PUDA TL***, 591 TG]

Ich kann mich ebenfalls nur den Vorrednern anschliessen - mir hat es im Pulisan hervorragend gefallen, ich werde hier ganz sicherlich irgendwann mal wieder aufschlagen.

Wir haben bei den Indo-Divers gebucht, die alles perfekt organisiert hatten (auch einen Transfer mitten in der Nacht durch den Dschungel!). Ausflüge haben wir (leider) keine gemacht, dafür sind wir kräftig getaucht. Wir haben in der Nähe des Pulisan, vor Bangka und vor Lembeh getaucht - die Abwechslung war gewaltig, alle Spots sind in überschaubarer Zeit zu erreichen, das Tauchen war definitiv weltklasse!
Mit Songli haben wir uns prima verstanden, alle! Angestellten des Resorts waren sehr freundlich und haben sich sehr um unser Wohl bemüht.
Wenn man mitbekommt, was Katrin für das Dorf so tut, kriegt man direkt Lust, selbst seinen Teil mit beizutragen - bei meinem nächsten Besuch werde ich zuvor etwas abgelegtes Kinderspielzeug mitbringen, ich war dabei, als ein Gast gebrauchte Kinderkleidung verteilt hat, es wärmt einem das Herz, wenn man sieht, wie sich die Kinder und auch die Mütter darüber gefreut haben.

Natürlich muss jedem klar sein, was er mit dem Pulisan bucht: Einen Aufenthalt an einem Strand mitten im Dschungel, ohne irgendeine Kneipe, Supermarkt, Kiosk oder irgendetwas in der Art. Man erreicht das Resort durch einen 20minütigen Fussmarsch und verlässt es auch wieder so. Wer sich nicht mit sich selbst beschäftigen kann, dem könnte auch langweilig werden, viele Gäste gehen früh zu Bett, Fernseher ist nicht, Handys gehen wenn überhaupt nur an einer einzigen Stelle.........da ist dann Strand/Veranda und ein Betthupferl-Bintang angesagt!
Mir hat es perfekt gefallen, aber es ist sicherlich nicht für jeden das richtige Reiseziel....gottseidank!
LG Schaffel

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 53460
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 28.08.2009 von Peter [Naui OWD, 108 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 4 von 5 Usern stimmten diesem Bericht zu.

War im August 09 für 9 Tage im Pulisan Dschungel Resort und habe dort neben dem angebotenen Landprogrammen noch 10 Tauchgänge gemacht.
Kann mich im Prinzip nur dem Vorredner ´ Nixwieweg ´ anschließen und die Kritik von ´Kalaschnikov´ nicht nachvollziehen.

Lage
Der 15 min Fußweg von der Strasse erklärt die abgeschiede und absolut ruhige, einmalige Lage des Resorts. Umgeben von tropischer Vegetation und Hügeln, auf die man gehen kann, um ein beeindruckenden Ausblick zu genießen.

Unterkunft
Zweckmäßig eingerichtete luftige Bungalows mit herrlichem Meerblick, schöner Veranda, sauberes Bad und bequemen Doppelbett. Weder Klimaanlage noch Ventilator wurden vermisst. ( Mehrfachsteckdose zum Laden der diversen Batterien hatten wir dabei)

Essen
Einfach super. Abwechslungsreich und wirklich mit ungewöhnlichn Zutaten. Die Tatsache für alle Getränke bezahlen zu müssen, hat uns nach Blue Bay, wo alles inklusive war, auch überrascht, aber bei Preisen zwischen 30 und 70 Cent pro Getränk fiel das am Ende nicht sosehr ins Gewicht.

Strand
Ideal um lange Strandspaziergänge zu machen. Schwimmen war bei Ebbe nur bei der Bootsschneise oder aber sehr schön und einsam !! am Ende des Strandes am Turtel Beach möglich.

Schnorcheln
Das Hausriff ist nach dem Sturm leider nicht mehr der Rede wert. Alternativ bietet sich noch der Turtel Beach ( circa 25 min ) an. Besser aber : Long Beach . Der Fußmarsch von 1 Stunde lohnt sich ! Rechte Seite herrlicher Korallengarten mit Hart und Weichkorallen und links eine Steilwand ( läuft als Tauchplatz unter Ephrata ) mit herrlichem Bewuchs. Dort sieht man wirklich viel !! Der Platz wird auch bei den lohnenswerten Schnorchel- ausflügen angefahren.

Tauchen
Da wir den direkten Vergleich nach 18 Tauchgängen bei den Blue Bay Divern hatten, können wir hier ebenso eigentlich nur positiv berichten. Entspanntes Tauchen mit Diveguides ( Sonly und Iwan ) die über unglaubliche Sehfähigkeiten verfügen - 90% des Makrobereichs hätten wir alleine nie gesehen - und auch auf Wünsche der Taucher eingehen. Die Tauchplätze am Festland , an der Küste Bangkas und in der Lembeh Street, wo im August relativ schlechtes Wetter war - bedeckt und sehr windig -wir also froh waren, nicht dort im Resort zu sein - bieten eine unglaubliche Vielfalt. Bunaken wurde leider nicht angefahren, hatten wir aber schon von Bangka aus mit den Blue Bay Divern besucht.( Lohnt auf jeden Fall ) Besonders zu empfehlen ist ein Nachttauchgang am Batu Mandi.

Landprogramm
Der Tankokko Nationalpark ist sehenswert nur besser nicht am Wochenende, da dann das Blitzlichtgewitter, welches die kleinen Tarsi Äffchen erdulden müssen schon erschreckend ist.
Die Hochlandtour mit dem Vulkanspaziergang, einheimischen Märkten, heißen Quellen etc war sehr reizvoll, bot viel Informationen durch den einheimischen Fahrer und weckte bei uns Erinnerungen an den lange zurückliegenden Backpacker Urlaub auf Flores und Sumatra.

Gäste
Wie erwartet und auch erhofft sehr gemischt ! ( 8 Bungalows 8 Nationalitäten ) Mehr Nichttaucher als Taucher, was nach dem ´Tauchcamp´ auf Sahaung bei den Blue Bay Divers, welches wir auch sehr genossen haben, eine Abwechslung darstellte.
Viele Naturliebhaber oder einfach nur Leute, die in der Abgeschiedenheit ausspannen wollten. Auf jeden Fall eine super Atmosphäre mit viel interessanten Gesprächen.

Katrin
Hut ab !!! Was Katrin hier für das Dorf und seine Bewohner leistet, können wohl nur die Betroffen selber richtig wertschätzen. Sie leistet durch das soziale Engagment (Kindergarten ,Schule , Patenschaft etc) weit mehr als nur als Arbeitgeber für Lohn zu sorgen.Wenn man sieht wie gemeinschaftlich z.B. ein neues Haus für die Angestellten im Resort gebaut wird :vom Schneiden des Büffelgrases bis zum Zimmern des Holzhauses. Alles wird von den Dorfbewohner geleistet und von Katrin durch die Einkünfte des Resorts bezahlt. Da hat man auch als Urlauber das Gefühl indirekt den Menschen hier vor Ort zu helfen.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 53172
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 18.08.2009 von Nikswieweg [PADI Divemaster, 203 TG]

1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Nachdem ich im August/September 2008 - nach einer Empfehlung auf Bunaken mehr durch Zufall - für 10 Tage ins Pulisan Jungle Resort geplumpst bin, kehrte ich im Juli/August 2009 für zwölf Tage mit meiner Frau zurück, um ihr dieses Kleinod zu zeigen. Die Gründe sind leicht zu nennen: Ein kleines Tauchresort mit fast schon familiärer Atmosphäre in absolut ruhiger Lage, dazu abwechslungsreiches, nur leicht fürdie westliche Zunge adaptiertes Essen mit überwiegend einheimischen, teils für uns Westler sehr ausgefallenen Produkten (z.B.Schilfrohr, Wasserspinat, Bambussprossen, Maniokblätter, Farn- und Papayablütensalat u.v.m. - UND Fischliebhaber finden hier ein Eldorado), prima Tauchplätze und einige Möglichkeiten zu Exkursionen in die Umgebung.

Resort
Die Unterkünfte liegen bei etwa 25-30 € / Person VP im DZ. Im Gegensatz zu meiner Vorrednerin (die sich in Pulisan über die ´erheblich preiswertere Unterkunft´ in Lembeh und auch den dortigen Tauchbetrieb ziemlich beschwerte) möchte ich anmerken, dass das gemessen an anderen Homestays zwar teuer erscheint, Pulisan aber trotz der Einfachheit ein Platz mit hotelüblichem Service ist, die Kosten also zu relativieren sind. Insbesondere
a) sind die Preise in dieser Kategorie mit Homestays auf Bunaken und Lembeh vergleichbar, eher noch preiswerter (z.B. als auf Bangka),
b) holen günstigere Resorts ihre Übernachtungspreise durch einen größeren Umsatz herein, dagegen
c) gibt es im Pulisan Resort nur 8 Bungalows!
Und die mussten alle Stein für Stein, Holzbalken für Holzbalken hierher geschleppt werden. Hinzu kommt, dass jedes Gepäckstück, jeder Liter Treibstoff für das Boot und den Menschen (z.B. Bier), jede einzelne Mango und Nudel mühsam vom Ende der Straße 20 min lang einen schmalen Trampelpfad hinab getragen werden müssen. Das Gleiche gilt für den Rücktransport der leeren Plastik- und Bierflaschen und Spritkanister. Da kann man es verschmerzen, dass man Trinkwasser - in einigen Resorts gratis - extra bezahlen muss. Die Preise dafür sind sogar noch niedriger als in vergleichbaren Anlagen. Nur bei Kaffee und Tee hätte ich eine indonesientypische Ausnahme erwartet.
Bei der Abgelegenheit der Anlage ist es verständlich, dass es keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz gibt. Ein kleiner Generator erzeugt täglich für kurze Zeit am frühen Morgen, von 17.30 bis 22 Uhr sowie zusätzlich sporadisch über den Tag verteilt für kürzere Zeiten Elektrizität (Eurostecker!). Eine Stunde länger Strom am Abend hätte ich mir schon gewünscht, aber es ist genug um Ersatzbatterien aufzuladen, ansonsten gehen hier die meisten recht früh schlafen. Eine Steckdose pro Bungalow, das ist etwas dürftig, gut dass ich für diese Länder immer vorsorge. Es wird allerdings ein Mehrfachstecker mit Verlängerungskabel zur Verfügung gestellt. Die höherpreisigen Cottages in der ersten Reihe sind mit einfachen Mitteln geschmack- und liebevoll individuell eingerichtet, die preiswerteren in der zweiten Reihe zweckmäßig. Alle haben einen Balkon / Terrasse, westliche Toilette, die teureren einen kleinen integrierten Wohnbereich, und ... Federkernmatratzen! Wie man die hierher bugsiert hat, ist mir ein Rätsel. Ferner gibt es eine Dusche - sogar mit begrenztem Warmwasser -, für die preiswerteren liefern die Brunnen nicht genug, dort gibt es indische Mandis mit einem ausreichenden Wasservorrat. Am Strand stehen Hängematten und Bambusliegen zur Verfügung, deren Anzahl sicherlich in der nächsten Zeit aufgestockt wird.

Tauchen und Schnorcheln
Dazu bietet sich die eine gute Bootsstunde entfernte Lembeh-Straße mit ihrer Überfülle an endemischen Critters an, ebenso die nur 15-20 min entfernten Tauch- und Schnorchelplätze an der Nordküste von Sulawesi und die eine knappe Stunde entfernte, vorgelagerte Insel Bangka. Großfische trifft man relativ selten an, dafür wird man an vielen Orten noch mit weitgehend intakten Korallengärten und ihren Bewohnern entlohnt. Es muss allerdings erwähnt werden, dass - v.a. bei Bangka - in den letzten Jahrzehnten das Dynamitfischen an einigen Stellen seine Spuren hinterlassen hat, wie leider überall in Südostasien.
Noch im September 2008 schrieb ich auf meiner Homepage (Adresse s.u.) zu dem Pulisan Resort vorgelagerten Hausriff: ´(...) Es liegt ein sehr schöner Korallengarten vor (...). Immer wieder sind mehrere quadratmetergroße Sandflächen eingesprengselt. Auffallend ist der hohe Anteil an Weichkorallen mit z.T. riesigen Exemplaren (...). Es sind aber auch praktisch alle Hartkorallenarten und -formen vorhanden, in diesem Bereich insbesondere auffällig die Berg- und Hirnkoralle (Diplora sp.). Steinkorallen dominieren im Flachwasserbereich sogar, sonst sind sie seltener. Hier halten sich dann v.a. Strömungsspezialisten wie die Geweihkoralle (Acropora palmata) (...).´
Leider fiel das Innenriff bis in etwa 4 Meter Tiefe vom 8.-11. Dezember 2008 einem mächtigen, unwetterartigen Wellengang zum Opfer (vermutlich Fernwirkungen des Taifuns Ulysses [Dolphin] vor den Philippinen). Insbesondere die Überreste der Geweih- und Pilzkorallen sowie anderen kleineren Kolonien häufen sich noch heute bis 1 m Höhe an der Hochwasserlinie. Selbst in größeren Tiefen sieht man tonnenschwere Steinkorallen gekippt, verschoben, riesige Tischkorallen sogar auf dem Kopf liegend. Nur die verstreut stehenden alten, mächtigen Korallen-/Felsköpfe haben den schweren Wellenschlägen widerstehen können.
Große Teile der Küstenbevölkerung mussten evakuiert werden und verbrachten Weihnachten in Flüchtlingslagern. Die Besiedlung des zerstörten Riffs erfolgt zügig, wenngleich die traurigen Überreste der toten Korallenbruchstücke noch jahrelang im Niedrigwasser dominieren werden. V.a. fällt ein schon dichter Büschelbewuchs einer Rotalge (? Porolithon pachydermun?) auf. 
Selbst dieser bedauerliche, wenngleich natürliche Kahlschlag hat nicht - wie sonst häufig als Kollateralschaden zu beobachten - zu einem vermehrten Auftreten von Bioindikatoren geführt, die eine Eutrophierung anzeigen. Ein guter Hinweis, dass der Schadstoffeintrag sich noch in verträglichen Grenzen hält. Allerdings sieht man im engen Bereich der (temporären) Flussmündung beim kleinen Fischerdorf viel Abfall im Wasser. Praktisch unbeschädigt von dem schweren Seegang blieb jedoch die gesamte Nordküste, nur wenige Bootsminuten entfernt.
Die Tauchbasis verfügt nicht nur über ein gut gewartetes Leihequipment und der indonesische Instruktor in technischen Servicefragen über sehr gute Kenntnisse! Er kennt die Tauchgebiete wie aus seiner Westentasche, hat ein gutes Auge auch für Makros, ist zudem ein sehr erfahrener, umsichtiger, kenntnisreicher Guide - auch was seine fragmentarischen deutschen Allgemeinplätze angeht (´Alles klar?´). Bemängeln kann man nur leichte Kommunikations-/Koordinationsprobleme beim Briefing, der Rest verlief ´wunderbar´: Der Taucher sieht seine gesamte Gerätschaft erst kurz vor dem Wassergang - übrigens sehr kleine Gruppen -, vorher und nachher braucht er sich um nichts zu kümmern. Die stabilen Boote mit starken Motoren lassen keine Sorge selbst bei stärkerem Wellengang aufkommen, der um die Nordostspitze häufig recht beeindruckend ist. Eine Halbliterflasche Trinkwasser pro Tauchgang fand ich manchmal zu wenig für mich, meine Frau kam damit zurecht.
Ein für alle einsichtbarer und editierbarer Tauchplan (z.B. Tafel) könnte Missverständnissen zwischen Tauchern, Tauchbasis und der Resortleitung (hier läuft die gesamte Logistik zusammen) in Bezug auf Ort, Anzahl der Tauchgänge und Teilnehmer und dem Zeitplan vorbeugen.
Ich möchte erwähnen, dass bereits viele erfahrene Taucher das Angebot im Pulisan Resort genutzt haben, darunter auch einige Tauch´freaks´, die ich persönlich von anderen UW-Highlights der Welt her kenne. Ferner habe ich Zuschriften über meine Homepage (Adresse s.u.) mehrere - und dann nur! - äußerst positive Zuschriften erhalten; in einem Fall waren Handicap-Taucher mit Hörschäden besonders begeistert, da sie sich in den Händen aller Mitarbeiter sehr gut aufgehoben fühlten. Zitat: ´Die haben sich überhaupt nix daraus gemacht und innerhalb kürzester Zeit darauf eingestellt. Der Mann am Bootsmotor meinte scherzhaft, dass ich ja ideal seinen Job übernehmen könnte, was ich dann auch probehalber machte. Woanders gibt es da viel mehr Berührungsängste.´

Exkursionen
Darunter fallen u.a. Ausflüge in das Dschungelschutzgebiet Tangkoko mit dem berühmten Tarsius spectrum, zwei Kuskusarten (Marsupialia), dem prächtig gefärbte Sulawesi-Helmhornvogel, gleich ganze Horden von Schopfaffen oder -makaken (Macaca nigra, Indon. yaki) und viele weitere Akteure. Ferner besteht die Möglichkeit in Ganztagesausflügen Vulkane zu besteigen, einen Ausflug in das Minahasa-Hochland zu unternehmen und natürlich zu tauchen. (Zu dem vorhergehenden Beitrag möchte ich hinzufügen: Anbieter in Manado - z.B. Safari-Tours - sind eher noch teurer. Und leider sagen die sehr gut bezahlten [sic!] Führer im Tangkoko-Dschungelschutzgebiet nichts zu dem Blitzlichtgewitter, das auf die Tarsier niedergeht! Auch sonst haben nur wenige von ihnen eine biologische Erfahrung / Ausbildung, die das Preis-/Leistungsverhältnis rechtfertigen würden.)

Soziales Engagement
Besonders hervorheben möchte ich, dass die Besitzerin Katrin Weise (eine Ethnologin aus Schermbeck [NRW], seit Anfang der 1990iger in Sulawesi) ihre Mitarbeiter als ´familienzugehörig´ betrachtet. Bei Erkrankung oder anderen Problemen können sie mit Unterstützung rechnen. Zudem zahlt sie die wohl höchsten Löhne in weitem Umkreis, die Sozialversicherung ist selbstverständlich. Davon sollten sich andere (westliche) Resortbetreiber mal eine Scheibe abschneiden!
Daneben initiierte und betreut Katrin in vielen Stunden engagierter, aufwendiger Arbeit, die einen großen Teil ihrer Freizeit in Anspruch nehmen, mehrere soziale Kleinprojekte für ´ihr´ Nachbardorf Kinunang, so u.a. die Unterstützung der dortigen Schule und des Kindergartens. Denn den dortigen Menschen geht es nicht sonderlich gut. Während der Suharto-Zeit wurde ihnen nachdrücklich ´angeraten´ ihre Grundstücke zu verkaufen ... . Jeder kann sich durch eine längerfristige Patenschaft oder mit einer Kleinspende beteiligen: Kauf von Postkarten, T-Shirts oder Geldspenden. Auch mitgebrachtes, vielleicht sogar noch pädagogisch wertvolles Spielzeug ist gern gesehen.
Erwähnenswert: Inzwischen haben es sogar einige geschafft ein Studium aufzunehmen und werden durch Spenden gefördert. Schon bald werden die ersten als Lehrer in ihre Dörfer zurückkehren. DAS nenne ich Hilfe zu Selbsthilfe!!

Wen es interessiert: Auf meiner Homepage www.Nikswieweg.com schreibe ich über das Gebiet (und andere tropische Regionen) erheblich ausführlicher. Aus Zeitgründen wird es dort ein Update über die Neuigkeiten von 2009 allerdings erst gegen Ende August 2009 geben.

Mit freundlichen Grüßen
´Nik´ Polak
Globetrotter, freier Reisejournalist

Aufnahme Sep 2008
Aufnahme Sep 2008

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 52885
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 09.08.2009 von kalashnikova [PADI DM, ? TG]

2 von 8 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 8 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Stellungnahme durch den Resortbetreiber am Ende des Berichts (vom 16.8.09)
Stellungnahme zur Stellungnahme durch den Berichtsschreiber am Ende des Berichts (vom 22.8.09)

Wir waren im Juli eine Woche im Pulisan Jungle Resort. Wir waren eine Gruppe bestehend aus 4 (erfahrenen) Tauchern und 2 Schnorchlern. Der Gesamteindruck von der Tauchbasis und dem Resort ist gut, der Garten und die Lage traumhaft.

Bei näherem Hinsehen befielen uns dann doch ein paar Zweifel: Die billigsten Bungalows kosten bei Doppelbelegung pro Person € 22,-. Das klingt nicht teuer, verglichen aber mit anderen Resorts in Indonesien eigentlich doch, da man jedes ´Extra´ auch extra bezahlen muss. Wir waren die Woche davor in Lembeh, was uns weniger als die Hälfte gekostet hat.

In Indonesien ist es in abgelegenen Resorts beispielsweise Standard, dass Trinkwasser, Tee und Kaffee nicht nur 24 Stunden zur Verfügung stehen, sondern auch im Preis inbegriffen sind, genauso wie die Transfers. In Katrins Resort muss man dafür extra bezahlen und anstatt eines umweltschonenden wiederbefüllbaren Trinkwasserspenders bekommt man (vermutlich zwecks einfacherer Verrechnung) das warme Wasser in Plastikflaschen (s. Foto von der Folge des Plastikwahnsinns an den Stränden auf Bangka Island).
Das Mandi (bei dem Preis hätte es ruhig auch fließendes Wasser geben können) war eine biologische Expedition wert, so groß war die darin vorzufindende Artenvielfalt. Als wir einmal mit der Taschenlampe hineinleuchteten veranlassten die beherbergten Tiere darin uns sofort eine Bürste und Putzmittel auszuleihen, es zu leeren und zu schrubben.

Dass es täglich nur von 17:30 bis maximal 22 Uhr Strom gibt finden wir auch nicht so gut. Nicht dass wir die ganze Nacht aufbleiben wollten, aber es wäre schon gut, wenn man bis wenigstens 24 Uhr ohne Taschenlampen lesen und aufs WC gehen könnte. Auf die Frage warum das mit dem Strom denn nicht länger ginge kam von Katrin die Gegenfrage ob wir denn so ´alte Geräte´ dabei hätten, die so lange zum Laden brauchten. Sie ist wohl Taucher mit Kameraausrüstung und Laptop nicht so gewohnt. Gott sei Dank habe ich wenigstens immer einen Mehrfachverteiler dabei, da es auch in Pulisan nur 1 Steckdose pro Bungalow gibt...

Ich habe generell den Eindruck gewonnen dass Katrins Hauptklientel eher älter ist, nicht taucht oder Tauchanfänger ist, und eher nicht sehr viel Reiseerfahrung hat. Eine Touristengruppe von 3 Österreichern beispielsweise ´reservierte´ die einzigen 3 Strandliegen jeden Tag um 6 Uhr morgens mit Handtüchern (´Mallorca-Syndrom´). Als wir es zu Sonnenuntergang einmal wagten, eine der Liegen 10 Meter weiter zu rücken und uns darauf zu setzen, wurden wir gleich (unfreundlich) darauf hingewiesen, dass dass ´ihre´ Liegen seien...und auch Katrin meinte, sie hätte es nicht so gerne, wenn man die ´teuren Liegen´ (aus Bambus) verstelle (sic!). Gut dass wir mit Hängematten ausgerüstet waren...

Ich ging aufgrund der Website davon aus, dass immer ein Teil des eingenommenen Geldes an die Hilfsprojekte in den umliegenden Dörfern geht. Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Die Gäste spenden oft freiwillig Geld oder übernehmen sogar Patenschaften, und man kann mit dem Kauf von Souvenirs die Bevölkerung in geringem Maße unterstützen. Vielleicht wurzelt die Unterstützung der Bevölkerung auch ein wenig darin, die Einheimischen nicht als Feind zu haben. Dass Neid und Missgunst in Indonesien leider eine große Rolle spielt, ist leider Tatsache.

Pluspunkte mit Wermutstropfen: Das Essen ist hervorragend und vielfältig, das Personal sehr sehr nett (und schlecht bezahlt wie wir erfuhren, als wir einmal mit ein paar Angestellten redeten...was bei den Preisen die Katrin verlangt, ja wohl nicht sein müsste!).

Die angebotenen Ausflüge zu Nationalparks, Vulkanen etc. sind zwar sicher schön, entsprechen aber auch nicht den üblichen Preisen in Indonesien, sondern sind überteuert. Ein Halbtagesausflug kostet € 35,- ein Ganztagesausflug zwischen € 45,- und € 60,-. Dass man von diesen Ausflügen dann immer wieder Fotos findet, wo Leute den Tarsieren in der Dämmerung mit Blitzlichtern begegnen, ist ein eigenes Kapitel. Ich hoffe es wird den Touristen wenigstens vorher gesagt, dass man diese Tiere nicht mit Blitz fotografieren soll...

Wir waren die einzigen Taucher in der Woche, womit wir beim nächsten Thema wären:

Die Tauchbasis sieht nett aus. Zum Leihequipment kann ich nichts sagen, da wir unser eigenes Zeug mithatten. Man muss nie etwas selbst tragen oder das Equipment zusammenbauen, das wird einem alles abgenommen, was sehr angenehm ist. Das Boot ist stark, geräumig und ´wunderbar´ (was auch das Lieblingswort des Basismanagers Sonly ist). Sonly ist der Instructor und Basismanager, bei jeglichen Fragen über die Preise verweist er allerdings sofort an Katrin, da hat er wohl nichts mitzureden. Bei den angebotenen ´Mengenrabatten´ hätte ich allerdings auch wenig Lust über Preise zu sprechen (1 Tauchtag € 54,-, 5 Tauchtage € 260,-). Unsere zwei Schnorchler fuhren in der Woche zuvor in Lembeh gratis am Boot mit zu den Tauchausflügen, in Pulisan wurde ihnen pro Mitfahren beim Tauchausflug € 10,- verrechnet.
Sonly war generell eher wortkarg, besonders wortkarg, ja sogar richtig böse, wurde er als 2 Leute aus unserer Gruppe, darunter ich, es bei einem absolut strömungsfreien Tauchgang bei unendlicher Sichtweite wagten, 5-10 m vor ihm zu tauchen, und nicht brav im Gänsemarsch hinter ihm her zu paddeln. Auch nach Entschuldigungen und mehrmaligem Nachfragen was eigentlich das Problem sei bekamen wir keine richtige Antwort von ihm. Vielleicht mochte er uns einfach nicht, weil wir ihm zu ´abgebrüht´ waren und nicht jedes Mal lachten wenn er ´wunderbar´ und ´alles super´ sagte?
Wie bereits erwähnt, ich habe den Eindruck in Pulisan ist man eher Anfänger und Wenigtaucher gewöhnt, Individualität und Selbstbestimmung hat man nicht so gerne. Vielleicht auch aus Angst vor unserer eventuell aufkeimenden ´Individualität´ schickte man uns dann immer einen 2. Divemaster mit, was mich in keiner Weise störte (der Junge war ja auch ganz ein lieber), aber verwunderte.
Ansonsten ist Sonly allerdings OK, findet viele Tiere, und scheint die Tauchplätze auch sehr gut zu kennen.
Manko am Boot: Es gab immer zu wenig Trinkwasser (eine Halbliterflasche pro Taucher bei 2 Tauchgängen mit Mittagspause), und ich habe nicht verstanden, warum wir nach dem 2. Tauchgang am Boot unsere kalte Lunchbox bekamen, wo wir doch ohnehin gleich im Anschluss daran zurück zum Resort fuhren. Ich schätze man will es sich so einfacher machen und muss die Küche nicht ein 2. Mal bemühen, wo man doch im Resort um Punkt 12 Uhr normalerweise dort sein Essen bekommt. Und wer durstig vom Tauchen kommt kauft auch gleich wieder Getränke, wie praktisch!

Die Tauchplätze:

Das Hausriff ist total kaputt, und kaum mehr wert, als dort mal schnorcheln zu gehen. Angeblich schuld ist eine Springflut die vergangenen Winter die Korallen auf den Strand befördert hat. Unser Hausrifftauchgang war daher absolut unnötig.
Die anderen Tauchplätze sind traumhaft schön, der Korallenbewuchs unvergleichlich. Doch halt: etwas stimmte hier nicht. Es gibt Unmengen Weichkorallen, und diese in einer Vielfalt und Farbenpracht, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe, aber keine Schildkröten. Es gibt überhaupt verdammt wenig Fische...vor allem kaum welche die man essen könnte. Anglerfische, Schnecken und Kleinzeug gibt es so viel, dass man kaum aus dem Staunen herauskommt. Aber wo sind Tintenfische, Makrelen, Tunfische, Barsche, sonstige Schwärme - und die Schildkröten? Wenn man das Lichtermeer abends für die Lichter von Lembeh hielt täuschte man sich gewaltig. Es waren die Lampen der Fischerboote, und diese in einer Anzahl, wie ich es auch noch nie zuvor gesehen habe. Logische Folgerung: Das Meer im Norden von Sulawesi ist leer gefischt. An das Schicksal der Schildkröten, die es zu Hauf gegeben haben muss, möchte ich gar nicht nachdenken! Auch fanden wir immer wieder die Spuren der Verwüstung der Riffe durch Dynamitfischerei. Nach Gangga fuhren wir gar nicht erst weil man uns sagte, dort sei alles zerbombt...

Vielleicht sollte man ziemlich bald ernsthaft über ein Umweltprojekt in dieser wunderschönen Gegend nachdenken? Ihre beste Zeit liegt eindeutig schon länger zurück!

Ich gebe bewusst keine Flossen-Bewertung ab, jeder soll sich sein eigenes Urteil bilden, meine Meinung ist ausführlich oben beschrieben.

Stellungnahme der Resortleitung zu diesem Bericht (Kalashnikova):

Vielleicht ist dies nicht ueblich, aber ich moechte „Kalashnikova“ einiges an Bemerkungen entgegensetzen, weil mir diese „Waffe“ doch etwas unter die Guertellinie gerichtet erscheint.

22 Euro fuer eine Uebernachtung INKLUSIVE VOLLPENSION erscheinen Kalashnikova unverschaemt hoch. Auf der anderen Seite ruehmt „Kalashnikova“ das hervorragende Essen, bemaengelt aber, dass jede Extrabestellung wie Kaffe, Tee etc berechnet wird.
Qualitativ hervorragendes Essen wird aus qualitatitv hervorragenden Zutaten hergestellt, und diese haben – selbst in Indonesien – eben ihren Preis. Kalashnikova betont, dass die Woch e Wohnen und Tauchen auf Lembeh „nur die Haelfte“ gekostet habe. Auf der anderen Seite berichtete die Gruppe mir selbst, dass sie in einem eigentlich bereits bankrott gewirtschafteten Resort gewohnt habe (Sulawesi Dive Quest), mit angemieteten, eigentlich wasseruntuechtigen Booten tauchen mussten, die keinerlei Sicherheitsstandard erfuellten, leckten und auch nur mit einer – staendig blockierenden – Maschine ausgestattet waren. Es habe nicht wirklich funktioniert und auch die Belegschaft dort im Resort sei nur kuzfristig geheuert worden.
„Kalashnikova“ lobt das „sehr sehr nette und schlecht bezahlte Personal“. Ich bin stolz darauf, dass ich langjaehrige MitarbeiterInnen habe, auf die ich mich verlassen kann, und die in ihren Bereichen Verantwortung uebernehmen. Alle haben Freude an ihrem Job und erhalten Loehne, die weit ueber dem in der Umgebung ueblichen Standard liegen, alle sind komplett sozialversichert. Wenn MitarbeiterInnen unterbezahlt oder/und schlecht behandelt werden, wirkt sich das auf die Arbeitsmentalitaet und Stimmung aus – „Kalashnikova“ widerspricht sich also selbst.
Unsere Bungalows und Boote sowie Maschinen – auch das Tauchgeraet - werden bestens instandgehalten und staendig erneuert. Den Gaesten stehen Liegen und Haengematten zur Verfuegung – was bei kleinen Resorts unserer Preiskategorie durchaus unueblich ist. Natuerlich achte ich darauf, dass vorsichtig damit umgegangen wird, denn auch Bambusliegen haben eben ihren Preis. In diesem Falle wurden die Liegen hin- und hergezerrt, um Territorialansprueche wie Platzhirsche zu behaupten, achtlos unterhalb der Hochwasserlinie belassen etc. Ueber aeltere Nichttaucher, die zu dieser Zeit zu Gast waren – aber durchaus nicht die Mehrheit der Gaeste in Pulisan bilden, wie Kalshnikova unterstellt, wurde genauso ruecksichtslos hinweggetrampelt, wie das fuer die Gruppe um Kalashnikova so charakteristisch war.
Es ist diese Achtlosigkeit, Ignoranz und auch selbstverstaendliche Erwartungshaltung bis hin zur Unverschaemtheit, die sich bereits im Synonym „Kalashnikova“ ausdrueckt, das von der Gruppe verwendet wurde. Besonders enttaeuscht mich, dass sie als Lehrer (!) sich nicht ein einziges Mal nach meinen Sozialprojekten auch nur erkundigt haben, die auch Schul – Patenschaften einschliessen. In ihrem Bericht unterstellen mir Kalashnikova jedoch nur eigennuetzige Motive (die Bevoelkerung nicht zum Feind zu haben). Ich bin selbst Universitaetsdozentin gewesen, und ich habe das Pulisan Jungle Beach Resort in den neunziger Jahren mit der Zielsetzung aufgebaut, Tourismus zu benutzen, um der Bevoelkerung in der Umgebung neue Chancen und Perspektiven zu eroeffnen – das war zu einer Zeit, wo die Begriffe „angepasster Tourismus“, „Oeko-Tourismus“, „sozialvertraeglicher Tourismus“ noch gar nicht bekannt, geschweige denn zu verkaufsfoerdernden Schlagwoertern verkommen waren. Ich wende einen grossen Teil meiner Zeit und Freizeit dafuer auf, sie in den Dienst der Patenschafts- und Dorffoerderprogramme zu stellen. Das geht bis an die Grenzen meiner eigenen Gesundheit – unentgeltlich. Gaeste des Resorts haben ein Netzwerk gebildet und einen in Deutschland eingetragenen Verein gegruendet, der den in Deutschland gueltigen Bestimmungen und Kontrollen unterliegt. Dass allerdings Einnahmen aus dem Resort fuer die Foerderung der Doerfer verwendet werden, wie „Kalashnikova“ unterstellt, ist unrichtig und wird auch an keiner Stelle auf der Resort – Webseite so geschrieben.
Ich muss erwaehnen, dass die Gruppe um „Kalashnikova“ eigentlich gar nicht im Pulisan Jungle Beach Resort haette untergebracht werden koennen, wenn ich nicht zwei der Teilnehmer meinen Privat-Bungalow geraeumt haette und in die Rumpelkammer gezogen waere! Ich hatte die Gruppe jedoch von Anfang an darauf hingewiesen, dass es dort ein Wasserproblem gibt, so dass sie die Baeder der zwei anderen Bungalows mitbenutzen muessten. Im Bericht beschwert sich „Kalashnikova“ ueber das mit Tieren belebte Badebecken. Sicherlich wuerde ich gerne fliessendes Wasser zur Verfuegung stellen, wenn hierzu die Moeglichkeiten gegeben waeren – leider reicht das Wasserreservoir nicht aus.
Aehnliches gilt fuer Trinkwasser aus Gallonen, wie es vorgeschlagen wird – anders als in Manado und Bunaken, wo man im Hafen einfach Wasser an Stationen auffuellen kann, besteht diese Moeglichkeit in unserer Region noch nicht. Deshalb wird auch Flaschenwasser in Rechnung gestellt (allerdings zu Minimalpreisen). Zu jedem Tauchgang steht eine Falsche mit 600 ml Wasser zur Verfuegung, sowie Kaffee und Tee.
Generell muss man zwischen zwei unterscheidlichen Resort – Konzepten unterscheiden: dem „all – inclusive“ – Resort, mit Preisen zwischen 90 und 150 Euro am Tag – zweimal Tauchen bereits inbegriffen – und den Resorts wie Pulisan, wo der Uebernachtungspreis nur die Mahlzeiten (Vollpension) enthaelt, die anderen Leistungen aber bezahlt werden. Ich persoenlich finde letztere Variante die reellere, weil der Gast nur fuer das bezahlt, was er/sie auch in Anspruch nimmt. Auch zum Tauchen wird man nicht gezwungen (nur weil es im Preis enthalten ist). Bei uns sind alle Naturfreunde willkommen und werden gleich behandelt (auch preislich). Pulisan Jungle Beach Resort ist in dieser Kategorie zwischen Lembeh Strait und Bangka Island das bei weitem preiswerteste Resort.
Die Ausflugspreise sind nicht „ueberteuert“ , wie „Kalashnikova“ feuert , sondern liegen im Vergleich mit regionalen Anbietern wie Hotels und Agenturen, eher im unteren Bereich. Der Tauchlehrer Sonly ist nicht etwa nicht in der Lage, auf den Wunsch nach Individualismus einzugehen, sondern haelt sich an das Buddy – System und die ueblichen Tauchvorschriften. Es kann nicht toleriert werden, dass Taucher kreuz und quer, oben und unten durcheinanderwirbeln. Das hat selbst „Kalashnikova“ eingestanden, und es war nach dem ersten Tauchgang auch weiter eigentlich kein Thema mehr. Taucher, die sich nicht an die gaengigen Regeln halten, muessen aber, wie ueberall, vom Tauchen ausgeschlossen werden, wenn sie sich trotz Ermahnung nicht entsprechend den PADI – Regeln verhalten. Tauchlehrer Sonly ist kein Hierarchie – Typ, wie Kalashnikova das unterstellen moechte, sondern macht seinen Job gerne, leidenschaftlich und scherzt haeufig.
Kurz und gut, sie liess zudem unerwähnt dass ich der Gruppe aus Bonn schon vor der Anreise bei der Beschaffung ihrer Tickets von Denpasar nach Manado behilflich war, ohne auch nur Bearbeitungsgebuehren oder aehnliches in Rechnung zu stellen. Wie heisst es so schoen, Undank ist auch Dank. Danke fuer den Bericht, den hoffentlich jeder, der schon mal im Pulisan Jungle Beach Resort zu Gast war, selbst beurteilen kann.
Katrin Weise

Ende Stellungnahme


Stellungnahme zur Stellungnahme vom Originalberichtsschreiber, 22.8.09

Bezugnehmend auf meinen Bericht, und die ´Stellungnahme´ der Resortleiterin:

Zum Vorwurf uns nicht für die Sozialprojekte interessiert zu haben:
Katrin Weise ging uns allen von Anfang an aus dem Weg und wir hatten ständig den Eindruck nicht von ihr gemocht zu werden und wenn wir Fragen hatten lästig zu sein. Die Sozialprojekte waren eigentlich mit ein Grund warum wir dort hin gefahren sind, nur sah die Sache vor Ort für uns anders als erwartet aus. Näher möchte ich darauf jetzt gar nicht mehr eingehen, das würde zu langwierig werden um hier Platz zu finden.

Sympathie hin oder her - es ist unprofessionell Gästen aus dem Weg zu gehen, nicht mit ihnen zu reden, und dann in einer ´Stellungnahme´ aus heiterem Himmel in einem öffentlichen Forum mit Attributen wie ´unverschämt, achtlos, uninteressiert, rücksichtslos, ignorant, trampeln über andere Menschen, tauchen indem sie kreuz und quer durcheinanderwirbeln, unterstellen" etc. etc. belegt zu werden. Hätte sie mit uns gesprochen, wäre sicher einiges anders verlaufen, was übrigens auch für ihren Diveguide Sonly gilt. Im Übrigen arbeite ich selbst als Dive Guide und kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand sonst, der mich kennt, mich als verantwortungslosen Taucher hinstellen würde, der sich nicht an PADI-Richtlinien hält. Auch die anderen drei Taucher unserer Gruppe sind erfahren und verantwortungsvoll, wir sind immer in 2 Buddy-Teams getaucht, jeder hatte einen Computer, ich weiß nicht was daran falsch sein soll.

Vielleicht sollte Katrin mal eine schriftliche Evaluation machen, in der die Gäste vor Ort Lob bekunden und Kritik üben können. Kommunikation ist alles! Man sollte auch Persönlichkeiten vor das ´Kollektiv´ stellen, Pauschalverurteilungen wirken selten glaubwürdig. Die 6 Mitglieder unserer Gruppe sind höchst unterschiedliche Menschen und Persönlichkeiten, und das nicht nur in Alters- Berufs- oder Herkunftsbelangen (nein, wir waren nicht 6 Lehrer aus Deutschland).

Auch dass man mit jenen Gästen nicht gerade versucht einen netten Kontakt zu pflegen, die einen beim ersten Kontakt gleich unfreundlich angehen, weil irgenwelche Strandliegen des Resorts ihre seien, da sie sie jeden Tag mit Handtüchern ´besetzen´, sollte eigentlich verständlich sein. Wir haben diese Leute schließlich nicht beleidigt, sondern eben einfach ignoriert. Ich glaube nicht dass die anderen Gäste Negatives über irgend jemanden von uns zu berichten hätten.

Im höchsten Maße unprofessionell ist es auch öffentlich über Mitbewerber zu schimpfen und vertrauliche Informationen preiszugeben. In meinem geschäftlichen Umfeld wird es nicht tolertiert, schlecht über Mitbewerber zu reden (abgesehen davon, dass ich dazu gar keinen Grund hätte), und ich ging davon aus, dass das Gesagte unter uns bleiben würde.

Schade!
Ende Stellungnahme zur Stellungnahme

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Datenbankeintrag 50372
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 21.04.2009 von Norbert Oetker [CMAS*, 300 TG]

Ich war vom 10.03.-18.03.09. bei Katrin, Anni und Crew zu Gast.
Ich möchte jetzt nicht ausschweifen, denn das ist in den vorigen Berichten zu genüge gemacht worden und ich kann diese Berichte nur voll bestätigen. Ein Kleines Paradies auf Erden, wo man Ruhe und Relaxen kann. Die Tauchbasis mit Crew ist nur zu empfehlen. Die Tauchgebiete als solches sowieso.
Ich für mein Teil werde auf jeden Fall nochmal wiederkommen, die Anreise lohnt sich alle mal.

Danke Katrin, Anni und Crew für die schöne Woche,bis zum nächsten mal.

Natürlich dafür 6 Flossen

Liebe Grüße auch an Sabine.

Norbert

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 49069
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 10.02.2009 von blumi [PADI ADV, 147 TG]

0 von 0 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Es ist wohl die besondere Art des Landes und der Leute, das es uns immer wieder an diesen paradiesischen Flecken unserer Erde verschlägt. Hier am nord-östlichen Zipfel von Sulawesi stören dichte Hotelanlagen noch nicht das Gleichgewicht der Natur.
Das Gebiet ist eher bescheiden mit kleineren Anlagen bestückt. Die wenigen Ressorts die den Urlaubern zur Verfügung stehen sind auch oft eher einfach, aber zweckdienlich ausgestattet.



Auch der allgemein lange und/oder beschwerliche Anreiseweg hat bisher wohl dazu geführt, dass der Massentourismus dieses wundervolle Gebiet verschont hat.

Im nord-westlichen Teil von Sulawesi gelegen, befindet sich die Hauptstadt Manado und der „Bunaken National Park “. Hier sieht es leider etwas anders aus. Der Tourismus hat hier schon seine Spuren hinterlassen.

Nord-östlich von Manado aus, ca. 1,5 Std. Autofahrt entfernt, liegt das kleine Dorf Pulisan. Am Ende der Straße gelegen geht dann ein ca. 20minütiger Fußmarsch durch den dichten Dschungelwald zum „Pulisan Jungle Resort & Happy Dugong Dive Center“. Und genau hier befindet sich schon im dritten Jahr der richtige Ausgangspunkt für unseren Tauchurlaub!

Das Gepäck in der Hütte abgestellt, geht es erst einmal in das Gemeinschaftshaus zum Begrüßungs-Cocktail. Schnell kommt man mit den anderen Gästen ins Gespräch. Die sehr familiär geführte Anlage besteht aus sieben, mit indonesischem Mandi (Wasserbecken mit Schöpfkelle) ausgestatteten, Holzhütten. Strom steht nur 4 – 5 Stunden täglich zur Verfügung. Es macht Sinn, eine Mehrfachsteckdose mitzubringen, um Lampen oder Akkus gleichzeitig laden zu können. Das Essen ist traditionell indonesisch und besteht zum größten Teil aus fangfrischem Fisch, der die Geschmacksnerven täglich aufs Neue zu erfreuen vermag. Zur Abwechslung gibt es natürlich auch Schweinefleisch und Hühnchen.



Für den langen und doch beschwerlichen Anreiseweg wird der Taucher, wenn er sich das erste mal von der Bordwand des Tauchbootes in das ca. 29 Cº warme Wasser gleiten lässt, entschädigt. Schnell sind die Strapazen der Reise vergessen, bei dem Anblick der sich dem Taucher hier bietet.

Die Riffe rings um die Nordspitze sind geprägt durch üppige Korallengärten unterschiedlicher Arten. Da steppt der Bär. Hier könnte man, wenn man sorgfältig genug beobachtet, wahrscheinlich die Mehrzahl an Korallenfischen Indonesiens sehen.

Für Fotografen liegt der Schwerpunkt der meisten Tauchgänge überwiegend im Makrobereich, Großfische sind hier eher selten anzutreffen. Mit viel Glück konnten wir bei zwei Tauchgängen eine Gruppe von Büffelkopf-Papageienfische beobachten wie sie über die Korallenweiden zogen, Napoleonfische und kleine Riffhaie. Doch deshalb kommt auch niemand in diese Ecke. Nein, es sind die „Gritters“ und die beeindruckenden Korallengärten weswegen man hier tauchen geht!

Gleich an mehreren Plätzen haben wir in ca. 20 m Tiefe Zwerg-Seepferdchen beobachtet, es ist ratsam eine Lupe mit zu bringen, den sie sind wirklich sehr schwer zu finden. Auch hatten wir noch nie so viele Anglerfische in verschiedene Farbgebungen und Größen vor unsere Maske bekommen. Es schien sie überhaupt nicht zu stören, von uns bestaunt zu werden, so war es über eine länger Zeit möglich Anglerfische zu beobachten wie sie mit ihren Angeln in kleine Löcher fischten.



Die Straße von Lembeh liegt östlich von Pulisan entfernt und ist mit dem Boot in etwa 90 Minuten zu erreichen. Auf dem dunklen Schlammboden angekommen sind die ersten Gedanken, die wohl jedem durch den Kopf gehen, die Erinnerung an den heimischen Baggersee. Doch sehr schnell wird der Gast mit dem ersten Klopfzeichen des Guides aus seinem Frust geweckt. Lembeh ist bekannt für die wohl seltensten und skurrilsten Tiere unserer Unterwasserwelt. Einige Tierarten sind weltweit nur hier anzutreffen, zudem werden jährlich immer neue Arten von Lebewesen entdeckt und bestimmt.


Nicht von geringerer Bedeutung sind die Tauchplätze vor Banka. Eine knappe Bootsstunde von Pulisan entfernt gelegen, bietet Banka unzählig traumhafte Tauchplätze. Prächtige Korallen-
gärten riesige Tischkorallen, gigantische Gorgonien-Seefächer, gemischt mit bewachsenen Steilwänden (Orange Kelchkorallen), unter Zugabe von einem vielfachen Artenreichtum an Lebewesen, mit einer Prise Abenteuer abgerundet sind die Plätze vor Banka das perfekte Rezept. Große Fischschwärme, Krokodilfische, Seeschlangen, Geisterpfeifer-Fische, Anglerfische, Garnelen und Krustentiere, Nacktschnecken und viele unterschiedliche Arten von Anemonen-Fischen geben die richtige Note für eine grandiose Komposition aus Unterwasserlandschaft und Lebewesen.



Paradies Jetty ist ein Tauchplatz mit großer Fischschwarm-Garantie. Eine heiße Quelle vulkanischen Ursprungs kommt hier in ca. 3 Metern Tiefe aus dem Meeresboden. Felsen mit Putzerstationen, Teufelsfischen, Steinfischen, Sepien, Schauklerfischen und Seeschlangen, sowie Pegasusfische sind hier nur einige der Höhepunkte.

Es würde noch unendliche Seiten in Anspruch nehmen, die ansonsten superinteressanten Tauchgänge (z.B. das Kap um Pulisan herum), all die schönen Tiere dieser einzigartigen Unterwasserwelt aufzuzählen, doch wie auch jeder Urlaub, ist auch einmal jeder Bericht zu Ende. Leider ;-))))

Vom „Pulisan Jungle Beach Resort & Happy Dugong Dive Center“ aus hat man die besten Bedingungen, eine Vielzahl von Tauchplätzen in kurzen Bootsanfahrten zu erkunden.

Die resort eigene Tauchbasis unterliegt der professionellen Führung eines sehr erfahrenen, einheimischen Tauchlehrers, der sich wohl – wie kein Anderer – in den Tauchplätzen auskennt. Am einfachsten ist es ihm zu sagen, was man gerne sehen möchte, damit er die Tauchgänge spezifisch darauf hin planen kann.



Es sollten auch unbedingt Landausflüge in das von Vulkanen geprägte Innenland, z.B. eine Hochlandtour, unternommen werden. Die Begehung auf einen der nahe gelegen Vulkane (z.B. Lokon o. Mahawu), mit einem anschließenden Besuch auf einen indonesischen Hochlandmarkt, ist auch allemal eine erlebnisreiche Reise wert.

Tangkoko Batuangus National Park, wo sonst auf der Welt hat man die Möglichkeit auf kleine Tarsius Monkeys oder Nashornvögel zu treffen. Unzählige Tierarten leben sonst nirgendwo anders, als auf Sulawesi.


Schönen Urlaub wünschen Thomas & Gaby (Mr. & Mrs. KEODE)
Info unter: www.pulisanresort-sulawesi.com (Fotogalerie – Thomas Blumenstock)

E-Mail: info@pulisanresort-sulawesi.com

Schwarzflossen-Schlangenaal
Schwarzflossen-Schlangenaal

Seepferdchen
Seepferdchen

Wasserfall von Kali
Wasserfall von Kali

Ups!!! ´Sorry´ (Tankoko Nationalpark)
Ups!!! ´Sorry´ (Tankoko Nationalpark)

Imperatorgarnele
Imperatorgarnele

elektrische Muschel
elektrische Muschel

Mädels & Jungs vom Pulisan Resort
Mädels & Jungs vom Pulisan Resort

Vulkan Mahawu (li. hi. Vulkan Lokon)
Vulkan Mahawu (li. hi. Vulkan Lokon)

Blaue Scherengarnele
Blaue Scherengarnele

Strand von Pulisan (die Ruhe selbst)
Strand von Pulisan (die Ruhe selbst)

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 46099
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 23.09.2008 von B.O.Bachter [21 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo,

ich war vom 13.08.2008-21.08.2008 im Pulisan Jungle Beach Resort. Mein Buddy und ich haben mit dem Team vom Happy Dugong Dive Center 15 sehr schöne und entspannte Tauchgänge erlebt.

Ich habe lange überlegt, hier einen weiteren positiven Bericht einzustellen, da das Pulisan Resort so etwas wie ein ´Geheimtip´ ist. Dieser Flecken Erde ist ein wahrer Traum mitten in der Natur, nur erreichbar zu Fuß oder per Boot.

Ohne irgendwelches Gerödel schleppen zu müssen geht es morgens zwischen acht und halb zehn los zum Tauchen. Käptn Buddha und seine Crew haben bereits die komplette Ausrüstung auf dem Boot verstaut und Proviant gebunkert. Die Ausrüstung ist in solide Boxen gepackt und wird jeden Abend von der Crew in der Basis gereinigt.

Käptn Buddha wirft die drei Außenborder an und los geht die flotte Fahrt zu wunderschönen Tauchplätzen bei optimalen Bedingungen, Sonnenschein und 28° Wassertemperatur. Während der Fahrt macht die Crew die Ausrüstung klar, wir entspannen uns derweil auf dem Sonnendeck.

Die Tauchcrew besteht aus Dive Instructor Sonly Palit, der jedes Tierchen unter Wasser mit Vornamen zu kennen scheint und ein Wahnsinns-Auge für die verborgenen Kleinigkeiten hat. Ihm zur Seite stehen die beiden Diveguides Mr. Mul und Mr. Shroom. Alle drei machen einen sehr guten Job.

Bei der Ankunft am Tauchplatz gibt es jedesmal ein ausführliches Briefing vor Ort und die Gruppen werden eingeteilt in Anfänger, Fotografen und Nicht-Fotografen. Die Crew an Bord hilft mit beim Anziehen und Anlegen der Ausrüstung.

Wir als Anfänger waren zu zweit mit Mr. Mul unterwegs, der schön ruhig vor uns hertauchte und nach Attraktionen im Riff suchte- und diese auch reichlichst fand! Es verging kaum ein Moment ohne das vertraute ´tick tick tick´, wenn er mit dem Zeigestab auf seinen Tank schlug, um uns auf etwas aufmerksam zu machen. Die Schönheit der Natur über wie unter Wasser ist einzigartig. Ich kann es nicht besser beschreiben als meine Vorschreiber ´divefrank´, ´Gaby und Thomas´ sowie ´weltenbummler777´ es getan haben. Wunderschön und beeindruckend, vor allen Dingen lebt hier noch alles unter Wasser, keine zerstörten Korallen und so weiter.

Der Einstieg nach dem TG zurück ins Boot ist auch jedesmal sehr komfortabel, da man die gesamte Ausrüstung im Wasser ablegt und diese von der Crew ins Boot geholt wird - Tauchen de Luxe, sozusagen.

Die Oberflächenpausen zwischen den TG verbringen wir oft am Strand, es ist hier alles so menschenleer und einsam, das man anscheinend überall einfach anlanden kann, um Rast zu machen. Oft sehen wir mehrere Stunden oder einen Tag lang kein anderes Boot.

Unvergessen bleibt das Mittagessen am ´Romantic Beach´, als von den Fischern am Strand noch schnell 2 Thunfische gekauft und kurzerhand auf einem improvisierten ´Grill´ aus frisch geschlagenen Ästen zubereitet wurden.

Je nachdem ob man 2 oder 3 TG am Tag hatte, kommt man am frühen oder späteren Nachmittag wieder im Resort an. Nach dem Tauchen wird frisches Obst gereicht, es gibt auch Kaffee, Tee und Wasser auf dem Boot.

Gegen 17.00 ist täglich das De-Briefing und die Planung für den nächsten Tag in der Basis angesagt. Bei Tee und einem kleinen Snack suchen wir in den bereitliegenden Büchern nach den Fischen, die wir gesehen haben und befragen unseren Guide, um alles ins Logbuch einzutragen. Irgendwann ist auch der Platz auf der großen Logbuchseite erschöpft, man selbst auch und es erscheint der Eintrag: VbF - Viele bunte Fische.

Zu einigen Tauchplätzen:

Vor Bangka Island haben wir am Tauchspot Sepia einen tollen Strömungstauchgang gemacht, sehr schön auch die Tauchplätze Batuh Goso II mit den freistehenden Felsspitzen, Sahawung mit vielen Fisch-Schulen, Schwärmen (und 4 riesigen Büffelkopf-Papageienfischen) sowie Busa Bora I, ein sehr entspannender TG mit vielen Korallenblöcken auf Sandboden, einem wirklich riesigen Sepia und dem größten bis dato gesehenen Steinfisch.

Sehr gut in Erinnerung sind auch die Tauchgänge an Batu Punteng, einem gespenstischen riesigen Felsen mitten im Meer, der beim Nachttauchgang noch unheimlicher und größer war als tagsüber.

Nachts gesehen unter anderem zwei riesige spanische Tänzerinnen, 6 Steinfische in verschiedenen Farben, einen großen Sepia und einen riesigen Bärenkrebs, Garnelen, Wollkrabbe, Seegurke und Orangemund-Stachelauster.

Den Spot Efrata haben wir auch sowohl bei Tag als auch bei Nacht betaucht- eine sehr beeindruckende und reich bewachsene Steilwand.

Die Mondlandschaft Lembeh Street und das Muk-Diving war nicht so mein Fall, es war zwar ein angenehmes Tauchen fast ohne Strömung über dem dunklen Untergrund, aber irgendwie mag ich mehr die ´Aquarium-Atmosphäre´ unter Wasser.

Solch ein UW-Aquarium läßt sich trefflich erleben in: Batu Mandi II und Mokotamba II, welcher mein persönlicher Lieblings-Tauchplatz war.

Den Ausflug in den Tangkoko Nationalpark haben wir nachmittags und den in das Minahasa Hochland am tauchfreien Tag vor dem Weiterflug nach Bali gemacht. Die Ausflüge wurden von Resortleiterin Katrin individuell geplant, der Guide für die Hochland-Tour hatte einen minütios ausgearbeiteten Touren-Plan von ihr.

Die Zeit im Pulisan Jungle Beach Resort war eine ganz besonders schöne Zeit und eine unvergleichliche Erfahrung. Ein Leben fernab der ´Zivilisation´ und ohne all das Chichi, was man meint, sonst noch so zu benötigen.

Ich freue mich auf meinen (hoffentlich baldigen) nächsten Besuch.

Selamat tinggal - Pulisan!

Pulisan Beach
Pulisan Beach

Romantic Beach
Romantic Beach

Sonnenaufgang Pulisan Beach
Sonnenaufgang Pulisan Beach

Blick auf Pulisan und Turtle Beach
Blick auf Pulisan und Turtle Beach

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Datenbankeintrag 42220
Happy Dugong Dive Center im Pulisan Beach Resort
Geschrieben am 12.04.2008 von weltenbummler777 [padi aowd, 58 TG]

0 von 0 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ich war im märz 08 an diesem wunderschönen fleckken Erde. Das resort ist echt super. Das team sehr nett und der Strand ein traum.
Die tauchplätze sind super schön.(wurde ja schon ausführlich beschrieben...)
Gewisse plätze sind nur mit gps zu finden!
Zudem gibts sehr viele Tauchplätze um Pulisan aber auch um Bangkka, Gangga.
Lembeh ist von Pulisan aus auch sehr gut in einem Tagestripp zu erkunden.
Katrin die Inhaberin tut sehr viel für das dorf Pulisan. (Schulen, Brunnen, Ausbildung etc).
Weiter so!!!!!!!
Ich werde wieder ins Pulisan Resort gehen.
Hier ist die welt noch in Ordnung.
(Ich hoffe bloss die Goldminen Betreiber werden es nie schaffen diesen flecken Erde zu verseuchen!)
dani

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    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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