Kalliste Plongée, Porto Vecchio (Korsika) Geschrieben am 21.06.2004 von emji [PADI AOWD, ? TG]
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Hallo, nach unseren Korsika-Sommerferien am Plage Palombaggia (mE. einer der schönsten Sandstrände am Mittelmeer, auch für Kinder!) möchte ich meine Eindrücke über die Tauchbasis Kalliste Plongée festhalten.
Kalliste Plongée besteht aus zwei Tauchbasen: Eine in Bonifacio und eine am Palombaggia. Ich habe an zwei Tauchausfahrten bei Kalliste Palombaggia teilgenommen. Betrachte meinen Bericht daher als objektiver Eindrucksberichtes meiner Erfahrungen.
Beschrieb der angefahrenen Tauchplätze
Getaucht wird in den 138 Hektaren Naturreservat der Illes Cerbicales.
Tauchplatz La Vacca: Kleine Felsinsel, ca. 10 min. Fahrtzeit vom Strand. Maximale Tauchtiefe vom Guide bei 19 Meter gesetzt. Unspektakulärer Tauchplatz mit wenig Korallen (Krustenschwämme) und typisches Mittelmeer-Getier(Muräne, Geissbrassen, Goldstriemen, Nacktschnecken, ...). Eher etwas enttäuschend….
Tauchplatz Danger de Toro Tauchplatz um eine etwas grössere Felsinsel, ca. 20 min. Fahrtzeit. Tauchtiefen bei Bedarf bis 50 Meter. Wunderschöne korallenbewachsene Felslandschaft mit roten Gorgonien, Schwämmen, und Anemonen. Diverse Zackenbarsche bis zu stattlichen Grössen und haufenweise Muränen. Zudem Mönchsfische, Geissbrassen-Schwärme, Barrakudas, .... Super-Tauchplatz mit allem, was das Mittelmeer zu bieten hat! So macht Mittelmeertauchen Spass!!
Basenbeschrieb
Kalliste Plongée wird von Sylviane Rossi geführt. Die Basis hat sich direkt am Strand in einer Holzhütte niedergelassen.
Das ganze Material wird 20 Meter hinter dem Strand in einem alten Lastwagen gelagert. Dort steht auch ein moderner Bauer-Kompressor. Getaucht wird mit 15 Liter Stahlflaschen, jeweils mit Doppelabgängen in DIN oder INT. Das übrige Mietmaterial wirkt stark benutzt. Die Cressi-Jackets und die Mares-Automaten haben schon bessere Zeiten gesehen, seien aber über die Wintersaison gewartet worden. Bei den Mietautomaten gibt es keinen Oktopus und keinen Tiefenmeter (1. Stufe, 2. Stufe, Inflatorschlauch und Fini). Die alten Suunto-Neoprenanzüge wirken ebenfalls abgenutzt.
Das Alu-Tauchboot ´San Pietru´ bringt mit 240 PS mindestens 15 Taucher bequem und rasch an die umliegenden Tauchplätze. Ein Echolot sorgt für präzise Navigation. Sauerstoffausrüstung, Funk ist an Bord vorhanden. Die nächste Druckkammer befindet sich in Ajacco, ca. 15 Flugminuten entfernt.
Ich bin beide Tauchgänge vom Guide Gill begleitet worden (1x 4er Gruppe, 1x 3er Gruppe). Er ist das erste Jahr bei Kalliste und wirkt sehr engagiert und freundlich. Auf der gesamten Basis wird französisch gesprochen (kein Deutsch, etwas Englisch). Vor der Bootsausfahrt wurde die Gruppenzuteilung vorgenommen und ein kurzes Briefing abgehalten.
Ausfahrten finden abhängig von den angemeldeten Taucher statt. Ich hätte zweimal wöchentlich am Vormittag (0830 Uhr) und täglich am Nachmittag (1400 Uhr) mitfahren können. Unbegleitete, autonome Tauchgänge sind für „erfahrene Hasen“ möglich. Ausbildungen finden finden nach PADI oder CEDIP/CMAS statt. Die Preise für Ausbildung und Exkursionen sind moderat.
Ausfahrten finden nur mit Sylviane statt. Und somit wartet die versammelte Tauchgruppe auf sie. Beim ersten Tauchgang waren’s vertretbare 15 Minuten, beim zweiten Tauchgang warteten wir aber über 1 Stunde. Ich gehe mal davon aus, dass dies Ausnahmen waren…
Fazit
Die Tauchplätze wie Danger du Toro sind für Mittelmeerverhältnisse super. Dieses Tauchgebiet betauche ich gerne wieder, wahrscheinlich aber mit einer anderen Tauchbasis.
Und hier als Appetizer mein neues Desktop Hintergrundbild seit unserem Urlaub:
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