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 Datenbank - Tauchplätze - Kuba - 1 Bericht zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 23306
Kuba Allgemein
geschrieben am 31.01.2006 von Petra und Norbert

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Cuba November / Dezember2005

Drei Wochen hatten wir Zeit, um a) etwas vom Land zu sehen und b) zu Tauchen. Diese Zeit ist wohl auf Cuba das Minimum, wenn man beides haben will. Über ´Nautilus´ hatten wir lediglich die Flüge und den Tauchurlaub im Hotel ´Colony´ gebucht, den Rest gedachten wir in Eigenregie zu gestalten. Als wir dann Nachts am Flughafen von Havanna standen, durften wir gleich mal ein paar Dinge lernen. ERSTENS: Es ist nicht leicht, in der Hochsaison eine Unterkunft in der Stadt zu finden (es empfiehlt sich dringend, vorher etwas zu buchen). ZWEITENS: Cuba ist teuer (ungefähr vergleichbar mit einem Urlaub in Deutschland). Und DRITTENS: Es macht das Leben sehr viel leichter, wenn man Spanisch kann (unser ´pocito´ war anstrengend - und Englisch kannst du auf dieser Insel streckenweise echt vergessen). Jedenfalls konnten wir ERSTENS dann über DRITTENS klären und mussten uns mit ZWEITENS abfinden.
Als wir schließlich mit dem Mietwagen (vgl. ZWEITENS) unterwegs waren, kamen wir ausschließlich in den privaten ´Casas Particulares´ unter - da wird´s bedeutend günstiger. Hier ist man mit Abendessen, Bier (unbedingt ´Bucanero´ probieren!!!), Übernachtung und Frühstück für zwei Personen meist mit 40 - 60 CUC (entspricht 40 - 60 Euro) dabei.
Unsere kleine Rundreise über Cienfuegos, Trinidad und Santa Clara war großartig. Aufgrund des Mietwagenmangels in Havanna (wir erinnern uns: Hochsaison) mussten wir einen kleinen Geländewagen nehmen - wie sich herausstellte ein Riesenglücksfall! So konnten wir auch die unwegsame Küstenstraße, überflutete Wege in den Sümpfen und die felsigen Sträßchen in den Regenwäldern der Sierra del Escambray befahren.

Nach unserem durchaus abenteuerlichen Trip durch die großartige Landschaft und das pulsierende Leben Cubas ins ´Colony´ auf der ´Isla de Juventud´ zu kommen, war schon ein bisschen so, als erwache man plötzlich am Ende der Welt: Kein Ort in der Nähe, kein Internet, kein Handyempfang - doch was anfänglich noch beunruhigend wirkte, wandelte sich recht schnell. Irgendwie war es extrem entspannend, nicht erreichbar zu sein. (Wo hat man das denn noch auf der Welt?)
Die Atmosphäre des Hotels ist etwas ... gewöhnungsbedürftig, hat aber doch eine ganz eigene Art von Charme. Der etwas runtergekommene 50er Jahre Plattenbau (mit seinem tiefgekühlten, energiesparlampen-beleuchteten Speisesaal) passt sich witzigerweise einigermaßen in die karibische Bucht mit Sandstrand und Palmen ein - und die Bungalows sind erste Sahne!
Die allabendlichen Mojitos (Wichtig: Happy Hour zwischen 5 und 6 pm) schmecken sehr gut am Pool. Größtes Manko während unseres Aufenthaltes waren eigentlich die Sandfliegen, die einen vor allem in den Morgen- und Abendstunden übel attackierten. Angeblich hilft ´Zanzarin´ (gibt´s in jeder deutschen Apotheke). Wir hatten es leider nicht dabei (in unserem Fall half nur noch ´Fenistil´ - und zwar als Kapsel). Aber ganz ehrlich: Bei den grandiosen Sonnenuntergängen, die einem hier jeden Abend geboten werden, vergisst man auch mal juckende Beine
Das Wichtigste sind aber natürlich immer noch die Tauchtrips - und die sind großartig. Nach etwa fünf Minuten Busfahrt zur Tauchbasis, dümpelt man eine gute Stunde mit dem Boot (wir haben uns sagen lassen, es gäbe auch schnellere, aber die hatten zu der Zeit anscheinend irgendein ´Abgas-Problem´). Es geht auf die andere Seite der Landzunge, wo sich über 50 wunderschöne Tauchplätze befinden. Die Guides auf den Schiffen sind alle super drauf, machen aber nicht viele (englische) Worte, wenn´s ums Briefing geht (nachfragen lohnt sich). Auch sonst geht es hier recht locker zu: Die 30-Meter-Regel spielt überhaupt keine Rolle, und manche Höhlen befinden sich nun mal in einer gewissen Tiefe ...
Zwischen den Tauchgängen gibt´s Futter - einfach, aber mit offensichtlicher Freude zubereitet. Gegessen wird dann entweder auf dem Schiff oder an einem Steg. Auch in der Tauchbucht war mal ein Ranchon - und auch davon stehen nur noch ein paar bedauernswerte Balkensplitter im Wasser.
Was sich auf jeden Fall lohnt, ist ein Ausflug zu den ´Cayos Los Indios´. Kostet 10 CUC extra, ist es aber wert. Beim ersten (Steilwand-)Tauchgang hatten wir es mit einem Ammenhai, zwei Grauen Riffhaien, einer Schildkröte und einem Adlerrochen zu tun, beim zweiten konnten wir uns an zwei Wracks auf maximal 12 Metern austoben und nachdem wir alle noch genügend Luft in den Flaschen hatten, steuerten wir gleich noch einen dritten Tauchplatz an - und konnten uns in 8 Metern mit den nächsten beiden Wracks vergnügen.
Alles in allem war es ein gelungener Urlaub. Einer, aus dem man extrem ungern wieder zurück ins kalte Deutschland kommt ...

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