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Datenbank - Tauchboote - Malediven - MS Pretty Tombilli



Tauchboote Malediven

MS Pretty Tombilli

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 Datenbank - Tauchboote - Malediven - 12 Berichte zu diesem Eintrag!

           

Datenbankeintrag 11568
MS Pretty Tombilli
geschrieben am 16.10.2004 von Peter [CMAS ***, 445 TG]

5 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 5 von 5 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo,

In der Zeit vom 26.09. - 11.10.04 haben wir mit der Pretty Tombilli einen Safaritrip durch die Korallenwelt der Malediven gemacht. Hier eine kurze Reisebeschreibung:

Die Anreise erfolgte mit der LTU von München nach Male. Ich muß dazu sagen, das die LTU in Sachen Service und vor allem Freundlichkeit nicht unbedingt die Vorzeigeairline ist. Andere Gäste der Tombilli sind mit Emirates über Dubai geflogen und waren sehr zufrieden. Hier hat die LTU noch erheblichen Nachholebdarf!!

In Male gelandet wurden wir von Ute ( die Tombilli ist im Besitz von Ute & Thomas Gehrke )in Empfang genommen. Das Dohni wartete schon am Airport und so wurden wir sofort zur, in der Laguner wartenden Tombilli gebracht. Die Tombilli ist für 12 Gäste ausgelegt und wir waren während unseres 14-tägigen Aufenthalt an Board nur zu fünft. Es gab also genügend Freiraum für jeden.
Die Kajüten bestehen aus einem Schlafraum mit einem Doppelbett und einem Einzelbett darüber.Ebenfalls gehört ein Waschraum mit WC und Dusche dazu. Aufgrund der 2 Bullaugen und den 2 Oberlichtern ist eine Klimaanlage nicht erforderlich.
Am Nachmittag erfolgte der erste Tauchgang (Checkdive) wobei es zur großen Freude aller zu unserer ersten Mantabegegnung kam.
Lobenswert ist die Tatsache, das alle Tauchgänge von Ute oder Thomas oder beiden begleitet werden.
An Bord der Thombilli befindet sich neben den normalen Kompressoren auch eine Nitroxanlage, so das ´Nitrox for free´ angeboten wird. Die Anlage (fast nagelneu) gab zwar nach einer Woche leider den Geist auf, aber Ute setzte alle Hebel in Bewegung,um den Schaden so schnell wie möglich beheben zu lassen.
Die Tombilli ankert nachts in Lagunen. Der Standortwechsel erfolgt am Tag zwischen den Tauchgängen. Wir hatten zwar ein wenig Bedenken wegen eventueller Seekrankheit und hatten uns medikamentös auch darauf vorbereitet, aber unsere Sorgen waren vollkommen umsonst. Aufgrund ihrer Bauweise schauckelt und rollt das Boot nur geringfügig.
Die Crew besteht aus insgesamt 6 Maledivern, welche sich sehr emsig um das Wohl der Gäste kümmern ohne auch nur im Ansatz aufdringlich o.ä. zu wirken.
Die Verpflegung ist gut und reichlich. Wer ein Fischliebhaber ist, der ist bei Fuluh dem Schiffskoch in den besten Händen. Wer allerdings keinen Fisch mag ( so wie ich ) der brauch sich auch keine Gedanken zu machen. Für den gibt es dann schon mal Wüstchen, Hühnchen oder Omlett extra. Danke!
Im Preis inbegriffen ist Kaffee und Tee. Wasser ( 1,5L-Flaschen ) ist zum Preis von 3 US$ erhältlich. Auch Bier, Holsten und San Marino und Sprite sowie Coca-Cola sind vorhanden.
Unsere Route führte durch das Nord-male Atoll über Rashdoo ins Ari und von dort über das Süd-Male wieder ins Nord-Male Atoll.
Aufstehen ist morgens so gegen halb sieben. Nach einer kurzen Tasse Kaffee und einem Briefing ging es zum ersten Tauchgang. Anschließend gab es Frühstück und gegen 11:Uhr ging es zum 2.Tauchgang. Im normalen Reisepreis sind 2 Tauchgänge /Tag enthalten. Wir haben aber vom dem Angebot, für 15 US$ einen dritten Tauchgang zu absolvieren Gebrauch gemacht.
An den meisten Tauchplätzen herrschte mäßige bis teils starke Strömung. Die Sicht war aufgrund des hohen Planktonanteils stellenweise recht eingetrübt. Ist aber nicht schlimm, denn viel Plankton heißt natürlich auch viel Fisch ! :-)
Wir haben auf unseren Tauchgängen viele beindruckende Begegnungen mit Weißspitzenhaien, Grauhaien, Ammen- und Leopardenhaien , Mantas, Adlerrochen sowie Stachelrochen gehabt. Aber auch für Freunde des Makrobreiches war einiges dabei!

Am 11.10. ging es dann wieder mit der LTU zurück nach München, diesmal etwas freundlichere Gesichter der Crew als beim Hinflug.

Fazit: Eine gelungene Safari !! Wir habe keinen Tag bereut und kommen bestimmt wieder.

Danke an Ute und Thomas sowie der Crew der MS Pretty Tombilli

Peter und Anne

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 1660
MS Pretty Tombilli
geschrieben am 29.05.2002 von Mighty Mike Duck [CMAS***, 1000 TG]

22 von 24 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 16 von 25 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tauchsafari mit der „Pretty Tombilli„ vom 07.04. – 20.04.2002

Nachdem ich im Vorfeld vergeblich nach ausführlichen Reiseberichten über das Safariboot „Pretty Tombilli„ gesucht habe, möchte ich meinen Nachfolgern die Entscheidung dafür/ dagegen erleichtern.

Bei einem Checktauchgang am Nachmittag des Ankunftstages mussten wir zuerst "beweisen", daß wir tauchen können.
Es war mehr ein „Fundive„, bei dem man sich erst in die „ungewohnte„ Umgebung einleben sollte. Besonders hervorzuheben ist, daß auf Maske ausblasen, Wechselatmung, usw. verzichtet wurde, denn die Beiden beurteilten unser „Können„ aufgrund der Schwimmhaltung und Tarierung.

Am nächsten Morgen konnte es dann richtig losgehen. Noch vor dem Frühstück bestiegen wir das Dhoni für unseren ersten Tauchgang. Alle Tauchgänge in Ihren Einzelheiten zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen, so kurz ein paar Auszüge der „Hai„-lights aus meinem Logbuch:

- Nord Male Atoll, Rasfari: 14 Mobulas
- Nord Male Atoll, Boduhiti Thila: 15-20 !!! Napoleons an einer Putzerstation
- Nord Ari Atoll, Rasdhoo Madivaru: Hammerhaischule 25-30 Stück
- Nord Ari Atoll, Dhinnolhu Thila: 2 Mantas
- Ari Atoll, Dega Thila: sehr schön bewachsenes Thila, Überhänge mit Gorgonien
- Ari Atoll, Madivaru: Mantas !! 1 Manta 30 Minuten an der Putzerstation beobachtet
- Süd Male Atoll, Guraidhoo Bodu Kandoo: viele Weißspitzenriffhaie, 4 Adlerrochen
- Süd Male Atoll, Kandooma Kandoo: 1 Walhai auf 20m, 3 Schwertfische (Blue Marlins) direkt unter der Wasseroberfläche
- Süd Male Atoll, Guraidhoo Bodu Kandoo: unzählige Weißspitzen, dazwischen mind. 20 graue Riffhaie, 1 Stachelrochen (Durchmesser ca. 1,80m !)

...und dazwischen immer wieder Schildkröten, Barrakudas, Weißspitzenriffhaie, Muränen, jede Menge Fischschwärme und die „üblichen„ Riffische.

ESSEN: Unser Schiffskoch, Fulu, ist ein Meister seines Handwerks. Für Fischliebhaber zauberte er eine Delikatesse nach der anderen. Da ich an einer Fischallergie leide, wurde ich von ihm immer mit „Extrawürsten„ und Omeletts bestens versorgt. Um seinen Handlungsspielraum zu erweitern, sollte man im Vorfeld der Buchung rechtzeitig Bescheid geben, wenn man mit Fisch Probleme hat, damit er sich beim Einkaufen darauf einstellen kann.

SCHLAFEN
Je nach Witterung, am besten an Deck. Ratsam ist es, einen dünnen Schlafsack mitzunehmen, den man auch bei Bedarf als Unterlage verwenden kann. Bei einsetzenden Regenfällen sind trockene Plätze gefragt, die jedoch mit noch 7 Mann Schiffsbesatzung ziemlich rar werden. Ich hatte nach kurzer Eingewöhnung kein Problem, in der Kajüte zu schlafen, besonders wenn ein „Lüftchen„ ging, war es sogar ganz angenehm.

WOHNEN
Die Kajüten sind vom Platz her ausreichend. Logisch, daß man sich etwas einschränken muß, aber wer sich keine Privatjacht leisten kann, wird auch hier vollkommen zufrieden sein. Das Bad ist soweit auch OK. Wo kann man schon gleichzeitig sch.., duschen und sich beim Zähneputzen im Spiegel betrachten?

UNTERHALTUNG
Auf einem Schiff hängt das wohl von den Gästen ab. Als besonderes „Schmankerl„ hat Thomas in seinem „Wohnzimmer„ einen DVD-Player mit Dolby Surround Anlage und wirklich neuesten Filmen (z.B. Jurassic Park III, Die Mumie II), die er gerne mit seinen Gästen teilt.

NEBENKOSTEN
Wasser 1,5l (3 US$), Cola/Lemon/Sprite/Bier (2,50 US$), „härtere„ Sachen sind auch vorhanden, die jedoch etwas teurer sind. Dazu muss man wissen, daß um auf den Malediven Alkohol zu verkaufen, gewisse Lizenzen notwendig sind, die etwas kosten und als Umlage mit eingerechnet werden. Von dem her völlig in Ordnung. Auch haben wir sonst auf versch. maledivischen Hotelinseln keine günstigeren Preise gefunden. Da wir einen ziemlich hohen Flüssigkeitsverlust hatten und die Gefahren der Dehydration beim Tauchen auch nicht zu unterschätzen sind, sollte man für Getränke pro Woche 150 US$ kalkulieren.
Als weitere Nebenkosten zählt der dritte Tauchgang (zwei TG tägl. sind incl.), der mit derzeit 15 US$ zu Buche schlägt, was immer noch günstig im Vergleich zu den Tauchbasen auf den Hotelinseln ist. Hier bezahlt man im Durchschnitt 38 US$ für Flasche und Blei. Wenn man mit dem Dhoni hinausgekarrt wird, kommen noch ca. 10 US$ dazu. Da ist Cenoten tauchen in Mexico direkt billig dagegen.

BEZAHLUNG
Nur Bares ist Wahres. Gemäß diesem Motto lebt es sich auf den Malediven am leichtesten. So werden die Rechnungen am Ende der Reise am besten Bar (US$) oder mit Traveller Cheques beglichen. Credit Cards werden zwar auch akzeptiert, werden aber mit einer Gebühr (+10 %) bearbeitet.

DAS BESTE – TAUCHEN
Nach Rücksprache mit allen Beteiligten war das das Beste, was wir jemals erlebt haben. Alles, was uns versprochen wurde, haben wir gesehen. Logisch gehört hier auch eine Portion Glück dazu, auch müssen die Strömungen, Witterungsverhältnisse, Mondstände, usw. stimmen, aber Thomas hat nicht nur einmal bewiesen, daß er ein echter „Maledivenfachmann„ ist. Selten erlebt man Diveguides, die sich Gedanken darüber machen, wie der Fisch reagiert, wenn man ihn vor sich stromeinwärts in einen Kanal buchstäblich hertreibt. So wussten wir beispielsweise immer, wenn Thomas seine Videokamera einpackt und mit zum tauchen geht, gibt’s was zu sehen.
Erwähnenswert finde ich gleichfalls die Mühe, die sich Thomas und Ute, oftmals von uns unbemerkt, vor den Tauchgängen machten. Sie telefonierten häufig mit anderen Safaribooten, Tauchbasen oder Hotelinseln, um Strömungen und Großfischsichtungen zu erfahren.

FAZIT
Ein rundum gelungener Aktivurlaub, der uns täglich auf’s Neue gefordert hat.
Wer Erholung und Relaxen im Sinne von Strandurlaub sucht, ist hier falsch beraten. Auch sollte man mit Tarierung und teilweise starken Strömungen keine Probleme haben.
Taucher, die außergewöhnliche Erlebnisse suchen, Großfische und Schwarmfisch lieben, sind hier bestens aufgehoben. Wir planen bereits jetzt, nächstes Jahr wieder zu kommen!

Mike


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