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Tauchboote Kap Verde

MS Witte Bank (Dive Safari)

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 Datenbank - Tauchboote - Kap Verde - 19 Berichte zu diesem Eintrag!

          

Datenbankeintrag 28282
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 14.07.2006 von Tuempeltaucher [CMAS **, 250 TG]

Da keine Aktualisierung erfolgte. Die Witte Bank ist nicht mehr zu buchen, aufgrund des Unterganges.

Vielleicht kann aber mal jemand etwas zu den anderen Schiffen schreiben.

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Datenbankeintrag 6514
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 17.03.2004 von Heinz Geibel [280 TG]

7 von 8 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 6 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ende Januar `03 hatten wir auf der Boot in Düsseldorf eine Tauchkreuzfahrt mit der Witte Bank für die Zeit vom 18.-25. Oktober 2003 gebucht.
Wir, ein 10-köpfiges Gehörlosen-Taucher-Team wollten gerne auch einmal eine solche Kreuzfahrt miterleben. Leider erhielten wir am 12.09. dann eine schlechte Nachricht: Bei einem schweren Unwetter hat sich die Witte Bank vom Anker losgerissen und wurde gegen den Strand geschleudert. Die Witte Bank lief danach auf Grund.
Es war für uns Schock, besonders leid taten uns natürlich der Käpt‘n und das Besatzungsteam. Wir überlegten nicht lange, buchten um und verbrachten die Zeit auf Boa Vista. Natürlich tauchten wir auch und zwar bei Sharky`s Divecenter. Bei einigen Inselbesuchen waren wir auch in Santiago, am Hafenbecken sahen wir mit schmerzlichen Gefühlen die gestrandeten Witte Bank (siehe Fotos). Wir haben auf der Mauer am Straßenrand gesessen und blickten eine Weile darauf. sie sah wirklich rührend und traurig aus. In unseren Gedanken überlegten wir, wie es gewesen wäre, wenn wir unseren Urlaub auf dem Schiff verbracht hätten. Uns teilte der Einheimische Delfim, der Käpt’n Mathias gut kennt, mit, dass dieser das Schiff in Kürze heben und reparieren lassen und wieder in den See stechen würde. Das hoffen wir sehr und werden in einigen Jahren wieder für Tauchkreuzfahrt buchen, falls Witte Bank wieder flott ist

Witte Bank, bitte bewege Dich!!

Gruß Heinz mit Deaf-Diver-Team

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Datenbankeintrag 5117
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 13.10.2003 von Jonas [OWD, 500 TG]

0 von 0 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo Taucher,

hier noch einige Bilder...

Gruss jonas

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 4949
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 30.09.2003 von Jonas [OWD, 500 TG]

3 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 6 von 7 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo Tauchfreunde,

ich habe die Tage von Jochen und Andi erfahren, dass die Witte-Bank gesunken ist.Ich wollte es Anfangs kaum glauben, denn auch ich durfte eine wunderschöne Zeit auf diesem Schiff erleben.
Vielen Dank und ganz liebe Grüsse an alle Gäste die ich auf der Witte-Bank kennenlernen durfte.Ganz besonden Dank an meine Freundin Marion die sehr viel Arbeit auf sich genommen hat, nur um bei mir sein zu können.
Auch mir tut es leid um die Witte-Bank, die Zeit die ich auf diesem Schiff verbracht habe wird mir immer in unvergesslicher Erinnerung bleiben.All die wunderschönen Tauchgänge, die unzähligen Sonnenaufgänge,-Sonnenuntergänge und natürlich die Zeit mit euch, es war einzigartig.
Ich hoffe es wird bald wieder ein Schiff geben, dass speziell um die Insel Santiago fahen wird.Ich kann nur jedem empfehlen mal auf die Kap-Verden zu fliegen, dass Tauchen und das Leben über Wasser sind dort einzigartig.

Gruss Jonas

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 4902
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 26.09.2003 von Andreas [PADI MSCD, 120 TG]

2 von 2 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 5 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Liebe Trauergemeinde,

auch ich habe von dem schermzlichen Verlust der Witte Bank erfahren und so wie auch Jochen, bin ich zu tiefst betrübt.

Auch ich durfte auf der Witte Bank sehr schöne Tage und Nächte über und vorallem unter Wasser verbringen. Ich habe Erfahrungen gesammelt, die
einen festen Platz in meinen Leben eingenommen haben und die mir auf Ewig bleiben werden.

Die Witte Bank ist für mich der Inbegriff an Naturerlebnis, Abenteuer, Melancholie und Grenzerfahrung !

Mein Gruß gilt all denen, die mich und die anderen Gäste der Witte Bank umsorgt haben, vorallem Jonas, mit dem ich Unglaubliches unter Wasser erleben durfte.
Natürlich auch Dank und Grüße an alle anderen Members der Witte-Crew !!!
Ach Sybille und Gerhard Schellamnn einen Gruß, danke für Eure Unterstützung und Kopf hoch, das Ding geht irgendwie weiter und ich bin wieder ein dankbarer Kunde....

Ein besonderer Gruß an Ingo, er weiß warum...

Matthias, alter Seebär, Dir danke ich für all das, was Du ermöglicht hast und ich denke, Du weißt, wie sehr ich an dem Unternehmen Witte Bank hänge.
Laß den Kopf nicht hängen, es gibt bestimmt eine Möglichkeit, wieder etwas auf den KapVerden auf die Beinde bzw. ins Wasser zu stellen. Was immer es sein mag, laß es mich bitte wissen.

Zum Schluß noch einen Speciagruß an Jochen, meinen Buddy, Freund und "Waffenbruder", denn das was wir beide erlebt haben, erlebt man vielleicht und hoffentlich max. einmal im Leben !

Allen Tauchern sei gesagt, daß es sich lohnt, die KapVerden zu besuchen und die unberührte Unterwasserwelt zu erleben, solange hier noch kein Massentourismus und andere Wohlstandsplagen eingesetzt haben.

Witte Bank, mach`s gut !

Andreas Wilkens

Ein Käptn und ein treuer Gast
Ein Käptn und ein treuer Gast

how does it feel.......?
how does it feel.......?

Auge in Auge
Auge in Auge

..der Garten Eden
..der Garten Eden

...so ein Tag, so wünderschön wie heute.....
...so ein Tag, so wünderschön wie heute.....

..man kann es ahnen....
..man kann es ahnen....

..der Seebär in seiner Höhle...
..der Seebär in seiner Höhle...

...by by Witte Bank....
...by by Witte Bank....

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 4804
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 16.09.2003 von Jochen [AOWD, ? TG]

5 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo
Leider habe ich heute erfahren das die Witte Bank
gesunken ist.
Ich habe auf dem Schiff eine sehr schöne Zeit meines Lebens erleben dürfen
Es war ein schönes altes Schiff mit sehr viel Flair
Es tut mir leid um die Witte Bank
Gruß an den Skipper
Grüße auch an Andi( dem ich bestimmt aus vollem Herzen spreche )und Paul, Mario,Ralf,Timo,Ingo,
den Guides, Jonas,Ralf,Chris und an all die netten Menschen die ich an Bord der Witte Bank kennen lernen durfte
Jochen

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Datenbankeintrag 3701
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 17.05.2003 von Oliver Schindler [AOW, 135 TG]

7 von 8 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 5 von 9 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tauchsafari Witte Bank 3-9.Mai 2003

Gut hat`s uns gefallen. Die Tauchplätze sind artenreich und lebendig. 30
Mantas haben wir in 3 Tauchgängen gesehen.Auch sonst seltenere Arten wie
Bärenkrebse, Flughähne, Langusten, Nacktschnecken gibt es in beachtlicher
Größe zu sehen.Sogar einen Anglerfisch habe ich endeckt - das war natürlich
Zufall, denn die findet man so leicht nicht bei ihrer Tarnung. An einem
Tauchplatz findet man neben einer großen Höhle auch mehrere kleinere mit
Sand gefüllte Höhlen die Ammenhaie dazu einladen hier die erste Tageshälfte
zu verschlafen. Einen ca. 3 Meter großen Burschen haben wir dort auch
angefunden. Man sollte sich den Höhlen aber sehr vorsichtig nähern da die
Tiere hier sehr scheu sind und sofort das Weite suchen. Die Tauchplätze sind
vergleichbar mit dem Roten Meer - auch von der Größe der Tiere her, was
schon erstaunlich ist da das Wasser zumindest im Mai nur ca. 23 Grad hatte.
Ein 5 mm Longjohn reicht aber trotzdem locker aus. Die Sicht war um die 15
Meter weit, allerdings wegen starkem Planktonaufkommen. Das mögen auch die
Mantas (Mobulas) die 2-3 Meter Spannweite hatten und bis an die Oberfläche
mit uns getaucht sind. Wer`s mag kann sie auch anfassen - ich allerdings
habe Respekt vor wilden Tieren. Das wilde Tiere nicht immer Respekt vor
Tauchern haben zeigte sich jedoch als mein Buddy von einem gerammt wurde.
"Die sind ja gar nicht so weich wie ich dachte" war sein Kommentar dazu. Ich
hatte vor der Reise Bedenken wegen des Wellengangs - da die Ankerplätze
jedoch geschützt liegen war das auch kein Problem. Nur auf der Fahrt
zwischen den Buchten kann man evtl. Reisetabletten gebrauchen. Mit
Strömungen sollte man sich allerdings anfreunden können und seine Tarierung
sollte man gut beherrschen, dann ist das ganze auch für Taucher ab 40-50
Tauchgängen empfehlenswert.
Einen Tauchplatz konnten wir dann doch nicht besuchen da der Wellengang zu
stark war - und so gingen uns eventuell die Hammerhaie die dort regelmäßig
anzutreffen sind durch die Lappen.
Das Schiff entspricht in der Austattung und Service dem Standard von
Liveaboards die ich im rotem Meer gemacht habe. Man sollte sich aber für
diesen Preis keinen Super-Luxus einbilden. Wer frische Luft braucht muß
einen Schlafsack mitnehmen und an Deck schlafen. Die Bullaugen der Kabinen
bleiben aus Sicherheitsgründen immer verschlossen, es gibt aber eine
Klimaanlage. Ich persönlich blieb unter Deck und fand das auch recht
angenehm.
Alles in allem eine gelungene Safari und gleich mehrere Gründe
wiederzukommen.
Auch das Motto vom Kapitän ist lobenswert: Je mehr ihr seht desto
glücklicher bin ich - und man sollte seinen Tips einfach vertrauen!
Fazit: Diese Tauchgründe sind vergleichbar mit den besten Tauchplätzen die
ich bisher gesehen habe (Brothers, Similan/Surin). Wer Großfisch sehen will
der ist hier richtig - Glück braucht man natürlich trotzdem und das hatten
wir.
p.s.: Das einzige Boot das zur Zeit Liveaboards an den Kapverden anbietet
ist meines Wissens nach die Witte Bank. Die Mannschaft bestand aus Matthias,
Ralf, Chris und Eva. Grüsse, falls ihr meinen Bericht gerade lest.
p.p.s: Von den Kapverden kommen übrigens weltbekannte Bands wie Cesario
Evora u.v.m. In Praia könnt ihr am letztem Abend bestimmt wie wir eine
Liveband erleben. Buena Vista Social Club lässt vom Feeling her grüßen.

Wer Bilder und Filme von der Fahrt sehen will findet diese unter www.oliver-schindler.de

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 3442
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 10.04.2003 von Ernst [CMAS ***, 170 TG]

7 von 10 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 11 von 14 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Ich bin vom 23.3.-29.03.03 mit der Witte Bank um
Santiago geschippert. Die Tauchplätze sind allererste Klasse, es wurden bis zu max. 4 Tauchgänge am Tag angeboten, den Stress wollte ich mir allerdings nicht zumuten.
Das Schiff ist völlig in Ordnung, wenn man keine
Luxusherberge erwartet, hier können verwöhnte Safaritaucher, die sich alles hinterher schleppen lassen sicherlich eine Enttäuschung erleben.
Der Skipper und die Crew waren sehr professionell,
auch Wünsche die Tauchplätze betreffend wurden berücksichtigt.
Etwas anstrengend ist nur die Anreise mit Wartezeiten. Die Rückflüge einzelner Kollegen hat der Skipper unter der Woche noch so verlegt, dass
die gesamte Gruppe nur 1 Stunde auf Sal auf den
Weiterflug nach München warten musste, dafür gibt es ein Sonderlob.
Im Herbst fliege ich wieder hin.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 2679
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 16.11.2002 von Rainer Hoffmann

14 von 18 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 9 von 15 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Die Insel Santiago mit seiner wuselnden Hauptstadt Praia, ist das Zentrum der noch jungen Kapverdischen Republik. Die geschichtsträchtige Insel, einst Zentrum des portugiesischen Sklavenhandels, bietet neben seiner farbenfrohen Metropole die, manchmal bizarr anmutende Schönheit einer erst in später Erdgeschichte ausgespieenen Vulkaninsel. Hoch aufragende Klippen stürzen senkrecht ins Meer, nur zartes Grün auf der braunen Erde zeugt vom Kampf des Lebens gegen die fast ganzjährige Trockenheit.
Matthias Niemann hat mit seinem Schiff Witte Bank hier vor 2 Jahren begonnen wöchentliche Tauchsafaris entlang der Westküste zu veranstalten. Umsorgt von seiner 3-köpfigen Crew können bis zu 10 Gäste erholsame Tage fernab vom Massentourismus und eine noch unberührte Unterwasserwelt erleben.

Die Reise beginnt im Hafen von Praia. Wir sind 6 Tauchclubmitglieder, die 4 weiteren Gäste lernen wir an Bord kennen.. Der Atlantik zeigt sich von seiner gemächlichen Seite. Unter dem Wind, wie man sagt, gibt er sich an der Oberfläche meist sanft und lockt mit sattem Blau. Unter der Oberfläche zeigt sich sofort, dass sein Charakter durch die hochaufragende Vulkaninsel nur gebremst, nicht verloren, ist. Schlagartig einsetzende Tidenströmungen, Temperaturstürze und eine bisweilen heftige Dünung erinnern ständig daran, dass dies der Atlantik ist. Manchem von der tropischen Korallenwelt verwöhntem Taucher mag das Leben an den oberflächlich betrachteten Steilwänden karg vorkommen, aber dem ist nicht so. Bei weitem nicht. Unzähliges Leben birgt der Ozean, die kleine farbenprächtige und formenreiche Nacktschnecke, der uniforme Schwarmfisch, fast unsichtbare Räuber, dann wieder farbenfrohe Papageien. Krebse, Muränen, viele Igel- und noch mehr prächtige Feilenfische, fast vergisst man einen Blick auf die sanft ihre Tentakel schwingenden Anemonen zu werfen.

Doch all dem unterworfen ist der ständige Blick nach oben, nach draußen, der Suche, der Erwartung, dem Traum. Kommt einer der Giganten? – und dann sind sie da. Majestätisch schwingen sie ihre Flügel, nebelhaft aus dem nährstoffreichen Meer auftauchend nehmen sie Gestalt an, ungläubig zählen wir, sind uns, nachdem wir sie minutenlang beobachtet haben, nach dem Tauchgang nicht einmal einig, wie viele es genau waren. Neun Mantas, das Video zeigt es, nebeneinander aufgereiht würde eine Turnhalle nicht für sie reichen, ziehen in lockerer Formation mehrmals ihre Kreise vor uns. Eine Anmut, wie sie nur wenige Lebewesen inne haben, liegt in ihren Bewegungen, scheinbar mühelos segeln sie gegen die Strömung und kehren kurz darauf mit ihr, aber immer noch im gleichen Tempo, zurück. Im Moment der Betrachtung gefangen, realisiert man viele Details gar nicht, sie kommen erst später, wenn man sich das Erlebte ins Gedächtnis zurückruft. Viel zu schnell ist es vorbei, doch das Herz lacht, wenn man auftaucht und schon von weitem wird dem Kapitän bei der Rückkehr zum Schiff freudig gewunken. Nicht nur einmal sondern in 12 Tauchgängen hatten wir Begegnungen mit einem oder mehreren Mantas. Und damit noch lange nicht genug..

Der Insel weit vorgelagert liegt das „Plato“, eine zur Insel flach ablaufende Steilwand. Eindringliche Ermahnungen des Tauchguides Jonas und des Käptn’s bezüglich des Gruppenverhaltens und die streng vorgegebene Tauchgangsführung lassen schon im Vorfeld Spannung aufkommen. Unter Wasser ändert sich daran nichts, wir sind hier um eine Schule Hammerhaie zu treffen. Jeder möchte sie gerne sehen, aber ob auch nur einer unter ihnen ist, der nicht, wie ich, auch gemischte Gefühle vor dieser möglichen Begegnung hat? Das reichliche Plankton verfärbt den Ozean grünlich und lässt nur eine bescheidene Sichtweite zu. Das ständige Beobachten hinein in die nebulöse Unendlichkeit fordert die Augen aufs härteste, nicht wenige zucken zusammen, als der Wunsch sich zu Fata Morgana verdichtet. Eine gute halbe Stunde tauchen wir an der unbeachteten Steilwand entlang, erste Gedanken kommen auf, dass es hier und heute wohl nichts wird. Als die Steilwand endet, warten wir. Es ist noch Luft in den Flaschen und für das Mittagessen ist es auch noch zu früh. Da kommen sie! Als sich ihre Konturen aus dem Nichts formen, stellt man erschrocken fest, dass sie sehr nah sind. Zählen ist in dem begrenzten Raum, der überschaubar ist, nicht möglich, sie schwimmen Kreise um uns und sie sind sehr viele. Die kleineren etwa 2m langen Haie schwimmen quirlig im Strom der Körper durcheinander, majestätisch ziehen bis zu 4 Meter lange Exemplare vorbei. In den Begegnungen merkt man, dass sie uns keinen Moment aus den Augen lassen, was übrigens auf Gegenseitigkeit beruht. Schon muss der Tauchgang enden, die ersten zeigen das Erreichen der Luftreserve an. Es heißt Abschied nehmen von den eleganten Räubern, ihre stromlinienförmigen Körper kreisen nach wie vor, eskortieren uns bis knapp unter die Oberfläche. Das Gefühl, auf das Boot wartend, an der Oberfläche zu schwimmen, während man unter sich zahlreiche Haie weiß, ist ein anderes als sonst...

Zurück an Bord ist die Stimmung wieder einmal ausgelassen, eine tolle Begegnung. Man kann das nicht mehr toppen...oder?

Der Spot „Theaterplatz“ liegt an der Südspitze der weit ausladenden Affenbucht. Wer hier tauchen möchte, muss mit der Witte Bank kommen, andere Möglichkeiten gibt es nicht. Über hundert Meter hoch ragen die Felsen hier aus dem Meer auf, das Boot ankert windgeschützt nahe der Küste. Das Briefing wird eher verschmitzt durchgeführt, Andeutungen ersetzen Möglichkeiten. Die Qualität der Tauchplätze und Begegnungen hat uns zu einer zufriedenen Gruppe zusammengeschweißt, Kapitän und Crew empfinden uns bestimmt als sehr pflegeleicht. Die wenigen Schritte mit der Ausrüstung, das Ein- und Aussteigen aus dem Beiboot, alles bereits Routine. Der Theaterplatz gehört nicht zu den Orten, an denen man seinen Partnern Nacktschnecken, obwohl vorhanden, zeigt. Der Blick richtet sich ins Blaue, der eine oder andere Fisch, der in keiner Bratpfanne Platz hat, wurde hier schon gesehen. Zwei Thunfische, über einen Meter lang, beglotzen uns beim Vorbeischwimmen teilnahmslos. Als ihre Silhouetten sich silbrig im Blau auflösen, kommt ein Manta vorbei. Wir beobachten, wie er sich gierig Plankton ins Maul schaufelt, er uns gar nicht. Die Zeit vergeht viel zu schnell, obwohl nur 24 Meter tief, nähert sich bereits die Dekompressionspflicht, das Zeichen zum Aufbruch aus der Tiefe.

Dann kommt der Augenblick, der für mich, vielleicht auch für die anderen der Tauchgruppe, wahrscheinlich den Höhepunkt meines Taucherlebens markiert. Im ersten Augenblick denke ich, es ist ein sehr großer Manta, er schwimmt direkt in meiner Höhe auf mich zu. Dann das Erkennen, booaah! Man kann das kaum mit Worten wiedergeben, wie viele Gedanken man gleichzeitig verarbeitet, wenn sich ein lange gehegter Traum erfüllt. Ich halte eine Videokamera in meinen Händen, also werfe ich das Ding an und beginne ihn zu filmen. Er schwebt direkt über mir, er ist unten weiß, eher schmutzig als strahlend, er dreht um. Die Schwanzflosse ist gigantisch und die Schiffshalter, die daran hängen sind wohl mehr als ein Dutzend. Er kommt wieder, mein Tauchcomputer piept wie verrückt, mir egal, ich muss ihn auch von der Seite, von oben, von vorne, von hinten, sein Maul, seine Kiemen, die Augen, filmen, hoffentlich hat er soviel Zeit. Das Jagdfieber hat mich gepackt, Aufnahme um Aufnahme erfolgt - da klammert sich plötzlich ein Taucher an ihn. Noch einer, ich filme sie, ich mache das aber nicht mit, ich lehne das ab, man fasst Fische nicht an. Schon hänge ich auch dran. Der Sucher zeigt nur noch weißgeflecktes Anthrazit. Ich schalte aus, muss ihn streicheln. Es ist unbeschreiblich. Von vorne nach hinten fährt die Hand über seine Haut, die sich wie ein mit dem kostbarsten und weichsten Samt der Welt überzogener schwerer Eichentisch anfühlt, beim Strich zurück glaubt man Schleifpapier mit Körnung 60 zu streicheln. Der Tauchgang müsste schon lange zu Ende sein, unsere Zeit hier unten ist wieder mal abgelaufen, nur die Tatsache, dass sich unsere Begegnung nur in wenigen Metern Tiefe abgespielt hat, erlaubte uns, bis an die Grenzen unserer Luftvorräte zu gehen. Einige haben auch diese schon überschritten und sind bereits an der Oberfläche. Eine letzte Aufnahme wie der Walhai, es hängen immer noch drei Taucher dran, in der Ferne entschwindet. Booah! Nachdem ich aufgetaucht bin, schreie ich meinen Jubel hinaus und bin damit nicht der einzige. Nachdem wir zurück auf der Witte Bank sind, wird der Kühlschrank geplündert, nach der Zeit des schweigenden Erlebens unter Wasser müssen wir uns austauschen, jeder hat etwas hinzuzufügen. Wer taucht, kann sich vorstellen, wie viele Biere zehn Leute brauchen, bis alleine die Größe bestimmt ist...

Der Bericht ist jetzt, glaube ich, lange genug. Was soll ich mich nach diesen Erlebnissen noch über banale Dinge wie Unterbringung, Anreiseproblemen oder sonstigen Kleinigkeiten auslassen, obwohl ich noch anfügen muss, dass Matthias und seine Crew aus meiner Sicht absolute Spitzenklasse waren. Wir sind nach Santiago gekommen, um dort zu tauchen, ein Stückchen von der Magie der Unterwasserwelt zu erfahren. Von diesem Zauber erhielten wir mehr als nur eine Dosis. Wenn es in meiner Macht steht, dann werde ich auf jeden Fall dorthin zurückkehren. Obwohl ich weiß, dass ich beim nächsten Mal dieses Glück wahrscheinlich nicht mehr haben darf, kann mich das davon nicht abhalten.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 2494
MS Witte Bank (Dive Safari)
geschrieben am 16.10.2002 von Erich [PADI OWSI, 450 TG]

11 von 19 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 18 von 32 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tauchsafari v. 13. - 19.9.02
Also grundsätzlich kann ich von einer Safari mit der Witte Bank nur ABRATEN und zwar aus folgenden Gründen:
Das Schiff hat zwar einen ( allerdings schon etwas morbiden) Charme und Matthias der Skipper ist ein sehr netter Kerl aber der Rest ist schlicht und einfach zum Vergessen!
1. Die Witte-Bank ist für den tauchbetrieb völlig unzureichend adaptiert ( das equipment muss nach jedem Dive aufs Oberdeck geschleppt werden und die Tankhalterungen sind unten links und rechts in einem schmalen Gang so schwachsinnig montiert dass nach dem Zusammenbauen des geräts dieses nicht mehr in die Halterung passt sondern nur am Boden abgelegt werden kann wo dann alle Drüberlatschen müssen)
2. Jonas der Diveguide UND Koch ( alleine diese Kombination ist für den zahlenden Gast fast eine Zumutung) war als Koch zwar ok aber die essenszeiten waren völlig unvorhersehbar ,logisch wie soll er kochen wenn er taucht?, meistens hieß das nach dem Dive 1 - 1 1/2 Stunden mit knurrendem Magen warten um dann direkt vor dem nächsten Dive noch etwas zu Essen!! Als Diveguide ist Jonas allerdings unter jeder Kritik denn die Briefings bestanden aus wenigen nichtssagenden Worten, begleitet von an Kinderkritzeleien erinernde Zeichnungen der tauchplätze, die teilweise sogar Seitenverkehrt waren!
3.Die einwöchige Tour bietet anscheinend zu wenige Tauchplätze, wir lagen 2 volle Tage vor Taraffal, trotz miesester Sicht unter Wasser.
4.Die Kapverden bedeuten Großfische starke Dünung und Stömungen nur für erfahrene Taucher -- wird überall Propagiert ist aber Blödsinn denn:die Tauchplätze sind sehr schön und artenreich mit viel Kleinzeugs, aber Großfische sind nicht die Regel sondern Zufall (in dieser Woche war 1 Manta für ca 5 sekunden zu sehen das wars dann schon....)
Schwieriges Tauchen ?? ja das stimmt doch sind die Schwierigkeiten nur das umständliche handling an Bord und am Beiboot die Strömungen und Dünung waren absolut Anfängerfreundlich.
5.Sicherheit?? macht euch selbst ein Bild: die 2 Unerfahrensten Taucher an Bord ( je 50 TG) wurden ca 1 Stunde vor Sonnenuntergang an der Nordwestspitze bei Taraffal vom Bootsboy mit dem Beiboot zum Tauchplatz gebracht( alle anderen hatten vom Tauchen an diesem Platz schon die nase voll und blieben an Bord). da der Tauchgang durch Starke Wellen/Strömung und Sichtweiten um die 2 Meter von Beiden nach ca 5 min. abgebrochen wurde mussten Sie 1 Stunde gegen Wellen und Klippen kämpfen bis Sie wieder vom Bootsboy gefunden wurden! Briefing für diesen Dive gabs keines da der Diveguide ja kochen musste! Lampen oder Signalblitzer blieben ebenso wie die Bojen an Bord!
Da die Witte-bank eine Monopolstellung hat ist es anscheinend möglich auch mit einer derart Kundenunfreundlichen Einstellung zu Überleben, allerdings wäre es mit ein wenig mehr Organisation und einigen kleinen Änderungen möglich ein wesentlich besseres Service zu bieten!

    Bewertung : ( 2 von 6 Flossen )

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