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Tauchboote Indonesien

MV Nusa Tara

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 Datenbank - Tauchboote - Indonesien - 2 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 32320
MV Nusa Tara
Geschrieben am 08.01.2007 von Dagmar [CMAS**, 450 TG]

Tauchkreuzfahrt auf der Nusa Tara vom 3. – 10. November 2006

Wir haben die Tauchkreuzfahrt über die Basis Waterworx auf Bali gebucht. Zunächst bedanken wir uns recht herzlich bei Wolfgang, der alles perfekt für uns organisiert hat und uns persönlich zum Flughafen brachte und auch wieder abholte. Wir empfehlen diesen Service gerne weiter. Wenn Ihr Einzelheiten über Boote, Tauchmöglichkeiten, Preise usw. wissen wollt, lest auf der Homepage nach oder fragt Wolfgang. Ihr bekommt sicher so wie wir schnellstmöglich kompetente Antworten.

Von Bali, wo wir die erste Woche unseres Urlaubs verbrachten, flogen wir am Vormittag nach Bima, wo uns unser Tauchguide Anton schon erwartete. Mit einem Minibus fuhren wir nach Sape zum Hafen. Dort lag die Nusa Tara schon zur Abfahrt bereit. Das Schiff ist klein, für maximal 6 Gäste aber ausreichend komfortabel. Es wurde Ende 2005 modernisiert. Die drei Doppelkabinen haben Klimaanlagen und jeweils ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Die Betten sind schmal, aber bequem. Bordsprache ist Englisch.

Die Crew war klasse, Halim der Koch verwöhnte uns abwechslungsreich von morgens bis abends mit leckeren Sachen. Am Heck der Nusa Tara ist alles für’s Tauchen vorbereitet. Zwei Kompressoren, 10l Alutanks, für jeden Taucher ein fester Platz für die Ausrüstung incl. nummeriertem Handtuch. Getaucht wurde je nach Tauchplatz direkt von der Heckplattform oder vom Dinghi. Das Dinghi folgte uns bei jedem Tauchgang und sammelte uns auf, so dass wir uns nie die Mühe machen mussten, zu unserer Einstiegsstelle zurückzufinden.

Die Tauchgänge, zwischen ein und vier pro Tag, waren alle toll. Wegen der oft starken Strömung war die Sicht leider häufig eingeschränkt. Aber „small stuff“ wie Weichkorallen, Schnecken, Röhrenwürmer gab es in unzähligen Variationen immer wieder neu zu entdecken. Aber auch Sepias, Schildkröten und Weißspitzenriffhaie haben wir mehrfach getroffen. Seeanamonen und ihre Untermieter, die Anemonenfische, Rotfeuer- und Steinfische haben wir bei fast jedem Tauchgang gesehen. Anton hat es verstanden, immer die besten Plätze für uns auszusuchen. Deshalb haben wir von Komodo aus auch nur einen kurzen Abstecher in den Süden gemacht. Da die Sicht dort immer schlechter wurde, nahmen wir Kurs auf Labuan Bajo, Flores.

Auf Komodo, die Insel ist ein Nationalpark, haben wir die Warane besucht, beeindruckende Überbleibsel aus prähistorischen Zeiten. Der Parkwächter, der uns begleitete, warnte uns, nicht enttäuscht zu sein, falls wir keine Warane sehen würden. Die Tiere sind nicht standorttreu und wandern als Einzelgänger über die mehrere Quadratkilometer große Insel. Aber wir hatten Glück und sahen neun oder zehn Tiere, vom Babywaran bis zum Großvater.

Auf einem unserer Tauchgänge befreiten wir einen eingeklemmten Babyhai aus einer Felsspalte. Zwischendurch schnorchelten wir mit Mantas. Ein anderes Mal spielten wir fast eine Viertelstunde mit zwei sehr zutraulichen Cuttle Fish (einer Tintenfischart). Auch zwei der nur in Indonesien vorkommenden Miniseepferdchen hat Anton uns gezeigt. Alleine hätten wir sie nie gefunden, so sehr ähnelten sie den Korallen, auf denen sie lebten. Beeindruckend fanden wir auch die Mantis Shrimps. Einerseits wegen ihrer Farbenpracht, andererseits, weil sie in der Lage sein sollen, mit ihrer Zange, die zu einer Art Hammer ausgebildet ist, dem unvorsichtigen Taucher den Daumen zu zertrümmern. Von uns war jedoch keiner bereit, die Probe aufs Exempel zu machen. Neu für uns waren auch Seeäpfel, eine Art von Seegurken, die ebenfalls sehr farbenprächtig sind.

Alles in allem haben wir die Tage auf der Nusa Tara sehr genossen. Wir können uns gut vorstellen, noch mehr Tauchkreuzfahrten in indonesischen Gewässern zu unternehmen. Bei der Planung und Vorbereitung werden wir auf jeden Fall wieder das Waterworx Team um seine professionelle Unterstützung bitten.





    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 22046
MV Nusa Tara
Geschrieben am 17.11.2005 von Pebbi [PADI AOWD, 280 TG]

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Wir machten vom 13.- 22.09.2005 auf der Nusa Tara die 9-tägige Komodo/Sangeang Tour von Labuan Bajo auf Flores bis nach Sape auf Sumbawa.

Grundsätzliches:
Die Boote von Grand Komodo, speziell die Nusa Tara sind keine Luxusliner, für uns und viele andere Wiederholungstäter mit kleinerem Budget allerdings eine gute Möglichkeit, dieses wunderschöne Tauchgebiet betauchen zu können. Grand Komodo war erheblich bei der Exploration der meisten Tauchplätze im Komodo Nationalpark beteiligt, die Guides sind alle sehr erfahren und haben sich teilweise vom Bootsjungen zum Tauchguide „hochgearbeitet“. Entsprechende Kenntnisse der teilweise nicht ganz so einfachen Tauchplätze und Verhältnisse vor Ort sind vorhanden. So konnte man sich dann auch jederzeit auf das Urteilsvermögen der Jungs verlassen.

Das Boot:
Die Nusa Tara ist das kleinste und einfachste Boot der Grand Komodo Fleet mit guter technischer Ausstattung. Sie hat Platz für 10 Taucher, die Maximalbelegung sind aber 8 Taucher. Die Kabinen sind nicht klimatisiert, kleine Ventilatoren sind aber vorhanden. Geladen werden kann im Salon oder in der Kabine (Steckerleiste nicht vergessen). Das Platzangebot in den Kabinen ist nicht sehr gross, da die Tauchrucksäcke aber ins Heck des Bootes ausgelagert werden können dennoch ausreichend. Bei diesem Trip war das Boot voll, d. h. wir waren zu 8 und sehr multikulti gemixt. Zunächst hatten wir bedenken, da wir das Boot nur mit Minimalbelegung kannten, aber das Platzangebot war auch für 8 Leute ausreichend und wir kamen die 9 Tage alle gut miteinander aus. So haben wir an Bord auch viel über Wales, Michigan, Japan und Italien gelernt. An Bord gibt es zwei recht geräumige WCs/Kaltduschen. Eine Entsalzungsanlage ist nicht vorhanden, mit dem Wasser muss also etwas gehaushaltet werden. Für „Nachschub“ wird aber bei Bedarf gesorgt. Der Salon, also das „Wohnzimmer“ liegt in der Mitte des Bootes, ist seitlich offen und sehr gemütlich. Ein Sonnendeck ist auf dem Dach vorhanden. Die Verpflegung ist sehr gut und immer ausreichend. Zwischen den Mahlzeiten zaubert der Koch auch immer wieder mal etwas Süsses wie Kuchen, gebackene Bananen o. ä. Kaffee, Tee und Wasser sind im Preis enthalten, Bier und Softdrinks bekommt man zu recht angemessenen Preisen (Bier 9.000 Rp., Cola 6.000 Rp.) aus dem Kombüsenkühlschrank. Boot und Küche sind sehr sauber, die Crew ist super hilfsbereit und freundlich. Wer nicht ausdrücklich darauf besteht, fasst seine Ausrüstung während des ganzen Aufenthaltes nur zum Kofferpacken wieder an. Wenn man nicht aufpasst, zieht einem die Crew sogar die Flossen an :-)

Das tauchen:
Tauchen sollte man dann, alleine aufgrund der Korallen- und Fischvielfalt doch besser selbst. Getaucht wird meist vom Hauptboot aus, zu Nachttauchgängen fährt man auch mal mit dem Dhoni. Das Dhoni nimmt einen nach jedem Tauchgang wieder auf. Es werden 3-4 Tauchgänge inkl. Nachttauchgang täglich angeboten. Ein Besuch der Komodo Warane auf Komodo oder Rinca ist ebenfalls eingeplant. Was die eigentliche Route angeht, so ist man sehr flexibel. Gefällt ein Tauchplatz besonders gut, so lässt sich darüber reden, dort eventuell noch einmal zu tauchen. Da die Tauchplätze im Süden doch recht frisch werden können (19 – 22 Grad) sei die Mitnahme eines Überziehers oder 7mm empfohlen. Süd Komodo und Rinca haben sehr schöne Tauchplätze wie Cannibal Rock, End of the World und Nusa Kode, dort ist die Sicht aber wegen des Planktons schlechter als im Norden; Seeapples sieht man aber nur dort. Im Norden bieten z. B. Castle Rock (!),Current City und Tatawa hervorragendes tauchen, teilweise mit sehr starken Strömungen aber entsprechende Burschen und herrliche Korallen bekommt man dann auch zu sehen. Auch und besonders Makrojäger kommen hier voll auf ihre Kosten. Das tauchen in Sangeang am Vulkan ist sehr aufregend. Wir haben vorher noch nie an einem Vulkan getaucht und waren begeistert. Teilweise meinte man, in einem Whirlpool zu tauchen, trotzdem konnte man auf schwarzem Lavasand auch schöne Korallen, Felder voller Röhrenaale, viele Nacktschnecken sowie Schaukel- und Frogfische sehen. Ein wirkliches Erlebnis. Unsere Reise schlossen wir im Hafen von Sape ab. Von dort wurden wir über Land nach Bima mit kurzem Aufenthalt zur City Tour und Lunch und anschliessend zum Flughafen gebracht. So konnte man auch noch einige Eindrücke von Sumbawa mitnehmen.

Unser Fazit:
Ein Boot für Leute, die Ihren Schwerpunkt nicht unbedingt auf viel Komfort sondern auf gutes tauchen legen. Wir würden jederzeit wieder mit Grand Komodo auf Tour gehen. Auch das nett besetzte Bali Office steht einem jederzeit mit Rat und Tat oder bei Flugbuchungen oder Hotelreservierungen zur Seite. Wir fanden die Nusa Tara sehr gemütlich und die Crew hätten wir am liebsten mit nach Hause genommen. Komodo ist ein wunderschönes Tauchgebiet, da kommt kaum was mit. Wir hoffen sehr, dass es noch lange so bleibt.

Bewertung:
Es gibt sicher bessere Boote aber auch für einiges mehr an Geld. Die Flossen gibt es für Preis/Leistung in diesem Segment und die super Crew.

Pebbi

Nusa Tara
Nusa Tara

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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