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Datenbank - Tauchboote - Ägypten - M/Y Balena



Tauchboote Ägypten

M/Y Balena

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 Datenbank - Tauchboote - Ägypten - 3 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 1492
M/Y Balena
geschrieben am 15.04.2002 von Catherine [PADI Divemaster, 350 TG]

4 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Die MS Balena ist leider am 12.4.2001 im Hafen von Hurghada gesunken. Sie wird jetzt von der Tauchbasis von James & Mac regelmæssig angetaucht. Ich habe sie leider nicht gesehen, habe aber vor 2,5 Jahren eine Tauchsafari mit dem Schiff gemacht. Der Bericht dieser Reise erledigt sich allerdings, da das gute Stueck ja auf dem Grund des Roten Meeres liegt.

Bilder von der Balena (unter Wasser):
http://www.james-mac.com/jm/german/balena.html

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Datenbankeintrag 98
M/Y Balena
geschrieben am 24.03.1999 von Klaus Dieterich

3 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Als ich von mehr als 25 Jahren die ersten Tauchsafaris im Mittelmeer machte, war mein Schiff das einzige, das es im deutschen Tauchsport überhaupt gab. Die Taucher wollten ein Schiff, das auf jeglichen Komfort und Luxus verzichtet und dem Tauchen absoluten Vorrang gab. Diese Taucher sind wohl nicht mehr in der Überzahl, denn seit das Tauchen zum Massensport geworden ist, gibt es heute mehr Luxustaucher als Idealisten. Doch es bereitet mir immer noch Freude, unseren Fans ein so großes Schiff zu einem so günstigen Preis anbieten zu können. In einer Zeit, wo jeder meint, er müßte ein Luxusschiff bauen lassen, nur um mehr abzocken zu können, brauchen die Taucher auch noch ein Schiff das sie bezahlen können. Es gibt noch immer viele Taucher, die auf Plüsch und Mahagoni verzichten um dafür lieber einen guten Tauchservice zu erhalten, wichtig vor allem für Vereine Tauchschulen und Clubs. Wer die Preise vergleicht, der stellt fest, daß eine Fahrt mit der Balena um einige Hundert Mark billiger ist als andere Schiffe, die dazu wesentlich weniger Platz, Ruhe und Gemütlichkeit bieten. Vor allem diejenigen Gäste, die zur Seekrankheit neigen finden die Balena toll, denn viele könnten deswegen nicht auf einem Schfiff Urlaub machen. Auch ältere Taucher, die nicht mehr die Hektik der Tauchbasen oder die Enge der kleinen Schiffe möchten und lieber individuell tauchen möchten, sind auf der Balena richtig.

Viele kleine Tauchgruppen sagen, daß sie lieber ein kleines Schiff wollen um individuell ihre Fahrt planen zu können. Doch wenn man diese Gruppen dann beim tauchen an den Riffen trifft, dann haben sie wohl ein Schiff für sich alleine, doch sie tauchen dann mehr im Rudel, denn neben ihnen haben noch dutzende Schiffe festgemacht und oft sind mehr als 200 Taucher auf derselben Stelle. Es ist auch ein Irrtum, daß ein kleineres Schiff, auf dem man nur unter sich ist, gemütlicher ist. Der Tauchsport lebt von der Geselligkeit und es gibt nichts schöneres, als auf dem Schiff andere Taucher zu haben mit denen man dann Erfahrungen austauschen und Freundschaft schließen kann. Bei fast allen Fahrten der Balena haben sich Freundschaften zwischen Tauchern aus den verschiedensten Teilen Deutschlands gebildet, die schon jahrelang bestehen und einige sind sogar schon vor dem Standesamt gelandet.

Daß die Balen nur von Hurghada aus in den Süden fährt, hat auch seinen Grund, in einem Land in dem Terroristen noch auf Touristen schießen, lasse ich niemand bei Nacht durch die Wüste fahren, ich möchte meine Gäste gesund und munter bei der nächsten Fahrt wieder am Schiff haben.

Daß bei Berichten über die Balena die Anreise bemängelt wird, liegt nicht in meinem Einflußbereich. Ich würde lieber die Gäste mit einer anderen Fluggesellschaft fliegen lassen, doch es gibt keine die an einem Wochentag die wichtigsten Flughäfen Deutschlands anfliegt. Zudem haben in den letzten 8 Jahren schon drei Billiglinien dicht gemacht und wir hatten das nachsehen, denn wir bekamen bei anderen Gesellschaften nur noch Tickets zum teuersten Preis. Egypt Air ist bestimmt nicht die Servicefreundlichste und pünktlichste Fluglinie, doch wir hatten noch nie Ärger damit. Bei einem Flug von nur vier Stunden kann ich auf einen Superservice verzichten, doch ich habe die Gewißheit, daß eine staatliche Fluggesellschaft ihre Flugzeuge gut gewartet hat. Unseren Service am Flughafen haben wir so eingerichtet daß wir unsere Gäste außen am Flughafengebäude abzuholen. Früher hatten viele ankommende Gäste im Trubel in der Ankunftshalle unseren Mann übersehen, doch außen vor dem Gebäude ist uns dies noch nie passiert.

Wer auf der Balena eintrifft, der bekommt seine Kabine nicht zugewiesen, jeder kann sich seine Kabine aussuchen und er nimmt die, die bei seiner Ankunft noch frei ist. Bullaugen in den unteren Kabinen sind leider nicht möglich, trotzdem sind diese Kabinen durch die elektrische Belüftung am besten belüftet. Die Kabinen auf der Balena sind wohl einfacher, dafür aber geräumiger als auf den meisten anderen Schiffen. Toiletten und Duschen haben wir mit Absicht nicht in den Kabinen eingebaut, denn Einerseits gibt es immer Störungen, da die Gäste sie oft als Mülleimer benützen und andererseits verbreiten sie im gesamten unteren Bereich einen schlechten Geruch. Auch wenn jemand spät nachts die Toiletten benützt, wird man in den anderen Kabinen durch den Lärm gestört.

Daß die Balena innen und außen nicht immer auf dem neuesten Stand, liegt daran, daß ein so großes Schiff nicht jedes Jahr Grundüberholt werden kann, dazu ist zu wenig Zeit, da die Balen das ganze Jahr in Betrieb ist.

Daß man auf einem Schiff, ebenso wie in einem Hotel immer mal auf Kakerlaken stößt, läßt sich niemals ganz vermeiden. Wir könnten mit Einsatz brutaler Chemie fast alles vertreiben, doch wäre der gesundheitliche Schaden für die Gäste und vor allem für die Mannschaft zu groß. Wir setzen Biologische Mittel ein, die nun mal nicht so wie die harte Chemie wirken.

Die Verpflegung auf der Balena gehört zu den besten des Roten Meeres. Daß es keinen Fisch gibt, hat auch seinen Grund. Der Fischbestand im Roten Meer ist bedrohlich zurückgegangen und die Taucher sind schon froh, wenn sie mal einen Großfisch zu sehen bekommen. Die HEPCA hat das angeln im Umkreis von 5 km um die Riffe verboten. Andere Schiffe halten sich leider nicht daran, doch wir holen keine Fische dort raus, wo die Taucher nur deswegen zum tauchen kommen um sie zu beobachten und zu fotografieren. Wir geben unseren Gästen den Rat, am Ende der Safari in Hurghada ein gutes Fischrestaurant zu besuchen, dort wird der Fisch meist besser zubereitet als am Schiff. Diese Fische werden auch nicht am Riff gefangen sondern auf dem offenen Meer.

Bei den Tauchgängen machen wir nur dann ein Briefing wenn es gewünscht wird. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß die deutschen Taucher sich in Ägypten meist besser unter Wasser auskennen als die Ägypter selbst. Wenn eine Gruppe wirklich für eine ganze Safari einen Diveguide möchte, so kann man dies vereinbaren, es kostet dann eben ein paar Mark mehr.

Auch Tauchbrevets, Computer und Logbücher kontollieren wir nicht, denn in den 25 Jahren Tauchsafaris habe ich schon zuviele Lügenbucher und gekaufte Tauchbrevets in den Händen gehabt, als daß ich dem was darin und darauf steht noch alles glaube. Auch die Tauchtauglichkeitsbescheinigung ist oftmals nicht richtig, denn wenn ein spezialisierter Sportarzt keine Tauchtauglichkeit bescheinigt, dann sucht man sich einen anderen der sie bescheinigt, man muß nur so lange suchen. Ich schaue mir die Taucher beim einchecken an, da weiß ich dann mehr.

Das Tauchen auf der Balena ist bisher von jedem als das Beste im Roten Meer gelobt worden. Auch wenn schon 10 - 20 andere Tauchschiffe an einem Tauchplatz liegen, hat bei uns noch nie jemand in diesem Rudel tauchen müssen. Unsere Zodiaks bringen die Taucher in Gruppen von höchstens 7 - 10 Tauchern an die abgelegene und meist bessere Stelle und dort wo Sie wieder auftauchen, holt Sie das Boot wieder ab. Auf der Balena gibt es, außer bei Wracks, nur Drifttauchgänge und das hat bisher jeden Taucher begeistert, vor allem diejenigen, die nicht zum Strampeln sondern zum Tauchen ins Rote Meer kommen.

Unsere Toiletten werden oft als zu umständlich beanstandet, doch noch immer haben die meisten Gäste nicht verstanden, daß wir aus Rücksicht auf die Umwelt keine normalen Toiletten einbauen. Unsere Spezialtoiletten sind mit einem Zerhacker ausgerüstet, der alles so zerkleinert, daß es von der Strömung weggetrieben wird und nicht wie bei den anderen Schiffen dann am Tauchplatz auf den Korallen wieder zu finden ist und diese absterben läßt.

Fazit: Wer auf Luxus verzichten kann, einen einfachen, preisgünstigen, und trotzdem einen Supertauchservice haben möchte, der ist mit der Balena bestens bedient und er wird schon nach der ersten Fahrt ein Fan und Stammgast sein. Ich kann mit recht sagen, daß die Balena eines der besten Preis/Leistungsverhältnisse im Roten Meer bietet, doch sie kann nicht jedermanns Wellenlänge sein.

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Datenbankeintrag 65
M/Y Balena
geschrieben am 07.12.1998 von D.Papadopoulos

3 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

21.11.98 bis 28.11.98

Wir (5 Jungs zwischen 25 und 37 ) sind für eine Woche Ende November auf die MS Balena gefahren. Wir hatten vor, die Nordtour (Wracktour) zu machen und bestiegen nach knapp 1,5 Stunden Verspätung die Maschine nach Hurghada. Dort angekommen erwartete man uns nicht um die Formalitäten mit dem Visum zu erledigen. Wir mußten dies alles alleine machen. Aber das war kein Problem, schließlich sind wir bei Minusgraden nach Ägypten geflogen und dort bei über 20 Grad nachts angekommen. Es war einfach toll und unsere Gruppe freute sich schon mächtig auf die ersten Tauchgänge.

Außerhalb des Flughafens wartete dann doch ein kleines Männchen und geleitete uns zu einem Bus der uns in den Yacht Club von Hurghada fuhr, von wo man uns im Zodiak auf die MS Balena brachte. Dort angekommen erhielt jeder von uns seine Kabinen zugewiesen. Die Kabinen mit Bullauge(n) sind ok, den Rest sollte man getrost vergessen.

Die MS Balena ist ein ca. 46 Meter langes Stahlschiff mit Platz für 30 Taucher. Es gibt 4 Toiletten und 3 Duschen. Zwei Toiletten für Damen und zwei für die Männer. Da das Verhältnis Damen zu Männer 1:10 war gab es den einen oder anderen Engpaß bei der Notdurft.

Platz zum Ausbreiten gab es wirklich satt an Bord. Die Kabinen und der allgemeine Eindruck läßt allerdings sehr zu wünschen übrig. Alles ist in einem sehr "schmuddeligen" Zustand und auch die Anzahl der Tierchen war um einiges Höher als bei anderen Schiffen.

Das Essen war nicht schlecht, allerdings gab es in der ganzen Woche kein einziges Mal Fisch. Man konnte sich für die Pauschale von 70 DM an antialkoholischen Getränken nach Herzenslust bedienen. Es gab rund um die Uhr Cola, Fanta, Sprite, Wasser, Mineralwasser und eine Art dünnen Orangensaft. Außerdem gab es immer heißes Wasser für Kaffee und Tee.

Zum Tauchen ist zu sagen: Wir bekamen nur unregelmäßig ein Briefing vor den Tauchgängen. Keiner überprüfte unsere Logbücher und Arztbescheinigung. Die Flaschen waren sehr stark verrostet und die Zodiaks in einem schlechten Zustand. Gefüllt waren die Flaschen (15 Liter) mit knapp 190 bar.

Die Tauchgänge an sich waren natürlich ein Traum. Wir sprangen am ersten Tauchtag ins Wasser und waren auf 8 Meter als zwei Delphine auftauchten, knapp 2 Minuten bei uns blieben um dann so schnell zu verschwinden wie sie aufgetaucht waren. Wir konnten 3 mal an einem Tag an der Thisstlegorm tauchen und in Abu Nuhas sogar 5 mal. Wobei wir an 2 Wracks als Tauchgruppe alleine waren !!

An der Thisstlegorm und auch am Careless Reef waren mindestens 15-18 Boote, was das Tauchen mehr zur Massenveranstaltung ausarten ließ aber dafür kann weder die Besatzung noch der Veranstalter etwas. Die Besatzung war sehr bemüht uns das Leben so angenehm wie nur Möglich zu gestalten. Allerdings merkte man aber bei allen Dingen (Fernseher, Stereoanlage, Toiletten), daß das Schiff eine gründliche Überholung nötig hat. Die an Bord befindlichen Schwimmwesten waren stark verrottet.

Fazit: Bei etwas mehr Sauberkeit würde ich jederzeit nochmals die Balena buchen, da man auf diesem Schiff wirklich viel Platz hat und sich nicht dauernd auf der Pelle sitzt. Zum Anziehen ist sehr viel Platz da und das Schiff liegt immer sehr ruhig im Wasser.

    Bewertung : ( 3 von 6 Flossen )

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