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Datenbank - Tauchboote - Ägypten - M/Y EMBERO I Nordtour ab Sharm



Tauchboote Ägypten

M/Y EMBERO I Nordtour ab Sharm

Hier liegt eine Übersicht der vorhandenen Berichte zu diesem Eintrag. Hast du dort dasselbe erlebt? Oder wars etwa ganz anders? Wenn Du selbst einen Bericht hinzufügen möchtest, benutze bitte dieses Formular oder sende uns den Text (ggf.mit Bildern) per Mail. Ist dies Dein Safariboot? - dann verlinke diese Berichte!



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 Datenbank - Tauchboote - Ägypten - 2 Berichte zu diesem Eintrag!

Datenbankeintrag 21474
M/Y EMBERO I Nordtour ab Sharm
geschrieben am 21.10.2005 von D-32 [TL, ? TG]

Wer dieses im Wesentlichen wirklich sehr empfehlenswerte Safarischiff buchen will, sollte im Vorwege mit dem Eigner/Vercharterer schriftlich einiges abklären, wie die Erfahrung einer Safari im Oktober (Vollcharter) gezeigt hat:

Zur Schiffscrew gehören auch immer zwei Tauchguides, die landestypisch immer eine PADI-Ausbildung haben. Das bedeutet natürlich auch zumindest den dauerhaften Versuch, PADI-Restriktionen anzuwenden bezüglich maximale Tiefe und eventuelle Überschreitung der Nullzeiten.

Wie eine gerade gestern abend per Mail beantwortete Kommunikation mit dem Eigner zeigt, hier folgende Empfehlungen:

Das Schiff gehört mit ganzjährig gültigem Vollcharterpreis von 6600 Euro pro Woche inclusive VP an Bord, Tauchen, allen(!) alkoholfreien Getränken und Airport-Transfer schon mal in die Schnäppchen-Region, zumal es für max. 20 Taucher Platz hat, was also bei Vollbelegung und Flug nicht gerade in der Hochsaison zu Safaripreisen pro Teilnehmer von 600 Euro führt.

Wenn in der Chartergruppe viele sehr erfahrene Taucher und ggf. auch einige TLs sind, sollte dies unbedingt schon im Vorfeld mitgeteilt werden und auch deutlich gemacht werden, dass man das tauchende Schiffspersonal als Helfer, als Guide im Sinne eines revierkundigen Führers, aber nicht als Aufpasser und Computerkontrollierer akzeptiert und die Buchung unter dieser Voraussetzung und Bedingung erfolgt.

Gruppen mit einem höheren Anteil weniger erfahrener Taucher sind mit den beiden Bordguides in guten Händen. Generelle Empfehlung: 30 TG für die Nordtour sollte jeder Teilnehmer mindestens haben.

Pluspunkt dieses Schiffes: Es gehört zu den ganz wenigen, die die Rosalie Moeller im Routenplan haben!

    Bewertung : ( 5 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 20110
M/Y EMBERO I Nordtour ab Sharm
geschrieben am 18.08.2005 von Fördetaucher [TL **, ? TG]

Reisebericht „Nordtour“ mit der EMBERO 1

Die Idee zu dieser Tour entstand schon 2004, denn da lernten einige Mittaucher und ich das Schiff auf der eintägigen, überall auf dem Sinai angebotenen Fahrt zur Thistlegorm kennen. Damals waren wir doch sehr gespannt, was uns da an Qualität erwartet, denn der Eigner bietet denen, die den Trip direkt bei ihm anstatt in der Tauchbasis buchen, die Fahrt incl. 3 Tauchgänge, Transfer von Dahab oder Sharm el Sheik aus zum Hafen und wieder zurück sowie Frühstück, Kaffee und Tee satt und Übernachtung an Bord für nur 65 Euro an! Örtliche Tauchschulen verlangen dafür teilweise den doppelten Preis, und manchmal ist da noch nicht mal der Transfer enthalten – und die buchen, wie wir feststellten, u. a. auch das gleiche Schiff.

Embero 1 auf Nordtour / Red Sea
Die Embero 1      © Joachim Warner

Jedenfalls: Schiff und Mannschaft machten einen erstklassigen Eindruck und somit wurde der Entschluss gefasst, in diesem Jahr mal mit denen eine 7-Tages-Tour zu machen. Dank Internet fanden sich auch schnell Mitstreiter, die vor allem auch die von mir als Organisator vorgegebenen Mindestbedingung von 50 Tauchgängen als Erfahrung mitbrachten, schließlich hatten wir dann unter anderem drei CMAS TL** an Bord.

An dieser Stelle, und weil ja immer wieder zu lesen ist, dass viele Safarianbieter nahezu keine derartigen Forderungen stellen: Auch auf der im Vergleich zur Südtour etwas weniger anspruchsvolleren Nordtour sollten alle Taucher mindestens diese 50 Tauchgänge sowie Erfahrung mit tieferen Spots und auch mit Strömung haben!

Tauchgruppe auf der Embero 1
Unsere Gruppe       © Joachim Warner

Am Abend des Anreisetages kam dann nach und nach unsere Truppe auf dem Flughafen SSH an, es folgte die typische Hafenbürokratie, aber danach legten wir gleich ab, und zwar erstmal nur sozusagen um die Ecke zum Tauchspot Temple, der als early morning dive für den Bleicheck und zum Eingewöhnen gedacht war. Oh wie öde, dachten wir, weil viele von uns den Spot aus Sharm-Urlauben in eher langweiliger Erinnerung hatten! Aber er bietet doch weitaus mehr als gedacht, wenn man sich nur mal von der Standardroute löst und auch mal bis in den 30-m-Bereich guckt.

Dann ging es auch schon Richtung Westen in das eigentliche Safarirevier. Geplant war auf jeden Fall eine Kombination aus altem Eisen und Riffen, die Route sah entsprechend aus: Jackfish Alley, drei Wracks an Abu Nuhas, Bluff Point, Rosalie Moller (die selten angefahren wird, die aber alle sehen wollten), natürlich Thistlegorm und Dunraven und schließlich alle Tiran-Riffe. Also insgesamt eine Tour, die viele kennen werden, deshalb hier nur ein paar wenige Hervorhebungen:

An Abu Nuhas war eigentlich bisher nicht nur mein Favorit die Ghiannis D, aber nach intensiver Erkundung ist die Chrisoula K wesentlich schöner und vielfältiger. Apropos dieses Wrack: Fast überall hat es diesen Namen, es ist aber tatsächlich ein Schiff namens Markus gewesen. Die wahre Chrisoula K soll gleich daneben auch auf das Riff gefahren sein, kam frei und sank dann etwas weiter nördlich, sie soll auf 58 m auf der Steuerbordseite liegen. Ich bin im Herbst noch mal dort, wir werden versuchen sie zu finden, einzumessen und anzutauchen.

Sonnenuntergan bei Abu Nuhas
Sonnenuntergang bei Abu Nuhas     © Daniela Boy

Bluff Point mit dem Wrack des Kabellegers ist ein Superspot mit Zackis so groß wie Schweine und einer phantastischen Begegnung mit einer Delphinschule gewesen.

Die Rosalie Moller ist taucherisch und auch biologisch gesehen ein Highlight! Es gibt wohl kaum ein anderes Wrack, an dem sich überall derartige Unmengen an Glasfischen tummeln, dass man von den Wrackstrukturen dahinter kaum noch etwas sieht! Und wegen der Tiefe ist da zum Glück auch kein Massenbetrieb zu erwarten, denn mit der weitverbreiteten 30 m und no deco-Regel ist das Wrack kaum betauchbar. Jammerschade fand ich, nur einen Tank gehabt zu haben, denn der riesengroße Maschinenraum ist gut zugänglich und dürfte es wert sein erkundet zu werden.

Auf dem Rückweg wurde uns ein Spot westlich von Sharm el Sheik offeriert, der einige Jahre lang gesperrt war: Ras Ghazlani. Superschöner Platz mit massenhaft großen Gorgonien! Man kann nur hoffen, dass er nun nicht wieder in Kürze übertaucht wird.

Am Gordon Reef  in der Straße von Tiran sollte man unbedingt nicht den Tauchplatzkarten folgen, sondern am besten bei Flut von Süd über Ost nach Nord tauchen, sich dabei sanft von der Strömung schieben lassen und am Wrack der Louilla auftauchen – ist ein genialer Blick aus dem Wasser auf diesen hoch auf dem Riffdach liegenden und allmählich zerfallenden Frachter!

Das Wrack der Louilla
Das Wrack der Louilla     © Joachim Warner

Beim nächsten Mal werde ich allerdings vorschlagen, die Route ein wenig zu verändern, so dass Ras Muhammed am späten Nachmittag betaucht wird, denn die großen Fischschulen sind  vormittags irgendwo verstreut auf Nahrungssuche.

Soweit zum taucherischen Teil, nun zum Schiff:
Der normale Plan des Tages sieht einen Tauchgang vor dem Frühstück, einen vor dem Mittagessen und einen vor dem Abendessen vor. Wer will, kann auch noch einen Nachttauchgang dranhängen.
Was der Koch aus der Kombüse heraus zaubert, war durchweg erstklassig und abwechslungsreich, zum Glück eher ägyptisch als irgendwie gestümpert international. Wer da nicht satt wird, hat selbst Schuld! Erstaunlich, wo er selbst nach 5 Tagen auf See noch frische Weintrauben herzauberte.
Kaffee (Nescafe, zum Glück nicht die dämlichen Portionstüten) und Tee gab es im Salon zu jeder Zeit in unbegrenzter Menge. Auf dem Oberdeck stand ein Wasserzapfgerät, reichlich trinken war absolute Pflichtaufgabe für jeden, daneben eine große Kühlbox mit Softdrinks auch zur freien Bedienung.
Dekobier gibt’s an Bord nicht, aber die Mitteilung an alle Gäste, man möge sich das mitbringen (entweder bei der Einreise im duty free holen – leider gibt’s da nur zwei Sorten holländisches Bier in Dosen – oder während der Kopiererei der Pässe in Sharm downtown in einem lizensierten Laden Stella oder Sakara kaufen), kann es dann in der Box kaltstellen und nach dem letzten Tauchgang des Tages genießen. Wer dem Kapitän einen Gefallen tun will, bietet ihm abends auch mal ein Bier an..


Unser letzter Abend...   © Daniela Boy

Das Schiff hat insgesamt 20 Kojen verteilt auf 8 Doppelkabinen im Unterdeck und zwei Doppelkabinen auf dem Oberdeck. Zu jeder Koje gehört ein großes Handtuch, auch zum Liegen an Bord nutzbar. Bei einem Schiff dieser Größe und Kategorie kann man natürlich nicht erwarten, dass in jeder Kabine ein Bad und WC ist, so was braucht man auch zumindest im Sommerhalbjahr nicht, denn fast alle von uns schliefen ohnehin auf den Außendecks, die Kabinen waren eher das Kleinteilelager.

Luft gibt’s aus zwei ziemlich neuen Bauer-Kompressoren, die zum Glück über Elektromotor und Generator unter Deck betrieben werden. Auf dem Oberdeck hört man kaum, dass unten gefüllt wird. Standard sind 12 Liter Alutanks, wer will, kann für 7 Euro pro Tag einen 15 Liter Stahltank vorordern. Nitrox gibt es nicht, was aber unterm Strich auch keinen von uns gestört hat.

Wie auf Safaris üblich wurde ein großes Schlauchboot mit Festrumpf mitgeführt, dessen Skipper zum Glück keine Greenpeace-Nahkampf-Ausbildung hat und auch die Damen schonend transportierte.

Zodiac der Embero 1
Das Zodiac der Embero-1   © Daniela Boy

Für die gute Stimmung auf so einer Safari braucht man nicht nur nette Mittaucher, sondern auch eine Crew, und die Jungs an Bord sind wirklich durchweg super und immer gut drauf, vom Käptn bis zu „Zodiac“. Sehr lobenswert hervorheben will ich die Bordguides Ashraf und Davide: Sie sind zwar PADI-Instructoren, zeigten sich aber sehr lernwillig angesichts einer fast reinrassigen CMASler-Gruppe, ließen sich gern und ausführlich die Deco 2000 erklären. Und nachdem sie merkten, dass sie eine Gruppe mit Erfahrung vor sich hatten, waren sie einfach sehr ortskundige Mittaucher und alles andere als die vielgeschmähten „Aufpasser“! In einem Gespräch sagten sie mir auch, dass sie leider viel zu oft Taucher mit viel zu wenig Erfahrung an Bord haben, was auch ihnen den Job schwer macht.

Insgesamt war dies eine ganz tolle Tour, die viele mit einer Landtauchwoche in Dahab kombinierten!
Und wer entweder selbst mal mit seinem Verein oder seiner Tauchschule eine Safari organisieren will oder in der Region ist und die eingangs angesprochene preiswerte Eintagestour machen will, hier ist der Link zum Schiffseigner.

Bitte mailt ihn auf englisch an, die Webseite ist zwar auch auf deutsch, aber der Chef Kassim spricht und versteht das nicht.  
Diese Firma hat übrigens noch ein zweites, noch etwas größeres Schiff, das ab Marsa Alam fährt und Genehmigungen für alle Gebiete der Region hat.

Für uns alle stand schon beim Abschied fest:
Super Tour, super Schiff zum Superpreis – empfehlenswert! Und im Sommer 2006 testen wir gemeinsam das andere Schiff auf einer ein- oder sogar zweiwöchigen Südtour – auch da können sich noch ein paar Mittaucher melden.


    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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17.05.2008 04:01 Taucher Online : 27
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