Tauchboote Ägypten

M/Y Number One

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 Datenbank - Tauchboote - Ägypten - 4 Berichte zu diesem Eintrag!

 

Datenbankeintrag 51906
M/Y Number One
Geschrieben am 26.06.2009 von Redaktion

Gesunken am 28.03.2008 um 05:00 Uhr vor der neuen Marina in Hurghada.

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Datenbankeintrag 20526
M/Y Number One
Geschrieben am 04.09.2005 von walter aus lindau [VDST TL 1, 978 TG]

1 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo Tauchfreunde!
Soeben bin ich von einer 1-wöchigen Tauchsafari (Süd-Tour) mit der ´Number One´ zurückgekehrt. Bereits vor Jahren war ich zweimal mit diesem Schiff unterwegs. Einstmal die Nummer 1 im Roten Meer, lag sie bei der Ankunft im Hafen von Ras Galeb (eine neue, supermoderne Marina) verlassen und eingeklemmt zwischen riesigen, aufgeblasenen Safarischiffen. Wieviele traumhafte Stunden und Tage habe ich auf diesem Schiff erlebt. Nun hatte sie Flecken, glänzte nicht mehr so wie früher - sie war eine ältere Lady geworden.
Aber als ich das Schiff betrat und einen Rundgang machte, da war doch noch alles wie früher. Da standen 1a aufgereiht 15 l Stahlgeräte im Bestzustand. Darüber für jede Flasche aus der Deck kommend ein eigener Füllschlauch (die Geräte mit Automat und Jacket konnten 1 Woche lang zusammengebaut bleiben - zum füllen wurde nur die 1.Stufe abgeschraubt). Jede Menge Platz für die eigene Ausrüstung. Viele Fächer mit E-Steckdosen zum Laden, große Holzbügel für die Anzüge. Ein großes Schlauchboot mit 2 Außenbordern (davon 1 Ersatz) und vieles mehr.
Ich war bereits auf vielen Safaribooten. Aber die beste durchdachte Logistik fürs Tauchen findet man nur auf diesem Schiff.
Es gab auch Mängel. Einmal konnten wir für ein paar Stunden nicht duschen oder die Klimaanlage viel im Hafen kurz aus. Aber was soll das. Wir hatten ja nicht die ´Aida´ gebucht.Und für 640,-Euro 1 Woche zu den St.Johns Inseln und zurück -wer kann so einen Preis anbieten. Eben nur einer, der seine Boote bezahlt hat. Das Essen war auch vom feinsten. Jeden Morgen frisch gebackene Semmeln und Hörnchen. Nach jedem Tauchgang stand der Koch mit frisch gepresstem Saft an der Badeleiter. Die Kabinen, der Salon, die Bar mit TV (jede Menge DvD´s) - alles ist noch aus edelstem Holz und glänzt noch genauso wie vor 10 Jahren.
So war auch der einheimische Guide ´Mr.Max´ (viele werden ihn kennen) einer der besten, die ich kenne. Wir mussten nie gegen Strömung tauchen. Wir sahen Mantas und Haie. Und viele Taucher von anderen Schiffen, deren Tauchradius so groß war, wie ein Kreisverkehr - sie wurden nicht mit Zodiaks an den Beginn der Strömung transportiert. Alles in allem es war eine Traumsafari. Ich gebe 5 Flossen. Und 1 Flosse dazu für mein Nostalgiegefühl.
Als wir im Hafen losfuhren und die beiden 750 PS Diesel starteten, da horchten sie auf, all die Superjachten, welch ein Klang. Da fuhr ein Stück Tauchgeschichte hinaus. All die anderen Schiffe kommen und gehen. Sie aber blieb die alte Lady ´Number One´. Als sie dann so durch die Wellen stampfte, die Motoren wie Uhrwerke liefen und ich lange auf die Heckwellen hinausschaute, da war mir als sitzt Rudi Kneipp wieder neben mir und erzählt wie früher von seinen Erlebnissen und seiner stolzen ´Number One´.
Liebe Taucher, vor allem ihr, die ihr früher mit diesem Schiff getaucht seid, probiert es noch mal aus mit dieser Legende von Schiff zu tauchen. Es ist immer noch eine Woche lang ein Stück Freiheit. Und was für ein ´Logbucheintrag´. Sind wir froh und dankbar, dass uns Somaya und Rudi noch dieses Feeling ermöglichen, auf einer Legende zu tauchen.
Lieber Rudi - machs gut -
shokran und Ma salam
Dein Walter aus Lindau - mit seiner Familie und seinen Freunden.

    Bewertung : ( 6 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 20321
M/Y Number One
Geschrieben am 26.08.2005 von ulibubi [PADI Rescue, 200 TG]

3 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 3 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo,
wir waren mit Rudi´s Number One unterwegs und das für zwei Wochen für billige 1150 Euro. Das mal vorweg. Nach dem nicht so dollen Bericht weiter oben, den ich für einigermaßen unsachlich halte, waren wir 3 Wochen später auf der Number One.

Ich gebe 4 Flossen, weil ich zwei Wochen Urlaub hatte, die Crew sich Mühe gegeben hat und ich einiges gesehen habe, dazu mit kostenloser 20l-Flasche auf dem Rücken, wir hatten Tauchgänge bis 90 Minuten. Es war also insgesamt ein schöner, aber mittelmäßiger Urlaub. Essen war auch gut, die Crew war extrem nett und hilfsbereit. Somaya und ihr Bruder waren übrigens auch sehr nett und nicht angetrunken. Wobei ich glaube, dass sie eine ´Lebefrau´ ist. Service-mäßig war eigentlich auch alles gut. Auf einem Boot erwarte ich auch keinen Hotel-Standard.

Jetzt das was nicht passt. Rudi Kneipp war bisher für entspanntes Tauchen mit beliebiger Tiefe bekannt und Guides, die einem zeigen, wo es gut ist. Dinge ändern sich nur, wenn man sagt, was nicht passt. Deswegen hier etwas Kritik. Was hatten wir?

1) Unser ägyptischer Guide: Hallo ich bin Walid euer Tauchlehrer.....Sowas hatte ich nicht gebucht! Er hat nach langer Diskusssion sich auf 40 m eingelassen, wollte uns vorher 30 m aufdrücken. Es wurden Computer kontrolliert und Tauchverbot für den Tag erteilt. Dann wollte er die Gruppe mit 30 m bestrafen, weil ein einzelner 60 m tief getaucht war. Da bin ich dann geplatzt und habe ihm die Meinung gegeigt. Ich muss aber sagen, dass ich mir sein Vertrauen ´ertaucht´ hatte, denn ich habe mich an seine 40m-Regel gehalten (naja, fast +10) und er meinen Computer nicht kontrolliert hat. Es wurde aber auch mit ihm 60 m getaucht, weil das Wasser warm und die Haie tief waren, so dass man sich dann doch einig wurde. So einen Guide werfe ich allerdings das nächste Mal über Bord bzw. den will ich vorher kennen lernen. Der zweite Guide war übrigens prima. Beides waren studierte Leute aus Kairo.
Getaucht wurde immer im Rudel, man musste dann sehen, dass man unterwasser von der Gruppe weg kam.

2) Das Schiff ist eigentlich ein tolles Tauchboot mit extrem viel Platz und prima Tauchdeck. Leider hat es seine Glanzzeit hinter sich. Das Holz müsste mal gemacht werden. Die Bäder gehören alle renoviert. Die Klimaanlagen gehören ausgetauscht, da sie jeden Tag kaputt war und alle Schalter absolut unbeweglich sind. Wenn in der Bar das Wasser aufgedreht wurde, lief es in unser Bett und den Schrank. Es stank ständig nach weniger angenehmen Sachen, was wohl durch die maroden sanitären Einrichtungen und die Klimaanlage kam. Der Motor spuckt Rauchwolken aus, die sagen: kümmer dich mal um mich, denn ich arbeite in Naturparks!!! Ölige Luft hatten wir einmal, das wurde aber ruckizucku behoben.
Leute kümmert euch um das Schiff, es ist ein schönes und es sollte wieder die Number One werden.
3) Die Crew war super nett, aber extrem unerfahren. Wir sind mal vergesssen worden, mal stand man auf dem Tauchdeck mit 20 l-Kanne für 15 min und wartete auf ein Zodiac, weil am Nachbarboot geschwätzt wurde. Ständig wurde man falsch aus dem Boot geworfen und musste sich zum Riff durchkämpfen. Nett waren sie aber und immer für Spässe bereit. Der Mechaniker hat mir Leid getan, der hat wohl 20 h am Tag geschuftet.

4) Das Tauchen war sonst ganz ordentlich, wir haben trotzdem entspannt, waren bis zu 4,5 h pro Tag unterwasser und haben auch einiges gesehen. Die Jahreszeit war aber ungünstig. Es gab nur 1-2 x richtig Strömung, es war recht trüb, das Wasser war erst ab 40 m und mehr <27°C, oben bis 33°C. Haie gab es also nur in 40-50 m zu bewundern. Dafür gab es videofreundliche Mantas ständig Delfine, die sich beim P..... haben beobachten lassen. Die Kleintiere sind sowieso immer nett.

Naja, ein durchwachsener Urlaub, es klingt schlimmer als war, aber Somaya mach was am Schiff und wähle die Guides besser aus. Walid bitte nicht mehr. Achmed war gut.

Bilder und Clips gibt in Kürze unter
www.kathi-uli.de

    Bewertung : ( 4 von 6 Flossen )

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Datenbankeintrag 19175
M/Y Number One
Geschrieben am 07.07.2005 von Carsten Gohlke

9 von 11 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Einmal mit der ´Number One´ zu den Brother Islands, das war der Traum von mir und meinen Freunden. doch dieser Traum entwickelte sich sehr schnell zu einem wahrten Alptraum. Vom 27.06. bis 04.07. hatten wir das Schiff für insgesamt 15 Personen gebucht.
Bei der Ankunft begrüßte uns eine schmierige Gestalt in zerschlissenen T-Shirt, die sich als Ansprechpartner für alle Belange an Bord vorstellte. Später sollte sich herausstellen, dass es sich dabei um den Bruder der derzeitigen Betreiberin des Schiffes, Somaya Kneipp handelte, die uns wenig später mit einem Weinglas in der Hand und schon sichtlich angeheitert begrüßen sollte.
Der Grund für den frühen Alkoholgenuss an Bord wurde uns auch bald klar, die Eignerin hatte gerade ihren Kapitän und die beiden Techniker gefeuert und stand nun zum Safaristart ohne funktionierende Crew da.

Mit 20 Stunden Verspätung und einem neuen Kapitän, der nach unseren inzwischen eingezogenen Erkundigungen allerdings als sehr erfahren gilt, starteten wir dann endlich in Richtung Brother Islands. Bereits beim ersten Ausrüstungscheck mußten wir feststellen, dass die Flaschen nur halb gefüllt waren und die Luft sehr technisch schmeckte. Die Ursache war sehr schnell gefunden. Nach dem Umbau der Kompressoren in den Maschinenraum wurde die Luft direkt von dort gesaugt. Also ließen wir eine abenteuerliche Leitungskonstruktion an das Oberdeck verlegen und die Flaschen neu füllen. Allein die Qualität wurde nicht wirklich besser. Nach 5 sehr schönen Tauchgängen, die alles zu bieten hatten, was man sich an diesem Tauchspot wünscht, vom Fuchshai bis zum Seidenhai, über alle anderen Standards hinweg, wie Schildkröte, Napoleon, Grauer Riffhai etc. erreichte die Pressluft wieder Maschinenraumqualität.
Alle Untersuchungen ergaben immer wieder nur ein Ergebnis. Beide Kompressoren an Bord waren restlos verschlissen. Uns blieb also nur der Abbruch oder das Risiko einer ernsthaften Gefährdung der Taucher. Dabei stellten wir fest, dass das angebliche Satellitentelefon an Bord nur eine Attrappe war. Das ergänzte nur das Bild, dass wir inzwischen von der Number One und deren neuer Geschäftsleitung gewonnen hatten. Die Sauerstoffflaschen für den Notfall waren nur zur Hälfte gefüllt und machten ebenfalls einen sehr desolaten Eindruck. Zum Glück hatten wir Dank Andreas Tischer vom DiveINN Dahab unsere eigene Sicherheitsausrüstung dabei und wären im Notfall nicht wirklich auf die Number One angewiesen gewesen.
Kurzum, wir brachen ab und steuerten Safaga an, um dort neue Tauchflaschen und neue Kompressoren zu besorgen. Nach 24 Stunden hatten wir, und das in Ägypten, tatsächlich alles organisiert, unser Guide Andreas Tischer gemeinsam mit den Mechanikern der Number One die alten Kompressoren und vor allem die Druckluftleitungen zerlegt bzw. gereinigt und wir starteten erneut zu den Brothers.
Der von der Geschäftsleitung gestellte Guide, Will "Soundso?", glänzte bei der gesamten Reparatur durch Abwesenheit in seiner Kabine. Überhaupt erfüllte dieser Guide alle Kriterien, wie man sich einen Guide nun wirklich nicht wünscht. Schlechtes Briefing, ungenügende Abstimmung mit der Crew und permanentes Desinteresse für die Fragen der Taucher.
Vielleicht hatte er einfach seine Aufgaben als Guide nur auf seine mitreisende Freundin fokussiert. Deshalb habe wir dann auch nach drei Tagen auf seine Mitarbeit verzichtet und uns auf die eigenen Kräfte und Erfahrungen gestützt. Mit Erfolg übrigens, denn wenigsten die Tauchgänge selbst waren nunmehr ein große Erfolg und entschädigten für die Unannehmlichkeiten auf der Number One.

Am 4. Tag mit dem Morgengrauen erreichten wir also die Brothers zum 2. Mal.
Nunmehr mit frischer Luft in den Tanks.
Dennoch kam bei uns nicht wirkliche Safaristimmung auf, denn immer wieder mußten wir die vollständige Füllung der Flaschen anmahnen. Mit 160 bar, bei der bekannten Strömung am little Brother, da mag keiner wirklich beruhigt abtauchen.
Auch die Zodiakbesatzung mußte vor jedem Tauchgang erneut eingeschworen werden, nicht etwa Fenster zu putzen, während sich zwei Gruppen im Wasser befinden. So geschehen bei einem Tauchgang an der Numidia, als beim Auftauchen von unseren Zodiaks weit und breit nichts zu sehen war. Also kämpften wir uns gegen die Strömung allein an Bord zurück und fanden dort unsere Crew beim Fensterputzen vor. Kein gutes Gefühl, wenn man weiss, dass noch einige weniger erfahrene Taucher auf der anderen Seite von Big Brother in der Dühnung dümpeln.

Es war nicht die erste Safari unserer Gruppe im
Roten Meer und sicherlich auch nicht die Letzte. In einem Punkt aber waren sich alle sicher...nie wieder Number One unter dieser Leitung.

Carsten Gohlke
06.07.2005

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