Tauchboote Ägypten

M/Y Poseidon

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 Datenbank - Tauchboote - Ägypten - 4 Berichte zu diesem Eintrag!

 

Datenbankeintrag 303
M/Y Poseidon
Geschrieben am 17.07.2000 von Dieter Zimmer

1 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 4 von 6 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Hallo Peter,
wenn man Deine Reaktion auf meinen Bericht und den Ton liest, möchte man meinen, Du bist persönlich verletzt und bekommst von der "Think and Dive Company" für Dein hohes Engagement was bezahlt. Ich habe es nicht gern, wenn ich auf altkluge und schulmeisterliche Art gemaßregelt werde - lies nochmal, was Du in welchem Ton geschrieben hast!!! Warum kannst Du nicht akzeptieren, daß jemand einen kritischen Beitrag schreibt? Ihr habt einen sehr guten Trip gehabt, gratuliere, meine Erfahrungen waren eben nicht so toll, warum soll ich das nicht der Allgemeinheit mitteilen? Ich habe nicht behauptet, daß es immer so ist und habe auch nicht gesagt, das alles schlecht war. Übrigens Robby Schropp wurde in der Unterwasser als Schiffseigner genannt, wenn er es nicht ist, dann ist es ein Fehler, der nicht auf mein Konto geht, aber danke für die schulmeisterliche Richtigstellung.

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Datenbankeintrag 297
M/Y Poseidon
Geschrieben am 07.07.2000 von Peter

3 von 5 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 5 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tauchsafari mit der MY Poseidon von Quesier nach Ras Banas vom 9.6.2000 bis 24.6.2000

Lieber Dieter, da auch ich eine Tauchsafari mit der Poseidon über die Think Dive Company gefahren habe (vom 9.6.2000 bis 24.6.2000), habe ich mit Interesse deinen Bericht über eine Tauchsafari im südlichen Roten Meer gelesen. Leider kenne ich den Artikel über die Poseidon in der Zeitschrift Unterwasser nicht, da ich die Zeitschrift nicht abboniert habe. Somit kann ich hierzu keine Stellung nehmen. Richtig ist, daß alle Safariboote, auch die der Divers Heaven Fleet oder von Rudi Direkt (Rudi Kneip, Hurgahda), zur Zeit von El Quesier auslaufen, da das ägyptische Militär keinen weiter südlich gelegenen Hafen zuläßt. Die Heaven One und auch Rudis Schiffe lagen in El Quesier neben uns. Erfahrenen Ägyptentouristen sollten die oft sehr kurzfristigen Kapriolen des ägyptischen Militärs eigentlich bekannt sein.

Zu deiner Beschreibung der Poseidon:

Eigner
Ich denke Robby Schropp wird sich freuen, wenn du ihm die Poseidon gleich als sein Eigen zuschreibst. Dem ist nicht so. Der Eigner der Poseidon ist eine politisch hochstehende Persönlichkeit im ägyptischen Staat. Die Think Dive Company ist allerdings der exklusive Charterer der Poseidon.

Kabinen
Ich kenne wie gesagt den Artikel in der Unterwasser 3/2000 leider nicht, jedoch muß ich sagen, die Poseidon ist das mir Abstand beste Safariboot auf dem ich bisher gefahren bin. Du bemängelst die größte der Kabinen. Ich gebe zu, die Kabinen sind nicht super groß, ist aber auf einem 30m langen und 7,5m breitem Schiff auch nicht möglich! Wenn du Großkabinen oder 20m² Suiten erwartest, mußt du mit einem Kreuzfahrtschiff wie der MS Astor (Fernsehserie Traumschiff) fahren. Der starke Dieselgeruch in den Kabinen war auf meine Safari nicht feststellbar. Richtig jedoch ist, in den Kabinen roch es leicht nach Schiffsfarbe. Diesen Geruch hatte ich bisher jedoch in jedem Holzboot und oft erheblich stärker. Das Platzangebot auf der Poseidon ist beeindruckend. Die riesige (fast 50m²) Taucherplattform auf zwei Ebenen macht das Umziehen und ins Wasser gehen zum einfachen Spaziergang. Da kenne ich ganz andere Platzverhältnisse auf anderen Booten.

Klimaanlage
Soweit mir die Kabinen der Poseidon bekannt sind hat jede Kabine der Poseidon eine getrennt regelbare Klimaanlage. Die Klimaanlage war jedoch auch bei unserem Törn, auf Wunsch der Teilnehmer nicht in Betrieb. Die Gefahr einer Erkältung und die damit ausfallenden Tauchgänge war uns zu groß.

Sanitäre Anlagen
Die beiden Wasch- Dusch- Toilettenräume unter Deck sind nicht mehr ganz taufrisch, das ist richtig, jedoch sind sie weit von dem Zustand "dringender Sanierung bedürftig" entfernt. Auch hier habe ich bereits weit Übleres gesehen. Übrigens war unsere Safari die letzte vor dem Trockendock. Die Poseidon befindet sich zur Zeit zur Überholung in Hurghada im Trockendock.

im Freien schlafen
Lieber Dieter, Gott sei Dank ist es bei diesen Temperaturen möglich im Freien zu schlafen. Erfahrene Tauchsafarireisende nehmen deshalb auch einen Schlafsack mit! Aus unserer Gruppe, wir waren übrigens 17 Gäste an Bord, haben alle im Freien geschlafen. Es mußte keiner auf der Taucherplattform oder im Salon schlafen.

Mannschaft
Hier sind wir einer Meinung! Die Mannschaft der Poseidon unter Kapitän Achmed Said ist die mit Abstand beste, die ich je auf einer Safari hatte. Weil wir gerade von Achmed sprechen; er ist ein begnadeter Taucher mit einer sagenhaften Umsicht und Sicherheit und er ist CMAS** TL. Da ich bereits das dritte Mal mit der Think Dive Company unterwegs war, hatte ich bereits mehrfach das Glück mit ihm Tauchgänge zu machen. Er kennt das Rote Meer nicht nur von oben sondern auch von unten. Nicht daß ich seine Begleitung bräuchte, ich bin CAMS** mit 300 TG, aber mit Ihm tauchen macht einfach Spaß. Achmed sieht Dinge, an denen schwimmst du garantiert vorbei. Ich freu mich immer mächtig auf die Tauchgänge mit diesem Aushilfsguide!

Tauchen
Tauche ohne Guide kann natürlich für einige Taucher, die Orientierungsschwierigkeiten haben ein Problem sein. Bei dem Briefing das ich auf der Poseidon erfahren habe, wurde mir alles was ich über die Tauchplätze erfahren wollte auch vermittelt. Vielleicht hättest du besser hinhören sollen oder auch mal nachfragen? Im übrigen, ein Drifttauchgang von Nord nach Süd am Elphinstoen Reef mit Riff rechte oder linke Schulter sollte für erfahrene Taucher auch ohne Guide möglich sein.

Du beklagst weiter, daß der südlichste Punkt deiner Safari Wadi Gimal / Shab Marsa Alam war. Ja, Dieter, wenn du dir nur eine Woche Safari gönnen kannst, kannst du nicht erwarten, daß du den Süden Ägyptens wirklich erreichst. Shab Samadai oder spätestens Shab Scharm ist Schluß bei Wochentörns. Unsere Safari war 500 Km lang, d.h. wir waren soweit es mit den vorliegenden Genehmigungen derzeit möglich ist im Süden. Wir waren ca. 8 - 10 Km vor Ras Banas und wir hatten dort auch vier herrliche Tauchtage, bevor wir wieder den Weg nach Norden antreten mußten.

Nennenswerte Strömungstauchgänge hatten wir im übrigen auch nicht. Es lag aber nicht daran, daß wir bewußt auf der Strömungsschattenseite ausgesetzt wurden, sondern daran, daß einfach keine bis nur sehr schwache Strömung vorhanden war. Unsere Tauchgänge spielten sich immer am Außenriff ab! Ein Bekannter erzählten mir dagegen, er war 3 Wochen vor mir in Ägypten etwas nördlicher in Safaga, daß es nur so pfiff. Alle paar Meter in eine andere Richtung! Während seine Anwesenheit mußten 2 Todesopfer beklagt werden. Mein Bekannter ist Tauchlehrer und weiß wovon er spricht. Er war auch ganz erstaunt als ich ihm erzählte, daß wir nahezu keine Strömung hatten.

Wenn sich Taucher mit wenigen Tauchgängen zu einer Safari anmelden, so kann der Tauchreiseveranstalter nur sehr wenig dagegen tun, wenn es sich erst am Schiff herausstellt, daß ein angeblich erfahrener Taucher (PADI Advanced Open Water Diver), sie hatte das Prevet wirklich, nur sieben Tauchgänge hat. So geschehen auf der Safari auf der ich war. Wir teilten unsere Tauchgruppen aber auch selbstständig ein. So mußte keiner mit dem Anfänger tauchen, der das nicht wollte. Und es kam vor, daß die AOWD Taucherin mit sieben Tauchgängen nicht mitgenommen wurde. Ihr Pech.

Dein Einwand mit den Großfischen kann ich auch nicht verstehen. Am Elphinstone Reef Nord Plateau sichteten wir am 12.6.2000 beim Vormittagstauchgang vier Hammerhaie! Zugegeben, auch ich haben am Elphinstone Reef schon Tauchgänge absolviert, bei denen ich keinen Hammerhai gesehen habe, aber wenn du Großfischen sehen willst, mußt du ins Blauwasser hinaus, weg vom Riff und nicht den Fahnenbarschen zwischen den Korallen zuschauen. Vor allem sieht man die dicken Brocken nicht in Tiefen um 10m - 20m. Die leben tiefer! Weiter im Süden, aber da warst du ja nicht, am Shab Robby, hatten wir dann ca. 15 - 20 Hammerhaie und das gleich bei mehreren Tauchgängen am 17.6. und am 19.6.2000. In Shab Samadai trafen wir am 21.6.2000 zur Mittagszeit auf eine Horde Delphine, mindestens 30 - 40 Stück, und hatten trotz der unverständigen Art einiger ägyptischer Kapitäne, die Delphine mit dem Safariboot und Zodiac in eine Ecke der Lagune treiben zu wollen, trotz einiger Schnorchler und Taucher im Wasser, einmalige Erlebnisse. Ich kam so nahe an die Tiere heran, daß ich sie mit ausgestrecktem Arm berühren hätte können.

Ich kann mir auch keinen Reim darauf machen, was du unter anspruchsvollen Tauchgängen verstehst. Für mich ist jeder Tauchgang an einem Drop Off, egal ob 100m oder 600m tief oder Strömung oder nicht ein anspruchsvoller Tauchgang. Ich wünsche dir nicht, daß du einmal einen Buddy hast, der dir am Drop Off einfach nach unten wegsackt und du ihn gerade noch einbremsen kannst bevor der Tauchgang in einer Katastrophe endet. Denn du als erfahrener Taucher bist immer mindestens mitschuld an einem Tauchunfall deines weniger erfahrenen Buddy´s.

Zodiac
Wieder ein Punkt wo wir einer Meinung sind. Das Zodiac ist zwar nur mit 15 PS-Motor ausgerüstet, nicht gerade wasserskitauglich, aber die Qualität und die Zuverlässigkeit des Zodiacs und des Fahrers Masud ist erstklassig. Bei einem Tauchgang am Shab Sharm hatten wir die Taucherin mit den wenigen Tauchgängen dabei. Ich sagte dem Fahrer des Zodiac´s er solle auf uns an der Kante des Riffes über dem Plateau warten und unsere Anfängerin aufnehmen, denn sie würde bis dahin mit ihrer Luft am Ende sein. Wir kamen am Plateau an, die Luft unserer Silvian war leer, das Zodiac am verabredeten Ort. Einfach klasse, wieder ein großer Pluspunkt für die Think Dive Company, die Poseidon und Ihrer Mannschaft.

Meine ganz persönliche Beurteilung unserer Safari
Die war die schönste und aufregenste Safari die ich bisher gefahren bin. Für mich seht fest, wenn ich wieder ans Rote Meer zu Tauchen fahre, dann sicher wieder mit der Poseidon und seiner Besatzung und nur mit der Think Dive Company. Ich war ja schon mit anderen Veranstaltern auf Tauchsafari im Roten Meer, und ich werde nie wieder "fremd gehen". Meine Erlebnisse mit anderen Veranstaltern reichen von einfach bodenloser Blödheit des Veranstalters bis hin zum absoluten Rudeltauchen. Dummsinn und Sprüche ohne Tiefgang hatte ich 1997 bei Rudi Direkt in Hurghada, Rudeltauchen haben ich während dieser Safari live erlebt. Von unserem Sonnendeck auch konnte ich beobachten wie auf der Heaven One die Glocke läutete, und alle zum Briefing rannten. Kurze Zeit später läutete die Glocke wieder und alle rannten zum Umziehen, um möglichtst alle gleichzeitig in Wasser zu springen. Suuuper!!! Und zum Essen läutet die Glocke wieder.

Dagegen lief die Taucherei bei uns ganz anders ab. Robby (der Mr. Think Dive persönlich) legte an jedem Riff eine Deadline fest zu der der Letzte aus dem Wasser sein mußte, ansonsten hatten wir freie Zeiteinteilung. Das heißt, es waren selten mehr als vier bis fünf Taucher gleichzeitig im Wasser. Diese Art des Tauchens setzt aber auch ein gewisses Maß an Verantwortungsbewußtsein und Teamgeist bei den Gästen voraus, sonst funktioniertes nicht.

Kurz gesagt: Ich und sicher auch meine Mitreisenden hatten auf dieser Safari so intensive Erlebnisse, daß ich diese nur in zwei Worte fassen möchte:

"Danke Robby!"

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Datenbankeintrag 296
M/Y Poseidon
Geschrieben am 06.07.2000 von Markus Rammig

3 von 4 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 3 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Mein Name ist Markus Rammig aus Herzogenaurach und ich habe ebenfalls einen trip auf der m/y poseidon, bei der think-dive-company d.h. bei Schiffseigner Robby Schropp, gebucht. Die folgenden Angaben entsprechen meiner Meinung und meinen Eindrücken , und stehen im vollen gegensatz zu jenen von dieter zimmer, der direkt vor mir vom 3.6.00-10.6.00 auf der poseidon war.

DAS SCHIFF UND BESATZUNG: das Schiff entspricht der Vorstellung in der UNTERWASSER 03-04/2000 !Die 9 Doppelkabinen waren sehr sauber und vom Platzangebot völligst ausreichend für ein Safariboot. Alle Kabinen verfügen über Klimaanlagen, die auf Wunsch der Taucher/inen an bzw. ausgeschaltet werden, das selbe gilt für den Salon....! Toiletten und Duschräume sind in Ordnung und werden von der crew gereinigt, jedoch sollte meiner meinung nach, auch jeder selber dafür sorgen bzw. darauf achten, die Sanitärbereiche wieder so zu verlassen, wie man sie selber gerne vorfinden würde....Im allgemeinen ist das Schiff top sauber und wird von der absolut überragenden Crew & einen perfekten Kapitän gehegt und gepflegt!

TAUCHEN: Der Kapitän brachte uns an die südlichst betauchbaren (erlaubten) und von den Teilnehmern gewünschten Plätze und auch an absolut ausgefallene und wenig betauchte(bekannte) Stellen, an denen man auf Hammerhaischulen, Longimanus und auf Delfinschulen ( unterwasser) trifft. Eine Garantie auf solche Begegnungen gibt es jedoch nie, da ein Tauchgang nicht in einem Versandhauskatalog bestellt werden kann - ...."lieber" dieter zimmer !!! Auf meiner Tour, waren vom Anfänger (3) bis zum Instructor alles vertreten ! Ich spreche für die Erfahrenen, und denke ebenfalls auch für die 3 sogenannten "Anfänger" - die Betreuung der Anfänger war vorbildlich bzw. der gesamten 18 Taucher war SUPER !!!

FAZIT:

für mich gilt : ".... einmal poseidon immer poseidon... "

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Datenbankeintrag 290
M/Y Poseidon
Geschrieben am 22.06.2000 von Dieter Zimmer

1 von 6 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 4 Usern stimmten diesem Bericht zu.

Tauchsafari Südliches Rotes Meer mit M/Y Poseidon

Ich habe die einwöchige Tauchsafari vom 03.06. bis 10.06.2000 auf der M/Y Poseidon bei der THINK-DIVE-COMPANY, d.h. bei direkt bei Schiffseigner Robby Schropp gebucht. Das Schiff und die Tauchsafari sind in UNTERWASSER 03/2000 Seite 66 - 68 ausführlich beschrieben, weitere Schiffe und Tauchsafaris im Roten Meer sind in UNTERWASSER 04/2000 aufgeführt.

Anreise und Hafen
Flug non-stop mit EGYPT Air von Düsseldorf nach Hurghada. Von dort sollte es mit dem Minibus ursprünglich zum Liegehafen der Poseidon in Ras Galib gehen (ca. 4 Stunden Transferzeit), kurz vor Abflug wurde mir bei einem Telefonat mitgeteilt, daß man wegen der ägyptischen Behörden nicht ab Ras Galib auslaufen könne, sondern noch südlicher vom südlichsten Hafen Hamata auslaufen würde (dafür wird in der großen Anzeige der THINK-DIVE-COMPANY/Poseidon in UNTERWASSER 06/2000 auf Seite 53 auch geworben), was zwar eine um ca. 1 Stunde längere Minibusfahrt bedeuten würde, wodurch aber südlichere Tauchplätze angefahren werden könnten. Die Realität war leider anders, wir fuhren nur knapp 2 Stunden bis EL Quesier, also deutlich nördlicher als Ras Galib, und gingen dort bereits an Bord der M/Y Poseidon.

Das Schiff und die Besatzung
Das Schiff entspricht mit geringen Einschränkungen der in UNTERWASSER gegebenen Beschreibung: die 9 Kabinen für insgesamt 18 Gäste sind allerdings für Belegung mit 2 Personen recht eng und leider auch stickig mit starkem Dieselgeruch. Nur wenige Kabinen verfügen über eine eigene moderne Klimaanlage, die anderen haben eine Gemeinschaftsklimaanlage, die aber nicht in Betrieb war. Die 2 Toiletten/Duschräume unter Deck neben den Kabinen bedürfen einer dringenden Sanierung! Wegen der stickigen Kabinen schliefen fast alle Gäste unter freiem Himmel auf den beiden großzügigen Sonnendecks. Bei der hier beschriebenen Reise waren nur 13 anstelle 18 Gästen an Bord, sodaß genügend Platz auf Sonnendecks, im Salon und auf der Taucherplattform war. Die Besatzung war ausgesprochen freundlich, umsichtig, hilfsbereit und perfekt, der Kapitän Ahmed Sahid sehr kompetent, freundlich und mit viel Charisma, was auch auf den Koch zutraf, der in seiner kleinen Kombüse ausgezeichnete Speisen und Desserts zubereitete (übrigens wurde niemand von der gefürchteten Rache des Pharaos heimgesucht...)

Tauchen
Es wird mit 12 l Aluflaschen getaucht, der Einstieg erfolgt entweder von der großzügigen Tauchplatttform oder aus dem Zodiak bei Strömungstauchgängen. Die Crew ist sehr umsichtig und wachsam und kontrolliert die Flasche jedes Tauchers vor dem TG, das Zodiak war nach dem TG sofort zu Stelle um Taucher an Bord zu nehmen. Das briefing durch den Kapitän war knapp aber ausreichend, zumal die Tauchplätze taucherisch nicht anspruchsvoll waren. Es wurden 3 TagTG und ein NachtTG durchgeführt, mahr war auch zeitlich nicht drin, da das Schiff neue Plätze anlaufen mußte. Am Tag vor der Abreise wurden am frühen vormittag noch 2 TG angeboten.

Tauchplätze und Route
Durch den nördlichen Auslaufhafen konnte nur ein geringer Teil der südlichen Tauchplätze angelaufen werden. Es war kein Tauchguide an Bord und leider und für mich total unverständlich war der überwiegende Teil der Taucher Anfänger: außer mir (302 TG bei Antritt der Safari) hatten nur zwei weitere Taucher mehr als 100 TG im Logbuch verzeichnet, die meisten Taucher lagen zwischen 20 und 50 TG und 2 Taucher hatten nur die 6 Ausbildungstauchgänge im Baggersee abolviert, ein Brevet war sogar noch ganz druckfrisch...Da kein Tauchguide an Bord war und der Kapitän (als Aushilfsguide) nach 2 - 3 TG die Lust an dem Streß mit den Anfängern verloren hatte, wurden überwiegend leichte TG gemacht, d.h. wir machten keinen einzigen anspruchsvollen Strömungstauchgang!!! Die Tauchplätze waren: Start am Ras Tromboli (Checkdive), Sharm Al Shuna, Elphinstone Reef, Shab Smadai, Shab Sharm, Wadi Gimal, El Cadir, Shab Marsa Alam (der südlichste Platz, da kehrten wir leider auch schon wieder um). Der beste Tauchplatz waren zweifelsohne das Elphinstone Reef wo wir auf der Hin- und Rückfahrt tauchten (5 TG), allerdings wurden wir im Gegensatz zu den Tauchern zweier anderer Schiffe (Ghazzala von Divers Heaven Fleet) auch hier nicht an der strömungsreichen Spitze sondern entlang der Wand in nicht nennenswerter Strömung ausgesetzt, da kein guide die wenig erfahrenen Taucher begleiten konnte. Immerhin sahen wir hier 3 Weißspitzen Riffhaie, was wir an allen anderen Tauchplätzen vergeblich suchten. Am Shab Samadai hatten wir unvergeßliche Schnorchel-Begegnungen mit Delphinen, die dort häufig anzutreffen sind. Die Nachttauchgänge wurden in Ermangelung des Guides von einem Gast (PADI Divemaster) geführt.

Fazit:
Unter "Südsafari" hätte ich mir deutlich anspruchsvollere Tauchplätze mit mehr Strömung und Großfischen vorgestellt. Erfahrene Taucher kamen bei dieser Route nicht auf ihre Kosten, Schade! Die THINK-DIVE-COMPANY hätte Nachdenken sollen, ob man ohne guide Anfänger überhaupt mitnehmen kann, bzw. ob den anderen auch zahlenden Tauchgästen eine solche Situation überhaupt zugemutet werden kann.

Dieter Zimmer, Wuppertal (e-mail: Diet.Zimmer@t-online.de), Jan. 98 und 22.06.2000

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