M/Y Saman Explorer Geschrieben am 04.02.2012 von Thomas [CMAS***, 1400 TG]
Ich war vom 14.-21.01.2012 auf der Saman Explorer auf einer Safari zu den Halanyiat Inseln unterwegs.
Das Boot ist ok, es hat im Salon und auf den Oberdecks viel Platz. In den Kabinen müssen die WCs mal überholt werden. Auf dem Tauchdeck hängen die Anzüge ungünstig vor den Jackets. Die Süsswasserbox für die Kamaers/Computer/Masken hat die Grösse eines Wassereimers. Das Wasser wurde erst auf Nachfrage hin erneuert.
Die Crew ist sehr hilfbereit, engagiert sich toll, die Verpflegung ist sehr gut. Barney als Safarileiter ist sehr engagiert, könnte sich aber noch etwas besser organisieren. Die geplanten Zeiten (Frühstück, Mittag) wurden i.d.R. überhaupt nicht eingehalten. Meiens Erachtens kein Problem (Frühstück um 10 und Mittagessen um 14:30 Uhr). Aber nach der n-Tour könnte man das doch etwas besser im Griff haben, alles in allem Kleinigkeiten.
Von den Tauchpläten war ich allerdings enttäuscht. Die Sichtweise betrugt 10-15 Meter. Der Tauchplatz Nase hatte Mantas, Delphine und Wale zu bieten, leider bei einer Sichtweite von unter 10 Metern. Die restlichen Tauchplätze haben leider wenig zu bieten, Netzmuränen, Zackenbarsche, Langusten, aber keine Haie. Einige Stellen mit Weichkorallen bewachsen, kleine Hartkorallen, viele uninteressante Canyons, ´Drop offs´ mit 5-6 Meter Wänden. Wir haben Walgesänge unter Wasser gehört, aber bei den Sichtweiten ist die Chance auf eine Sichtung eher gering. Insgesamt hatte ich mir mehr versprochen.
Der Transfer um die Reise hat alles super geklappt.
Abzüge gibt es wegen den Tauchgebieten, die Crew und Barney bekommen volle Punktzahl.
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 23.01.2012 von margit [AOWD, 138 TG]
Mein Sohn(70 TG,AOWD, 21 Jahre) und ich (138 TG, 56 Jahre)nahmen vom 7.1.-13.1.2012 an der Omansafari auf der Saman Explorer teil - meiner ersten afari überhaupt. Die Anreise aus Graz nach Mirbat war zwar langwierig, aber gut durchorganisiert,die Safari selbst exzellent. Wetter super, Meer ruhig, die Gruppe klein (8 Gäste) So konnten wir uns bequem über das ganze Schiff verteilen ohne einander zu stören,kein Anstellen beim ausgezeichneten 5* Essen.
Die Kabinen bieten reichlich Platz und sind klimatisiert. Am Oberdeck lässt man zur Durchlüftung die Türe offen.
Aufstehen - tauchen - frühstücken - rasten - tauchen - essen - schlafen - tauchen - essen - rasten - eventuell Nachttauchgang - essen, Decobier, aktuelle Fotos am großen Bildschirm bewundern, tratschen, schlafen...so sah der Tagesablauf aus.
Am 2. Tag der Safari erlebte ich DEN ultimativen Tauchgang an der ´Nase´: Schildkröte ->Schwarm von 30 -40 Kuhnasenrochen ->Adlerrochen -> jede Menge Mobulas, und weiße und schwarze Mantas und---> BUCKELWAL!!!! und ALLE sahen ihn, auch ich blindes Huhn, weil er drei mal ganz nah vorbeischwamm. Was für ein Erlebnis!
Aber auch andere Tauchgänge und -plätze beeindruckten mich sehr, wie z.B der Canyon bei Sawda, wie von Menschenhand gemacht, aber auch Otmar´s Bucht. Als Explorerexpedition ausgeschrieben betauchten wir auch noch drei unbekannte Stellen. Klar,dass es da nur eine ungefähre Tiefenangabe geben konnte. Ansonsten waren die Briefings schon OK. Jeder Tauchplatz hat interessante Eindrücke geboten, jede Menge Fischschwärme, Muränen, riesen Zackenbarsche und fast bei jedem Tauchgang Adlerrochen, begleitet an drei Tagen von Walgesang, und einmal von Delfingeschnatter. die Delfine sahen wir auch, allerdings vom Boot aus. Die Fischvielfalt ist einfach überwältigend, auffallend die Weichkorallen und der Kelb. Ein Wrack besuchten wir, aber ein chinesisches und nicht die City of Winchester. Aber pfeif auf das Alteisen, wenn man einen Buckelwal gesehen hat. Als Adrenalinjunkie habe ich mich nicht gefühlt, aber wir hatten auch Glück mit dem Wetter, ruhiges Meer und die maximalen Tiefen von 20 Meter verlangten mir auch keine Stressatmung ab, sodass ich eine 15l Flasche gebraucht hätte. (von denen hätte es aber genügend an Bord gegeben, ebenso wie Lampen, auch ohne Voranmeldung). Auch als nicht so von großer Erfahrung strotzende Taucher haben wir uns sicher gefühlt, dank Barney, der uns geguidet hat, sowie Daniel aus der Schweiz, ein weiterer Gast mit Divemasterbrevet. Den letzten Abend verbrachten wir mit Kalamarifischen, worüber sich der Koch um 23.00 wahrscheinlich nicht mehr gefreut hat - immerhin 20 Stück.
Die Omansafari ist eine außergewöhnliche Tauchreise abseits ausgetretener Pfade und es gibt bei den Hallaniyat Inseln sicher noch viele Plätze zu entdecken. Nicht nur für Fotografen ein Paradies.
Ein großes Lob und Dank gilt der Crew und Barney und meinen Mitreisenden: Ole und Steffi, Niki, Claudia, Daniel und Florian, die diese, meine erste Safari zu einem Highlight gemacht haben, das nicht so leicht zu Toppen sein wird. Daher 8 Flossen....von mir
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 12.01.2012 von robinkegler [AOWD, 320 TG]
Auch ich war vom 10. bis 15. Dezember an Bord der M/Y Saman und bin durch diese Safari um eine wunderschöne Tauch-Erfahrung reicher!
Nach ca. 300 TG habe ich die erste Safari in Angriff genommen und war mir natürlich von vorneherein darüber im Klaren, dass dieser Trip nicht mit Hausriff-Tauchen im Roten Meer zu vergleichen sein würde. Nicht nur die Beschreibung der Safari, sondern auch die Infos der Extradivers, von denen ich auf diese Safari angesprochen wurde, waren unmissverständlich: „Explorer-Trip – unbetauchte Gebiete – Pionier-Geist“ waren die Schlagworte, die mich persönlich sofort fasziniert haben… und um es vorweg zu nehmen, ich wurde nicht im Geringsten enttäuscht!
Zu den Kommentaren von ´Pharaosepia´: Natürlich kann es sein, dass man an Bord eines Schiffes Wellengang wahrnimmt (das liegt halt in der Natur der Sache). Natürlich kann es sein, dass man auch mal Tauchgänge hat, bei denen die Dünung auch noch auf 3-5 Metern zu spüren ist, aber auch für das Wetter kann man nicht wirklich den Veranstalter verantwortlich machen, denke ich. Auch die Tatsache, dass auf einem solchen Trip nicht jeder Tauchgang so funktioniert, wie er geplant ist, finde ich absolut entschuldbar, denn erstens hatte man fast jeden Tag vier Mal die Gelegenheit zu tauchen (also mehr als genug) und zweitens fehlen an unerforschten Tauchplätzen eben die Erfahrungen. Dafür haben wir auf keinem einzigen Tauchgang fremde Taucher gesehen. Für Taucher, die das Rote Meer gewohnt sind, ist das eine echte Wohltat!
Wenn im Beitrag „Pharaosepia’s“ von einer Sichtweite von in der Regel 3 bis 5 Metern die Rede ist, frage ich mich, wo sie getaucht ist, ich kann Sichtweiten von ca. 20 Metern vermelden. Einzig am „Manta-Point“ hatten wir aufgrund von massenweise Krill nur so um die 10 Meter Sichtweite und relativ starke Strömung. Dafür aber Mantas, Morbulas und Kuhnasen-Rochen (aber jede Menge!!!). Die Ansage war dort ziemlich klar, nämlich: „Runter in den Sand (12 bis 14 Meter) und warten… Die Mantas kommen zu euch – ihr braucht nicht nach ihnen zu suchen.“ Und sie kamen!!! Natürlich erfordern solche Bedingungen eine hohe Aufmerksamkeit des Buddies und für den Buddy.
Zum den 15-Liter-Flaschen, die angeblich nicht vorhanden gewesen sein sollen, kann ich nur sagen, dass ich die ganze Woche eine 15er Stahl getaucht bin und es waren noch einige da. Man muss halt fragen…
Tauchen am Limit war diese Safari mit Sicherheit nicht, da habe ich schon ganz andere Tauchgänge erlebt. Mein tiefster Tauchgang auf dieser Safari dürfte so bei 25 Metern gewesen sein, also absolut human.
Mein Eindruck war, dass jeder der Mitreisenden eine gute Zeit hatte und ich muss an dieser Stelle auch noch mal ein großes Lob für den „Leithammel“ Barnie und seine Crew aussprechen. Die Jungs haben sich echt ins Zeug gelegt und das Boot ist absolut in Ordnung (wenn man nicht die Aida erwartet).
Die ebenfalls erwähnte Anwesenheit von Otmar dem stv. GV der Extradivers hat mit Sicherheit nichts mit der Route der Safari zu tun gehabt, dass ist wirklich absurd! Allerdings war er ein Segen für die gesamte Gruppe, die Dank der Oman Air in Frankfurt festgehangen hat! Mit welcher Ruhe und Geduld er sich gekümmert und alles geregelt hat, fand ich sehr professionell. Ich hätte das so nicht gekonnt.
Also mein persönliches Fazit: Diese Safari ist absolut zu empfehlen, wenn man nicht erwartet, dass die Verhältnisse wie an ägyptischen Hausriffen sind und man bei etwas Strömung und Sichtweiten zwischen 10 und 20 Metern keine Unsicherheiten verspürt. Ich finde es sehr schade, wenn eine solche Safari auf ihrer zweiten Tour gleich von Einzelnen -auch wenn es immer eine persönliche Meinung ist- verrissen wird, denn das hat sie wirklich nicht verdient!
Die Mantas, die mich fast über den Haufen geschwommen hätten und die 20 Buckelwale (vom Boot aus) waren Erlebnisse, die mir garantiert lange in Erinnerung bleiben werden.
Ich wünsche den Extradivers mit der M/Y Saman immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und viele nette Gäste. Danke für eine sehr schöne Woche!!!
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 10.01.2012 von Andrea Lechner [CMAS**, 900 TG]
Die Anreise ist ein bissl mühsam ab Wien über Doha u Muscat nach Salalah, Bustransfer nach Mirbat...boarding. Mit klassischen Rotmeer-Destinationen sind die Hallaniyat-Inseln nicht zu vergleichen: glasklares Wasser u gorgonienbewachsene Dropp-Offs...war nicht. Die Salman Express ist ein gut ausgestattetes Stahlboot, Tourguide Barney ist ambitioniert und versiert, die Crew weit mehr als okay, die Küche top :-) Getaucht wird z.T. von der Tauchplattform, z.T. vom Zodiak. Wir hatten Glück, das Meer war die ganze Zeit ruhig. Die Tauchspots sind nicht tiefer als 20m. Zwischen Korallenblöcken über Sandgrund pulsiert das Leben. Es gibt richtig viel Schwarmfisch, diverse Muränen - auch frei schwimmend - bis zum Abwinken, eine ungewöhnliche Breite an Stachelhäutern. Manche Tauchgänge werden vom Gesang der Buckelwale begleitet, wir haben sie auch springen sehn, eine halbe Stunde lang, vom Boot aus...eindrucksvoll :) Highlight #1 ´Die Nase´: Mantas, eine Schar Kuhnasenrochen, Zackis XXXL, eine große Schildkröte und - nice surprice - eine 7-köpfige Stachelrochenfamilie. Papa Rochen verzieht sich, aber das junge Volk (1m50+ im Durchmesser) bleibt und spielt...uns lacht das Herz und hinter unseren Flossen zieht ein Manta vorbei. Highlight #2 City of Winchester: Ein WWI Wrack, ca. 25m tief. Neben den üblichen Wrack features brachte uns ein immenser Markrelenschwarm zum Taumeln...den Leopardenrochen hätt ich beinah vergessen ;-) Wassertemperatur um die 25 Grad, Luft angenehm, manchmal nach dem Tauchen passt ein Sweater. Exklusiv: Die Salman Express ist das einzige Tauchboot. Auch das macht die Reise speziell. Alles zusammen ist das eindeutig 6-Flossen wert.
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 05.01.2012 von Turtelseeker [PADI RD, 180 TG]
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Ich habe auf der Saman Explorer vom 11.12. bis 15.12. die Halaniyat-Inseln betaucht und hier ist mein Kurzbericht: Anreise mit OmanAir aus München war zwar lange aber komfortabel und pünktlich, die Gruppe aus Frankfurt hatte weniger Glück. Nach der Ankunft auf dem Boot erhielten wir bei einer frischen Ananas ein ausführliches Briefing über das Boot, die Sicherheit und die Abläufe. Der Tourguide und Meeresbiologe ´Barney´ ist eine Seele von Mensch, ein Improvisationstalent, voller Idealismus für dieses neue Tauchgebiet, sehr hilfsbereit, umsichtig und auf Sicherheit bedacht. Die gesamte Crew versteht ihr Handwerk und sind ebenfalls immer freundlich und jederzeit mit helfender Hand zur Stelle. Die Tour ist wirklich eine Explorertour, d.h. viele Tauchplätze sind noch unbekannt und deshalb wechseln sich nicht so interessante Tauchplätze mit solchen ab, die ohne Übertreibung das Prädikat hervorragend verdienen. Und letztere werden immer mehr, da mit jeder Tour zusammen mit den Tauchern ständig neue entdeckt werden. Unbedingt auch Überwasserkamera mitnehmen, wenn man beim Schrei ´Wale!, Delphine!, ´Mantas!´ jederzeit schussbereit sein will. Es wird selbständiges, sicheres tauchen im Buddyteam vorausgesetzt und auch verlangt, mit Wind und Wellen sollte man klar kommen und zur Seekrankheit sollte man auch nicht neigen (oder Med. dabei haben). Geführtes tauchen findet hier definitiv nicht statt!! NTGs werden angeboten, wann immer möglich und die sollte man auch nicht auslassen. Das Essen war einfach klasse, reichlich und immer frisch. Sogar auf Sonderwünsche konnte eingegangen werden. Die Saman Explorer selbst ist für diese Art von Tour sehr geeignet, auch bei 21 Tauchern war genügend Platz um sich frei zu bewegen oder sich zurückzuziehen. Wenn man überhaupt etwas kritisieren will, dann den etwas modrigen Geruch in der Dusche der Unterdeckkabinen. Für mich war es die erste Bootsafari und als Ausgleich zum ´relaxten geführten Ägypten- und Indonesientauchen´ eine super Alternative um sicher und zusammen mit anderen ´Explorern´ Neues zu entdecken und gleichzeitig völlig abschalten zu können (trotz meiner starken Seekrankheit, richtige Medi!). Ich kann die Tour jedem empfehlen der mal was neues entdecken will und ich würde sie selbst auch wiederholen, wenn sich mal wieder die Gelegenheit bietet.
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 05.01.2012 von thelex1980 [CMAS***, 250 TG]
Explorer Safari zu den Hallaniyat Inseln im Süden des Oman
Der Oman ist nicht Ägypten. Das wird bereits bei der spürbar längeren Anreise in die südlichste Stadt Salalah mit Zwischenstopp in Muskat deutlich. Auch die nach Bakschisch gierenden Kofferträger sind hier nicht zu finden. Das Sultanat Oman wird seit 41 Jahren von Sultan Qabus Ibn Said regiert und hat ca. 2,5 Mio. Einwohner. Das Land verfügt über immense Geldmittel aus dem Erdölgeschäft und hat eine sehr ansprechende Infrastruktur – sogar das Leitungswasser kann getrunken werden! Nach einer Autostunde Transfer vom Flughafen nach Mirbat werden wir von den dortigen Fischern bestaunt – kein Wunder, wir sind ja erst die vierte Crew, die sich auf die Reise zu den rund 80 Kilometer vom Festland entfernten Hallaniyat Inseln begibt. Eigentlich sind wir sogar erst die dritte Tour, da der in der Vorwoche tobende Zyklon für unsere Vorgänger die Ausfahrt zu den Hallaniyats unmöglich machte und sie zu einer Woche im Hafen zwang! Wir haben aber gutes Wetter und werden mit den beiden Zodiacs auf die Saman Explorer gebracht. Diese verrichtete einige Jahre ihren Dienst als Safariboot im ägyptischen Roten Meer, ehe sie von den Extra Divers generalüberholt und mitsamt ägyptischer Besatzung in den Oman überstellt wurde. Das 2006 erbaute Schiff ist 36 Meter lang, 9 Meter breit und bietet auf der Tauchplattform Platz für 36 Pressluftflaschen – selbst bei maximaler Belegung mit 22 Passagieren bekommt man auf dem Tauchdeck keine Platzangst. Verantwortlicher an Bord ist Biologe Barney, der unsere Woche mit dem üblichen Schiffsbriefing und der Kabineneinteilung beginnt. Auch eine Hiobsbotschaft hat Barney für uns: „Die Wale sind nicht hier. Die sind nur von Dezember bis März an den Inseln.“ Eine interessante Information, die ich eventuell gerne vor der Buchung der Reise gehabt hätte. Aber dafür hat Barney es sogar geschafft im alkoholfreien Oman einen Vorrat an Bier an Bord zu bringen – die Freude ist groß… Die nächtliche Überfahrt zur Insel „Al Sawda“ dauert 10 Stunden und verläuft angenehm ruhig. Den ersten Tauchgang nutzen wir zur Gewöhnung ans Gerät und an die durchwachsenen Sichtweiten von ca. 10 Metern. Die im November circa 27 Grad warmen Gewässer zeichnen sich durch wenig Strömung, extrem hohen Fischbestand und Artenreichtum aus und so können wir trotz der schlechten Sicht gleich einige stattliche Sepien entdecken.
Das Tauchen selbst erfolgt völlig autonom – einmal an einem Tauchplatz festgemacht steht es jedem frei, wann und wie viel man tauchen möchte. Einfach an der Tafel eintragen und nach dem Tauchgang wieder austragen. Da die Tauchplätze ohnehin nicht bekannt sind und es auch keine Karten gibt, beschränken sich die Briefings auf: „Unterm Boot haben wir 15 Meter Tiefe – viel Spaß!“ Mehr ist auch nicht nötig, wer das Boot nicht wieder findet setzt einfach seine Boje und wird vom Zodiac abgeholt. Abends können wir vom Boot aus Delfine beobachten, die in der nahen Bucht die Nacht verbringen. Am nächsten Morgen bessert sich die Sicht und so begeben wir uns zur „Nase“ – einer beeindruckenden Felsformation aus Sandstein, die sich aber leider unter Wasser nicht fortsetzt und einen flachen Sandboden mit einer Kante zwischen 9 und 12 Metern aufweist. Unverhofft kommt aber oft und so werden wir während des gesamten Tauchgangs immer wieder von mehreren großen Mantas begutachtet. Die haben wohl zuvor noch keinen Taucher gesehen, mindestens 10 dieser edlen Tiere begegnen uns – ein echtes Highlight!
Den Nachmittag verbringen wir am Wrack der „City of Winchester“ – dem ersten versenkten Boot des ersten Weltkriegs. Das 100 Meter lange Versorgungsschiff liegt auf 26 Metern Tiefe und kann mit schönem Bewuchs und einem immensen Fischbestand überzeugen. Schwärme von Makrelen und Barrakudas wechseln sich mit Rotfeuerfischen, Muränen und Fledermausfischen ab. Auch einen mystischen Nachttauchgang führen wir trotz der beträchtlichen Tiefe am Wrack durch – das gegen Aufpreis erhältliche Nitrox macht auch längere Grundzeiten möglich. Bevor wir zur Insel Quarzavit – eigentlich nur ein größerer Felsen – weiterfahren, machen wir auf allgemeinen Wunsch am Vormittag noch einen Abstecher zurück zur „Nase“. Die Sicht ist allerdings mehr als gering und so können wir „nur“ Bilder von zwei kleineren Mantas, einem Mobula und einem stattlichen Kuhnasenstechrochen mit an die Oberfläche bringen. Quarzavit bietet uns dann gute Sichtweiten von ca. 20 Metern, Unmengen von Schwarmfisch, Muränen und Sepien. Der felsige Boden ist mit Gräben durchzogen und hat einen starken Bewuchs aus Weichkorallen und Kelp. Der Kelp befindet sich aufgrund der im Winter höheren Wassertemperaturen im Absterben und wird schon bald wieder die Sicht auf die Korallen freigeben. Die in der Dünung wogenden Kelpblätter bieten den Jungfischen Schutz und machen einen ganz schön schwindelig…
Nachts lacht dann das Herz des Biologen Barney, als wir Zeuge des Ablaichens einer Steinkorallenart werden dürfen. Barney bringt einige beeindruckende Makroaufnahmen der Laichpäckchen mit und selbst an der Wasseroberfläche sind die rosafarbenen Schlieren ganz deutlich zu erkennen. Sepien und Oktopoden geben sich dem Liebesspiel hin, werden aber durch unsere Tauchlampen in ihrem Treiben unterbrochen. Der nächste Tag steht ganz im Zeichen einer „Explorer“-Tour: 3 neue Tauchplätze werden von uns erkundet, wobei wohl nur der Nachttauchplatz auch in Zukunft noch angefahren werden wird. Die Unterwassertopographie der Hallanyiat Inseln macht die Erkundungen schwierig. Es gibt an den Inseln generell keine Drop-Offs oder echte, gewachsene Korallenriffe. Der sandige Grund fällt von den Inseln stetig sanft ab und wird immer wieder von Felsformationen mit Bewuchs unterbrochen. Um eine Tauchtiefe von 20 Metern zu erreichen, muss man sich meist schon ein ordentliches Stück von den Inseln entfernen. An der Nordwestseite der Hauptinsel Hallanyiat können wir unter Wasser auch Delfine hören, ein Buddy-Team hat sogar das Glück, mitten in der großen Schule zu tauchen. Danach machen wir uns wieder auf den Weg nach Quarzavit – die dort guten Sichtweiten und der große Fischbestand lassen uns von weiteren Experimenten Abstand nehmen. Von lokalen Fischern werden frisch gefangene Langusten gekauft und für das Abendessen vorbereitet. Der Kontakt mit den Fischern wird von der Crew gepflegt, auch damit die gesetzten Bojen nicht plötzlich „verschwinden“. Es ist generell sehr positiv, dass nur wenig geankert wird, um Beschädigungen an den Korallen zu vermeiden. Im roten Licht des Sonnenuntergangs sehen wir dann auch noch Mobulas aus dem Wasser springen. Nach dem Captains Dinner mit Langusten beginnt die Rückfahrt nach Mirbat. Nur eine Taucherin aus Bayern und ich wagen noch den abschließenden Early Morning Dive in der Nähe des kleinen Hafens. Wir waren bereits in den Anzügen und nur eine Meile von Mirbat entfernt, als plötzlich der ruf „Wal in Sicht“ erschallte. Tatsächlich konnten wir den Buckelwal einige Minuten vom Boot aus beobachten, ehe der Riese uns seine Fluke zeigte und in den Tiefen des Omanischen Meeres verschwand. Der abschließende Tauchgang brachte noch jede Menge Langusten und vier Schildkröten, sowie einige Kalmare mit Discobeleuchtung mit sich und tröstet so über die 36 Stunden Wartezeit bis zum Rückflug im Mariott Hotel Mirbat hinweg. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Qualität der Saman Explorer ägyptischem Standard entspricht. Die Qualität der Mahlzeiten ist besonders hervorzuheben - der ägyptische Koch zaubert sehr schmackhafte, westlich orientierte Gerichte aus seiner Kombüse. Die Qualität der Tauchplätze ist aufgrund stark schwankender Sichtweiten schwierig zu bewerten, der Fischbestand ist jedenfalls immens! Aja, und Haie haben wir auch gesehen – aber leider nur tot auf der Hafenmole liegen…
Sepias beim Nachttauchgang
Mantas an der Nase
Die Insel Quarzavit
Hafen Mirbat
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 05.01.2012 von Pia [Padi/HSA Inst., 1200 TG]
Mein Partner und ich waren vom 10. -17. Dezember auf der Saman Explorer.Der Start war etwas harzig da unser Flug wegen einem Defekt am Flugzeug auf den nächsten Tag verschoben wurde.
Für diese Tauchsafari haben wir uns entschieden weil sie uns als eine kleine Entdeckungsreise angeboten wurde. Wir wollten das Unbekannte erleben und waren uns bewusst das beim entdecken halt auch mal ein Tauchplatz nicht das gelbe vom Ei sein kann. Wir wussten auch das die Sicht im Oman nicht gleich ´ Red Sea´ ist, aber der Kick auf Unbekanntes war stärcker.
So habe ich die Safari erlebt:
Ein gute eingespielte Crew, abgerundet mit einem noch besserem Koch. Barney unser Guide war in der UW Biologie zu Hause und konnte jede Frage nach ´was war das für ein Fisch???´ beantworten. Seine ruhige freundliche Art hat es sicher nicht nur mir angetan. Bei einem Nachttauchgang wollte ich umbedingt Fotografieren, ohne meinen Buddy damit zu nerven 10 Minuten bei einem Krebs zu verweilen. Spontan entschied sich Barney mich zu begleiten und da er ein grandioser UW-Fotograf ist kamen seine Tips natürlich sehr gut an bei mir. Silvi von Extra Divers in Dahab hat sich fürsoglich um eine Teilnehmerin gekümmert die etwas Mühe hatte unter Wasser.
Für mich war es immer wieder wie ein Traum. Wir waren an jedem Riff die einzigen Taucher, weit und breit kein anderes Schiff zu sehen. Selbständiges Tauchen im Buddy-Team nach einem Briefing das nicht allzu ausführlich war, aber es ist schwierig ein Briefing zu geben über einen Tauchplatz der noch gar nie oder erst wenig betaucht wurde. Meinerseits hat es ausreichend gepasst, da die Sicherheit gewährleistet war. Tauchzeit wurden bis 70 Minuten zugelassen und das bis zu 4 mal am Tag. Nitroxfüllung war vorhanden so das man der Nullzeit nicht davon tauchen musste. Die Fischvielfallt überschwenglich. Die Sicht bei dem Riff mit den Mobulas, Mantas und einer Gruppe Delphine war wircklich nicht berauschend. Dafür war es um so Abenteuerlicher wenn die Mantas, Mobulas ec. aus dem Nichts plötzlich vor einem - über einem - hinter uns erschienen. Wir tauchten durch Fischsuppen (bei guter Sicht ) hatten Kelpbewuchs und schöne Felsformationen.
Gestört hat mich zum Teil der Wellengang wenn wir auf dem Zodiak waren;-) Wellengang ist unschön gibt es aber auch am Roten Meer oder im Mittelmeer und ist leider nicht planbar. Auf dem Schiff zum Teil die unsauberen Teppiche und der Geruch aus der Toilette.
Diese Reise würde ich jedem der die Tarierung beherscht und mit etwas Strömung klar kommt und es satt hat xxx Tauchboote ober Wasser und xxx Taucher unter Wasser zu begegnen empfehlen. Die Anreise ist etwas beschwehrlicher als nach Ägypten und so würde ich das nächste mal noch 3-5 Tage in dem Hotel wo wir die letzte Nacht verbachten meine Ferien verlänger.
Im Ganzen eine gelungene Safari und ich wünsche der Saman Explorer noch weiter alles gute im Entdecken der aussergewöhnlichen Tauchplätze die einzigartig sind mit all dem Kelp, der Vielfältigkeit an Fisch, der Formationen an Felsen und Weichkorallen.
Link für Video: www.dugong.ch/cms/FotoVideoGalerie.php?navid=42
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 04.01.2012 von Seepferdchen
Etwas erstaunt lese ich den Bericht von Pharaosepia vom 03.01., denn auch ich war mit dabei auf der Safari im Oman vom 10.-17. Dezember 2011 und frage mich nun, wie es zu einer solchen Einschätzung dieser Tour kommen kann. Nirgendwo habe ich gelesen, dass die Tour ständig von Walgesängen begleitet wird. Dass man im Oman nicht mit Sichtverhältnissen wie im Roten Meer rechnen kann, sollte jedem klar sein, der sich ein bisschen über das Tauchen im Oman erkundigt hat. Die Sichtweiten betrugen nach meiner Einschätzung zwischen 15-20m, außer an der „Nase“ wo das Wasser sehr trüb war, auch begründet durch unglaubliche Mengen an Krill. Daher wurden die Mantas teilweise erst gesehen, als sie einen fast mit der Nase anstupsten. Ein faszinierendes Erlebnis! Verglichen mit Safaris im Roten Meer, von denen ich einige hinter mir habe, ist der Schwierigkeitsgrad der Tauchgänge um die Hallaniyat Inseln eher gering einzuschätzen, zumal unter Wasser, außer an besagter „Nase“, so gut wie keine Strömungen herrschen. Die Briefings waren nicht sehr ausführlich, das sehe ich auch so. Aufgrund der Tatsache, dass Barney an einigen Plätzen selbst erst ein oder zweimal war aber durchaus akzeptabel. Mit der Aussage „Wasser von links“ oder „Wasser von rechts“ meint Pharaosepia wahrscheinlich die Strömungsrichtung. Es ist üblich, eine Route zu briefen, im Fall, dass die Strömung aber von der anderen als der erwarteten Richtung kommt, die Route nicht gegen die Strömung zu tauchen, sondern sich mit der Strömung treiben zu lassen. Es war definitiv kein Sturm angesagt, der Wind war streng aber durchaus im Rahmen. Den Tauchplatz an den nördlichsten Inseln mussten wir, nachdem zwei unserer Mittaucher einen Buckelwal unter Wasser erleben durften, aus verständlichen Gründen verlassen, da sich der Wind gedreht hatte und Barney zusammen mit dem Captain beschloss, den Platz aus Sicherheitsgründen zu wechseln. Für uns eine sehr gute Entscheidung, da wir somit nochmals an der „Nase“ tauchen konnten und diesmal auch diejenigen, die beim ersten Mal die Mantas verpasst hatten, auf ihre Kosten kamen. Genau an diesem Tag war auch ein Tauchgang an der „City of Winchester“ geplant, welcher aus oben genannten Gründen aber ausgelassen wurde. Sicherheit geht vor! Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein Tau gerissen ist, die Crew war keineswegs hektisch und machte auf mich einen sehr professionellen Eindruck. Auf Safaris finden Sicherheitsstops in der Regel immer im Freiwasser statt, da man schlecht eine Aufstiegsleine an ein Zodiak binden kann! Bei stärkerem Wellengang kann die Wasserbewegung auch bis auf größere Tiefen gespürt werden, aber auch dies ist meiner Meinung nach auf einer Safari nichts Neues. 15 l Flaschen waren in großer Zahl an Bord vorhanden, so weit ich weiß haben alle, die eine vorbestellt hatten auch eine bekommen. Natürlich kann ich nichts dazu sagen, was mit den Tauchlampen war. Meine Kabine, die sich unter Deck befand, war großzügig und komfortabel. Bullaugen konnten zum belüften geöffnet werden. Ein leichter Mief bleibt immer zurück, aber damit kann man leben. Ich habe nicht erlebt, dass ich auf eine volle Flasche warten musste. Gallal hatte immer alles im Griff, meine Flasche war jedes Mal mit exakt 32% Nitrox und 220 bar gefüllt. Ich kann jedem, der etwas besonderes erleben will nur empfehlen, diese Safari zu machen. Das Geld ist sie definitiv wert. Wer sich unsicher fühlt und lieber begleitet tauchen möchte, sollte dies einfach erwähnen und Barney wird sich seiner annehmen. Ich habe selten einen so ruhigen und sicheren Guide wie ihn erlebt, zumal er mit seinen Adleraugen auch die kleinsten Lebewesen im Riff entdeckt. Es war eine fantastische Woche rund um die Hallaniyat Inseln, mit Eindrücken, die man nicht so schnell vergisst und einer hervorragenden Crew! Wir hatten sicherlich 10-15 Mantas, fast täglich Delphine ums Schiff und ca 20 Buckelwale auf der Rückfahrt. Der Fischreichtum ist unvorstellbar und lässt das Taucherherz höher schlagen. Sicher gibt es noch viel zu entdecken und so werden auch alle weitern Touren wieder neue Tauchplätze hervorbringen, wo man vor lauter Fisch, Mantas, Mobulas, Kuhnasenrochen und wer Glück hat auch Buckelwalen seinen Tauchpartner nicht mehr sieht ;-)
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 04.01.2012 von Jo [PADI StaffInstr, 1100 TG]
Hallo zusammen
Da ich auch auf der Safari vom 10.12.2011 bis 17.12.2011 war, möchte ich auch noch meinen Senf zu dieser Reise abgeben. In der Tat sollte man für diese Reise genügend Taucherfahrung im Meer haben um selbständig tauchen zu können.Geführte Tauchgänge sind (zum Glück), aufgrund der zum Teil unbekannten Plätze und Verhältnisse einfach noch nicht möglich. Für mich und meine Partnerin hat das aber sehr gut gepasst. Bei Tauchern mit wenig Erfahrung kann aber dieser Umstand zu einem Problem werden. Die Briefings waren sehr kurz und mit nocht wenig Informationen über die Tauchplätze. Einige Plätze wurden zum ersten Mal betaucht, so dass gar keine Informationen vorhanden waren. Der Sicherheit wurde für meine Begriffe ordentlich Rechnung getragen. Das eine solche Safari nicht Hausrifftauchen ist, sollte man aber bevor man bucht schon bedenken. Zu den Sichweiten kann ich sagen das die wie erwartet nicht besonders waren. Wer den Oman kennt oder sich informiert, wird aber nicht überrascht werden. Wo Mantas, Wale und riesige Fischschwärme sind, hat es halt viel Futter (Krill)im Wasser. Der Koch wie schon im Vorbericht erwähnt war sehr gut. Das Schiff hat sicher schon bessere Zeiten erlebt, war aber in Ordnung. Was mich etwas gestört hat, war der schlechte Geruch der in den Toiletten immer herrschte, sowie die Reinigung der Gänge die bei uns auf dem Oberdeck nicht besonders war. Das zuwenig 15 Liter Flaschen verfügbar waren habe ich nicht festgestellt. War auch nie ein Thema da alle Tauchgänge eh nicht tief waren und auch mit 12 Litern 60 Minuten getaucht werden konnte. Crew und Barney machten im übrigen einen sehr guten Job. Für mich war diese Woche sehr erholsam und hat mir taucherisch sehr gut gefallen. Ich betrachte mich nicht als Adrenalin Junki und denke das diese Safari für erfahrene Leuten ein super Erlebnis sein kann. Wind, Wellen und Gezeiten hat aber kein Veranstalter oder Kapitän in der Hand.
Allzeit gut Luft Jo
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M/Y Saman Explorer Geschrieben am 03.01.2012 von Pharaosepia [SSI Rescue, 120 TG]
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Gegendarstellung/Reaktion durch Extra Divers am Ende des Originalberichts
Samam Explorer: Keine Sicht, keine Walgesänge
Mein Mann und ich, Rescue-Diver, 120 TG, waren vom 10. bis 17. Dezember 2011 auf der Samam Explorer auf Safari vor den Hallaniyat-Inseln, Oman. Extra-Divers bewirbt diese Safari als neues Tauchgebiet mit ständiger Begleitung von Walgesängen. Gefordert sind 50 Tauchgänge, besondere Schwierigkeiten werden in der Werbung und in der Ausschreibung nicht erwähnt und auch bei unseren Nachfragen nicht kommuniziert.
Es wurde uns gegenüber mit keinem Wort erwähnt, auch nicht im ersten Briefing, dass das Wasser dermaßen trübe ist, dass Sicht von 7 m bereits gut ist und Sicht von 10 m bereits ein Glücksfall. In der Regel taucht man bei 3 bis 5 m Sicht, d.h. der Taucher vor einem ist möglicherweise nicht mehr zu sehen. Das macht auch die Sichtung von Fisch schwierig. Auch von Großfisch. Von Walgesängen war nichts zu hören.
Briefings an Bord der Samam Explorer fanden in unserer Woche rudimentär :☺ statt: „Wenn das Wasser von rechts kommt, dann schwimmt ihr nach links, kommt es von links, schwimmt ihr nach rechts. Orientiert Euch an der Sonne, Sonne auf Inflator.“ Schade nur, dass man die Sonne nicht sehen konnte in dem trüben Wasser. Es gab keinen Plan, keine Skizze. Auf Nachfragen immer dieselbe Antwort: Man kennt sich schließlich nicht aus. Es war ja erst die neunte (!) Safari, die dritte mit sehr gut zahlenden Kunden.
Es wird nirgends erwähnt, dass Stürme im Dezember möglich sind. Aber es gibt von Extra Divers entwickelte Alternativen. Obwohl Sturm angesagt war, fuhren wir dennoch vor die Hallaniyat-Inseln, ob das am mitreisenden stellvertretenden GF von Extra Divers lag? Jedenfalls konnten wir zwei Tauchplätze gar nicht anfahren wie das angepriesene Wrack, City of Winchester, oder Coralgarden.. Taue rissen, alles war sehr hektisch und sehr bewegt.
Die Crew an Board ist fantastisch. Die arbeitete mind. 20 Std. am Tag, blieb freundlich, war immer sehr hilfsbereit und aufmerksam. Der Koch ist sensationell.
Es wird nirgendwo erwähnt, dass die Dünung auch bei den Tauchgängen in der Tiefe noch gut spürbar ist. Unsere Sicherheitsstops fanden ausschließlich im Freiwasser statt, bei Dünung von ca. 2 m eine Herausforderung für jeden Computer.
Diese Safari ist der Traum für alle, die noch mal backpacking machen wollen: Meine Matratze, Kabine 9, war durchgelegen, die Lüftung der oberen Kabinen erfolgt über das Bullauge in der Toilette oder über den Gang.
Die Organisation ist ausbaufähig: Meine Anmeldung für die Taucherlampen ist wohl untergegangen und es gab nicht eine 15 l Flasche zum Ausgleich der Stressatmung an Bord dieses Tauchschiffes.
Zum Abschluss der Fahrt konnten die Teilnehmer einen Beweis – T-Shirt- käuflich erwerben, gegen Zahlung von 6 Promille des Reisepreises!
Am Ende wurde uns ein Bewertungs-Fragebogen vorgelegt. Wir hoffen, dass die vielen Anregungen der Teilnehmer zur Verbesserung ihren Niederschlag finden.
Fazit: Mögt Ihr Tauchen am Limit? Oder auch darüber hinaus? Dann seid Ihr auf der Samam Explorer im Dezember nach unserer Erfahrung richtig: Diese Fahrt war etwas für Adrenalin-Junkies, und für alle, die sich noch etwas beweisen wollen, wie das Schiff, das zwar neu gestrichen ist, aber schon etliche Jahre auf dem Buckel hat: Der Kompressor schaffte es nicht unbedingt, die Flaschen pünktlich zu befüllen, der Dieselmotor raucht, ein Zodiak qualmt gefährlich, aber wer Diesel gerne atmet, kommt voll auf seine Kosten.
Übrigens: Wale sahen wir tastsächlich auch: An der Oberfläche – bei der Hafeneinfahrt von Mirbat! 20 Buckelwale in einer Linie, ein Viertel der gesamten Walpolulation im Oman: Ein imposantes Bild, dass wir sicher genauso wenig vergessen werden wie die beiden Spinnerdelphine am Heck.
Gegendarstellung durch Extra Divers vom 4.1.2011 Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass Dinge auf verschiedene Arten betrachtet und erlebt werden können. Aber was hier geschildert wird bedarf unbedingt unserer Reaktion! Ich war -wie im Text erwähnt- selber auf der Tour, kann also die Abläufe gut beurteilen. Wir haben die Tour stets als Explorer Trip angekündigt, was unter anderem beinhaltet, dass genaue Tauchplatzbriefings schwierig sind, da die Plätze unbetaucht sind! Wie auf Tauchsafaris üblich wird eine gewisse Erfahrung und Eigenständigkeit vorausgesetzt. Im Falle dieser Teilnehmerin gab es sogar eine spezielle Betreuung in Form einer Basisleiterin von uns, die als Guide für die Dame fungierte. Was aber nicht allzu oft vorkam, da häufig Seekrankheit bei der Teilnehmerin auftrat. In den sehr ausführlichen Briefings wurde selbstverständlich auf die Sichtweiten hingewiesen, denn uns ist dieser Punkt bestens bekannt, da einige Taucher das arabische Meer immer noch mit den Bedingungen im Roten Meer verwechseln. Mir ist allerdings nicht klar, wie eine Sichtweite von 7-10m erlebt wurde, ich kann mich nämlich an Tauchgänge erinnern, bei denen ich die Teilnehmerin beim Sicherheitsstop am Riff erleben durfte, aus einiger Entfernung, mit Sicht um die 20m. Andere Tauchgänge mit weniger Sicht (z.B. am Mantapoint) fanden meines Wissens ohne die Taucherin statt. Ich habe sechs nagelneue Lampen im Gepäck gehabt, von denen mindestens zwei während der Tour verliehen waren. Eine simple Frage nach einer Leihlampe wurde offensichtlich nicht gestellt, auch nicht, als ich die Lampen vorbereitet habe. Gleiches scheint für die zehn 15ltr. Flaschen zu gelten, die groß und gelb auf der Taucherplattform standen und teilweise genutzt wurden. Übrigens geschah die Anmeldung vom Lampenverleih am Vortag der Anreise! Dass die Dünung unter Wasser noch zu merken war tut mir leid, beruht aber auf physikalischen Gesetzen, die wir unmöglich beeinflussen können. Ich hatte jedoch den Eindruck gewinnen können, dass die Sicherheitsstops von allen Tauchern sicher und problemlos durchgeführt wurden. Wir wären sicher nicht im Sturm auf die Hallaniyat Inseln gefahren! Die Bedingungen waren sicher, der Wind hat uns allerdings tatsächlich 2 ungeschützte Plätze nicht anfahren lassen, was während einer Bootssafari vorkommen kann und zu keinerlei Einschränkungen im Tauchbetrieb führte. Und das wegen meiner Anwesenheit an Bord die Abläufe oder die Route anders waren als sonst ist absurd! Qualmende Dieselmotoren haben wir nicht, unsere Zodiacs sind mit Zweitaktmotoren ausgestattet, die ebenfalls sauber laufen. Es waren 21 Flaschen zu füllen, bei bis zu 4 Tauchgängen am Tag. Dies geschah bis auf den letzten Tag pünktlich, dann ließ uns der große Kompressor kurz im Stich und wir mussten einen Ersatzkompressor nutzen, was aber ebenfalls zu keinem Verlust an Tauchgängen führte. Die Kabinen sind alle mit Air Condition ausgestattet, eine Belüftung also leicht zu bewerkstelligen. Die Matratze lasse ich gerne kontrollieren und bei Bedarf erneuern. Das Schiff ist Baujahr 2006 und somit wesentlich jünger als die meisten Kreuzfahrtschiffe. Der Stahlrumpf lässt es sehr gut im Wasser liegen, die Holzaufbauten werden regelmäßig überarbeitet, so geschehen letzte Woche.
Stimmt, die Wale haben nicht gesungen. Sie sind lautlos an zwei Teilnehmern vorbeigezogen, wie sich Jeder gerne auf den Videos auf unserer Webseite überzeugen kann. Ansonsten verweise ich gerne auf den Kommentar zur gleichen Tour, der sich genau unter der Schilderung der Teilnehmerin findet. Und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass die anderen Teilnehmer zur Kategorie "Backpacker" zählen, obwohl sie sich sehr wohl gefühlt haben.
Soeben habe ich ein weiteres Video eines Teilnehmers erhalten, wo ich mir mit viel Freude die tollen Erlebnisse, Briefings, Sichtweiten etc. anschauen kann. Passt zum Thema, zumal die Taucherin an einer Stelle aufmerksam den Erklärungen lauscht...
Es war wohlgemerkt ihre erste Safari, vielleicht sind dort Ursachen zu finden für ihre persönliche Darstellung. Ich hingegen bin voll überzeugt von der Tour, denn sie bietet die sehr seltene Möglichkeit, mit Buckelwalen und Mantas zu tauchen und ein völlig neues Tauchgebiet zu erobern. Und besagte 20 Buckelwale auf der Rückfahrt waren eine echte Sensation!
Otmar Schmitz Assistant General Manager Extra Divers Worldwide
Ende Gegendarstellung
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