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Tauchplätze Kolumbien Malpelo
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| Anfahrt/Anreise: | Flug mit DELTA-Airlines von Stuttgart via Atlanta nach Panama-City. Anschließend mit nationaler Fluggesellschaft weiter nach David (Panama) |  | |
| Örtlichkeit/Einstieg: | |  | |
| Wasser: | Salzwasser | Erreichbarkeit: | Boots-TG |  | |
| Max. Tiefe: | 43 | Schwierigkeit: | Für Fortgeschrittene |  | |
Wrack-TG | Strömung |  | |
Höhlen-TG | Bergsee |  | |
| Füllmöglichkeit: | An Bord |  | |
| Tauchregulierung: | Max. Tiefe 43 Meter |  | |
| Notruf/Kammer: | Sauerstoff an Bord, keine Druckkammer in realistisch erreichbarer Distanz. |  | |
| Letzte Änderung: 31.08.2007 | Hier klicken um die Daten zu ändern |
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Datenbank - Tauchplätze - Kolumbien - 6 Berichte zu diesem Eintrag!
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Malpelo geschrieben am 07.08.2008 von Heike [CMAS**, 160 TG] |
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Meine (Heike) kurze Zusammenfassung unserer (Tom und ich) „hammermäßigen“ Reise auf der Inula vom 13.6.-1.7. nach Malpelo und Coiba, gebucht über „Tauchertraum“: - Anreise über Atlanta, Panama City und David: Lang, aber auf alle Fälle lohnenswert!! Der Panama-Kanal und die Altstadt von Panama sind auf alle Fälle sehenswert! - Ankunft auf der Inula mit insges. 5 Tauchern (einer stieß noch am nächsten Tag auf der Fahrt dazu, also waren wir zu 6 – ich als einzige Frau, was aber überhaupt kein Problem dar stellte – im Gegenteil, teilweise sehr lustig war! :-). Insgesamt eine super Truppe (mit einigen „Risiken und Nebenwirkungen“ ;-)! und eine tolle Crew mit Arvid als 1a-Skipper und Guide! Die Inula ist gut und zweckmäßig ausgerüstet, wer allerdings viel Komfort erwartet, ist hier falsch an Bord! Ein „Hauch Abenteuerlust“ braucht man schon auf dieser Reise und blaue Flecken gibt es dank einiger Ecken und Kanten auf dem Katamaran auch auf der Reise – die ich aber jederzeit wieder in Kauf nehmen würde!!! :-) - Das Tauchen steht hier eindeutig im Vordergrund und Arvid geht – im Bereich des Möglichen – auf alle Wünsche der Taucher ein! Die Breefings waren immer sehr ausführlich und man hatte überwiegend die Wahl, ihm hinterher oder im Buddy-System den eigenen Weg zu tauchen. Die „Wurst“ war Pflicht und auch überaus sinnvoll! Wir hatten unbändiges Glück mit dem Wetter, nur an ein paar Tagen ziemlicher Wellengang und ein bisschen Regen, ansonsten ruhiges Meer und Sonnenschein! Unter Wasser allerdings meistens ziemlich viel Dünung oder Strömung, so dass einige TG schon recht anspruchsvoll waren. Dafür wurden wir aber auch dementsprechend belohnt: bei fast jedem Tauchgang Hammerhaie, oft Weißspitzen- (vor allem beim Nachttauchgang!) und einige Galapagoshaie, ein Ammenhai und die absolute Krönung am letzten Tag in Malpelo – der BAITBALL mit hunderten von Seidenhaien und Gelbflossentunas!!! Ein Erlebnis sondergleichen!!! 50 Min. konnten wir dieses „Fressen“ aus nächster Nahe inmitten den herumflitzenden Haie und anderen Fische beobachten! Einfach unbeschreiblich! Arvid, noch einmal vielen Dank, dass Du uns nach dem 2. Tauchgang an diesem Tag noch dieses „präsentiert“ hast (ich sag nur 30%...!!! :-)! Auch dank noch mal an Samuel (2. Kapitän! :-), der diesen Baitball entdeckt hat! Auf der Rückfahrt, bei strahlendem Sonnenschein, hatten wir bei Coiba dann noch hunderte (wirklich!!) von Delfinen in der Nähe vom Boot! Dank Jürgens (unser „Ausguck“) Bitte anzuhalten, hatten wir dann auch noch das wunderbare Erlebnis, mit vielen vielen Delfinen zu schnorcheln! Ein weiteres Highlight dieser unvergesslichen Reise!! Kurz darauf kamen dann auch noch Wale (Pilotwale?) in Bootsnähe, aber die ließen sich leider nicht auf „Schnorchel-Kontakt“ ein! Dafür hatten wir bei Coiba noch einen wunderbaren Tauchgang mit einigen wirklich großen Mantas! Taucherherz, was willst Du mehr??? Von den vielen anderen großen Fischschwärmen, Barrakudas, Adlerrochen etc. will ich gar nicht reden…! - Auf Coiba hat uns Arvid dann noch auf eine ca. 1-stündige Exkursion in den Regenwald mitgenommen, wo wir gleich einer giftigen Otter begegnet sind und viel Affen- und Papageien-Geschrei mitbekommen haben! Ein durchaus interessanter Trip durch den Primärwald, für diejenigen, die noch nie im Regenwald waren, so wie wir! - Alles in allem würden wir die Reise auf jeden Fall wieder machen, wenn, ja wenn wir nicht noch soooo viele andere Traumziele hätten (die aber „Hai-mäßig“ wohl in keinster Weise mithalten können!)! Ein wirkliches Eldorado an Großfisch!! Auch die Buchung über „Tauchertraum“ verlief wirklich super! Michael hat im Vorwege alle noch offenen Fragen geklärt und man musste sich über die Transfers auch keine Sorgen machen, alles hat reibungslos geklappt! Die Inula und Arvid bekommen von uns auf alle Fälle 6 Flossen plus Sternchen *!!! :-)  Manta Heike unter Baitball!!! Delfine Hammerhai!!! Barrakudas ohne Ende... Arvid und ´die Taucher´
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Malpelo geschrieben am 21.02.2008 von Ralf [ADV, 260 TG] |
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1 von 1 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 0 von 0 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Waren vom 26.1-9.2 2008 auf der Inula bei Arvid. 3 Tage Panama und 8 Tage Malpelo. Wir das heißt der Stuck, der Andreas und ich. Anreise mit LH über Caracas nach Panama Stadt und dann weiter mit Inlandsflug nach David. Alles über Tauchertraum.com gebucht und super funktioniert. Sehr zu empfehlen und nicht teurer wie direkt gebucht und Flüge etc. selber ausdoktoren. Die Inula selbst ist ein gutes Schiff was alles hat aber Luxus oder ähnliches no way. Die Kabinen sind zweckmäßig und absolut ok solange man eine auf dem Oberdeck hat. Andreas hatte eine unten im Ausleger und hat sich dauernd über irgendwelche Geräusche beschwert. Mein Tip: Lieber die paar Euros mehr bezahlen und oben schlafen. Zum tauchen: Panama sprich Coiba, Banco Hannibal, Isla Ladrones usw sind absolut sehenswert und wenn ich es nochmal machen würde würde ich ein zwei tage mehr dort einplanen. z.B. letzter TG Isla Ladrones. Schwärme, Muränen, Weißspitzenhaie ohne Ende und dann plötzlich Walhai. 30 Minuten über uns und um uns obwohl laut Arvid überhaupt keine Walhaizeit war. Aber auch ohne diesen Walhai haben die Inseln vor Panama einiges zu bieten... Also ruhig einen oder zwei Tage mehr einplanen... Zu Malpelo: Wir hatten sowohl hin zu Malpelo wie auch zurück Megaglück mit der Überfahrt. Ruhige See und die Tabletten gegen Seekrankheit konnten im Gepäck bleiben. Atemberaubende Sonnenuntergänge. Delfine am Boot usw. Arvid und seine Crew bewältigen neben all den anderen Dingen das tauchen sehr proffesionell aber es ist anders als sonst irgendwo. Da wird beim Briefing halt mal gesagt wir tauchen schnell ab und treffen uns auf 40 meter und sehen mal weiter wie die strömung ist o.ä. Aber die Briefings von Arvid sind immer ziemlich exakt und wenn man sein abtauchtempo mithält kann man nichts falsch machen:-))) Aus meiner Sicht sollten nach Malpelo wirklich nur erfahrene Taucher fahren(hat nicht soviel mit Anzahl TG zu tun sondern wo und wie man getaucht hat vorher) weil ich behaupten möchte das tauchen für Otto N. kaum anspruchsvoller sein kann wie auf Malpelo. O-Ton Arvid nach Tres Mosqueteros: Das war richtiges Malpelo Kampftauchen... Oder vielleicht waren unsere Bedingungen auch nicht die besten. Selbst Arvid sagte mehrmals auf unserer Reise das er dies oder das noch nie erlebt hat. Abgebrochene TG weil es ihn selbst durch irgendwelche Waschmaschinen gespült hat, die ersten Tage Sicht bis max. 10m bei übler Strömung usw. Um den NICHT endemischen Schildzahnhai zu sehen muß man auch schon mal ein Stück tiefer wie 40m und da wird es wirklich übel kalt. Oberfläche 28 grad unten 14 grad. Selbst mit Haube und shorty über 5mm halbtrocken habe ich gedacht ich friere mir was ab. Tip: Auf keinen Fall unter 5mm. Es kann auch sein das die Sprungschichten schon auf 20m beginnen und da wird es dann oft richtig kalt. Die Hammerhaie sind all gegenwärtig aber bei schlechter Sicht oft nur Schatten... Am 5. Tag wurde die Sicht besser und wir haben am Altair de Virginia eine TG unter 1000 erlebt. Rein gefallen vom Schlauchboot direkt auf 50 oder 100 oder keine Ahnung wieviel Hammerhaie. Abgetaucht auf 10 m, im Riff eingehängt und die Jungs waren über 60 Minuten um uns.Nebenbei Dutzende Adlerrochen vorbei, das normale Gewusel im Riff mit riesigen Schwärmen, Muränen usw sowieso. Wieder oben angekommen mal wieder Lieblingsspruch vom Arvid: Das habe ich noch nie erlebt. Hammerhaie sind normalerweise sehr scheu aber diese damals sind immer wieder in der ganzen Schule um uns rum und wäre die Luft nicht knapp geworden hätten wir das Spektakel wahrscheinlich noch viel länger bestaunen können. Malpelo kann Superhighlight sein muß aber nicht. Bei all den tollen TG hatten wir aber auch echt üble mit schlechter Sicht oder abartig kaltem Wasser oder irre Strömung oder sonst was. Es gab einen earlie morning dive wo wir alle auf 10m dachten wir sind beim nachttauchen. Fazit: Jedem der es sich leisten kann nur zu empfehlen aber easy diving oder garantie auf alles vorher beschriebene gibt es nicht. Zu den Dingen wie Essen und leben an Bord habe ich mich nicht geäußert weil das für jeden normalen Menschen absolut ok ist und wirklich jeder Spaß haben kann. Wir hatten das Glück das Arvid seine Frau und seinen 3 1/2 jährigen Sohn mitgenommen hatte der uns allen viel Spaß gemacht hat und immer wieder für Auflockerung gesorgt hat. Leider ist am letzten Abend das Bier ausgegangen weil der Stuck soviel getrunken hatte:-)) aber wir haben den letzten Abend mit Rotwein aus den Katakomben der Inula sehr gut überstanden, weil es soll ja schließlich auch die soziale Komponente bei all der Taucherei nicht zu kurz kommen. Noch eine Sache zu der ´Wurst´ Wenn man mal verstanden hat worum es dabei geht, nämlich das der Bootsfahrer schnell erkennen kann wo er jemanden abholen muß. Ich selbst hatte einmal ein Problem aber bei allem Stress war mein erster Gedanke die Boje muß raus und dann weiß jeder wo ich bin. Tip:Macht Euch eine Rolle oder ähnliches an die Schnur. Weil Boje ist zurecht Pflicht bei Arvid weil das gefährlichste beim tauchen bei Malpelo ist verloren zu gehen... Arvid und die Inula sind einfach nur zu empfehlen. Also auf nach Panama... Ralf Für Fragen schweigo@gmx.de  HH am Altair de Virginia/Malpelo Überfahrt nach Malpelo Arvid und Arvid jun. Gitarrenhai vor Panama Casa del Phantasma/Malpelo Briefing/Arno/Panama Odontaspis Ferox/Malpelo Sandtiger Der Stuck mit Wurst Ich(Ralf) Andreas Malpelo Inula
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Malpelo geschrieben am 30.12.2007 von kobmicha [cmas++, 620 TG] |
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Malpelo geschrieben am 19.09.2007 von klausm |
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Malpelo. Eine Reise für Individualisten 21.April-5.May 2007 Die lange Anreise erfolgte von Frankfurt nach San Jose (Costa Rica) und dann weiter mit dem Bus nach David (Panama). Diese Variante würde ich nicht mehr machen. Sie ist sehr zeitaufwendig und der Grenzübergang erinnerte mich an die Zeiten des Kalten Krieges. Viel Aufstand und Schikanen für nichts. Dagegen ist die Immigration in den USA sehr angenehm. Eine Reise nach Malpelo ist nicht mit einer Tauch-Safari im Roten Meer oder den Malediven vergleichbar. Malpelo liegt ca. 500 km vom Festland entfernt. Die Überfahrt dauert je nach Wetterlage ca. 30 Stunden. Es liegt abseits von Schiffsrouten und bei einem Unfall kann man nicht eben mal schnell einen Hubschrauber oder sonstiges anfordern. Taucherisches Können (z.B. Blauwassertauchen, selbstständiges Tauchen, Strömungstauchen schnelle Abstiege), Seefestigkeit und Sicherheitsbewusstsein sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Die Inula ist ein Katamaran mit einfacher und zweckmäßiger Ausstattung. Die vierköpfige Besatzung um Mastermind Arvid (Skipper, Diveguide, gute Seele und und und) tun Ihr bestes. Arvid lebt seit ca. 20 Jahren auf dem Boot und kennt es in- und auswendig. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, die weite Anreise auf sich nehmen will und tauchen kann, wird mit einer mega megageilen Tauchreise der besonderen Art belohnt. Malpelo ist wirklich ein Spot der Superlative für Haie, Großfische und Fischschwärme. Getaucht wird vom Schlauchboot oder von der Inula aus. Das Briefing von Arvid ist kurz, aussagekräftig und stimmt immer, denn er kennt seine Tauchplätze wirklich. Sehr oft ist schnelles Abtauchen im Freiwasser erforderlich, wegen der starken Strömungen. Beim Auftauchen ist eine große Boje mit Reel absolut erforderlich. 6 Tage super Wetter und spiegelglatte See waren optimale Voraussetzungen für unbeschreibliches Tauchen in Malpelo. Gleich beim ersten Abtauchen sahen wir eine Gruppe von 20 – 30 Hammerhaien. Dies sollte der Anfang von unglaublich actionreichen Tauchgängen sein. Großaugenmakrelen in XXL Größe, wenn man sie mit dem Roten Meer vergleicht, in Schulen von mehreren hundert Tieren. Schnapperschulen von riesigem Ausmaß, Kreolfische in Schulen, Bernsteinmarkelen von ca. 120-140 cm Länge zum Greifen nahe. Zahlreiche freischwimmende Muränen tagsüber. Am Muränentauchplatz gibt es eine Stelle an der ca. 20-30 Tiere dicht gedrängt im gleichen Loch sitzen. Hammerhaie, Hammerhaie, Hammerhaie in kleinen bis großen Schulen sind immer anzutreffen. All diese unglaublichen Tauchgänge sind nur möglich, weil es immer nur einem Boot erlaubt ist, sich in Malpelo aufzuhalten. Ein Ausflug auf die Insel hat seinen eigenen Charme. 6 Soldaten, die einen freundlich empfangen, sind dort stationiert. Weitere Bewohner sind eine endemische Krabbenart, Lizards und ca. 50.000 Tölpel (habe sie nicht gezählt). Einen herrlichen Blick über die Weite des Meeres bekommt Mann bzw. Frau auf den Gipfeln der Berge (max. Höhe 400 m). Aber der absolute Höhepunkt unserer Reise waren 4 Baitballs!!!!!!!!!!!!!! (Tauche seit 20 Jahren regelmäßig und hatte bis dato nur einmal einen Baitball gesehen). Adrenalin pur und Action bis zum Anschlag, wenn hunderte Haie (Seidenhaie), div. Tunfisch-Arten (z.B. Gelbflossentunfisch 200-300 kg), Delfine um einen kreisen und jagen. Die Begegnungen sind teilweise so nah, dass man die Haie berühren könnte. Und das alles mitten im Blauwasser und in endloser Tiefe. Solche Momente sind wohl der Tauchertraum schlechthin und werden für immer im Gedächtnis bleiben. Eine Bewertung mit nur 6 Sternen ist für so eine Reise völlig untertrieben Klaus P.S.: kenne auch Galapagos, Cocos Island, Tahiti
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Malpelo geschrieben am 31.08.2007 von 1592 [CMAS M1, 1500 TG] |
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0 von 0 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 1 von 1 Usern stimmten diesem Bericht zu.
Malpelo – Ein Tauchplatz für Beobachter der Hai-Society Soeben von einer 16-tägigen Tausafari zu dem Felseiland Malpelo zurückgekehrt, das in einer Entfernung von 490 km der kolumbianischen Pazifikküste vorgelagert ist, möchte ich kurz meine noch taufrischen Reiseeindrücke schildern: Die Anreise per Flug führte über Atlanta und Panama-City weiter nach David an der Nordwestküste Panamas. Hier gingen wir (fünf Tauchenthusiasten und Großfischfanatiker zusammen mit dem Organisator der Tour, Herrn Michael Christ von der Firma “Tauchertraum“ an Bord des Katamarans “Inula“. Mein Problem, dass zwar mein Tauchgepäck einschließlich Rebreather wohlbehalten in Panama-City eingetroffen war, nicht jedoch meine UW-Video und Foto-Gehäuse, wurde von Herrn Christ in Absprache mit Arvid, dem Skipper der Inula, und einem kurzfristig engagierten Transportunternehmen souverän gelöst, so dass ich einen Tag nach Auslaufen des Schiffes mein Equipment an einem kleinen Küstenort wohlbehalten in Empfang nehmen konnte. Nach einigen Eingewöhnungstauchgängen in panamanesischen Gewässern, von denen die beiden bei den Hannibal Banks wegen der dort bereits zahlreichen Hammerhaie und riesiger Makrelenschulen als spektakulär bezeichnet werden können, nahm die Inula direkten Kurs auf Malpelo, dass nach weiteren 24 Stunden erreicht wurde. Malpelo – ein gigantischer, ca. 400 Meter hoher, kahler Basaltfelsen im offenen Meer, der sich aus einer Tiefe von ca. 4000 Metern vom Grund des Ostpazifiks erhebt. Tausende von Tölpeln und Fregattvögeln besiedeln die ca. 2,5 km2 des Felsens und ihr Geschrei wird nur hin und wieder von dem Tosen der Brandung übertönt. Der Reichtum an Seevögeln lässt bereits den Fischreichtum dieses Meeresgebietes erahnen, der dazu geführt hat, dass Malpelo im Jahre 2006 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde. Die private Malpelo-Foundation hat sogar die Stationierung einer kleinen Rancher-Truppe auf dem Felseiland erreicht, deren Aufgabe darin besteht, alle Bootsaktivitäten innerhalb eines 22 Seemeile-Radius zu überwachen und jeglichen Fischfang - notfalls auch mit Waffengewalt - zu unterbinden. Dabei gelten die Schutzmassnahmen insbesondere den hier vorkommenden riesigen Schulen von Hammerhaien und Seidenhaien, die zum Teil mehrere tausend Tiere erreichen können. Nur zu gern nämlich würden die Langleinen-Fischer zahlreicher Nationen hier in kurzer Zeit einen beachtlichen Profit mit Haifischflossen machen. Von diesem Reichtum an Haien können wir uns bereits bei den ersten Tauchgängen selbst überzeugen. Dutzende von Seidenhaien umkreisen uns unmittelbar nach der Rückwärtsrolle vom Schlauchboot der Inula – begleitet von zahlreichen kapitalen Gelbflossentunfischen und Wahoos, die in nervöser Hektik das Blau durchfurchten. Einige Meter tiefer gesellen sich die ersten Galapagos-Haie und Hammerhaie dazu, so dass der noch nicht an eine derart massive Haidichte gewöhnte Taucher (und wer von uns ist schon an einen solchen Anblick gewöhnt?) hin und wieder doch die innere Ruhe vermissen lässt. Doch zu keinem Zeitpunkt lässt das Verhalten der Haie auf ein aggressives Verhalten schließen – eher eine verhaltene Neugierde. Und so haben es die Taucher mit offenem System unter uns gar nicht immer leicht, die Haie aus unmittelbarer Nähe zu bewundern. Gerade aus diesem Grund bietet Arvid seinen Gästen die Möglichkeit des Rebreather-Tauchens (eigenes Gerät und entsprechende Qualifikation vorausgesetzt). Auf der Inula kann jede Nitrox-Mischung hergestellt werden und Atemkalk ist in ausreichender Menge vorhanden. Auf besonderen Wunsch kann auch Trimix getaucht werden (Helium ist an Bord), wobei dies im Vorfeld angemeldet werden muss, da die Standart-Tauchtiefe auf Malpelo von offizieller Stelle auf 43 Meter begrenzt ist. Hat man die Möglichkeit, hier einen Rebreather zu tauchen, so lassen sich auf Malpelo sicherlich die mit Abstand spektakulärsten Beobachtungen von Hammerhai-Schulen machen – und das bereits im Flachwasser. Der so genannte “Altaire de Virginia“, eine ca. 300 m2 große Fläche in nur 8-12 Metern Wassertiefe des vorgelagerten Saumriffs von Malpelo wird alle paar Minuten von bis zu einhundert Hammerhaie besucht, die sich hier einer ganzen Armada von putzenden Schmetterlings- und Kaiserfischen stellen. Dabei scheinen sie den blasenfreien Taucher mitunter völlig zu übersehen, so dass diese eleganten Tiere zum Teil aus einer Distanz von weniger als einem Meter bestaunt werden können. Aber selbst der Taucher mit offenem System, der noch über ein gewisses Apnoe-Training verfügt, kann hier durch Luftanhalten diesen Tieren so nahe kommen wie sonst vermutlich nirgendwo auf dieser Welt. Dort, wo Haie in derartiger Dichte auftreten, sind natürlich auch die Vertreter potentieller Beutefische nicht weit. Und so kann es nicht überraschen, dass man bei nahezu jedem Tauchgang auf riesige Schulen von Makrelen, Schnappern oder Barakudas stößt, die bei aller Konzentration auf die hiesigen Haie immer wieder eine beeindruckende Abwechslung in der Unterwasserszenerie darstellen. Auch die weißgepunkteten Vertreter unter den Knorpelfischen sind häufig anzutreffen. Gruppen von Adlerrochen im “Formationsflug“ sowie drei Walhaie in unmittelbarer Nähe (der größte wurde von allen Tauchern unserer Gruppe übereinstimmend auf gute 14 Meter geschätzt!) bildeten weitere Höhepunkte unserer Tauchgänge vor Malpelo. Täglich tauchte in unmittelbarer Nähe der Inula eine Buckelwalmutter mit Ihrem ca. 4 Meter großen Kalb auf. Waren die beiden erste einmal einige hundert Meter von der Inula entfernt, waren sie auch entspannt genug, ihre imposanten Körper spielerisch aus dem Wasser zu katapultieren. Leider blieben alle Versuche erfolglos, sich den Tieren mit dem Schlauchboot zu nähern (auch nicht per Paddel). Zusammenfassend möchte ich diese Reise als das persönliche Highlight meiner mittlerweile fast 30-jährigen Tauchreiseerfahrung bezeichnen. Nirgendwo sonst auf meinen Reisen waren die Erlebnisse unter Wasser so intensiv und nachhaltig und kaum jemals in den letzten Jahren hatte ich so sehr den Eindruck in einem Meer zu tauchen, in dem die Welt noch in Ordnung ist. Es sollte nicht verschwiegen werden, dass Malpelo definitiv kein Reiseziel für Tauchanfänger darstellt und strömungserfahrene Taucher sicherlich die hiesigen Tauchgänge deutlich besser genießen können. Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass der Komfort der Inula eher spartanisch ausfällt und keinesfalls mit der Oberklasse der diversen Rotmeerschiffe zu vergleichen ist. Die langen Überfahrten durch zum Teil ruppige See setzen auch eine gewisse “Seefestigkeit“ voraus – zumindest aber sollte die persönliche Reiseapotheke entsprechende vorbeugende Medikamente enthalten. Dennoch bleibt unzweifelhaft, dass diese Tour eines der letzten großen maritimen Abenteuer vermittelt, welches niemand vergessen wird, der sich jemals darauf eingelassen hat. Abschließend möchte ich Herrn Michael Christ von der Firma Tauchertraum ausdrücklich für die professionelle Vorbereitung und Organisation dieser Reise und für das unkomplizierte Lösen meiner speziellen Gepäckprobleme danken. Außerdem danke ich ihm für die zahlreichen auf meine Bedürfnisse abgestimmten Tipps vor und während der Reise, die sich im Nachhinein als überaus wertvoll erwiesen haben. Ich denke, dass gerade im Rahmen der Durchführung einer derartigen Tauchreise, die sich nicht in das Standart-Programm der üblichen Tauchreisen-Veranstalter einordnen lässt, die Qualitäten einer Agentur schonungslos zu erkennen sind - aufgrund meiner zahlreichen Tauchreisen mit diversen Veranstaltern mangelt es mir diesbezüglich nicht an Vergleichsmöglichkeiten.
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Juli 2006: Hammerhaie satt in Malpelo!!! Tauchbericht von Claudia & Hartmut Anreise Am 7. Juli 2006 ging es für uns endlich los in den lange ersehnten Tauchurlaub nach Malpelo. Wir flogen früh morgens von Hannover über Frankfurt und Atlanta nach Panama City, wo wir am späten Abend angekommen sind. In Panama City hatten wir zwei Übernachtungen und haben uns an dem Tag dazwischen die Stadt (hier vor allem die Shopping Mall!) und den Panama Kanal angeguckt. Am 3. Tag ging es wieder sehr früh morgens los zum Inlandsflug nach David. Erst jetzt haben wir den Rest der Reisegruppe (Xenia, Michael und Oliver) kennengelernt, die am Vorabend erst sehr spät in Panama City angekommen sind. Nach kurzem Flug haben wir in David erst einmal am nächsten Supermarkt angehalten, um uns für die nächsten zwei Wochen mit Süßigkeiten einzudecken. Ein sehr gute Idee von Michael!!! Ausfahrt Nachdem wir unsere Kabinen auf der Inula bezogen und unsere Tauchausrüstungen fertig gemacht hatten, sind wir im Laufe des Tages ausgelaufen. Die zweistündige Fahrt durch die Mangroven war sehr schön und ruhig. Am Abend haben wir Coiba erreicht, wo wir für eine Nacht vor Anker gegangen sind. Coiba Coiba ist eine unbewohnte, wunderschön tropische Insel, die zu Panama gehört. Hier haben wir zum Eingewöhnen ein paar entspannte Tauchgänge gemacht und auch zwei kurze Ausflüge an den traumhaft weissen Sandstrand. Hier konnte man neben Muscheln auch reichlich Kokosnüsse finden, von denen wir ein paar mit auf´s Boot genommen haben. Somit war die Versorgung mit Kokosnüssen für die nächsten Tage gesichert, die Roberto – unser Koch – uns gerne zubereitet hat. Ausfahrt Teil 2 Von Coiba aus ging es dann weiter auf´s offenen Meer Richtung Malpelo. Mit dem Wetter hatten wir leider kein Glück: Die 4 Meter hohen Wellen brachten den sonst recht ruhig im Wasser liegenden Katamaran ganz gut zum Schaukeln, so daß die nicht so ganz seefesten unter uns auch keine Rettung mehr in Form von Tabletten finden konnten... Nachdem ursprünglich 36h für die Überfahrt geplant waren, erreichten wir Malpelo dann auch erst nach 48h. Tauchen Schon am Ankunftstag begannen wir mit dem Tauchen in Malpelo. Wir haben täglich 3 Tauchgänge gemacht, wer wollte hätte gerne auch mehr tauchen können. Zu sehen gab es unter Wasser eine Menge: Hammerhaie, Seidenhaie, Galapagoshaie, Adlerrochen, Delphine, Marlin, Makrelen, Thunfisch, Schnapper, Lobster, Muränen, Stachelrochen,... Das Tauchen war für uns (wir haben beiden 100+ Tauchgänge) von den Anforderungen her voll okay. Die Sicht lag meist so um die 20m und Strömung war nur selten störend. Etwas ungewohnt war für uns das sehr lange Austauchen, aber Arvid legt sehr viel Wert auf Sicherheit und das ist auch gut so, denn die nächste Druchkammer ist weit weit weg! Jeder muß beim Tauchen wegen der Strömung eine Wurst dabeihaben und beim Auftauchen muß man sich immer in der Nähe einer solchen befinden. Da wir fast immer in der Gruppe getaucht sind, war das aber meistens dann auch Arvids Wurst :-)) Schöne Riffe hat Malpelo nicht zu bieten, im wesentlichen setzt sich der Fels unter Wasser fort. Korallen sind nur wenige vorhanden. Wetter Da ständig ein leichter Wind wehte, war die Luft immer angenehm warm. Häufig war es auch bewölkt. Die Sonnenbrandgefahr war (auch bei bewölktem Wetter) extrem hoch. Leider hat es fast jede Nacht ein paar Stunden geregnet, so daß ein Übernachten an Deck kaum möglich war. Das Wasser war wider Erwarten angenehm warm. An der Oberfläche waren es stets 27 Grad. Nur selten hatten wir eine Sprungschicht. Das Wasser war auch weiter unten nie kälter als 24 Grad. Die Eisweste konnte also getrost im Koffer bleiben. Selbst Hartmut hat mit seinem 3mm Anzug nicht gefroren. Essen Das Essen war gut und sehr abwechslungsreich. Es gab – vor allem im ersten Teil der Reise – viel frisches Obst und Salat. Zum Frühstück gab es Kekse, Müsli, Omelett, Eier, Toastbrot, Käse, Marmelade und fast bis zum Schluss frisch gepressten Orangensaft. Mittags und Abends gab es immer eine warme Mahlzeit und zwischen den Tauchgängen Kaffee, Kakao und Kekse. Der Koch hat sich gerne nach unseren Wünschen gerichtet (die wir vor der Reise schon angeben durften) und auch gerne nach Wunsch Sushi sowie einheimische und mexikanische Speisen für uns zubereitet. “Hai-lights” Wir haben nicht einen Tauchgang in Malpelo erlebt, an dem wir keine Hammerhaie gesehen haben. Häufig sind ganze Schulen über oder unter uns vorbeigezogen. Pilar, die Meeresbiologin aus Kolumbien, die mit an Bord war, hat an einem Tauchgang ca. 1000 Hammerhaie gezählt!!! Sehr häufig haben wir Seidenhaie gesehen, die sich im Gegensatz zu den Hammerhaien dicht an der Oberfläche aufhalten und die Gruppe meistens beim Austauchen neugierig umkreist haben. Nach ein paar Tagen haben wir einen neuen Tauchplatz entdeckt, an dem stets die großen Galapagoshaie zu beobachten waren. Fortan haben wir fast ausschließlich diesen Tauchplatz besucht, da die Hammer- und Seidenhaie ebenfalls hier zu sehen waren. Zufällig hat die Besatzung der Inula am Ende eines Tauchgangs einen Buckelwal gesehen. Wir haben daraufhin sofort unsere Schnorchel und Flossen eingepackt und sind mit dem Zodiac auf die Suche nach dem Wal gegangen. Als wir schon fast dachten, wir hätten ihn verloren, kam er dann plötzlich ganz dich neben dem Zodiac aus dem Wasser, so dass wir ein paar Sekunden mit den Buckelwalen (es waren eine Mutter, ein Kind und ein dritter Wal) schnorcheln konnten. Der Walgesang unter Wasser wahr einfach phantastisch! Die Inula Die Inula ist ein Katamaran und hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Luxus darf man deshalb eher nicht erwarten, viel mehr einen Hauch von Abenteuer! Es gibt vier Kabinen für acht Gäste. Da wir auf unserer Tour nur fünf Gäste waren, hatten wir dementsprechend reichlich Platz. Die zwei oberen Kabinen haben zwei Einzelbetten nebeneinander und sind die größeren (und deshalb auch teurer) und haben zusätzlich zur Luke auf dem Dach noch jeweils ein Fenster zur Seite. Die anderen zwei Kabinen haben Etagenbetten und befinden sich in den Kufen. Leider haben die Kabinen keine Klimaanlage, so dass es nachts oft sehr stickig in der Kabine war, wenn wir aufgrund von Regen mal wieder “die Schotten dicht” machen mussten. Toiletten und Duschen gab es jeweils zwei, wobei eine Dusche auf dem Tauchdeck war und mit einer Rundumplane verkleidet werden konnte. Wir haben immer die obere Dusche benutzt. “Open-Air” ist duschen einfach schöner...! Abreise Am 25. Juli haben wir die Heimreise angetreten. Es war wieder eine Übernachtung in Panama City geplant, aus der leider zwei geworden sind, da das Flugzeug von Delta Airlines bei der Landung beschädigt wurde (es war ein Vogel durchs Triebwerk gerauscht). So sind wir mit einem Tag Verspätung erst am 28. Juli wieder Zuhause in Hannover angekommen. Fazit Zum absoluten Taucherglück fehlte eigentlich nur noch ein Baitball... und ein Walhai. Aber das wäre dann auch nie wieder zu toppen gewesen, deswegen ist es wahrscheinlich auch gut so, dass uns dieser Wunsch noch für die Zukunft bleibt... Alles in allem war der Malpelotrip schon ein echter Tauchertraum! Zu empfehen für alle, die keinen Tauchurlaub von der Stange wollen, sondern eher auf Abenteuer aus sind und mal was anders sehen wollen...  Mira Flores - Panamakanal Hütte in den Mangroven Coiba Adlerrochen Arvid mit Wurst Seidenhaie Delphine Riff Malpelo im Nebel Malpelo bei Sonne Hammerhaie Hammerhai Buckelwale Inula Sonnenuntergang
Bewertung :
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04.12.2008 07:20 Taucher Online : 67 Heute 1311, ges. 30328427 Besucher
 
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