Das im Jahre 2004 eröffnete Minahasa Lagoon - Dive & Tours Club befindet sich auf dem Festland von Nord Sulawesi (ex Celebes) im weltbekannten Marine Park von Bunaken, ca. 30 Km südwestlich von Manado Stadt. Die Anlage, von einem Bergfluss durchquert, ist über 13 Hektar groß, umgeben von einem tropischen Regenwald und verfügt über einen privaten Sandstrand (auch bei Flut).
Die Anreise nach Manado kann über Singapore, Jakarta oder Bali erfolgen, von wo aus Sie in einem klimatisierten Minibus zum Resort begleitet werden; ein erfrischender "Welcome drink" erwartet Sie bei Iherer Ankunft.
Beschreibung:
Unterkunft: 15 Bungalows mit überdachter Terrasse und Meersicht, alle identisch in Ausstattung und Größe, ca. 70 m2. - 2 Bungalows sind durch eine überdachte Terrasse verbunden und somit ideal für Gruppen- und Familienaufenthalte; weitere 2 Bungalows, wie fast sämtliche Ressortanlagen, sind Rollstuhl gängig.
Ausstattung: Jeder Bungalow besteht aus einem großen Schlafzimmer, einem kleineren Zimmer mit Stockbetten, ein großes halboffenes Bad und eine großflächige Terrasse mit Meersicht. Ausgestattet sind diese mit Klima-Anlage, Ventilator, Minibar, Tee- und Kaffee-Kocher, Heißwasser, internationales Telefon, Internet-Anschluss, 220 V Strom (2-polige Schuko-Stecker), Safe, Haartrockner, Toiletten-Set und Pantoffeln.
Restaurant und Bar: Als gehobene Kategorie eingestuft, bietet das Ressort die Auswahl von zwei Restaurants. Das "River Restaurant" mit italienischer, internationaler und asiatischer Cuisine, 4 Gericht-Abendessen "à la carte" (ausgelesene italienische, französische, spanische und australische Weine sind verfügbar), während das "Jungle Restaurant" Minahasa Spezialitäten anbietet. Die "Sea Front Bar" ist der perfekte Ort um ein Glass raffinierten Wein zu genießen, sowie einen unserer vielen anderen Drink oder einfach zum Entspannen; Gesellschaftsspiele sind zur Unterhaltung vorhanden. Warme und kalte Imbisse sind den ganzen Tag bis 10 Uhr abends erhältlich.
Weitere Einrichtungen: Weiter Privatstrand (auch während der Flut vorhanden) aus feinem Korallen und Vulkanischem Sand mit Strandliegen, Süßwasser Pool, am Meer beheiztes Whirlpool und "Lagoon Spa", Souvenirshop, Wäscheservice, Baby Sitting, Kinderspielplatz, Fax, Internet und E-Mail Service, Geldwechseln, Autovermietung und Golf (außerhalb des Ressorts).
Tauchen und Schnorcheln: Die PADI eingetragene Tauchbasis wird mit Europäischen Tauchlehrern und professionellen mehrsprachigen Tauchbegleitern vom Ressort selbst betrieben, wo PADI Tauchscheine bis zum Niveau von Dive Master, inklusive Kursbeendungen, erzielbar sind. Außer im weltbekannten "Bunaken Marine Park" bietet das Ressort hervorragende Tauch- und Schnorchel-Plätze direkt am Hausriff, wo sich eine riesige Artenvielfalt im Kleinfischbereich "Critters" und anderen seltenen Spezies herumtummelt. Die Tauchbasis ist hauptsächlich mit Scubapro Ausrüstungen, Bauer-Kompressoren, Bereicherte Luft (NITROX) sowie 12 und 15 Liter Stahl- und Aluminiumflaschen mit Mono INT Anschluss (Doppelanschluss und DIN Adapter vorhanden) ausgestattet. Speziell für Taucher entwickelt, sind die im traditionellen Stil gebauten Boote komfortabel, geräumig und mit Erste Hilfe-Koffer, Sauerstoff, Toilette, Süßwasser-Dusche und Waschtank ausgestattet. Das Krankenhaus von Manado, mit einer Dekokammer ausgestattet, kann von den meisten Tauchplätzen, sowohl wie vom Ressort, in weniger als einer Stunde erreicht werden.
Touren: Minahasa Lagoon bietet eine Vielfalt an Land- und See-Touren, wie unter anderem Minahasa Hochland Touren, Vulkan und andere Trekking, Tangkoko Naturpark, als auch 4 - 6 Tage Touren zu den Toraja Dörfern, Yogyakarta (Borobudur Tempel), Kalimantan (Orang-Utan Reserve) und weitere. Mit klimatisierten Minibussen und erfahrenen offiziellen Reisebegleitern gewinnt man bleibende Eindrücke der Schönheit von Indonesiens Landschaft, mit seinen drolligen traditionellen Dörfern und seltenem Wildleben, wie zum Beispiel der Hornbill Vogel, schwarzer Macaco und selbstverständlich Minahasa Lagoon's offizielles Maskottchen, der Tarsius Spektrum, kleinster Primat der Welt (ungefähr 10 cm) auch bekannt als "der Kobold der Wälder".
Minahasa Lagoon Resort, Nord Sulawesi Geschrieben am 13.08.2009 von synapta [PADI DM, 650 TG]
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Reiseziel und Zeit: Minahasa Lagoon Resort auf Nord-Sulawesi (nahe Manado) im März 2009
Reisebuchung und Anreise: wir haben unsere Reise bei ‚Schöner Tauchen‘ gebucht und wurden dort, wie immer, sehr kompetent und freundlich betreut. Unser Paket beinhaltete den Flug, 15 Tage Aufenthalt im Resort inklusive Essen und Softdrinks und ein 14-Tage No-Limit Tauchpaket Was uns an Minahas (und Lembeh) gut gefällt ist, dass die Anreise zwar lang aber erträglich ist. Die vielen Stunden im Flieger von Frankfurt nach Manado (mit Zwischenstop in Singapor) lassen reichlich Zeit für Vorfreude … Am Flughafen in Manado wird man vom Resortpersonal „eingesammelt“ und es geht dann in einer kurzen Autofahrt von ca. 1 ½ Stunden direkt zum Resort.
Resort: das Resort verfügt über 15 Bungalows, die in einen großzügigen Tropengarten eingefügt sind. Wir waren in einem Garten-Bungalow, die fanden wir romantischer als die Beach-Bungalows. Die Zimmer sind sehr groß und geräumig , mit einem separaten kleinen Nebenzimmer mit Schreibtisch (gut für Fotografen, um das Equipment zu lagern), großem schönen Badezimmer und einer großen Terrasse mit Blick übers Meer. Es gibt ein großes offenes Restaurant, eine luxuriöse Poolbar am schönen Pool . Dort haben wir jeden Abend vor dem Essen noch mit anderen netten Gästen das eine oder andere Bier getrunken. Im Rezeptionsgebäude befindet sich noch ein eigener klimatisierter Fotoraum für das UW-Foto-Equipment der Gäste. Es gibt auch ein wunderschönes kleines Spa, dort kann man sich ordentlich durchkneten und wellness-mäßig verwöhnen lassen.
Essen: Man kann jeden Tag unter verschiedenen italienisch angehauchten und lokalen Gerichten wählen. Das Essen empfanden wir als gut und reichlich (schmeckt natürlich nicht wie beim Italiener zuhause – muß es aber auch nicht). Falls man aber mal Lust auf richtig lokale Küche hat, kann man ins Jungle-Restaurant gehen (gehört ebenfalls zum Resort und kostet keinen Aufpreis). Dazu muß man 10 Minuten zu Fuß durch den Garten laufen, die aber durch ausgezeichnetes Essen belohnt werden.
Personal: das können wir nur mit einem Wort umschreiben –SUPER. Immer freundlich, nie aufdringlich, immer hilfsbreit, professionell.
Tauchbasis: wird von Danny (einem Schweizer) professionell geleitet. Das Team kümmerte sich um unser ganzes Equipment so daß wir uns auf’s Tauchen und Relaxen konzentrieren konnten. So sind wir es aus dem asiatischen Raum gewöhnt – und so lieben wir es. Unser Tauchguide Arlan war ein hervorragender Spotter und hat sich komplett auf uns eingestellt. Wir haben uns spezielle Critter gewünscht, er hat danach den Tauchplatz ausgesucht und uns dann die Fischchen gesucht. Arlan war wirklich sehr engagiert und kennt sich hervorragend in UW-Biologie aus. Er kennt auch die Ansprüche von Fotographen gut und ist eine tolle Unterstützung. Die Bootsbesatzung war immer gut aufgelegt und war immer sofort helfend zur Seite, egal ob es frisches Obst nach dem Tauchgang oder ein frisches Handtuch war, beim Handling der Ausrüstung, beim Rein-und Rauskommen aus dem Wasser. Sie waren auch sehr vorsichtig und zuverlässig beim Umgang mit dem Fotoequipment. Das ist für uns sehr wichtig, wenn wir uns entspannt auf dem Boot zurücklehnen können und den Urlaub genießen und uns sicher sein können, dass die teure Ausrüstung in guten Händen ist. Getaucht wurde in der Regel immer mit 2 bis 4 Tauchern pro Tauchguide. Meistens waren wir mit unserem Guide alleine unterwegs. Wir haben auch die 2 Wochen mit unseren 42 Tauchgängen immer mit Arlan getaucht (außer an seinem freien Tag).
Tauchplätze: die Tauchplätze teilen sich hier in zwei Gebiete: -das langgestreckte „Hausriff“, alles in ein paar Minuten per Boot zu erreichen mit Muckdiving -und ½-Tages Fahrten zum Bunaken Marine Park mit Driftdives, Fischschwärmen und guter Sicht. Wir haben uns aber hauptsächlich im Hausriff aufgehalten bei der Suche nach Crittern. Gefunden haben wir: sehr viele Anglerfische in allen Größen, mehrmals Mimikoktopus, Flamboyant Octopus, Blauring-Oktopus, viele Kokosnuß-Oktopuse, viele Sepien in allen Größen, Geisterfetzenfische, Seetang-Fetzenfische, Seenadeln, Pygmänen-Seepferdchen (barghibanti), weitere Seepferde, Geistermuränen, Mandarinfische, Kuiters Leierfisch, sonstige Leierfische, Ambon-Skorpionfisch, eine nicht zu beschreibende Vielzahl an Schnecken, Krabben, Krebsen und Garnelen. Eine kleine Auswahl der „Beute“ seht ihr auf meinen nachfolgenden Bildern Es besteht auch die Möglichkeit, von Minahasa aus einen Tagesausflug in die Lembeh Strait zu unternehmen. Das Minahasa Lagoon Resort hat ein Agreement mit Lembeh Strait Resort. Das heißt, man bezahlt pro Person nur 50 € für die Fahrt mit dem Shuttle, das Essen und die Tauchgänge (falls man ein Tauchpaket in Minahasa hat) werden angerechnet. Da wir ein Jahr zuvor bereits im Lembeh Strait Resort einen fantastischen Tauchurlaub verbracht haben, nutzten wir einen Tag, um dort noch einmal 4 Tauchgänge zu machen – und es waren wieder 4 Super-Tauchgänge.
Fazit: Dies war einer unserer besten Tauchurlaube. Da das Resort noch nicht so bekannt und frequentiert ist wie die Lembeh Strait, kann man hier noch ein bißchen besser relaxen und entspannen. Für uns war entscheidend: „ein klein bisschen weniger Critter (aber auch wirklich nur minimal) dafür aber umso mehr Ruhe“ und deshalb war das Minahasa Lagoon Resort die perfekte Urlaubsoase und wir können sie allerbesten Gewissens jedem nur weiterempfehlen.
Unsere Bewertung: 10 von 6 Flossen
Langnasenbüschelbarsch
Pygmy Seepferdchen
Hohlkreuzgarnele
Blauring-Octopus
Bewertung :
( 6 von 6 Flossen )
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Minahasa Lagoon Resort, Nord Sulawesi Geschrieben am 24.06.2007 von pitty [Dive Master, ? TG]
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Pat Jones hat mir meinen Beitrag vorweg genommen, besser hätte ich es nicht schreiben können.
Der Satz, den wir am häufigsten während unseres Urlaubs hörten war:
Ok, no problem....
Die galt sowohl für die Tauchplätze, die Tauchzeit, die Anzahl der Tauchgänge am Tag wie auch für Essen und und und....
Einen besseren Urlaub habe ich bisher noch nicht verbracht. In Bezug auf Service und Freundlichkeit sowie vor Allem Flexibilität und Eingehen auf Wünsche der Gäste, können sich selbst die teuersten und besten Resorts auf den Malediven eine dicke Scheibe abschneiden.
Es bleibt mir nur noch zu erwähnen, dass als Ausflug auch noch Rafting angeboten wird. Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte!
Wir kommen wieder!
Das Restaurant
Die Bar mit Pool
Die Hill cottages
LaSchnaBüBa
Gorgonienkrebs
Pigmäen Seepferdchen
Mini Anglerfisch
Porzellan Anemonenkrabben
Rafting
Bewertung :
( 6 von 6 Flossen )
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Minahasa Lagoon Resort, Nord Sulawesi Geschrieben am 09.06.2007 von PatJones [CMAS D2, 420 TG]
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Minahasa Lagoon, Nordsulawesi, Reise vom April 2007
Nach Wakatobi 05 und Gangga 06 dachten wir anlässlich der Ferienplanung 07 eigentlich, dass wir trotz tollen Sulawesi-Urlauben heuer wieder mal gerne eine andere Region bereisen würden; mit mehr Grosshai-Potenzial für uns als eingeflaischte Hai-Fans.
Es kam jedoch schlussendlich wie so oft ganz anders als geplant. An der Ferienmesse FESPO in Zürich lernten wir am Stand von ´Schöner Tauchen´ Dani Byland kennen, den Schweizer Manager des Minahasa Lagoon, Dive & Tours Club. Er führte uns Tauchen und Resort gleich auf seinem Laptop vor. So eine Produktion, professionell realisiert, lässt jedoch die vergammeltste Anlage flott aussehen, Wohnbaracken als Paläste erscheinen und ausgediente marode Fischerkähne als komfortable Tourenboote. Diejenigen unter Ihnen, welche vor Lesen eines Berichtes immer gleich zu den Flossen-Awards runterscrollen, werden feststellen, dass dieser Eintrag hier 6 Flossen erhielt. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Minahasa-Demo Produktion nicht auf Irreführung und Touri-Anlocke basieren, sondern auf Realität. Davon haben wir uns über 14 Tage lang überzeugen können, nachdem uns Dani Byland nach einem längeren Gespräch auch als Mensch sympathisch war, so dass wir uns ein drittes Mal nach Sulawesi begeben wollten:
Nach der Anreise mit der in Komfort und Pünktlichkeit hervorragenden SIA von Zürich via Singapore, folgte ein ca. 3 stündiger Direktflug mit der Tochter Silk Air nach Manado, die 30 kg Tauchgerödel notabene auch in der Economy überall zuschlagsfrei. Am Airport warteten natürlich schon Gesandte des Hotels auf uns und nach etwa 1,5 Stunden Busfahrt erreichten wir das Minahasa Lagoon Resort nähe der Siedlung Mangatasik, südlich von Manado.
Werfen Sie einen Blick auf www.minahasalagoon.com. Die Internetfotos des Bar/Poolbereiches sind heute (Stand 09.06.07) zwar nicht mehr aktuell da ein Unwetter 2006 Bar und Poolanlage zerstört hat. Diese wurde jedoch komplett neu aufgebaut, im Netz stehen noch die alten Bilder von Pool/Bar (die oben erwähnte DVD-Produktion wurde hier wohl noch nicht freigeschaltet). Diese Bereiche präsentieren sich heute wesentlich schöner und moderner als auf den Online-Bildern. Der Rest der Anlage kommt jedoch vollumfänglich identisch rüber.
Hier also, was das Minahasa Lagoon Resort aus unserer persönlichen Sicht, 6-flössig macht:
**Gast sein**
Es gibt hier keine Spezialwünsche im eigentlichen Sinne – ein Wunsch wird generell als solcher angesehen und es wird mit allen Mitteln probiert, diesen zu erfüllen. Das Management hat hier in diesem für uns Europäer abgelegenen Teil der Welt erkannt, dass es deren existenzielles Ziel sein muss, Gäste als Wiederkehrer zu gewinnen und Gutes zu tun, damit darüber in (Tauch)kreisen gesprochen wird, im Wissen, dass eine schlechte Publicity viel mehr zerstört, als 5 gute Reports reparieren können. Es gibt einige Ferienorte, wo man weiss, das Gäste für einen Hotelbetrieb nötig sind. Minahasa gehört dazu, ohne speziell teurer zu sein als andere Anbieter in diesem Segment.
Jeder, auch der Service-Mann der (abgelegenen) Kompressoranlage, begegnet einem mit einer Freundlichkeit und Offenheit, die seinesgleichen sucht. Natürlich, die ehrliche und freundliche Mentalität der Leute auf Nord-Sulawesi trägt auch ihres dazu bei; die Freundlichkeit ist hier jedoch nicht aufgesetzt, wie sie es anderswo im asiatischen Raum manchmal leider der Fall zu sein scheint und wohl auch ist. Diese ehrliche Freundlichkeit ist für uns klar ein Zeichen, dass es dem Personal gut geht – dies wirkt sich auf den gesamten Betrieb aus – schlussendlich auch auf uns Gäste.
**Essen und Trinken**
Es stehen mittags und abends 3 (!) verschiedene Menus (!) zur Auswahl, ein Mix aus europäischer und asiatischer Küche, zum Frühstück gib´s ein Buffet mit allem Drum und Dran, inkl. amerikanischem Gebrätel. Das Essen alleine hat sich jedoch nicht unbedingt von anderen Destinationen abgehoben. Wir haben jedoch immer gut und abwechslungsreich gespeist. Besonders lobenswert ist, dass PET-Wasserflaschen im Arrangementpreis inbegriffen sind, sogar die Minibar wird täglich damit aufgefüllt. Wer hier dehydriert, ist definitiv selber schuld.
Exklusiv und ein wahres Highlight ist das Dschungelrestaurant überhalb des Resorts. Dieses wird auf eigene Rechnung von der Frau des (Resort)-Barkeepers betrieben und liegt am Hang, ca.30-40 Meter über der Anlage. Wer sich die Mühe macht in der schwülen Hitze all die Treppenstufen dorthin emporzusteigen wird mit wirklich einheimischen Gerichten aller Art belohnt und auch persönlich bekocht; nie waren wir mehr als 6 Gäste da oben. Nach Einbruch der Dunkelheit, also schon frühabends, gestaltet sich der Aufstieg recht abenteuerlich: Mit Taschenlampen ausgerüstet begleiten einen die lauten Geräusche der zahlreichen nachtaktiven Insekten den Weg nach oben, während des Dinners propellern dann einige von denen rund um die Tischlampen – muss man erlebt haben. Die Mahlzeiten kosten den Gast übrigens auch nicht extra; das Dschungelrestaurant arrangiert sich hier unkompliziert mit dem Hotel. Eine Meldung Mittags an der Reception genügt und man bereitet sich im Dschungelrestaurant auf die Gäste vor. Wenn man spezielle Essenswünsche hat, können diese mitgeteilt werden – abends wird dann stolz kredenzt.
**Cottages und Pool**
Die Cottages sind sehr sauber und zweckmässig eingerichtet – mit viel Platz und Staumöglichkeiten, einem sehr schönen, halboffenem Bad und einladender Veranda. Auf Annehmlichkeiten wie ständig warmem Wasser und Strom für die Klimaanlage mussten wir nie verzichten. Die Toiletten sind natürlich westlicher Standard. Vom Gebrauch der traditionellen indonesischen Toilette mit Loch im Boden, Abtritten auf beiden Seiten um Füße zu platzieren, damit anschliessend in der Hocke gezielt werden muss, wird der Gast also verschont. Es sei denn, er sucht das stille Örtchen eines lokalen Restaurants auf. Nächtliche Bett-Besuche der von mir panisch gefürchteten tropischern Monsterkiller-Kakerlaken blieben auch aus – zwei mittelgrosse Genossen dieser Spezies konnte ich eigenhändig im offenen Bad erschlagen, was dem Rest wohl als Warnung diente. Mein Kakerlaken-Problem hatte ich 3 Monate zuvor an der Ferienmesse ja schon bei Dani Byland deponiert. Der hat sich wahrscheinlich später halbtotgelacht über den Idioten, der meinte, es gäbe in den Tropen irgend einen Ort, der kakerlakensicher sei. Er hat uns dann aber ein Cottage direkt am Meer gegeben, mit dem Hinweis, das somit die Chance auf eine Begegnung mit den chitingepanzerten Plagegeistern am kleinsten sei, da die Viecher ja aus dem anliegenden Dschungel kämen und der weiter hinten sei. Bis auf die beiden Exemplare liess sich keine weitere Kakerlake bei uns blicken!
Wenn man, wie wir, es wagt, sich wenigstens in den Ferien etwas Unordnung in Form achtlos über Sessel und Stühle verstreuter Klamotten zu leisten, wird nach Rückkehr von Tauchen oder Dinner mit einem schlechten Gewissen konfrontiert. Die Kleider wurden vom Room-Service jedes Mal penibel wieder zusammengelegt. Das Tüpfelchen auf´s ´i´ war dann noch die dekorative Art und Weise, wie sich das Himmelbett nach der Rückkehr vom Dinner jeweils präsentiere: Die Decken wurden liebevoll zurückgelegt, manchmal mit Blumen dekoriert, die Nachttischlampen angeschaltet...einladend, um rasch ins Bett zu steigen und der Meeresbrandung zu lauschen..wie auf einer Insel. Ab und zu – nie Nachts – verkündete uns aber Motorgeknatter vorbeifahrender Motorräder, dass wir uns auf dem Festland in der Nähe von 2 Dörfern befanden.
Ein Drink abends an der wunderschönen Poolbar oder im ebenfalls schönen Pool mit Blick auf den Vulkan Manado Dua runden den Tauchtag so richtig ab. Dies klingt plakativ und kitschig – aber genauso lässt es sich beschreiben. Wer will kann sich vorher noch im anliegenden Spa-Bereich traditionell massieren lassen oder den Abend im Whirlpool einklingen.
**Tauchbetrieb und Tauchen **
Gleich nach Ankunft kann das persönliche Equipment in bereitstehende Kisten gelegt werden, diese werden vom Dive-Staff abgeholt und erst am Vorabend der Abreise wieder gebracht. In der Zwischenzeit sieht man sein Tauchzeugs nur während des Tauchens. Dabei übernachtet es nicht etwa in den Kisten auf den Booten, sondern wird durch die Crew jeden Abend in die rückwärtige Basis geschleppt, gespült und aufgehängt um am nächsten Morgen wieder auf dem Boot zu sein. Dabei wird mit dem Material sehr sorgfältig umgegangen. Ich habe festgestellt, dass es dem Staff sehr unangenehm ist, etwas von einem Gast zu beschädigen. Badetücher kann man übrigens auch getrost zu Hause lassen. Ob Pool oder Boot, es werden täglich persönliche Badetücher ausgehändigt.
Die Tauchboote sind geräumig, alle sind (!) mit Toilette versehen und – je nach Tauchziel – mit verschiedenen PS ausgestattet. Von der Bauart und vom Komfort her sind sie jedoch alle identisch.
Beim Tauchbetrieb wird einerseits auf das taucherische Niveau der Einzelnen geachtet, anderseits wird eine gewisse Eigenverantwortung zugelassen wenn der Guide den Gast tauchtechnisch einschätzen kann. Wenn beim Briefing dem verantwortlichen Dive-Guide beispielsweise mitgeteilt wird, dass man aufgrund der Topografie einen Absacker in etwas tiefere Gefilde als 30 Meter möchte, so kann man das auch tun (wobei vom Guide natürlich nicht erwartet werden soll, dass dieser dann auch mitkommt). Die einheimischen Guides und die Boots-Crew kennen die Gebiete wie ihre Westentasche. Ellenlanges Rumgondeln, bis der richtige Spot gefunden wurde, Unschlüssigkeit, wo´s denn nun wegen der Strömung langgehen soll (um dann schlussendlich trotzdem gegen die Strömung tauchen zu müssen) sind Eindrücke aus anderen Tauchreisen – hier ist man sich sicher, wo und wie wohin getaucht wird. Oft werden Guides als überflüssig empfunden oder als Pointer für UW-Fotografen degradiert. Im Bunaken Nationalpark ist ein guter Guide aber nötig: Ohne Gebietskenntnisse kann Tauchen hier aufgrund der rasch wechselnden und teilweise sehr starken Strömungen ungewollte Überraschungen bieten. Ich erinnere mich noch gut daran, wie uns (6 Taucher, wovon 4 gegen 1´000 geloggte TG aufwiesen) unser Guide in aller Ruhe aus einer ´Waschmaschine´ (Wechsel-Strömung senkrecht und waagrecht gleichzeitig) rausführte, ohne jegliche Anzeichen von Nervosität, immer alle im Auge behaltend.
Auf dieser Basis wählt übrigens der Gast das Ziel aus! Dabei werden am Vorabend durch den für den Tauchbetrieb zuständigen Manager in Einzelgesprächen mit den Gästen die Vorlieben für den nächsten Tag in Erfahrung gebracht. Da das Resort so klein und übersichtlich ist, ist es nicht nötig eine offizielle Abend-Info mit Tam-Tam und Wandtafel-Einteilung zu veranstalten – man läuft sich hier nämlich x-mal täglich über den Weg. Es wird wirklich darauf geschaut, dass auch alle Tauch-Wünsche in Erfüllung gehen. So kann es sein, dass manchmal ein Boot für einen Taucher alleine, samt Captain, Guide und Crew ausläuft. Wo sich dann aber bei uns gleich wieder ein schlechtes Gewissen über soviel Dienst am Kunden einstellt. Es kann gewählt werden zwischen Tauchen am Morgen mit anschliessender Rückkehr zur Basis zwecks weiterem Tauchgang am Nachmittag oder Abend. Oder es wird ein Tauchtag im Nationalpark Bunaken durchgeführt wo dann zwei oder drei Tauchgänge gemacht werden. Lunch gibt´s dann auf dem Boot – verschiedene köstliche Pastagerichte, Salate und Früchte werden dann gereicht.
Über die Tauchplätze rund um Manado selber will ich hier keine Worte verlieren, diese sind im Forum bereits genügend beschrieben. An der Küste, grad um die Ecke, befinden sich aber Spots die einem den Automaten aus dem Kiefer ziehen. Wenn man kein Makro-Fan war, dann wir man es spätestens hier. Natürlich ist es toll, gesichert mit einem Riffhaken, in der starken Strömung grosse pelagische Haie zu bestaunen. Diese findet man hier aber nicht (in Massen). Aber neben dem Minahasa-Resort kreucht und fleucht so ziemlich alles rum, was im Marko-Bereich Rang und Namen hat. Und um hier zu verweilen, in 5 Metern Tiefe, Geschöpfe zu bestaunen um deren Existenz zumindest ich bisher nichts wusste, ist es wert, einmal auf Grossfisch in Massen zu verzichten. Zum Glück (!) taucht hier (noch?) niemand anders als die paar Gäste des Resorts. Einer dieser Spots heisst ´Bethlem´ und steht für ´Better Than Lembeh´. Lembeh, als DIE Makro-Gegend schlechthin steht hier nicht nur Pate für diesen Namen, sondern bietet effektiv ernsthaft Konkurrenz auf kleinem Raum. Dies haben mir Gäste bestätigt, die schon in der Lembeh-Strait getaucht haben.
Deshalb auch 6 fette gelbe Flotten!!!!!!!
**Tipps**
Sprache: Aus dem Lächeln des einheimischen Personals wird ein Strahlen, wenn aus dem Touristenmund paar einfache Brocken Indonesisch gesprochen werden (Grüssen, Bedanken, etc). Sulawesi ist zum Glück (noch) so vom Massentourismus verschont geblieben, dass nur wenige Leute gut Englisch sprechen. ´Bahasa Indonesia´ ist für vor allem für Schweizer sehr einfach zu lernen. Die Aussprache ist unproblematisch, weil fast alles so ausgesprochen wird wie bei uns, zudem können wir auch alles ablesen. Ein Blick in den Reiseführer mit dem obligaten Kurz-Wörterbuch-Teil während des langen Fluges genügt, um dann beim Dinner das erste Mal mit einem ´terima kasih´ (Vielen Dank) an die Bedienung aufwarten zu können. Sie werden sehen, die Leute schätzen dies ausserordentlich. Die Antwort, das ´Bitteschön´ erfolge dann aber in meinem Fall prompt auf Bahasa Manado, dem verwanden Manado-Slang, davon stand nichts im Reiseführer…… Manager Dani Byland hat dann später grinsend übersetzt….
Ausflüge: Um seinen Stickstoffgehalt zwischen den Tauchgängen wieder in geordnete Bahnen zu bringen, ist eine Tour unbedingt empfehlenswert. Das Resort bietet hier verschiedene Möglichkeiten mit eigenen Fahrzeugen und Guides an. Sei es eine Tour ins Minahasa Hochland mit Besteigung des Vulkanes Mt. Mahawu und anschliessendem Besuch des Marktes in Tomohon (wo dann auch Flughunde, Wald-Ratten, Hunde und Schlangen in verschiedenen Formen in für unsere Verhältnisse nicht hygienische Weise zum Verzehr feilgeboten werden, aber auch Früchte und Gewürze) oder ein Ausflug in den Nordosten zu den Tarsius-Äffchen, den scheuen Zwergkoboldmakis, die auch das Logo/Wahrzeichen des Minahasa Lagoon Resorts darstellen.
Heimreise: Der Abschied fällt viel leichter, wenn vor einem noch 2 oder 3 Tage Singapur liegen. Mit der Hotelwahl in diesem Stadtstaat kann man fast nichts falsch machen – es hat für jede Preiskategorie eine grosse Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten. Viele Hotels sind dem Singapore Airlines (SIA) Stoppover-Programm angeschlossen, dies führt zu organisierten Transfers, wesentlich günstigeren Hotelpreisen und Vouchern für verschiedene Attraktionen) Auch um sich die Wartezeit im Changi-Airport bis zum Weiterflug nach Europa zu verkürzen gibt es verschiedene tolle Möglichkeiten: Airport-Hotel mit Zimmern zu Stundenpreisen – inkl. Benützung des Spa oder ein Abstecher nach Singapur-City. In etwa 30 Minuten ist man Downtown und kann dort (oder auf dem Weg dorthin) vorzüglich speisen was Herz und Portemonnaie begehren. Bei einem Aufenthalt von 5-8 Stunden alleweil besser, als im Airport Trübsal zu blasen; irgendwann hat man die Koi-Karpfen-Teiche und die teuren Duty-Free-Shops nämlich mal gesehen.
Bewertung :
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Minahasa Lagoon Resort, Nord Sulawesi Geschrieben am 14.05.2006 von Andrea [OWSI, 1200 TG]
3 von 3 Usern fanden diesen Bericht hilfreich, 2 von 2 Usern stimmten diesem Bericht zu.
In ca. 16 Flugstunden via Singapore zu erreichen, liegt das Minahasa Lagoon Resort 1 Stunde südlich von Manado. Das Resort mit seinen 15 geräumigen, schön eingerichteten Bungalows ist ein absoluter Traum! Ein ausführlicher Bericht unter der Rubrik ´Hotels´ (www.minahasalagoon.com).
Die Anlage liegt in einer Lagune, die Bunaken Tauchplätze sind in 1 Std. Bootsfahrt problemlos zu erreichen.
Da das Hotel über 5 Boote besitzt war es nie eine Frage über Tauchzeiten und Platz. Abends wurde jeweils besprochen wo und wann wir am nächsten Tag tauchen wollen. Unsere Wünsche wurden jedesmal erfüllt und obwohl sich teils nur 5 Hotelgäste auf der Anlage befanden, hatte wir unser eigenes Boot + Guide.
Ca. 5 min Bootsfahrt entfernt, befindet sich der Tauchplatz ´Bethlehem´ (better-then-Lembeh wie er auch genannt wird) Man wird nicht enttäuscht: der schräg abfallende Hang ist bis 8 Meter mit Seegras bewachsen, weiter unten sandig. Bis ca. 30m liegen Körbe, Gitter, Kokosschalen und Seile, in denen viele Arten von Makro-Lebewesen zu Hause sind. Nacktschnecken in Hülle und Fülle (wir sahen jedesmal andere Arten) Krebse, Frogfische, Feuerfische, die Liste ist endlos... Der Tauchplatz garantiert keinen Tauchgang gleich, dies macht ihn wohl auch so speziell, ein echtes Kleinod! Unser Highlight war, auf 5 m Tiefe im Seegras inmitten von circa 30 Calamares beim Befruchtungstanz und Eierlegen aus nächster Nähe zuschauen zu dürfen.
Ebenfalls werden an diesem Küstenteil viele Seekühe gesichtet, wir sahen 2 Stk. vom Land aus.
10 Min. vom Resort hat es aber auch Plätze mit Korallengärten und auch eine Steilwand. Die Auswahl ist wirklich riesig. Meistens waren wir immer die einzigen an den Tauchplätzen. Massentourismus kennt man da glücklicherweise noch nicht!
Die Guides sind wirklich ´nur Guides´. Da nicht alle gut Englisch können, darf man kein umfängliches Briefing erwarten mit allem drum und dran. Man muss als Taucher schon selber verantwortlich sein (Luft etc.). Ihr ´geschultes Auge´ sieht dafür auch wirklich jedes kleine, noch so gutgetarnte Tierchen. Da an diesem Ort hauptsächlich erfahrene Taucher und Unterwasserphotographer tummeln, scheint dies auch zu reichen. Eine grosse Kursnachfrage besteht nicht.
Jedoch sind seit letzter Woche 1 Italienisches Paar (Instructor und Divemaster) für ein Jahr im Resort, welche auch für Kurse und auch für die nicht so erfahrenen Taucher zuständig sind. Die Crew ist sehr hilfreich, das Equipment wird zusammengesetzt, jeden morgen ist alles bereit auf dem Boot, zwischen den TG´s wird man mit frischen Früchten und Sandwiches versorgt, Wasser ist gratis.
Die Basis hat einen eigenen Kompressor, auf Wunsch steht auch Nitrox zur Verfügung. Nachttauchgänge sind ebenfalls nach Absprache jeden Tag möglich.
Für einen Aufpreis von 50 Euro kann ebenfalls ein Tag an der Lembeh Stasse getaucht werden.
Wer gerne einen Tag Auszeit möchte, kann eine Jungle Tour buchen oder sogar einen Vulkan besteigen. Für Abwechslung ist definitiv gesorgt.
Das Baden im Meer hat uns, da es durch den dunklen Vulkansand sehr trüb ist, nicht besonderlich eingeladen. Beste Reisezeit: April-Juni & Oktober -November.
Gebucht haben wir die Reise direkt via www.schoener-tauchen.ch/de In jeder Hinsicht günstiger im Paket als wenn man sich die Reise selber bucht. Von A-Z ist alles top organisiert!
In jeder Hinsicht eine ´Tauch´-Reise wert!
A&A
Bewertung :
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